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ür. 152 Drittes Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhessen)________

Turnen, Sport <-n-> Spiel.

Donnerstag, 9. Juni 1927

Milgliederbervegung im Mittelrheinkreis der D. T. Der Wittelrheinkrei» der Deutschen Turner« schast veröffentlicht sreden feine Belta'd: chrbung Ruch diele zeig' wie in anderen Turnfrcilen einen Ausstieg. ift doch die Gesamtmitglieder- \abl im Jahr« 1026 um mehr al» 6000 auf 138 667 gestiegen. Die Zahl der Turntchüler be- 'rügt 24 543. der Turnschülerinnen 10 409 Ju­gendliche männlichen Geschlecht» vom 15. bi» »um vollendeten 21. Jahre wurden 38 335 gezahlt, weibliche «364 Die Zahl der erwachsenen Tur­ner beträgt 99 578, die der Turnerinnen über 21 Qcbre 5940 Bemerkenswert ift die verhüll- nismäßig kleine Zahl der Turnerinnen: auf dem Gebiete der Gewinnung der faau für turnerisch? Betätigung dürste der Kreis also noch manche Fortschritte machen können. Dem Kreis gehören 27 Gaue an. Der größte von diesen ist der Gau Bhe.ichessen mit 22 816 Dereinsangebörigen Der kkrinste Dau ist der Odenwald-3ahn-Gau. der nur 1174 Mitglieder MU. Don den Vereinen staben nicht weniger al» 291 eigene Turnhallen. 403 eigene Tum- und Spielplätze. 179 eigene Büchereien. 13 Jugendherbergen und 802 hoben im Sommer um) 70 im Winter Gelegenheit zum Schwimmen Insgesamt ergibt sich also, dast im Tmttelibeinfrd» eine gewaltige Pionierarbeit für die körperliche -riüchngung unsere» Volke» ge- leifket worden ist.

lurngau Hessen (D. T.)

Die Gaumeiskerschaslen In den Sommerspiclen (Eigene Meldung des .Gieß. Anz. .)

Diesten. 7. Juni.

71ach der alten Hessenstadt Frankenberg waren ffir "en zweiten Pfingsttag die Bezirks- ntcifkr in den Sommerspielen zur Austragung der Gaum-isterschaslen geladen. Dicht alle Be- zirfsmeistcr konnten infolac der weiten Gntser- nung und der nicht günstigen Verlestroveroin- dunaen he m Huk der Gaulei tung Folge leisten Aidda und Lchl't, die Meister de» 3. und 1 Bezirk», halten sich entschuldigt, und die Mann­schaften d r Marburger Akademiker, hie einige THeifk-nitrl de» 1 Bezirk« innehaben, waren der Universitätsserien wegen am Drscheinen ver­hindert

In Frankenberg halle man unter her um- sichtigen V itur.fl hr>n Bezirksvertreter Hoh- n r cm gute« Ge­lingen getroffen und den bereits am 1. Plingst- taq? cinqetrr'i'nen Turnern und Turnerinnen gastliche Aufnanmc gewährt Leider verwandelte her am Morgen des Spieltage» niedergegangene Hegen die schön an der Eder gelegenen Spiel- plür.e in einen recht schlechten Zustand, was aber noch zu erfragen gewesen wäre, wenn der heftige böig« Weststurm die Svieltätigkrit nicht so er­schwert hätte. Gerade bei Faustoall mit dem ver- hältniSmästig kleinen Spielfeld ist scharser Wind . b .Xi in in die Bälle mit Hilfe de» Windei sehr stark plazieren kann. Die Halb­zeit e r g e b n i s s e . die wir unten bei zwei Spielen angeben, zeigen recht deutlich den un­günstigen Einfluß der Witterung.

