und schlechthin. England verlangte angesichts der Sage seines Reiches, die allerdings einzigartig ist, eine gewisse Berücksichtigung dieser Lage im Kreuzerbau, die die anderen sich hätten gefallen lassen können. Denn richtig ist zwar, daß auf diesem Wege und mit Benutzung der englischen Stützpunkte überall Englands Vorherrschaft auf den: Meere in der Theorie wieder hergestellt würde, aber praktisch hätte das kaum etwas bedeutet. Denn diese Verteilung der Streitkräfte über die Welt ist ja zugleich eine Schwäche Englands. Sie hindert, in irgend einem Konfliktsfalle im Stillen Ozean, wo Englands Flotte der ganzen amerikanischen, der ganzen japanischen Seemacht gegenüberstehen würde, die Konzentration der maritimen Kräfte Englands an dieser Stelle. Denn England kann doch nie damit rechnen, daß in solchem Konflikt seine anderen Stationen ganz entblößt werden könnten, daß es in solchem Falle unbedingt auf Freundschaft und Anterstühung der Seemächte zweiten Ranges rechnen könnte. Dieser Gegensatz zwischen England und Amerika ist aber als unüberbrückbar empfunden worden. Man sieht nicht recht, warum Rordamerika auf eine Lösung mit England, die so möglich gewesen wäre, sich nicht eingelassen hat, warum es in dieser Weise, die schließlich etwas doktrinär ist, auf der Gleichberechtigung bestand.
Als die Konferenz begann, meinte man wohl, daß Coolidge in jedem Falle in günstiger Lage sei. Führte sie zu einem Ergebnis, so konnte er sagen, daß der Abrüstungsgedanke durch Amerika siegreich vorgetragen worden sei. Scheiterte sie, konnte er sagen, daß die Sache hoffnungslos sei. „toeU Europa nicht wolle und Amerika eben seinen besten Willen erfolglos eingesetzt habe. Gleich damals wiesen wir darauf hin. daß darin ein Druckfehler liegt und daß es Coolidge auf ein Scheitern nicht ankommen lassen könnte. Ein Denkfehler, weil es ja nicht eine europäische Auseinandersetzung ist. Sie vollzieht sich zufällig auf europäischem Boden, aber sie ging zwischen England, das in dem Falle keine europäische Macht ist. Japan und Rordamerika. Dringt man ein in das Wesen der Sache, das durch die marine- technischen Einzelheiten bloß verschleiert wird, so sieht man, daß Amerika sich hier versteifte, und daß es mit einem Mißerfolg nach Hause geht in einer Anternehmung, für die es sein allerhöchstes P r e st i g e eingesetzt hatte.
Das wirkt unmittelbar zurück auf Amerikas Wahlbewegung. Vielleicht hängt der plötzliche Entschluß Coolidges, nicht wieder kandidieren zu wollen, mit diesem Fehlschlag zusannnen, der sein eigener Fehlschlag ist Er hat sich hier einmal bei einem ganz auffälligen Punkte, wie auch sonst schon, als nicht Besonders stark in der Politik gezeigt. Aber das ist noch nicht das Wichtigste. Wenn Amerika und England jetzt so aus Genf auseinandergehen, so heißt das. daß die engen Beziehungen zwischen London und Washington, das A und O für jede englische Partei, getrübt und erschüttert sind. Zum ersten Male ist seit Kriegsausgang ein Riß in die angelsächsische Einigkeit gekommen! Gr ist, weil er fundamentale Gegensätze offengelegt hat, mdjt mit Redensarten zu heilen. Er wirkt sich weltpolitisch im höchsten Maße aus.
Italien, Frankreich, Japan ziehen daraus ihre Schlußfolgerungen. Rußland blickt heute <chon mit größter Spannung auf diesen Riß und sieht da eine Möglichkeit, aus der Sackgasse h^rauszukommen, in der seine Außenpolitik steckt. Wenn in Amerika schon der Hinweis laut wird, Großbritannien wolle nach wie vor die stärkste Flotte bleiben, ehe es seine Kriegsschuld an Ame- rifa vollkommen bezahlt habe, so ist damit zugleich nach anderer Richtung ein neuer böser Ton angeschlagen, der fortklingen wird.
