Einzelbild herunterladen

der

bg.hedl.

Rundfunks aus den Welthauptstädten".

..Das

i**

1

den

alle, Ne­

belten als beseitigt angesehen werden.

In der n ä ch st e n Zeit werden nun folgende

tJlierouMrt Cte Slugllr^vSt/ICX > »unverbindlich

läute nicht möglich war. Hoffentlich werden Einwohner der Stadt Gießen, überhaupt die unsere Glocken hören, mit dem neuen läute einverstanden und zufrieden sein.

In alter Zeit hat man bekanntlich auf

Glocken Inschriften angebracht, die die Zeitlage schilderten. So sollen auch die neuen Glocken der Gießener evangelischen Kirchengemeinde Inschrif­ten bekommen, die den späteren Geschlechtern sagen, unter welchen Umständen die alten Glocken

viin altes Schmerzenskind der Stadtverwaltung, nämlich der Ausbau der Bruchstraße bis zur Goethe- ftraße, kann nunmehr nach Vollendung dieser Ar

Die Dahnen dieser Meteore weisen, wenn man ihren Lichtschweif nach rückwärts verlängert aus einen Punkt an der Sphäre hin, der im Sternbude des PerseuS. nahe bei dem Sterne Gamma, liegt; man nennt die Meteore deshalb Perseiden. Der Ausstrahlungs- oder Radiationspunkt i|t natür­lich nur ein scheinbarer Punkt, er errtsteht dadurch, daß wir uns mit der Erde mit großer Geschwin­digkeit dem Sternschnuppenschwarm entgegenbe- wegen, ähnlich wie wir auf der Eisenbahn die geraden Schienen nach vorn in einem PuN" Su- sammenlaufen sehen. Das Sternbild des PerseuS findet man jetzt abends tief im Rordnordvsten. wo es am Horizont westlich (rechts) neben der Milch­straße beginnt und sich in dieser nach oben fort-

Oleben dem April und Rovember zeichnet sich der August durch einen weit größeren Stern­schnuppenreichtum aus, als alle anderen Monate des Jahres. Ramentlich in Hellen Rächten um die Mitte des August sieht man viele der leuchtenden Himmelsraketen aufblihen, em Stuck

Filmland", Moskauer Dericht von Dr. Bern­hard Reich. 20.00: älebertragung aus Berlin (Haus der Funkindustrie in Wihleben): Der- fassungsfeier. Anschließend bis 0.30: Tanz­programm.

Unübertroffen Unverwüstlich * Sieger gegen die ganze Wet 1923/25 Rlesen-Prütungsiahrten

Generalvertreter: Georg Karl Reit, Gießen, Marburger Straße 34.

entfernt, und die neuen ® loden angebracht wur­den. Der Gesamtkirchenvorstand hat für die beiden neuen Glocken folgende Inschriften bestimmt:

Für die Stadtkirche:

1917

In harter Zeit ward stumm mein Mund, Run mach ich wieder allseits ftmb;

Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit.

1927

Für die Iohanneskirche:

1917

Im Kriege schmolz man mich einst ein, Dem deutschen Lande Wehr zu sein, Im Frieden steh ich auf zum Leben. Gott woll uns seinen Frieden geben.

1927

Die Herstellung der beiden Glocken ist bekannten Glockengießerei F. W. R i n ck e r in Sinn bei Herborn übertragen worden, die Fer­tigstellung und Anbringung der neuen Glocken

Aus der provinzialhauptftadt.

Gießen, den 10. August 1927.

August-Meteore.

steht die Möglichkeit, die drei kleinen Glocken allein läuten zu lassen, was bei dem alten Ge- .... ... ... - alle

leuchtenden Hinnnelsraketen ausvuyen.

Weges dahinschießen und wieder verlöschen. ° v v? _t frwAtfAn tnonn YTTAU

weiter.

Jp-) Gestern gin, Land heftig« wurden durch u vrcschrrdenr tztra- d die tirfniiegenden überschwemm. h.°u!en stand das .'u den Kellern, so 'Kit treten und die in den Gärten

M und tzagelschlag t- 2n Avnsdorl ebenfalls starke großen Schaden an der Blitz ein, ohne den zu verursachen, le durch Berschlam- 'rthalbstündige Der

I- (DD.) ^vergangene d deSLüdharzes Mre Unwetter nie« chlug der Blitz i wurden jum oröß- äht sich der Schaden bis jetzt noch nicht dt, Branden dc i Wohnhäuser, Stal­dielen Maschinen und Schaden an Groß- :end. 3n das Säge- Sorge im Harz schlug mit großen Holzvor- hinen brannte nieder. , 9. Aug. Bei den gebung niedergegangs- Gewittern wurde

ungen auherordent- angerichtei 3n ein- die ganze Ernte , ' Schaden, der an der -en Srnte angm'chtel Mion geW :Mvn eburg.

