Ausgabe 
11.6.1927
 
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Nr. 135 vierter Matt Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)Samstag, U. Juwi (92Z

Wandern und Reifen Bäder und. Sommerfrischen

Wandern mit Kindern.

Jede Wanderung muh der Leistungsfähigkeit der Schüler anaepasn sein Dabei ,ft »u beachren einmal das Aller der Kind« und dann auch chr persönlicher Krüftezustanb. der von der Ge- sunkchei! der Ernährung, der allgemeinen Arbeits- belaftung. ab« auch von Jjbrrt^ii und Wett« abhängig ift. Das Wander; et ift bah« zunächst nicht nach den Wünschen und Bedürfnissen eines Erwachsenen od« d« krüstigen Kind« au be­stimmen, sonderno, dah auch die schwächlichen, uni «ernährt en und v«wetchllch:en Kind«, denen ein Marsch ungewohnte Arbeit ift. den Anforde­rungen ohne Hebermüdung genügen fBrtnen.

Das Wand«n in einer gröberen Schar ist weit ermüdend« als etwa ein Zamilicnau-llu^ Dah« muh die Wegstrecke für KlaNenausflüge um ein DriNel etwa Heiner bemessen w«don. als sie den Kindern regelrecht zugemutel werden könnte. Kind« im Aller von 6 dis 12 Jahren ermüden weit rasch« als ältere Kind« od« Er­wachsene. Dauerbeiaftungen all« Art. das Stehen. Sitzen, ab« auch zu langes Gehen sind ihrem Wachstum abträglich Das mittlere Mah ein« Gehleistung von zwei Stunden mit Kindern bis zu 9 Jahren unZ> von drei Stunden mit 9- bis ILjährigen kann dah« bei Schulwanderungen nicht ohne Gefährdung überschritten werden. Wie da» Verhallen i\t Kind« bei Wanderungen Afiflt, tuchen sie d« einförmigen Gchbewegung durch Hcrumspringen. Lausen u. dgl. auszu- weichen wodurch sie zwar ebenfalls, ab« in unschädlicher Art. müde werden.

S» ift biologisch begründet, wenn die Forde­rung üuffltficilt wird, bei Kinderwanderungen nicht öd» Hauptgewicht auf da- Gehen, sondern auf da» Spiel im Freien ?,u legen. Die Wanderziele müssen deshalb stets so gewählt werden, dah die Kind« ausreichende Gelegen­heit zu freiem, wenig spannendem Spiel, au Neinen Beobachtung- und C haben, die den Grlebniswert d« Kinderwande­rung ausmachen. Diese Art zu wandern ist auch

für die Zehn- bis Vierzehnjährigen noch am zuträglichsten, wenn auc? die Wegstrecke schon grob« fein kann (bis zu vi« Stunden am Tag). Da» eigentliche Wandern kommt «st nach dem Alsichlust d« zweiten grosten Körp«stveckung zur Geltung. Die löjührigen Mädchen und die rig« Knaben haben in ihre- Körperhaushalt soviel Kraftüb«schuh. bafi es fit zu größeren Leistungen auch im Wandern drängt. Dazu läßt sie ihre geistige Reife nach immer ferneren Zielen bliaen. oft macht sich sogar eine gewisse Abenteuerlust bemerkbar Wenn daher die Wan­derungen mit Kindern dies« Altersstufe weit«

lich tote in den jüngeren Jahren nur noch stärk«, neigen ab« die jungen Menschen jetzt ju Hebet- Ireibungcn au» der Hebertchätzung der eigenen Kraft h«aus Sie brauchen mehr als je eine maßvolle Führun g an d« sie Halt und Ausgleich finden können. Ein Anhalt mag fein, dah die Schulwanderung auch unter günsti­gen Weg- und KrästeverhäUnifsen fünf Stunden im Tag nicht überschreiten soll Man muh dem falschen Ehrgeiz, möglichst weit gewesen zu sein, rechtzeitig und mtl guten Gründen entgegen­wirken. wenn es nicht allmählich zu einem üblen Wetteifer zwischen Klaffen od« gar verschieden, u Schulen kommen soll, denen dann das Ziel alle» wäre, nicht» ab« ab« da» gemeinsame Schauen, Erleben und Erarbeiten, da» Stück Gemein­schaft. das in jed« Wanderung lebt.

Wanderfahrten.

Vicber-Aorsthau» Haina-Schwalben bachtal-vieber.

