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Umbau im 6eÜersn>eg 85 entstandni ist. Das es für die Damen mode bedeuten soll, ist aus der (Er- offmmgsausftellung ersichtlich und hatte seinen Auf­takt bereits in der kürzlichen Modeschau auf der Liebigshöh« gefunden. Die wirkungsvoll hergerich­teten Schaufenster des Modehau^b hatten am Samstag und auch gestern einen ftaCen Publikums- erfolg, der sich in andauernd reger Besichtigung der für unsere Damenwelt verlockenden Auslagen zeigte. In den Abendstunden brachte die geschickte Beleuch­tungsanlage die reizenden Modestück« noch zu grö­ßerer Wirkungskraft. Nach feiner Neugestaltung verhilft das Modehaus Lari Nowack dem Straften- bild des Seltersweges -u einer wefenttichen Steige­rung großstädtischen Eindrucks, der durch die sorg­fältige und geschmacklich hochstehende Ausstellung der übrigen (tzefchäftsinhaber unserer Haupt- verkehrsstraft« unterstützt wird. Erwähnt möae noch sein, daß die Leitung der Salomonschen Betriebe von jeher in der Zeitungsanzeige einen wertvollen Gehilfen erkannt und genützt hat. Die Zeitungs­reklame zeichnet sich stets durch geschickt« Textaebung und Anordnung aus und muß zum Erfolg führen.

Arbeitsjubiläum. Der Vorarbeiter Heinrich De eg, Asterweg 53 wohnhaft, kann heute auf feine 25jährige Dienstzeit bei der Firma Dilh. Zimmer (9 m. b. S)., Metallgießerei und Kupfer­schmied«, Bahnhofstraße 12, zurückblicken. Dem Jubi­lar wurden von der Firma und von feinen Mit­arbeitern Ehrungen bereitet.

Ein D e r k e h r s u n so l l ereignete sich gestern nachmittag gegen 3 Uhr an der Ecke Nord­anlage und Marburger Straße. Dort wollte der 36 Jahre alte Ludwig D e h r u m aus Burkhards­felden, der gelähmt ist und als Pflegling in der hiesigen Prooinzialpflegeanftalt weilt, mit feinem felbstfahrenden kleinen Krankenwagen die Strafte überqueren. In diesem Augenblick kam ein Omni­bus des Zweckverbandes Wieseck-Alten-Buseck her­an, der von feinem Führen nicht mehr rechtzeitig zum Stehen gebracht werden konnte. Wehrum wurde angefahren und mit feinem Wagen umge-

roorfen, wobei der bedauernswerte Mann Ver­letzungen am Stopfe und am linken Oberarm daoon- trug, während der kleine Wagen demoliert wurde. Die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz verbrachte den Verunglückten nach der Chirurgi­schen Klinik. Wie wir hären, find die Verletzungen zum Glück nicht ernstlicher Art.

Die Gießener Freiwillige Feuerwehr beging am Samstagabend im Cato Leib mit einer stimmungsvollen Feier ihr 72. Stiftungsfest. Welcher Wertschätzung die Freiwillige Feuerwehr sich erfreut, konnte man aus der Anwesenheit der Vertreter verschiedener Behörden und aus der Beteiligung zahlreicher Gäste, die den großen Saal weitgehend füllten, ersehen. Brandinfpektor Fr. Wenzel entbot in feiner Begrüßungsansprache den außerordent­lich zahlreichen Gästen den herzlichen Gruß der Wehr: fein besonderer Gruß galt dem über- regierungsrat Dr. Heß als Vertreter der Pro- vinzialdireltion, Regierungsrat Dr. Braun als Dezernent des Kreisfeuerlöfchwesens, Beigeord­neten Dr. Hamm als Feuerwehrdezernent der Stadt Gießen, Stadw. Höhn als Vertreter des Stadtparlaments, dem Vertreter der Presse, den Turnern und Turnerinnen des Mw., den Mitgliedern der Freiwilligen Sanitatskolvnne vom Roten Kreuz und den Vertretern der be­freundeten Gailfchen Feuerwehr und der be­nachbarten Lollarer Wehr. Rach einem von Frl. Lotz gesprochenen Prolog brachte Oberregie­rungsrat Dr. Heß die Grüße der Provinzial­direktion unb im Rainen des Regierungsrates Dr. Braun auch die Grüße des Kreisamtes zum Ausdruck. Ferner feierte der Redner den guten, kameradschaftlichen Geist der Feuerwehr und erkatmte ihr Wirken im Dienste der Rachsten- liebe mit warmen Worten an. Rachdem der Red­ner noch auf das hohe Beispiel unbedingter Pflichterfüllung im Dienste des Ganzen hinge- wiesen, das der Reichspräsident von Hinden­burg unS allen gäbe, zeichnete er im Ramen

