Me Zahl bet Taufe« auf 812. wovon 417 auf die Biet Gemeinden und 395 auf die Frauenklinik entfallen. Konfirmiert wurden im ganzen 471 Kinder und zwar auS der QUattfjäuSgemetn?e 106, aus der MarkuSgemeinde 82. au» der LukaS- gemeinde 165 und aus der Iohannesgemeinde 118. Kirchlich zuDrabe gebracht wurden im ganzen 291 Personen. wovon auf die vier Gemeinden 233 und auf die Anstalten 58 entfallen. Sehr fchtvier g gestaltete sich tt:fe Personenstatistik dadurch. oah viele hier geborenen Kinder auswärts getauft und viele hier Verstorbenen auswärts beerdigt wurden. Die Gesamtsumme der für kirchliche Zwecke freiwillig aufgebrachten MU- tel belief sich auf 33 023 Reichsmark.
Vornotizcn.
— lageskalender für Freitag. Stabt« kheater: 7.15 Uhr . Die Zirkusprinzessin" (Ende nach 10 Uhr). — Deutsche Dolkspartei. 8.15 Uhr. f)otel fjinbenburp, Iah-e^-Hauptoersammlung. — Licht- ip.tthauo Dohnhosstrasie: „Der Deilchenfresier". — Asivrta-Lich'.ipiele' „Maciste unter den Löwen".
*e 'Bcrgfinlcn. Unter der Uebcrfchrist: ..Mer kann über die Vog^llchar Auskunft geleit T" brachte der (Siebener Anzeiger" in Ar. 27 vom 2. Februar eine Mitteilung über die z'rrj u-n 'es maffenbaiten Auftretens einer bestimmten Vogrlart. 3n dankenswerter Weise haben rerschiedene Beobachter teils mündlich, t lö schri't.ich an der Klärung der Frage af.t- gectr eit t Es Han'7ft sich um einen R.escnslvg von Fringilh montifrin"illa, dem 'Bctgftn- k e n. der den hohen Rorden der Alten Welt bewohnt und fast in jedem Winter flugweise bei unS auf tritt. Allerd'nqS scheinen diese Flüge in diesem Fahre eine Stärke zu haben, wie sie bei uns selten beobachtet wird. Der rcid>e Buch- ecketnetttaq hat offenbar eine HnrnafTe die'er Wintergäste in unsrren Waldungen festgehalten. Danach dur te es sich bei dem beobachteten Flug nicht um einen Vogelzug, sondern um einen Flug Cr Rahrung oder zum Schlafplatz gehandelt ben.
- D ie Gießener Lesehalle. Wie der Vorstand deS Gießener Lcschallcrereins unS mütrilt, wird die Wiedercrössnurg der Lesehalle am Selterktor am 1. April sta«finden.
Voranmeldungen und Dorauszahlungen auf d i e Umsatz st euer. Da die UmrechnungSfät-.c für die nichtnotierien ausländischen Zahlungsmittel aus technischen ®rün- den nicht vor Mitte deS Monats festgesetzt werden können, werden ebenso wie im Dezember 1928 und Januar 1927 auch im Februar und März 1927 allgemein Zuschläge nach § 170 Abs. 2 der Reichs- abgabenocdnung und Verzugs?,infcn nicht erhoben, wenn die Doranmeldungen und Vorauszahlungen auf die Umsatzsteuer bis einschließlich 15. Februar und 15. März 1927 beim Finanzamt (Finanzkasse) eingeben.
** Oberhessischer Heimatabend in der Lukasgemeinde. Am nächsten Sonntag wird die Lukasgemeinde, abendS um 8 Uhr. in ihrem Demeindesaal wieder einen Jamilienabend veranstalten. Amtsgerichtsrat Drost wird einen Vortragende hat durch seine Erzählungen und Schilderungen auS dem oberhess. Heimatleben in D erreg entern Maste berufen, über oberhessisches Volksleben zu sprechen: denn er ist von Kind auf und sodann besonders durch seine amtliche Tätigkeit in AlSfeld und Diesten, die ihn fortdauernd mit allen Schichten der Bevölkerung in Berührung bringt, mit dem Leben seiner Heimat vertraut. Der Vorträge hat durch feine Erzählungen und Schilderungen aus dem oberhessischen Heimatleben in ernster und heiterer Weise die Menschen unserer Heimat geschildert und sich durch diese Veröffentlichungen viele Freunde erworben. GS ist deshalb xu erwarten, dasi seine Darbietungen viele Zuhörer finden werden. (Siehe heutige Anzeige.)