Wir wollen das heute noch nicht überspitzen. Aber die schwerwiegenden Folgerungen aus diesem Ausgang liegen auf der Hand, und sie werden auf Europa reflektieren. Sie verschlechtern die Wahlaussichten der Republikanischen Partei in Amerika und werden denen Wasser auf die Mühle führen, die die völlige Enthaltsamkeit Rordamerikas gegenüber der europäischen Politik predigen. Damit kann sich-ganz gut zugleich auch ein lebhafter Antrieb, die Kriegsmarine Rordamerikas auszubauen, verbinden.
Wir sehen aus alledem keinen Vorteil für Europa und Deutschland. Wir sehen nicht, was Europa für Vorteile haben soll, wenn dadurch zunächst einmal die Weltpolitik so in Verwirrung
gerät, wie es der Fall ist. England wird noch unsicherer und schwächer, als es ohnedem in der Europapolitik heute ist. Die Spannungen im Fernen Osten werden größer, ohne daß sie Europa vorwärts bringen. Ehe Amerika eine neue Orientierung gesunken hat, vergeht Zeit, und in dieser Zeit bleiben die europäischen Dinge von Amerika unbeachtet. Wir selbst sind keine Seemacht und haben nichts davon, wenn die anderen Staaten nun weiter rüsten. And der Rückschlag dieser Abrüstungsbewegung, hinter der die größte Macht der Welt stand, muß natürlich auf die europäische Abrüstungsbewcgung zurückwirken, hinter der diese größte Macht nicht einmal stand und die der Wille der stärksten militärischen Macht Europas. Frankreichs, zielbewutzt sabotiert!
Aus der provinzialhauptsiadt.
Gießen, den 13. August 1927.
Die neue Zeit.
Sie paßten glänzend zusammen. Waren beide jung, hübsch, reich und vor allem modern, streng modern. Trugen die braunen Haare gleich lang, hatten Sportkleidung vom gleichen Stoss, nur ging ihre bis übers, seine bis unters Knie (Knickerbockers natürlich), und sie hatten den gleichen Geschmack in bezug auf Bekannte, Hunde, Kakteen, Kinostars, Zigarettenmarken und Autos. Sie steuerten ihren Roadster abwechselnd.' aber mit gleicher Passion. Sie holte ihn darin vom Geschäft ab, und er fuhr sie nach Hause. Daß er gut rechnen konnte, während Kopfrechnen direkt ihre schwache Seite war. war eigentlich ihre einzige Verschiedenheit, die jedoch bisher nie gestört hatte.
Durch die neue Zeitrechnung sollte das leider anders werden. Er hätte sich geschämt, jetzt noch um 2 Ahr zu Mittag zu speisen, ihr jedoch war ein peinlich, dem Mädchen zu sagen: „Daß das Essen auch pünktlich um 14 Ahr auf dein Tisch steht, Erna!" Außerdem verrechnete sie sich beständig, was schon mehrfach zu kleinen „Differenzen" geführt hatte. „Schatz." telephonierte er eines Tages, „hole mich heute etwas früher ab, Brugmann macht Punkt 17 Ahr Schluß, also sei 16''» vor der Tür."
Sie hatte sich mechanisch die Zahl gemerkt und hatte um 6‘ mit dem Auto vor der Tür gehalten. Hatte dis 7 Ahr gewartet und war dann'verärgert nach Hause gefahren, wo er sie verärgert erwartet hafte: er war zu spät gekommen, 5 Minuten nach 17 Ahr, Brugmann war richtig schon fort gewesen, und er hatte ein gutes Geschäft verpaßt.
Mit dem Abendbrot klappte es auck nicht. Er hatte es bei Erna auf 18 Ahr bestellt, aber um 6 Ahr war die tüchtige Perle überhaupt noch unterwegs, um den beorderten Fisch einzukaufen, und als sie um 8 Ahr anrichten wollte, war die Herrschaft verschwunden: sie war um V48, er um '^20, türlautinsschloßfallenlassend. fortgegangen. Sie zu Konrad Veidt, er zu Lil Dagover. Ins Kino natürlich. Gegen 11 Ahr kam sie nach Hause, er bald nach 23. Gemeinsam (in bezug auf die Zeitangabe) lagen sie dann bis mindestens 2 Ahr wach, sprachen aber kein Wort miteinander. Auch nicht am anderen Morgen. Er sagte nur kurz: „Ich habe heute auswärts zu tun; wann ich wiederkoinrne, kann ich nicht sagen, es hätte außerdem keinen Zweck, du würdest es doch nicht behalten, ich bin eben auf die neue Zeit eingestellt, du lebst in der alten." And damit ging er, türlarrtinsschlvh- fallenlassend, davon.