der Staatsregierung folgen-« verdiente Feuer­wehrleute aus: für -lOjährrge Dienstzeit den Wehrmann Karl Gutbub mit der Verdienst- auszeichnung deS Gefamtministeriums des Dvlks- staatcs Hessen, für 25jährige Dienstzeit die Wehr­leute Wilh. Mohr und Wilhelm Thicl- mann mit der Urkunde des Hefsi'chen Mini­steriums. sowie dem Ehrenzeichen für 25jährige Dienstzeit. Mit einem Hoch auf daS deutsche Vaterland und das Hessenland, dem der gemein­same Gesang der ersten Strophe der Rational» hymne folgte, schloß diese Ehrung. Beigeordneter Dr. Hamm überbrachte die Grüße und besten Wünsche der Stadtverwaltung und betonte, daß die Stadt wisse, welchen hohen Wertfaktor sie an der Feuerwehr habe. Dr. Hamm feierte die stete treue Pflichterfüllung unserer Wehr und stellte deren Beispiel als nachahmenswert für die Gesamtheit hin. 3m Ramen der Stadt über­reichte er sodann für 15jährige Dienstzeit fol­genden Wehrleuten das entsprechende Diplom: Hch. H o o S , Hugo M ö h l und Hch. Schmidt. Branddirektor Braubach überreichte mit warmen Worten der Anerkennung den ebenge­nannten Wehrleuten noch das Erinnerungszeichen des Kreisfeuerwehrverbandes für verdienstvolle Feuerwehrtätigkeit. Die Dienstlihen für langjähri­gen Feuerwehrdienst überreichte Brandmeister Betz an folgende Kameraden: Georg Keil für zehnjährige Dienstzeit,' Anton Betz. Karl Kalb­fleisch, Philipp Leyerer, Heinrich Wag­ner für zwanzigjährige Dienstzeit: Karl Gut- bub für vierzigjährige Dienstzeit. Mit der Ehren­gabe einer goldenen älhr für langjährige treue Dienste wurden die Wehrleute Karl R e u n i n g, Barth und Daupel ausgezeichnet. Stadtv. Höhn begrüßte die Wehr im Ramen des Stadtparlaments und betonte das stete 3ntereffc der Stadtverordnelenversammlung an den An­gelegenheiten der Wehr, Kolonnenführer Kratz überbrachte die besten Wünsche der Freiwilligen Samtätskolvnne vom Roten Kreuz. Die Turne­

rinnen und Turner der MTV.-Gießen erfreuten mit ausgezeichne.en turnerischen Darbietungen am Barren bzw. am Reck, denen verdientermaßen lebhafter Beifall gezollt wurde. Herr Vogl von der ReichSwehrkapelle errang mit einem wundervollen Vivlin olo einen Lhr starren Er­folg. Erne flottgefpielte einaktig.' Posse erregte lebhafte Heiterkeit und sand mit Rocht starken Beifall. Eine ganz aparte Darbie ung bekam man in der Tanzpantomime »Pierette und Pierrot" zu sehen, wobei sich Fräulein Volk mann als eine spielgewandte Darstellerin vorteilhaft brä- fentiere. Mitglieder des Mufikkorps unterer Reichswehrkape'.le umrahmten das darstellerische Programm mit ausgezeichneten inftrumentaLm Vorträgen und spiel en dann zur Freude der 3ugenb in flotter Weise zum Tanze auf. Die Feier befriedigte allgemein in hohem Maße und verlief in echt kameradschaftlicher Weise.

* Auftrieb auf dem heutigen Frank­furter Schlachtviehmarkt: 343 Ochsen, 75 Bullen, 524 Kühe, 310 Färsen, 505 Kälber, 254 Schafe und 5703 Schweine.

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