Dienstag, 12. April 1927
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberheffen)
Nr. 8'; Zweites Blatt
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Turnen, Sport und Spiel
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Das Mädchen
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unauffällige Dinge, mit denen
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die die Herstellung seiner Hölz« aus.
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siel am Sonntag Die Entscheidung. indem et Den Münchenern wider Erwarten gelang, den D. 1. R. Mannheim auf deffen eigenem Plag mit 3:1 au schlagen An -weiter Stelle bleibt Karl-ruhe. daS in gtanfhirt gegen Die Eintracht ein Unentschieden herau-hvlen konnte, trotzdem Eintracht nach der Pause mit 2 0 in Führung lag München wird nunmehr Den letzten Kamps gegen den
Körte, öris- ®e- jett»
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AN die genannten Bauprojekte und Pläne, die -um Teil la schon grell darc Formen ange» nrrnmen Haden, geben hen DeweiS dafür ad daß ei >\d) ou* fern Da umart t allmäLltch zu rühren beginnt 3n allen Qdc-i und On\n WW : eginnt ci lebendig zu werden, ein Reudau nach dem anderen schiestl eul dem Boden. 3>cnn man htcrau» auch noch nicht den Schiust ziehen darf, dast. für Berlin wenigstens, dte Wohnungsnot tm Abflauen begriffen . : so Dari man di» ein» doch 'ae.en dast . le Gell lük igkeit am Dau,na:kt, die do^> auS all ?<n Planen hervorgebt soweit feiigeschrntei, ist dast wir in 3u!un|t etwa« rvliger sehen dürfen.
betet!» 1825 ein solche» Zündholz hergestellt haben, ater feine gelehrte Erfindung kam nicht in den Handel Der erste, der ZünDhötizer verkaufte und damit ihren Liegeszug durch dir Welt begründete, war John Walker, der 1761 zu Ltvckton-vn-Tees geboren war. 6r sollte Arzt werden, hatte aber Die größte Angst vor Operationen, dagegen eine leidenschaftliche Liebe zur Lhemic. und so wurde er Apotheker Zwei Jahre bevor er daS Phospho rstreichholz erfand. hatte er eine Mischung Die -u gleichen Teilen auS Lhlorkall und Antimon «Sulfid bestand. alt .PerlufsionSpulver^ verkauft, und dadurch wird er wohl auf die Erfindung feine* .Re-bholze-" gc^brt worden fein. John Walker war e.n bescheidener Manu, der nicht Daran Dachte, sich feine Hölzer patentieren zv lassen. Er verkaufte im Saufe des IahveS 1827 und in den beiden folgenden Jahren 166 Schachteln seiner Streichhölzer. 3n jeder Schate! befand sich ein Stück Gloepapi« und Das Feuer wurde durch Die Reibung des Strrichbvlzlopfes an dem Papier erzeugt. Willen'chaftliche .^ettschri' er be-
100 Jahre Streichholz.
Wenn wir une heute durch bat rasche 2n- streichen eines Zündholzes Feuer für untere Zigarre verschaff« so denken totr nicht daran. tr.cDiel Arbeit und Mühe der Mensch vor 100 Jahren hatte, um Feuer zu machen Damals arbeitete man noch umständlich mit Stahl und Stein, die als eine sehr schwierige und oft versagende Reibfläche Dienten, und hatte Höch« ft en e noch einige chemische- Feuerzeuge zur Verfügung, unhandliche Apparate Die auch ö’ter versagten, alt ihren Zweck erfüllten. Erst das Streichholz erlöste Die Menschheit von bieten Mühen und Beschwerden, und es ist gerade 100 Jahre her, dast da» erste prattilche Ltreich- hölz erfunden wurde. Londoner Blätter erinnern daran, dah im April 1827 John Waller
‘Meitiq Fabrik. Wellen. [Nieder-
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Wir eröfinen r- Dienölaa, btn-* HptiLabtnbSiUH in der Wtolow ichule iNordanltt' unter Leiwiig einf liaailich fl«LIuhr LehrrrS der eit«?- orapüte einen
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•eben unter dem Sristenzminintum Den Unter- chmern und dem Staat ist eS auf diese Weise i^üich. tnr Weltmarktpreise zu unterbieten und nne An Schm utzkonkurrenz aufrechkzu«- halten. die nur aus Kosten der ar bei t en« Sen Massen geht, Cs ist l^grefflich. dast ! Sefern Lebensniveau der Arbeitermassen unter 's IN 8riUenyntnimum sich daS der übrigen Be- »ölkerung. und vor allem da» der übrigen 3n- hiflriebejirfe anpastt. Don einer Bcfferung der Rialen Lage Der Waffen, um die in allen GanDern der zivilisierten Welt gerungen wird mb die in einem, trenn auch langsamen Aus- ZiEg ist. kann natürlich in Polen keine Rede sein, im Degenteil.
