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Mmarktprcike.

i heutigen Dochenmard bis 150 Pfennig. Dow ich 60 bis 153, Dirsinz 10 biS 12, Hotlraut 10 ), tote Hüben 10, Spinal bi 8 biS 10, Trünlohl 20

Feldsalat 123 biS 180

riebeln 10, Meerrettich X 35 biS 50, Kartoffeln 6

n 10 biS 25. Dörrobst 30

enf/ißne: 100; baß Stül of)( 80 biß 150, 2auc(> 5 , Sellerie 20 bU 40 $1

Uzen.

jtt für Dienetatz

Die fünf Karnickel'. (6nbt ib der Zivitdienilberechtig ich", IahreshauptversWi» nein: 8.30 Uhr, ©emertfr mlung. - hessischer» tipkopab, Versammlung. - Mraße:Die Flamme- tspiele: ,Las große 2Ider. tadttheaterburea« Es sei besonders darau! morgen, Mittwoch- st°^ Werfels .W uti - längeren SMldauer da imau 3 Stunden - w auswättigenDesucher inni. Die bei M yn> i hschinteresslucknDeri^ bei einer Mgst «W* fung erzielt worden, herein wird m6 n g* E-M 13.Strauw, i« e'*^ I Seiwnfli tcftfiiM lpe]gEnannti »sg« r-£Äss der berufuch mmer und absolut«

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Dahnverwaltung auch bei der Qleugeftaltung der Reustadtbrücke auf eine finanzielle Beihilfe der Stadt, da hierbei wichtige städtische Verkehrs- inleressen in Einklang mit den Absichten der Dahn eine befriedigende Lösung finden würden. Wenn sich die Stadtverwaltung dazu versteht, wird die Bahn allerdings auch in weitgehendem Mähe auf die städtischen Wünsche Rücksicht nehmen müssen.

D i e Baukosten der DolkshaNe wurden belann'lich zu einem großen Teile aus freiwilligen Vrldzeichnungcn der Bürgerschaft be­stritten. Gin Teil der Zeichner hat aber die über­nommene Zahlungspslicht nicht erfüllt. Infolge­dessen entstand zwischen dem Bollshalle-Bcrein und solchen säumigen Zahlern ein Rechtsstreit, der vor Gericht ausgetrogen wurde. Runmehr hat das Landgericht Gießen in zwei anhängig gemachten Prozessen dieser Art durch rechts­kräftig gewordene Urteile die beiden säumigen Zahler zur Erfüllung ihrer durch die Zeichnung begründeten Pflicht verurteilt.

Der Verbindungsweg zwischen Weser- und S ch i l l e r st r a h e ist für den Verkehr wieder sreigegeben worden, da die Bau­arbeiten dort beendet sind.

Oessentliche Bücherhalle. 3m Dezember b.2j wurden 1309 Bände- ausgeliehen. Davon kommen aus: Erzählende Literatur 278, Zeitschriften 169, Zugcndschristen 84, Literatur­geschichte 10, Gedichte und Dramen 18, Länder- und Völkerlunde 86, Kulturgeschichte 18. Ge­schichte und Biographien 103. Kunstgeschichte 4, Naturwissenschaft und Technologie 37. Heer- und Seewesen 4. Haus- und Landwirtschaft 6, Ge- sundhcitslehre 3, Religion und Philosophie 11, Staatswisscn'chast 12, Sprachwissenschaft 4, Fremdsprachliches 2 Bände. Rach auswärts ka­men 7 Bände.

