Nr. N drftes Blatt
177. Jahrgang
Zreitag. 15. Mal (927
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Eichener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Dmd ind Verla-: Bribl'|d>< UBlPcrMüts*Bud>- und Sieiabroderei H. Lange in Gieren. Lchristleiting und Geschäfr§tzele: S^nlVraM ’•
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Die Ftnanzoevatte im Hessischen Landtag. Bae imfrm Darmstadter Ärbaftlan. Darmstadt. 12 Del. Der Landtag Irpt» Ma flkmralbrbotlf über den Bericht dr» «ylnanj* euskhuffe» fort
Bdg Dr B I < p o I b (D. Bpj meint das, die Barteten vei Bu»a>ertunfl de» Grgrbmflr» der BatfsaMttmmung sehr oerschtedrnrr Meinung seien. Alle Mtontrn. tuh |it nun mit Bub» den Landtag»- matzten entgegeng'ngrn Demokraten tzaUen noch rtnr brionber» Büancr. d»e Au verficht auf einen Sieg 6U meinen damit motzt d<Ick-.ridrn»rweise nicht den bieg der Demorratie. sondern der floali- «on Der Finanzmintsier tzobe die Kussuhrunaen Se» Bbg Dmgelde, keineswegs iMberlegt; der Ii- nanzminister tzade selbst von einem 30 Mil- lionenbeslZit in seiner Denkschrift griprodxn. um barjutun. bah die Eporantrügr brr Crpofition daran nicht» ausrichten könnten. Der Miniftcr tzade
./. die »usgaben im CJtot n-
fri ein Irrtum, denn d»e «usgaden waren tatsächlich um 2 Millionen tzötzer. Bei der «ufstel- lung des Etats möchte immer dieselbe Buchungsart. dieselben Grundsätze befolgt werden. Der Finanz- Minister tzade der ttrfldrunfl des Bbg. Dingrldey zu- sestimmt dah die Iinanzlog» Hessen» nicht rofia sei Wie in früheren Jahren bauen nicht die Oppofllions- oarteien landern die Ä oa 1111 o n • parlrirn die Mehrsorberungen im Staotshaushcklt gestellt, von
tat de» Jinanvnin
bah er genau seststelle. welche Summe bei den 2ln- trügen aus die Kecht»- und auf die Linkskoalition von den Metzrsorderungen Im Betrage von li Mil-
:i Mark komme Der Hba '.Huber tzad« frllart. bah die Demokraten nur 4000 Mk Medrsorderr ngen gestellt banrr. er Hütte aber wohlweislich nicht ge- sagt, bah die Demokraten den Anträgen der Soali- iitmspa rieten zugesttrnmt hatten Dem 2lbg. Um hält der Redner entgegen, bah leine Steueraufftel- .ung über 192» tn der Bktterau schon deshalb salich fei. weit sie 2Zergleiche mit gröhrren btüdten »letzt and weil sie gar nicht da» V: Uederschwemmunsten berücksichtigt. Dle Sßembau- domane muhte eigentlich auch in eine solche Stall*
; wenn sie stciierl t Io bandel! werde wie dle anderen landwuilchiltlichen Betriebe, bann werde sie wahrscheinlich leine Steusrn zahlen. Die Beamten muhten durchdrungen werden von dem Erfühl der 6par|amfeit als er (der Redner) einmal aus unt »p.m ihr ' . ' iützrung einer Anstalt hingewiesen habe, sei deren er von der Sozialdenir kralle angeyrillen worden Wie iollten denn d,e Beamten sparen, wenn der Landtag selber nicht aus Sparsamkeit drmge. Bealsteuern seien keine Bcsitzsteuern Ein Erfolg der den bebauten dninbbfflfL da letzt eine Beziehung zwilchen der Steuer und dem Ertrag hergesiellt sei. (Jm Erfolg der Opposition sei serncr die Durch'.'h- rung von Steuerm'lderungen^ es mühten aber noch weitere verlangt werden. Die Urage des Einheit»- könne nicht so ge ' ’ ' '
\rn den B hängt, aber auch nicht
dadurch bah man brn Ländern Immer neue Aus- ilihruna des Einheit»staales wurde nur eine ch nerbroHenbeit erzeugen und d>e sei ebenso wenig setzt zu gebrauthen wie rin Rulmrkomps.
