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Von unferetn römischen ^-Korrespondenten.

Das Aughasengebim-e in Gießen

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DergnügenI

Das Lebensniveau hoben werden. 25 000

Das Flughafengebäude, von zwei Seiten schönem Wald umgeben, der bis dicht an das

Die demographische Peitsche.

reits geschlossen. Man bekämpft die Fliegen und den Schmutz, sogar in Süditalien, riesige Wasser­leitungen werden angelegt, kurz, das italienische Haus wird vom Keller bis zum Dach gesäubert, luftig und behaglich umgebaut. 51nö gerade da­mit bricht Mussolini, nein, ein Naturgesetz bricht der demographischen Peitsche Stiel und Schnur. Kindermassen gedeihen nur auf unhygienischem Boden, zwischen Armut und Elend. Je vor­nehmer das Haus, desto weniger Kinder.^ Wir haben dec Natur Pest und Cholera abgejagt, da half sie sich gelassen mit dem ZweMnder- shstem. Was wir auch anstellen werden, um sie zu überlisten, sie entzieht sich der künstlichen Erhöhung der Fruchtbarkeit mit Listigereni. And vielleicht ist sie dabei gar nicht so boshaft und dumm, wie unsere Devölkerungspolitiker glauben.

sich auf der gesunden Grundlage von 18 Geburten auf das Tausend der Bevölkerung stabili­siert hat, während sichDeutschland in voller Dekadenz befindet: von 35 auf Tausend ist es bereits auf 20 herabgesunken, zwei Punkte trennen es nur noch von dem Niveau Frank­reichs!" Ohne Zweifel eine Wahrheit, die man ja auch in Deutschland bereits erkannt und als die deutsche Schicksalsfrage bezeichnet hat. Die Familien mit drei Kindern sind bereits eine Ausnahmeerscheinung, stürmisch bricht sich das Zweikinder- oder Keinekindersystem Bahn, be­sonders auch im Proletariat. In Berlin ist die Geburtenziffer bereits auf die erschreckende Tief­zahl von 11 oder 10 gesunken, der rasch um sich greifende Materialismus, wie es scheint, in Wirk­lichkeit der natürliche Ablauf einer Parabel, kommt dem bösen Worte Clemenceaus, in Deutsch­land gäbe es zwanzig Millionen zu viel, eilig entgegen.

Mussolini glaubt noch fest an die eigene Nasse, an den unerschöpflichen Mutterboden. Er sucht ihn daher wie ein guter Landwirt zu ver­bessern, indem er zunächst den Mihwuchserschei- nungen, um im Bilde zu bleiben, den Krank­heiten und anderen Ernteschädlingen nachgeht. Denn die Zahlen für Italien sind in der Tat wenig ermutigend, die höchste Geburtenziffer, mit 89 v. T., war bereits 1886 erreicht. Seither ist sie ständig gefallen, in vielen Landesteilen schon unter 27. Schädlich scheint vor allem die Städte­bildung, wenn die Industrie vorherrscht. So

beiden Behelfsbauten das neue und ein­drucksvolle Flughafengebäude getreten, das den Notwendigkeiten des Verkehrs auf lange Zeit

-hinaus gerecht wird und der Bedeutung die,er Stätte als wichtigen Verkechrspunkt und als beliebten, idyllischen Ausflugsort der Giehener und der Nach­barschaft in vollem Maße entspricht. Mit diesem neuen Gebäude, das morgen dem öffent­lichen Verkehr übergeben wind, wollen wir unsere Leser näher bekanntmachen.

verlor Turin im vorigen Jahre 538' Einwohner, Mailand verzeichnet einen Zuwachs von ganzen 22, Genua von 168. Diesen drei Städten stehen die industriefreien gegenüber, Palermo mit einer Vermehrung von 4177 Köpfen, Neapel mit 6995 und Nom mit 7925. Die en Symptomen einer unrichtigen Ernährung entsprechend, will Musso­lini Arbanismus und Industrialismus be­kämpfen, die Landwirtschaft fördern, hier wieder nicht den unfruchtbaren Ziegen­bauern, sondern den Großbauern, dem jedes Kind mehr ein Geschenk bedeutet. Nur noch ver- hcltnismähig gesunde Industriezweige sollen ge­duldet werden.