* Die Loge .Ludewig zur Treue" bot am Sonntagnachmittag in ihren Raumen dem Kreise ihrer Mitglieder einen auserlesenen Kunst- tzenuh. der, woraus sie stets besonders stolz ist, aus­schließlich von Logcnmitgliedern und ihren Ange­hörigen ausgeführt wurde. Ein Streichquartett brachte das Streichquartett in G«Dur von Mozart mit seinen wechselnden Stimmungen in ausgezeich­neter Weise zu Gehör. Die Gattin eines Mitgliedes fang, unter Begleitung auf dem Flügel, mit ihrer herrlichen, vorzüglich geschulten und gepflegten So­pranstimme einige Lieder von Brahms und $). Wolf. Ein anderes Mitglied erfreute, am Klavier auf das verständnisvollste begleitet, bei der Wiedergabe der sog. Kreutzersonate von Beethoven durch sein präch­tiges Violinfpiel, ein weiteres Mitglied zeigte in einem Menuett von Beethoven seine feinfühlende Auffassung und in dem Perpetuum mobile von Weber seine außerordentliche Gewandtheit am Kla­vier. Mi einer Variation aus dem ewig schönen Kaiserquartett von Haydn beschloß das Streichquar­tett dos für alle Mitwirkendcn höchst ehrenvolle Konzert, das seinen liefen und erhebenden Eindruck auf die Zuhörer nicht verfehlte.

" Einen kolonialen Abend veran­staltete die Ortsgruppe Gießen des Bundes der Kolonialsreunde am Samstagabend im Katho­lischen Bereinshaus. Die hiesige Ortsgruppe ist mit rund 200 Mitgliedern, darunter eine 3ugend- gruppe von 70 Jungens, die stärkste in Hessen, obwohl sie erst am 1. April 1926 ins Leben trat. Seit Oktober 1926 ist der Ortsgruppe Gie- hen die Bezirksleitung in Hessen übertragen worden. Dundcsvorsihender ist der 1. Vorsitzende der hiesigen Ortsgruppe F. 3. M o h r. Der Abend wurde durch den ChorHymne an die Rächt" Don einer Gesangsabteilung des Vereins eröffnet. Der Vorsitzende Mohr hielt dann nach kurzen Begrühungsworten einen Vortrag überKo­lonien und Kolonialpolitik". Deutschland, das laum 30 3ahre Kolonien besäst Tmb in dieser kurzen Zeit Hervorragendes leistete, wurde 1918 um seine Besitzungen betrogen. Mit Recht be­tonte der Redner, daß Deutschland Siedlungs­land. Rohstoffgebiete und Absatzmärkte in liebet» fee dringend benötige. Er forderte die Anwesen­den auf, den kolonialen Gedanken wach zu halten und in das gesamte Volk zu tragen. Lebhafter Beifall belohnte seine Ausführungen. Ein sinniger Festspruch, von drei Damen und einem Herrn vorgetragen, schloß sich an. Die Damen Hellten die Gestalten von Trauer. Glaube und Hoffnung, der Herr die kühne Tat dar und brachten den Schmerz über den Perlust der blühenden überseeischen Besitzungen, zugleich aber buch Glaube und Hoffnung auf Rückgabe der Kolonien zum Ausdruck. Recht eindrucksvoll wur­den diese Gedanken auch in dem anschließenden GesangsstückSehnsuchtsgruh eines Ostafrika- -iers" und dem TheaterstückUnvergessen, ferne Heimat" zum Ausdruck gebracht. Anhaltender Beifall belohnte die Darbietenden für ihre guten, ansprechenden Leistungen. Ergreifend wirkten die lebenden Bilder, die einen Blick tun liehen in die Friedensarbeit der Farmer und in das rauhe, entbehrungsreiche Kriegslebcn in den Kolonien, besonders in Ostafrika. Auch das Weih­nachtsfest kam noch zur Geltung: ein Christ- baum wurde angezündet und das LiedStille Rächt" im Scheine der duftenden Kerzen ge­lungen. Mit Verlosung und Tanz sand der Abend lemen Abschluh.

Raumsorgen der Frankfurter Universität.

