Pm
AL MH _ ■ n VfJ'r P
Von unferetn römischen ^-Korrespondenten.
Das Aughasengebim-e in Gießen
von
soll uni jeden Preis ge- Weinkneipen wurden be-
DergnügenI
Das Lebensniveau hoben werden. 25 000
Das Flughafengebäude, von zwei Seiten schönem Wald umgeben, der bis dicht an das
Die demographische Peitsche.
reits geschlossen. Man bekämpft die Fliegen und den Schmutz, sogar in Süditalien, riesige Wasserleitungen werden angelegt, kurz, das italienische Haus wird vom Keller bis zum Dach gesäubert, luftig und behaglich umgebaut. 51nö gerade damit bricht Mussolini, nein, ein Naturgesetz bricht der demographischen Peitsche Stiel und Schnur. Kindermassen gedeihen nur auf unhygienischem Boden, zwischen Armut und Elend. Je vornehmer das Haus, desto weniger Kinder.^ Wir haben dec Natur Pest und Cholera abgejagt, da half sie sich gelassen mit dem ZweMnder- shstem. Was wir auch anstellen werden, um sie zu überlisten, sie entzieht sich der künstlichen Erhöhung der Fruchtbarkeit mit Listigereni. And vielleicht ist sie dabei gar nicht so boshaft und dumm, wie unsere Devölkerungspolitiker glauben.
sich auf der gesunden Grundlage von 18 Geburten auf das Tausend der Bevölkerung stabilisiert hat, während sich „Deutschland in voller Dekadenz befindet: von 35 auf Tausend ist es bereits auf 20 herabgesunken, zwei Punkte trennen es nur noch von dem Niveau Frankreichs!" Ohne Zweifel eine Wahrheit, die man ja auch in Deutschland bereits erkannt und als die deutsche Schicksalsfrage bezeichnet hat. Die Familien mit drei Kindern sind bereits eine Ausnahmeerscheinung, stürmisch bricht sich das Zweikinder- oder Keinekindersystem Bahn, besonders auch im Proletariat. In Berlin ist die Geburtenziffer bereits auf die erschreckende Tiefzahl von 11 oder 10 gesunken, der rasch um sich greifende Materialismus, wie es scheint, in Wirklichkeit der natürliche Ablauf einer Parabel, kommt dem bösen Worte Clemenceaus, in Deutschland gäbe es zwanzig Millionen zu viel, eilig entgegen.
Mussolini glaubt noch fest an die eigene Nasse, an den unerschöpflichen Mutterboden. Er sucht ihn daher wie ein guter Landwirt zu verbessern, indem er zunächst den Mihwuchserschei- nungen, um im Bilde zu bleiben, den Krankheiten und anderen Ernteschädlingen nachgeht. Denn die Zahlen für Italien sind in der Tat wenig ermutigend, die höchste Geburtenziffer, mit 89 v. T., war bereits 1886 erreicht. Seither ist sie ständig gefallen, in vielen Landesteilen schon unter 27. Schädlich scheint vor allem die Städtebildung, wenn die Industrie vorherrscht. So
beiden Behelfsbauten das neue und eindrucksvolle Flughafengebäude getreten, das den Notwendigkeiten des Verkehrs auf lange Zeit
-hinaus gerecht wird und der Bedeutung die,er Stätte als wichtigen Verkechrspunkt und als beliebten, idyllischen Ausflugsort der Giehener und der Nachbarschaft in vollem Maße entspricht. Mit diesem neuen Gebäude, das morgen dem öffentlichen Verkehr übergeben wind, wollen wir unsere Leser näher bekanntmachen.
verlor Turin im vorigen Jahre 538' Einwohner, Mailand verzeichnet einen Zuwachs von ganzen 22, Genua von 168. Diesen drei Städten stehen die industriefreien gegenüber, Palermo mit einer Vermehrung von 4177 Köpfen, Neapel mit 6995 und Nom mit 7925. Die en Symptomen einer unrichtigen Ernährung entsprechend, will Mussolini Arbanismus und Industrialismus bekämpfen, die Landwirtschaft fördern, hier wieder nicht den unfruchtbaren Ziegenbauern, sondern den Großbauern, dem jedes Kind mehr ein Geschenk bedeutet. Nur noch ver- hcltnismähig gesunde Industriezweige sollen geduldet werden.