•• Das Iubiläumskonzert des Bauers chcn Gesangvereins, das zur Feier der 25jährigen Tätigkeit des Chormeisters Otto ® 6 r l a d) an der Stütze des Vereins veran- staltet wird, sei den Freunden des Männergesangee noch einmal in (Erinnerung gebracht. Näheres in der heutigen Anzeige.
*• Reichswehr und Turn- und Sport- abzeichen. Durch Verordnung des Reichswehr- ministeriums ist dgs Tragen des Deutschen Turn- und Sportabzeichens bei der Reichswehr außer Dienst zur Uniform ausdrücklich erlaubt worden. Die Heeresleitung knüpft daran die Bedingung, dast der Inhaber neun Monate Soldat und in einwandfreier Führung sein muh. Die Reichswehr schliestt sich damit der LandeSpolizei an, in der das Tragen deS Abzeichens gleichfalls amtlich erlaubt ist.
X Scheuende Pferde. Gestern scheuten in Klein-Linden in der Nähe der Cisenlmbnbrücke in der Frankfurter Strohe die beiden Pferde eines ortsfremden Landjuhrwcrkes und gingen durch. Die Tiere rannten mit dem Wagen in einen schmalen Gang zwischen dem Eiscnba^ndamin und dem (Bar- tenzaun eines (Einwohners und Hemmten sich darin fest. Eines der Tiere wurde am Hinterbein erheblich oerleht und mußte unter starkem Blutverlust nach der Beterin ärklinik i Giesien gebracht werden. Der vordere Teil des Wagens wurde zertrümmert, her Fuhrmann selbst kam mit dem Schrecken davon.
•• DerAllgemeine Deutsche Frauenverein hatte am Montag seine Mitglieder und Gäste zu einem Vortrag über „Rationalisierung der Haurwirtschasf geladen. Frau Professor M o m bert, die das Referat übernommen hatte, bot in ihrer klaren, wohldurchdochren Ausführung ein überaus anregendes Bild besten, was heute schon erreicht worden ist, und boffen, was erst angefrrebt wird, um wertvolle Kräfte, die durch die Hauswirt fdiaft alten Stiles unlösbar oebunben schiene.., frei zu machen. Der Zermürbung der Hausfrau soll vor- gebeugt werden, sie soll in Ztckunft nicht mehr völlig untergehen müsten im Getriebe der Wirtschaft, sie soll mehr Zeit für Mann und Kinder oufbringm können. Dios ist nur durch eine planvollere Gestal tung des hauswirtschaftlichen Betriebes zu erreichen. Frau Mombert begann mit dem praktischeren Hausbau, der viel ftarier als jetzt der Architekt dir müsse zu Dort kommen lassen, die in ben Räumen wirtschaften soll: die Frau. Wenn wir un« auch mit der amerikanisierenden Normung von Bau und Einrichtung nur al« Notbehelf einverstanden erklären möchten, wo schließlich im Familienleben (dem deutschen wenigstens! noch andere Gesichtspunkte wirksam bleiben sollten als die nackte Vernunft, so war doch sehr vieles, was Frau Mombert bringen konnte, auherordentlich nachahmeswert. Dir haben »a alle schon reiflich reformiert, wie ein Vergleich mit den „guten Stuben" unserer Eltern zeigt. Unsere Grohellern, das möchte ich doch bemerken, sind dem Ideal der Einfod heft und Zweckdienlichkeit weit näher gewesen. Don Bruno Taute Wobnungsreform ging Frau Mombert über zur deutschen Reformerin
Erna Meyer und zur Amerikanerin Mr». Frederick, die sich beide mit der praktischen Wirtschaftsführung (Küchengerätereform, arbeitsersparende Maschinen usw.) besonders besastcn. Cie empsichlt uns Frauen dringend die Anschaffung des praktischen J^aus* wirtichastskalender" von Frank. Wir mühten von unserer Kochkunst stärker zur Koch Wissenschaft übergehen. Amüsant war die Doktorfrage: Wie können Ehemänner im Haushall praktisch verwertet
werden? E» mußte festgestellt werden, daß der deutsche Ehemann tm Gegensatz zum Amerikaner sich meist nur al» liebenswürdiges Hindernis betätigt! Ein Hau5pflichtjahr für alle Stände erscheint Frau Mombert sehr ekstredenswert. Die Rednerin schloß mit den Worten Huttens, die sie zu ihrem Wunsch umwandeAe: D Jahrhundert, es ist eine Lust, in dir Hausfrau zu fein! w. D.
