lischest mit 3:29,6 neue D. T.°Höchstleistun.
nur
eine
früheren Zeit jedenfalls Charles Thullon genannt
als
der der da ge°
33. das
Schwimmern. bei der T v. Wetzlar mit Min. 107/10 Sekunden erster Sieger wurde. Fe chter. Bei guter Deilnehmerzahl von 14 »rettfechtern errangen nach zwei Vorrunden > einer Endrunde Gerhard, T. V. 46 Gie-
Lm Frankfurter Stadion wurden am Sonntag "e Kämpfe um die Südwestdeutschen Meisterhaften in der Leichtathletik ausgetragen. Bei jtem Wetter, aber spärlicher Beteiligung seitens ks Publikums. wurden zum Teil ausgezeichnete Imitate erzielt. E l d r a cher - G ie ß en konnte le 100 Meter in 11,3 und die 200 Meter in 22.0
Nach dieser Entdeckung wurde das Verhör leb- Iflfter, und es wurde der heftigste Druck auf den beihasteten ausgeübt, um ihn zu bewegen, stcy >äher zu äußern, aber er bewahrte hartnäckiges
Turner-Oberstufe (wie oben). 1. Sieg griii Geismar, Tv. 1846 Gießen, lOO1/» P-» -Bilhelm Schäfer, Tgde. Friedberg, 100 P
Staffeln. Turnerinnen-Jugend.
K20-Meter-Bruststaffel, 1. Sieg T v. 18 4 6 je h en, 3 Min. 27*/io Sek.
Turner über 18 Jahre. 4x50-Meter-
das und
plfrtut. M . ..
x!x Aus der Rabenau, 10. cult. x$n ■>cit meisten Gemeinden der Rabenau kann man he Heuernte nunmehr als beendet anseyen. ')i e letzten warmen Tage waren der Heuwervung iii^erft dienlich Die Regentage der vorigen Doche waren der Einbringung der Ernte seyr hinderlich Die Qualität des Heues hat 'm alige-
* Darmstadt, 10. Juli. Den dem Mittelrheinischen Kreisturnfest, in der Zeit vom 23. Juli bis 7. August in Darmstadt abgehalten wird, rechnet man mit großen Teilnehmerzissern. Rach den vorliegenden Mel-
den 1.; Schuchhardt, T. u. Sp.-Verein 0 Marburg, den 2.; Ziegler, T. D. 46 Gie- 1 den 3., Pfeffer, T. V. Bad-Rauh-eim, den Kühn, T. G. Friedberg, den 5. und Hof- 3 t n, T. V. Bad-Rauheim, den 6. Sieg.
Zum leichten Säbelfechten traten 12 Fechter Den 1. Sieg errang S an i l awi ds. T. D.
Gießen'. 2. Sieg Hergenrother; 3. Sieg ieater; 4. Sieg Gerhardt, T. V. 1846 Gier' 5. Sieg Lemke, T. G. Friedberg; 6. Sieg rinier, T. V. Butzbach.
§as Kampfgericht setzte sich außer dem Gau- otlvart Groß noch aus I. Tomson (diesiger Florettmeister der D.T.), D. Schmidt iib A. Heim (alle aus Offenbach) zusammen, t guter Vorbereitung nahmen die Kämpfe Riem schnellen Verlauf.
intern Motorradfahrer an gefahren, ratglieder der hiesigen Arbetter-Samarlter- .^olvnne verbrachten das verletzte Kind zur nahe- "4kl egen en Verbandstation, wo der zufällig an- ke sende Arzt Dr. Katz die erste Behandlung tarn ahm. Zur Glück erwiesen sich die verschre- knm Verletzungen am Kopf als nicht schwerer
_L Glashütten, 10. Juli. Hier starb älteste männliche Gemeindeglied, Landwirt Wagner Karl S t ö h r I, im 82. Lebensjahre.
Starkenburg.
Maingau.
Lpd. Frankfurt a. M.. 9. Juli. Heute mittag gegen 12 iÜjr verunglückte der Fabrikant Faulst roh aus Groß-Gerau mit seinem Auto auf der Straße nach Groß-Gerau dadurch, daß er gegen ein von einem Holzfuhrwerk aus über die Straße gespanntes Gisenseu rannte, das zum Ausladen der Stämme diente. Der Fabrikant erlitt schwere Schädel- verlehungen. Das Auto fuhr mit dem besinnungslosen Führer noch etwa 5-0 Meter weiter, bis es sich im Walde überschlug. Ein Förster sand den verunglückten Fabrikanten und leistete die erste Hilfe.
