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Prospekte durch Dr. II. Schulze - Kahleyw*. Nervenarzt.

b) in Höhe von 504 Mk. (120 Pro, von 420 TZ!.).

3m einzelnen stellt sich bi« Finanzierung rnw volgt bat:

Beispiel A FriedenSmiet« - 500 mt 6000.# 1. Hypothek 1027 1929

(1927 = 7;1929au4'/j7.

engen) untoHenlrci . . 7*/,-»42L# 4'/t7, = 27O.# 3000 Jt HauSzinSsteuer

(Höch cn» 4 ,) . . - . 37.- 90.# 47.-12K# 1000 J( <5tg«nfapital (9n

Ztnkn unb Vaficn . .*/.= GO.# ff*/,- 90 # Äebertchuh: (für Tilgung

unb allgemeine Lasten' -- 120. *

Gelamtbetastung-- gesetzliche Miete (123 der FriebenSm.) 600.# 600.#

Bei dieser Beregnung ist für bk Gegenwart ein HypothelenzinS von 7 Pro- angenommen, für U23 kann der Zrieden-Iatz in Höhe von 4,5 9roz. vertreten werden Di« HauSzinssteuer erbringt sofort 3 Proz. allo da» Mehrfache regenüfe: bem biSH,e.igen Satz. Da» Li^?nkopilat '"a Id hoch mit 9 Proz. cingcfetzt, darin l egt ne.en dem Anreiz zum Bauen «in« Tilgung»- rnvg.'i. leit und ein Beitrag zu den allgemeinen Verwaltungslasten. Tür die Tilgung kommt au' erbe.n vom Jahre 1929 ab der al» Ueberfchust bezcichretc i« tag in Frage. Bel bielrr Berech­nung wird angenommen, dast die Miet« auch 1929 ri-.t übet 123 Proz. hinau-gehi. 3it b ei ab r Der . all, so werden noch gröbere Mittel zur Tilgung erübrigt.

('eht n an von derniedrigeren FriedenS- mie.c iit Höhe von 423 Mk. au», so ergibt sich folge..de» Bild:

Beispiel B: Fneden»miete 420 Mk.

6 030.# l.Hyvvthek(1927

= 77.; 1929 -- 4' ,7,1 1927 1929

unkostcnfrei......77, »423.# 47,7.^270.#

3 300 # HauSzinSsteuer

(höchstens 4' ).....0,8" = 24Jf 47.- 90.#

1 0.0.# Sl'.en (apikal . . 07~ 60# 97.- 90.# LI.'berschuh (für Tilgung

unb allgemeine Lasten'24 ©danUhelafiung = gesetz.

liche Miete (120 /, der

FriebenSmieief ... 504.# 504.#

Auch Im Beispiel B ergibt sich nach anfänglich nleb.ierer B-rzinsung der HauSzinsstsuer und des Eigenkapitals ei.i ausreichender Tilgung»^ betrag.

Die Sparkassen werden gern im Derein mit den Hypothe e banken ih.e Mit'.el und ihre Ein­richtungen tc i 5t cintoo n.ngsbau zur Tc fügung stellen. Sove.l ihre Mit el nicht auSce.chen, sind die Sparkassen zur Annahme und Prüfung von Anträgen an die Hypothe'enban.en bereit.

Dies« Vorschläge werden in Ilünt den zu- ständi en Ausl, üs en des Deutschen Sparkalsen- unb Giroec banke- zur Beschluhfalfung zugekitei werden. Aäherc Tlitteilungen werden bann folgen.

-lns dem -lmt-verkündiflnngovlatt.

Das Amtsverkündigungsblatt Ar. 10 vom ll. Februar enthält' Ausführung bet Lanbesscuerlöfchorbnuna. Gesuch der Firma ßeifemabiil MöbS In ©lenen um Genehmigung eines Erweiterungsbaues der Fabrikanlage. Erbauung eine» neuen Schlachthauses in Utphe. TSiclenrunbgänge. gclbbercmlgungen in Heuchelheim und Wieseck. Dienstnawrichlen.

Vermischtes.

3m Grotzslugzeug nach Peking.