Ibfl Eberle «Dem i nvnbet sich in Betrachtungen über bk TV! abftimmung gegen die Rechte und fi.mmt den Ausführungen des Jen- trumAadgevrdneien Lenhart über die Zurücksetzung von Tlheindessen »u. Otn Konkordat und em Kulturkampf leien adzulednen Der Poften eme» Landesturainlpeltors sollte ve- der befehl werden, dieser sollte oder nicht blvtzim Schulwesen, sondern auch im Vanbetbilbung#amt tätig sein 3bg Dialer ha> die Universl« tüten angegriffen er solle doch einfach die Aushebung der llnü»erfUülen beantragen: man müffe «ich aber »ragen woher dann noch die Bauerndoktoren lerne Anlpl lung auf die akademisch gedildesn Landl agsa>g.ordne.en des Bauernbünde» > kommen sollen
Adg TV i dm an n i6o».' beimpft die Be- bauptung, bah die So-ialvemokratie nicht für Sparsamkeit eintrete Roch nicht ein V er d der Tvützlerschaft hab« fich für die BoN»ab-t'mmung 'rngefeht u.ib mehr als d.e Hälfte ha^ ihr gleichgültig g«ge:.üdergestanden Das De'rzit im OtaaKbautbal! sei noch lange kem Dewcis für eme Mißwirtschaft der K^liiwnsoarteien Der Redner zieht bann Vergleich« zwilchen linan- z,etten Verhültniisen der Eegenwan mit denen der Vorkriegszeit Steuern zahlten nur die Rle.nbauern. nicht die Orofibaucrn D e land- wirtschaftlichen Sparlas'rn füllten »ich und hätten bald den Vorkrregsfianb der Einlagen erreicht. Der Erohgrundbesih in Helfen sei zu umfangreich und müll« ausgeleilt werden Der Redner kommt auch auf bas Dohnungswelen tu sprechen' er erwähnt hierzu eine Erklärung des Parteifekretärs bet Deutschen Volkspar.e und die EegenervÜrung des Parte edreiärs her Deullchnatfualen Vollspart<i t*c-. den 2us- führungen des t?ehtgenannten I5nn« b« Sozial- bemokratie vieles unterfchreiden D.e Sozial- benwfratie. Io lchlieht ber Redner, werbe im Lanbtagswadllamvf d.e Z^ate nach dem Ein- hei tsßaat als TDahlra ?'e ausgeben
«dg. Dr. Müller (Bbö.) meint die Zeit datz man auf ein Staatsdefizit stolz fein könne oder bah es durch em Inflation befeinc: würde lei letzt cor- bei. Bon den Auschülfen des Reiches wilse men noch nicht ob sie nicht nur al» Borfdrj'W gegeben werden. Das Defizit werde vermut,ch viel gröber wer- den. als der jtmantmminrr angebe. De me ft en LandwiNe könnten nur unter den allerfchwiertaiten
Preutzen und das Reich.
Ministerpräsident Braun gegen die Politik der Reichsregierunq.