Trotzdem wurde zum Teil recht schöne» und um so anerkennenswertere» Können gezeigt. Man muhte sich tcunhem, daß bei so starkem Sturm noch ein so schöne», spannendes Spiel entstehen konnte, wie c» die gleichwertigen Mannschaften von Diesten und Friedberg im Endkamps um die Faustbailmeisterschaft boten. DieDiestener Mannschaft des T v. 1 84 6 (Hans Gei»mar. Willi Loh. Walter Loh. Moi« Burkhardt. Hrch Philippi hat die Scharte de» Vorjahres wieder auSgewetzt und sich ebenbürtig neben den Gaumeister Friedberg gestellt. Da» Ergebnis 38:38 (10:24) für Friedberg zeigt, hast die Turngemeinde mit ihrer traditionellen 'JVkqc des Faustballspiel» doch nicht mehr Vie überragende Vorherrschaft einnimmt. Don turnfportlichem Standpunkt wäre es zu begrüben, wenn die Gießener Meistermannschaft den Gaumeister ein­mal zu einem Freundschaftsspiel verpflichten würde Bei einwandfreierem Wetter wäre dann eine Ueberrafchung vielleicht nicht ganz ausge­schlossen. Allo Diesten» Mannschaft war in bester farm und hat es dem mehrmaligen Friedberger Gaumeister diesmal nicht leicht gemacht, den Titel auch für dieles Jahr zu behaupten. Der G.iu- meifter de» 6 Bezirk«, Tv. Frankenau, der bei den vorjährigen Gaufpielen in Diesten zum ersten Male die Aufmerksamkeit auf sich lenkte, bat sich auch in diesem Jahre gut gehalten.

In der Turner-ä-Klasie im Faustball setzte sich die 2. Mannschaft des Tv. 1 846 ® ieften (Rudolf Qti finger. Werner Rvhl. Willi Hein, Karl Pfeffer. Richard Sänger) ver- hältnismaßig leicht an die Spitze. Am schwersten machte ihr den Sieg Tv. Wetter. Der vorjährige taur.eifter der Klaffe, Tv. Frankenau, war vom Glück weniger begünstigt, womit natürlich sein unturnerisches Benehmen, das Spiel gegen Tv. Detter abzubrechen, nicht entschuldigt werden kann,

Dast guter Nachwuchs im Faustball vorhan­den. zeigten die Spiele der Turnerjugend. Der Gaubeste, Tv. Holzheim (Kreis Diesten) errang mit seiner vielversprechenden Mannschaft (Hrch. Müller, Walter D I a u m. Karl Buh. Ruh. D Sri ach, Wilh. Aöhrig) gegen Dau­born einen überlegenen Sieg, während ihm die itoei nächsten Punkte durch da» Dichtantreten von Tv. Frankenberg kampflos in den Schvh fielen. Dach dem Verlauf des Spiels HolzheimDau­born zu schließen. hätte aber Holzheim auch Frankenberg glatt geschlagen, da es ja auch Dauborn in einem knappen, aber tapfer er­kämpften Sieg gelungen ist. die Frankenberger zu bezwingen.

Auch die Turnerinnen liehen sich durch das schlechte Wetter nicht abhalten und lieferten sich einen schonen, spannenden Kampf. Beide Mannschaften gaben sich mit Sifer und Liebe ihrer Sache hin. Die Mannschaft des Männer- turnvererns Diesten (Paula Hofmann. Paula Bürk. Hanl-, S t ü h l e r. Meftta Wag- ner. Dta Schwan) zeigt« di« grober« Spiel» ersahrung und das belfere Zusammenspiel und wurde mit dem Ergebnis 56:51 (37:15) Dau- meister

Dachfvlgend bringen wir die Sinzel- e t g c b n i H c:

Turner-Mezsterklasse aaustball-. Tv 1 846 Diesten Tv. Frankenau 46 41 Tgm. Friedberg - Io Frankenau 40:33. Tgm. Fkied- beraTv 1846 ®;efcen 38:36 (10:24 > Gau- meister Tgm. Friedberg

Turnerinnen-Weißerklasle . Zaust- ball). Wtv Diesten-Tgm. Fr.cdberg 56 51 (37 15'. Da Tv 1860 Marburg n-cht angrtrrten war erwarb M tv Siesten mit diesem Spiel de Daumeisterschaft.

