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Rente beziehen al» bet 'ULnm, toerm er noch lebte. DtrDienen könnte. Für einig« Fälle. unb -war auf dem Lande, möge das sutrefkn, ater man dürfe solche Fälle nicht verallgemeinern. Der Redner erörterte dann no-h andere Fragen im 'Zusammenhang mit der fünft.n Rovelle. nxc 2lbbau de» Bedürstiak^tspnnzipS. da» Hnter- bllebenenverfähren. Wiederern-eziehunn von ab- gefundenen Leichttincgsbefchädigten in d.e Derfor- aung, und zählte eine Re he von Wünschen aus, die die Novelle unterü<f<l4)figi läflt. Auch zum Derfahren»ge',tz liegt eine Novelle vor' diefe enthält Verschlechterungen. nomcntüd) durch d e Beschneidung de» Rekur» rechte». 3 um Schluß feiner AuSluhrunaen leate der Redner dar. daß der Reichskr egervund Kys'häusrr besonder» ge­eignet i<t. di« Interessen der KriegSbeschädiaten und Arieqerh.nterblievenen zu vertreten (L«b- hoster Bcifall.)

Oter-Reg-Med.-Rat Dr. von Schnitzer. Leiter der ärztliche« Untersuchung»stclle in Hei­delberg. hielt einen Vortrag über die Erfah­rungen bezüglich der ärztlichen Beurtei­lung von Die nstbefchädigungöleiden. Der Redner schilderte c.ngehend Da» Unter- suchunasverfähren und zeigte an Beispielen, wie Dienstveichädigung»leiden sefig stellt und beurteilt w rbtn. Die Urtrue d r UMersuchungSstelten seien objektiv und würden in ZweifelSsälttn immer zugunsten der Antragsteller entschieden

Der weitere Verlaus der Verhandlungen brachte noch geschäftliche Angelegenheiten de» Verbän­de», wie Vorstand»wahlen. sowie die Beratung von Anträgen. Der Versammlung lagen 25 An­träge vor, die zumeist von den Beztrk»gruppen ge­stellt waren

Oberheffen.

Landkreis Wietzen

* Großen-Llnb,n, 9. Nov. Der Lücken- doch, der zwischen Grohen-Linden und Klein- Linden sein bißchen Wasser durch die Wiesen schlön- gelte, ist nun infolge der Feldbereiniaung kerzengerade gelegt worden. Leider ist da­mit wieder ein anmutiges Landschaft»- bildchen verschwunden. Denn die Wiesen- flächen wurden durch die Bäume, die den Bach auf beiden Seiten umkränzten, recht abwechslungsvoll unterbrochen. Nun sind die Baume verschwunden. Die Wiesen aber, die sehr oft Überschwemmt waren, haben sicherlich an Wert gewonnen.

! Lang-Güns, 9. Noo. An dem Bahn­damm. kurz vor der Station Lang-Göns, werben zur Leit wieder größere Stützungsarbei- i e n auegeführt. Bekanntlich war der Damm im letzten Minter durch das anhaltenbe Regenweiter unterspült worden, und nur durch die Achtsamkeit der aufstchtfübrenden Arbeiter wurde ein größeres Unglück verhütet Die Bcfeftigungearbci- t e n, die eben im Gange sind, werden auf der w e ft l i ch e n Seite oorgenommen.

O örüningen, 9. Nov. (Ein hiesiger Land wirt verpachtete dieser Tage seine Grund­stücke. Dabei wurden, im Gegensatz zu den G r u n d stücksoerpachtungen anderer Gemeinden, n I c b r i gere Preise erzielt. Für gutes Ackerland wurden 50 Mark je Morgen geboten, während für schlechteres Ackerland nur 25 Mark pro Morgen pclöfi wurden

C 61 e i n b e i m , 9 Nov. Der hiesige M ä n nergefangoerelnFrohsinn" hielt eine außerordentliche Generalversammlung ab, die sich vor allem mit der Frage befaßte, wie der 5 0. G e - burtstag des Vereins im kommenden Jahre gefeiert werden solle. Nach lebhafter Aussprache kam man zu dem einstimmigen Beschluß, das goldene Jubelfest In größerem Ausmaße vom 7. bis 9. Juli 1928 zu begehen und neben den Bundesvereinen sämtliche Gesangvereine der näheren Umgebung ein- zuladen Später soll noch beraten werden, ob eine neue Fahne ober eine Fahnenschleise anzuschaffen sei. Unser Gesangverein jft einer der ältesten länd­lichen Vereine unserer Gegend, gehört dem San- aerbuiibMittleres Niddatal" an und hat auf Gc- sangswettstresten und bei Dertungsfingen mehrere erste Preise errungen.

