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drei Uhr. Die Täter, die Brüder Unverricht aus Zipfen, wurden am Sonntag früh verhaftet. Der jüngere wurde bald wieder entlassen, während der eigentliche Täter in Untersuchungshaft kam. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt hat im Laufe des heutigen Tages die Sektion der Leiche vorgenom­men. Weitere Untersuchungen sind im Gange.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

0 Wetzlar, 8.2lug. Am Samstag fand hier in der GastwirtschaftZum grünen Laub" eine Vollversammlung der Kreisgruppe Wetz­lar des Deutschen Lehrervereins statt. Zum ersten Vorsitzenden wurde an Stelle des bisherigen Vorsitzenden Lehrer G e i h m a r, 5.ahensurt, der Lehrer Gaul von hier ein­stimmig gewählt, der im Anschluß an die Wahl sofort den Vorsitz übernahm und die Versamm­lung leitete. Den nächsten Punkt der Tages­ordnung bildete die Stellungnahme zu dem neuen Reichs schulgesetzentwurf. Vach einem Heberblick über die praktischen Aus­wirkungen des Entwurfes durch Lehrer Vach, Wehlar-Viedergirmes, fand ein« rege Aussprache statt, die damit endete, daß die Kreisgruppe den Rcichsschulgesetzentwurf in der neuen Form ad­le h n t.

Tilltreis.

WSN. Dillenburg, 8. Aug. Heute früh fuhr ein mit drei Personen besetztes Personenauto auf der Strecke KölnGießen in eine geschlos­sene und beleuchtete Schranke. Beide Schrankenbäume wurden schwer beschädigt. Der Be­sitzer und Führer des Autos, ein Kaufmann aus Köln, wurde leicht verletzt, die Ehefrau des Besitzers erlitt dagegen schwere Verletzun­gen. Beide Verletzten wurden nach dem Dillen­burger Krankenhaus verbracht.

Kreis Marburg.

sch. Marburg, 8. Aug. Ein schweres Autounglück ereignete sich heute bei dem Dorfe Damm. An einer Straßenlurve kam ein mit sieben Personen besetztes Auto, die auf einer Vergnügungstour von Marburg nach Gladenbach zurückkehrten, ins Schleudern und stürzte in den Chausseegraben. Hierbei wurde der Dentist Paul Demmer, Gladenbach, getötet. Die übrigen Insassen kamen teils mit leichten Verletzungen, teils mit dem Schrecken davon.

Kreis Biedenkopf.

# Gladenbach, 8. Aug. Der F l u g t a g stand anfänglich unter einem ungünstigen Stern. Von den drei Flugzeugen, die am Samstagmittag über Gladenbach erschienen, mußten zwei auf dem Feld notlanden, wobei ein Apparat schwer beschä­digt wurde; die Piloten blieben unverletzt. Da aber das Wetter gegen Sonntagmittag besser wurde, von Berlin auch ein neuer Propeller eingetroffen war, waren doch wieder zwei Flugzeuge startbereit. Diese stiegen am Vormittag auf, wählten aber als Lan­dungsplatz Gießen. Von dort aus erschienen sie auch um 2 Uhr, um Reklamezettel abzuwerfen, dann wie­der um 4 Uhr, um allerlei Akrobatenkunststücke in der Luft zu zeigen; endlich erschien eines der Flug­zeuge nochmals um 5 Uhr und brachte den Fall­schirmspringer S). Siebte mit, der dann auch glatt mit seinem Fallschirm auf dem Flugplatz landete. Eine heimatliche Note bekam die Veranstaltung da­durch, daß unser Heimatflieger Heinrich A a d e von Wilhelmshütte gegen 12 Uhr in Berlin aufgestiegen war und nachmittags in elegantem Gleitflug hier landete. Die ganze Veranstaltung, die wohloorbe- reitet war, nahm in allen Teilen einen guten Ver­lauf.

Obcrtvesterwaldkreis.