Der Staalsgerichtshos hat In der schon geraume Zeit zurückliegenden Streitfrage zwischen dem Reich und Preuhen über des letzteren Recht im Verwaltungsrat der Reichselsenbahn durch eine von ,hm zur Ernennung vorgelchlagene Persönlichkeit vertrete« zu sein, zugunsten Preuhens entschieden. TB er bas schriftlich nieder gelegte Rbkommen zwischen dem Reich und P reust en über bi den Punkt
genau kannte. tPirb von der Entscheidung nicht sonderlich überrascht gewesen sein Zweifellos Hütte sich die Reichsrcgierung auch bei der letzten Gelegenheit gern bereit gezeigt den berechtigten Wünschen Preuhens entgegenzukommen, wenn man ,hr nicht gerade *ui>-
erst vor kurzem aus besonderen Gründen für den Posten auscrfehenen früheren Reichskanzler Dr. Luther zugunsten PreustenS wieder aus- scheiden iu lassen Es ist dringend notwendig, bah im Verwoltungsrat der Reichseisenbahn so hervorragende TDirtscha'tspoli iker we Dr Luther sitzen, und es geht selbstverständlich nicht an bah man einen solchen Mann wieder hinauö- wühlt. um irgendeinem von der peeustischen Regierung vorgelchlaaenen Beamten Platz zu machen Vei der nächsten sich bietenden Gelegenheit kann und wird bas Verlangen ber preustllchen Regierung zweckentsprechend erfüllt werben
Vei der Aussprache über diese Frage schon war das Austreten des preustilchen Minister-
prüsldenten Vraun nicht derart gewesen daß sich die Reichs regierung zu besonders s reu üblichem Entgegenkommen veranlastt gesehen Hütte. Wir betonen nochmals, die preußische Regierung war formal i m Recht, wie ja auch jetzt der Staatsgerichtshof entschieden hat. Aber zuweilen ist es vom Hebel, sich zu sehr aus einen formalen
Rechtsanspruch zu versteifen, wenn man damit ber Sache schade! DaS was der Trail, als Preu st en feinen Anspruch geltend machte, noch ba^u In einer Form, die geltnbe gesagt wen.g höflich wo Da st Ministerpräsident Braun ein ungewöhnlich kluger und begabter Mann ist, geben auch seine ’djärHfn politischen Gegner zu. Ader leider werden seine guten Eigenschaften über*(battet durch das. wes man Im gewöhnlichen Leben als Kratzbürstigkeit bezeichnet.
Diese unerfreuliche Seite hat der preuhische THlnifterpräfibent In den letzten Tvochen ganz besonders stark hervvrgekehr: Es ist richtig, bay sich Preus,en durch den Finanzausgleich benachteiligt glaubt, und es ist auch richtig, dast die darüber geführte Klage zu einem gewissen ■Teil tu dir unberechiig'. ift Die etwas unvermittelt gekommene Vevorzugung der drei füd- deutfchen Staaten bei der Verteilung der Vier st euer hat tm ganzen Rorddeutlchlnnd Verwunderung erregt, und es war Preuhens gutes Recht, dagegen anzukämpfen. Aber die Art und Tveile. tn der Herr Vraun den Kampf auf- nahm und durchlührte. hat ihm und der preuhi- lchen Regierung alle Svmpathien entfremdet, die tonst auf feiner Seite gestanden hätten. Sein Auftreten im Reichstag als Vertreter der preuhi- lchen Regierung hatte. Die erinnerlich, zur Folge, dast der Führer ber Zentrumspartei im Reichstag Herr von G u ö r a r d. ein Rededuell mit ihm ausfocht, bet dem Herr Vraun als zweiter Sieger endete. Für thn muhte es eine ernste Warnung zur Vorsicht lein, dah gerade der Führer der- fcnlgen Partei, mit der im preusttfchen Landtag die Sozialdemokraten in der Reg erunaskoalitton ft eben, fo energisch gegen ihn zu Felde zog
Run hat $err Vraun wiederum t m P reust t s ch e n Landtag die Reüchsregierung wegen des Finanzausgleichs und der angebitchen Zurücksetzung der prvuhrfchen Ostgebiete ungemein schars angegriffen öt droht abermals mit dem Staats- gerichtstzr' wie er auch bereits tm Reichstag angekündigt hatte. D.e aünfhgc Entscheidung in dem Fall mit der Reichseisenbahn hat ihm offenbar den Geschmack an solchem Vorgehen bei- gebracht. Hns will es scheinen, bah der preust.lche Mintsterprä'.dent bdfer daran täte, nicht in öffentlicher Sitzung des Landtags gegen b.e Reichsregierung zu polemisieren, wie es etwa in einer 'vzialdemokratilchen TDahlver- lammluna üblich le.n mag. Der prcusttfche THi- nifterpräf dent foüte auf einer höheren TBarte
stehen als der gewöhnliche Parleipolutker Auher« dem wäre es tm Snterdk des Reichs und Pvru- stens. wenn «ich dte beiden Regierung<-i bestrebten. Meinungsverfchtedenbe,ten üb.*r wich'.ige Fra- ?en Io auszutragen, dah nicht dauernd d.e Wesentlichkeit zu Zeugen ihres Streites gemacht wird. Das Auftreten des Mintfterpräfi- denten tm Preust'fchen Landtag lüstt wiederum bas erforderliche Augenmast und den wünschenswerten Da kl vermissen, den man bei einem Mann in solcher Stellung erwarten dürste Wenn die Deutschnationalen dte SoztaldemOkraten al« ihre heftigsten Gegner angreifen, so ist das ebenso ihr gutes Recht, wie es bas der Sotzialdemokraten ift. fich dagegen In Versammlungen zur Wehr zu setzen Der Preuhische Landtag ist aber keine TDahlversatmnlung. und ber preuhtfche JHinlftet- prültbenl fein PaNeiredner In einer solchen. Das sollte Herr Vraun allmählich begriffen haben.