6^8 moröcH 90 veneh LhjnestU-

^Mrktplab *

s**1'

1

6üiC2« d«

"chiki

a?*

^-^walbie.

n»v^?^'chsmar! wird, und

r Welt.

S«

gtfamt

ler V** l*"-.,,. Si(r W getneM 5münöer i Amerika M c ti(P.

Een amen I flbn£ l.5uü n°Z ihrer Auswand'eee ur, gS*,;:«

Laurentiustränen hat der Bolksrnund diese Meteoren genannt, weil der 10. August, an dem sie sich vorwiegend zeigen, dem heiligen Lau­rentius geweiht ist. Er war im 3. Jahrhundert Erzdiakon des Papstes und hatte als solcher die Aufsicht Über den Schah der Kirche zu Rom. Als bei der Ebristenverfolung sein Gönner und Freund. Papst Thstus. zum Martertode geführt wurde, rief er ihm zu:Wo gehst du Hin, Dater. ohne deinen Sohn?" Iener aber befahl ihm, zu- rückzubleiben und das Kirchengut zu bewahren. Doch bei der Ehristenverfolgung unter Kaiser Dalerian im Iahre 257 ergriff mm ihn und d ang in ihn. den Kirchen ^atz auszul.e r . Da bat er sich drei Tage Fceih.it aus, ries r nie und Arme zu sich und zeigte diese den Satelliten des Kaisers als die, deren Unterstützung einen Schatz im Himmel erwerbe. Darauf wurde er auf einem eisernen Rost lebendig gebraten. Rach seinem schrecklichen Martertode, so heißt es, verschwand der Götzendienst aus Rom. Unter dem Christen­kaiser Konstanttn, dem Großen, erbaute man eine Kirche über seinem auf dem vermischen Felde am Wege nach Tibur liegenden Grabe, die heute noch steht. Sie ist eine der fünf Hauptkirchen Roms; außer ihr besitzt Rom noch sieben andere Kirchen, die den Ramen des heiligen Laurentius tragen, des Blutzeugen, um dessen Tod gleichsam der Himmel alljährlich feurige Tränen weint. A. St. (Siebener Slrahenbauprogramm

Nachdem die Stadtverordnetenversammlung bei der Etatberatung umfangreiche Geldmittel für Straßenbauzwecke bzw. Straßenerneuerung be­willigt hat. ist seit einigen Wochen bereits eine rege Tätigkeit in unserem Straßenbauwesen zu beobachten. Wenn auch durch diese Arbeiten noch nicht alle Wünsche der Bürgerschaft befrie­digt toerben können, fo ist die Stadtverwaltung dich in der Lage, nunmehr in weitgehender Weise für die Herrichtung neuer Straßen und die Erneuerung zahlreicher alter Straßenzüge Sorge zu tragen.

Am äußersten Ende des Südviertels, unter­halb der bei der Rerveuklinik neugebauten Schu­

lst für den Herbst zu erwarten.

Der (Siebener Ehrensriedhos.