Lpd. Hachenburg, 8. Aug. (TU.) Der Ar­beiter L e i n z aus Höchstenbach wollte in Beglei­tung eines Freundes mit seinem Motorrad eine Straßenkreuzung passieren, über die ein Bahnüber­gang führt. Im gleichen Augenblick kam ein Per­sonenzug aus Selters, dessen Lokomotive die Fah­rer' erfaßte und etwa 40 Meter weit mitschleifte. Lcinz wurde dabei so schwer verletzt, daß er bald darauf starb; sein Mitfahrer kam mit leich­teren Verletzungen davon.

Maingau.

WSR, Frankfurt a. M., 8. Ang. Gestern nachmittag unternahm der neue Franksur-ter FreiballonDrvrh" vom Festhallengelände aus seine sechste Fahrt. Der Ballon überflog in langsamer Fahrt in nordöstlicher Richtung die Stadt und landete gegen 4 Uhr nachmittags glatt in der Rähe von Salmünster. Der Führer, Ober­regierungsrats Dr. Landmann, Frankfurt o. M., einer der ältesten Frankfurter Ballon­fahrer, der seinen ersten Ballonaufstieg 1908 unter­nahm und besonders während derJla" viele Flüge geleitet hatte, beging damit zugleich ein seltenes Jubiläum: er mache seine 100. Fahrt im Freiballon. 2n der Simsonstraße stürzte

gestern mittag ein fünfjähriges Mädchen aus bisher noch nicht aufgeklärter Ursache vomDal- k o n der elterlichen Wohnung auf die Straße. Es erlitt so schwere Verletzungen, daß bald darauf der Tod eintvat.

Wirtschaft.

Die Ergebnisse der Rationaiifierung.

Die Rationalisierung mußte durchgeführt werden, weil der steigende Warenbedarf nur bei günstiger Preisentwicklung befriedigt werden kann, diese aber durch die übermäßige Höhe der Steuern, der Zinszahlungen, der sozialen Ab­gaben, der Eisenbahntarife usw. erheblich ge­hemmt wird. Außerdem muß die deutsche Wirt­schaft ihren Produkttonsapparat und ihre Kapi- talausrüstuna viel intensiver uni) rationeller als in der Vorkriegszeit verwenden, wenn sie die: 4 Mill. Erwerbstätige ernähren will, die Deutsch­land im gleichen Gebiete mehr besitzt als im Jahre 1913.

Die Durchführung der Rationalisierung hat der Industrie die vielfach vermuteten Gewinne nicht gebracht. Bei der besonders stark ratio­nalisierten Eisenindustrie z. B. haben die Gewinne aller Werke in den beiden letzten Jahren zu­sammen noch nicht einmal 100 Mill. Mark (d. h. kaum 3 Prozent des gesamten Anlagekapitals) erreicht, während in derselben Zeit die ameri­kanische Eisenindustrie, die ungefähr den drei­fachen Umfang der deutschen hat, ungefähr 1,7 Milliarden Mark rein verdiente. Diese Feststel­lung läßt sich ganz allgemein machen. Von den an der Berliner Börse gehandelten Gesellschaften weisen gerade die Produktionsbetriebe die schlech­testen Erträgnisse auf, während die den Geld­verkehr regelnden Institute relattv hohe Gewinne zu verzeichnen haben.