Erregte Debatte im Preuhischen Landtag.
Ver 1 in, 13. Mai. (DDZ) Im Preuhischen Landtag führte bei ber zweiten Lesung des Etats des Staatsminifteriums und des Ministerpräsidenten
Ministerpräsident Braun
folgendes aus
Ich habe bereits in meiner Etatsrede im Juni v. I. einige Disferenzpunkre zwilchen Preuhen und dem Reich aufge- zrigt Mit besonderer Vitterteit muh es »mch erfüllen, dah das Reich stets bereit war. andern Ländern entpegenzukommen. nur Preuhen nicht. Das erweckt in mir die Ansicht, dah von gewissen Reichsstellen eine bewuhl antipreuhi- f ch c Politik getrieben wird. Sie wissen alle, welche Schwierigkeiten es gehabt hat. den Rcichs- etat zu balanztercn: gleichwohl hat man aber für Bayern, Vaden und T&ürt ton berg 41 Millionen Rlari auf die Dauer feftgdcqt D.? preuhische Regierung erblickt In der ungerechtfertig- t en sinanziellen Vevorzugung der füddeutfchcn Staaten, die auf Kosten Preuhens. insbesondere seiner Grenzgebiete, durchgcsührt werden solle, eine schwere Ve- nachteiligung. Trotz des Protest»-« der preu- stilchen Staatsregierung ist die Erhöhung des VierstcuevanSeils mit einfacher Mchrhen angenommen worden. Die muhte deshalb auch auf diesem Gebiete die Hilfe des Staatsgerichtshofes in Anspruch nehmen. Im Osten sind sehr gefährdete Gebiete vorhanden und dort ist ein wirtschaftlicher Rot- staird eingetreten, der längst schon Abhilfe erheischt hätte.
Jür hie ganzen gefährdeten preuhischen Grenzgebiete vieiden nur noch 15 Millionen.
Don diesen 15 Millionen hat Ostpreuhen 3.3 Millionen, allo genau soviel wie Vaden erhalten. «Hörtf Hört!) Dabet hat Ostpreuhen im Kriege durch den Rulleneinsall schwer gelltten. während andere Länder, die hier tn Frage kommen. keinen Kanonenschuh gehört haben. Für Oberschlesien sotten 2J* Millionen gegeben werden, ebensoviel wie für Sachsen, für H i e b e r- schlesien 2'/< Million, allo etwas weniger als wie für Sachsen, für die Grenzmark 18 Millionen. für Schleswig-Holstein 3,5 Millionen. Ss zeigt fich auch hier eine so stark« antipreusti'che Tenkenz. dah wir mit allem Rachdruck uns dagegen wenden müssen. Vrianderer THiltd bedarf die Provinz Ostpreuhen. die vom Mutterlande losgeiöft ift. Der Ministerpräsident vertieft hieragf ein Schreiben, das er an den Reichskanzler gerichtet hat. und das in der Forderung auskllngt. dah angesichts der berechtigten starken Erbitterung fämllicher oftpreuhi'chen Ve- völkerungstetle der Vertetlungsfchlülfel unbedingt geändert oder neue Reichsmittel für dte Ostmark flüssig gemache tortfccn mühten. Auch der R e i ch s p r ä s t d e n t hat fich bereit erklärt, im Sinne einer besseren Füriorge. Inib-tonbrra für dte Provinz Ostpreuhen bei der Reichsreg e- rung tätig zu fetn.