WSR. Frankfurt a. M.. 10. 3an. Pros. Dt. Rennet- 3ena hat den Ruf als Rach- folget von Geh. Rat Moeöius (Botanik) ab­gelebt. Wie wir hören, begründet Professor Rennet seine Ablehnung mit der Raumnot an der hiesigen Universität, durch die ein wissenschaftliches Arbeiten auher- ordentlich erschwert wird. Damit. ist das Ereignis e.ngetret.m, das Kenner der Verhält­nisse längst vorausgesehen haben und das sich, falls die augenblicklichen Zustande weiterhin be­stehen bleiben, wohl noch öfters wiederholen wird. Bei der Gründung der UniDerfität rech­nete Adickes mit einer Höchstzahl von 1800 Studierenden. Heute ist das Doppelte dieser Zahl schon weit überschritten (im laufenden Wintersemester 1926 27 beträgt die Zahl der Studierenden. Gasthörer und Besucher 3930); die Zahl der für den akademischen Unterricht zur Detsügung stehenden Räum" ist dagegen dieselbe geblieben wie 1914. Die sich hieraus ergebenden schwierigen Verhältnisse steigern sich jedoch noch mehr, wenn man berücksichtigt, dah infolge der Fortschritte der Wissenschaft eine Reihe neuer 3nstitute und Seminare entstand, von denen einige einzig in ihrer Art sind, und mit deren Errichtung Frankfurt vorbildlich wirkte. Diese 3nftitut sind heute so untergebracht, dah sie ihren Ausgaben kaum gerecht werden können. Von der Lösung der Raumfrage hängt Blühen und Gedeihen der Frankfurter ilninerfität ab. Wird nicht bald und gründlich Abhilfe geschaffen, so wird sich das oben erwähnte Ereignis zum Schaden der Universität und damit auch der Stadt wiederholen,

Wirtschaft.

Devifenmarkl BerlinFrankfurt a. M.

Telegraphische Auswahl u n g.

10. Han.

11. Jan

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Bni Aniw

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Stockholm

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Wien in D

50,27

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50,25

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Prag . .

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12,456

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12,456

12,496

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7,41

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Budapp I.

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78,76

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78,76

Bulgarien

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Lissabon . .

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Danz««. . .

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81.7

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81,50

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Konstantin

2,113

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Athen. . .

5.31

5.33

5,81

5,3.1

Canada

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Uru uay .

4.24

4.25

4.24

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20,924

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20,929

20.981

Banknoten.

Berlin, 1U Ian

Meld I

Drie'

Amerltaniiche Noten . .

4.186

4,206

^elail'chc Noten ...»

58,40

58,70

Tnitildir WofPtt ....

111,84

112,14

Enalische Noten.....

20,37

20,47

französische

9t ofen ...

M Ä -

16.67

16,75

Holländische

Noten . . .

167.8.5

168,67

18,:,7

18,46

Noriveaische

Noten. . .

166,73

107,47

Teuisch-Ocsterr,ätW Kronen

59,15

69,45

Rumänische Roten . . .

Schwedische Noten . . .

112,(i2

112.58

Schweirer Noten ....

81,1b

81,55

Spanische Noten ....

65,49

65,81

Tschechoilowatrsche Noten . .

12.43

12.49

Ungarische Stolen....

73.42

73.78

Heute Herabsetzung des Reichs­bank d > s t o n t s? DerTäglichen Rundschau" zufolge soll der Zentralausschuh der Reichsbank auf heute einberufen worden fein. Aller Vor­aussicht nach sei eine Diskontermähigung auf 5 Prozent zu e rtoarten.

* Fried. Krupp A. G., Essen. Die Verhandlungen zwischen der Firma Fried. Krupp A. G. in Essen und der Sowjetregierung über Lie­ferung von Textilmaschinen sind angeblich er­gebnislos abgebrochen worden. Die Gründe hier­für werden nicht genannt, doch verlautet, dah es sich um Differenzen in den Preisen und Kredit­bedingungen handele. Ob die Verhandlungen noch einmal ausgenommen werden, ist nicht bestimmt.