Da- SrgebmS der englischen Beobachtungen 1t also: ein dauerndes Dumping durch die pol« nsche Industrie, erreicht durch rücksichtslose AuS- x-utung der menschlichen Arbeitskräfte und zwei- enS ein fürchterlicher sozialer Rückfchrttt in den Industriegebieten, beides Entwicklungen, die den lescunteuropäischen Interessen und Bemühungen stark zuwiderlaufen Sin enalischer Vewerk'chafts- 'ührer. der Polnilch-Oberschlesien bereiste charill- tcrifkrtc diese SntWicklung al», ehte kontinuierliche Dorbereitung für Den Bvte 'chewism us Alle» in allem und tn letzter
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brot.
Haar ändert sich von Blond aus Schwarz, i»on Aot auf Braun und es gab eine Zeit, da war das Mädchen ganz ähnlich dem Bildnis meiner Mutter aus ihr?.' Jugendzeit. Da ich trotz allen Bemühen» den Ort nie mehr finden konnte, geschieht es mir bei Bahnfahrten immer wieder, dast ich plötzlich hinauSblicken muh und voll Sehnsucht jenes Mädchen unter dem blühenden Äirfdjcntaum suche Es geschieht mir dies aber nicht bloß zur Zeit Der Kirschenblüte, nein, auch zu jeder andern Jahreszeit und auch in Gegenden in bene t es keinen Kirichenbaum gibt Sogar bei nächtlicher Fahrt presse ich ost die Stirn an die Glasscheibe und bilde au» nach meinem Mädchen unter den blühenden Kirichenzweigen Richt». nicht», auch daö Altern wird mich nicht von der Hoffnung abbringen, dast ich vielleicht doch noch einmal daS Mädchen unter dem Rirldbenbaum wiederfinden werde.
Die Solschewisierung Polens.
•r.glanM Furcht vor der bolfchewistffche.i Seuche, die von A'ien her Do» Imperium behobt. erklär, da» starke Interesse der nal.l^en GÜutik an Dem Gürtel der öftt.chen Randstaaten H Europa. Polen vor allem, den gröhten Hgudftaat unb Die starke mll.türische Macht. eUl sich England für fein Beneid.gungS- und vampsstzstem sichern. Begreiflich Ebenso be- Eeiffich dast d e CnglänDer an der LrbrnSsähig- !<Ü. Stabil.'.ät und Stärke Dolen» tiuercfLert hb Da diese Leben»mäal chleit in erster Linie ] »n Dem Berhältni» Polen» zu Deutsch- IrnD bestimmt ist. so liegt London viel daran, »eses Berhältni- zu bessern — zugunsten Polens uptürlub. Doch von diesem Problem soll h er ucht Dte Hebe fein, sondern von Erkennt- »iss en. zu denen man dabei allmähl.ch in S i- 14rb kommt, und die für die deutsche Pol.tik >nb für gar z Europa von größter Bedeutung sind.
Blan Ist In England nämlich dazu gekommen. > ch Polen etwa» näher aniufehen. Aich: nur die Stadt Warschau, auch d.e 3n* Ouftriefltblrte. die wirtschaftlichen Grundlagen iZoienS. Als» auch Polnifch-Oberfch le» Fi e n. Unb da hat man Entdeckungen gema^).. Oie stärkstes Befremden unb grdhte Bedenken erregen, /»war wird nich^ davon at der englischen Preise geschrieben, aber eS sp«cht sich all mähff ch herum in den «re sen J« Cer Banken und der Industrie. Da» Desamt- | urteil lautet: ein Alederaanggrosten I 8 tlli. Und da», obwohl die allergrößt enl Wo«, "chkeiten geaeben sind. Der hervorstechendste 2rund des AiedergangeS ist Unsähtgkeit aus alltn Gebieten Dazu kommt eine offenkundige AuSbeutungsprlitik dem Lande gegenüber und «ine miserable Tiegierung. Die Berg- und Hüttenwerke und die Industrieanlagen geraten in immer I splechtere 2lersaffung. Bon Derbesserung. Fori- thritt in Technik und Methoden gamcht zu reden. Mit einem Wort Raubbau. lBSllia i nverstänblich ist es dabei den Engländern, dast &e Polen die deutschen Direktoren. Beamten. Techniker und Arbeiter vertreiben; denn sie l Dirnen ffe einsach nicht ersehen.!