Die demographische Peitsche trifft aber auch direkt. Der Junggeselle wird mit Steuern gezwickt wie der Ochse mit dem biblischen Stachel, wider den man nicht löten soll, und demnächst sollen die kinderlosen Ehen an die Neihe kommen. Vernünftigerweise werden die Steuern nicht dem bodenlosen Staatssäckel zugcführt, sondern den Instituten, die sich mit Mutter- und Kinderschuh beschäftigen. Solche Einrichtungen zählt man in Italien an die sechstausend, alle aber litten an chronischem Geldmangel. So sollen euch Kinder- srohen diejenigen das Geld verschaffen, die sich weigern, eine Familie zu gründen! And schon Im ersten Jahre dieses Diktatorwortes flössen ihnen sechzig Millionen zu.
Sümpfe werden ausgebrannt in Land und Gesellschaft, der Malthusiasmus ist unter schwere Strafe gestellt, Schmutz und Schund in der Literatur werden unbarmherzig verfolgt. Es gibt nicht eine einzige Animierkneipe mehr in Italien keine Tanzsäle zweifelhaften Charakters, selbst die „Tabarins" muhten über Nacht ihren kümmerlichen Geist aufgeben. Alles für die gesunde Familie, nichts für das erotische
So nicht in § 14, nach dem die Bestimmungen über Lehrplan, Lehr- und Lernbücher für den Neligionsunterricht im „Einvernehmen" mit den Religionsaesellschaften erlassen werden, aber der Staat nicht als höchfte Gntscheidungsinstanz bezeichnet wird, wenn em Einvernehmen nicht statt- findet. Diese Gntscheidungsinstanz ist ihm auch nicht Vorbehalten, im Falle er die „zur Einsichtnahme in den Religionsunterricht' von den Religionsgesellschaften vorgeschlagenen „Beauftragten" ablehnen sollte (§ 16). Angeklärt ist auch noch, in welchem Verhältnis diese „Beauftragten" zum Staate stehen. Ebenso bedarf die Stellung der- „obersten" Stellen, denen praktisch doch ein Aufsichtsrecht neben dem Staate eingeräumt ist (§ 16) noch der Klärung. Auch die Geltungmachung oes „Willens der Erziehungsberechtigten" als Gntscheidungsinstanz neben, oder, wie es in den Ländern mit Simultanfchulen der
Wer heute den Blick rückwärts schweifen läßt auf das Jahr 1925, in dem die Luftverkehr AG. Oberhessen-Lahngau (Oblag) praktisch auf den Plan trat und den Flughafen Gießen schuf, auf der andern Seite dann den heutigen Stand dieses Anternehmens betrachtet, der wird tzugeben müssen, daß hier tatfroher Giehener Dürgersinn und behördlicher Weitblick in wenigen Jahren ein Werk geschaffen haben, das uneingeschränkte Anerkennung verdient und für das den ehrenamtlich tätigen Herren, wie auch den Behörden der Dank der Bürgerschaft gebührt.
Damals im Jahre 1925 war man s v bescheiden: Ein Flugzeug pendelte täglich einmal zwischen Gießen und Frankfurt als Zubringer zu dem großen Frankfurter Flughafen. Aber schon im Jahre 1926 wurde der Flugplan erweitert: an Stelle des kleinen Pendelbetriebs trat ein wesentlich erweiterter Streckenverkehr mit mehreren Flugzeugen, der von Frankfurt über Gießen nach Kassel und umgekehrt mit jedesmaliger planmäßiger Landung auf unserem Flughafen führte. Nicht lange darauf wurde der Flugdienst bis bzw. von Hannover über Gießen ausgedehnt. And heute ist unser Gießener Flughafen durch weitgehend ausgebauten Flugplan mit zahlreichen Anschlüssen ein vollwertiges Glied des großen Luftverkehrsbetriebs nach allen Richtungen Deutschlands und Europas. Zwar geht der Flugverkehr einstweilen immer noch nur nach Süden oder Norden zu den nächsten Amsteige-Flughäfen, wobei namentlich die in nördlicher Richtung fliegenden Maschinen täglich von hier aus so gut wie vollbesetzt sind. Aber wie lange wird es noch dauern, vielleicht nur ganz kurze Zeit, dann wird eine neue West-Ostverbindung, etwa von Trier oder Koblenz, vielleicht auch von Köln aus, über den Gießener Flughafen nach Thüringen mit Anschluß nach Sachsen, Schlesien usw. geschaffen werden, und Dann bricht wieder eine neue Etappe in der Entwicklung unserer Stadt an, denn bei einer solchen neuen Luftverkehrslinie wird Gießen ein bedeutender Flughafen werden. Hier liegen Entwicklungsmöglichkeiten für unser Gemeinwesen, deren Auswirkungen heute noch nicht abgeschäht werden können....