Die demographische Peitsche trifft aber auch direkt. Der Junggeselle wird mit Steuern ge­zwickt wie der Ochse mit dem biblischen Stachel, wider den man nicht löten soll, und demnächst sollen die kinderlosen Ehen an die Neihe kommen. Vernünftigerweise werden die Steuern nicht dem bodenlosen Staatssäckel zugcführt, sondern den Instituten, die sich mit Mutter- und Kinderschuh beschäftigen. Solche Einrichtungen zählt man in Italien an die sechstausend, alle aber litten an chronischem Geldmangel. So sollen euch Kinder- srohen diejenigen das Geld verschaffen, die sich weigern, eine Familie zu gründen! And schon Im ersten Jahre dieses Diktatorwortes flössen ihnen sechzig Millionen zu.

Sümpfe werden ausgebrannt in Land und Gesellschaft, der Malthusiasmus ist unter schwere Strafe gestellt, Schmutz und Schund in der Literatur werden unbarmherzig verfolgt. Es gibt nicht eine einzige Animierkneipe mehr in Italien keine Tanzsäle zweifelhaften Cha­rakters, selbst dieTabarins" muhten über Nacht ihren kümmerlichen Geist aufgeben. Alles für die gesunde Familie, nichts für das erotische

So nicht in § 14, nach dem die Bestimmungen über Lehrplan, Lehr- und Lernbücher für den Neligionsunterricht imEinvernehmen" mit den Religionsaesellschaften erlassen werden, aber der Staat nicht als höchfte Gntscheidungsinstanz be­zeichnet wird, wenn em Einvernehmen nicht statt- findet. Diese Gntscheidungsinstanz ist ihm auch nicht Vorbehalten, im Falle er diezur Ein­sichtnahme in den Religionsunterricht' von den Religionsgesellschaften vorgeschlagenenBeauf­tragten" ablehnen sollte (§ 16). Angeklärt ist auch noch, in welchem Verhältnis dieseBeauf­tragten" zum Staate stehen. Ebenso bedarf die Stellung der-obersten" Stellen, denen praktisch doch ein Aufsichtsrecht neben dem Staate ein­geräumt ist (§ 16) noch der Klärung. Auch die Geltungmachung oesWillens der Erziehungs­berechtigten" als Gntscheidungsinstanz neben, oder, wie es in den Ländern mit Simultanfchulen der

Wer heute den Blick rückwärts schweifen läßt auf das Jahr 1925, in dem die Luftver­kehr AG. Oberhessen-Lahngau (Oblag) praktisch auf den Plan trat und den Flug­hafen Gießen schuf, auf der andern Seite dann den heutigen Stand dieses Anternehmens betrachtet, der wird tzugeben müssen, daß hier tatfroher Giehener Dürgersinn und behördlicher Weitblick in wenigen Jahren ein Werk ge­schaffen haben, das uneingeschränkte Anerken­nung verdient und für das den ehrenamtlich tätigen Herren, wie auch den Behörden der Dank der Bürgerschaft gebührt.

Damals im Jahre 1925 war man s v be­scheiden: Ein Flugzeug pendelte täglich ein­mal zwischen Gießen und Frankfurt als Zu­bringer zu dem großen Frankfurter Flughafen. Aber schon im Jahre 1926 wurde der Flugplan erweitert: an Stelle des kleinen Pendelbetriebs trat ein wesentlich erweiterter Streckenverkehr mit mehreren Flugzeugen, der von Frankfurt über Gießen nach Kassel und umgekehrt mit jedesmaliger planmäßiger Landung auf unserem Flughafen führte. Nicht lange darauf wurde der Flugdienst bis bzw. von Hannover über Gießen ausgedehnt. And heute ist unser Gießener Flughafen durch weitgehend ausgebauten Flug­plan mit zahlreichen Anschlüssen ein vollwertiges Glied des großen Luftverkehrsbetriebs nach allen Richtungen Deutschlands und Europas. Zwar geht der Flugverkehr einstweilen immer noch nur nach Süden oder Norden zu den nächsten Amsteige-Flughäfen, wobei namentlich die in nördlicher Richtung fliegenden Maschinen täglich von hier aus so gut wie vollbesetzt sind. Aber wie lange wird es noch dauern, vielleicht nur ganz kurze Zeit, dann wird eine neue West-Ost­verbindung, etwa von Trier oder Koblenz, viel­leicht auch von Köln aus, über den Gießener Flughafen nach Thüringen mit Anschluß nach Sachsen, Schlesien usw. geschaffen werden, und Dann bricht wieder eine neue Etappe in der Entwicklung unserer Stadt an, denn bei einer solchen neuen Luftverkehrslinie wird Gießen ein bedeutender Flughafen werden. Hier liegen Ent­wicklungsmöglichkeiten für unser Gemeinwesen, deren Auswirkungen heute noch nicht abgeschäht werden können....

