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ni. 290 Drittes Statt

Siehener Anzeiger riSenerat-Anzeiger für Gderhefsen)

Montag, 12. Dezember 1927

Kameraden.

Boman von fcelte Mo, schIln. Copyright bv (Kart Puntfer. Berlin W 62.

33. gottsetzung Nachdruck verboten.

«2il e» nutig, haß ich miUomme?' sagte <Bolb> mann.

Jawohl ied)s Äuacn sehen besser ab vier, und 64e hohen die besten Bugen von uns "

Sine Viertelstunde daraus standen he in der Stube, Ne Georg nur |u gut kannte. Sie waren ohne ©eitere« eingelassen worden. Der Wann mit der schwarzen Brille hatte eine höfliche Jreuhe ge­äußert. eine alte Freundschaft wieder erneuern yj Dünen. kSr und Georg hatten sich bereite kennen ge­lernt. Da« sei wirklich ein ro unter bare» Zufarnrnnt- tnessen. daß sich alle »ttegskarne roden noch so nieten Jahren zufällig am gleichen Tage wieder fänden

Sie setzten sich an den Lisch. Da« Geioräch ging ein wenig träge zwilchen ihnen hin und her. Peter Cinmbt schien an andere Dinge |u denken, wenig- iten« spielte er geistesabwesend mit einer kleinen, schwarten, zylindrischen Stopfet au» fjartgummi. (Fr rollte sie bin und her. Dann stellte er fle vor sich auf. teate sie darnach in eine Schublade holte sie im nächsten ttugenbhrfe wieder hervor, stellte sie auf dem Tische vor sich auf wie eine Schachfigur und betrachte!. Ne prüfend.

ftermann erzählte ein wenig überlaut von seinen aeschäfrischen Erfolgen. titeorg suchte verstohlen die anbuftriefarte von tteuridNanö. Sie lag im ftmfdft. Goidmann. der feine Witterung für Gefahr hatte, ahnte irgend eine Bedrohung. Doch seinen tmßtttmi- scher, Blicken zeigte sich nicht« Dechachnge«

Bei dir Mb au« wie bei einem Gelehrten/ sagte Wehn. ..Gestattest du, daß Ich keine Bücher näher ansthEr

JBitte sehr."

Dehn stand aus und musterte die vielen Bande: Statistische Werke. Gelchichttwerke. Philosoph., der Gegenwan. Die drei am Tisch sprachen über ba= .Heirnatsieit. ..Ein hübsche« und erfreuliche« Fest/ sagte Goldmann. .La. da» sei es. beftätigt, OrunJ: .und m ferner nrt sehr wichtig - Wan brauche ein Gegengewicht oegen den stumpsinnigen 3e-.truli»- mu» ^epi?nad*mU9 und Föderalismus ieien von jedem aufrichtigen Latertand-freunde zu begrüßen.

Georg horchte ju und dachte: Spielt er mit uns, oder ist tr ohne Argwohn?

Als Wehn zur Starte kam. sagte er unwillkürlich: ,.AH, do» Ist die Sorte ..." .Jfennft du sie? , fragte Grundt. Lacht er tm» au»? dachte Lutz

..Nein, diese Karte von veuftchlond kenne Ich nicht." sagt, Wehn langsam.

,.(F« ist eine Industriekatte/

..Schade, daß sie so im Dunkeln hängt' sagte Dehn

Lch kann sie bdeudnen/ Grundt drehte den Schalter. ..Nun siehst du sie befler."

Bie weit wird er e« noch traben? dachte Georg

Eine hübsche Karte.- sagte Wehn. ..Da» de- deuten denn dies, toten Punkte?"

^d» will e» dir gerne erklären, wenn rs dich interessiert.- sagte Beter Grundt. Sein Spiel mit der icknoarzen, zylinDr-.'chen Stopfet war ein wenig ner- voser geworden.

Die wird er iich au» her Schlinge ziehen? dachte Georg.

