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Wirtschaft.

Jur Konjunkturentwicklung.

Auch in den letzten Wochen hat «ich die Wirtschaftslage Deutschlands langkam weiter ge­bessert^ von einer Hochkonjunktur. von der ot- reits geredet wird, sie allerdings immer noch vät entfernt. Der Postscheck- und der DeichsLankgtrovertehr, d.e Eingänge aiu$ der Wechfelstempelsteuer usw. weilen steigende 3:ffcrn auf; da wesentliche 2eranderunaen im Preis­niveau nicht vorgekommen sind, in d e Zunahm? der Geldumsätze nur aus einer Steigerung des Warenverkehrs bzw der Güterumsätze zu er­klären. Darauf deutet auch der gesteigerte Wagen- umlauf der Deichs bahn hl -> manchen

Gegenden <z.B. im Duhrgediet» selbst in dem sonst verkehrsschwachen Monat Ma, bereits zu Wagenmangel gesührt hat. Die Capitalbildung nimmt langsam weiter zu. Di: Arbeitslosigkeit ist von i,74Z Millionen 5)auchtun1erstützung»- lmpfüngern am 15. Mai I92o aus 0.746 Mill, jetzt zurückgegangen, es handelt sich hier nicht nur um Auswirkungen von Saisonschwankungen, sondern auch um eine tatsächliche Besserung der Konjunktur. Allerdings hat man bei manchen Gewerben, die jetzt beliere Beschäftigung melden, den Eindruck einer teilweise etwas überhitzten Bewegung, die sich daraus erklärt, daß der Handel infolge Kapitalknappheit sich keine groben Lag.rbcstände hinlegen kann, so daß schon ein verhältnismäßig geringes Steigen der Dachfrage durch die letz'en Derbraucher Bestellungen in einem Umfange auslöst, von dem sicher anw nehmen ist, dass er nur relativ kurze Zeit bei­behalten werde?, kann. Einige wichtige Schlüssel­gewerbe berichteten letzthin allerdings auch von einer Verschlechterung vor allem seien genannt der Duhrbergbau und das Baugewerbe, das be­sonders wegen der steigenden Materialpreise und wegen der unzureichenden Finanzierung-möglich- leiten seine Konjunkturentwicklung bedroht sieht. U Zusammenfassend kann man sagen, dah die utfdF Wirtschaft sich zwar in einer auf- steigenden Koniunktur befindet, dast diese aber rod» recht pfleglich behandelt werden muh Das ist besonders deshalb nötig, weil der Wirtschafts- ausschwung sich vorwiegend al» reine Inland- konjunktur darstellt. Dach der verhältnismäßig recht langen 3cit der Unterversorgung des heimi­schen Marktes hat sich wieder eine stärkere Dach- frage Herausgebildel. deren Finanzierung zum überwiegenden Teil leider nur mit Ausland­geld möglich war. Wenngleich die Inlandkonjunk- hir insofern echt ist. als es sich bei ihr weniger um spekulative Momente als um wirkliche Be­darfsdeckung handelt, so haftet ihr doch auch etwas Unechtes an insofern, als sie zum erheb­lichen Teil nur mit geborgtem Velde finanziert werden konnte und kann. Die starke Abhängig­keit Deutschlands vom Auslandkapital trägt na­türlich in die Konjunkturentwicklung von vorn­herein ein Moment starker Unsicherheit. Dieses Moment wirkt sich dann deiondcrS stark auS. wenn durch alle möglichen Sfperimenle lang- sristiges Auslandgeld zugunsten kurzfristigen Vel­des von Deutschland ferngehalten wird, da» rüd- zuzahlen dann besonders schwer fallt, wenn gleich­zeitig ein starker Devifenbcdarf einsetzt, der durch die auf die Auslandanleihen zu entrichtenden Zinszahlungen, durch die Notwendigkeit der Be­gleichung der Sinsuhrsiberfchüsse ufto. veranlagt wird beider hat die Konjunktur bi»her die oben al» notwendig hingestellte pflegliche De- Handlung durch die verantwortlichen Zentralstellen nicht erfahren. Es genügt auf die Posttarifie- rungspläne hinzuweisen und auf die andauernden Eingriffe deS Deichsarbeitsmimsteriums. das eine ruhige und stetige Fortentwicklung in vielen Fällen geradezu verhindert.