Daß bei dieser Aufwärtsentwicklung des Flug- verkebrs und angesichts der weitgehenden Aussichten für die Zukunft auch noch nach einer anderen Rich­tung hin an die Stelle eines recht bescheidenen Einst ein größeres Jetzt treten mußte, ist ohne weiteres verständlich. Einst stand auf dem Flugplatz ein kleines Blockhaus als Aufenthaltsftatte des Flug- platz^ersonals und der Passagiere. Daneben stand ein einstöckiger, in der Harwtsache aus Holzwerk be­stehender Bau, der die Wohnräume des Flugplatz­wirtes und die Betriebsmöglichkelten für Die Flug­platzwirtschaft barg. Jetzt nun ist an die Stelle dieser

Rom, September 1927.

Eines der augusteischen Gebote Mussolinis schreibt Italien eine Devö lker ung szis- fer von sechzig Millionen Köpfen vor, die an der Schwelle der zweiten Jahrhun­derthälfte, also bereits in weniger als einem Menschenalter, erreicht sein muß.Denn was sind die heutigen vierzig Millionen Italiener gegen die 90 Millionen Deutschen und die 200 Millionen Slawen? Was vierzig Millionen Ita­liener gegen die gleiche Anzahl von Franzosen, wenn zu den letzteren neunzig Millionen aus den Kolonien hinzustoßen? And zu den 46 Millio­nen Engländern gar 450 Millionen?"

Wettrüsten also auch in Kinderwiegen. Ober­stes Gebot der Menschheit scheint geworden zu fein, daß jeder seinem Nächsten über den Kopf wachse. Das Dogma lautet nach Musfolini: Vor­bedingung für die politische und damit wirt­schaftliche und sittliche Macht eines Volkes ist die Bevölkerungs stärke. Ein Sah, zu dem sich wohl die meisten Devölkerungspolittker bekennen, obwohl danach nicht etwa England, sondern Indien auf dieser erhabenen Höhe drei­facher Macht stehen müßte. Was Mussolini be­trifft, so wird er zur Erreichung des Zieles, so rief er aus,der Nation die demogra­phische Peitsche geben!

Das überrascht euch? Ihr fragt verwundert, ob denn so etwas nötig sei? Es werde doch immer behauptet, wir seien bereits zu viele? Nein, meine Herren, die Vernünftigen werden euch antworten: Wir sind zu wenige! Wie das Land den neuen Zuschuß ernähren tonne? Nun, dieselbe Aeberlegung wurde wahr- scheinlich schon 1815 angestellt, als in Italien bloß 16 Millionen Menschen lebten. Wahrscheinlich glaubte man auch damals, es sei unmöglich, daß derselbe Boden bei unendlich verfeinerter Lebens­haltung vierzig Millionen Menschen Raum und Nahrung bieten könne.

Nach dieser Vorbereitung spielte der Duee den überraschenden Trumps aus, die Bevölke­rungszunahme In Italien, die bisher doch immer das A und O des römischen Wörterbuches ge­bildet hatte, die als Triebkraft für die zwangs­läufige Expansionspolitik hingestellt wurde, die Mussolini selber zu dem berühmten AusrufAus- breiten oder explodieren!" Veranlassung gab, zu leugnenSeit fünf Jahren sagen toxr uns fortgesetzt vor, die italienische Bevölkerung trete über die Alfer. Gs ist nicht wahr! Der Strom schwillt nicht mehr an, er geht im Gegen­teil ziemlich rasch in sein Bett zurück!" Eine Tat­sache, die aus der Statistik hervorgeht, der aber gerade Mussolinis beste Absichten, wie wir noch sehen werden, wider seinen Willen Vorschub leisten.

