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100-Meter-Damenfreistilschwimmen: 1. Fräulein Erkens 1.17.3. IOO-Meter- Freistil-Herren: 1. Heitmann. Magdeburg und Heinrich, Leipzig. Beide 1.03.8. Turmspringen: 1. Luber, Berlin, 136,34 Punkte. Drustmeisterschaft für Damen über 100 Meter: 1. Schrader, Magde­burger Damenschwimmklub mit 1.35.5. 3n der Meisterschaft für die lange Strecke über 1500 Meter siegte Joachim Rademacher, Hellas Magdeburg mit 22 38.4. In der Brustmeisterschaft über 100 Meter: 1. Emil Rademacher in 1.20.3. Stasfclmeisterschaft 3xlOO-Meler für Damen: Poseidon Dresden mit 4.12. Mehrkampf­meisterschaft: 1. Heinrich Pielsticker. Düssel­dorf.

Kemmerich durchschwimmt den Sund.

Am Sonntagmorgen starteten von Barseback (Schweden) zehn schwedische, drei dänische und der deutsche Schwimmer Kemmerich zur Durch­querung des Sundes. Bisher ist das Unter­nehmen nur Kemmerich geglückt, der um 8,50 Uhr abends Kopenhagen erreichte.

Oderheffen.

SOjährrges Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Hungen

1 Hungen, 7. Aug. Die Stadt hatte heule reichen Flaggenschmuck angelegt, um die Jubi- läumsfeierihrerfreiwilligenFeuer- w e h r, verbünde mit dem Herbstver- bandstag der freiwilligen Feuer­wehren im Kreise Gießen, festlich zu begehen

Schon am Samstagabend traf eine große An­zahl Vertreter auswärtiger Wehren ein. Zum K o m ni e r s bewegte sich abends von der Gießener Straße aus nach dem Festplatz ein statiticher Zug, woran die Feuerwehr, die Turn-, Sport- und Gesangvereine teilnahmen. Rach der Ankunft begrüßte Kommandant Köhler die bereits eingetragenen Vertreter der Wehren, worauf der Dorsitzende des Kreisverbandes, Ka­merad Fritz Wenzel- Gießen den Dank für die Begrüßung aussprach. Branddirektor Brau­bach-Gießen sprach namens der beiden Gießener Wehren Glückwünsche aus und überreichte mit herzlichen Worten von der Gießener Freiw. Feuerwehr einen Fahnennagel: sein dreifaches Gut Wehri" galt der Hungener Feuerwehr. Es folgten nun die Darbietungeir der Turner und der beiden Gesangvereine ..Eintracht" undLieder­kranz' .