* Zcllstoff Waldhof Die Verwaltung der Zellstoff-Fabrit Waldhos hält sich im 3nter» esse der Aktionäre der Gesellschaft für verpflichtet, angesichts der durch Dörsengerüchte verursachten Kurssteigerungen ihrer Altien zu erklären: 1. Wir stellen fest, dah wir in keinerlei irgendwie gearte­ten Verhandlungen mit anderen Gesellschaften, fei es hinsichtlich Angliederungen. Fusionen oder 3n- tercssengerneinschasten stehen. 2. Obwohl die Bilanzarbeiten für 1926 naturgemäß noch nicht fertiggestellt sind, erklären wir beute schon, dah die von der Börse immer wieder genannte Divi­

dende für 1926 in Höhe von 5 Proz keineswegs in Frage kommt.

Eine italienische Anleihe in R e u h o r k. Das Presscbureau der italienischen Ministerpräsidentschaft teilt mit Am Freitag wurden an der Reuyorler Börse eine zweite An­leihe von 10 Millionen Dollar der elektrischen Gesellschaft Edison in Mailand zur Zeichnung aufgelegt. Die Anleihe hatte einen großen Erfolg.

(Bär! entarte.

pranffurt fl.Tt. Berlin Ibd'iu i-ilhc« Sijiufo. äniano | Pnre fturt llnr. ! *tnr-.

Tfitam: | 10. t. || |. 10 1, j II. 1,

5% TroNcbe RcichSan'kide . <®/n Tciusidc RrichS-mleihe .

8 ,»/. IVutfdK 'Jkicti-ranlcite 3° Tcutfdjc NcichSirileihe . Icutfdje Lolirvrumieiianleihc 4°/o Prruyischc XonfoU . 4* 0 Hessen . .........

3'/,°/. Hessen 3% Heuen........

Deutsche Lerkb. Dollar-Ant- dto-Doll Schav-Anireiing.

«°i0 Folltürlen........

5% iÄclvuicrikaner.....

Berliner HandelSacscllschatr Sommer;- und Privat-Bank Tarmil. und Naiionalvant Deuliche Bank........

Diskonto ifommanbtl Dresdner Bank.......

Metallbau...........

Mlitcldeurschc Kreditbank. Leite.reichliche ÜrcbitonRalt vtcichSdank

Bochumer Guß ......

Buder. .

Caro . Deutsch Lurembum.....

Gelsenkirchener Bergwerke Harvencr Bcraüau .... Kaliwerke NschcrSleben. . ZInliwerk Westeregeln. . . . LauralniNc..........

Mannesmann ....... ManSelder..........

Obervedars........

Phönir Bergbau.....

Nheinische Braunkohleu . . rttbcinstayl... ......

Viiebeck Montan LelluS Bergbau Bereinigte Stahlwerke . . .

Hamburg?Imeriia Paket. . viorddeulschcr Elotio ckhrramischc Werke Albin . 'jcuieniwerk Heidelberg . . Philipp Holjmann ... Sluglo ttont Guano .... isheniische Mayer Alaptn. . n:oldjchmidt - - - .

Holzverkohlung. ..... ?f G Karben-Industrie. . RntgerSwcrke Scheid, annalt . Allg- ElcktrijitälS-Gesellscha Bergmann .........

Elektr. Lieferungen .... Licht und llrast.....

Mainkraktwcrke Schultert . Siemens Sc Halske .... Adlcrwerke Kleycr .... Daimler Motoren. .... Hehligenstoedt...... .

Bleguin............

Mannheimer Motoren .

frankfurter Armaturen .tkonservcnsabrik Braun . . Melallgesell chaft Frankfurt Pet Union Ä.-G. ....

Schnh'abrik Herz.....

Sichel.............

Zellstoff Aschaffenburg. . . .^ellilo i Waldhof Ziilker abrik -Frankenthal . .Zuckerfabrik Waghäusel

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111,2.)