Der Ehrensriedhos auf dem neuen Friedhof am Rodtberg ist nach jahrelangem, vergeblichem Stre­ben im Laufe der bisherigen Sommermonate nun in einheitlicher Gestaltung würdig hergerichtet wor­den. Im Laufe der Kriegsjahre war eine Friedhofs­anlegung nach einheitlichen Gesichtspunkten man­gels jeglicher Anhaltspunkte über den Umfang der erforderlichen Geländeflächen für die letzten Ruhe- tätten der Krieger nicht durchzuführen. Nach dem Kriege kamen dann bekanntlich die Ausgrabungen der französischen, englischen und italienischen Krie- gerlelchen, wodurch wiederum eine geschlossene Her­richtung des Ehrenfriedhofs verhindett wurde. Nach dem Abschluß dieser Ausgrabungen waren dann endlich klare Verhältnisse geschaffen, so daß nun­mehr die Stadtverwaltung zu der von der Bürger­schaft gewünschten geschlossenen Herrichtung des Ehrenfriedhofes schreiten konnte. Die Anlage ist dergestalt durchgeführt worden, daß in der ersten Abteilung die sterblichen Ueberreste der deutschen Krieger, die in hiesigen Lazaretten verstorben sind, ruhen, während in der zweiten Abteilung die hier verbliebenen fremden Soldatenleichen, in der Haupt­sache Russen, ihre letzte Ruhestätte haben; in dieser zweiten Abteilung hat auch das von den Kriegs­gefangenen hergeftellte Ehrenmal für verstorbene fremdländische Krieger seinen Platz erhalten. Die Gräberanlage in der Abteilung der deutschen Kriegs­opfer ist durchweg in Beetform mit erhöhter Ra­batte am Kopfende der Gräber geschahen worden. Sämtliche Gräber sind mit Immergrün bepflanzt, zwischen den einzelnen Ruhestätten befinden sich schmale kiesbeftreute Geländestteisen. Die erhöhte Rabatte dient einerseits zur Aufnahme der Na- menstasel des Verewigten, andererseits zur An­pflanzung des Blumenschmucks, wofür man Busch­rosen ausgewählt hat. Der Ruheplatz für die deut­schen Krieger ist von einer Taxushecke umsäumt, die Wege befinden sich in guter Verfassung. Die Unter­haltung der Friedhofsanlage ist, damit alle Maß­nahmen und Arbeiten nach einheitlicl)en Gesichts­punkten erfolgen, ausschließlich in die Hand der Stadtverwaltung gelegt. Den Angehörigen der toten Kämpfer wird aber doch die Möglichkeit gegeben, zu beiden Seiten der Namenstaseln durch einen Blumenstock oder Strauß ihres Heimgegangenen zu gedenken. Im Interesse einer gleichartigen, würdi­gen Gräberpflege ist es erforderlich, daß die Ange­hörigen bei aller Ächtung vor ihrer Iraner hinsichtlich des Blumenschmucks sich hn Rahmen des- sen halten, was seitens der Stadtverwaltung für die Pflege der Gräber angeordnet ist, d. h., daß die Fa­milien über die obenerwähnte Art der Grab­schmückung nicht hinausgehen, damit nicht etwa andere Gräber hinsichtlich des Schmuckes benachtei­ligt erscheinen. Wünschenswert wäre jetzt nur noch, daß in dem Teile des Ehrenfriedhofes auf dem be­reits vorgesehenen Platz ein würdiges, schlichtes Ehrenmal baldigst errichtet würde. Auf der Ruhe­stätte der fremden Soldaten sind die Gräber gleich­falls in Beetform angelegt und mit frischem Grün oerseben; seitlich der Gräber erhebt sich das oben- erwichnte Ehrenmal. Diese Abteilung des Friedhofes ist mit einer Buxdaumhecke ein gefriedigt.

Äornotizen.

Tageskalender für Mittwoch. Gastwirteverein für Gießen und Umgegend: Philo­sophenwald, Sommerfest. Palast-Lichtspiele:Die Geliebte". Astoria-Lichtspiele: ,/Die verkaufte Frau."

** Ein neuer Personenzug. Dom Mon­tag, 15. August, ab verkehrt, wie bereits kurz ge­meldet, versuchsweise an Schultagen, zunächst werk­tags bis 1.Oktober d.J., ein neuer Personenzug mit 3. und 4. Klasse von Butzbach bis Gießen. Butz­bach ab 6 53 Uhr, Kirchgöns 7.03, Lang-Göns 7.09, Großen-Linden 7.16, Gießen an 7.25 Uhr.

* Oeffentliche Bücherhalle. 3m Iuli wurden insgesamt 915 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 594, Zeitschriften 105, Iugendschrisien 51, Gedichte und Dramen 7, Länder- und Völkerkunde 59, Ge­schichte und Biographien 52, Kunstgeschichte 12. Raturwissenso'a t und Techno rg e 13, Heer und Seewe'en 4. Gesundheitslehre i, Religion und Philosophie 11. Sprachwissenschaft 3, Fremd­sprachliches 3 Bände.

" Das 8. Abonnementskonzert un­serer Reichswehrkapelle findet aus Anlaß der Verfasfungsseler nicht am Donnerstag, 11. August, sondern am Freitag, 12. August, auf der Liebigshöhe" statt.