'21m Sonntag sand zunächst eine Gedächt- niss ei er auf dem Friedhof, hierauf der Empfang der auswärtigen Wehren statt, wobei auch Wehren, die bem Kreisverband nicht ange­hören, in großer Anzahl eintrafen. Zur Tagung der Delegierten waren von 16 Wehren 25 Vertreter anwesend. Der Vorsitzende Fritz W e n- z e l (Gießen) eröffnete die Sitzung und begrüßte den Vertreter der Regierung, Regierungsrat Dr. Braun (Gießen). Bürgermeister Fendt (Hun­gen), sowie die anderen anwesenden Bürgermeister des Kreises Gießen und die Vertreter der Wehren. K. merad Wenzel gab sodann einen kurzen Tätig­keitsbericht bekannt, worauf Schriftführer Brei- der das Protokoll der Frühjahrsoerbandstagung verlas. Rechner Heinrich berichtete über die Kassenvcrhältnisse. Die Werkfeuerwehr Lollar mel­dete sich zum Kreisverband und fand einstimmige Annahme. Es wurde bemängelt, daß eine freiwil­lige Feuerwehr dem Kreisverband noch nicht ange- höre, aber in der Statistik des Feuerlöschwesens im Volksstaat Hessen geführt wird. Darauf erwiderte Kreisfeuerwehrinspektor D i ck o r k. (Gießen), daß die neu aufgestellte Statistik unvollkommen sei: er gab auch Hinweise, wie sich eine einfache Statistik auf- stellen lasse und betonte, daß eine Wehr, die dem Kreisoerband angehöre, auch zugleich dem Provin­zialverband und dem Landesverband freiwilliger Feuerwehren angehöre. Sehr bemängelt wurde ferner, daß vom Provinzialverband keine Sitzungen anberaumt werden: ohne diese sei eine rechte Ver­ständigung über die Anträge auf den Landesver­bandstagungen unmöglich. An der Debatte be­teiligten sich u. a. Branddirektor Braubach, Kreisfeuerwehrinspektor D i ck o r 6 , die Komman­danten Wenzel (Gießen) und Rohrbach (Lol­lar). Ferner wurde die Geschäftsführung auf dem Landesoerbandstag in Worms nicht ganz für richtig gehalten: Anträge, die bereits auf dem Landesoer­bandstag in Vilbel gestellt und zum Teil genehmigt wurden, seien bis heute noch nicht durchgeführt. Da­mit befassen sich auch die von der Freiw. Gailschen Feuerwehr Gießen eingebrachten Anträge. Es soll auf dem nächstjährigen Provinzialfeuerwehrtag in Alsfeld, welchem eine Sitzung vorausgehen soll, Sorge dafür getragen werden, daß eine geregeltere Geschäftsordnung eingehalten wird. U. a gab Kreis­feuerwehrinspektor Dickore noch bekannt, daß bei der Anschaffung von Geräten für die Kreisfeuer­wehren zuvor beim Kreisamt oder bei ihm ungefragt werden soll. Es feien im Kreis zwei mechanische Leitern angeschafft worden, die in der Konstruktion nicht ganz einwandfrei seien, zumal gerade bei mechanischen Leitern die Bedienung mit größter Vorsicht erfolgen muß, wo die Drähte der elektri­schen Hochspannung dicht an den Häusern angebracht sind. Ferner sei vom Ministerium eine Verfügung bekanntgegeben worden, wonach die Hebungen an Sonntagen so festgesetzt werden sollen, daß die Feuerwehrleute an dem Besuch des Hauptgottes­dienstes nicht gehindert seien. Die von der Landes- brandkammer finanzierten Feuerwehrführerkurse sollen, wie in Rheinhessen und Starkenburg, vom Herbst auch in Oberhessen stattfinden. Branddirektor Braubach (Gießen) wünschte wiederholt, daß sich der Kreisverband bemühen solle, innerhalb des Kreises bei den Wehren Feuerwehrkurse einzufüh­ren, die sehr zweckdienlich seien; insbesondere die verschiedenen Arten von Handfeuerlöschern seien schon in vielen Fällen nicht richtig gehandhabt wor­

den. Die Ausbildung der Kommandanten, Geräte­führer und Mannschaften solle ausschließlich der Vorbereitung für den Ernstfall dienen. Nachdem noch einige technische Angelegenheiten zur Sprache gekommen waren, schloß der Vorsitzende die sehr anregend verlaufene Versammlung.

Run ging es zur Angriffsübung der Hungener Feuerwehr. Das Anrücken nach dem Alarm geschah in bester Disziplin, die Hebung entsprechend der zugrunde liegenden Brandidee: wenn auch nicht immer alle Einzelheiten so klappten, wie es hätte sein müssen, so konnte doch der Wehr von Kreisfeuerwehrinspektor Dickorä ein gutes Urteil über den Verlaus der Hebung zuerkannt werden.