Turnen, Sport und Spiel.
Turnfest-Ausschau.
Vier Jahre sind feil dem letzten Deutschen Turnfest in München verflossen, diesem Fest fteundevchrlichen Bekenntnisses. heimatlicher Herzlichkeit, die am dankbarsten von denen ernp- sunden wurde, die ein grausames Geschick in jener Zeit der Rot an Ruhr und Rhein von ihrem Vaterland willkürlich trennte.
Viel Wasser ist frfibem zu Tale gegangen, und nicht wenige Begriffe finb eS. die von der Hast des Lebens unserer Tage umgewertet wurde. Auch das Gesüge der Drillichen Turnerschaft vor manchen Stürmen auSgesetzt, hat ihnen aber standgchallen mit der Fest gleit, die die alte Kraft des Glaubens an sich selbst ihr verlieh. Richt immer wollten alle ihre Mitglieder mit ben Maßnahmen der Führer sich zufrieden geben. so. als eS zu der ^reinlichen Scheidung" zwischen dem eigenen Lager und dem der Sportverbände kam. Unb wie war es erst, als da- Wort von der .Verinnerlichung" geprägt wurde, die uns nötiger sei, als die Sucht nach Wettkämpfen. Diel hätte nicht gefehlt und diese pro- grammatische Erklärung wäre zum höhnischen Schlagwort berabgchir.Icn, zum Kennzeichen einer Gruppe von lebensfremden Illusionisten, die den Sinn der Zeit nicht verstünden. Man sollte verzichten auf Wettkämpfe, wo die anderen jeden Sonntag gehäuft welche hatten, wo zahllose Sportzeitungen die Hamen der gekrönten Sieger auf der ersten Seite brachten, wo spesenergiebige Reisen in Menge winkten? Da sollte man zuehen und statt dessen fein Ränzel schnüren und — wie geschmacklos! — barhäuptig und mit nackten Knien durch die Felder wandern.
Doch auch diese Aufregung legte sich bald. Und als man im Lause der Jahre sehen muhte, ?u welchen Auswüchsen sich bei manchen Verändert die ehemals gesunde Wettkampf-Freudigkeit verzerrte, wie sich die Grenzen zwischen dem Sportsmann auS Liebhaberei und dem au6 Berus immer mehr verwischten, wie die Hohe der Platzeinnahmen vielfach weit mehr zu gelten begann. al6 die Kämpf erehriichk eit der Ausübenden. da muhte sich wohl mancher ehemalige Zweifler im stillen Kämmerlein sagen, dah er den Führern bitter unrecht getan hatte. Das ist ihr Verdienst, dah sie in gerader Linie auf ihr Ziel zuschritten, unbeirrt zwar, aber doch nicht mit jener Prinzipien-Stancheit, die Zugeständnisse auSschlösse, wo es dem ganzen Volk gilt.
Dah die Deutsche Turnerschaft mit ihrem Festhalten an ben Formen der Körperertüchti- S zum Zwecke der Herairbildung lebensstarker
Znlichkeiten, so wie Jahn sie wollte, recht , beweisen die jetzt allseitig sich bemerkbar machenden Strömungen gegen die Art der Ka» nvnenverherrllchung, zv welcher die wettkampf- mähige Körpervetättgung oft nur allzu sehr bet- abgesunken ist. Man warnt im Lager der „Geistigen" bereits vor dieser „Aristokratie deS 2i- ceps", die eine gänzliche und volksschädliche Verflachung bald zur Folge haben müsse, und bei den Beteiligten selbst kommt es häufig zu Szenen, die mit ehrlicher Sportausübung nichts mehr zu tun haben. Vorzugsweise sind eS die Elemente, die mit bewundernswerter Auffassungsgabe die zeitüblichen Formen der Geschäftemacherei dem Alltagsleben abgelaufcht haben und nun bestrebt finb. fie auf ihre Vereine und Verbände zu übertragen.