In wenigen Jahren wirb «in Netz von Luft­linien unseren kleinen Erdball umspannen. Eine der wichtigsten Luftlinien ist die euroasicnifche, die. von Mitteleurova quer durch den asiatischen Kontinent lausend, die Luftbrücke zwilchen Europa unb dem fernen Osten bildet. Es ist klar, dost der Verkehr, her über die Landesgrenzen hinausoehr unb die Länder verbindet, internationaler Zusammenarbeit und Regelung bedarf. Mu» den wenigen Jahren des europäischen Luftverkehrs hat sich bereite die feste Erfahrung ergeben, dost der friedliche Lustoerkebr ebensowenig wie di« Seeschiffahrt durch nationale Grenzen eingeengt werden darf, sondern bah die Freiheit der Lust für die Entwicklung der ftanbel-s- lustfahrt ebenso wichtig ist wie die Freiheit der Meere für die Seeschiffahrt, von diesen Gesichts­punkten lieh sich die Deutsche Lufthansa leiten, als sie sich im Sommer vorigen Jahres enstchloh, einen Dersuchsflug Berlin Moskau Pckina dnrchzli- führen. Es wurde dazu der im europäischen Lustoer. kehr schon seit anderthalb Jahren vorzüglich be­währte T»p der Junkers G. 24 gewählt Der Ab. flug in Äe-lin lcmpeihos erfolgte in aller Stille am 24. Juli 1926 mitternachts. Zwischengelandet wurde in Königsberg, Smolensk, Moskau, Krasnou- simsk, Swerdlowfk, Dem früheren Iekaterinenburq, Nowosibirks, Krasnojarsk und Irkutsk, wo die bei­den Flugzeuge am 29. Juli nachmittags eintrafen. In 41 Tagen war also eine Strecke von 6700 Kilo­metern zurückgelegi ohne jeden Defekt. Don Irkutsk ging es weiter nach Tschita, bann nach Chardin, Mukden und schliestlich nach Peking. Als bei der Be­grüßung die deutsche f)anbekilagge auf Den Flug­zeugen aufstieg, da machten die deutschen Ostasiaten Ihrer inneren Ergriffenheit durch laute Hochrufe Lust, waren doch blrfe metallenen Vcgel. wie sie in solchen Ausmahen noch nie dort drüben gesehen worden waren, deutsches Werk. Die Flugzeuge smd dann denselben Weg nach Deutschland zurückge­flogen. Nur weniger Jahre wird es bedürfen, um die Strecke Berlin-MoskauPeking nach den me beruhten Gesichtspunkten auszt bauen und das große Ziel zu erreichen: BerlinPeking in 2jTagen!

Lin alles rNeislerwerk der Uhrrnacherkunst.

Eine kostbare Llanbuhr, die wahr'cheinlich «In Gescheut Philipps b?i Guten von Burgund an einen befreund'kn Fitrstenhof war. ist. nach­dem sie lange Zelt v r.chol e t war. jegt Lieder auf­getaucht. Es handelt sich hier um ein Meister­werk der Golik in technischer unb kun'.g Lerblichec Beziehung, ein Uhrwerk, das kaum 103 Jahre nach der ersten fichrren Kunde über Bäderuhren entstanden ist, um die erst7 Hausustr. die sich aa- leitct von den bisher all-in bekannten Turm­uhren und die h'näberfuhrt zu Den Lischuhr-n unb Taschenuhren von benen zuverläFige Kunde erst av.D dem A. s-nae de» 16. Jahchund rls vorliegt. Aus Vieler Feit sind woh» Darstellun­gen in Bildern erhallen g.bli<ven, im Original aber nur diese llfjr, die wie durch ein Wunder unberührt erhalten ist. Die Uhr ist ein gotischer zweitürmiger Ausbau mtS vergoldeter Kupler- vronzc von etwa % Meter Hohe. Das Ganze gleicht einer Kapelle aus drei Teilen. Sockel, Mittelteil und Bekrönung, und ist wie die meisten weltlichen Geräte der Go:il ganz in den Formen der kirchlichen Architektur ausgesührt. Es war aber nicht zunächst etwa ein kirchliches Gerät, sondern ist von vornherein als Uhr ausgesührt. denn Zisserblati und Gebäuse find eins. Durch eine kostspielige Konstruktion sind die drei Telle

der Uhr leicht trennbar gemacht, damit man an das Derk gelangen konnte. Der Sockel der Uhr ruht auf vier gegossenen Hunden, deren abge­nützte Standflächen da»'Metall als nahezu reines Kupfer erweisen. An dem ganzen Gehäuse sind lediglich Derkellungen al- Besestigungen ange­bracht: Derschraubungen findet man nur als Ver­bindung von Sockel unb Mittelstück und bei der Befestigung zweier di- Türme bekrönenden Löwen Besonders das Mittelteil ist von auster» ordentlichem kunstgewerblichem T.eichtum Vier Strebepfeiler und Str bebogen. geschmückt mit acht Figürchen unter Baldachinen tragen zusammen mit drei Runbsäulen im Innern ein prachtvolles Slemgewvlbe unb einen Kranz von Wimpergen und Fialen, der zu dem Oberbau der Uhr hin­überleitet. Die beiden äuheren Säulen weichen unten knieförmig aus. um MühlenhänsLen Platz zu machen, in denen der Uhrmacher die Schnecken für Gehwert unb Schlagwerk geborgen hat. Aus der Knickung biefer Säulen sitzen zwei voll- tunbe Löwen mit dem burgunbischcn Mappen unb dem Feuerftahl be8 Golb.nen Bste <3. Das Ziffer­blatt hebt sich auf fiibcremaiHitrteni blauen Grunbc gut ab und ist rofenartig in das Mittel­teil eingesetzt, t ckweise befestigt an einem da­hinterstehenden Tunn auf dem ein Automaten­figürchen beim Schlagen der Uhr seine Bewe­gungen machte. DaS Aäderwerk ist vollständig uni) ursprünglich in bas Gehäuse mit verbaut. In ben beiden anher en Säulen laufen die Spindeln für die beiden Unruhen die das Gehwcrk und das Schlagwerk zu regulieren haben. In der mittleren Säule führt eine lange Delle in ein Tabernckel d?r Belrönung, in dem ebenfalls ein Automatenfigürchen Bewegungen ausf.ihrte. Die beiden Unruhen arbeiten innerhalb de» Kranzes der Mii^er,ze. während die Federgehäuse und die Glocke der Uhr im Sockel unl rgebracht sind. Am Stcigrad deS Gehwerkes sind die vier Initia­len des Uhrmachers angebracht. Verschiedene An­zeichen in dem Mappen w ifen auf das Jahr 1433 als Snlstehungsiahr hin. aber trotz dieses hohen AltcrS ist b,?je Uhr mit nur leisen Ab- nützungSspuren an öen Verzahnungen auf und gekommen