Hm 2 Hhr nachmittags setzte sich der F e st- zug mit fünf Feuerwehrkapellen in Bewegung, an dem alle Vereine der Stadt Hungen teil­nahmen. Rach der Ankunft auf dem Festplay begrüßte Kommandant Köhler die so zahl­reich erschienenen Feuerwehrleute und betonte, daß das 50jährige Bestehen der Feuerwehr Hun­gen schon 1926 war; aber wegen des plötzlichen Todes des langjährigen Kommandanten Karl Stein wurde die Jubiläumsfeier auf 1927 verlegt und mit der Tagung des Kreisrerbandes vereinigt. Sein dreifachesGut Wehr" galt den auswärtigen Feuerwehrleuten. Sodann hielt Bür­germeister Fendt-Hungen eine fein durchdachte Festrede, die mit einem dreifachenGut Wehr" auf das deutsche Vaterland ausklang. Die Musik spielte das Deutschlandlied, das die Festteilneh­mer mitfangen. Es sprachen noch einige Vertreter fremder Wehren, während der Festplay so sich zusehends füllte, und ein fröhliches Treiben bei allen möglichen Darbietungen einsetzte.

Landkreis Gietzkn

XKlein-Linden,8. Aug. Don sehr schönem Wetter begünstigt, sand am Sonntagnachmittag, das diesjährige Jahresfest der hiesigen Kleinkinderschule statt. Hm 3 Hhr be­wegte sich, unter Vorantritt des hiesigen Posau­nenchors, ein Festzug nach dem schattigen Rinn- schen Garten, wo sich eine große Zahl Festgäste, auch viele von außerhalb, versammelte. Pfarrer Göbel hielt die Festansprache, in welcher er der schweren und mühevollen Arbeit der Schwester der Kleinkinderschule gedachte. Unter deren Lei­tung wqrden von den Kleinen gut eingeübte Ge­sänge und Spiele aufgeführt. Zum Schlüsse fand eine Brehelverteilung an die Schüler statt. Zu­gunsten der Kleinkinderschule wurde eine Teller­sammlung veranstaltet.

8 Alten-Buseck. 8. Aug. Beim Abladen eines etwa zwei Zentner schweren Basaltblockes für Bauzwecke stürzte der Elektro-Jnstallateur Vogel über einen anderen Baustein und kam zu Fall. Die schwere Last kam hierbei auf das rechte Dein zu liegen und verursachte einen doppelten Hnterschenkelbruch. -- Der Kohlweißling tritt dieses Jahr in un­serer Gegend in ausfallend starker Weife auf. Infolgedessen dürfte mit einer starken Raupen­plage zu rechnen sein.

* Lich, 8. Aug. Der hiesige Turnverein hielt am vergangenen Samstagabend seine Mo­natsversammlung ab. Der erste Vorsitzende R. Zimmer eröffnete die Versammlung und erteilte dann dem Turnlehrer Schön das Wort zu seinem Dortrage:Was bedeutet für uns Turner der 11. August?" In treffenden Worten verstand es der Redner, den Lebensweg unseres Alt­meisters Friedr. Ludw. Jahn zu schildern. Er wurde geschildert als ein Erwecker des nationalen Gedankens, als ein Schöpfer der deutschen Tum- sache. als ein Herold für Deutschlands staatliche Einheit, der keinen Standesunterschied und keinen Klassenkampf lannte. Mit einem kräftigenGut Heil" auf den Turnvater und auf die deutsche Turnerei endete der lehrreiche Dortrag.

Kreis Friedberg.

2f Dad-Rauheiin. 8. Aug. Die von der Stadt veranstaltete Derfcrssungsfeier am 11. August findet in diesem Jahre erstmalig im großen Konzertsaale des Kurhauses unter Mit­wirkung des Kurorchesters statt. Auch der Gesang­vereinFrohsinn" und die hiesige Turnerschaft wirken wie in den Dorjahren wieder mit. Die Festrede hält Pfarrer Klein (Frankfurt a. M.). Ein großes Feuerwerk vor der Kurhausterrasse bildet den Abschluß der Feier.

Kreis Büdingen.