Insgesamt kann man die Konjunkturentwick­lung vielleicht so beurteilen, dast zur Zeit die BeschäftigungSlage gut ist. dast aber mancherlei Anzeichen darauf deuten, dast die einzelnen Kon- innkturwellen jrttt viel schneller wechseln als ' in normalen Zeiten Dermale Verhältnisse wer­den erst dann wieder eintreten, wenn die jetzt schon drohend sich zeigenden Schwierigkeiten aus der Erfüllung des Dawes-Planes und au» dem Transferproblem gelöst sind, und wenn Deutsch­land in vollem Friedensumfange wieder den Anschkust an den Weltmarkt gefunden hat. der ihm fetzt durch alle möglichen, teilweise nur gegen die deutsche Wirtschaft gerichteten Maßnahmen immer noch verwehrt wird.

Di e Großhandeksindexzkffer I m Monatsdurchschnitt Im Manaisdurchichniii Mai berruq die ttrotzbandeisinderziffer de» elctifti- ichen Reichsamts 137,L eie rft damit gegenüber öem Vormonat (13V>) um 1,7 o. f). gestiegen. Don den Hauptgruppen haben die Agrarsloffe um 3 o.f). auf 1363 (135.21, die Kolonialwaren um 1.7 o.f). aut 12d.7 (126.6 die industriellen Kohikocke und Halbwaren um 1 o.f). auf 131L (1NL- und die industriellen Fertigwaren um 0,9 o.f). auf 144,3 (143,0) angetagen.

* Westbank - 2 - G . Frankfurta. M Das Unternehmen, das der auf den 29.3uni einberufenen Generalversammlung die Erhöhung des Aktienkapitals um drei Millionen Vorschlag«, versendet jetzt ''einen Geschäftsbericht. Da» c^e- schä'tsiahr I?2t habe der OefellMjah zieml Len Außen gebracht, wenn auch auS internen Grün­den erst in der «veiten Hallte Die im Jahre 1925 beschlossene Kapitalserhöi.-ng um 13 M'l- lion fei programmästig durchgeiührt worden, und mit den neuen M'iteln hätte ter Gefchä'isum- fang wesentlich ausgedehnt werden können. In­folge der Dationalifierung hätten sich gleich­zeitig die Unkosten des Betriebe» vermindert, fo dast heute ein befriedigendes Verhältnis zwi­schen Einnahmen und Ausgaben erreicht sei Der Bruttogewinn beträgt 2*3 254 Mark. Au» dem Deingewinn von 56 ödS Akark sollen 5 Prozent Dividende auf die 800 000 Mark eite Aktien und 2,5 Prozent Dividende auf die 200 003 Mark neue Aktien verteilt werden.

WSA. 3. V. - Farbenindustrie und Deutsche Lufthansa. Wie wir von unter­richteter Seite erfahren, ist zwischen der I V- Farbenindustrie A. V. Frankfurt a. M und der Deutschen Lufthansa in Denin ein Sonderabkom- men übet den Luft-Vütertran»port zustande gekommen. Dieses erste Abkommen eines grosten deutschen Konzern» zur Ausnutzung des schnell­sten Transportmittel» ist nach unseren Informa­tionen in die Form gellidet, dast sich die I. V verpflichtet, in einem gewissen Zeitraum eine gewisse Menge von Vätern zum Lufttransport aufzuliefern, wogegen sich die Deutsche Luft­hansa zu einem ermäßigten Frachtsatz bereit er­klärt hat. Bei dem ungeheuren Umfang des Ge­schäftsbereiche» der I. G in der Fabrikation hoch wert >a er Produkte mißt man dem Abkommen eine große Bedeutung bei. Der erste umfang­reiche Lufttransport pharmazeutischer Produkte wurde übrigens gelegentlich der Hannoverschen Typhusepidemie bewerkstelligt, wo 16 Kisten mit Serum auf dem Luftweg von Frankfurt nach Hannover transportiert wurden.