Turner- ^Klasse ' Zaustball). Tv. 1 846 Diesten II Tv. Frankenau II 50:38. Tv. Detter 1 - Tv. Frankenau II 34:15 (nach Halbzeit von Fr. abgebrochen». Tv. 184 6 Gresten I I - Tv Wetter I 52:47. Sau­me ift et. Tv. 1 846 Siesten.

Faustball-Iugendklasse. Tv Hol,- heim Tv Dauborn 61 35 Tv. Dauborn - Frankenberg 53:50. Tv. Holzhe-m Tv Franken­berg «kampftos von Holzheim gewonnen).

Ohne Spei wurden da Gegner au» anderen Bezirken n.chr angetreten waren, die folgenden Bezirkvmeister auch Daumeister:

Faustball-Altersturner: Tv. 1846Siehen.

fauftbalMurn«rinnen-A-ÄlaNe: T v. 18 4 6 ® leben. Trommelball-Turnerinnen Tv 1860 Dad-Dauh<im Schlagball-Meisterkl Akadem. Tv Marburg.

Die Sieger in den Meisterftasfen. sowie die AlterSturner des Tv. 1846 Siesten haben den Gau Hessen bei den Meisterschaftsspielen im 1 Gauverband des Mittclrheinkreises lSaueHes­sen. Frankfurt. Ossenbach-Hanau. Kinzig und Main) zu vertreten di<^ am 19 Juni im Gebiet des Kinziggaue» (in Büdingen) ftattfinben.

Gr.uspielwart Seibert (Wetzlar) war der trotz der schlechten Witterung harmonisch ver­laufenen Beranstaltung ein umsichtiger Leiter. In den BezirkSspielwartcn Hofmann (Mtv. Diesten), Trost i Franken!' 7g > und den Turner- spieiern W Loh (Tv. 1846 Diesten) und Gab­ler (Friedberg) standen ihm erfahrene Schieds­richter zur Seite.

Handball der D. T.

= Bad-Rauheim, 7. Juni. Die 1. Hand- lallrnonnschaft des In. 186«> unternahm eine Pfingst- fahrt ins N a h e t a I. Am 1. Feiertag spielte die Eis in TI u n ft c r a. Stein und konnte die gleiche Mannschaft de» dortigen TurnvereinsVorwärts" nach spannendem Spiel 3:0 schlagen. Am 2. Pfingst­tage weilten die Bad-Nauheimer in Obernheim be< Kirn. Beim Spiel mit dem dortigen Turnverein mißten sie infolge Ermüdung eine überraschende 6 3-Niedcrlage hinnehmen. Angenehm berührt waren die Ta bejah rer von der großen Teilnahme, di« die Bevölkerung für die Spiele zeigte, nahmen in dem nur 1500 Einwohner zählenden Orte Viernheim doch rund 500 Zuschauer an dem Spiel teil.

Allgemeiner

Deutscher Turnerbund.

xy Au» den Verhandlungen des Bundes- Turntag» zu Friedberg sei noch folgende» mit­geteilt : Die Turnzeitung des Verbandes Dheinland-Westfalen bleibt bi» auf weiteres Mit­teilungsblatt des Allgemeinen Deutschen Turner­bundes. Der Brandenburgische Turn- und Sportverband suchte nach um Auf­nahme m den A. D. T. Der Bundesturntag er­mächtigte den Bundesvorstand, dann über das Gesuch zu beraten und zu beschließen, wenn der nachfuchcnde Verband genauere Unterlagen über seine Stärke und di« Lage feines Dcrbands- gebieles gegeben habe. Die diesjährigen Bun­des m ei st erkchaften sollen im September in DuiSburg ftattfinben. Der Stadtvorstand zn Duis­burg hat der Festleitung das dortige Stadion, das für 40 000 Zuschauer Daum gewährt, unent­geltlich zur Verfügung gestellt.

P. B.

V.s. D. Liga res . - Post-Sp.-V. Frank­furt! 1:2 (1:2).