?" Ridda, 8. Aug. Dieser Tage begann die Abschätzung der Flurschäden, die durch das Legen der Sta rkstromleitung entstanden sind. Die Kommission seht sich zu- fammen aus je einem Vertreter des Landwirt­schaftsamts und der bauenden Firma, sowie aus dem Ortsgericht der jeweiligen Gemeinde. Auf Getreidefeldern wird eine durchschnittliche Ver­gütung von 8 Pfennig für den beschädigten Quadratmeter festgesetzt.

]:[ Bindsachsen, 8. Aug. Am Freitag­abend gingen dem hiesigen Landwirt Karl Ganz, einem Manne von 68 Jahren, die Pferde samt der Mähmaschine durch. Durch unglückliches Abspringen blieb er auf dem Mesferbalten hängen und wurde ein großes Stück geschleift. Der Arzt ordnete sofort die Heber- führung nach Gießen an. Jedenfalls muh ihm ein Bein abgenommen werden. Das andere Bein ist schon seit längeren Jahren lahm. Am nächsten Tag stürzte eine Frau von einem Korn- toagen, die ebenfalls ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen muhte.

Kreis Scholten.

-4- Schotten. 7. Aug. Infolge Maschi­rren de f ek t s hatte der gegen 17.30 Hhr hier abgehende Personenzug wiederum eine jaft einstündige Verspätung, so dah die An- schlußzüg-e in Ridda nicht erreicht werden konnten. Die angeforderte Ersahmaschine konnte den Zug in Ober-Schmitten übernehmen.

Schach-Ecke.

Bearbeitet von W. Orbach.

ANe für die Redaktion bestimmten Mittei­lungen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schachredaktion desGießener Anzeigers".

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Problem Rr. 121. Don S. Gold, b c d e f g

Weih zieht und setzt in drei Zügen matt. Weih: 5 Steine. Ke4; Th6; Sd3, f4; Bf5. Schwarz: 2 Steine. Kg4; Bh7.

Partie Nr. 82.

26. Se4-c5

27. La3xc5

28. Lc5xe7

29. Lg2 - f 1

30. Tala3

31. b6-b7

32. a5-s6

26. Sd3xc5

27. Da6-c5

28. Td8-c8

29. Db5-b3

30. Db3-d5

31. Tc8-b8

und Schwarz gab erst im 42. Zuge auf. Dies« Partie hat Aljechin weit unter seiner sonstigen Stärke gespielt.

Lösung des Problems Ar. 118. Don O. Duras.

L Lf3-b7!, Lf8xe7 2. Dh8-a8 usw.

1______ f7-f5 2. Dh8g8 uiw.

1..... Sg7-f5 2. Dh8-f6 usw.

Anderes einfach.

Lösung des Endspiels Ar. 36. Don W. und M. Platoff.

Der Freibauer muh offenbar die Entschei« düng bringen. Der erste Zug ist daher gegeben 1. b6b7. Run handelt es sich nur noch darum, dem Turm den Besitz des Feldes b8 streitig zu machen. 1... Td4d5 4~- (Falls sofort Tdk so einfach 2. 8d6-j-, 3. Sc8, Tdl 4. Sd6 u. geto.] 2. Ka5b6, Td5d8 3. Se8d6 +, Kc4-f4 4. Sd6-c8, Td-d8-dl, 5. Sc8d6, Td1xd6-s- 6. Kb6c7 und gewinnt.

Die Narrenkappe.

Splitter und Sparren vom RedakttonStifch,

in

da

Diese Fortsetzung ist nicht einpfehlenswert, die schwarzen Bauern in der Mitte schwach

Sgl-f3 c2-c4

1.

2.

Hier war Wohl a4 vorzuziehen, nach dem geschehenen Zuge wird Schwarz bald von den Dauern des Damenflügels erdrückt.

eine unhaltbare <

22.....

23. Dd2xa5

24. Da5-d2

25. a4a5

Dxd3, 26. DXd3,

würde sofort zu einer klaren Verluststellung für Schwarz führen.

Zug, schwächer wäre z. D.:

23. Dd2, Da8

nebst Da6 und Ld7 wonach Schwarz noch ein einigermaßen verteidigungsfähiges Spiel erhält. Rach dem Textzuge gerät der Rachziehende in

Stellung.