Daß bei dieser Aufwärtsentwicklung des Flug- verkebrs und angesichts der weitgehenden Aussichten für die Zukunft auch noch nach einer anderen Richtung hin an die Stelle eines recht bescheidenen Einst ein größeres Jetzt treten mußte, ist ohne weiteres verständlich. Einst stand auf dem Flugplatz ein kleines Blockhaus als Aufenthaltsftatte des Flug- platz^ersonals und der Passagiere. Daneben stand ein einstöckiger, in der Harwtsache aus Holzwerk bestehender Bau, der die Wohnräume des Flugplatzwirtes und die Betriebsmöglichkelten für Die Flugplatzwirtschaft barg. Jetzt nun ist an die Stelle dieser
Rom, September 1927.
Eines der augusteischen Gebote Mussolinis schreibt Italien eine Devö lker ung szis- fer von sechzig Millionen Köpfen vor, die an der Schwelle der zweiten Jahrhunderthälfte, also bereits in weniger als einem Menschenalter, erreicht sein muß. „Denn was sind die heutigen vierzig Millionen Italiener gegen die 90 Millionen Deutschen und die 200 Millionen Slawen? Was vierzig Millionen Italiener gegen die gleiche Anzahl von Franzosen, wenn zu den letzteren neunzig Millionen aus den Kolonien hinzustoßen? And zu den 46 Millionen Engländern gar 450 Millionen?"
Wettrüsten also auch in Kinderwiegen. Oberstes Gebot der Menschheit scheint geworden zu fein, daß jeder seinem Nächsten über den Kopf wachse. Das Dogma lautet nach Musfolini: Vorbedingung für die politische und damit wirtschaftliche und sittliche Macht eines Volkes ist die Bevölkerungs stärke. Ein Sah, zu dem sich wohl die meisten Devölkerungspolittker bekennen, obwohl danach nicht etwa England, sondern Indien auf dieser erhabenen Höhe dreifacher Macht stehen müßte. Was Mussolini betrifft, so wird er zur Erreichung des Zieles, so rief er aus, „der Nation die demographische Peitsche geben!“
Das überrascht euch? Ihr fragt verwundert, ob denn so etwas nötig sei? Es werde doch immer behauptet, wir seien bereits zu viele? Nein, meine Herren, die Vernünftigen werden euch antworten: Wir sind zu wenige! Wie das Land den neuen Zuschuß ernähren tonne? Nun, dieselbe Aeberlegung wurde wahr- scheinlich schon 1815 angestellt, als in Italien bloß 16 Millionen Menschen lebten. Wahrscheinlich glaubte man auch damals, es sei unmöglich, daß derselbe Boden bei unendlich verfeinerter Lebenshaltung vierzig Millionen Menschen Raum und Nahrung bieten könne.
Nach dieser Vorbereitung spielte der Duee den überraschenden Trumps aus, die Bevölkerungszunahme In Italien, die bisher doch immer das A und O des römischen Wörterbuches gebildet hatte, die als Triebkraft für die zwangsläufige Expansionspolitik hingestellt wurde, die Mussolini selber zu dem berühmten Ausruf „Aus- breiten oder explodieren!" Veranlassung gab, zu leugnen „Seit fünf Jahren sagen toxr uns fortgesetzt vor, die italienische Bevölkerung trete über die Alfer. Gs ist nicht wahr! Der Strom schwillt nicht mehr an, er geht im Gegenteil ziemlich rasch in sein Bett zurück!" Eine Tatsache, die aus der Statistik hervorgeht, der aber gerade Mussolinis beste Absichten, wie wir noch sehen werden, wider seinen Willen Vorschub leisten.