Atg Schlange-Schöningen Dntl) meint, die Art. wie M.nlsterpia ident Braun hier gesprochen habe, entsp.echr in le nrr 2>e se dem. was man von erneut Ministerräl ken en erwarten müsse Vraun ha.< gattz ein'e.tig u er Finanzen ^efprochen Anstatt ich um a knb u. er die preuhilche Politik zu duftetn. Haien Sie >zum Tn.niüecprallbenlen) lediglich rerlucht. b e Ge'echt gegen die Ihnen auber.^r'e >' ch unsympathische Retchsregi.run..
Der geradezu hust erliche Gedanke de» Schuhe» ist feine ftaaltmännildx- .tidkhunq Drr Sla11- beim hat da» mil seiner Proklamation von neuem bewiesen Lntiveder wird e» gelingen, diese geroalllgen ftra'te mit dem Staate iu orr- sShnen, oder der Wiederau dnu wird eine pbro|e bleiben.
Sie. Herr Ullnifleipiäiibcnt. k. en Ih Hauptaufgabe im Kampfe gegen das Reich. Ss mutet eigenartig an. dah Sie j«tz: piöhl-.ch, wo es Ihnen parteipolitisch pafil, so stark *ur den Osten eintreten, de'se.i Belange ü r. i;iis vielleichl zum erstenmal bei den Re chsmtn. .er v Keudell in den besten und fachfersiänd gsten Händen liegen. (Gelächter links.» Es soll uns wundern, wie lange fich Herr Reichskanzler Marr und die gesamte Reichsregierung d ese unsachliche Politik gefallen lassen werden D.e Zukunft gehört uns doch!
Abg Dr Heh (3cntrj betont, bei den Ausführungen Schia>ige-Schöninge is dürste man nicht r-crgcflen. dah die Deutsckmat.onalen in den letzten atonalen inti gekernt bitten. Dah sie noch nicht alles gelernt hoben, liege nicht zuletzt an ihrem robusten, trakehntschen Einschlag (grobe Heiterkeit). Aus der Rede Braun» habe eine ganz tiefe, innere Erregung gesprochen non e.ner Art. Me bei dem unltartschen Braun gerade vom Standpunkt der Rechten des Hauses aus hätte gut aufgenommen werden müssen. De Spannung »wischen Reich und Preuhen fei auherordentlich bedauerlich Aber die Schuld daran In bei Preuhen »um m.nbvflcn r. ‘v als auf feiten der Reichsregierung Os könnte sich nur darum banbdn. diele Spannung so rolch wie möglich aus der TD e 11 z u schallen Ein höchst bedauerliches Mittel bleibe die Anrufung des Staatsgerichts- h o s s durch ein Land gegen das Reich
Abg. Dr. v. Lampe (D Bp i erklärt t :n könne vteles in der Rede des Winifterprälibenten für richtig halten aber die Rede als Ganses fei nicht geeignet, das Einvernehmen zwilchen Preuhen und dem Reich au fördern. Gewih habe man den Staatsgertchtshof. wenn aber immer wieder an ihn appelliert werde. Io fei etwas faul tm Staate Heber die Schn! wollen wir nichts lagen. Die Austragung der Streitigkeiten in der Oeffentl.chkeit. im Reichstag ulw. bleibt bedauerlich. Das Resultat ber Ausführungen des Mmtsterprä' denten ist, dah er das Prestige Preuhens herabgedrückt hat Tlur die preuhische Politck tann gut fein, die sich zu dem Satze Stein» bekenn! .Ich kenne nur ein Vaterland, und da» ist Deutschland".