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Diese roten Punkte Hänger mit meiner Itbeit zusammen.- Mit der Sprechweise eine» Professor« ies-te Grundt ihnen auseinanDer. daß TeuttchlanbL dringendste« Problem nach dem Äriege die Vati», nali'ierung einer Wirlschmt sei Amerika Hude Europa in dieser Einsicht weit überholt (Esgebe dort nächstteiskungen der Arbeit an der Kette die hier keinen entsprechenden Segenwen fänber Aehnllche Erfolge leien bei der bekannten Psychologie de» deut­schen Arbeiters vorläufig auch undenkbar. Gr prahlt daß er sich nicht an tot Kette legen tafle. Um diese Verhältnisse ju ändern müfle man sich entweder Ze t lasten, hir eine geduldige Belehrung eine kosripieiive Leit »der man müsse den Aldeiter ganz einfach zur Arbeit am Band zwingen. Deiche« die bessere'uyg fein werde hätten die leitenden 3nöuftriet*rbcnöe auf Grund der einschlägigen Siu dien wirvchaftlicher und psychotechmicher RN ut ent­scheiden. Er f einer eit» neige zur Ansicht, daß Zwang das einzige wichtige sei. ®ü dem Ab wart en uede zu viel Leit verloren, und das halte Deutschland, votkswirtichaftlich gesprochen, ganz einfach nicht au»!

Ich habe da- bereit* oueeinonberaetetu. Er war nicht sehr entzückt davon und glaubt als ObeaUft ron den Merrichen auch heute noch do» Beste."

Oie Einweihung der landwirtschaftlichen Znstitutsräume.

Lut »Ixlabung des ü'ehrkdever» des land- --iriicholtllchen Jehiul« der ßgnbeJ-UntoerJttot »leben hatte 'ich am Samstag dne stattliche Hestgemelnde zue S l n w »l hu na der neu eli,gerichtet«, Läumedes lanbtolrt- tchal11ichen 31 tt u t eiugefu-.t-en. Ber- mittags fand bi der Neuen Aula ein

Seflatt

hab. de«Betitelet der hrssilchen Legierung, des heksilchen Landtags, des Lthrtärvtrs bet Varte*- Univetsität der Pronin» Obetfrflen. der 2ubi Otefen, bet Lanbwtrtlchostskammerarmftobi und TDtcabiben ustv. u1w. lo»te «in großer Kreis weiterer ge'.ahenrt Personen belwodnren Die .toter nahm der deutschen Ar', U cittfwetenb-* einen schrihten aber dennoch efnbrurftrollen und tpürMgen Der aut

$e. Magnlfijemj bet Lektor Pros Dr Lose ober, leUete die Arier mU einer E t öf s n un gsa n - 1 > t a * , rtn. in bet er einleitend hernorhob daß erst nach langen unb schwtertgen Verhandlungen das h<u,e vollendete Derk ergehen konnte Das Ergebnis fei für die Landes-Unwerfttät hoch- <if»ewll* Dir lanbttnrt'chas'ftchen Institute hät­ten nun Lrbeitsräume unb Sinrichtunoen ethal- ten. die es ihnen ermöglichten. würdig neben Nrn anderen Instituten der Oanbe*-UntDeritat die wilsen'chafllich, Arbeit iu pflegen Der Ä ebner erinnerte daran dost Gießen <ur die Landwlrtlck^fts-Wilfenschait lla"i1d>-blltD- rischer Boden ist. unb wies mit Dorten höchster Inrrtennung auf bk Taten Ole- btgs. ThaerS unb OMeviu« bin. von denen es dem letzteren gelungen J«L betntteidlung der Landwirtschasts-Wi 'en schatt an unserer Van- des-Univerfitat neuen to.-rtnolkn Volten ,u be­reiten. Im mancher E'ib r<td:ibe und Hem- mungen nach dem Ärieiy fei es mit den untb- witlschaftlichen Instituten weiter aufwärts ge­gangen. iefjt stehe man vor einem geteilten vor­läufigen. glückverheißenden Abschluß Der Lektor Iprach bann der hellt scheu eiaaär.gl runa unb dem hessischen Qanbtag, die In liefern Aerltändn s lür die Ttebeutuna unserer tlma melcr Ludovi- cima sich immer berc'.tgcfunben hätten, ihr die etsotterttchen Mittel mir v rfügung zu stellen, unb die auch jetzt wieder für die landwirtschaft­lichen Institute trotz schwerer Sorgen alles not­wendig, bvl4)dlH hätten, den herzlichsten Dank der Landes-llniversitüt aus. Es fei ihm als Kanzler bet Vanbes-UniversitLr auch eine be­sondere Ctbre unb fr-rub?. heute von einem neuen Akt? te# Wohlwollens Der Legierung für die Landes-Univetsltät Kunde geben zu können Die Legierung habe bnn agrikultur- chemischen Laboratorium. Dvll.m Eniwicklung schon längst weit über den r .-ch l .ch n Lahmen einer Abteilung hinausgegangen fd. nun bk gleich­berechtigte Stellung Im Kranze der anderen In­stitute der Landes-Universität dadurch gc-gcbcn, boß fle ihm nun die amtliche Bezeichnung .Äari- kulturchernisches Institut' verlieh-n habe. Auch dafür sage er der Staatsregierung li sgelühlten Dank Der Ledner dankte weiter dem Helf Hachdauamt unb den zahlreichen anderen Ver­waltungsstellen. die bei dieser Erweiterung mU- getetrft. vor allem dankte er aber auch dem Lehr­körper bei Landwirtschaftlichen Instituts, ber sich in hingehender und verdienstvoller Weise für das heute erreichte 3ld eingesetzl habe. Dem Institut unb leinen, Lehrkörper sprech? er die wärmsten Glückwünsche der Landes-Universität aus.