V. f. B. Dritte Post-Sp.-D. Frankfurt II. 4:3.

D. f.D. 1. Jugend Sport-V. Wetzlar

1. Jugend 1:0.

V f B 2. Jugend Sports. Wetzlar

2. Jugend 0: 3.

D. f. D. 1. Schüler Sports. Wetzlar

1. Schüler 1:0.

V. f. D 2. Schüler Sport-D. Wetzlar

2. Schüler 0:1.

Mit dem Post-Sport-Verein Frankfurt war für die Ligareserve ein Gegner gewonnen toorb*. dem man in jeder Begehung nur rühmens­wertes nachfagen kann. Di« Mannschaft hinter­lieh durch chr stets faire» und ruhiges Spiel, in dem sie sehr beachtenswertes Können offen­barte. den besten Eindruck. In anbetraebt dessen, dast sie erst seit verhältniSmästig kurzer Zeit zu­sammen spielt, läßt sich chr auf Grund der hier gezeigten Leistungen eine erfolgreiche Zukunft Voraussagen, zumal sie sich auSschliehlich aus jungen, also verbesserungsfähigen Spielern zu- sammenseht. Die Platzmannschaft hatte, gestützt auf eine starke Ausstellung, ihren Gegner wohl stark unterschätzt und glaubte, nach ihrem an­fänglichen Spiel zu urteilen, den Sieg schon im voraus in der Tasche zu haben. Sie wurde je­doch von ihrem Gegner eines anderen belehrt. Erst, nachdem sie bereits mit 2:0 im Hinter­treffen lag. ging sie mehr auS sich heraus unb vermochte auch bald ein Tor aufzuholen. Zum Ausgleich oder gar Sieg war es bereits zu spät. Die Gäste blieben dank ihres energievvllen Sp.e- les bis zum Schluß mit einem Tor Differenz in Führung.

Von der Zweiten des Post-Sport-Vereins gilt das oben gesagte im selben Maste. Die Die V. f. B.-Mannschaft, ebenfalls verstärkt durch zwei Ligafpieler. konnte trotzdem nur einen knappen 4: 3-Sieg herausholen. Während sie bet Schluß der ersten Spielhälfte 3:1 in Führung lag. mußte sie sich nach der Paus« von den eifri­gen Gästen den Ausgleich gefallen lassen, und konnte erst kurz vor Schluß durch ein viertes Tor den Sieg ficherftellen. Beide Spiele lassen es für den Playverein wünschens- und emp­fehlenswert erscheinen, die angeknüpften Be­ziehungen zu den Post-Sportlem rege zu ge­stalten.

Der wenn auch nur knappe 1:0-Sieg der ersten Jugendmannschaft gegen die spielstarke

erste Jugend der beiden verein.gten Aeretve 5 E und D. E Wc.ilar. jetzt Spo-tverein Wen- lar. bedeutet für den Sieger einen beachtens­werten Grivlg der um )? höher zu werten ist. al» B. f. B mit Erich für einen feiner Besten gegen die stärkste Aufstellung der Wetzlarer an» Irrten mußte

Die zweit. Jugend führte ein rech: mäßige» Spiel vor und muhte sich dem besseren Gegner mit 3:0 beugen.

Die erfte Schülermannkchaft gewann mit dem­selben ftmppen Resultat mit dem Mt elweit« verlor

5pieloerein:gung 1900 (Biegen.

Clga (II. Bej.-ftlafc) Splclocrein 06 Düren (1. Srv-Äiafk) 1:4 (1:0).

ö Die Pftngstfpiele bet .Alten-Herren und her Jugend kamen nicht zustande, da tne Gegner kurz vor dem Spieltermin absagten.