LPd. H a n a u , 9. Juli. Ein folgenschwerer Motorradunfall ereignete sich auf der Landstraße zwischen Hanau und Gelnhausen. Der 32 Jahre alte Bankbeamte Johann Beierl aus Hanau verlor infolge zu starken Bremsens vor einem Bahnübergang die Herrschaft über seine Maschine, welche sich überschlug. Der Fahrer wurde aus die Straße geschleudert und blieb mit einem dopPeltenSchädelbruch bewußtlos liegen. Der Verunglückte wurde sofort in das Landkrankenhaus Hanau eingeliefert, wo er jedoch wenige Stunden später, ohne das Bewußtsein wieder erlangt zu haben, starb.
WSN. BadHomburg, 9.Juli. Gestern abend wurde auf der Saalburgchaussee eine auf der linken Sttaßenseite fahrende Radlerin von einem Kraftwagen erfaßt und in den Straßengraben geschleudert. Obwohl der Anprall mit großer Wucht erfolgte, erlitt die Radlerin nur leichtere Verletzungen, während ihr Rad bis zur Unkennntlichkelt zertrümmert wurde.
MSR. Bad Homburg, 9. Juli. Heute vormittag fand man einen Anwohner der Kaiser- Friedrich-Promenade, einen ehemaligen Artillerieoffizier, mit vollkommen zertrümmertem Schädel auf. Die Untersuchung ergab, daß der Verunglückte anläßlich eines Umzuges mit seinen Waffen hantierte und eine Sprengpatrone hervorholte, um sie einem Wafsen- händler zur Entladung zu übergeben. Hierbei -muh das Geschoß wohl hingefallen und e x - plodiekt fein, wobei dem Unglücklichen der Schädel zertrümmert wurde. Die Leiche wurde zur Beifehnng freigegeben.
Durfte. , . , .
nen - Suflenft (W ml pp und Anm Pfund. A. SlSy SS »WS 8L; P 3. Ludwig Mallo-
Amtsgericht Gießen.
* Gießen, 8. Juli. Eine hiesige Geschäftsfrau hatte auf dem Wochenmarkt vor 11 Uhr vormittags für ihr Lebensmittelgeschäft eine geringe Menge Waren aufgekauft. Dies ist nach der Marktordnung verboten. Strafe: fünf Mark.
Der Viehhändler L.R. aus Gr.-L. hatte einen Strafbefehl erhalten, weil er Kälber nach Gießen transportiert habe, ohne sie in seinem Kontrollbuch eingetragen zu haben, und ohne daß auf dem Transport ein Nebenkontrollbuch mitgeführt worden sei. In der Hauptverhandlung wurde festgestellt, daß der Transport auf Rechnung und Gefahr eines hiesigen Metzgers gegangen ist. Damit entfiel die Notwendigkeit, das Nebenkonirollbuch mitzuführen. Auch waren die Kälber, außer einem, nie in den eigentlichen Besitz des Angeklagten gekommen. Dieser hatte sie bei Bauern gekauft, in deren Stall stehen lassen, wo sie durch einen im Dienst des Metzgers stehenden Mann abgeholt wurden. Die z. Z. der Tat geltenden gesetzlichen Bestimmungen stellen einen solchen Sachverhalt nicht unter Strafe. Der Angeklagte war insofern freizusprechen. Er wurde jedoch darauf hingewiesen, daß nach seiner Bekanntmachung vom April d.J. altes Vieh im Kontroll- buch einzutragen ist, „das den Handelsbetrieb durchläuft", einerlei, ob es in den unmittelbaren Besitz des Viehhändlers gekommen ist oder nicht. Künftig wird in Fällen wie in dem vorliegenden, gestraft werden. Da bezüglich des einen Kalbes, das im Stall des Angeklagten gestanden hatte, der Eintrag im Kontrollbuch nicht vollständig war, wurde deswegen auf eine Strafe von fünf Mark evt. zwei Tagen Hast erkannt.