Der aesthsft»s«hrente Direktor de» canbwirtschost- llchrn Jnlhtul», Professor De. $f ffou ».

dankte 6r. Älagnisize , im Hamen des Lehr­körpers des Instituts für die anerkennenden Wort, unb Glückwünsche. entbot den Deriretern ber Behörden und den übrigen Gästen herz­lichen Willkommengruh unb sprach auch feiner- leit» der Ctaa;<rcjierung und dem Landtage auf­richtigen Dank au» lür das wohlwollende Ent- gegentornmen. das beide dem lanbwirtfchastlichen Institut wiederum betoie en haben. Dankcsworle widmete er bam, den früheren Leitern des Insti­

tuts. die mit umfalfenben Wis'en und erstaun­licher Ard, iUli«ft tüt feine Lutwättseniwicklan« sorgten Lach anerlenrrnten Worten für die der Lsndwirllcha'ts-Wi'lenlcha'i verwandten Dttzi- »Unen ber Laturwis enschof en, der Forst totsten« schall unb ber De e.inärmedizin wies der Ledner mu Genugtuung aus die enge Verbundenheit des Instituts mit den landwirtschaftlichen Körper­schaften und der einschlägigen chc" 'ch,n Industrie hin. um bann in großen Strick, . Ne Hobe De ceutLng der Laadwiril/asts-W sen chatt für fre pralticc Landwinlchan unb unsere ge<amlt Dollsteirlfchast überzeugend darzutun

Hieraus hielt ber Direktor des Ticrzucht- instituts

Professor Dr. Ä rae «er die Festrede.

In ber et tn feingeistiger, tiefschürfender Weste übet bi« Behütung bet Landwlrtschalts-Wislen- tchaft unb beten tmtlge Terbunbenb,!! Mit un­terer ganzen Kultur unb Wirtschaft sprach. Dir werben diese bedeutsame Lede noch belvnbets bttngen.

Die Ansprachen der Gäste leitete ber Direktor beS Phnllologischen Instituts. Dros. VrDürker. dn. oct die herzlichen Glückwünsche dcs PH o!ogi chen Instlt. t.» aus- Iprach und habet auf die wissenschaftliche unb früher auch räumliche Derbindung ber beiden In­stitute hinwies wobei immer ein gutes, freund- nachbarliches DerhLtnis herrschte herzlich, Worte widmete der Ledner auch dem früheren Direktor des Landwirt chaitlichen Instituts. Ge­heimrat Prof. Dr Gisevius.