Geistes- und Körperpflege tonnen sich sehr wohl vertragen, wenn sich beide ergänzen. DaS ist ia auch daS Ideal, das aber nur erreicht werden kann, wenn mit der äußerlichen bte innerliche Ertüchtigung Schritt hält. Unsere Freude am gesunden, starken Körper durch Akrobatentum verschandeln zu lassen, dazu sind wir unS doch zu
Run rüsten sich die deutschen Turner für das neue Deutsche Turnfest, das im nächsten Jahre in Köln stattfindet, rüsten sich in Turnhalle und Schwimmbad, auf Aschenbahn und Kampfplatz, stählen den Körper, aber vernachlässigen dabei nicht die Seele. Rein, sie wandern auch unter frohen Liedern durch ihre schönen Heimatgaue und versammeln sich bei ernsten und heiteren Gesprächen zu geselligem Beisammensein. DaS Fest am Rhein soll ja nicht bloß eine KampfauSlese der Besten an Körpersrast und -geschicklichkeit fein, sondern gleicherweise eine Feierstunde all derer, die der Jugend ein wanneS Herz bewahrt haben, sich selbst jugendlich erhielten. Da« lebensfrohe Äöln rüstet gleich ermaßen für das deutsche Fest am deutschen Rhein, und wer rheinische Geselligkeit und Lebcnskunst kennt, der weiß, dah das Deutsche Turnfest 1928 in Köln seinem Vorgänger in München nicht nachstehen wird
Darum ihr Turner in allen Gauen des deutschen Vaterlandes, stellt schon jetzt eure Arbeit im Verein daraus ein. dah ihr nicht nur eure Körper stärkt für den Wettkampf, sondern laht es auch an OtfttTtnn nicht fehlen, damit jeder, den sein Herz und Tumerfinn nach Köln ziehen, dort Tage deS 6ricben5 feiern kann, wie fie in solcher Inniake'.l nur ein Deutsches Turnfest bielei.
A Tschimpke.
Turngau Hessen. 4. Bezirk.
Anläßlich der Hallen-Wetturnens am kommenden Sonntag in Schlitz findet am Vorabend. Same* tag, im Anschluß an die Kampfri chkersisinng eine Besprechung für die 1. Vorsitzenden, Kasten- und Turn warte der Vereine de» Bezirks statt.
Handball.
v. AeuerdingS hat auch der Giohener Borverein zwei Handball-Mannschaften unter Führung des Herrn T. Schneider zu- sammengestellt. Die Mannschaften treten am Sonntag erstmalig auf den Plan, und zwar gegen die Handballer der Spielvereini- g u n g 19 00 auf dem Universitätssporiplatz. Dorvereins 2. spielt gegen 19)03 2. und 3. komb.. und steht vor einer sehr schweren Ausgabe, die sie wohl kaum mit Erfolg losen wird. Anschließend spielt die 1. Elf gegen eine kombinierte Mann- schäft wn 1900 Boeverein hat einige ältere
erfahrene Spieler in seinen Reihen, die alles daransetzen werden, ihrem schnellen Gegner den Sieg zu entreißen.
D. f. D.
— Sonntag. 13. Sehr., werden auf dem Wald- sportplatz wieder Gäste auS dem Mainbezirk zu einem LrgagesellschaftSspiel erwartet. GS ist D. s.R. 1 900 Offenbach, der durch seine diesjährige M isterschaft im SüdmainkreiS zur Dezirksliga aussteigt Die Erringung der Kreismeisterschaft, sowie die erhielten Resultate lassen auf ein sehr solldes Können der Mannsebaft schNesien. Wenn die V. s. B. - E1 s die kürzlich gezeigten Leistungen wiederholt, so dürfte sie auch diesmal trotz der anerkannten Spielstärke der Gäste alS Sieger auS dem Treffen hervorgehen. Zedenfalls steht ein interessanter Kamps zu erwarten.