F rankfurtc ^ovse.

Frankfurt a. M., 11. 3an. Tendenz: f e st. Die DiskontermähigungderReichs- bank von 6 auf 5 Prozent, die nach den bis­herigen Erwartungen nun doch überraschender­weise Tatsache wurde, gab der Börse erneut Veranlassung zu einer allgemeinen Be­festigung. Mit Ausnahme von Zellstoffwerten, die auf die Dementis der Verwaltung von Wald­hof über irgendwelche Fusionsverhandlungen un­gefähr 5 Prozent schwächer einsetzten, lagen vor allem Montanwerte f e st. Hier stimulierten u. a. Gerüchte über Verhandlungen in der Koh­lenchemie. Rheinische Braunkohlen plus 2 Proz., Harpener und Gelsenkirchen plus 1,5 Prozent, Mannesmann plus 4,5 Proz. DonB ankaktien zogen Barmer Bankverein infolge der Dividen­denerklärung (10 Prozent) um 3 Prozent an. Die übrigen Bankaktien verkehrten zwar lebhaft. zeigten aber nur geringe Veränderungen. Von Chemie-Aktien 3.-G.-Farben im Verlaufe befestigt. Elektro- werte schlossen sich der allgemeinen Auswärts- beweguug an. Die Werte der Metallbanl-Gruppe lagen behauptet. Schcibeanstatt nach der gestri­gen starken Befestigung leicht ermähigt. Von den variablen Werten lagen Auto-, Maschinen- und Daustofs-Altien sehr widerstandsfähig. Holz­verkohlung ebenfalls freundlich. Am heimi­schen Anleihemarkt lagen die deutschen Reichs- und Länderanleihen fest, wobei sich ihre Kurke mit dem der Kriegsanleihe auf die ein­heitliche Lieferbar leit immer mehr ausgleichen. Don fremden Renten Türken still. Der weitere Verlauf der Börse blieb unter Führung von Montanwerken fest. 3m Devisenver-

1 e b r Stalien und Schweiz werter schwawer Mailand 114. gegen London, Zürich 25,15. Paris gegen London stabil mit 122,35. Die RcichSmark stell.e s.ch London auf 20,4425. gegen Kabel auf 4,2120. London-Kabel 4,8525. Am Geldmarkt hörte man Lagesgeld mit 3.50 Prozent, Monatsgeld 5.25 bis 7 Prozent je Adresse

Berliner Börse.

Berlin, 11.San. Die Herabsetzung deo Reichsbankdiskont» gab der heutigen Börse eine 'Anregung, wenngleich dieser Schritt nicht mehr iiberraschend kam. Die Spekulation betätigte sich nm Markt der D i d i b e n b e n p a p i e r c mit leichten Rückkäufen, bei benen bie Terminwerte profitierten. Eine allgemeine Hausse kam jedoch nicht zustande, da die Lombardrate unverändert gelassen wurde, zweifellos aus der Erwägung her­aus. die Börsenspekulation etwas einzudämmen. Dieses Ziel wird von der Zentral-Rotenbank be­kanntlich auch noch durch andere Maßnahmen er­strebt. Die Kursbefestigungen betrugen im allge­meinen 2 bis 3 Prozent und gingen nur für Spc- zialwerte noch hierüber hinaus. Scharfe Steigerun­gen erzielten Hellstoffaktien trotz der De mentis der Verwaltungen. Feldmühle und Waldhof je plus 6,5 Prozent: Lemberg plus 7 Prozent. Starke Nachfrage trat nach einigen festverzinslichen Werten hrvor, die schon seit einigen Tagen von der in damals in Aussicht stehenden Diskontermäßigung profitierten. Bor allem Goldpfandbriefe unb Goldanleihen sowie Borkriegspfand b r i e f e zogen erheblich an. Die Umsätze in Kriegsanleihe waren bei behaupteten Kursen ruhig, da sich das Interesse der Spekulation wieder mehr den Aktienmärkten zuwandte. Bon Bank- a f t i e n zeichneten sich Barmer Bankverein auf die lOprozentige Dividendenerklärung durch einen Ge­winn von 6 Prozent aus. Der Geldmarkt ist un­verändert leicht. Tagesgeld 3 bis 5 Proz., Monats- gelb 5,5 bis 7 Proz., je Abresse. Warenwechsel mit Großbankgiro zu 4,90 stark gesucht. Im Devisen- verkehr blieben die Reichsmark und das eng lische Pfund gegen Kabel unverändert. Norwegen und Spanien fest mit 18,85 bzw. 30.45 gegen Lon­don. Paris stabil mit 122,35 gegen bas Pfunb, da­gegen Mailand abgeschwächt auf 114,20 gegen London.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 11. 3an. Es wurden notiert: Weizen tWetterauer) 29,25 bis 29 50, Roggen (inl) 24.50 bis 24.75, Sommergerste (für Brauzwecke) 25,50 bis 27, Hafer (inl.) 20 bis 20,50. Mais (gelb) 18,50 bis 18,75, Weizen­mehl (inl., Spezial 0) 40,50 bis ^l, Roggenmehl 35 bis 33, Wcizenkleie 12 bis 12,25, Roggen­kleie 12,25 bis 12,50. Tendenz stetig.