Die Familie N. in T. feierte Geburtstag mit Radio. Plötzlich flogen eine Menge Töpfe u. dergl. gegen das Haus. Obgleich diese Scherben, einem Volksbrauch entsprechend, vermutlich Glück bedeuten sollten, ärgerte man sich darüber. Der eine Sohn stellte den Angeklagten K. H., den er draußen an- traf, wegen des Werfens zur Rede, offenbar aus Grund eines Mißverständnisses. Beide ohrfeigten jich gegenseitig. Dann nahm K. H. einen dicken Knüppel und schlug damit dem ruhig dastehenden jungen N. auf den Oberarm, so daß dieser heftig anschwoll. K. H. wurde deshalb mit. 30 Mark evtl.
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Massel, 1. Sieg T v. Wetzlar. 2 Min. 'l0 Sek. — 4x50°Meter-Lagenstaffel, 1. Sieg Wetzlar, 2 Min. 466/io Sek. - Außerdem fix zu Ehren des ersten Gau- und Kreis- lrrters Arthur Pfeiffer (Wetzlar) eine fsenstafsel" eingelegt mit 12 Läufern und
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5n dem Besitze des verhafteten Elsässers sanden außer den sonderbaren Visitenkarten auch einige rjefe, die an Monsieur Charles Thollon, poste .tante, Christiania adressiert waren.
Dio Polizei ließ den in Betracht kommenden Bereit der Ausgabestelle des Postamts holen, und 'er erkannte in dem Verhafteten den Mann, der u an Monsieur Thollon adressierten Briefe ab- r-ljolt hatte. Die Ungeschicklichkeit des Betrügers >cr auffallend. Erstens hatte er stch überaus lump angestellt, als er den armseligen Diebstahl >n dem Läden beging, ferner war es höchst unklug on ihm, die kompromittierenden Visitenkarten bei sich zu tragen. Noch törichter aber war es .lOn ihm gewesen, einen verkehrten Namen anzu- qeben, obwohl er wissen mußte, daß seine ^.aschen untersucht werden und sich darin Briefe finden würden, aus denen hervorging, daß er sich zu einer
rchweigen. . ,
Es wurde nach Krag telephoniert und herum- Mickt, er war nirgendwo zu finden.
Da blieb schließlich nichts ubria, als den Mann 11 eine Zelle bringen, die möglichst weit von der ferros entfernt lag. .
Um acht Uhr abends sand man endlich Usbjorn jlrag. Er war soeben von einer seiner geheimms- Jollen Expeditionen zurückgekehrt. Man benach- ichtigie ihn sofort von dem Vorgefallenen. Merk- viirdigerweise schien es ihn nicht im allergeringsten |u interessieren.
Als der Polizeiches ihn fragte, was man Denn unternehmen solle, erwiderte er bloß, man solle tr nichts unternehmen.
Er wartete darauf, daß sich etwas ereignen rde. Und dieses Ereignis trat auch ein.
hatte. •
Diese Kette von Torheiten erschien der Polizei reichlich stark, und als Asbjörn Krag erschien und das Ergebnis des Verhörs erfuhr, lächelte er.
Krag ging zu Monsieur und betrachtete ihn sehr genau. 'Aber der Verhaftete verzog keine Miene. Er starrte bloß blöde vor sich hin. Sein Gesicht drückte in diesem Augenblick einen solchen Grad von konzentrierter Dummheit aus, daß Krag sogar geneigt war, zu glauben, daß er nichts anderes unverbesserlich dumm sei.
Der Sicherheit wegen telephonierte einer Schutzleute nach dem Grand-Hotel, um bei Gräfin Esterhazy Erkundigungen einzuziehen, der Dieb ja angegeben hatte, in ihrem Auftrag „ handelt zu haben. Natürlich wurde geantwortet, die Dame habe keinerlei Einkauf in irgendeinem mU= welierladen beabsichtigt.
Nachdem der Polizeiches sich mit Krag beraten hatte, einigte man sich auf eine Konfrontation Thod Ions mit dem verhafteten Italiener. Wenn man auch nicht glaubte, daß sie zu einem Resultat fuhren Ede so war die Sache doch wohl einen Bettuch
Preutzen.
Liebesdrama in Frankfurt.