22. b7xc6

23. Sg4 e5

24. Dc8-a6

25. Se5xd3

;, Sxd3 27. Tedl, Se5, 28. a6

Zukertortcröffnung. Weih: Euwe.

Schwarz: Aljechin.

I. d7-d5

2. d5-d4

22. c5 c6!

Ein sehr feiner

22. Dxa5. Se5

Die nachfolgende elegante Partie wurde ... dem kürzlich gespielten Wettkampf Aljechin gegen Euwe gespielt.

werden: besser ist e6.

3. b2-b4 3. g7 - g6

Diese Verteidigung wird von Euwe gründlich widerlegt, c$ ist vielleicht vorzuziehen.

4. e2-e3! weitaus stärker, als 4. Lb2,c5; 5. bxc5

4.....

5. b4 b5

6. e3xd4

4. a7 ab

5. c7-c5

6. c5xd4

7. d2-d3

7. Lf8-g7

8. g2-g3

8. Sb8-d7

9. Sbld2

9. Sd7-c5

10. Sd2-b3

10. Dd8-b6

11. Sb3xc5, Sxd4

ging nicht an. wegen Se6.

11.....

11. Db6xc5

12. Lfl g2

12. Sg8-h6

13. 0-0

13. 0-0

14. a2 - a4

14. TI8-e8

15. Tfl-el

15. Lc8-f5

16. Lei a3

16. Dc5-c7

17. c4 c5

17. Ta8-d8

18 Sf3-g5

18. Lg7-f6

19. Sg5e4

19. Lf6-g7

20. Ddl d2

20. Sh6-g4

21. b5-b6

21. Dc7 c8

Möcene.

Dichter, Künstler und Schriftsteller sind oft fchlampitz und unterstehen sich, vorher zu sterben ehe sie ein Werk vollendet haben. Da hat der Fran« Schubert eine Symphonie hinterlassen,die Unvoll­endete". Was mache ich aber mit einer unvollende­ten Symphonie auf der Grammophonplatte? Man will doch wissen, wie's ausgeht. So dachte wenig­stens die Columbia Phonograph Co. und hat füi die Vollendung der Symphonie 10 000 Dollar aus­gesetzt. Vielleicht schafft dieses Beispiel Nachfolger. Die Mona Lisa ist auch nur von vorn gemalt. Er wäre an der Zeit, daß jemand einen Preis ausfetz! für die rückseitige Bemalung des Bildes, man will doch auch wissen, wie sie von hinten ausgejehen hat.

(Jugend".) Gepfeffertes Konzert.

Der GesangvereinPolyhyinnia" in einem Landstädtchen in der Mark hatte zu seinem Jubi­läum dieSchöpfung" von Haydn angesetzt uni wollte bei dieser Gelegenheit durch geschraubte Bil­lettpreise der Vereinskaffe aufhelsen. Ein Besuchei verlangt an der Abendkasse einen Saalplatz. Der soll 20 Mk. kosten.Nee, hören Sie mal, das ist aber übertrieben. Sie wollten doch dieSchöpfung^ aufführen, und jetzt machen Siedie Schröp­fung"!" (Lust. Bl.)

Siebe.

Der Gärtner Quecke hat feinen Aerger.

Jede Rächt kommen Diebe über den Zauv in seine Rosenplantage geklettert und reiher alle Dlüten und Knospen ab. Dabei zertreten fi< achtlos Jungpflanzen, brechen die Krone bei Rosen vom Hochstamm, reißen weit in die säftebringende Rinde esn, so daß die Arbeit bee Gärtners oft auf Jahre hierdurch vernichtet ist.

Da nahm Quecke eines Tages eine Scher« und hängte sie mit einem großen Schild in di« Plantage:

Die Herren Diebe werden höflichst gebeten beim Rosenmausen sich dieser Schere gefälligst bedienen zu wollen."