Eingesandt.

(Für Form und 3nhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Eine Klage aus der Strotze Am Rohruogsberg.

3n nächster Rähe des Stadthauses Berg- stratze 20 findet man in der Straße21 m RahrungSbcrg" (bisher Schissenberger Weg) zwischen der Garten- und Keplerstratze Zustände, wie sie in der übrigen Umgebung nicht mehr anzutresfen sind. Während man in neu- angelegten Straßen, die möglicherweise noch meh­rere 3ahre der Bebauung harren, schon passier­bare Fußsteige und sogar schon Bepflanzungen mit Alleebäumen angelegt hat, ist der Passant in genanntem Straßenteil lediglich auf den Fahr - dämm angewiesen, wenn et nicht vorzieht, in dem noch dazu sehr holperigen Rinnstein zu wandeln. Am unangenehmsten macht sich der Mangel eines richtigen Fußsteiges bei dem gegenwärtigen Wetter bemerlbar, ins­besondere bei Dunkelheit, da gerade an dem kri­tischsten Teil der Straße die Beleuchtung nicht hinreicht und der Passant bei dem Ausweichen vor dort verkehrenden Automobilen und sonsti­gen Fuhrwerken nicht weiß, wohin er sich flüchten soll. Es sei bei dieser Gelegenheit auch darauf hingewiesen, dah die Stadt an dem Eckhause Gartenstraße 30 durch den Erwerb von etwa 68 Quadratmetern Gelände^ in die Lage versetzt wäre, den Eingang in den Schiffenberger Weg um ca. 3 Meter zu verbreitern, was für die Verkehrssicherheit an dieser gänzlich unübersicht­lichen Ecke und die Sicherheit für die bei gün­stigerer 3ahreszeit häuf.g dort spielende Kinder­schar des in genanntem Cckhause untergebrachten Kindergartens sehr zu begrüßen wäre.

Die Anwohner.

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Herabsetzung des Neichsbankdiskontsatzctz.

Berlin, 11. San. (Eigener Drahtbericht.) In der heutigen Sitzung bes Zentralausschusses der Deutschen Reichsbank würbe bie Herabsetzung bes Diskontfatzes von 6 auf 5 Prozent beschlossen. Der Lombarbzinsfuh bleibt zunächst mit 7 Prozent un« verändert.