WER. Frankfurt a. M.. 10. Juki. In her vergangenen Rächt hat sich im Stadtteil Bocken- heim ein blutiges Liebesdrama abgespielt. Die im Hause Sophienstraße 115 wohnhafte 20 Jahre alte Marie Jacob wurde von ihrem Geliebten, dem 24 Jahre alten Schlosser Gustav Weimann aus Frankfurt a. M.. wohnhaft Falkstrahe 103, durch zwei RevOlver- f ch ü s f e in den Kopf s 0 schwer verletzt, daß sie in bedenklichem Zustande im Krankenhause eingeliefert werden mußte. An ihrem Aufkommen wird gezweifelt. Als Hauseinwohner die Schüsse hörten, alarmierten fie die Polizei, die sofort herbeieilte und den Täter verfolgte. der sich jedoch, bevor et feftgenommen werden konnte, in einem /Wartehäuschen der Straßenbahn an der Zeppelinallee erschoß. Der Tod trat auf der Stelle ein. Das Motiv zur Tat dürfte in G i f erf u cht zu suchen fein, g
Kreis Wetzlar.
□ Ebersgöns. 10. Juli. In der Rahe des Butzbacher Exerzierplatzes herrscht gegenwärtig reges Leben und Treiben. Die Heidel- beerernte hat in vollem Tlmfange eingesetzt. In großen Scharen erscheinen die Kinder, die augenblicklich Ferien haben, und die Erwachsenen aus stundenweit entlegenen Dörfern, um ihrer mühsamen Sammeltätigkeit obzuliegeii. Die Ernte fällt ziemlich gut aus. Auch find die Früchte gut entwickelt.
□ Rlederklee n, 10. Juli Die aneinandergrenzenden Waldgebiete von Dornholzhaufen, Riederkleen, Vollnkirchen. Oberkleen und Oberwetz waren dieser Tage Schauplatz einer großen Treibjagd auf Schwarzwild, das in diesem Jahre in den Kartoffelfeldern ungeheuren Schaden anrichtet. Auf einer Blöße wurden kürzlich mehr als dreißig Sauen festgestellt. Leider verlief die Treibjagd vollkommen resultat- los weil nicht ein einziges Stück Schwarzwild
meinen wenig Schaden erlitten. Auf den trockenen Wiesen ist der Ertrag im Vergleich zu den Vorjahren bedeutend höher. Leider läßt die Wiesen- büngung, Wiefenpflegc, De- und Entwässerung trotz aller Belehrungen noch viel zu wünschen übrig. Früher machte man mehr Gebrauch von Kompost in den Wiesen. Kompost ist der beste Mischdünger für unsere Wiesen. Die Kartoffeln sind in diesem Jahre sehr ungleich aufgegangen. Diese Tatsache kann einmal verursacht fein durch die kühle und feuchte Witterung wahrend des Keimungsprozesses, anderseits auch durch die schlechte Beschaffenheit des Saatgutes. Rach dem dritten Jahre sollte man mit dem Saatgut wechseln und dabei beachten, daß man Saatgut aus klimatisch schlechteren Gebieten bezieht. Bei Kartoffeln konnten an Krankheiten festgestellt werden: Schwarzbcinigkeit und Dlattrollkrankheit. Knollen von kranken Stauden soll man verfüttern, aber nicht einkellern oder gar als Saatgut verwenden. Die Rüben sind in diesem Jahre im Vergleich zum Vorjahr noch etwas zurück. Das feuchtwarme Wetter der letzten Tage war allerdings dem Wachstum äußerst günstig. Wurzelbrand. Rüben- fliege. Herz- und Trockenfäule find die festgestellten Krankheiten an Rüben. Die Obsternte wird aller Voraussicht nach gut werden. Der Ertrag an Zwetschen wird allerdings, gering fein.
Kreis Frievberg
WSN. Bad-Nauheim, 9.Juli. In Der Nacht ,311m Freitag wurde in einem Strumpfwarengeschäft und in einer Damenschneiderei in der Fürstenstratze ein gebrochen und in beiden Fällen eine größere 'Anzahl von Strümpfen entwendet. In der gleichen Nacht wurde ein Mann festgenommen, der im Besitze eines Revolvers und eines Brecheisens war und offenbar einen Dritten Einbruch plante. Bei Dem Festgenommenen hanDelte es sich um einen Schneider aus Frankfurt a.M. Da von Den gestohlenen Sachen nichts bei ihm oorgefunDen rourDe, ist an- zunehmen, daß er mit einem oder mehreren Komplizen arbeitete. Die Untersuchung ist im Gange.