Oberlandwirllchaflsral Bauer, Darmstadl, sprach im Auftrage de» Hefsifchen Lanbesamts iur das Bildunglwe en und bei Ministeriums. Abteilung für Ernährung und Landw.rllchaft. herzliche Cblüdtrunkte aus 8r würdigte In beredten Dvri.m die grobe Bedeutung ber Landwirtschafts-Diffenfchas' unb gab kern Dünsche Ausdruck, bah ihr auch In ben brei­testen Drlsdchichten künftighin mehr als bisher die verdienle rolle Würdigung und aufmerksame Beachtung auiell werden mftge Dem Lehrkörper des lanbto.rt chastlichen Instituts Wünsche ex eine reichge segnete wissenschaftliche Arbeit in den neuen Lumnen zur Heranbildung eines hoch- beläbigicn Aachwuch es an landteirt'chastlichtn Praktikern und damit auch zum Segen unteres Volkes und zur Mehrung des Ansehen» unserer Landeöuniversität.

Oberbürgermeister Dr Keller sprach na­mens der Stadl Gießen der StaatZregierung Dank unb Anerkennung aus für bte flutforge. die sie der Universität stets und auch jetzt w eder habe zuiell werden lassen, deglückw mfchte die Landesunirerfiiät und b i» lanbtoirl chastl che In- liiiut zu dem setzt uollenbeten Werke, das ein Markstein, aber keineswegs ein Schlußstein fei und verband mit seinen Glückwunschworten an Vie Studierenden des Institut» bk Ermahnung, stets mit Eifer die Lehren auteunehmen. die Ihnen von dem Sehrkdrper in reichem Maße ge­boten würden.

Weitere Glückwunlchanfprachen hielten noch Pros. Dr. Steinbrück vom vom landw. In­stitut der Universität Halle«. S.. Leichs- unb Landia.isabg. Pros. Werner- Butzbach für den be/i'chen Landtag. Pros. Dr. Borgmann für das lorftwirt'chaftliche Institut, Pros. Dr. Lenz für da» staatswi'senicha'tliche Institut, Detonomietat Breidenbach- Dorheim für die Landwirilchaftskammer Darmstadt und den ßanb- wirtschastskammer-Auslchuß für Oberhessen. ®e- tühfuhrcr Pr Uilinger für die Landwirt- 'chastskammrr Wiesbaden, ein Vertreter bet Deutschen Landwixtlchafts-Gesellschast. Pros. Dr. Biedenkopf für die Höhere landwirtschast- Uche Schule in Groß-Umstadt. Detertnärrat Dr. Stein für das Kreisreterinäramt Gieszen. Di­rektor Dr h. c. S t r d b e l e - Ludwigshafen für die I. G. Aarbenindustrle in Ludwigshafen, ein Vertreter des Indust rie-Verbande» für Pflanzenschutz. Direktor Berg für die landwirt­schaftlichen Genossenschaften, Dr. Sauer für den Aesormdund ber Gutshdse. sind Schmidt vom

»Ma für d.s G.ebener Student,-chatt unb em Vertreter ber Lachtchaft ber Landw.rtichalt.

Der gi'chäfts uhrende 3nälhei(k irciter Prof. Dr S , I dm boulte lür d l vielen btr^iat^i Dün che für bas Inst .n«, aus dem allez,u Pottes reicher Segen ruhen möge damit es zum Wohl, un'eres Voltes arbe tf In Inner Schluß- an'proche gab er noch di, nochfirbende Ehren­promotion belannt Gegen 1 Uhr fand bte Fe'.er ihr End,

(fin neuer (fbrenhoftor unterer Universität.

Suf Vorschlag des Lehrkdrpcrs des land- win'chaltltchen Instituts hat bte Phiiolopb Ickw Hakultät der Ludwigsunivorntät den Direktor ter I.-G-Aarbenindustrie In Ludwigshafen Vegierungs- unb Londe« dkonomierat Hranz ©trbbele tn Ludwigshafen .bet durch »her- mütliche Arbeit im Dienste ber Kultur ber hei- matnchen Scholl, sich hervorragende Verdienste erworben und in schwerster Bedrängnis des Vaterlandes an ber Prganlf ttion bet Wlrtlchatt in vordtldlicher Meile geardettt hat ehreTchalber zum Doktor bet Philosophie ernannt