Die Aufstellung der Ligaeft zum Spiel am zweiten Feiertag gegen den Spielverein 06 Düren i. Rbld machte dem Platzverem zuleti! noch aller­hand Kopfzerbrechen, muhten doch tunf verhin­derte Spieler ersetzt werden, was für viele gleich­bedeutend war mit einer katastrophalen Ateder- I igc. insbesondere als man hörte, dah die Rhein- Iander gegen den Meister der KreiSliga und ich;gen Bezirks!igisten .Germania -Marl'urg mit 7.2 am Vortage crfolgrciq» gewesen waren Die jungen Ersatzleute, sämtlich der Lehrmannschast entnommen, hielten aber im Verein mit den alten, bewährten Kräften dem Gegner bi» in die Mitte der zweiten Spielbälfte hie Wage Erst bann erlahmte infolge De» jcrmürbenNm Kombinationsspiels bei Gäste der Widerstand, so daß deren Erfolge nicht auSblciben konnten. Der Seitenwechsel sah 1900ogar mit 1:0 im Vorteil, allerdings begünstigt durch Rüdenwind. Der ein­zige Treffer her Platzbesiher resultierte au» einem b ill de» Rechtsaußen den bei > linke cinkopste. während ungezäßUe Torchancen ungenützt blieben. Außer drei Handbällen, denen her Gegner keinen enigegciuulehcn hatte, wurde nichts erzielt. Die Einheimischen litten sehr unter brr äußerst schwachen Leistung ihres Mittel­läufers. bei dem sich ein alte» Knieleiden wieder bemerkbar machte. Rach dem Wechsel legte Düren sofort stark los. Durch ihr hervorragendes flaches '^ab- und Stellungsspiel erzielten die Gaste in her letzten halben Stunde vier Treffer au» aller­nächster Rahe, für den Gießener Torwart un­haltbar. Zum Schluß kam Gießen wieder auf, ha man eine Minftellung der Mannschaft vorgenom- men hatte, jedoch die Stürmerreihe war zu un­entschlossen. die zahlreich sich bietenden Gelegen­heiten zur CBerbcffenrng des Endresultat» au»- zunützen Ergebnis 4:1 für Düren. Da» Ecken- Verhältnis war am Schluß 3:3. Hrrvorzuheben ist die vornehme und faire Weise, mit der ba» Spiel von beiden Mannschaften durchgeführt wurde, so daß dem gut amtierenden Schieds­richter das Amt ziemlich leicht gemacht wurde. Man lernte in den Rheinländern eine sympathische Mannschaft kennen, deren Sieg hier allerdings etwas zu hoch ausgefallen ist. Ein 3: 1 oder 4:2 hätte eher dem Spielverlauf entsprochen. .

Die Pfingstspiele im Arbeiter-Turn- und ^portbund.

lvieseck I. Main; L 0:1.

Am ersten Feier.ag begann das Psingstprogramm her ersten Mannschaft Wiesecks mit einem Spiel gegen die KreisNassenmannschaft Mainz. Mainz trat mit einer Mannschaft an, deren Hauptstärke im Schluhtrio hegt, die beiden Verteidiger verfügen über einen sicheren Schlag, unb der Tormann, der frühere Heuchelheimer Tormann, zeigte sein be- lanntes gutes Können, diesmal aber in besonders vollendeter Form. Die Gesamtleistung Wiesecks tonnte durchaus befriedigen: wenn hier und da ein schwacher Punkt vorhanden ist, wie betfpielsuxifc der Posten des Linksaußett. so tonnten dadurch wohl die Erfolge geschmälert werden, der gute Eindruck des Spieles als Ganzes genommen blieb aber ge­wahrt. Der Anstoß von Mainz gelangte im weit' maschigen Kombinattonsspiel bis vor das Tor Wie» fecks, diesem überraschenden Vorstoß kam eine momentane Unbcholfenheit der Hintermann schatt der Einheimischen zunutze, so daß Main; bereits in der ersten Minute fast von selbst mit einem Tor in Führung lag. Daß dieser Ueberraschungsersolg das einzige Tor des ganzen Spiels bleiben sollte, glaubte anfänglich niemand. Aber Wieseck zeigte sich jetzt von seiner besten Seite. Dis zur Pause hatte Mainz nur die zahlreichen Angriffe abzuwehren, die der Wie- secker Sturm, unterstützt von der sehr gut arbeitenden Läuferreihe, vortrug. Was nicht neben und über das Tor getreten wurde, loa im Bereiche des Mainzer Tormannes. Nach dem Wechsel ließ Wieseck zunächst im Tempo etwas nach, so daß das Spiel ausge­glichener war: aber bald tpar die Ueberlegenheit der Einheimischen unverkennbar. Mit einem ganz un­gewöhnlichen Pech blieben der Mannschaft die oer- diemen Erfolge versagt, das Tor der Gäste wurde mit Schüssen geradezu bombardiert, aber keiner fand das Ziel, so daß Mainz mit 1:0 unverdienter Sieger blieb. Das Eckenverhältnis betrug 7:4 für Wieseck.

wieseck I. ftcifel-ftrumbad) I. 3:4.