Sie saß wie erstarrt. Dann weinte sie ein bißchen, weil sie aus der alten Zeit war. And dann machte sie den Sprung in die neue. Sie legte ihr winziges Armbandührchen zu den Reliquien der Vergangenheit, eineu braunen Zopf und zwei Grammophonplatten Straußscher Walzer, fuhr im Roadster in die Stadt und kaufte sich eine größere Armbanduhr mit doppeltem Zahlenring, und dann setzte sie sich an ihren Schreibtisch und schrieb Einladungen.
Als er abends spät, so gegen 22, nach Hause kam, schob sie ihm wortlos ein Kartenpäckchen hin. und er las auf der obersten Karte: „Herr und Frau... bitten Herrn und Frau Brugmann zum Siebzehnuhrtee in ihrem Wochenendhäuschen auf Samstag, dem..."
„Schah, endlich," jubelte er, und schloß sie in die Arme. And dann lachten und schwatzten sie
und küßten sich, und merkten nicht, wie die Zeit verflog, 12, 18 oder 23 Ahr — keine Differenz mehr, denn den Glücklichen schlug keine Stunde.
E. v. M.
Pilze.
Wenn die warme Witterung der letzten Wochen noch einige Zeit anhält und ausgiebiger Regen den Waldboden bis auf eine gewiße Tiefe genügend durchfeuchtet, haben wir in diesem Herbst einen Pilzreichtum zu erwarten, der nach den beiden letzten Fehljahren besonders ergiebig fein dürfte. Leider ist dann auch mit der Möglichkeit der alljährlich wiederkehrenden Pilzvergiftungen zu rechnen, die auf Verwechslung bekannter Speisepilze mit ähnlich aussehenden Giftpilzen zurückzuführen sind. Solche Unfälle können leicht vermieden werden, wenn jeder, der für eigenen Bedarf oder zum Verkauf Pilze sammelt, sich hierbei nur auf ganz wenige, ihm genau bekannte Speisepilze beschränkt und alle anderen als verdächtig stehen läßt. Jeder Speise- wie auch Giftpilz, von denen es nur eine geringe Anzahl wirklich guter wie wirklich giftiger gibt, haben bestimmte Merkmale, die sich jeder Pilzsammler als untrüglich einprägen sollte. So ist der allgemein beliebte Champignon mit seinen verschiedenen Arten leicht an den mehr oder weniger rötlich gefärbten Blättern oder Lamellen unter allen anderen Pilzen zu erkennen. Jüngere Exemplare von Champignons, bei denen diese Färbung noch nicht erkennbar ist, läßt man stehen ober scheidet sie, wenn sie gesammelt werden, aus. Auf dem Markte sollte man niemals stark gedrückte ober sonstwie beschädigte Champignons kaufen, rveil sie bas sichere Erkennen erschweren. Es besteht bann immer bie Gefahr, baß Teile bes Knollenblätterfchwammes barunter sein könnten. Der großen Gefahr wegen, bie bei biefem Pilze besteht, wenn man ihn nicht selbst gesammelt hatte, sollte auch jebes Gericht vor ber Zubereitung von ber Hausfrau selbst burchgesehen unb auf bie Färbung ber Lamellen geprüft werben. Die Kennzeichen bes Knollenblätterschwamms, von bem die meisten töblich verlaufenen Pilzvergiftungen herrühren, finb bie weißen oder weißlichen Lamellen, mit leichter Tönung von ber Farbe bes Hutes. Wir haben in unserer Gegenb von biefem Pilz brei Arten, ben gelblichen, grünlichen uno ben weißen. Häufig ist nur ber erstgenannte. Die Angabe, baß ber Knollenblätterschwamm ausschließlich im Walbe wachse, ist nicht ganz zutreffend, denn ich habe ihn auch schon 100 Meter vom Waldrands entfernt auf sonniger Heide gefunden. Auch fehlt bisweilen der knollige Ansatz am unteren Stielende. Die Verwechslung kommt fast immer dadurch zustande, daß unentwickelte, unterfcits noch geschlossene Pilze mit- gesammelt werben.