(fine Scsichtigmkg der Institute

unter Htihrung btt Dozenten vereinigte bam*. zahlreich, Teilnehmer des Mtattrt in ben JUumm in bet dendenb.-rah.a6e unb in ber Brauoa'ie. An'chllesten'' lanb ein Seftelfen tm Saale des (deiellschastsveteins statt Im Hinblick au» den frühen Einbruch tkr Dunkelhett muhte von btt v.^rgekdeMtn Belichtigunas'ahn nach dem Xlet$u*llnfrtmi auf btrn Oberen Har>t. bei und hem Univetttläls-Berluchsgut Ihtlrrrr td»i Abstand genommen wetDen

Eine stiichiiqsiriiung

an uitfenm Bericht vom Sametag über die Eond telrtschast ein der üanbeumtoerfltäf ist eine kleine Ib.ftimmtgfrit unterlaufen 9» heißt an einer Stelle, daß ber I. Assistent Dr Appel al» Lpeztalarveit Pflanzenbau und Pilanzenruchtung betreibt ti» ist die» do» Speualsuch des v,rektor» bte Institut». Profesior Dr Lessou », während Dr Appel houpttaMiich pflanzenpotstolvgilche Arbeiten an»- hlbrt

Tumen, Sport und Spiel.

Tuenausschuß-l^ihung der V. T.

vo. Am Soms'og trat In Braunschweig bet Duma uslchuflderDeutschenr urne r- schuft ku wichtigen Beratungen zusammen, die zunächst das Wetttampfwefen behandelten. Die Genehm.gungssrist für Veranstaltungen unb Wettkämpfe im Verein. Bezirk, Qtou und Kreis soll schürseren Bestlmmunoen mtterworfen wer­den Hinsichtlich bet Wettkampsbestimmungen wurden folgende Leuerungen beschlofen. Bei gemischten Wettkämpfen soll es für die Folge nur zwei Klassen geben, und zwar in ber 1 Altersklasse bis 40 Jahre unb in tert 3. Klos fr bis 45 Jahre Der Xitel Weister darf künftig nur noch von der D. X. und den K r e i f e n r-erliehen werden Die ®aumclftertltcl und alle Darunter gehörigen werden abgeschasst. Die Weisterschastskämpfe Im Frauenturnen werben zunächst noch bestehen bleiben dis zur endgül­tigen Beschluhlaslung auf bet Zachwarte- tagung 1 9 2 9 tn Bad-Lauheiin.'

Die Einführung eines Geräte-Skbenkampsce für die Jugend wurde abaelebnf. Xurnerinnen und Jugendliche beiderlei Geschlechts dürfen in Zukunft an einem Turnfest nur noch an zwei Lauswettbewerben ieilnehmen. 211 gelebnl wurde auck die 100-Punkte-Wertung bei volfsiümttchtn Hebungen. Sie soll nur noch bei Weisterfchasts- kämpfen angewandt werden.

Der Spielausfchust beschäftigte sich haupifächlich mit dem Xurnsest in Köln ®kr- iür sind vorgesehen: 200 Faustballspiele 40 Handballsptele. 80 Schlagballspiele. 20 Fustball- spiele unb diverse Schleuderball-, Trommelball- unb Barlousspiele. Zur Durchführung sind ins­gesamt 170 Lpielrichter notwendig.

Zur Erhebung lfSiattstik) des Spiel- be t riebe s wurde beschlossen, fernerhin die Frouenschaltsspiele auszunehmen Im Jahre 1927 nahmen ru nb 21 000 Mannschaften an zirka 300 000 Pslichtspielen teil. Dazu kommen noch zirka 200 000 Freundschaftsspiele

Deutsch hollöndischek- Äunflhirnfampf.

In einem Kunftturn kämpf, ber gestern in Groningen iHolland» zwilchen den Aus- wahlmannschasten von Groningen. Haag unb Bremen ftattfanb, blieb erwartungsgernäst Bre­men mit 1144.5 Punkten vor Groningen (1039 5) unb Haag '955 25 Punkten) stegreich Bester tin- je Hutner war der Bremer Bourdaillier, beste Xurnerin Fräulein Pieper. Bremen

Heidi5tref)rC(!?mpiafdmpfer

in Hannover.