Gelsenkirchener Bergwerks- A-G. In der gestrigen AufsichtSrats-Sitzung wurde der Abschluß für das Zwischengeschäfts- jahr vom 1. Oktober 1926 bi« 31 März 1927 genehmigt. Es wurde beschlossen, der Haupt­versammlung die Ausschüttung einer Dividende von 4 Prozent für dieses Halbjahr vvrzu- schlagen. Die Bilanz, deren Zahlen erstmalig das Ergebnis der Verschmelzung innerhalb der Montangruppe der Dhein-Elbe-Union aufweist, schließt auf beiden Seiten ab mit 438 406 276 Mk. AuS dem einschließl. des Vortrages aus dem Vorjahre zur Verfügung stehenden Deingewinn von 16 164 608 Mk. wurden 750 000 Mk für Ab­schreibungen verwandt Dach Abzug der Divi­dende und der gesetzmäßigen AuffichtSrats- tantieme verbleibt ein Betrag von 5 570 651 Mk der auf neue Rechnung vorgetragen wird. Es wurde einstimmig bef 4)1 offen, der zum 7. Juli einzuberusenden Haupt - Versammlung eine Satzungsänderung vorzuschlagen. wodurch die bisherige sahungsgemäße Tantieme des 2ufließt»- rate» eine Ermäßigung auf ein Drittel erfährt.

Berliner Börse.

Berlin. 9. Juni Die Gefchäftsunluft erreichte heute einen fo hohen Grad, daß die Kursentwicklung stagnierte und irgendwelche Veränderungen von Bedeutung nicht eintraten Während bei ersten Stunden über­wogen die Abschwächungen um 1 bi» 2 Prozent, wenn, nur äußerst schleppend. Umsätze überhaupt Vorlagen Auch später war des Geschäft sehr zu­rückhaltend. Maßgebend für die abwartende Ein­stellung der Börsenspekulanon uxrren außer poli­tischen Besorgnissen und Befürchtungen, daß bet bevorstehende Mebioternnn nicht fo glatt ver­laufen würbe, tote die letzten Liquidationen. Vlan war vielfach der Auffassung, daß noch manche Positionen glattzustellen leien, deren Erledigung infolge des Entgegenkommens der Geldgeber sich

bisher verzögern konnte. Termingekd wurde ge- ud)t und war wieder schwer zu erhalten, die Sätze stellten ch unverändert auf 7,5 bi» 8 5 Prozent. Für Tagesgeld beftanO dagegen noch aus re chendes Qfngebo: bei 5,5 bis 75 'Prcseni Der Geldbedarf zum Medio dürfte noch durch die ietr.gen Steuertermrne vergrößert werten. Der .ntemotionale Devisenver ke hr volizcg fich in den aewohnten Bahnen und brachte keine Ueberralchungen. London gegen Mailand 37,92. gegen Madrid 28.15 Das englische P.und und die Deichsmark notierten gi den letzten Kursen.

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Kranksurter Börse.

Frankfurt aM.. 9. Juni Icnbenf: Ab- geschwächt und sehr ruhig. Die heutige Ef­fektenbörse lag vollkommen regungslos, man verweist auf die Duhe der ausländischen Börsen und darauf, daß vom Jnlauj her wenig freund­liche und aiiregende Wirtschaftsmeldungen vor- be.ii&tn sind, dud) wirkten die bekannte An­spannung am Geldmärkte, fowie schließ­lich politifche Momente mit. bi« zur grö­ßeren Zurückhaltung veranlaßten. Infolge bet Geschaftsstillc war die Haltung eher etwas schwä­cher. doch waren die Abschwächungen nicht be­deutend. In der ganzen ersten Börsettstunde war das Geschäft nicht nennenswert. Sei Eröffnung v»r die Kursgestaltung insgesamt und auch innerhalb der einzelnen Vlärkte einhe^tUch. Montanwerte lagen sämtlich etwas schwä- cher. mit Ausnahme von Diebeck und Stahl- verein. die 1 Prozent an zogen. Selbst Gelfen- kirche» wurden trotz de» immerhig günstigen Halb- jahreSabschlusses am 2,75 Prozent abgelchwächt Bankaktien äußerste Stille und bi» zu 1 Prozent abgeschwächt S ch i f f a h r t S w e r t e lagen anfänglich behauptet, im Verlauf 1 bis 15 Prozent höher Am Elektromarkt