Gr. Grüningen, 9. Rov. Die Feld­arbeit de» Caobmann» geht ihrem Ende ent­gegen. Prachtvolle» Herbstwetter begünstigte die letzten Arbeiten so, bah die AuSsaal jetzt al» beendet betrachtet werden kann. Mancher Land­wirt hat auch schon die diesjährige Bilanz ge­zogen und ist zu der liebet»cugung g.kommen, daß derHerbst denregnerischen, nassen Spatfommcr wieder g u t g e in a d> t hat. Kartosseln und Dickwurz brachten gute, an vielen Steilen sehr gute Ertrüge. Weißkraut. Wirsing und Hotlraut haben allerdings sehr unter dem Raupenfraß gelitten, so daß sie nicht allzu groß geworden sind. Durch plötzliche» Abfterben wur­den die Kohlpflanzen Anfang September von den Schmarotzern befreit. Wer nun in dec Dähe de» Dorfe» seinen Kohl noch länger draußen Uetz, der konnte bei dem warmen H rbstwetter ein schöne» Wachstum der Kohlköpfe seststellen.

i. Au« dem Busecker Tal. 9. Rov. 3n der Dacht zum Sonntag sind an der Straße zwischen Großen -Buseck unb Rödgen die Kronen einer ganzen Anzahl junger Apfelbäumchen zum Teil abgebrochen, zum Teil zerrissen worden. E» ist kaum zu glauben, daß ein Mensch eine so bubenhafte xat begehen kann Hoffentlich findet die Freoel- tat ihre Sühne An dem Bahnüber gang auf der Straf]e zwischen Großen-Buleck und Röd­gen find Atoei neue Lichtständer ausgestellt worben ®iite gute Beleuchtung de« Uebrrgange» ist Wer besonder« erforderlich. u>etl die Straße an dieser Stelle eine leichte Biegung mach!

Ruttershausen. 9 jfor D.r lange glitte Wunsch unserer Einwohner nach eurer Wasserleitung dürste nun, wem, nicht un­erwarteteveigndfe auch den fchigen Plan al» ungeeignet erfchcriren laflen. in nicht allzu feinet 3*t in Erfüllung gehen Große Schwierigkeiten machte die Auffindung von Quellen Auf ter Suche nach diesen glaubte man zunächst im Ge- bietc de» .Toten Mann" geimgenb Wasser zu finden. Messungen, die bo« Kulturbauamt Gir# 6en im Austrage de. Ortsverwaltung vornahm. ergaben jedoch die Unzulänglichkeit it; er Dass er- mengen Um die Dasserverfc>rgung. die bisher durch wenige vorfbruiincn erfolgte von deren einige zeitweise schlechte« Dalfer lieferten. enb- sich in Gang zu bringen, faßte die Gemeinde­vertretung. nachdem sich auch eine Bürgeri» r- fammlung mit großer Ddehrlxn für die Er­bauung einer Dasterleituirg au«v'prvchmi hatte, im Einvernehmen mit dem Kulturbauam G: -- den den Beschluß, durch Bohren eine« Bru« im Gewann .hinter den Hofgärlen', unmittel­bar am Dorsrande die Losung der Frage zu der Bohrung L« loniren heute ist bet Brun­nen fünf Zweier lief uu«-jcf»beii wo man b;<

jetzt □Baffer von 1,80 Meter Höhe versand. Man will jedoch bi« zu einer Siete von 10 bi» 12 Meter bohren erforderlichenfalls ist beabsichtigt, unweit davon e.nen »weiten Brunnen zu graben. Die Bohrarbeiten führt der Bauunternehmer Schneider au» Heuchelheim au». Ergeben die Bohrungen da« Vorhandensein genügenber brauchbarer Daflermenoen. so soll unmittelbar der weitere Au»bau sich anschliehen. Die Lage der Brunnen macht die Errichtung einer Pump­station erforderlich, die da» Wasser zunächst in einem am 1Läl>chen oberhalb bee Friedhöfe» zu errichtenden Hochbehälter leitet. Der vorn Kulturbauamt Gießen au'g'stellte Voranschlag für ?ie ge amte Anla ,e euer Das erlcitung lohne Hausan'chlüsle- beläuft Ich au- 42 000 Mark. De: ungehinderter Fortsetzung und Durchfüh­rung her Arbe.ten rechnet man damit, daß bi» »uin April 1928 da» Dasser in den Häutern laufen wird.