.irreis Büdingcn
Roman von Sven Elve st ad. Copyright bei Georg Müller, München. ^.Fortsetzung. Nachdruckoerboten.
es — neben den übrigen meist sehr guten kUI - bei den Volksturnmeifterschaften vS Turnkreises Brandenburg in Sprem- ieia Im 1 500-Meter-Lauf stellte ^blede (Jahn-Biesdorf) mit 4:10,6, in der
J_ Nidda, 10. Juli. In Den letzten Tagen sanD im Cafe Stork eine Konferenz Der Geist- 1 jchen des Dekanates NiDda unter Dem Vorsitz von Dekan Scriba, Eichelsdorf, statt. Nach der Eröffnung Der Konferenz durch Schnft- lesung und Gebet (Pfarrer S i e b e ck , Echzell) erledigte Die Tagung zunächst verschiedene geschäftliche Dinge.'Von besonderem Interesse war Die Mitteilung Des VorsitzenDen, Daß Das Dekanat in Zukunft wieder eine Krankenschwester erhält. Ab 15. Juli ist Schwester Elijabethe Fe ick im Dekanat als solche angestellt (mit Dem Wohnsitz in NiDda). Im Mittelpunkt Der VerhanDlungen Der Konferenz ftanD das Referat vn Pfarrer Siebert1, Der als Nachfolger üon Pfarrer Str u t zum erstenmal an Der Konferenz teilnahm, über „Kirchliche Vereine, ihre Not- wenDigkeit, ihre Errichtung unD Führung". Die lehr rege Aussprache, an Der |id) saft alle Anwesenden beteiligten, bewies, wie sehr Das Thema unsere Zeit beschäftigt. .
J_ Nieder - M 0 ck staDt, 10. Juli. Hier fanD dieser Tage eine Versammlung der Evangelischen Volksgemeinschaft statt. Vor einer sehr aufmerksamen Zuhörerschaft (meist Landwirten) sprach Lehrer Stringer, Ober-Lais, über das Drohende Konkordat, insbesondere dessen Folgen für die Schule. Sodann legte in packenden Ausführungen Pfarrer Weidner die Aufgaben der neuen Partei Dar. An vielen Beispielen zeigte er, wie notwendig gerade im hessischen Landtag eine evangelische Partei ist. Die Aussprache bewies. Daß die Darlegungen Der beiDen Redner auch hier auf fruchtbaren Boden gefallen sind.
Kreis Schotten.
J_ Ober-Lais, 10. Juli. Der Rechner Der hiesigen Spar- und Darleynskasse, Kirchendiener Adolf Simon, wurde zum G e m e i n d e r e ch n e r ernannt, nachdem der seitherige Rechner Otto Fritz aus Gefiindheitsrücksichten sein Amt niedergelegt
Hungen kommen u. a. 4000 Freiübungsturner (Männer), 1189 Frauen, 602 Stabturner. 973 Barrenturner, 953 Volksiänzer, 383 Zwölf kämpf er, 410 Zehnkämpfer, 440 Sechskämpfer, 139 Altersturner 1. Klasse, 113 Altersturner 2. Klasse, 119 Dreikämpfer uno 285 Riegen.
Unbehagen und Wut. Thollons Augen aber waren überhaupt nicht zu sehen, denn er beugte Den Kops in tiefster Verzagtheit unD Demut.
Man hörte ihn in französischer Sprache murmeln: „Verzeihen Sie mir!"
Der Italiener betrachtete ihn eine Weile verächtlich unD zuckte mit Den Achseln. Dann wandte er sich an Den Assessor. „Ist Das Die Überraschung?" fragte er höhnisch. „
„EinDruck scheint sie wirklich gemacht zu haben , erroiDerte Der Assessor.
„Unzweifelhaft; wenn es Ihre Absicht war, mich in Erstaunen zu versetzen. Dann muß ich sagen, Daß Sie Diese Absicht vollkommen erreicht haben."
„Kennen Sie Den Mann?"
„Ja."
„Wie heißt er?'
„Thollon, Charles Thollon.'
„Er ist ein Kollege von Ihnen?"
Ein AusDruck unbeschreiblicher Verachtung glitt über Das Gesicht Des Italieners. „Nein", sagte er, unD er betonte Dieses eine Wort, als ob er sagen wollte, Daß nichts falscher sei.
„Wer ist es denn?"
„Haben Sie Das noch nicht entdeckt?" fragte Der Italiener.
„Nein."
„Er ist Der einfältigste Mann von Europa."
„Das ist keine Aufklärung. Sie kennen ihn Doch. Er muß ja in einem gewissen Verhältnis zu Ihnen unD Ihren Kameraden stehen?"
„Ja, in Dem gleichen Verhältnis, wie ein Diener zu seinem Herrn."