Die Tteichswehr-Olympiakämpser für ben mo­dernen Fünfkampf trugen am Sonntag mit dem Deutschen Fe. tklub in Hannover einen Wann- Ichaslskamps aus. Die Hannoveraner stellten bte

am besten durchgebildete Wann'chaft und siegten mit insgesamt 34 gegen 26 Siege bet Leichs- wehrvertteter

Der gestrige Auhbali.

Gruppt Main

Eintracht Franlkurt B. s.L. O,knba<b0:0. Germania Frankfurt FSV Fta: kfurt 1:3. Ld -Vga Fechenheim 03 Fechenheim gegen Lot-Weist 3:3.

Hiftor.a 94 Hanau Offenbarer Rider» 2:1. F L. 93 Hanau Sport 60 Hanau 3:0.

Union Llederrnd Viktoria Aschaffen­burg 3. 1.

Gruppe Hessen.

SD 96 Darmstadt Germania Wiesbaden 4: 1.

V f. ß. Isenburg Sp - Dag. Arheilgen 1.1.

S D Wteebaben Hasfia Bingen 1:0. Alemannia Worms FSV 05 Mainz 1:1. Sp-Gm. Höchst Wvrmatiu Worms 2:3. Dieser Sonntag hat der Gruppe Hessen ihren Meister beschert, einen würdigen W.ister. wenn man bedenkt, daß Wormatia Worms als einziger Verein ber Gruppe Heften nicht nur In Arhellgen und Darmstadt, sondern auch in Hdchst siegen konnte.

Gruppe hessen-haanover.

Lvrdgruppe:

Dermannia-Äaffel - Kurhessen Kassel 1:3 (0:2). Die Mannschaften ttaten von beiden Leiten nicht vollzählig an. ÄutbtHm war nach der ®ciamtlcJtunü besser. Das Ergeb­nis entspricht hem Spielverlauf

Göttingen 05 S p i e l - B g g. Göt­tingen 1:2 (1:2). Dieses Spiel bedeutet eine Ueberralcbung Man hatte allgemem Gdlttn- gen 05 in Front erwarte».

Südgruppe

6. E 03 KasselLura Kasse» 5^ (2:0). In diesem Spiet wurden sehr schwache Lei­stungen geboten. Sportklub 03 Var entschieden die bessere Mannschaft und hat den Sieg verdient

Sojrfampf BreitensträterDiener.

In dem Boffkamps Breitensträter Diener ist Brettenflräter in ber 5.Lunde k o ge­schlagen worden.

pelher startet nicht in Amerika.

Der deutsche Äeltrekorbläuser Dr. Peltzer, der. wie wir bereit» berichteten, eine Einladung zu dem im Frühiahr ftailfmbenben Staff,Haus der Bennsnlvania.Unioersilät erhallen hat, wird an dieser 'Ueranftaltunfl nicht teilnehmcn (Liner Meldung au» Pennsylvania zufolge erklärte Peltzer, er »erbe sich an die ihm von ber Deutschen Sportbehorbe g#

Ja. bo» tut er,* sagte i)ermann uns wechselte einen fragenden Blick mit (Bolbmann. Goldmann zuckte Die Achseln Georg war oetwirri. Hatte er Beter, ber jo ruhig unb selbstverständlich sprach, miß- jrrflanden? Dar mit ber Diktatur nichts andere» af» eine Hrbellsbiflatur gemeint?

..Seit Krieg»,nde beichöstiae ich mich mit btejen vntralen fragen ber deutschen Gegenwatt," fuhr der IRann mit ber schwarzen Drille fort. Er glaube, ohne Uebertreibuna behaupten zu dürfen, daß da» von ihm gesammelte Btaterial auf dem Gebiete der Virkscha'tsranomttisieruna nicht seinesgleichen Hude, .'latüttich fei dir Produktion nur )um teil, auch der Käufer nmsie erzogen ober gezwungen werden, sich vernünftiger einzurichten. (Sr müsse ber gebauter losen Willkür entsagen unb sich an die)rmaliii<. rung unb Topiftcrung gemohnen. Im Imerefle Deutschtond- bürte man auch hier nötigenfalls vor Gewalt nicht zurückfchrecken. Da« Sotzi de, ganzen Lande» fei miÄtiger al» die '«genannte Freiheit des einzelnen Die wittfchkntltche (Actunbung häng, von der Hebung der zirbnteintcn'tia: und von ber geott» neten Vernunft de» flftufer« ab. Einen anderen Au«- weg sehe er n-ch:.