" Geographische Lehrreise. Das geographische Seminar unserer Universität

unternahm kürzlich unter der Leitung von Prof. K l u t e eine zehntägige Lehrreise durch Rord- deutschland. Rach einer Besichtigung von Goslar wurde von Bad Harzburg eine Wanderung durch den Harz über den Brocken gemacht. In Rübe- lanb besichtigte man die Hermannshöhle, dann ging es mit der Bahn nach Rordhausen. Rach einem kurzen Abstecher auf den Kyffhäuser fuhr man nach Hamburg. Mit Schiff ging es dann nach Helgoland und Cuxhaven, wo einige Zeit dem Studium der Rordseeküste, den Marschen, der Geest und den Dünen gewidmet wurde. Die Weiterfahrt führte wieder über Hamburg nach Kiel, wo die Howald-Werst eingehend besichtigt wurde. Rach einer Fahrt durch die Kieler Förde fuhr man nach Eckernförde. Von hier beschloß eine Wanderung durch die Hüttener Berge, in denen die Grund- und Endmoränen der Eiszeit kennen gelernt wurden, die lehrreiche Exkursion.

Zur Ausbildung vo n In­genieuren und Architekten Unter den Anstalten, die eine gediegene technische Aus­bildung vermitteln, darf das Polytechnikum Fried­berg mit an erster Stelle genannt werden. Es nimmt eine Mittelstellung zwischen den Tech­nischen Hochschulen und den technischen Mittel­schulen ein und besitzt akademischen Charakter. Staatskommissar ist ein Professor der Technischen Hochschule in Darmstadt. Es bestehen Abteilun­gen für Maschinenbau. Elektrotechnik, Dau» ingenieurwesen unö Architektur. Am 29. Oktober 1926 konnte die Anstalt mit ihren über 600 Stu­dierenden ihr 25jähriges Bestehen feiern und damit die Einweihung eines neuen Gebäudes für die Maschinenbau-Abteilung verbinden, das u. a. ein ganz hervorragend ausgestattetes Maschinen­laboratorium enthält. Im Oktober dieses IahreS wird ein zweiter Reubau für die elektrotechnische Abteilung der Benutzung übergeben, der allen Ansprüchen auf eine zeitgemäße Ausbildung zum Elektro-Ingenieur gerecht wird. Beide Teil- gebäude werden durch einen Derbindunasbau zu einem großzügig entworfenen Bauwerk von monumentaler Wirkung vereinigt. (Siehe heutige Anzeige.)

'* Rindermarkt in Gießen. Zum gestrigen Rindermarkt waren 770 Stück Großvieh und 432 Stück Iungvieh und Kälber auf getrieben. Der Handel war sehr schleppend, so daß sich der Markt bis Mittag hinauszog. Bezahlt wurden für Kühe 1. Qualität 600 bis 650 Ml, 2. Qualität 450 bis 500 M!.. 3. Qualität 200 bis 350 Mk., Iungvieh 180 bis 250 Mk. das Stück. Kälber kosteten das Pfund Lebendgewicht 60 bis 65 Pf. Nächster Markt am 23. August.

** Zur Richtigstellung. Sein 25jährlges Dienstjubiläum beim Stadtbauamt beging dieser Tage der Bauoberassistent Philipp L u h, nicht Loh, wie es in unserem Bericht in der Montagnummer irrtümlich hieß.

Berliner Börse.

Essekten-Frühvcrkehr.

Berlin, 10. Aug. (WTB. Funkspruch.) Im Gegensatz zu den letzten Tagen hört man im heutigen Frühverkehr schon eine größere Anzahl von Kur- sen. Die Stimmung ist weiter gebessert, das Geld flüssig, so daß der Medio kaum Schwierigkeiten machen dürfte. Besonders für Montan- und Schiff- fahrtswerte erhält sich zu steigenden Kursen Inter­esse. Farben ca. 320, Hapag und Rordlloyd 156, Gel­senkirchen 164,5 und Stahlverein 138. Am Devisen­markt hört man Paris 124,025, Mailand 89,275, Madrid 28,72 und das Pfund mit 4,8613.

Rundfunk-Programm.

Donnerstag, 11. August.