Mit diesem w.rtschasllichen Biedergang gebt b tte Derelendung der Massen Hand tn i Hand Selbst aus die Engländer (Die au» ihren Dndustriegebielen manche ClenMbilber gewohnt fnb) wir« diese Massen Verelendung erschütternd. Weiches sind die Folgen? Die Arbeiter in Pol- l -»isch-Oberichlesien und in Polen überhaupt ' *nb bte fchlechil> lastltesten In Europa. Und diese ; unterbezahlten Arbeiter haben btt längste Ar- 1 ^ritszetkin Europa. Mit Den Menschen w.rd - Raubbau getrieben Die technische und organifa- orikche Unsähigkell sucht hier e-.nen Ausgleich »urch rücksicht-lose Ausbcutui-.g der menschlichen ?lrbritt>trafi Die Massen müssen ärbeilen und
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entlassen wird. __
Bun erinnere ich mich noch eines solchen Beisebildes. aber mit dem hat eS seine besoiwer-c Bewandtnis Dieses Bild grub sich mir in Sinn unb Herz, al» ich noch sehr jung war. Da eilte einmal her Zug mit mir an einem Dauerngarten vorbei. In einer Ecke, hinter der abgebröckelten Mauer, stand ein blühender ZVrschenbaum und Darunter sah ein junges Mädchen, da» m;r rral einem unsäglich holden Blick in die Augen schaute Der Eindruck war so tief, dast ich monatelang wohl in jeder Stunde des Tages an dieses Bild zuruckdachte. Aber mertourbigeßx>rice vergast ich vollständig, wo dieses beseligende Bild mir be» schieden gewesen war. Ich weih nicht mehr Den Ort. nicht mehr die Strecke ja. nicht einmal mehr das Land, zu dem dieses Bild gehört-hat. Wer ich sehe noch immer ganz deutlich die Mauer, den Kirschbaum und daS liebllche junge We'e^od- wohl dieses tm Laufe I*r 3riten did^e Wale das Aussehen gewech'elt hat. 2llanchmal sind chre Augen hell, manchmal dunkel: und auch das
bett ist. .
Aber ich will nicht von diesen sozufagen oiffziellen Bildern sprechen, von denen g^>ch jedes einer grohen Anzahl von 22icn'd>cn gehört. Auher diesen allgemein bekannten Bildern hak wohl da unb dort ein heimliches Bilb. das ebenfalls im Bc>rüberfahren jedesmal gerne ' - '1 - während jeder andere daran es einti BllckeS zu würdigen.
Beränderungcn und Umgruppierungen zu erwarten fein, die dazu geeignet find, den bekannten .Zug nach dem Westen" aufS schnellste seiner Endstation entgegenzusühren. SS handelt sich in erster Linie. waS den Westen anbetrifft, um drei grobe Projekte, von denen zwei bereit» soweit forlgefchrilten find, dast fie greifbare Formen angenommen haben. G» handelt fich da einmal um die Umwandlung de» erst vor einiger 3eit entstandenen grohen Film Palast es .Gloria- palast" in ein Tergnüflundfceläbliffcment. da» weitgehende ‘Bcrgröfterungcn erfahren foll. »um anderen um die C rrichtung eine» neuen Stadtviertels am Lentnerplatz am Sturfürften- Damm. Hier werden einmal mit deutschem und amerikanischen Velde gebaute Wohnhäuser. Die ganze Strahenzuge bdDen, entstehen, dann aber sollen auch hier eine Reihe bedeutender Ber- gnügungslokale. Theater und Restaurationen gebaut werden. DaS Dritte Projekt sieht den Dau eine» RiesenhotelS ebensall» in der Bähe des Kursürstendamm» vor.