Der Steinpilz, unser wohlschmeckenbfter Speisepilz, ber in Laub- und Nadelwäldern sowie auf waldigen Heiden nicht selten ist, gehört zu den Röhrenpilzen und kann darum eigentlich nur mit dem stark giftigen Satanspilz verwechselt werden. Dies wird vermieden, wenn man alle Röhrlinge mit rotem Fuß und ebensolchen Röhren vorn Einsammeln ausschließt. Der bem Satanspilz sehr ähnliche Hexenpilz, welcher als eßbar gilt, wie auch der rote Dickfußröhrling, taugen beide nicht viel. Harmloser ist bie fast täglich vorkommenbe Verwechslung bes Steinpilzes mit bem bei Gießen unb in ber Umgebung ungemein häufigen Gallenpilz. Um sich vor Zeitverlust zu schützen, beachte man, daß ber echte Steinpilz stets mehr ober weniger gelbliche ober bei jungen Exemplaren auch grauweiße Röhren aufweist, bie des Gallenpilzes aber rosa schimmern. Auch ist die netzarttge Äderung bes Stieles beim Gallenpilz ausgeprägter.
Der echte Reizker, bei Gießen ziemlich selten, im Vogelsberg darum um so häufiger, tft kenntlich an dem ziegelroten Milchsaft und ben grünspanfarbigen Flecken, welche jcbe Verletzung hinterläßt. Der Giftreizker, mit bem Verwechslungen bentbqr sind, hat weißen Milchsaft.
Der Eierschwamm ober Pfifferling, unser häufigster Marktpilz von Juni bis in ben Oktober hinein, besten Wert baburch gewinnt, daß er fast nie madig wird und sich etliche Tage hält ohne zu verderben, besitzt im falschen Pfifferling einen nicht ganz unbedenklichen Doppelgänger. Er wurde früher für giftig gehalten. Wäre dies richtig, dann wären Pilzvergiftungen an der Tagesordnung, denn ber falsche schleicht sich infolge seiner Aehnlichkeit nur zu leicht ein unb kommt mit auf ben Tisch. Seine Farbe ist ein rötliches Gelb, bie obere Vertiefung flacher unb bas Fleisch bünner als bei bem echten Eierschwamm. Zum Glück ist er seltener, benn wenn
auch sein Genuß keinerlei Beschwerden verursacht, so ist er doch minderwertiger..
Als gute Speisepilze können noch gelten der Birkenpilz unb bas Rothäuptchen ober Kapuziner, zwei nahe verwanbte Vertreter, bie an bem auffaUenb langen, mit flockigem Ueberzug besetzten Stielen leicht zu erkennen finb. Die Oberseite bes Hutes ist bei bem erftgenanriten grau, bei bem anbern lebhaft, rotbraun. Sie werben beim Zu- bereiten schwarz. Verwechslungen mit ähnlichen Giftpilzen finb nicht denkbar.