Am zweiten Feiertag war der Gegner ein« Kreis- klasienmannschaft aus dem 10. Kreis. Was Wieseck am Tage zuvor gutes leistete, kehrte die Mannschaft nunmehr in da- Gegenteil um. Berde Spiel« im vergleich waren wie Tag und Nacht. Sturm und Läuserrerh« gingen noch an, aber bte Niederlage kommt in enter Linie auf Kosten der reichlich un­sicher spielenden drei Schlußleute. Die Gäste aus staffel yigten gutes Zusammenspiel, alle Poften m der Mannschaft waren gut besetzt, der Tormann hielt, was zu hallen war. Der Änftoh zeigte die Ein- bc mischen zerfahren, bereits nach zehn Minuten hatte Kasiel zwei Ecken erzwungen, von denen die zweite der herauslaufende Tormann verfehlte und xum ersten Tor für Staffel führte. Die nächsten 20 Minuten gehörten Wieseck, nach drei ergebnislos gebliebenen Ecken konnte endlich der Mittelstürmer £?:«ied= den Ausgleich Herstellen. Weniae Minuten ipäter brachte ein überraschender Borstoß der Gäste diesen abermals die Führung. Ein hefttger Platz­regen machte eine Unterbrechung des Spiels not- wendig: nach Wiederaufnahme drängte Wieseck Kasiel etwas stärker im Angriff, bis sich Wieseck wie­der durchsetzte und durch fernen Halbrechten aber­mals den Ausgleich herstellte. Einem wechselnden cgid mit spannenden Momenten, bei denen das

(soi.e.or mehr in "'♦fahr war, folaie die Schwäche- penode der Wie'ecker Hintermannschaft. Da» dritte und riette Tor der Käst, ner mären bei etwas mehr ifi .!;merham?ei! vermeidbar gewesen Der Sturm siMe nun olles daran, ba' H.ulti! zu ändern, die Zelt ober war etwa» zu weit vorgt .1.ritten. Wenige Minuten vor Schluß konnte der Mittelstürmer Wie- k<f< das brille mA itbönfte Tor des ganzen Spieles erzielen Auch bei bi cm Spie! teigte sich tm Ecken- vertzultms (5 3 für Wiefeck) eine lieberiegenheft.

Heuchelheim 1 Ulainj 1 3:1 (3:0).

Bei Wind und Siegen batte Heuchelheim am zweiten FeiertM.nn, u (Baff. Beide IKanntchctt- len lieienen sich fror,hem cm einwandfre e, Spiel vo.l (pennender Momente, bei dem sich w eder.nn die E.ndeimilchen wie am löge vorher in Äifteck. M» die Seberen zeigten. Heuchel heim spielte zunächst mit dem Wind im .stücken und übernahm durch feinen Mittelstürmer die Führung Die Durchbruche von Mainz wurden non der Hftitt rmaiuttchftt von Heuchelheim sicher abgewehri. Em Eigentor der Mainzer siellle das (Ergebnis auf 2 <». brm Heuchel­heim kurz vor /zaldzei' ein drittes hmzufügei, konnte. Nach dem Werfel lag Mainz 'unntehr mit dein Wind spielend, starker itn Ängriff, brr man­gelnde Zusammenhang im Sturm ließ aber feine V riolge v Auch die Durchbruch-' Heuchelheinr» hatten nid): mehr tne nalinenöiac Durchschlagskraft, zturz vor Schluß erzielte Mainz durch feinen fjalb- rechten sein verdienteo Ehrentor, während Henchri- heim in der zweiten Spielzeit leer au-.-ging.

Heuchelheim N Gießen II 5:0.

Heiiärelheims neu zitsammengestellte Zweite führte sich gleich mit einem Bcnnbenersoig ein >ndem sie Gießens Zweite mit obigem Resultat auf die Heim­reise schickte.