Ein Bevölkerungsproblem hat es schon immer gegeben, nur vermochte es bisher n.emanb zu losen. Im Llltertum schlachtete man die unter­legenen Feinde ab, um Öen Siegerstaat auf Kosten des nachbarlichen zu stärken: sowie aber das unterworfene Gebiet einverleibt war, zeigte sich der Nachteil solcher radikalen Maßnahmen. Oder man unterjochte die Fremdstämmigen zu Sklaven und impfte damit dem Staate einen gefährlichen Bazillus ein, der zu Aufständen und schließlich zu völliger Amwälzung führte. Es ist zweifelhaft, ob die demographischen Gesetze des Augustus Erfolg hatten oder nicht, jedenfalls ging das römische Reich durch die übergroße Einführung freniben Blutes zugrunde. Wie die künstlichen Staatengebilde des Jahres 1918 zu­grunde gehen werden, die Millionen Fremd­sprachiger mit törichter, felbstzerstörender Gewalt In ihre Grenzen preßten und sich heute schon sie stützen müssen wie auf Krücken, um nicht um« zufallen. Gewiß ist das Schicksal einer Nation an die Bevöllerungsstärke gebunden, wie Musso­lini sagt, und dieses Schicksal muß ein katastro­phales sein, wenn die Devölkerungsstärke künst­lich mit rebellischem Blut auf eine ungesunde Ziffer gebracht wird.

Frankreich erkannte diese Wahrheit schon frühzeitig, und wenn es sie auch 1918 vergaß und mit der Einverleibung des unverdaulichen elfässischen Fremdkörpers einen schweren Fehler beging, so weih es doch nach wie vor, daß das Heil nur in der eigenen Rasse liegen, nur aus der eigenen Rasse der Dreigipfel der politischen, wirt­schaftlichen und sittlichen Macht empcricigen kann. Es ließ sich daher die Aassenpflege angelegen sein, forderte die Kinderzahl mit allen erdenk­lichen Mitteln. Mit völligem Mißerfolg, wie man gemeinhin glaubt. Mussolini ist aber auch hier anderer Meinung, er findet, daß sich Frank- reich sanlett hat, daß es nicht stagniert, sondern

Fall sein wird, über dem Staate, kann so nicht Gesetz werden (§ 20). Weiter kann der Staat unmöglich gezwungen werden, da, wo er den Anforderungen des bürgerlichen Lebens ent­sprechend, ausgebaute Schulsysteme schuf, diese nun aufzulöfen uno Zwergschulen zu schaffen, nur weil derabsolute" Elternwille es wollen soll. Auch hier kann das Problem nur in den Weiterverhandlungen gelöst werden.

Auch Die Kostens r a g e und die Anteil­nahme der Gemeinde bei Errichtung neuer Schulen, sind Probleme, die noch sehr der Klä­rung bedürfen. So ist der Entwurf noch weit davon entfernt, in vorliegender Gestalt Gesetz zu werden. Reicksrat, Reichstag und Ausschuß wer­den hier mitformen wollen. Als Grundlage für alle Weiterverhandlungen wird er jedoch immer­hin Dienste leisten können.