Beben diesen Beubauplänen de» Westens wird Die Öffentlichkeit seit kurzem mit einem grvsizugigen Angebot eines amerikanischen Konsortium» beschäftigt. Da» in Schöneberg etwa 14 000 Wohnungen bauen will. SS macht Der Stadt Berlin die Bedingung, dah diese die Garantie für die 'Bermietung übernimmt und einen gewissen Prozentsatz Der Amortisation mit trägt. Ob Dieser Plan zur Durchführung gelangt, hängt nun allerdings noch von Dem Beschulst des Berliner Waqistrate» und der Stadtverordnetenver- 1 fammlung ab. dem da» ganze Projekt noch vor-
unter dem Kirschenbaum.
Bon Robert Michel.
Auf jeder Bahnstrecke. Die man häufiger befährt, gibt es einige BllDer. Die man nie versäumen will Einmal ist es ein Schloß, einmal eine fchöne Brücke. Dann eine Burgratne. em merkwürdiger Fellen, eine zerklüftete Schlucht, rin aller Baum, ein Bildstock, rin Turm oder andere durch ihre Schönheit. Pracht oder Eigenart auffallende Erscheinungen in Der vorbeifliehen de« Landschaft Der Wert Dieser Bilder steigert sich noch wenn man den Blick aus sie nur ganz kurz geniesten kann. So schätzt man etwa den Anblick des wunderbar in die Landschaft gestimmten Schlosses Frauenberg der Fürsten Schwarzenberg im südlichen Böhmen, der sich auch den Erpreß- reisenden minutenlang Darbietet. vielleicht wenig«. al» den kurzen Blick auf D,e Burg Äarl- fmn. wenn man. von Pilsen nach Prag rtt’enD. dieses historische Denkmal tn einem Unken schmalen Seitental aufraochen und g.eich Wied« verschwinden sieht. Solche ganz fluchtigen Bild« erwartet man meist mit Ungeduld ’®t-n rin« halben Stunde unb ist gerabezu festlich gestimmt für den Anblick. Wenn ich von Mostar ans balmatinische Meer fahre, überkommt mich während ber Strecke im Barentadurchbruch ein wahres Fieber, weil ich fürchte, diesen märchenhaften Anblick des ürkifLen RäubernesteS Poet- teil zu veriäumen ba-' wie von einem Traum tn eine Rische des jen eiligen HangeS hinringezau-
gelegt werden muh Diele» Projekt stellt einen Wert D;n zirka 200 Millionen dar Zinsen und Amenffa ii n tollen pro Iahr 85 Praz betragen, so dah sich also gegebenen soll» ein tragbares B«haltm» ergeben würbe.
2*lrbrn Die*em amerikanischen Angebot hat sich schliehlich noch rin Berliner Banlkonsor'.ium gebildet. ka» cu» eigenen Miueln. ohne jede Unterstützung durch Staat oder Stabt, allo ohne Hau»- zins'teucrhvpr.hek und Zusatzhvpvttxk tv» ehemalige berüchtigte Scheunenviertel mit 250 Wohnungen unb Läden bebauen will.
Ansang nächsten Iahrcs sollen, die Häuser bezugsfertig fein.
Um die westdeutsche Fuhbo-I- me'.sterschafl.
Die WeisterfchartZfplll» des Destdeut.ixn Sv rlverbande» traten am Somuag in ein ent- scheuendes Stadium Du sburgcr Sp.elrrr.nn und Schalle 04 trennten l.h mit einem 2.^-Unentschieden. Arminia-Bielefeld erlitt durch Fortuna- Düffcldori eine 1:--B:edcrlage und tour Je Damit aus dem Me.fterschaZvwettlctocrb geworfen. Ferner spielte in der Runde Der Ersten Kurheffen- Kassel gegen G f.R Köln 2.1. Turu-Düffeldorf hat die Runde der Zweiten siegreich beende: unb tft Damit an den Endspielen de» DFB. al» Dritter westdeutscher Vertreter teilnahmelerechugt.
sturhosten Kassel schlägt Köln und wird labellenbritter.