12 Uhr: Uebertragung aus dem Reichstags­gebäude: Verfassungsleier. 13.30 bis 14.30: Mittagskonzert der Kasseler Hauskapelle: Salon­musik. 16.30 bis 17.45: Konzert des Haus­orchesters: Reue Tanzmusik. 17.45 bis 18.05: Die Lesestunde. 18.05 bis 18.30: Stunde der Landwirtschaftskammer Ka'sel:Dodenjäure. Kalk und künstliche Düngung", Vortrag von Dr. Elbert von der Landwirtschaftlichen Versuchsanstalt Harleshausen. 19 bis 19.25:Die großen Metropolen: Sonderberichte des Frantfurter

mngsberg bis zur Bergstraße, Kaiserallee bis zum Alten Rödgerweg.

Teerbefestigungen der Fahrbah­nen, sind vorgesehen für die Roon st raße, Diez- strahe. Friedrichstraße von Frankfurter Straße bis Wartweg.

Kleinpflasterungen der Fahr­bahnen werden erfolgen in der ßanbgrafen- straße, Kaiserallee bis zum Alten Rödgerweg, Marburger Straße vom Wiesecker Weg bis zur Stadtgrenze, Rodheimer Sttaße von der Schüt- zenstraße bis zur Stadtgrenze bei der Hardtallee, sowie in einem Teil der oberen Frankfurter Straße.

Diese Arbeiten werden zum Teil schon in Kürze ausgeschrieben und sollen möglichst noch in diesem Iahre und im nächsten Früh­jahr kmrchgesührt werden.

Ferner wird noch in Erwägung gezogen, bald­möglichst auch die Westanlage zwischen der Goetheschule und der Reustadt umzugestal­ten; die Mittel für diese Arbeit sind schon be­reitgestellt. ES ist geplant, die Fahrbahn der Westanlage vom Bahndamm hinweg nach der gegenüberliegenden Häuserreihe zu verlegen und das Gelände zwischen der neuen Fahrbahn (die etwa im Zuge der jetzigen Baumreihe verlaufen wird) und dem Bahndamm gärtnerisch Her­tz u r i ch t e n, damit auch dieses Stück der An­lage, das gegenwärtig die BezeichnungAnlage" wirklich nicht verdient, dem Kranze unserer In­nenstadtanlagen sich würdig anschliesten kann.

Für die Wintermonate wird noch an­gestrebt, weitere Kanalisativns- und Straßenbauarbeiten durchzuführen, um in verschiedenen Stadtvierteln bis zum nächsten Iahre noch mehr Baugelände zur Erschließung bringen zu können.

Neue Glocken für unsere evangelischen Kirchen.

Im Iahre 1917 mußten bekanntlich viele Glocken von ihrem Standort heruntergenommen und zu Geschützmaterial umgegossen werden. Diese im Interesse der Vaterlands - Verteidigung notwendige Maßnahme wurde allenthalben schmerzlich empfunden, auch von solchen, die dem Rufe der Glocken zum Besuche der Gotteshäuser nicht mehr folgen. Der Deutsche weiß ebem daß das Glockenläuten, besonders das Glockenläuten seiner Heimat. Gemütswerte in sich birgt, die unersetzlich sind. Damals drohte der Iohan­neskirche die Gefahr, alle ihre Glocken zu verlieren, während die Glocken der Stadtkirche, als des älteren Gotteshauses, bleiben sollten. Glücklicherweise gelang es. die Instanzen, die hierüber zu entscheiden hatten, dazu zu bewegen, daß in jeder Kirche nur die kleinste Glocke in Anspruch genommen wurde. Es war das Ver­dienst des leider zu früh dahingeschiedenen llniversitäts»Musikdirektors Professor Gustav Srautmann, daß die Einschmelzung aller Glocken der Ivhannesttrche unterblieb. In einem Gutachten machte er geltend:Das auf den B-Moll-Dreiklang (B, Des, F, B) abgestimmte harmonische Geläute der Stadtkirche zu Gießen ist in dem Iahre 1893 durch das harmonische. Geläute der vier neuen, auf den As-Dur-Trei- klang (As, C, Es, As) abgestimmten Glocken der Iohanneskirche zu einem melodischen Geläute ergänzt worden. Durch die vorzeitige Entfernung der Glocken der Iohanneskirche würde dieses melodische Geläute dauernd zerstört und Gießen eines eigenartigen Reizes verlustig gehen. Es wäre daher wünschenswert, daß die im Drei­klang um einen Ton tiefer stehenden Glocken der Iohanneskirche zugunsten des melodischen Geläutes der Stadt Gießen so lange erhalten blieben, bis die dringendste Rotwendigkeit auch ihre Entfernung fordert."