AGG 2.13 Prozent Bergmann 15 Prozent, Siemen» < Halske 1 Prozent s^-wacher. Schuck ert etwa» freundlicher. Dütgerswerße nach ihrem letzten dauernden Rückgang heute u* 1 Pro^ höher Bauak11en dagegen verloren 1* . bis 3 Pro- Auch Zellstoffwerte eher tchw cher Waldhof minus 4 .. A'chafseTtburg mi. _s 2 , Pro». Hvlzdest.l.attc-nswerle ohne Ge»

Autz Ä u t o m o b t l o k 11 en fast ohne U-7 atz -".d r a abge , Die Farben- aktien behielten auch heute das Hauptgeschäft 1 bt» 2 Pro». r.xt> untre hem gestrigen Abend­kurs De^be gehend lebhaft lag d.e deutsche Qlnlttbebcrfe. wo Ablösung»ernte auf et* r. u!e Versionen einer neuen Anleihr 16 . bis 17' ,. Schu. gebiet von 8l , bt» 3 , anziehen koiutz- Do- rem den Deuten höNe man nur II Bagdad mit 1302 ur.b Gulden rüsten mit 3 bis 2 5 Der B.-r".- veriauf ver- Oi-.rte keinerlei An­regung und blieb vorübergehend fast '.:nrfable< Auch tendenpnäßtg trat keine sonderliche Bewe­gung heroor. Der Geldmarkt zeigte einen etwas leichteren Stand für Tagesgeld, tu» von 7 <nd 6 Pr?z. ermöHrgt war. dagegen tst Akonats- geld nach wie vor stramm gemacht bet anziehen- brm Satz zu 6' . bi» 8*/»- Pr-oatdiskonten 5 bis 4 «. Warenwechfei 5' . bis 5* , roanned Am Devisen, w. arkt nannte man London ac^en Paris 124,01 gegen Mailand 88. geaen Zürich 2525:/t, gegen Holland 12.12" «. gegen Deuyö« 485.65 Pfund gegen Mark 20,50. Dollar gegen Mark 4.2210.

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Frankfurt a M » Juni Es notieiion: Weizen, Wetterauer. 31.25 bt» 31.50 Mk. IDvg- aen, inländischer. 29.25 tne 2V 50. Haler in­ländischer. 26. Hüter ausländischer. 24.50 me 27. MaiS (ge(b) 18,75 bt» 1W. HSei»cnmebl. in­ländisches «Spezial 0) 42 bi» 42.25 loggen mehl 39,25 bi» 40, Deizen- und Xoggenktete 13 kns 13,25 Mk Tendenz: ruhig

Berliner Produktenvörse.

E» notierten (pro Tonne) Weizen mar- ktscher. 305 bis 306. Doggen 280 bi» 282. Sommergerste 236 bi» 237. Wintergerste 238 bi» 237, Futtergerfte 236 bi» 237. Hafer mär- kifcher. 250 bi» 25c. Mai». Icko Berlin. IM bi» 197. (100 Kilogramm- Weizenmehl 3750 bi» 3050. Doggenmehl 36.50 bi» 38,25. Wetzen- fleie 17.75 Viktonaerbsen 42 bi» 55 kleine Speiseerdscn 27 bi» 30. Futtererbsen 22 bt» 23. Peluschken 20 bi» 22 Ackerbohnen 21 bl» 23

3erlüflBfl,(ieröle5tflölWeite

Roman von Sven Elve st ad.

Copyright bei Georg Müller, München.

2 Fortsetzung. Nachdruck verboten

Als eben nach einer der Lachsalven eine kleine Stille emgetreten war, vernahm man aus einmal

ißenben S cht i < au bem Qtnwi Hause»

Ur schien au» dem Eckzimmer im südlichen Teil de» Gebäude» zu kommen

Itzm folgte cm kräftiger Ncvoloerschust.

Nach dem Schuß ertönte der Schrei oon neuem. Eine weibliche ctimme rief

Er tötet mich'

Einen Augenblick war alle» ganz still im Hause. Doch bann entstand ein entsetzlicher Lärm

Während ich bem Schalle nacheilte, sah ich auf blt Uhr. v» war genau elf Uhr fiebenunbbreißig.