Hermann Dehn begann an ber Richtigkeit der ihm ^getragenen 3nformohon#n zu zwe i,In Diese Äedanftti einer Diktatur waren wahrfchcinlich miß- verstanden worden. Unb biete ftanr. von Der man E'chen hatte, al» einer Harte, bi, bo» ponu der Geheemorganisation au «decke, war afso chi doch bloß eine 3nbuf trief arte -

..Da» lagen Bte dazu flftribmann?^ irogte Sehn.

..Gegen dieje Anschauungen, Die tn Deutschland Da unb Dort erörtert werden, gefördert durch bi, fl-nerifareikn deutscher Ingenieur- und Direktoren ist nicht» emzuwenden.^

..Und die roten Bunfte»' wandte iich Sehn wieder an Grundt.

..Die roten Punkte bedeuten Studienzenrr« in ben oerschiebenen Onbuftrien. Ich habe mich mit je einem rnt< Jigmteti Arbeiter in verdmtomg oeteüt denn ich beschäftige mich aerobe jetzt hauptsächlich mit Der Wycke des Arbeiter«, um die Fragt Be­lehrung oder Zwang? endgültig lösen -u formen.*

..Deine Unterumung enafet noch nicht ganz Deutschland.' tagte Webn mit einem Blick mck bte Karte.

.Ateibfr nicht,' sagte Grundt.sie hat noch nicht alte Grdtele unb alle Industrien gleichmäßig er- fassen können.

,,E» wäre für dich natürlich vorteilhaft, wenn sie ganz Deutschland umfaßte.'

Georg empfand den Doppelsinn rote einen kör­perlichen Zchmerz.

..Selbstlxrständijch.' sagte Grundt gleichmütig. ..Je rascher die« ^schehen könnte, um so besser.'

Georg starrte immer noch verwirrt auf diesen Mann, der setzt so saMIch sprach wie ein Pro'essor. lüar da» der Gleiche, der ihm bas rücksichtslose Ziel seiner Arbeit au»et7«ttdengesetzt hatte?

Hermann stand vor der Latte. Da» klang j-i alle« sehr einleuchtend. Man witterte heutzutage überall verschworu:'<^n. «ein Wunder, daß em Sonder ling wie dieser Grundt verdacht erregen mußte. Irgend einer hatte von Diktatur aehitt. ein Arbeiter batte von der «arte erzählt, bo« klang gefährlich und ichien. geheimnisooll. Da.- Georg von btefen Ide,!-- nicht rnzuckt gewesen war, aeh^r^ zu den Sttdst- veritändlichkeiten. (fr hatte die» alle» nur mißver­stehen können. Sa» wußte er von der Arbeit am San) oder an der Kette. E« gab Leute genug in De urichianD, d»e nichts davon wußten, gelchw- ig, denn ein Menich. der im Irnenhause peroefen war

Wehn wandte iich zu Grundt.Du solltest mehr mit Leuten verkehren,' fegte er.

Mein Auetehen zwingt mir ganz von felfrfl eine gewisse Einsamkeit auf/

..Na, dein Aussehei so schllnun taon ich da» nicht hüben, «chiießllch ist «eine Krteg»aertetzuna."

Ulan sieht jie nicht mehr gerne, und meine er­ben läßt rmt übrigens feine freie Zen."

Ich sagte das bloß, wett du sonst eine gewisse Geiahr läufst/ Er kam wieder an den Dfch und setz« sich. ,4di will gan offen mir dir reden. Tlan bat mir gewiße Üerböchttgunaen zugetrogen. Ich habe rxrtürüd) diesen Verdächtigungen nicht ge- aloubt. al« es sich beraueftellte, doß wir zuiarnrnon nn cdrj^noT.-'btr gewesen sind/

,E« freut mich, daß du ihnen mcht gealaiAt hast. Uebrigens ist es ja eine bekannte Geschichte, Daß Leute, die fdber mit Urnftur^plänen umgehen, teicht geneig* find, überall UmfturzplSne zu Drittem/

Qortleftuttfl folgt.) v >