„Soso, diese interessante Bande hält auch eigene Dienerschaft!"
„Er ist der Diener des Führers", sagte Der Italiener finster.
Thollon zuckte zusammen und warf Dem Italiener vorwurfsvolle Blicke zu.
Der Assessor wandte sich an Thollon. ,Jst das richtig?" fragte er.
Ein tiefer, angestrengter Seufzer kam über Thollons Lippen. „Ja", erwiderte er.
„Wie heißt der Herr?"
Der Italiener wollte sich einmischen, aber Der Assessor verhinDerte es.
„Wie heißt Der Herr?" wiederholte er Die Frage.
Die Sache betrachtet."
„Von welcher Seite?"
„Ganz recht, von welcher Seite der Schranke, meine ich. Ich setze voraus. Daß Sie aus Paris bereits BescheiD über mich erhalten haben. Die Pariser Polizei arbeitet sehr rasch. Wenn Die Charakteristik Derart lautet: Er ist ein sehr gefährlicher, verwegener Dieb, ein frecher, geriebener Verbrecher, Der imstande ist, alle Menschen anzuführen, sogar Die klügsten — wenn Die Charakteristik '0 lautet, Dann möchte ich, Der ich Diesseits Der Schranke stehe, behaupten, daß Die Charakteristik für mich günstig ist. Ich roürDe eine solche Kennzeichnung zu schätzen wissen unD mich geschmeichelt fühlen. Sie Dagegen, Die Sie jenseits Der Schranke sitzen, würden sagen, Daß Diese Charakteristik nicht günstiglautet. So meine ich es. Es ist unmöglich, sich in einem solchen Fall bestimmt auszuDrücken, wo Die Menschen Die Verhältnisse so verschieden beurteilen."
Als Der Italiener Diese mertmürDige Rede be- enDet hatte, sah er sich mit einem stolzen Lächeln um, wie um Beifall zu ernten. Die Beamten waren ein wenig verblüfft; Das war eine Philosophie, Die man bei einer Vernehmung nicht zu hören gewohnt war.
Anstatt ihm zu wiDersprechen, gab Der Assessor einen Wink, und plötzlich ftanD Der Italiener von Angesicht zu Angesicht Herrn Thollon gegenüber.
Die Wirkung war stärker, als die Beamten in ihren wildesten Hoffnungen erwartet hatten.
Auf Den Gesichtern beider Verbrecher prägte sich Der höchste GraD von Erstaunen aus.
Im nächsten Augenblick aber änderte sich Der I Ausdruck. Die Augen des Italieners leuchteten vor
Minuten dauerte.
Oberhessen.
Landkreis Gießen.
t. J
St. 1S46 Gießen, D
is Mangold, Tv. 1846 Sir- | Wies eck, 11. Juli. In der durch
jen. * . Milche Veranstaltung stark belebten Gießener
psr. Turner - Jugend. 6( / tourbe gestern nachmittag das Töchterchen Srustschbimmen, HauptspniM Arbeiters Löwen st ein von hier v 0 n
1. Keg Hermann Scheer. - - *- ■ - -
2. Ernst Schneider, A.
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IUCr3tDei Schutzleute wurden ausgesandt, um Den verwegenen, lebhaften Italiener zum Verhör zu ^o^^nzwischen führte man Thollon etwas beiseite, Damit Ferro ihn nicht sofort sehen sollte. Es war für Die Polizei am vorteilhaftesten, einer unerwarteten Begegnung beizuwohnen.
Monsieur Thollon oerstanD gar nicht, was man nun mit ihm oorhatte. Das konnte man an seinem Dummen Gesicht Deutlich erkennen. Er leistete Den Anordnungen Der Beamten nicht Den geringften Widerstannd. Er war erstaunt, aber willig. Man stellte ihn zwischen Die WanD und' einen Schran, 0 Daß er versteckt ftanD, unD befahl ihm, sich vollkommen still zu verhalten, bis er gefragt werden mUSaum war man fertig mit Diesen Vorbereitungen, als die Tür sich öffnete und Der kleine flinke Italiener eintrat, geführt von Den beiDen Polizisten. Er begrüßte Die AnwesenDen höflich, wenn auch ziemlich gemessen, und als er Asbjörn Krag erblickte, flog ein leichtes Lackeln über fern Gesicht
, Wir möchten gern wissen," fragte Der Assessor, I
gesehen wurde.