Hinsichtlich der Auswirkungen der Rationa­lisierung auf die Arbeiterschaft läßt sich sagen, daß ihre Entlohnung auch dann hochgehalten wurde, wenn die Industrie statt mit Gewinnen mit Verlusten arbeitete. Dem Rückgang der Ar­beitslosenziffer auf Arbeiterseite entspricht auf Unternehmerseite ein Rückgang in der Konkurs­ziffer. Während im Durchschnitt der ersten fünf Monate des Jahres 1926 monatlich 650 Konkurse zu verzeichnen waren, sank diese Ziffer für 1927 auf 480. Was die Einwirkung der Rationali­sierung auf die Preise angeht, so ist hier wesent­lich, daß der Gesamtindex zur Zeit ungefähr auf der Höhe des Durchschnittsindex für 1924 (137,3) sich bewegt, obwohl in der Zwischenzeit durch Erhöhung der Löhne, Steuern usw. die Selbst­kosten ganz erheblich gestiegen find. Für indu­strielle Rohstoffe und Halbfabrikate ist fdgar ein erhebliches Sinken der Indexziffer festzustellen, nämlich von rund 142 im Durchschnitt 1924 auf rund 131 jetzt; etwas Aehnliches gilt für die Kon- fumgüter mit einer Senkung von 177 auf 155. Diese günstige Entwicklung machte einen erhöhten Verbrauch möglich. Von den Jndustrieprodukten konnte z. B. der Eisenverbrauch im Jnlandabsah von einem Tiefstand von 890 000 Tonnen im Monatsdurchschnitt 1926 auf 1 468 000 Tonnen im Mai 1927 sich erhöhen; der Jnlandabsah an Kohle konnte von 176,3 Kilogramm je Kopf im Jahre 1924 auf rund 196,48 Kilogramm im ersten Halbjahr 1927 gesteigert werden. Im Le­bensmittelverkehr hat der Verbrauch an Fleisch je Kopf mit 12,8 Kilogramm im ersten Vierteljahr 1927 beinahe den Friedensverbrauch von 12,82 Kilogramm wieder erreicht. In den Konsumver­einen ist der Absatz je Mitglied gegenüber 1926 um rund 10 bis 15 Prozent gestiegen.

Ausschlaggebend ist, daß trotz Erhöhung der Löhne und anderer Selbsttosten nur durch die Rationalisierung die Grundlage für den jetzigen Konjunkturaufschwung geschaffen werden konnte; ohne sie könnten niemals Zustände ertragen wer­den wie z. D. in der Eisenindustrie, bei der gegen­über der Vorkriegszeit die Steuern 250 Prozent, die Löhne 170 Prozent, die sozialen Lasten 300 bis 350 Prozent usw. betragen, während der Erlös nur auf 115 Prozent vom Frieden steht.

*

* Bestand der deutschen Sparein- lagen. Bei den deutschen Sparkassen belief sich der Bestand der Spareinlagen am 30. Juni d. I. auf 4022,7 Millionen Reichsmark gegen 3965,6 Mil­lionen Reichsmark am 31. Mai. 3)ie Giro-, Scheck- und Koowkorrenteinlagen stellten sich nm 30. Juni auf 1158,0 Mill. Reichsmark gegen 1190,1 Mill. Reichsmark am 31. Mai.

* Zu den Frankfurter Gelände­transaktionen der I. G. Farben. Die Kombinationen, die in der Presse an den Ge- ländetousch der I. G. Farbenindustrie mit der Stadt Frankfurt a. M. geknüpft werden und da­hingehend, daß die Verlegung der Zentralver­

waltung nach Frankfurt durch diese Transak­tionen gewissermaßen vorbereitet werden soll, sind, wie von gut orientierter Seite mitgeteilt wird, irrig. An und für sich ist eine Zentrali­sation in dem Sinne, wie kombiniert wird, bei der Riesenhaftigkeit des Betriebes der I. G. Farben kaum möglich und daher auch nicht be- absuchtigt. In Frankfurt befinden sich jetzt die Zentralbuchhandlung und die Zentralsteuerver­waltung, nun soll noch die Farbenzentrale nach Frankfurt kommen. Im übrigen ist Frankfurt nur der juristische Sih der Gesellschaft.

* Metallwerke Knodt A. G., Frank­furt a. M. Die G.-V., in der von 500 000 Mk. Aktienkapital 287 000 Mk. vertreten waren, ge­nehmigte den dividendenlosen Abschluß. Die Ge­sellschaft fei gut beschäftigt, auch der Auftrags­eingang sei bis jetzt gut, so daß die Verwaltung ein befriedigendes Ergebnis erhofft.