Am nächsten Morgen kommt der Gärtner in die Plantage.

Die Schere hängt noch.

Das Schild hängt noch.

Hnb noch etwas hängt.

Gin neuer Schleifstein mit einem Zettel:

Recht gern. 'Bitten aber ebenso höflich, bis Schere erst einmal vrbentlich schleifen zu wollen."

I. H. A.

Kreis Lauterbach.

# Herbstein, 8. Aug. Während einige Fa­milien noch mit der Bergung des letzten Heues beschäftigt find, sieht man schon d i e e r st e n K o r n- haufe'n auf einzelnen Aeckern stehen. Hier und da wird sogar schon mit dem zweiten Gras­schnitt begonnen.

Kreis Alsfeld.

-er. Homberg a. d. Ohni, 8. Aug. Die Mit­glieder unserer Schützengilbe begaben sich am vorigen Samstag nach Romrod zum Kreis- meifter- und Kreismannschaftsschie­ßen. Hieran beteiligten sich fünf Schützen, die die stattliche Zahl von 350 Ringen errangen. Dieses Schießen in Romrod bildete den Auftakt zum K ö - nig- und Ritterschaftschießen am Sonn­tagnachmittag in Homberg. Die höchste Ringzahl er­hielt Hans Schmitz mit 131 Ringen: er ist somit Schützenkönig für dieses Jahr. Die zweithöchste Punktzahl errang Wilh. Köhler mit 130 Ringen, wodurch er erster Ritter wurde. Zweiter Ritter wurde Richard Seipp mit 129 Ringen. Außerdem fand noch ein Medaillenschießen statt. Bis heute sind ungefähr 20 Medaillen herausgeschossen worden.

3 Appenrod, 8. Aug. Am gestrigen Sonntag hielt der Kriegerverein dahier sein Preis- scheibenfchiehenab. Es wurde mit Wehr­mannsbüchsen von 100 Meter Entfernung auf zwei Scheibenstänben fleißig geschossen. Der Kriegerverein hatte 20 Preise, bestehend aus schönen Haushaltsgeräten und Andenken, ge­stiftet. Den ersten Preis, eine schöne Wanduhr

mit Gongschlag, erhielt der Maurer Georg Kehl auf 36 Ringe. Auf 35 Ringe fielen folgende Preise: 2. Karl Dörr, 3. August Dippel, 4. Wilhelm Haumann, 5. Heinrich Leih - mann, 6. Georg Hebrich, sämtlich Appenrod.

Starkenburg.

* Darmstadt, 8. Aug. Finanzminister Henrich und Landtagspräsidenl Adelung statteten dieser Tage der Wasserkuppe in der Rhön einen Desuch ab, um sich von den Ar­beiten und Erfolgen der Segelflieger zu überzeugen. Reben der bewährten und führenden Akademischen Fliegergruppe Darmstadt betätigt sich feit zwei Jahren auch eine Mainzer Gruppe erfolgreich auf dem Gebiete des Segelflugs. Mi­nister und Landtagspräsident setzten kleine Tages­preise aus. In Viernheim ist kürzlich ein Spielplatz eingeweiht worden, wobei eine Schul­klasse Kinderballons auflieh. Einer dieser Ballons ist in der Türkei gelandet, ein anderer in Salzburg.

Lpd. Dieburg, 8. Aug. In der Nacht von Samstag aus Sonntag hielten sich zwei junge Leute gegen ein Uhr nachts vor dem Tor des Gasthauses Zum Deutschen Haus" in Lenm'eld auf und be­lästigten die Gäste, die die Wirtschaft verließen. Da­bei kam es zu Streitigkeiten und zu einer schwe­ren Schlägerei, in deren Verlauf der 26jährige Heinrich Mayer, Hilfsbriefträger in Reinheim, durch einen Stich mit dem Taschenmesser in die Lungenschlagader schwer verletzt wurde. Der Gestochene st a r b noch in der gleichen Nacht gegen

ROHN