Bekanntmachung

In unser Hanbelsregister Abt. B wurde heute eingetragen:

Die Firma Kohlenunion, Gefellschafl mit beschränkter Haftung in Frankfurt 0. M., Zlveignieberlatzung Gießen. Gegen- slanb des Unternehmens ist der Vertrieb von allen Erzeugnissen, auch Nebenerzeug- r.kiien der Bergwerks- unb Hütteninbu- trie, von Brenn- unb Betriebsstoffen aller rt. von Holz unb Düngemitteln, ins- l.-ionberc der Fortberieb der von den c.iip.bcnben Gcfellfchaften zu Frankfurt xi. M. und zu Gießen bisher betriebenen Handelsgeschäfte. Die Gesellschaft kann Anlagen erwerben, errichten unb betrei­ben, welche geeignet sind, bie vorgenann- tiii Zwecke mittelbar ober unmittelbar zu fördern. Sie kann sich an Unternehmun­gen ähnlicher Art beteiligen. Die Errich­tung von Zweigniederlassungen unb Zweiggeschäften ist zulässig. Das Stamm­kapital beträgt 850 000 Reichsmark. Auf das Stammkapital finb von den Gesell­schaftern folgende Einlagen geleistet: Die Rheinstahl-Hanbelsgesellschaft m. b. $). in Frankfurt a. M. bringt in bie Gesellschaft ein bas von ihr bisher in Frankfurt a. M. betriebene Kohlenhandelsgeschäft nach dem Stande vom 31. März 1926 der­gestalt, baß bas Geschäft als vom 1. April

1926 an für Rechnung ber neuen Gesell­schaft geführt angesehen wird. Dabei werden im einzelnen eingebracht und von ber Gesellschaft übernommen: a) bie Ge­bäulichkeiten, Lagereinrichtungen, Ma­schinen, Gerätschaften, Werkzeuge unb MobiUen, wie sie sich auf dem von ber Stabt Frankfurt gepachteten Kohlenlager, und Umschlagsplatz der einbringenben Ge sellschaft zu Frankfurt a. M., Franzius- straße, befinden, gemäß ber nach Anlage I beigefügten Aufstellung zum vereinbarten Preise von 200 000 RM.: b) bie am 21. Mär; 1926 auf dem vorgenannten Lager­platz vorhandenen Borröie an Brenn­stoffen gemäß ber als Anlage II beigesüy- ten Aufstellung zum vereinbarten Preise von 112813 RM.: c) von ben am 31. März 1926 vorhandenen Geichäftdebitoren bie in ber Anlage III aufgeführten mit einem festgesiellten Wert von 146 299 RM. Der Gesamtwert biefer Sacheinlagen wirb auf \ 459 000 RM. festgesetzt. Dieser Betrag wird auf bie Stammeinlage der Rhein­stahl - Handelsgesellschaft m. b. H. in Frankfurt a. M. angerechnet, so daß deren Stammeinlage damit vollständig geleistet ist. Die Thyssensche Handelsgesellschaft m. b. S). in Hamborn bringt in bie Gesell­schaft ein bas von ihr bisher in Frankfurt a. M. durch ihre dortige ZweigniederU:s- fung betriebene Kohlcnhanbelsgeschäft,

unb zwar nach dem Stanbe vom 31. März 1926 dergestalt, bah bas Geschäft als vom 1. April 1926 an für Rechnung ber neuen Gesellschaft geführt anzusehen ist. 3m ein­zelnen werden eingebracht unb von der neuen Gesellschaft übernommen: a) bie Warenvorräte, bie am 31.März 1926 bei der Zweigniederlassung ber einbringenben Ge­fells ä>a ft in Frankfurt a. M. auf beren borkigen, von ber Stadt Frankfurt gepach­teten Lagergelände, Franziusstraße, vor­handen waren, gemäß ber als Anlage IV beigefügten Aufstellung in festgestelltem Werl von 62 339 RM.: b) von ben am 31. März 1926 bei ber Zweignieberlassung der einbringenben Gesellschaft in Frank­furt a. M. vorhandenen Geschäftsbebiwren die in ber Anlage V aufgeführten im fest- gestellten Wert von 92 781 RM. Der Ge­samtwert Dieser Sacheinlagen wirb auf 155 000 RM. festgesetzt. Dieser Betrag wirb auf bie Stammeinlagc der Thysseti­schen Handelsgesellschaft m. b. H. in Ham­born angerechnet, fo baß deren Stamm­einlage damit vollständig geleistet ist. Die Raab, Karcher & Cie. G. m. b. H. in Karlsruhe bringt in bie Gesellschaft ein bas bisher von ihr zu Frankfurt a. M. auf bem Lagerplatz Osthafen Lubwigs- haiener Werft betriebene Kohlenhanbels- geschäft, unb zwar bergeftak, baß dieses Geschäft als vom 1. April 1926 an für