tz. Einen neuerlichen beachtenswerten Sieg errang der Bez,rk»melst« von Hessen-Hannover am Sonn rag gegen den RheinbezirkSmeister Kölner L.s.R. mH 2:1. Bedauerlich ist, bah in Diesem Ergebnis da» eigentliche LeiftungsverhäUni» nicht zum Ausdruck kommt. Denn Kas'e! muhte mindestens mit 4:1 Toren gewinnen. Daß die'e hohe QLeDcrUgc nicht zustandekam. haben Die Kölner nur ihrem repräsentativen, ausgezeichneten Torhuler Ze Iper zu verDanken. ter Die unmöglichsten Chancen für Kas'el unfchäDlich machte. Beite Tore für Kassel schoß Der bekannte srüherc Marburger Heini Weber durch Eismeter und einen 16Meter-Schuß Die Kasseler waren die einwandsrei besseren unb ver- bienten Sieger. Kurhesfen hat sich burch d'.e gleichzeitige Biederloge der Bielefelder Arminen gegen Fortuna Düsseldorf den dritten Platz erkämpft und kann nur noch von letzteren eingeb,oll werben, fo daß immerhin noch Die Möglichkeit besteht bah die Kur Hessen in einen Kamps mit bem Meister der .'weiten runde kommen Duisburger Spkloerrin gegen Schalke 04 2:2 (1:1).
Dor einer Relorinufchauermenge ftanbA sich am Sonntag un Stadion in Duisburg ber Der- treter des Biederrheinischen Gau^s der Duisburger Spielverein, und der licttrcter des Ruhrgaues. Schalke 04. Die Spitzenführer in der Runde der Ersten, im Kampf um die westdeutsche Meisterschaft gegenüber Die technifch guten Schalkcr fetzten ihrem Gegner arg zu. Bur mit großer Muhe gelang es den Dut»burgern. die Partie remis zu gestalten. In jeder Halbzeit konnten Die Gegner je ein Tor erzielen Die Frage der westbeiitfchen Meisterschaft ist alfo durch den unentschiedenen Ausgang Öide» Kampfe» noch nicht geklärt Aller Doraussicht ist dazu noch ein Sntscheibungskampf zwischen diesen beiden Gegnern notwendig. Da sie in der Punktzahl gleichstehen. vorausgesetzt natürlich, baß Schalke 04 das letzte Spiet am kommenden Sonntag siegreich gestaltet
Fortuna Düsseldorf — Arminia Bielefeld 4:1 (1:1).
Dieser Kamps um das grün-weiße Band sand im Stadion Schwarzwald-Effen vor wenigen Zuschauern statt. Für Arminia stand sehr viel auf dem Sp.el. Durch ihre Bederlage vom Sonntag scheiben sie aus dem Wettbewerb um die beutfche Fußballmeisterschaft aus. Sie waren Durchaus nicht so schlecht. Wie das Relultat ver-
muten läßt. Arminia war die tcchn.sch beH<rt Mannschaft und nur der Mangel an S.eges» willen .rächte fie um den S.^g D c Zorinnen waren bedeutend e ir ger unb haben 'nfo.ge- Dcbcn Den S eg verb.e .: Wahrend ber a n en Sp.rldauer waren fie tonangebend B« Halp-e i tonnte da. L iel noch «falten während e» in der zweiten Hälft» unfair wurde vitpel Spieler von Arniinm wurden 00m Platz gewiesen unb bie DüfselLorier konnten so Den ge- fchträchten Westfalen eine 4 1-B'eberlage beibringen.
Iura Vüffeldors Qrnrn BaOlpidoereinigung tiltro- Lfsen 3:2 (1:1).
Da» Treffen der Sp:.cn,ühr:r in Der Rund« Der Zweiten fand in Bochum statt und endete mit einem knapven 3 2 Sieg her Düfiel orftr. dte ohne Punktverlust fämti che An : ''ungs^iel» in der Runde der Zweiten beendet n Das Können beider Mannfchafteii stand auf gleicher Höhe, nur der Glücklichere fiegle
Um die Berliner Fubballmeisterlchast.
h«Iha B S. L. gegen Kicker» 4:1 (2:0).
vo Die beide > Al t.llungsm cktcr be» D B A. D. Hertha B. S. 0 und Kick«», ftan» ben sich am Sonntag auf Dem Preuf'vmplatz am Tenipelhofer Fe'.D vor etwa 35 000 Zuschauern im ersten Entfchridungsfpiel um bte Berliner Fusiball - Meisterfchast flvgmül-er H.