Ein Bevölkerungsproblem hat es schon immer gegeben, nur vermochte es bisher n.emanb zu losen. Im Llltertum schlachtete man die unterlegenen Feinde ab, um Öen Siegerstaat auf Kosten des nachbarlichen zu stärken: sowie aber das unterworfene Gebiet einverleibt war, zeigte sich der Nachteil solcher radikalen Maßnahmen. Oder man unterjochte die Fremdstämmigen zu Sklaven und impfte damit dem Staate einen gefährlichen Bazillus ein, der zu Aufständen und schließlich zu völliger Amwälzung führte. Es ist zweifelhaft, ob die demographischen Gesetze des Augustus Erfolg hatten oder nicht, jedenfalls ging das römische Reich durch die übergroße Einführung freniben Blutes zugrunde. Wie die künstlichen Staatengebilde des Jahres 1918 zugrunde gehen werden, die Millionen Fremdsprachiger mit törichter, felbstzerstörender Gewalt In ihre Grenzen preßten und sich heute schon sie stützen müssen wie auf Krücken, um nicht um« zufallen. Gewiß ist das Schicksal einer Nation an die Bevöllerungsstärke gebunden, wie Mussolini sagt, und dieses Schicksal muß ein katastrophales sein, wenn die Devölkerungsstärke künstlich mit rebellischem Blut auf eine ungesunde Ziffer gebracht wird.
Frankreich erkannte diese Wahrheit schon frühzeitig, und wenn es sie auch 1918 vergaß und mit der Einverleibung des unverdaulichen elfässischen Fremdkörpers einen schweren Fehler beging, so weih es doch nach wie vor, daß das Heil nur in der eigenen Rasse liegen, nur aus der eigenen Rasse der Dreigipfel der politischen, wirtschaftlichen und sittlichen Macht empcricigen kann. Es ließ sich daher die Aassenpflege angelegen sein, forderte die Kinderzahl mit allen erdenklichen Mitteln. Mit völligem Mißerfolg, wie man gemeinhin glaubt. Mussolini ist aber auch hier anderer Meinung, er findet, daß sich Frank- reich sanlett hat, daß es nicht stagniert, sondern
Fall sein wird, über dem Staate, kann so nicht Gesetz werden (§ 20). Weiter kann der Staat unmöglich gezwungen werden, da, wo er den Anforderungen des bürgerlichen Lebens entsprechend, ausgebaute Schulsysteme schuf, diese nun aufzulöfen uno Zwergschulen zu schaffen, nur weil der „absolute" Elternwille es wollen soll. Auch hier kann das Problem nur in den Weiterverhandlungen gelöst werden.
Auch Die Kostens r a g e und die Anteilnahme der Gemeinde bei Errichtung neuer Schulen, sind Probleme, die noch sehr der Klärung bedürfen. So ist der Entwurf noch weit davon entfernt, in vorliegender Gestalt Gesetz zu werden. Reicksrat, Reichstag und Ausschuß werden hier mitformen wollen. Als Grundlage für alle Weiterverhandlungen wird er jedoch immerhin Dienste leisten können.
Haus herantritt, wurde nach einem Entwürfe des Stadtbauamtes, hergestellt von Bauoberinspektor Wettläufer und Architekt Schmidt, unter der öttllchen Bauleitung des Architekten Haas von der Sozialen Baugefellschast Bauhütte Gießen erbaut. Am 30. März Ä. I. wurde mit den Erd- und Maurerarbeiten begonnen, am 8. Juni wurde der Rohbau vollendet, nun ist das Werk fertiggestellt, so daß es in Den Dienst seiner Bestimmung gegeben werden kann. Das Gebäude besteht aus einem Erdgeschoß, dem Obergeschoß und einem Signalturm, der auch als Aussichtsturm dem Publikum zugänglich sein wird. Bor Der Hauptfront des Hauses nach dem Flug- zeuglandeplatz zu befindet sich eine breite, schön angelegte und mit hüoschen Gartenmöbeln ausgestat- tete Terrasse zum Aufenthalt Der Besucher im Freien. Bon hier aus betritt man im Erdgeschoß den sehr geschmackvoll hergerichteten saalartigen Wirtschaftsraum, an Den sich rechts unD links kleinere Zimmer ebenfalls für Gäste anschließen. Dieser Wirtschaftssaal, der in seiner anheimelnden, bequemen und dock neuzeitlichen Einricktuna ein besonderes Schmuckstück des ganzen Hauses ist, bietet den Lustreisenden und Den Ausslüglern aus Gießen unD UmgegenD eine freundliche Ruhe- und Erholungsstätte, an Der man sich wohlfühlen kann, lieber den Hausflur weg befindet sich die zweckmäßig eingerichtete Garderobe, daneben ist das Zimmer der Flugleitung und der Flugplatzpolizei, ferner ist dort die Küche mit den Dorratsräumen, aus der man sich von den Strapazen der Reise ober von den Anstrengungen des Ausflugs zu ganz annehmbaren Preisen verpflegen lassen kann. Das Obergeschoß enthält ein reizend hergerichtetes Uebernachtungszimmer für Luftreisende, ein Sitzungszimmer für die Verwaltung der Oblag, die Wohnung des Hausverwalters, der zugleich auch Oekonom des Wirtschasts- betriebes ist, und einen schönen, breiten Balkon über dem im Parterre gelegenen Hauptwirtschaftssaal: dieser Balkon wird erforderlichenfalls auch mit als Aufenchaltsraum der Besucher dienen können, lieber dem ganzen erhebt sich der «Signalturm, der dem Publikum gleichfalls geöffnet ist. Der Bau in seiner äußeren Gestalt und m seiner gediegenen inneren Einttchtung wird dis lobende Zustimmung aller Besucher finden.