Schöffengericht Giehen.

Gießen. 11. Febr. Gin wiederholt vor bcstras'er Landwirt war Im Minter 1925 nach seiner E.tlassung aus der S.rafanstall von einem Gu sbeilher ausgenommen worben. Zum Dank dafür stahl er ihm einige 20 Flasch n M^in. Wegen Rücksalldiebstahls erhielt er a ch t Monate Gefängnis.

Gin Arbeiter aus Lollar hatte im Sep­tember 19215 Im Auftrage eine» Zigarrcnhänb- lers einem Wirt einig? Hundert Zigaretten ge­bracht unb ben Kaufpreis für Ich behalten. Weaen Unterschlagung würbe er ft i 2 0 Mark Geldstrafe verurteilt. Dine Verfälschung der Qucktuiig des Händlers konnte ihm nicht nach- gewiss.., werden.

Gerichtssaal.

Der Madchenmord im weslerwali).

MSB. Limburg, tl.Zcbr. Am heutigen zweiten Berhandlungstag wurde zunächst die Zeugenvernch nung fortgesetzt, die sich für den Angeklagten lehr ungünstig gcstaliete. Hierauf erstatteten die Sachverständigen ihre Gut­achten. Diese besagen, bah der Lod des Mäd­

chens durch tfm groß« Blutansammlung auf der linken Seite der Brust eingetteten sei unb bah die Tat einem Messer ausgeführt worben ist. Prof. Dr. I a h r m ä r l« r und Dr. Deck- <? - Frankfurt erklären, vast der Angeklagte geistig normal fei und auch die &it ui normalem Zustande ausgesührt habe. Gr lei für (le voll verantwortlich. Der § 51 könne nicht in Betracht kommen. Hur feine geistig« Minderwertigkeit könne für den An- gcLagten mildernd sprechen. Die Sitzung wurde darauf auf morgen vertagt.

Verurteilung wegen CanbttoerralK

MSA Darmstadt. 11 Febr Die aus Leipzig berichtet wird, hatten sich vor dem 5. Siraiienot des Reichsgerichts die früheren Kanonier« Heinr. Doehmann und Milli M i - ch e l aus Darmstadt, fowie Jakob Gute aus Kaiserslautern zu verantworten. Die Angeklag­ten hatten als Angehörige de» 5. Artillerie-Ae- giments in Ludwigsburg im Jahre 1925 Nach­richten unb Te ehle, die Im Intcrcs e der Lande»- vertsidiaung geheim zu halten waren, franzö­sischen Agenten gegen Bezahlung ausgeküinbigt. DaS Gericht verurteilte Boehmonn zu acht Jahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehr­verlust, Michel zu fünf Jahren Zucht­haus unb zehn Jahren Ehrverlust unb Gut« zu 1 Jahren Zuchthaus unb fünf Iabren Ehrverlust. Gegen sämtliche Angeklagte wurde auherdem auf AuSstohuna aus dem Heere unb Stellung unter Polizeiaufsicht erkannt.

6 Tahre Zuchthaus für den Fassadenkletterer vrcy.

DSN. Offenbach, 11. Febr. Heute mittag sand die Ter and.ung g«*c.i kc t ,c| oben l t et?r H a ns Prey vor dem erweiterten Schöffengericht in Offenbach statt. Hans Brey hatte voriges Jahr im Oktober in ben Mittagsstunden einige Einbrüche verübt und wurde bei einem solchen auf frischer Tat ertappt. Er erhielt für feine Straftaten eine Zucht­hausstrafe von 6 Jahren. Brey ist schon öfters vorbestraft unb ist im Mai 192'3 aus der Strafanstalt In Diez entsprungen Dort halte er noch ein« Zuchlhausstrafe von 4 Jahren abzubüsten. In Frankfurt ist Brey als Fassadenkletterer aus. getreten.

Gcfchäftlichcs.

Der Werdegang deS TceS vom UrtyrungS- lanb bis zur Teelanne" betitelt sich ein Film, bet im Auftrage her Fa. R. Eeellg & Hille, Dresben, bis zum 17. 2. 27 im hiesigen Astoria-Theater läuft. (Siehe auch heutig« Anzeige.)

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