Die Ligareserve fährt nach Dillenburg. um gegen dessen Ligareserve zum fälligen Derbanosspiel anzufteten. Rach ihrem glänzenden Abschneiden am Vorsonntag dürste man auch von ihr einen Sieg erwarten. Der gefürchtete Dillenburger Platz kann jedoch alle Voraussagen über den Haufen werfen.
Die 1. Iugendmannschaf t empfängt die 1. Jugend vom Sportverein Bad- Rauhe im zu einem Gesellschaftsspiel.
Spielvereinigung 1900 Dietzen.
ö. Der kommende Sonntag sieht die (Siebener wieder als Platzverein. Auf dem Sportplatz an der Liebigshvhe erwarten sie nachmittags die Ligaelf des Sportklubs Rieder- girme». Obwohl dieser Verein zum Abstieg aus der Kreisliga verurteilt sein dürfte, setzt er alles daran, die günstigsten Ergebnisse zu er- rir.yen. 1900 spielt mit Ersatz für den erkrankten' rechten Läufer, und mühte gewinnen, wenn die Mannschaft, beftnderS die Verteidiger, größeren Kampfgeist ausbringen, wie im Spiel gegen Herborn am Dorsvnntag.
Die Ligareserve empfängt vormittags den D. C. Wetz! at, der mit zur Spitze zu rechnen ist. Für die Einheimischen gilt eS. die Schlappe vom Dorsonniag wettzumachen, wenn auch weiterhin die Führung in der A-StlaTfe behalten werden svl
Die Lehrmannschaft spielt vor dem Ligaspiel gegen die II! a - Mannschaft vom D. f. B. Glesien. Gin spannendes Treffen steht in Aussicht. (Vorspiel 7:1 für 1900). 3n der Mittagsstunde treffen V. f. V. lll d und 1900 Hl b auf dem Waldfportplatz zusammen. Der AuSgang ist offen. Die 1. Jugend reist zum Gesellschaftsspiel nach Butzbach. Ob eS dort zu einem Sieg langt, ist fraglich, da Duhbach kürzlich den Tabellenführer V. f. B. Giesien geschlagen nach Hanfe schicken konnte und anderseits bei 1900 durch reichlichen Ersatz ein Fonnrückgang unverkennbar ist. Die 3. Jugend hat nach dem Ligaspiel Leihgesterns 1. Jugend zu Gast.
Heuchelheim.
Rächsten Sonntag fährt die erste Mannschaft des Sportvereins Heuchelheim Aum ersten Verbandsspiel in der Rachrunde nach Burgsolms. Das Vorspiel konnte Heuchelheim nur knapp 2:1 gcnxnnen. Die Zweite spielt ebenfalls im Verbandsspiel gegen die Zweite von VT. 20 Giesien auf hiesigem Platz.
Aus dem Arbeiter-Turn«- und Sporrbund.
Freie Lurnerschaft Henchelheim.
ch Am kommenden Sonntag finbet auf dem Heuchelheimer Sportplatz ein Spiel statt, dessen Verlauf und Ausgang besonders regem Interesse begegnet. 3ft eS doch das erftemaLJtab sich die beiden zukünftigen KrciSklaften • Mannschaften, Heuchelheim und Giesien, seil den vorjährigen BezirkSspieftn gegen über stehen. Beide Mannschaften waren sich damals am gleichwertigsten; in der Zwischenzeit hat sich hieran nichts geändert. Konnte Giesien in der harten Schule der Kreisspiele wertvolle Erfahrungen sammeln, so nutzte Heuchelheim die Zeit durch fteisiiges Training und Uebungsspiele mit starken Gegnern, so dah sich auch am Sonntag zwei Mannschaften mit reiferem Können gegenüberstehen. Heber den voraussichtlichen Ausgang des TresfenS soll an dieser Stelle nichts vorausgesagt werden, der Sieg möge der Marrn schäft zufallen, die das meiste Anrecht darauf hat. Die Vertiefung des Sportgedankens und die Werbung immer neuer Freunde erfordert aber neben dem .Sieg" noch etwas anderes: den moralischen Gewinn. Stellen beide Mannschaften weniger den Kampfcharakter deS Fuhbattspiels in den Vordergrmck). d. h. „spielen" sie mehr um ihrer selbst willen, so haben beide Mannschaften einen Gewinn davon. Auch dec ist Sieger, der eine unvermeidliche Aieder- lagc mit Würde zu tragen weih Eine weitere wichtige Rolle spielt am Sonntag das Publikum, von dem man hoffen darf, dasi eS sich Jeiner sportlichen Erziehung und Reife bewuht wird. Äst auch der Posten des Schiedsrichters gut besetzt, so darf man von einem bevorstehenden sportlichen Ereignis in Heuchelheim sprechen.