Als Baumaterial zu dem Gebäude wurde für das Fundament Splittbeton verwandt, das
Stuitbiti
Lacüspai Kappe um vornehme: L.-XV.-A1
Lackspai am Blatt, i sch
S we etanbc inZ te Mu
bti ll- unö II marfung ZM ne“n tren ne Mi &(fc befon Sloten nid
1/fi tes
DerwiMaftlkhs6e>Atigende8Wl'
Vierradbremse, fünffache Ballonbereifung, echte leder^bzw. Plüschpolsferung. Nu» RM 150.— Jahressfeuer. Benzinverbrauch 6-7 Liier auf 100 km. Ein glänzender Berg* sieiger. Auf Wunsch 6». 9- und 12-monafliehe Teilzahlung bei geringer Anzahlung»
Keller- und Drdgefchohmauerwerk ist auS Ring- ofsnsteinen errichtet, Obergeschoß und Turm» mauerwerk bestehen aus Zementschwemmsteinen, die Kellerdecke unter dem Wirtschaftssaal wurde in Eisenbeton gefertigt. Die übrigen Decken sind aus Hohlsteindecken, „System Wenko", das Obergeschoß hat eine Holzbalkendecke, die Dalken- selder sind hier hohl, die Anterschicht ist mit Tektondielen verschalt. Die Isolierungen der Keller- und Amfassungswände gegen Feuchtigkeit erfolgte mit Zementestricht und Demantol- Asphaltfirnis. Fenster und Türenumrahnnmgen des Erdobergeschosses, sowie das Eingangspvrtal sind aus Kalzit-Dorsatzbeton hergestellt, das Dachwerk ist verschalt und mit teerfreiet Ditumen- pappe abgeb eckt.
Irn Innenausbau sind die Decken und Wände im Hauptwirtschaftssaal mit Gipsmörtel gestuckt, die übrigen Wand- und Deckenflächen in Erd- und Obergeschoß, sowie im Treppenhaus sind mit Weihkalkmörtel verputzt. Wände und Decken in Flur und Treppenhaus sind mit Serienfarbe gestrichen und gewickelt, die Wände und Decken im Wirtschaftssaal sind mit Oelfarbe gestrichen und abgewachst. Für den Fußboden im Saal und in den Nebenräumen, in der Garderobe und im Wacheraum wurde Parkett verwandt, im Obergeschoß liegt Linoleum, die Küchen im Erd- und Obergeschoß mit den dazu gehörigen Neben- räumen haben Steinholzestrich, ebenso der Büffet- raum. In den Tviletteräumen find die Fußböden In Majolikaplättchen ausgeführt, ebenso der Flur „ des Erdgeschosses. Die Wände der Toilettenräume sind mit weihen Wandplatten versehen. Die Beheizung des Gebäudes erfolgst durch Zentralheizung.