Haus herantritt, wurde nach einem Entwürfe des Stadtbauamtes, hergestellt von Bauoberinspektor Wettläufer und Architekt Schmidt, unter der öttllchen Bauleitung des Architekten Haas von der Sozialen Baugefellschast Bauhütte Gießen erbaut. Am 30. März Ä. I. wurde mit den Erd- und Maurer­arbeiten begonnen, am 8. Juni wurde der Rohbau vollendet, nun ist das Werk fertiggestellt, so daß es in Den Dienst seiner Bestimmung gegeben werden kann. Das Gebäude besteht aus einem Erdgeschoß, dem Obergeschoß und einem Signalturm, der auch als Aussichtsturm dem Publikum zugänglich sein wird. Bor Der Hauptfront des Hauses nach dem Flug- zeuglandeplatz zu befindet sich eine breite, schön an­gelegte und mit hüoschen Gartenmöbeln ausgestat- tete Terrasse zum Aufenthalt Der Besucher im Freien. Bon hier aus betritt man im Erdgeschoß den sehr geschmackvoll hergerichteten saalartigen Wirtschaftsraum, an Den sich rechts unD links klei­nere Zimmer ebenfalls für Gäste anschließen. Dieser Wirtschaftssaal, der in seiner anheimelnden, beque­men und dock neuzeitlichen Einricktuna ein beson­deres Schmuckstück des ganzen Hauses ist, bietet den Lustreisenden und Den Ausslüglern aus Gießen unD UmgegenD eine freundliche Ruhe- und Erholungs­stätte, an Der man sich wohlfühlen kann, lieber den Hausflur weg befindet sich die zweckmäßig eingerich­tete Garderobe, daneben ist das Zimmer der Flug­leitung und der Flugplatzpolizei, ferner ist dort die Küche mit den Dorratsräumen, aus der man sich von den Strapazen der Reise ober von den Anstrengun­gen des Ausflugs zu ganz annehmbaren Preisen verpflegen lassen kann. Das Obergeschoß enthält ein reizend hergerichtetes Uebernachtungszimmer für Luftreisende, ein Sitzungszimmer für die Ver­waltung der Oblag, die Wohnung des Hausverwal­ters, der zugleich auch Oekonom des Wirtschasts- betriebes ist, und einen schönen, breiten Balkon über dem im Parterre gelegenen Hauptwirtschaftssaal: dieser Balkon wird erforderlichenfalls auch mit als Aufenchaltsraum der Besucher dienen können, lieber dem ganzen erhebt sich der «Signalturm, der dem Publikum gleichfalls geöffnet ist. Der Bau in seiner äußeren Gestalt und m seiner gediegenen inneren Einttchtung wird dis lobende Zustimmung aller Besucher finden.

Als Baumaterial zu dem Gebäude wurde für das Fundament Splittbeton verwandt, das

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Keller- und Drdgefchohmauerwerk ist auS Ring- ofsnsteinen errichtet, Obergeschoß und Turm» mauerwerk bestehen aus Zementschwemmsteinen, die Kellerdecke unter dem Wirtschaftssaal wurde in Eisenbeton gefertigt. Die übrigen Decken sind aus Hohlsteindecken,System Wenko", das Ober­geschoß hat eine Holzbalkendecke, die Dalken- selder sind hier hohl, die Anterschicht ist mit Tektondielen verschalt. Die Isolierungen der Keller- und Amfassungswände gegen Feuchtig­keit erfolgte mit Zementestricht und Demantol- Asphaltfirnis. Fenster und Türenumrahnnmgen des Erdobergeschosses, sowie das Eingangspvrtal sind aus Kalzit-Dorsatzbeton hergestellt, das Dach­werk ist verschalt und mit teerfreiet Ditumen- pappe abgeb eckt.

Irn Innenausbau sind die Decken und Wände im Hauptwirtschaftssaal mit Gipsmörtel gestuckt, die übrigen Wand- und Deckenflächen in Erd- und Obergeschoß, sowie im Treppenhaus sind mit Weihkalkmörtel verputzt. Wände und Decken in Flur und Treppenhaus sind mit Serienfarbe ge­strichen und gewickelt, die Wände und Decken im Wirtschaftssaal sind mit Oelfarbe gestrichen und abgewachst. Für den Fußboden im Saal und in den Nebenräumen, in der Garderobe und im Wacheraum wurde Parkett verwandt, im Ober­geschoß liegt Linoleum, die Küchen im Erd- und Obergeschoß mit den dazu gehörigen Neben- räumen haben Steinholzestrich, ebenso der Büffet- raum. In den Tviletteräumen find die Fuß­böden In Majolikaplättchen ausgeführt, ebenso der Flur des Erdgeschosses. Die Wände der Toilettenräume sind mit weihen Wandplatten versehen. Die Beheizung des Gebäudes erfolgst durch Zentralheizung.