Kreis Friedberg

Friedberg. 9. Rov Am Montag nahm der b:e»$rige Lehrgang der Lehranstalt fürObfibau und Landwirtschaft seiiten Anfang. 3n der Eröffnungsansprache gedachte Direktor Dr. Schad besonder» feint« ArntSvor- gänger» Direktor Spieß, der am 1. Aovember auf Grund de» Gesetze» über de Alter»grenze in den Ruhestand trat. Fast 20 3ahr« hat Tirektor Spieß der hiesigen Lehranstalt vor- geftanben und sich um deren Forderung und weiteren Ausbau große Derdienstt erworben. Der diesjährige Lehrgang wird von 62 Schülern

befrZcht. von denen 34 auf die obere und 28 auf die untere Abteilung entfallen.

4 Bad-Rauheim 9. Aov 3n der heutigen Sitzung der Stadtverordneten kam Bürgermeister Dr Ahl auf die Anschuldi­gungen zu sprechen, die gegen eme Saufirma erhoben worden find, weil He bei Ausführung der Betonarbeiten am Klärbecken hin- ficht lich de» MischurigSverhältnitl«» den Bert rag nicht eingehalten habe. Die von der Stadtver­waltung angestellten Ermittelungen. wie auch eine durch Da» otabttxrorhnf rr.foUegtum dorgenom­mene Besichtigung der Anlage haben, wie der SürgctmKfber mitteilte, keinen Bewe i» für die Mitschuld der Firma erbracht und auch äußerlich nicht» Aachterlige» gey.g: Die Xx- gelegenhett scheint damit erledigt zu fein Nachdem vor einiger 3ett die Wohrarngs russtellung te Franksxrrt a M feiten« der S adt studiert woe- den ist. soll nunmehr auch eine B e f i <b t i g u n g der Frankfurter "Neubauten erfolgen. Die Versammlung ist mit der Skudiensahtt e.n- verstanden, die im Laufe der nächsten Woche au»geführt werden soll. Bon den übt gen Punk­ten der Tagesordnung verdient Erwähnung die Au»fprache, die sich an ein au» Grundbesitz «r- kreifen ein gegangene« Gesuch um Herab­setzung de» Zinsfüße» für außetvrdent- liche Baubeibilfedarlrhen anschloß E« handelt sich um Bauherren, die 1924 gebaut haben und gegenüber den Bauherren von 1926 und 1927. die ein größere» ordentliches Darleben erhalten haben, im Rückstand lind Obwohl der B..u- ausfchuß da» Gesuch abgelehnt hatte, wurde e»

MesabenteiierderKöWmrilanevonRumänien

Don 3oe Beckley

IV.

Die lebenslustige Prinzessin, zwei Babys und eine schwere Enttäuschung.

Ferdinand von Rumänien war ein Opfer stärkerer Persönlichkeiten Al« er au» Deutschland importiert wurde, um seine» Onkel» Thronerbe zu werden, sand er sich in einer Atmosphäre polizeilicher Strenge. Onkel Carol, der König, war weniger strenger Offi­zier al» eine Gewalt. Sie haben gewiß schon Leute kennen gelernt, die einen stillschwelgetch, höflich und unerbittlich vernichten können. Aatür- lich ein wirklich starker (Sitaratter würde sich die» nicht gefallen lassen. Allei i er hätte ungeheuer stark sein müssen, um König 6-arol die Spitze zu bieten Auch Hütte er nicht gerade widerspenstig und alle« besser wissend sein dürfen, sondern an­hänglich. selbst vertrauend nicht farblos, takt­voll start Zu dieser Enttäuschung und hilflosen Kraftlosigkeit Ferdinand» kam seine unglücklich: Liebesaffäre mit Dille. BacateSco. welche mit der zweijährigen Verbannung 6 a r men Shlva « . König Carol« Königin, unb dem Wegsenden de» armen Ferdinand auf eine Brautfahrt endete

Ferdinand fühlte de« König» Hand schwerer denn je auf sich lasten. Am Hose wurde er ge­tadelt und lächerlich gemacht wegen seine» Fias­ko». mehr al» er verdiente Er fühlte sich wegen seiner Zukunst unsicher. Er zweifelte an sich selbst unb seiner Fähigkeit, sich mit Erfolg durchzusetzen Kurz gesagt, sein alter CJnferiori- tät»begriff fing an. sich dauernd einzunisten.