Die Dauarbeiten und Lieferungen wurden von folgenden Firmen ausgeführt: Grd- und Maurerarbeiten: Bauhütte, Soziale Baugesellschaft, G.m.b.H. (Gießen): Zimmerarbeiten: D. Nuhn (Lollar): Dachdeckerarbeiten: Firma K. Lapp (Gießen): Glaserarbeiten: Firma A Petrt (Gießen): Spenglerarbeiten: FirmaGg. Dahm er (Gießen): InstallattonSarbeiten: Firma Gg. Appel (Giehen), im Anschluh an einen Klein- Emscherbrunnen: Weihbinderarbeiten: Firma QL Chr. Schmidt (Gießen): ßinoleum und Tadeten durch die Firmen Säubert, Hochstätter und NenNstiel: Schretnerarbeiten: Firmen Vetter, Wack und Hahn (Giehen); Steinholz- und Eftricharbeiten: Hessische Steinholz- und Estrichfabrik (Gießen): Platt en arbeit en: Sack und IugHardt (Gießen): Schlosserarbeiten: Firma Karl Braun (Gießen): Herdlieferung: Firma I. B. Häuser (Giehen): Heizungsanlage: Firma H. Schassstaedt (Giehen): Blitzableiter: Firma Scheld (Giehen): Elektt. Beleuchtungsanlage: Ing. Brinkmann (Giehen): Heizkörververkleidung undDentilationS- gttter: Firma Arth. Gräfe & Co. (Giehen): Aeußeve Verputz- und Anstteicherarbeiten: Bauhütte, soziale Ballgesellschaft m. b. H. (Giehen): Lieferung der Kandelaber für die Auhenbeleuch- tung: Firma Schlosfermftr. Wiegandt (Gießen): Lieferung der Wtrtschaftsmöbel und Vorhänge: Möbelfabrikant S t ü ck r a t h (Gießen); Lieferung des Büfetts: Firma Rieger (Lich): Ausführung der Tapezierarbetten: Tapezier- und Sattler- meister Malkomesius (Giehen).
Die Baukosten für das Wirtlchastsaebäude werden der Stadt von der Luftverkehrsgesellschaft verzinst.
Zwischen dem Flughafengebäude und dem Landeplatz Der Flugzeuge ist entsprechend den neuzeitlichen Anforderungen des Flugdienstes eine sog. Rollbahn angelegt worden, auf der die Flugzeuge bis unmittelbar vor das Gebäude rollen, so daß die Passagiere auch bei schlechtem Wetter unbesorgt vor Sckmutz und Bodennässe die Flugmaschtnen verlaßen bzw. besteigen unD in Verkehr mit dem Hause treten können. Die Rollbahn, mit Deren Bau am 11. Juli begonnen rourDe, ist am 23. August vollendet worden. Der Unterbau auf gutem Grund ist mit 7 Zentimeter starkem Magerbeton und 5 Zentimeter starker Kieeschicht hergestellt worden, auf schlechterem Grund wurde außerdem eine 15 Zentimeter starke Packlage ausgeführt. Der Oberbau besteht aus Hartbasaltzementplatten, die von der Firma Jean Dem & C o. (Gießen) geliefert wurden. Die Erd- und Maurerarbeiten leistete der Bauunternehmer Ernst Wagner (Gießen). Die Bo- denflächen zu beiden Seiten der Rollbahn werden in den nächsten Wochen noch planiert und mit Gras- famen eingesät, vor der Terrasse werden gärtne- rische Anpflanzungen oorgenommen. Die bisherigen Behelfsbauten werden seitlich an den Waldrand versetzt, so daß in aller Kürze das Gelände zwischen Dem Gebäude unD Den Landungswiesen für die Flugzeuge völlig frei sein wird.
In der Gesamtheit betrachtet ist zu sagen, daß unser Flughafen nunmehr in vortrefflicher Weife ausgebaut ist und habet durch diesen Hausbau und die mit ihm verbundenen guten Erholungsmöglichkelten eine Gestaltung erfahren hat, die unserer Stadt weithin im Reiche den Ruf eines befteinge- richteten Flughafens eintragen wird.
Briefkasten der Redaktion.
6. Nauheim. Die Zeichen sind Bezeichnungen unserer Mitarbeiter, die als Merkmale für unseren inneren Dienstbetrieb dienen. Für den Leser haben diese Zeichen keine Bedeutung.______________________
Pfarrer Heumanns Heilmittel
stets vorrätig ind. Niederlage Hirsch-Apotheke
OieBen, Frankfurter Straße4 Das Planer Reumann-Bach 272 Seiten, 150 Abbildungen erhttlt jeder Leser voUst&ndlft nnnonst and portofrei von LnflwlJ Reumann 4 Co, Rürnbert M. 613