Die Dauarbeiten und Lieferungen wurden von folgenden Firmen ausgeführt: Grd- und Mau­rerarbeiten: Bauhütte, Soziale Baugesellschaft, G.m.b.H. (Gießen): Zimmerarbeiten: D. Nuhn (Lollar): Dachdeckerarbeiten: Firma K. Lapp (Gießen): Glaserarbeiten: Firma A Petrt (Gießen): Spenglerarbeiten: FirmaGg. Dahm er (Gießen): InstallattonSarbeiten: Firma Gg. Appel (Giehen), im Anschluh an einen Klein- Emscherbrunnen: Weihbinderarbeiten: Firma QL Chr. Schmidt (Gießen): ßinoleum und Tadeten durch die Firmen Säubert, Hochstätter und NenNstiel: Schretnerarbeiten: Firmen Vetter, Wack und Hahn (Giehen); Stein­holz- und Eftricharbeiten: Hessische Steinholz- und Estrichfabrik (Gießen): Platt en arbeit en: Sack und IugHardt (Gießen): Schlosserar­beiten: Firma Karl Braun (Gießen): Herd­lieferung: Firma I. B. Häuser (Giehen): Heizungsanlage: Firma H. Schassstaedt (Giehen): Blitzableiter: Firma Scheld (Giehen): Elektt. Beleuchtungsanlage: Ing. Brinkmann (Giehen): Heizkörververkleidung undDentilationS- gttter: Firma Arth. Gräfe & Co. (Giehen): Aeußeve Verputz- und Anstteicherarbeiten: Bau­hütte, soziale Ballgesellschaft m. b. H. (Giehen): Lieferung der Kandelaber für die Auhenbeleuch- tung: Firma Schlosfermftr. Wiegandt (Gießen): Lieferung der Wtrtschaftsmöbel und Vorhänge: Möbelfabrikant S t ü ck r a t h (Gießen); Lieferung des Büfetts: Firma Rieger (Lich): Ausführung der Tapezierarbetten: Tapezier- und Sattler- meister Malkomesius (Giehen).

Die Baukosten für das Wirtlchastsaebäude wer­den der Stadt von der Luftverkehrsgesellschaft verzinst.

Zwischen dem Flughafengebäude und dem Lande­platz Der Flugzeuge ist entsprechend den neuzeitlichen Anforderungen des Flugdienstes eine sog. Roll­bahn angelegt worden, auf der die Flugzeuge bis unmittelbar vor das Gebäude rollen, so daß die Passagiere auch bei schlechtem Wetter unbesorgt vor Sckmutz und Bodennässe die Flugmaschtnen ver­laßen bzw. besteigen unD in Verkehr mit dem Hause treten können. Die Rollbahn, mit Deren Bau am 11. Juli begonnen rourDe, ist am 23. August voll­endet worden. Der Unterbau auf gutem Grund ist mit 7 Zentimeter starkem Magerbeton und 5 Zenti­meter starker Kieeschicht hergestellt worden, auf schlechterem Grund wurde außerdem eine 15 Zenti­meter starke Packlage ausgeführt. Der Oberbau be­steht aus Hartbasaltzementplatten, die von der Firma Jean Dem & C o. (Gießen) geliefert wur­den. Die Erd- und Maurerarbeiten leistete der Bau­unternehmer Ernst Wagner (Gießen). Die Bo- denflächen zu beiden Seiten der Rollbahn werden in den nächsten Wochen noch planiert und mit Gras- famen eingesät, vor der Terrasse werden gärtne- rische Anpflanzungen oorgenommen. Die bisherigen Behelfsbauten werden seitlich an den Waldrand ver­setzt, so daß in aller Kürze das Gelände zwischen Dem Gebäude unD Den Landungswiesen für die Flug­zeuge völlig frei sein wird.

In der Gesamtheit betrachtet ist zu sagen, daß unser Flughafen nunmehr in vortrefflicher Weife ausgebaut ist und habet durch diesen Hausbau und die mit ihm verbundenen guten Erholungsmöglich­kelten eine Gestaltung erfahren hat, die unserer Stadt weithin im Reiche den Ruf eines befteinge- richteten Flughafens eintragen wird.

Briefkasten der Redaktion.

6. Nauheim. Die Zeichen sind Bezeichnungen unserer Mitarbeiter, die als Merkmale für unseren inneren Dienstbetrieb dienen. Für den Leser haben diese Zeichen keine Bedeutung.______________________

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