Seine triumphierende Heirat mit der Princeh Royal schaffte ihm neue Verwir­rungen und neue Verantwortlichkeiten, wenn sie auch ein Plu» für ihn bedeute Der Palast m Bukarest war schon immer vorher schlecht ge­wesen. Dun, mit einer lieblichen, lebhaften, geistig regsamen jungen Braut darin, die die gefäng- n 16 a r t i g c Routine unerträglich sin- den mußte, die von ihrem Herrn Gemahl Kom­fort, Aufklärungen. Unterhaltung und Kamerad­schaft erwartete, wurden die Dinge noch viel schwieriger

Die junge Prinzessin wollte wissen, weshalb da» alle» so war. unb warum und weshalb man nicht» daran ändern durste? Warum sollten sie und ihr Bräutigam sich nicht einige der Ver­gnügungen anderer junger Leute leisten dürfen? Darum sollten sie durchaus zu einer Zeit auf der Ehauffee fpa-ieren fahren wo niemand ander» spazieren fuhr und eS absolut nicht» zu sehen gab? Darum dursten sie nicht auf» Land fahren, wenn sie Luft hatten? Warum mußten sie in diesem hählicheii Palast, m diesen überfüllten, zugigen, ungemütlichen Zimmern Haufen, warum durften sie nicht in bessere, ange­nehmere umziehen? Warum wartete die könig­liche Familie immer bi» zum Juli, um nach Sinaia zu überfiedein. dem in den Bergen gele­genen Landsitz de» König»? De»halb durfte sie, Marie. nicht einpaarnettejunge Freun­dinnen Haden und nicht nur diese alten Hof­damen und Kammerfrauen? Deshalb? Warum? BMefo?

Ferdinand konnte ihr weder antworten, noch für sie erreichen, da« wa< sie wollte Cs war immer so gttoelen. Man konnte mit König Earvl nicht argumentieren. Es gab keinen unteren Weg al» den von ihm vorgeschrittenen Die fujoer- fällige deutsche Maschinerie war schon lange m Bewegung und konnte jetzt nicht auf einmal ander« arbeiten. Darum war Ferdinand in steter Furcht vor feinem Onkel? Darum konnte er chm gegenüber gar nicht auftreten? Darum sich immer n>ranniRercn laf'en? Dafür gab es feine Antwort Ferdinand konnte seine» Onkel» kalte Reserve nicht durchbrechen, feine harte, un- erbittl.che Anhänglichkeit an die Pflicht, so wie er sie auflabte. Er folgte ihm, wie ein gehor­samer Schüler, unb weil er nicht imstande war. etwa» 'Miere# au tun, blieb ihm nur em tiefer, schlummernder Widerwille in Inner Seele übrig.

Seme junge Frau wußte dies doch gelang es ihr nie diese Stimmung in aktiven unb wirk­samen Widersianb urnzuwanbeln Auch Körrig Earol erkannte bieten Zustand, unb während er eine gewiße Genugtuung darüber empfand einen io gelehrigen unb treuen Nachfolger iu haben hatte er habet etn Gefühl der Unruhe lin gelegentliche« HerauSgehen au« sich selbst cm gelegentlicher Fehler, begangen au» 3ni- Hanne wäre ihm Heber gewesen Anstatt fe nem jungen Reffen näher zu kommen und ihm zu beiten, feine natürliche Furchllamkeit und Un- eiiHchlofsenheit zu üderw nden gewohnte füh- niq Earvl fchnell daran, schart Be'eh'.e au er­teilen und leinen Erden mehr a t * Diener und Boten zu behanMn als wie einen Nach­

folger. der ein selbständige« Urteil erlernen sollte. Stolz und Führereigenschaften wurden unmöglich dabei entwickelt. Er nabm diese Ty­rannei al« sein Fatum an wahrend er sich darunter wand, fehlte ihm der Mut. fie *u durchbrechen Wan fernnte ihn nicht tadeln. Er war nun einmal so veranlagt unb feine deutsche Erziehung war überrigoro» gewesen, eher geeig­net eine Tlatur zu hemmen, al» He zu entwickeln.