Die meistens schön gefärbten Täublinge, welche den Herbst hindurch den moosigen Waldboden zieren, lasse man unberührt stehen, denn auch die genieß- baren Arten unter ihnen sind gewöhnlich schon madig, wenn sie aus ber Erde hervorbrechen. Von Unkundigen wirb bisweilen der braune Stinktäubling korbweise gesammelt, weil er seinem Namen zum Trotz in jungem Zustande angenehm duftet und festfleischig aussieht. Er ist vollkommen ungenießbar. Das gleiche geschieht bisweilen mit den massenhaft vorkommenden Perl- und Pantherpilzen, zwei ziemlich ähnlichen Arten, von denen ber erstere rötliches Fleisch hat. Auch sie finb, wenn auch nicht birekt giftig, so doch als wertlos stehen zu lassen. Von ben vielen anberen als eßbar geltenden Pilzen verdient nur noch ber große Schirmpi 1 z ober Parasol als ganz vorzüglich genannt zu werden. Ein Vorzug desselben ist, daß er leicht erkennbar, mit schädlichen nicht zu verwechseln ist. Alle übrigen als eßbar bezeichneten Pilze überlasse man den Spezialkennern, benn sie stehen im Wert gegen die hier genannten zurück. Von Giftpilzen möchten wir noch erwähnen ben allbekannten Fliegenpilz, der auf Heiden, wo Birken wachsen unb in Birkenwäldern in manchen Jahren häufig vorkommt, in anderen wieder ausbleibt. Als leicht erkennbar kann er nur kleinen ohne Aufsicht gelastenen Kindern gefährlich werden. Ein weiterer Giftpilz ist der Schwefelkopf, ber hin unb roieber mit bem eßbaren Stockpilz verwechselt wirb. Die Unterfcheibung liegt bei beiben in ben Lamellen, bie beim Schwefelkopf schwärzlich, beim Stockpilz bräunlich finb.
Alle Pilze, auch bie eßbaren, können burch Zersetzung ihrer Eiweißstoffe giftige Eigenschaften cur- nehmen. Man sammle baruin Pilze nie bei ober kurz nach Regenwetter, weil ber hohe Wassergehalt bie Zersetzung begünstigt, verwenbe die gesammelten am gleichen Tage und wenn dies nicht möglich ist, am nächstfolgenden, lieber Nacht müssen sie an einem kühlen Ort ausgebreitet werden. Reste von Pilzgerichten wärme man nicht auf, sondern tue sie weg und sehe bei der Zubereitung auf peinliche Sauberkeit. Jeder Pilz, ber von Mabengängen burch- bohrt ober bewohnt ist, muß als verdächtig in den Abnutzen fallen. Beutel und Rucksack sind zum Pilze- sammeln ungeeignet, man nehme dafür besser Körbe ober Kartons. Kinber zum Pilzesammeln in den Wald zu schicken, ist in mehr als einer Hinsicht eine leichtsinnige Handlungsweise. R.
•
** Verband ber evangelischen weiblichen Jugend in Hess em Am Sonntag, dem 21. August, findet hier die Jahrestagung des Verbandes der evangelischen weiblichen Jugend in Hessen statt. Die Tagung soll am Samstagabend mit einer Abendfeier in der Johanneskirche, bei der öanbesjugenbpfarrer Lic. von ber A u aus Darmftabt, die Ansprache halten wird, eingefeitet werden. Am Sonntagmorgen zwischen 7 unb 8 Uhr sollen einzelne Mäbchenvereine auf den Straßen unb freien Plätzen ber Stabt nach Art der, namentlich in Norbbeutschlanb stark verbreiteten Kurrendensingen, geistliche Lieber singen. Die Festgottesdienste beginnen in beiden Kirchen um 10 Uhr. In ber Stadtkirche wird Pfarrer D. Jeep aus Braunschweig, in ber Johanneskirche Professor Ger stenmaier aus Friebberg prebigen. Für diese Gottesdienste find besondere Gottesdienstordnungen ausgestellt, die an den Eingängen ber Kirchen verteilt werden. Während ber Mittagspause sollen sich bie Teilnehmerinnen, die nicht in Familien untergebracht sind, in bem Garten bes evangelischen Schwesternhauses, in ber Klein- kinberbewahranstalt, in ber Pestalozzischule und in den ©emeinbefälen aufhalten. Nachmittags um Uhr wird am Os-wolbsgarten ber Feskzug aufgeftclit, bei bem voraussichtlich Posaunenchöre Mitwirken werben. Der Zug wirb sich durch die Neustadt— Bahnhofstraße — Westanlage —r- Seltersweg — Goethestraße — Sübanlage — Gartenstraße — Kaiserallee nach bem Trieb bewegen, wo Spiele, Reigen unb Volkstänze aufgeführt unb Ansprachen gehalten werden. Eine große Änzahl unserer Familien hat sich bereitwilligst erboten, bie Mäbchen,
Für Wiederverkäufer günstige Gelegenheit, besondere Preise
■
grobe Auswahl, solide Qualitäten, dLMAe Weise, reelle Bedienung
500 Stück fertige Handtücher, weiß und
farbig
25, 35, 50. 68 Pf.