Rechnung der neuen Gesellschaft geführt angesehen wird. 3m einzelnen werden ein- gebracht unb von ber Gesellschaft über­nommen: 2) bie am 31. März 1926 auf bem vorgenannten Lagerplatz m Frank­furt a. M. vorhandenen Warenvorräte ge­mäß bem als Anlage VI beigefügten Ver­zeichnis im feftgcstellten Wert von 34 068 Reichsmark-, b) bie am 31. März 1926 in bem genannten Kohlenhandelsgeschäst vor­handenen Gefchäftsforberungen laut dem als Anlage VII beigefügten Berzeichnis im fcftgeftcUien Wert von 22 847 RM. Der Geiamtwert dieser Sacheinlage wirb auf 66 915 RM. festgesetzt unb mit diesem Betrage auf die von der Raab, Karcher & Eie. G. m. b. H. Karlsruhe übernom­mene Stammeinlage ungerechnet, so baß deren Stammeinlage in dieser Höhe ge­leistet ist. Der Restbetrag ber Stummem« läge mit 150 085 RM. ist in bar sofort zu leisten. Die Handelsgesellschaft ber Thys- fenschen Zechen G. m. b. H. in Bonn bringt in bie Gesellschaft ein bie ihr ge­hörigen in Gießen auf gepachtetem Lager­platz befindlichen Lrlriebsgegenftänbe unb Einrichtungen wie Bureaugebäube, Lager­schuppen, Tankanlage gemäß ber als An­lage VIII brigefüglen Aufstellung im fest- gestellten Wert von 30 000 RM. Dieser Be­trag wird auf die Siammeinlage ber Han- belsgesellschait ber Thyssenschen Zechen G.

BESTE GESCHÄ.FTSPEKLAME IST STETS EIN INSERAT IM GIESSENER ANZEIGER

m. b. H. in Bonn angerechnet, so daß beren Stammeinlage vollstänbig geleistet ist. Für sämlliche Einlagen wird sestge etzt: Zrgenbwelche Berbinblichkeiten der au bie neue Gesellschaft übergehenden Hansels- geschäfte werben nicht übernommen, ihre Uedernahme vielmehr ausbrücklich ausge- schlossen. Die einbringenben Gesellschaften haften für ben vollstänbigcn und recht­zeitigen Eingang ber von ihnen einge- brachten Geschäftsbebitoren. Zu Geschäfts­führern finb bestellt: Direktor Oskar Huber in Karlsruhe unb Direktor Rudolf Brune in Mannheim. Den Kaufleuten Fritz Hör­ning und Walter Grämlich, beide in Frankfurt a. M., ist Gesamtprokura er­teilt. Der Gesellschaftsvertrag ist am 4. No­vember 1926 festgestellt. Die Gesellschaft wirb burch einen oder mehrere Geschäfts­führer vertreten. Sind mehrere Geschäfts- führet bestellt, so wirb bie Gesellschaft durch mindestens zwei Geschäftsführer ober durch einen Geschäftsführer und einen Prokuristen vertreten. Bekannt machungen ber Gesellschaft erfolgen im Deutschen Reichsanzeiger. 318C

Gießen, ben 5. Januar 1927.

Hessisches Amtsgericht.