Seme junge Frau dagegen befaß eine un­bezähmbare Gemütsart In ihrer ganzen Auf­machung. Sie unterwarf s ich nicht ohne weitere« allen Dingen, obgleich fie zu Anfang, au« Unwissenheit unb Unerfahrenheil der Ju­gend, so tun mußte: e« blieb ihr nicht» andere» übrig, al» ihre Zeit abzuwarten. Sie verfügte über Schönheit, eine stolze Adsta rnmung eine unabhängige Natur, bedeutende Reiz« und eine aanzc Portion Eitelkeit. Sie wei­gerte sich durch Tcabitton, Konventton und Prä­zedenzfälle gebunden au werden Sic war ge­rade da» Gegenteil ihre« Ferbmand«.

Ferdinand, voller Herzensgute unb mit ber besten Absicht, sein Beste« zu tun, fand stet« Gefallen an Takt unb feinem Benehmen, warb aber zu aller Widerstand-kraft aufgereizt, die chm zu Gebote stand, wenn man ihm mit Rauheit unb Strenge kam Dur schlug dieser Widerstand nach innen, zerstört« feine eigene Selbstachtung unb verschaffte ihm verzweifelte Stim­mungen.

Unter biekn Umftänben war es natürlich, daß er feine Gemahlin, obgleich er fie bi« tn» Elt rem liebte, burch feine Eiferf ucht ra­ten b machte Ohr nächster Schritt war der. ihm Gründ hierfür au verschaffen, unb dies tat He auch, womit fie ihn In einer noch mehr verzwei­felten Lage fitzen ließ al« vorher

Beide. Aeffe unb Onkel, von deutschem Blute, hatten sich vergeblich eingebildet, daß ein fo junge» Mädchen wie Marie sich mehr ober weniger, ohne zu murren. In die für fte vor­bereitete Dische hineinpassen würbe, baß fk eine gehorsame Gattin, eine gute Mutter abgeben und sich mit allem zufrieden geben würbe. Aber sie war burchau« nicht eine von biekr Art

Ferdinand hatte sich etwa» an bk früheren Verhältnisse gewöhnt, al» er aber nun diese» edle Vollblut -Rennpferd von einer jungen Frau auch noch mit in Kaul nehmen mußte, erdrückt« ihn da» Leben beinah' Mark hatte ihn lieb, aber er hatte fie enttäuscht So eine Unterwürfigkeit machte fk oerr ft Seine Un­entschiedenheit Eifersucht fein Mangel an Ver- ständnk für fie. verursachten einen gewissen Um­schwung, und da« nächste auf dem Tapet war, daß fk den Voll weit über da» Ziel warf Eine halb gefühlte, halb eingebildete ß lebe «a f f ä r e die beinahe zu öffentttchem Skandal auswuch«. so daß die junge Kron- prin.-,effin Bukarest verlassen mußte und zu ihrem Vater nach Coburg zurückkehrle. wäh­rend Ferdinand »ulanunengebrodln unb entehrt allein Hieb

Eine Zeit lang fühlte lich der Hof Infolae ber Abwesenheit se.ner schönen, aber baUftarn* gen jungen Prinzessin wohl. Außerdem besaß man ja von dieser schönen halsstarrigen jimgeii Pr.n.;efsin zwei Baby«--und solche Rnb

für einen kön^l hen Haushalt von Wichttgkeit. Al« bk Rach richt ein traf, daß noch ein neuer Familien zuwach« zu erwarten sei. ver­gab chr Ferdinand, der Immer herzensgut ob­wohl ihn feine Frau schwer verletzt hatte noch immer stolz auf fie war unb fie anbetete, unb Marie kam zurück Aber c» war et ne ältere Mark, eine Marie, die fich mehr ali k nicht erdrücken laffen wollte, eine Mark, tu welcher, um ihre eigenen Worte zu gebrauchen, ..jeder Rerv unb jede Faser, geistig, moralisch unb physisch. Stärke anfammelren für ein end­gültige« Abwe rfen einer gekünstel­ten Existenz für ein Ringen nach oben zu etwa« 'Mietern, nach einer Atmolphüre tu ber ich leben unb atmen, denken, fühlen arbeiten unb mich auS'prechen kann '

Darrn liegt der Unterschied zwischen bei­den Dk Kronpr.-izesttti war von einer Aatur. die s ch an«fvtechen wollte, ber Kron­prinz war t« nicht Sv ist eS Jahre lang ae- aangen. fie sprach 11 ch au« unb er nicht Sie wußte wa« fie wollte, er war immer Ich wan­kend. fk war voller Energie, unermüdlich, er liebte Untätigkeit unb Frieden

3n der ganzen Welk '.st so etwa» oft zu fin­den wenn es sich aber um eine königliche Fa­milie hand.lr. mach: bu Welt ihr, Glossen und Kommentare Jedermann hak überall von Kö­nigin Mark gehört Wenig« nur horten etwas von Ferdinand'

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aut Beschluß der Versammlung nochmal« an den BauauS'chuß zurückverwie^en.