* Golo-Schuhfabrik A. - G., Frank­furt a. M. Die Generalversammlung genehmigte in Anwesenheit von 1291000 Mark Aktienkapital (Gesamt-Aktienkapital 1,35 Mill. Mk.) den bekann­ten Abschluß für 1926 mit einem Reingewinn von 46 425 Mk., der auf neue Rechnung oorgettagen wird. Aus dem Rest des Reingewinns, der nach Zahlung von 6 Prozent Dividende an die Aktionäre verbleibt, erhalten die Vorstands- und Aufsichtsrats- Mitglieder weitere 8 Prozent. Der nachträglich ein­gebrachte Antrag auf Kapitalserhöhung um 250 000 Mark wurde wieder zurückgenommen, da man sich mit den Aktionären verständigt habe, in diesem Jahre keine Kapitalserhöhung vorzunchmen. lieber das laufende Geschäftsjahr konnte nichts Neues be­richtet werden. Der Auftragseingang sei gut und ge­währe Beschäftigung bis Ende Oktober; in einzelnen Abteilungen noch darüber hinaus. Der Verkauf fei zirka 50 Prozent höher als um die gleiche Zeit des Vorjahres. Auch das Exportgeschäft habe sich besser entwickelt als im Vorjahr. Die Preise ließen jedoch immer noch zu wünschen übrig. Das Unternehmen beschäftige zur Zeit rund 1300 Arbeiter und Ange­stellte.

* Frankfurter Kartoffelmarkt. Industrie, weißschalig, weihfleischig 4,35 Mk., In­dustrie, weißschalig, gelbfleischig 4,50 Mk., gelb- fleischige lange holl. Erstlinge 5 Mk. Tendenz ruhig.

* Großkraftwerk Mannheim. Die Gesellschaft schließt 1926/27 mit einem Reingewinn von 203 000 (215 000) Mark ab, aus dem wiederum 7 Proz. Dividende aus die Stammaktien verteilt werden sollen. DieStrombelitf.rung wurde von 131,15 auf 141,58 Mill. Kwstd. erhöht.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M.. 9. Aug. Tendenz: Be- hauptet. Die Börse blieb auch heute außer­ordentlich still und zurückhaltend, da das Publikum dem Börsengeschäft weiter fern blieb. Die Kursveränderungen gegen­über den gestrigen Abendkurfen waren bei Fest­setzung der ersten Rotterungen sehr gering und gingen selten über 1 Prozent hinaus. Die Grund st immung blieb jedoch wider- st a n d s f ä h i g, gestützt durch etwas lebhaf­teres Geschäft in Elektroaktien und Mon­tanwerken. Hierin sollen neben Deckungen der Spekulation einige Jnteressenkäufe vorgenommen worden sein. Für Montanwerte wirkte die Mel­dung über die älnterzeichnung der Reparations- Kohlen-Abkommen mit Belgien und über die Aushebung der französischen Kohleneinfuhr­beschränkung stimulierend. Ferner wurde die Er­klärung, daß das Rhein.»Wests. Kohlensyndikat keinen neuen Antrag auf Erhöhung der Kohlen­preise gestellt hat, mit Befriedigung aufge- nommen. Für Elektrowerte führte man die wahr­scheinliche Errichtung von Kraftwerkbauten auf Reparationskonto in Frankreich an. Trotzdem lagen Montanwerte nur überwiegend knapp be­hauptet, ebenso die Elektropapiere. Bergmann notierten sogar 1,5 Prozent schwächer, lieber 1 Prozent abgeschwächt lagen ferner Zellstoff Waldhof und Wayß & Freytag. Die Renten­märkte lagen still. Fremde Renten überwie­gend etwas schwächer. Im Derlaufe erhielt stch nur- geringes Geschäft in Elektrowerten unter Führung von AEG. Die Kurse konnten leicht anziehen. Am Geldmarkt machte die Er­leichterung Fortschritte. Tagesgeld zu 5 Prozent reichlich angeboten. 3m Devisenverkehr konnte sich das englische Pfund auf 4,8603 gegen Kabel befestigen. Die Reichsmark notierte gegen das Pfund 20,441, gegen Kabel 4,2072. Paris gegen London 124,03, Mailand 89,25, Madrid 28,80.