Wie Sie sich benken können," fuhr Helgenscn fort,werften brr Schuß unb der Schrei eine gewal­tige Bewegung. Der Schall brang btird) ba» Irep- penbau» in» zweite Storfwcrk. wo Schauspieler Xnjbel soeben eine seiner besten Geschichten vor- trug. Die Gaste stürzten hinunter, um zu sehen wa» geschehen sei.

Ich hatte, wie gesagt, hinter ber großen Säule in brr Halle verwerft gestanden. Ganz beutlid) hone id). woher brr Schuft unb bie Schrrir kamen au» dem Erfzimmrr im südlichen Fliigrl br» Hause». 3d) rille hinüber Aber her Wiri ilauptmann Qar- slen- mußte sich in dem mrrfrourbigen Augenblick glelchfall» in ber .'labe au,gehalten haben, btnn er lies vor mir bunt) bie Zimmer.

211» wir im Eckzimmer anlangten, merkten wir sofort Pulvergrruch.

Schließen Sir bw Tür zu! rirf brr Hauptmann mir zu.

3d) verstand seine Absicht. Er wollte nicht, baß bie Gaste herveikommrn tollten, bevor er selbst einen llrberblirf gewonnen hatte ma» gcfdiehen n>v

3n einem Stuhl lag cm junge» Mädchen in Ohn­macht bk Berne auf bem twßboben auegritrerft

Der nmiptmonn t**rgk sich über ste

E» ist Maja, sagte er. Seine Stimme mar ernst, aber er zeigte keine Spur von Nervosität. Earstens ist rin kaltblütiger Bursche.

Er lauschte auf die Atemzüge be» M,rvchen» unb fühlte ihren Pul».

Ermordet ist ste nicht, sagte er bann.

Plötzlich erhob er sich und stürmte auf mich ju:

Stehen Sir nicht da wir rm Nmdvirh, holen sie lieber einen Arzt.

E» wäre besser, erwiderte ich. den Perbrecher zu fangen.

Ich zeigte auf ben Fußhohen, wo ein kleiner Browningrevolver lag unb in bem Licht ber eiet- trifchen Lampen glänzte.

Bor ber Tür Horte man ba» erflcnmle Gemurmel ber (tzäste.

Sie wisfen, lieber Krag, baß ich etwa» Mcbizin studiert habe. E» fiel mir nicht ichwer, fest zustellen, baß bie junge Dame nur ohnmächtig geworben war. wahrscheinlich vor Schreck, unb baß sic nicht einmal verwimbet, geschweige beim ermordet war

3d) Holte au» her Borhalle kaltes Wasser unb beruhigte unterroeg» bie Gaste 3d) sagte, da» Ganze sei rin ratfelbafte» Mißocrftonbni», unb e» sei nicht» geschehen

AI» bie Paine wieher zu sich kam, erfuhr ich. baß e» bo» Rammcrmäbcßen oon Frau durften» war. Ikrroirrl schlug sic bie Augen auf, sah entsetzt nach ber Wand unb wollte fliehen. Der Hauptmann hielt sie mit Gewalt zurück Offenbar hatte sie etwa» er­lebt. ba» sie in Hohem Grabe in Schrecken versetzt Hatte.

Sie müssen erst ruhiger werden, sagte ber Haupt­mann Erzählen Sie un», wo» geschehen ist ..."

»ier brach Hclgesen seinen Bericht ab. Er ent­warf eine kleine Skizze auf ernem Papier unb gab sic A»djöm Krag hinüber.

..E» ist notmcnbifl. daß Sie ba» Hau» etwa» naher betrachten. Ich habe bo» Eckzimmer burd) em Kreuzchen bezeichnet, rori bat sich da» Drama also abgespielt. Hinter ber Tür link» drängten sid> bie Gäste, um bmeinzukommen Die Tur recht» fuhrir in bie Schlafzimmer unb war wahrend ber Ge­sellschaft abgeschlossen gewesen

Aus diele Tür wie» Maja hm unb stuften» voller Angst

Den Weg' Ten Vegi **

Dann schien e», als würbe sie wieher ohnmächtig werben, aber ber Hauptmann rüttelte sie übermal» wart).

Dahin ist er verschmunben. erklärte sic zitternb.

Wer? fragte ber Hauptmann

Der Mann, ber ben schuß abgegeben hat.