Sine hübsche Familienwanderung. die höch­stens zweieinhalb Stunden beansprucht ist fol­gende. Wir fahren mittelst Sonntagskarte nach Lieber. Witten im Dors teilt sich ber Weg' wir schlagen den Unken ein und gelangen so am Waldrand entlang nach Hof Haina, so­dann durch freie Gegend zum anmutig gele­genen Fvrsthaus Haina mit schönem Rückblick. Hinter dem Forsthau» beginnt der Hochwald, den wir für ein kurzes Stuck durchschritten, um

bald daraus in das re-.z«u.r Schwalben - bachtal zu !Dramen 'chwa'. ize Dreiecke). Wir halten uns auf der rechten S fite des Tales, wo anr spät« auf geö* Strich r stohen die von Hot Bubenrod, d« an d leset ©teile sichtbar '.st. herunt«kommen Wir felgen nunmehr He- 'em Zeichen und geniesten ikuerwcgs prächtige Wicke auf den DunSdera. wie auch auf das malerisch geleger". g»berp Hinter öer Dber- mübfe br.ngt u.:» da» Wege seichen da» wir jent neriaf'cn aus dic Landstrast t, auf der wir durch das liebliche Diedertal zurr. Endziel Dieder wandern. Jn der gastlichen Reehmühle können wir Rast bi» zur Heimfahiv machen. Da unter­wegs keine Untertun'Umdg |idbfcucn sind, ist die Mi nähme von Atzung cm ^fehlen»a?crt

f><rtgirC(mqrnaubad>IlrtitfdylbErdbach Herba: r.

Don Haiger dem uralten Dillstadtchen. gehl unter Mars<n dem Aubachtal aufwärts nach Langenaubach, einem wohlhabenden sckmucken Dörfchen Hin.t« dem Ort fetzt der Aufstteg ein und führt üb« einen mächtigen Bergrücken, auf dessen Kamm man prächtige Rundblicke auf die Wrskerwäld« Berge und Täl« genieht. durch Breit scheid, einem in- dustri«eichen Dorfe, in da» Erdbachtal Kurz vor ein« wild-romansiffchen Waldtchlucht, die ebenfalls durchschritten wird. v«*chvinb.l plötz­lich der dicht an d«5 trabe Herl au sende Srd- bach. um ein Kilometer! weiter unten in bedeu­tend verstärktem Mah».- wird« zum Vorschein »u kommen. Auch ein Besuch der sogenannten Steinkammern, zwei« Höhlen au» vorgeschicht­lich« 3eit in den rplldzerklufteten Kattgewän- den deS Tcllchen» ist s« l-r lohnend. Don Erdbach, da» wir ebenfalls du, chwandern. führt der Weg nochmal» über einem Höhenzug. von dessen Gipfel sich die benachbarten Höhen, u. a. Ruine Greifenstein, sowie dz» Dilltal und namentlich Herborn, da» Snidziel unser« Wanderung, zu d« wir ungefähr 5 Stunden brauchen über­aus malerisch darstellen. D« «fic Teil d« Wanderstrecke bis BZ eit scheid führt die Be­zeichnung WK 7, d«. letzte W.< 1 b.

Unbekannte Uordseebädcr.

Manchem Rordfeefahr« oder an d« Hord- f« Erholung >.nd Heilung Suchenden wird es gewiß eine willkommene Anregung fein auf Heine weniger bekannte Orte an her Dior Nee. die sich gut uir Erholung eignen, hingewiesen zu werden. Ein guter Kenner der Rordfeekuste- schreibt uns

Zu«st fei da eines reizenden ganz ursprüng­lich .n Zriefenßorses gedacht Rebel auf d« norvfriesifchen 3nfri Amrum das Kirchdorf d« grosten !>riefeninfel unmittelbar am t?st strande gelegen. Seine fleinen, wohnlichen Häuf« von fries,scher Bauart und sprichwönlrcher Sauber­keit find überschatte« von hohen Bäumen. Aus der Mitte des Dorfes» ragt empor bte evrwurdige gotische Kirche aus dem 1! Jahr hundert Die Bewohner spreä>. i; noch das AU friesisch ihr« Ahnen, der einst berühmten Seefahrer, und die 5rau.n trage noch die alfe bunte Heimat «rocht. unv«ändert seit Zahrhund«ten. Landwtnschast und Zifchcrcr schaffen frische Lebensmittel. Hnter- kunft kostet 1 bis IAO Mark pro Tag und Bett. Kurtare wird nicht erhoben, nur 10 PL pro Tag berechnet für Verbesserung der Badeeinnchtungen Sin Rordsee'anatoriuw liegt inmitten des Dorfes Wer nicht an dem farften Oftftranbe buhen will, kann sich auf Kniepsand. dem Strande der offnen Rordsee. den Fluten anbertrauen; dorthin führt ein idnllifch« Weg durch Heide. Ki.-tenstoost und liefe Dünentäler 3a&lnid>c prähistorische und altgermanifche Aaturdenkmäler belieben noch in Rebel» Rähe, darunter der einzige, erhaltene Wiking-Friedhof Äordseebad Rebel ist bequem zu erreichen, entweder auf dem direkten Land­wege Hamburg Ric-büll Dagebüll, und von hier mit dem Dampfer über daS stille Walt nach d« Insel Amrum. oder üb« den Sylt« Damm bzw. zu Schiss über Helgoland nach Sylt, von dort mit Fährdampfer nach Amrum.

Amrum besitz« noch ein zweites kleines, unbe­kannte» CBab: 0 dors. das mitten auf der 3nfel als älteste Süedlung liegt. Das int 9. Jahr­hundert gegründet,.' Dorf hat sich erst 1926 als

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