Kreis Marburg.
][ Marburg, 10. Juli. Der bekannte Marburger Historiker Prof. Dr. theol. h. c. Dr. phil. Karl Robert Wenck ist, 74 Jahre alt, gestorben Der Verblichene, der aus Leipzig stammt, gehört feit etwa 40 Jahren dem Lehrkörper der hiesigen Universität an.
sch. Marburg, 9. Juli. Die neue Kraft- p 0 stlinie Marbur g- Gladenbach ist vvin Reichspoftminister genehmigt worden. Auch ist der neue Kraftwagen für diese Strecke schon geliefert. Die Stadt Gladenbach lehnt jedoch unbegreiflicherweife die kostenfreie Gestellung eines Llnterstellraumes für den Kraftwagen 06, so daß die Inbetriebnahme der Linie noch verzögert wird. -- Der Magistrat beschloß zur Hebung des Verkehrs die Abhaltung einer Herbstmesse. Sie soll gleich der letzten Frühjahrsmesse in städtische Regie genommen werden. -- Der Magistrat nahm die Stiftung eines hiesigeir verstorbenen Rentners an. Die Zinsen des Kapitals in Höhe von 1000 Mk. fließen alljährlich dem Verschönerungsverein zu. Die neuerbaute Llniversitälsk inderklinik wird jetzt Carolinenhaus genannt. Zu Ehren des hochherzigen Stifters Dr. h. c. George Horst, Reading Pa. 11. S. A., der die Mittel zum Bau größtenteils zur Verfügung stellte, hat man der Kinderklinik den Ramen seiner Tochter gegeben.
Unterwefterwaldkreis.
WSR. Montabaur, 10. Juli. Dem Gymnasiasten Bernhard Kaesberger aus Montabaur ist vom preußischen Staatsministerium wegen Rettung aus Lebensgefahr die R,e 11 u n g s - erinnerungsmedaille verliehen worden.
Kreis Limburg.
WSR. Diez, 10. Juli. Eine Bauersfrau aus der Umgegend, die hier auf Der Straße ihre gesamte Barschaft in Höhe von 190 Mark verloren hatte, gab Den ehrlichen Findern, zwei Knaben, Den „fürstlichen' Finderlohn von — sage und schreibe — 50 Pfennigen.
Der Die Vernehmung leitete, „ob Sie jetzt nähere Erklärungen abzugeben wünschen."
Der Italiener zog Die Augenbrauen in Die Höhe. „Warum gerade jetzt?" fragte er.
„Es ist ein Ereignis eingetreten, Das es als Das Vernünftigste erscheinen läßt. Daß Sie Die volle Wahrheit sagen."
Der Italiener lächelte: „Dann sinD wohl Nachrichten über mich aus Dem Ausland eingetroffen, zum Beispiel aus Paris oder Rom?"
„Was glauben Sie selbst von diesen Nachrichten? Glauben Sie, daß sie günstig für Sie lauten werden?"
„Das kommt Darauf an, von welcher Seite man
rinnen.
st)2.Mtec<ölusi' V Diener Hegt durch k. 0.
Fü^ölV^Tv Dch Die Stuttgarter Berufsboxkärnpse am cd - IMetetÄ 1 ^'i!Q9 brachten euren t o. Sieg Srans ®ic -
Mh. Schäfer in der 3. Runde über den belgischen
n. 32',) cet - 400 idet Mchwrrgewichtsmeister Leroh.
"euer Flugzeug-Weltrekord.
r, Td. 1846 Viehen, 48", v. Der bekannte Pilot Baumer- Hainburg äfer, Tode. Friedberg, 44Ä iartete zu einem Weltrekord-Versuch mit seinem nen - 06erftuie. 10> Flugzeug „Sausewind II' ; er erreichte eineH o h e Men: 1. Sieg EI. Scheer. 7 400 Meter. Hierfür benvtigte er etwas Min. 56 Sek. Hau-tsprinßnr eine Stunde, wahrend der Abstteg
De eg. Td. 1846 Sieher, .Atra 20
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Zwei neue Höchstleistungen derD.T.
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nen - Untet^u^M^ fln1 ^rnnfturter Stadion wurden am S T-l Sieg Lina Ulm*
10»/IO Cefunben. - W.
mrnen: 1. Sieg L. Scheer, er?, SV10 ~ Häuft- : elwetb Trechsler, Td.
Simebt Münnich, Tv. 1846