Kleiderstoffe
Trikotagen
Seidenwaren
igarnituren
130 cm Bettkattun
118 Pf.
6.50 Mk.
130 cm Tuch für Trachten 3.25 Mk.
in allen Farben und Qualitäten
130 cm Cheviot
2.75 Mk.
1.55 Mk.
Imit. Kunstseide
130 cm Ottomane, schwere Mantek-
14.00 Mk.
wäre
40 Pf.
m
18 Pf.
12 Pf.
Einsatzhemden Schlupfhosen..
68
98
Mk
Mk.
0.98
1.05
2.15
2.50
5.95
Kinderstrümpfe. Damenstrümpfe
von 50 von 50 von 50
70 cm Pulloverstoff
80 cm Möbelkrepp .
70 cm Mousseline .
065 1 20 0.68 1.38 1.98 2.65
Waschsamt, la Ware.... 2.50 Mk. Grobe Auswahl Kurzwaren
Mk.
Mk.
Mk. Mk. Mk.
4.75
5.60
5.85
4.95
9.75
Pf. an
Pf. an
Pf. an
Pf. Pf. Pf. Pf. Pf. Pf.
80 cm Rohnessel 29, $0, 69, 105
90 cm Zwirnkleiderz. 75, 95,145
70 cm Blaudruck ... 55, 65, 85
116 cm Schürzenst. 85, 115, 150
Mk. Mk. Mk. Mk. Mk.
Mk.
70 cm Blusenstoff..
85 cm Schotten ....
85 cm Popeline .... 130 cm Kostümstoff 130 cm Gabardine .
130 cm Rips.......
Helvetiaseide...........
Eolienne...............
Taffe tt ...............
Japo für Lampenschirme Krepp Georgette.......
Crepe de chine
Für Wiederverkäufer günstige Gelegenheit, besondere Preise
80 cm Renforce.........
80 cm Rein Macco ...... Weiß Croise-Finette .... 130 cm Satin striped .... 130 cm Damast, geblumt 160 cm Damast, geblumt 150 cm weißes Haustuch,
Kindertaschentücher 12 St. 95 Pf.
Damentaschentücher 10 St. 95 Pf.
Herrentaschentücher 6 St. 95 Pf.
Sportzephir, Indanthren 40, 58, 85, 110 Pf.
Baumwollwaren
Gestreifter Flanell 46. 48. 60, 75 Pf.
Karierter Flanell .. 53, 85. 120 Pf. Sportflanell ... 52. 60. 75, 105 Pf. 80 cm Bettkattun 55, 70, 83, 110 Pf.
Mk.
Mk.
Mk.
Mk.
Mk.
15. JSugusi erster Ttefcfo<aiif§t<a£
• 15.
erster
HerreAsocken
Hcitctii
3.ist eröffnet
schwere gewebfäd.Ware 1.56 150cm w.Halblein-.extrapr. 2.55
Eine Partie Posten
Zirka 68 cm Kunstseide 95 Pf.
Damen- u. Kinderwäsche in allen Preislagen, enorm billig
Restposten verschiedener Artikel werden zur Eröffnung besonders billig verkauft
.....5.50 Mk.
..... 1.60 Mk.
von 50 Pf. an
in allen Größen und Welten lagernd
Konfektion
Arbeitshemden.. .von 2.25 Mk. an Sporthemden ... von 3.50 Mk. an Herrenoberhemden...... 4.95 Mk. Sommerjoppen . von 6.00 Mk. an Blaue Anzüge .. von 6.50 Mk. an
Frottiertücher in a. Br. v. 70 Pf. an 50% unter Preis
Gardinen-Vorhangst. enorm billig
Ein Posten weiße Tischtücher
von 2.65 Mk. an
Weife waren
80cmHemdent.0.42,0.53,0.65,0.78Mk.
• Handtuchstoff
Staubtücher..
P. KOLLING * GIESSEN * BISMARCKSTR. 6 pt
Bei Einkauf von 2 Mark ein Ballon gratis! Bei Einkauf von 2 Mark ein Ballon gratis!
7423a