WSD. Butzbach 9. 2loo. 3n der Fest, stellungsllage. wer ber rechtmäßige Eigen­tümer be« vor rtnlgtr Zett hier erlegten Wildschwein« ist, wurde heute da« Unell verkündet, da« dahrn lautet, daß d e Butzbacher Jagdgesellschaft kein Si^entum«rech« hat Da» Wildschwein gehöre dem Landwirt Sauerbier, auf dellen Hof reite e« erlegt wurde. 3n ber Schuhfabrik von 3. Rumpf * Sohn ereignete sich etn schwerer Un- g l ü d « f o l L 3 in l rngjähriger Arbeiter bet Finna kam dem Triebwerk zu nahe, wurde von diesem erfaßt unb schwer verletzt S>x* Hefige Sanität«auto beachte den Bedauern«werten nach Rieder-Weisel in da« dortig, 3ohannUer*Kran­kenhaus wo er nachmittag« feinen Ver­letzungen erleg.

Kreitz Schotte».

O Hartmanntzbaln. 9 Roo Gestern sand b er auf Einladung de« Koei«direkt«» Geh. Rat Boeckmanti «Schotten, unb ^» Land rat« von Gelnhausen lm Darmstädtzer Hof" eine Berfammlung der Bürger meister unb Gemeinderäte ber am Bahnbau Birst, in-Hartmann«hain intr.tf irrten Gemeinden statt. Mbe ®i tbenifer erl&uietten in allgemein verständlicher Wet'e dse Ziele de» Bahnbau^ Ein Lachteil wird für bk Ge­meinden durch den Bahnbau nicht entstehen, dagegen fmb die Borteife groß. Dk Bertretet bet Gemeinde Ha rtmannshain stimmten einstimmig für die Uebemahme von Akttm, st, Höh, von 10000 Mark. Dt, Vertreter der Ge­meinde Herchenbain zeichneten dk Heber# nähme von 300) Mark. Die Geninnbeverkvetung von Volks tt«hain konnte, da fie nicht voll# zähl.g erschienen war, nur 1000 Mark Akt im, zeichnen. Nachdem da« Gefam^eichnungSeraebni» seftstand, komtte man Horen, oast Voraussicht!ich im zeitigen Frühjahr 1928 mit dem Bahnba» begonnen wirb, da sämtliche Plane unb Ab­messungen bereit» sert.agestellt sind Hartmanns# Ham wird fomtt endgülktg Endstation der Klein­bahn. 3m 3nteveffe unferer Gemeinde unb lm 3 nt,reise be» ganzen oberen lk»gel« berge» wirb dieser Beschluß überall begrüßt. - totaler Tage fand hkr eine Grundstück« Verstei­gerung statt. Auf gute Aecker und IDxfen erfolgten Angebote und Höchstgebok von 40 bi» 50 Mark Nur auf ganz bdander« günstig gelegene Grundstücke wurden höhere Angebote abgegeben. Da sich die Angebok teiltneik noch unter dem vom Staate zur Aullorstui^ ge­botenen 6 bi« 10 Pfennia pro Quadratmeter bewegten, konnte nur ein Zuschlag erfolgen. 3n allen übrigen Füllen wurde ein .^schlag nicht erteilt.

Kreist Alstfeld.