Berliner Börse.

Berlin, 9. Aug. Die beste Kennzeichnung der heutigen Geschäftstätigkeit bietet die Tat­sache. daß zu der ersten Rotterung 19 Termin­papiere ausgesetzt werden mußten. Bei der Mehrzahl der anderen Papiere dürften nur Mindest abschlüsse zustande gekommen fein.

Das Publikum ist sehr zurückhaltend und die Tendenz als lustlos zu te?eignen. 3m allgemeinen blieben die gestrigen Schluß- kurse behauptet. Die Cßeran: e ungen sind nach beiden Seiten nur gering. Ludwig ßcctoe und Glanzstoff waren etwas stäriec befestigt. Auffallend schwach lagen Kali AscherSlebcn. Gelb ist eher etwas leichter geworden. Tages- geld 4,5 bis 6 Prozent, Monatsaetd 7.4 Pro­zent, Reportgeld unverändert 8.5 bis 9 Prozent. Heimische Renten lagen fchaäZec. Aus­länder uneins^-'tlich. 3m Verla lieb das Geschäft sehr still. Für Montanwerte trat e^red Kaufneigung hervor, doch tonnten die Vor­börsenkurse nicht mehr erreicht werden.

Frankfurts" Grireidebörsc.

Frankfurt a. M., 9. Aug. Die heutige Tli.se zeigte eine festere Grundslimmung. Diese hatte be­reits am gestrigen Nachmittag Platz gegriffen und dazu geführt, daß stärkere Mehldeckungen-erfolgt..'.. Roggen und Weizen sind 0,25 bis 0,50 Mark h angeboten. Inländischer Hafer wird nich^pl.'hr no­tiert, da die alten Vorräte aufgeb raucht sind und neue Ware nicht gehandelt wurde. Mais (i>gt fest. Weizenkleie ist gefragt. Es wurden notiert: Weizen, Wetlerauer neuer Ernte, 27.75 bis 28; Roggen, inländischer neuer Ernte, 22.75 bis 23; Hafer, and., 23.50 bis 25; Mais (gelb), 19 b>s 19.50; Weizen­mehl, inländisches, Spezial 0, 39.75 bis 40; Roggen­mehl 35 bis 35.50; Weizenkleie 13.25; Roggenkleie 13.50 Mark. Tendenz: f e ft.

Berliner rovnkterrbörse.

Berlin, 8. Aug. Das Geschäft kam heute nur recht langsam in Gang. Die sich zusamincndrängen- den Erntearbeiten lassen die Landwirtschaft nur so viel Material auf den Markt bringen, daß der dringendste Kaufbedarf gedeckt werden kann. Aus der Provinz Brandenburg und aus Sachfen liegt vereinzelt Neuweizenangebot vor. Der dafür gefor­derte Preis hält sich etwas über den September- lieferungspreis, die Mühlen bekunden aber ange­sichts des schlechten Mehlabsatzes wenig Kauflust. Das nur knapp vorliegende Angebot für sofortige Verladung bleibt zumeist bei den Prooinzmühlen und bringt einen Preis, der etwa 5 bis 6 Marl über den für den ganzen August zu erzielenden Preis liegt. Das für Weizen Gesagte gilt auch in großen und ganzen für Roggen. Die Preise roarei infolge des schlechten Mehlaeschaftes etwas gedrückt Am Lieferungsmarkte ergaben sich bei Weizen nui geringfügige Preisveränderungen; Roggen war h den späteren Monaten abgeschwächt, während bi, Dezembersicht infolge von Provinzaufträgen einej leichten Gewinn zu verzeichnen hatte. Roggen- uni Weizenmehl behielten schwierigen Absatz. Nur zu, sofortigen Lieferung fanden bei leicht abbröckelnden Preisen kleinere Umsätze statt. Hofer behielt ruhige- Geschäft. Für Gerste bleibt die Nachfrage ziemlich unverändert. Es notierten (1000 Kilogramm). Weizen, märkischer, Sept. 268 bis 268,50; Oktober 268, Dez. 268 bis 268,50, (fester); Roggen, märfL scher, 21,2 bis 216, Sept. 224,75 bis 225, Okt. 225 Dez. 225,50 bis 226,50, (kaum schwächer); Winter gerfte und Futtergerste 197 bis 204, (ruhig).