In der Tat ist das Geläute der beiden Gießener evangelischen Kirchen von hervorragen­der Klangwirkung gewesen. Ein Kirchenvorsteher aus Stettin erbat sich kurz nach dem Kriege von dem Gießener Gesamtkirchenvorstande die Unter­lagen über das Geläute der Iohanneskirche, um anregen zu können, daß dasselbe Geläute in einer neuerbauten Kirche feiner Heimat ange­bracht werde. Er machte dabei geltend, er sei während des Krieges mit seiner Gattin mehrere Male längere Zeit in Gießen gewesen, um seinen Sohn, der hier verwundet im Lazarett lag. zu besuchen, und sie hätten sich beide jedesmal, wenn geläutet wurde, in der Rähe der Iohannes­kirche eingefunden, um das herrliche Geläute auf sich wirken zu lassen.

Run ist die Kirchengemeinde endlich in der Lage, für jeden Turm wieder die vierte Glocke zu beschaffen. Die fehlen­den Glocken werden unter ausdrücklicher Zu­stimmung des Sachverständigen, Herrn Kirchen­musikmeisters Professor Dr. Mendelssohn in Darmstadt, nicht in dem früheren Gewichte und in der alten Tonlage hergestellt werden. Die neue Glocke der Stadtkirche soll anstatt 450 nun 700 Kilo, di« neue Glocke der Iohannes­kirche anstatt 620 nun 1020 Kilo wiegen. Durch diese Anordnung wird jedes der beiden Geläute voller und harmonischer werden, außerdem be-

iaupi neue Straßen ausgebaut werden: Die '13er-

. hj-hel verint bindungsstrecke zwischen der Klinikstraße und dem i.rfo- icht 1' Wartweg im Zuge der Ebelstraße (sog. Studenten- rin uLt in verlohn sieg), die Straße zwischen der Schillerstraße und der st cnic Wejerstraße entlang der Main-Weser-Bahn, das

Verbindungsstück zwischen der Weserstraße und der Ederstrahe nördlich der Steinstraßc Die weitere Verbindungsstrecke zwischen der Ederstraße und der Schottstraße nördlich der Stelnstraße wird voraus­sichtlich erst zu einem späteren Zeitpunkt, nachdem dort Wohnungsbauten in Betracht kommen, ausge­baut werden/

Neubefestigungen von Straßen find nie folgt vorgesehen: die Fahrbahnen im vorderen Lsterweg von der Walltorstraße bis zur Schiller­straße, in der Schillerstraße bis zur Nordanlage und in der Kirchstraße bis Oswaldsgarten werden Asphaltbelag erhalten.

Die Erneuerung der Asphaltfahr­kahn e n wird in folgenden Straßen vorgenom­men werden: Marktlaubenstraße, Mäusburg und Marktstraße.

Reue Bürgersteigbefestigung er­halten die Bergstraße, Schottstrahe, Roonstrahe, Schillerstraße bis Rordanlage. Kirchstraße. Mühl- siiaße bis Mühlgasse, Diezstraße, Am Rah-

bcrtstraße in der Richtung nach Klein-Linden >v. sind in den neuprojektierten Straßen die Kanalisattonsarbeiten jetzt nahezu beendet, so daß _ hier in Kürze mit den Straßenbauarbeiten selbst

, heute vormittag er- begonnen werden kann. Es handelt sich hier um Grptofionsun' die neuen Straßen: Beethovenstraße, Thaerstraße. Fort 10, wo eine Am Zollstock. Richard-Wagner-Straße und Hön- Betrieb-unterhielt. 2k delstraße.

iloren ?ie Dächer bir Der Straßenzug am Kugelberg nach Der Mbnhäujcr sind nw oberhelfischen Bahnlinie zu. sowie das Derbin-

k/pdccil Samtig dungsstuck zwischen dieser neuen Straße und der icrtrümmert. StraßeAm Kugell-erg" sind im Bau nahezu ,nX inb tum N vollendet. Das Reststück des Straßenzuges wird »Ä von mehr oh fertig ausgebaut werden, sobald die Wohnungs- v xLiSin und oieni' bauten der Kriegersiedlung im Rohbau vollendet XS »«« « - ....... -.....

Die

&

5874c