Die 2vgendmannschaften Gichetts und Heuchelheims zeigen vorher ihr spielerisches Können. Hier sind allerdings die Aussichten der Einheimischen sehr gering, denn Giesien hat w feiner ersten Zugendmannschaft einen sehr schwer zu überwindenden Gegner
Srete rururr'chaft Giesien.
2üif dem Sportplatz Trieb bat die zweite Mannschaft Gießens die erste Mannschaft von Lodheim als Gast.
Freier $nm. unb 6b»rtberein Wie'rck.
Am komm en den Sonn'.ag schickt W.eftck zwei Mannschaf.en nach auswärts Die erste Mann- schäft tritt in Butzbach gegen die gftiche des dortigen Turm- imb Sportvereins an und wird sich fthr anftrenaen müffen. wenn ein ehrenvolles
Resultat zustande kommen soll, lieber die gegenwärtige Spielstärke B'chbaLs orientiert am besten das Resultat, daS die Mannschaft am Sonntag gegen eine kombinierte Mannschaft BotnbeimS herausholle. Sie verlor sehr knapp 1:0. Damit bat diese junge Mannschaft bewiesen, dah sie spiclerisch auf der Höhe ist.
Besier sind schon die Aussichten der 3 u • gendmannschaft WieseckS im Spiel geien die Jugend Butzbachs. Hier verfügt Wicseck ü>ct eine eingespielte und fähige Mannschaft, die sich schon sehr oft recht wacker gehalten hat.
Rhön-Segelfluywettbewerb 1927
WSR. Der Rhönsegelllugwettbewerb. der auch dieses Jahr gesichert ist. findet in den Tagen vom 31. Juli bis 14 A ug u st statt. Der Veranftafter. di? Rhön-Rofttten-Gesellschaft. bringt diesen Wettbewerb nach dem im Herbst vorigen Bahres wieder er'olgten An'chlusi an den interna:km<y'en Verband auf internationaler Grundlage zur Durchführung. DaS Programm gliedert sich in drei Teile, einen Schu- lungSwettbe^oerb für Gftftflieger, einen Ale- bungdtDCttbe-erb und einen LristungSwettlewerb für Segelflieger. An Preisen stehen insgesamt 19 000 Mark zur Verfügung. Die gemeldeten Flugzeuge müssen vor ihrer Zulasiung Prvbe- flüge erledigen, unb zwar wird die Tellnahme am SchulungSwet.be werb einen Flug mit glatter Landung von mindestens 30 Sekunden Dauer vor Zulasiung zum älebun^Swettbewe^b einen Flug von mindestens 60 Sekunden erforderlich machen. Für die Konkurrenz im Veistungswett- betoerb selbst, der d'.e schwierigste Konkurrenz barftcllt, wird zur Erlangung des Femsegelfluk" Preises von 3000 Mark ein Flug von mindestens 25 Kilometer S.recke, gemeßen im Grund- risi der Luftlinie zwischen Ddftug- und Lande stelle, gefordert, innerhalb der LeistungSwe.t- bewerbe stehen noch 3000 Mark für einen Flug von der Wasferkuppe nach bem Heidelstern unb zurück, sowie 4500 Marl füj Sonderpreise ,ur Verfügung.
Aus aller Welt.
Musiollni als Frauenftlnd.