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wann, ohne aber bcfonberc Leistungen zu zeigen, irtu'ig»gemäß. Don Anfang >i”
17gen, wurden mit 2:0 Die Seiten eeired)feit; in der zweiten Halbzeit in der Die Kicker» mfrige Derietzung eine» D rleiDiger» meist nur mit ^ehn Mann fpielten. Die Torziff« auf 4 1 gestellt.
Um die süddeutsche Fukball-Meisterschast.
Vie Runde bet Ersten
brachte am Evniitag keine weitere» Der.iiiDermi- gen. trotzdem iFürih einen sensationellen Sieg üb« ng. dec wohl auch von t.
Anhängern Fürth» nicht erwartet worben war. Man Darf wohl nach Den letzten Spielen bei da Mannichafien al» Die au »ficht »reichsten Anwärter auf Die Deutsche Meisterschaft bezeichnen. Der Kampf um bie dritte Stelle wurde auch am Sonntag noch nicht weit« gefördert, da Dia EntfcheiDung üb« Den Dritten Platz «st am Karfreitag durch da» Treffen von Fußballsportverein Frankfurt und 2L*darau auf dem furter Platz fällt B f B Stuttgart konnte Mainz mit 5:0 Überlegen schlagen und die Mainz« Damit endgültig aus dem letzten Platz lallen.
3n der Runde ber Zmelten
Konsequenz läuft birie AiedergangScntw Luna unb Bolfchewi'ierung Der Blaffen in Polen auf eine Bedrohung Europa» hinan»: denn eS kann In einmal Die Grenze Affen» hiS zur Weichsel vorrückenk
Diesen englischen Beobachtungen und 3.n- drücken sei zur weiteren Lharaktcr.fierung noch folgender Doraang au» den letzten Tagen bei- ae'ugt Lhrinlich'li-bcmokrat Zche Ab- georbnite in Poinisch-Oberschlri.en richteten an den Ministerpräsidenten und Arbeit »Minister eine Interpellation, in der fie fordern, daß bei Ar- beU«ent la Hungen in erster ti.nie Lrbet«. bte fich zum Deutfcht um bekennen, yekündigt wer- Den. Sie erklären wann und wo eine Derrn. r,bc- nrng d« Arvritcrzahl notwendig fei, müßten in er®er Linie Arbeiter entlaßen werden, die sich zum deutschen Lager zählen, t* dem Deutschen Doll»ound angehören. die thre K.nder in die deutschen Mind«I>' t»schulen schicken und in deutschen Beru'Svcrbä»den organ, i«t sind. Es gibt zwar ein sog. G c ns e r Abkommen, das jede utiterfchiedlicht Behandlung d« deutfchen Minderhett (bie in W.rllichkeit eine Mehrheit ist) verbietet. Das hat aber die Polen nicht gehindert. schon über 50 000 deutfchgelinnte Arbe:er und Angestellte au» Polnjsch-0berichlefien zu verireiben, obwohl Die schlmmen Folgen für Industrie und Wirt'chafl offensichtlich f.nb. Dieb Politik wollen fie forlfetzen bi» Der letzte Deutsche durch Arbcitslofigle'.t und Hunger mürbe gemacht oder vertrieben ist Die narional.stische Der- rannt beit geht so wett. Daß die Polen lieber I die Industrie in Oberschlesien Dem Ruin verfallen loffen, al» von ihr« Gnigermaml.e- rungspoliiik abjulaffen. Da» ist charaktenfbifch unD vervollständigt DaS Bild. Wenn D.e polen- freundliche Agikation in London in letzt« Zeit auf stärkere L kepf iS stößt, so ist da» den oben skizziericn Örfcnnhiiffen zu Mrbanten.
Die Bautätigkeit in der Reichsäauptftadt. Eigener Drahtberickt des ..Gießener Anzeigers^.