Ministerpräsident Vraun erklärt, der Ldg. -chlange-Echöningen hat gesagt, meine Rede hätte die Tendenz gehabt, den L'unbtag in em Gefecht gegen die Keichsregierung zu fuhren. In den schmiertgsten innen- und auherpoi,tischen Situationen hat die Keichsregierung ihre stärkste cluße noch immer in der preuhischen Regierung ge- funben. Senn ich nun trotz aller Verhandlung: oer- inchc gezwungen bin. in einzelnen Fragen hm Ltaattflenchtrhof In Anspruch zu nehmen, so be- baute ich leibst bas lebfr.h Ich hoffe auch, dah e» möglich sein wird, diese Dinge in loyalen Der- Handlungen zu bereintpen. Herr o. Lampe hat erklärt, er könne fich mit dem Sachlichen meiner Rede einverstanden erklären, aber der T o n meiner Kede gebe zu Bedenken Hnloft. (Gelächter linf».) Ich bin gewillt meinen Standpunkt Io dar-ulegen. taf, er von allen verstanden wird Ich neift nicht, ob Bayern als Zug des Kationalch über Liebenswürdigkeit verfügt. (Heiterkeit.j Im
Umstünden ihre Steuern bezahlen, manche wären ba$u überb^ jp: nicht in der L*igt. Ls würden aus dem Jahre 1923 oom Staate Pachten in «s(d. markbeträgcn ncdjoeriangL a^abrerO die Landwirre bama'.s ihre ilrteugntfie gegen Bap.ermarf verkaufen muhten. jDer Redner wende: sich inebeion- bere gegen den Abg Lux. der mit fernen Ausführungen nur die Kleinbauern gegen die Grohbauern ausspielen wolle ren v-:nb- roirten ginge es keineswegs fo wie Adg. Lux tebaupie; die Ziffern der icrric nid)arilid>en Ber- ichuldung Icnnten chn darüber belehren. D,e Saüal- bemofra:ie gebe, nachdem mit dem Erfurter Pro- qramm nicht- anpfanxn fei. jetzt erneut auf t*m Bauernfang aus; aber sie werde mit ihrem neuen Programm nichtr ausrichten. ebensowenig würden die ?emofra:en mit ihrem Trog ramm bei den Landw nen etwas erreichen. Senn die Sozialdemokratie einmal Sauern in ihren Rechen hoben foHie. fo würden diese bald Schatz^lle fordern. Gegen das demokran'che Programm bebe ber ebemal:aeEtaats- iefretär Csfar Mcoer Iktn'pruch erhoben, die Demokraten mühten atio gegar ihre eigenen Tarteigenoffen tbr Bgrarprogranun certetbigen
Firwnzminilter Henrich erklärt er wolle nur auf einige Xae'übningen ber Vorredner antworten. Tr. R.cpoth haoe behauptet, er (brr Finansminister habe im 8:^t von 1926 gesagt, bab nn Defizit von 30 TSiflicncn zu erwarten fei. Dr Riepsth habe hier feine hopst Hel t'chcm Ausführungen als Tatsache ausgebeutrt. Dies fei früher auch schon geschehen unb bann tm Mahlkampf verwertet worbe-. D - Lenkung einer Reihe von Ausgabeposten fei tatsächlich unb lalle sich belegen. 3inen älnterschirb in ber Oppolitwa auf ber Rechten unb Linken be* Haufe* gegen feinen Voranschlag habe er -ber Minister nicht verspürt Der 'Kdxvtr begrünbet bann die Gesichtspunkte nach benen bte Steuermilberungen burchgeführt werben. Bei ber Eintreibung der Steuern wären die Finanzämter nich< rigoros otsrgegangen; cs wären bemen! spreche ob Sriafle herau*geg?bcn worben. Es wäre sogar zu fragen, ob nicht an manchen Stellen zu viel Entgegenkommen gezeigt werbe Aehnllch sei es nut brn Pacht cm. Daß Helfen bie höchsten ßanbc*fteuem habe fei mch: ausschlaggebend, fonbem bte Steuerleistung Denn Hellen z. B bte
Schulst»sten be* Landes den Gemeinden übertrage. wie in Württemberg fo stehe sein Etat wesentlich günstiger ba. Hellens Lteuerieiftung fei gegen früher aasterorbrntlich start zurückgegangen.
Die Generaldebatte über den Staatshaushalt wird hieraus geschlossen unb in die Spezial- beratung etngetrelen.
3-rbr. von ‘Biegeteben beim preuhischen Ministerpräsidenten.
‘Berlin. 11 Mai. fTBoOt» Der hiesige Gesandte Erzettenz v Bieaeleben. ber in den Jahren 1911 bi» 1927 die hessische Regierung bei ber preuhischen Regierung vertreten hat, veraösch.ebK sich am ll Mai von bem preuhischen Mtmsterprä'identen dem er sein Abberufungsschreiben überreichte. MtuisterprSfibent Braun gab bem Dank der preuhi'chen Regierung für seine tn Berlin geleistete Tätigkeit durch eine Ehrengabe aus ber staatlichen Portzellanmanufaktur tntnfäUigen Ausdruck