Musivlini, der fi einem englischen Berichterstatter gegenüber über alle möglichen und unmöglichen Dinge ausgesprochen hat, betonte dabei auch, dah cr Frauen nur sehr selten in Audienz empfange. ..Gckegenttich musi ich mich wohl auch einmal hie und da mit einer Frau unterhalten," sagt er. aber mein natürliches Bestreben geht dahin, ihnen den Eintritt zu verwehren. 2ch habe strengsten Befehl gegeben, dasi zu dem Palazzo Diminale, dem Ministerium des 3nnern, in dem ich am Margen arbeite, keine Frau zugelassen werden soll. 3d: habe meinen Untergebenen erklärt, dasi ich in diesem Palast niemals eine Frau sehen will. Sie halten mich von der Durchführung meiner Arbeit ab; sie rufen Verzögerung hervor unb haben kein Verständnis für die geschäftliche Abwicklung des Dienstes, verlangen auch Rücllichten die Mannern gegenüber nicht notwendig find Damit ich meine Arbeit durchsüyren kann, musi ich Audienzen für Frauen auf die geringste nur mögliche Zahl beschränken."
Der Festzug der 84 Elefanten.
Der neue König von Siam hat mit feiner Gemahlin vor kurzem seinen feierlichen Einzug in die Hauptstadt Ehieng-Mai gehalten. Dieser Zug war eine großartige Entfaltung orientalischer Pracht und märchenhaften Glanzes. Die Majestäten, die königlichen Prinzen und die ersten Minister ritten auf Elefanten, von denen 81 an dem Zug teilnahmen. Diese mächtigen Tiere waren auf das kostbarste geschmückt und über und über mit Juwelen besät Lange Reihen von Würdenträgern und Soldaten folgten in den reichsten Gewärtdern. unb eine Unmenge Volk schloß sich an. Bei seinem Einzug erfjidt der König von der Borneo-Gesellschaft einen weisien Elesanten zum Geschenk,
Peter, der Papagei
Papageien werden befannmd) recht alt, aber ein ehrwürdiger Vertreter dieser Vogelart, der einem Engländer gehört, dürste doch einen Rekord aufstellen. Dieser Papagei, der auf den Rainen Peter hört, soll über 100 Jahre alt sein An der Brust und am Rücken ist er vollständig kahl, hat aber noch schöne rote Schwanzfedern und eine Menge grauer Federn an den Flügeln Trotz seine« hohen Alters schwingt er sich vergnügt auf seinem Reifen, spielt mit einem Ball und plaudert. Sein Eigentümer. Oberft Ferris der früher Gouverneur von Aden und lange Zeit im indischen Verwaltungsdienst war. erzählt mancherlei aus seinem Leben: w3df> kenne Peter feit 55 Jahren, und er war damals. 1872, ebenso kahl wie heute. Er gehörte damals dem Maharadscha von Kolhapur und war bereits vorher im Besitz der RajayS von Satara gewesen, die den Vogel als einen Glückbringer hochhielten. Der Maharadscha hatte den Papagei 1844 erworben, und et war schon damals feine- hohen Alters wegen berühmt, weithin als der ^Maharadscha-Papagei" bekannt. Srit 1908 ist Peter mit mir nach England gekommen: alle Kinder der Umgegend kennen und lieben ihn: er ist ein grober Redner vor dem Herrn und weift alle möglichen Stimmen, darunter auch das Dellen ein cf Hundes, täuschend nachzumachen. AIS ich Gouverneur von 2lden war. hätte Peter einmal beinahe einen „internationalen Zwischenfall" verursacht. Ein rusiischer Admiral besuchte mich in einer diplomatischen Angelegenheit, und alS ich ins Zimmer kam, sah ich, dasi er beleidigt war „Äat man den Vogel gelehrt, Fremde zu beleidigen?" fragte er. .Als ich den Raum bett al. sagte ich zu ihm: »Guten Morgen, mein Liebling," und et erwiderte: .Du höllischer Lümmel! Es kostete viel Mühe, den gekränkten Admiral zu beruhigen."
Chinosol
Lindenplatz 5.
»Im
ist laut Zeitungsnachrichten von Südwester her im Anzuge. Beste Schutzmaß- regel: Dreimal täglich mit Chinosollösunir gurgeln und Nasenspülungen. Chinosol ist in allen Apotheken und Drogerien vorrätig. Versuchspackung nur 60 PL große Packung (vorteilhafter) 2— RM. Gebrauchsanweisung liegt bei.
Alle Packungen sind bestimmt vorrfltic in der Kaiser Drogerie ERNST NOLL..
Eine Grippe
Chino^i Epidemie