*-* Alsfeld, 9. 91 oo. Aus ber otabtoor« stank» «siyung: Zu Beginn ber Sitzuna wurde ber wiebe ra «wählte Belgeorbuete Kaufmann Wilhelm Vogeley von ts-m Vot- sitzenden durch Htnwei« auf Miwn Irüher ge­leisteten Denstevo wieder m fein A m t «In­ge führt. Wie der Vorsitzende habet mit­teilte, hat der konnnunlftllch-- Stubicntat von der Schmitt feinen Elnfpruch gegen bie Bei- gevrbnetenwchl zurückgezogen Verpach­tung be« ftübtifchen Steinbruche« im W a l b ..Homber g- Nachdem bcr Vertrag mit dem früheren P<ichter zur Auflösung ge- tommen unb ber Betrieb eingestellt worden 1R. soll numnehr «in Vertrag mit einem neuen Unternehmer. Ernst Kalbfleisch au« Schwa- benroö. abgeschlossen werben Der Vertrag«- rnttourf, der mit dem Pächter vereinbart erer­bet ist. wurde in bet trevgekgkn Fällung ge­nehmigt. Der Vertrag ist auf bk Dauer von 10 Jahren abgeschlossen. Ein Gelände- au» tauf i) mit ber Firma Heinrich unb Aug. Rößner an bet neuen Babeanstalt würbe ent- Iprechenb dem Vorschlag ter 'Baukommission ge­nehmigt. Anläßlich eine« Einzelfalle« muß die nach § 6 Ad'atz 2 be« ReichSmietengesetz«» Dorg.*kb<nc 3 n st i n b s e tz u n g « st e l l e für notwendige llntetbaltung«arbel# te n wieder eingesetzt werben, nachdem bie frühe­ren Mitglieder im 3ahr« 1923 ihr Amt nieber- aekgt haben. Die Bei!iher w irden entsprechend Den Vorschlägen de« Hausbesitzer- und M et.r» schutzvereul« gewählt. Als Vorsitzender wurde Vauinspektor Hofmann in Vorschlag gebracht Sin Gesuch der Dohnungssürkorge- gefellfchaft in Helfen um Mtritt der Stabt wurde vorerst abgelehnt, bis weitere Er- fa&rungen über bie Tätigkit bet Ge'elllchaft oorliegen. Verfaffungsfeter Dk Ko­sten für bkfe wurden se ihet vom Staate allein getragen, neuerbingS hat jedoch der Staat*- Präsident aivjewgt, daß die Kosten vom Staate und von der Stabt gemeins»7i getragen wer­ben möchten, da bi« Stabt als Hitrerantahrrin ter Feier erscheint. Dk Versammlung beschloß gegen eine Stimme bk#em 3or<chlaa Auzustim- mcn. Unter Mitteilungen gab der Dor- frtzanbe bekannt, daß tieBoatsche Hanbels- schule In Gießen ihre Zweigauftalt in Alsfelb mW W rkung vom 15. Dezember b. 3. auflösr. da ber Shülerdefuch zu ae- ring fei, um bie Anstalt hatten zu Braten Der Vorsitzende bedauerte die«, da bk Teilnehmer mW brr Lristung ber Schutt zusnedm gewesen sekn

L Ober-Obmen, 9 Aov Zur Zett wirst btt Teil unserer Ort«straßen. ber sich in besonders schkchkm Zustande befindet, et nge­be ck t unb gewalzt Os hantelt fich um bie Onseinfahet von der Ohmstraße her, um einen Teil de« Unterstork» und um da» .Höf­chen". im ganzen um eine Streck von etwa 500 Meter Die Walzarbetten werben von der Firma Scheißt (Limburg» ausaeführt. bie «ur Zett mit bcr Teerung der Straße zwischen Ober- imb Unkt-Cetbrrknrob bekräftigt ist Bei dem Wal­zen zeigt fich baß «in Teil der Ortsstrasten euren schlechten Unterbau hat. denn bi, 3to Zentner schwer, Dampfwalze drückt MlentDcik den ganzen Straßenbau zulammen, so daß hüben unb drüben b-.e Gt»s« hvchgepreßt wirst unb neu gepslafkrt werden n,uß Gerade bet DtWcil. in dem augenlllickiich bk'e Arxiten ausgesühn werden, ist von jeher bas Schmerzenck# hnb unterer Gemeinde gewesen 3n»olge feiner hrfen Vc je kann das Grundwaller nicht abflirben, und bk Straßen habe \ keinen k*cn Untergrund. Tem liebel kann mir durch eine durch- aehendr Äanolifotion abaeholkn wer- bcn. strn weitete» großes Uebri für ordere Gemernde ist es daß dk Ohm ein Stück durch unser <t>d fließt Wenn auch ihr Lauf in ein Scmauctlles Bett gebannt ü. Io ergießen Hch di, Wall ermaßen bet heftigen Gewitterregotz oder nach r.ncr plötzlichen SchnrZchrnekze an