Letzte Nachrichten.

Industrieller Landesverralsver^uch.

Drei Angestellte

der F. (4. auf frischer Tat verhaftet.

höchst a. M 9. Aug. (Wolfs. Drahkmeldung.j Drei Angestellte der I.-G.-Farben-Zn d u st c 1 e, werk höchst, hatten sich die Rezept« zur Herstellung von Pyramidon und E h r o n zu verschossen gewußt, und beabsichtigten, diese ai das Ausland zu verkaufen. Die Farbwerke Hatter aber rechtzeitig Wind von diesem Vorhaben be kommen. Ein Chemiker setzte sich in ihrem Auftra; mit dem Trio in Verbindung, wobei er sich al; Engländer ausgab. Bei einer Besprechung ii Frankfurt schritt die Kriminalpolizei ein und n a h n die drei Komplizen fest. Es stellte sich her aus, daß das Rezept zur Herstellung von Pyraml don ziemlich genau war. Liner der drei Fest genommenen halte es im Strumpfe v e r st e ck l Die Unterlagen wurden beschlagnahmt. Außer dem trugen die Verhafteten einen durchgearbeiteter Vertragsentwurf bei sich, in dem folgende Bebin gungen enthalten waren: Gefahrloser Iran spot mittels Flugzeuges nach England, Raturalisierun, in England, Anstellung in einer englischen Fabrik Die Verkaufssumme des Rezeptes war mit 900 001 Reichsmark angeseht.

Verantwortlich für Politik: i. V. Ernst Blumschein

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börie.

_____________________Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben die Höhe der zuletzt beschlostenen Dividende an. Reichsbankdiskont 6 Prozent, Lombardzinsfuß 7 Prozent.

Frankfurt a.M.

Berlin

ft-ranksurt a. M

Berlin

Frankfurt a M

Berlin

Berlin. 8 August.

(Äeld

Brief

Fran;oiiichc Roten......

Holländische Roten......

italienische Roten .....

Norwegische Noten.....

Deutsch Ocsterr., 5 ioo fironen

Rumänische Noten......

Schwedische Noten......

Schwerer Roten.......

Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten . .

Ungarische Roten . .

Devisenmartt Derlm

Telegraphische

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108,31

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2.57

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6°'o Dl 9!e,ch-tanlethe o. 1927 Dt Snl Ablös eibu(t> mit

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DcSal. ohne AuSlas »Rechten TI» ifrrmiM. Htw.»Bk. too.bpf

unkündbar bis 1932 ....

4'/j°/o Rheinische £>nv »Bank

Jjiqu -Ho'.dpi ....

81 E Ä nbg Borkriegs-Ob ligattonen, rückzahlbar 1932

4°,, (Zdjtociv BundeSb-.Anl. 4°/0 Oekteretchischc Koldrte.

4,20°/« Ddtcrr ich. Silbcrrte 4'70 Oesterreich tlnheftl. Rtc 4°/o Ungarische Ctolbrtc

4°/Ungarische Staoidr v. 191u 4dci>gl. von 1913 . .

4°/o Ungarische fironenrte . . 4°/, Turk. .-sollanleihe v 1911 4°/, Tnrk. Bagdadbahn-Anl

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4°/c. deSgl- Serie II. . . . 4° o Rumänen convcrt Nie 4'/,°/« Rumänen GoldaiU.

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