Ah, cnblich!

Der Hauptman nickte mir zu.

> Sehen Sic nach, bat er.

Ich ging zu ber Tür hm.

Sie war verschlossen Der Schluffe! steckte von innen. Also war bie Tür vom Eckzimmer au» z>. geschloffen worben, unb ber Schlüssel war im Schloß geblieben.

3d) wanbte mich an ben Hauptmann unb sagte

Lieder Herr Hauptmann, hier sehen cw Die Tür ist zugeschlossen. unb durch verschlossene Türen kann niemand gehen'

Zlber ich habe gesehen, baß er durch bie Tür ver schwank', beteuerte ba» jungt Mabchen stammelnd

Haben Sie gesehen, baß er bie lür aufmad)te7

Nein, aber er oertd)wanb. Er glitt in bie Tur hinein. Dann verließen mich bie Sinnt

Wa» war vorher geschehen? forschte ber Haupt mann.

Ich war hierher gekommen, um außuraumen unb Äaffetaffcn hmau»zubringen. trwiberit da» Mädchen. Ich dachte, es wären feint Mtnschcn h'tr drin, ober auf einmal tauchte eint Gestalt oor mir auf--

Ein Mann»

Ja. ein großer, dunkler Wann mh Hut unb Ueberziehtr

Sie beschrieb ben Wann naher

Vorher hatte st ihn nie gt|tb«i. weder bei Car- st en» noch sonst trgtnbmo. (fr balle einen dunklen

.'I acii ing einen goldenen Hneifti unb konnte gegen funiunbbreißtg Jahre i«n. Er war ganz gut gefieibti

Plötzlich, erzählte sie. bedrohte er sie mit bem Neooloer unb sagte Wenn S>t btt aOergtringfit Btwegung machen, schießt ich auf 6w

Da schrie sie bo» critemal. 6lt mdltn ja. wie schwächt Frauenzimmer sich in so einer Lagt be­nehmen. eit benken nicht, sonbern IdKtien bloß

Unb dann, btnchtcit sie weiter.

unb oerichwand durch bi« Tur. Mehr wußte sie nicht.

..Durch bie verschloßene Tür?" fragte trag

..Ja. so erzählte sie."

Mein Lieber, ba» ist ja unmöglich Waren bie Fenster geschlossen?"

Sämtlich." war Helgejen» Antwort,von mm geschlossen"

Der Mann konnte also ba» Eckzimmer einzig unb aUtm durch tue Tur verlassen, bie nach den Geseistchoft»zmimcrn führte?"

Jo."

Dcnfeiben Weg auf bem Sie beide ber houpt- mann unb Sie selbst, griausen tarnen'^

..Ja."

Mit anberen Worten Dec Mann, der et- schossen hotte, mußte von Ihnen beiden gcietze« werben

Sehr richtig'"

.Aber ba Sie ihn nicht zu Gehcht bekam«, neben mir einem höchst merkwürdigen, jagen mr. übernatürlichen Ereignis gegenüber "

Krag lächelte stüchltg. Heigrien lächelte gleich, soll».

..Aber der Ktoolver»" fragte Krag weiter. Den halle der Verbrecher also in der Eilt weggemorftn'** wir sanden ihn auf btm Fußboden 6» war ein sech»löuitger Ncvolotr. und e» waren noch fünf Schüße Darin.*

Unb btt Hügel?"

Ton ber baber. nur nicht» geieben Ich habt da» Zimmer sehr jorgfölng unicrfud». aber oon etner ftugd war keine Spur zu enibtrfcn."

jiddilt sonderbar! Wa» würbe nun au» dem Mabchen "

JE» wurde auf sein Jmuner gebracht und jchüri iofon ein. Der Vorfall hotte e» offenbar stark mtt- genommen."

Unb die Gaste' Wa« wurde ben Qkriftr ge­fegt"

?a» Mabchen habt einen Ktoolver otiunbex. daran berumbonticri unb einen Schuß obge<euen da» in ba» gaaw

Iber mtc ging e» denn mit Ihnen» Uarltnv hatte öit |a im Verdacht, mit btm Diebstahl der zweitausend Kronen etwa» zu nm zu hoben." inorstetzung folgt.)