Seit geraumer Zell steht Die Reich-Hauptstadt im Zeichen von neuen großen Bauprojekten, bie in der Tageüpreffe eingehenden Defprcchungen I und Erörterungen unterzogen werden. E» ist vor I affen Dingen der Westen, ber ben verschiedenen I llntemehrnem al» geeignete» Obieft ihrer Baupläne Dient Bereiis in Der allernächsten Zeit dürsten auh«ordenllich umfangreiche bauliche
dvÄ»eifährr. oh
"Oft sind es g< __ __
man solcherart knlrch lange Iah« gute «yreunü- tchafr hält Do )abc ich zum Beispiel an d« Strecke nach Brüykn einen gewöhnlich«i Strin aus einem Feldrain. j?d) kann es mir selb« nicht er- klären. warum. £5« ich bin noch me an Dieser Stelle vorbeigciAmmen, ohne schon langü ^Jbcr ben Stein zu ihm dann bui
□1 feinem noch erhaltenen Tagebuch verzeichnete, er habe cme Schachtel urii 100 ..Reibhölzern" für einen Schillma verkauft. Die meisten geschichtlichen Darstellungen bet Erfindung des Streichholzes erwähnen Walter kaum denn « t>ar. wie fo mancher andere Erfinder, glücllo» und hat nicht bie Früchte kein« Arbeit geerntet. Zu der langen Geschichte twt B<riuche, ein praktisches Zündholz herzustellen, gebührt ihm aber der Ruhm des ei Zeitlichen Erfüll«» ,---— . -----_
bief« Aufgabe. Rachdem Robert Bcyle 1680 muel Iohn», der nun feine „Luctter-Hölz«"' Da» Alchim: st rn Geheimnis der Pho-phordar stete auf den Markt warf unb Damit gute C cf (täfle bma bet Oe'fentlichkell mtlgeteilt hatte, hat machte AI» Wall« davon HSrte. verlor «
r r r ■ x a ■ m t _ C _ — - K «hi-4 • - tz f l ■ am fM w/ir Avn/, ITH A Aäh
an Stelle von Stahl unb Stein treten konnte Der Forfcher P e y l a m Turin, bem eS gelang, die Selbstentzündung de» Phosphor» an ber Luft zu verhüten, brachte die nach ihm genannten Kerzen m ben Hanbel, die au» einem etwa vier Zoll langen Wachsslock bestanden. Diefer Stock war an einem Ende mit einem Demifch von Schwefel. Phosphor unb Ocl überzogen und in ein Glasröhrchen emgefchmo'z«». Zerbrach man da» Röhrchen unb zog den Docht hcrau». fo tollte er fich eigentlich fvfort cet- zündcn. da» geschah aber häufig nicht, unb außerdem waren Dw 'peysoschen Ä«-en wogen ihr« Zerbrechlichkeit seu«gefährlich. Später «- fand bann bet Pariser Apothek« DoroSne ein Feuerzeug, bei dem ein Schwetelhote ntcht w.c blif^r durch Eintauchen in eine Flüssigkeit, sondern durch Reiben an einem rauhen Gegenstand entzündet wurde. Die» war allo Dte letzte Dsrstuse zu dem eigentlichen Streichzündholz. Aber ber entscheidende Schritt mußte „och getan werden Der Londoner Ehemiker Cooper soll
lange nach 3<b vermeide ei
Dacht zu fahren, weil mir b« Gebanke Unbehagen bereitet, daß ich den Stein im Finstern nicht fchen würbe Im übrigen bin ich überzeugt daß ich auch im Schlafwagen vor trief« Stelle von selbst erwachen unb das Fenster aus reihen wurde, um den Stein sogar im Dunkeln zu suchen
Es find oft unerNärliche. geheimnisvolle Beziehungen. die man zu diesen flüchtigen Bildern hegt und in den kurzen Augenblicken d« Dor- belfahrt steht man unter ihrem besonderen Bann
Ich war noch cm Kind, al» ich zum erstenmal auf Der Fahrt in der Bähe von Protivin auf dem Kamin eines Bauernhause« ein Storchen"^ entbeckte. Seither sah ich es zahllose Male wieder manchmal war cs verlassen und manchmal be- wohnt von alten ob« auch von jungen Störchen. Unlängft suhr ich mit meinen Äinbern an dies« Stelle vorüb«, und als Da» Best, schon large von mir erivarict. kam. stürzte ich vom Scitcr:« gang in» Eoup>- unb nef Den Kindern zu .ein Storchennest!" Sie eilten herbei und freuten sich mit mir. Und al» da» Rest unf«en Blicken entschwunden war. schaute ich meine Kind« an. unb ein unbegreifliches Staunen überkam noch. Dah Diese auiolühenden jungen Menkchen Mut von meinem Blute, meine Kinder, seien - Der Anblick jener befreundeten Bild« bringt es wohl zuwege. Dah man für Augenblicke alle» vergessen kann, wa» in den Zwischenzeiten vor sich gegangen ist, und baß man erft allmählich au» ihrem Banne
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