Lollar I Kassel Krumbach 1 4:2.

Collar machte am ersten Feiertag die vor­jährige Aiederlage gegen Kasiel voll wett, in­dem sie hie Gäste aus dem 10. Kreis mit einer einwandfreien Aiederlage adftrtigen konnte. Im Gegensatz zum Spiel am folgenden Tage in Wieseck konnten bi? Gäste keinen richt.gen Zu­sammenhang finden, bdonher» die Verteidigung zeigte sich reichlich unsicher

Gießen auf Reifen.

Der Pfmgsta'.isflug der Gießener criten Mann­schaft verlief recht kläglich. Ulm ersten Feiertag trat die Mannschaft, zu 75 Prozent mit der Ib au (gefüllt, gegen O ft b e i m I (Kreisklasse) an. Das Resultat nn auch i'«:i unb gant diesem Umstand und bei einem Torverhältnis non 11:1 ist cs nicht erfokcherlich, weitere» zum Spielverlauf zu sagen.

Auch der zweite Feiertag brachte eine Niederlage .legen den weit schwächeren Gegner Roßdorf.

1

aber am Schlitz dem körperlich überlegenen Gegner bei einem Torverhältnis 3:4 zugunsten Roßdorfs beugen.

Wetzlar 1 Frankfurt Abt. 11 I 2:4 (2:1).

Auch in Wetzlar herrschte Hochbetrieb. Am 1. Feiertag standen sich obige Gegner gegenüber, die sich ein recht spannendes Spiel lieferten. In den ersten 20 Minuten drängten die Gäste stark und erzielten auch das erste Tor. Der vorzügliche rechte SturmNugel Wetzlars konnte jedoch bis zur Pause da» Resultat auf 2:1 für Wetzlar stellen. Rach dem Wechsel drängten die Gäste Wetzlar abermals stark in die Defensive, errangen nicht nur den Ausgleich, sondern auch bald die Führung, der kurz vor Schluß da» vierte Tor folgte. Troy aller Anstrengungen blieb Wetzlar ein Erfolg zur Verbesierung des Resultats versagt.

Im Spiel der zweiten Mannschaften trat Frankfurt mit nur zehn Mann an, konnte aber trotzdem das erste Tor erzielen. Erst nach dem Wechsel konnte Wetzlar den sich zäh weh­renden Gegner mit 4:1 überwinden

Die Jugend Wetzlar» vollbrachte eine Glanzleistung, indem sie die körperlia; über­legene 2. Mannschaft Leun» 61 schlagen konnte.

weßlar I Preungesheim 1 3:5.

Aehnlich wie am ersten Feiertag vollzog sich daS Spiel am zweiten Feiertag gegen Preun­gesheim. Auch diesmal wurde das Spie! in den letzten Phasen zuungunsten Wetzlar» entschieden. Trotzdem Wetzlar daS Spiel mit nur zehn Mann begann, konnte die Mannschaft doch bereit» In den ersten 15 Minuten zwei Tore vorlegen. Durch ein zweftelhafteS Tor und einen verwan­delten Strafstoß stellte Preungesheim den Aus­gleich her. Rach dem Wechsel übernahm Wetz­lar abermals die Führung und konnte sich zu­nächst der ungestümen Angriffe Preungesheims erwehren Gegen Schluß des Spiels versagt« die Verteidigung Wetzlars immer mehr, und innerhalb einer Minute konnte Preungesheim das 5:3-Grgebnis für sich Herstellen.

Großen-Linden I Lockenheim Ib 3:5.

Guter Sport und Rekordoesuch in Großen- Linden zu Pfingsten! Beide Mannschas:en zeigten ein recht e.nwandsreies Spiel. Die Gäste könnten in Auswirkung einer öde die Führung über­nehmen. Großen-Lin-en glich bald durch einen verwandelten Handelftneter aus. Abermals über­nahm Bockenheim nach einer erfolgreichen Scke die Führung, die Großen-Linden wiederum durch einen verwandelten Handelftneter ausglich. Bei diesem Stande blieb es bi» Halbzeit. Rach dem Wechsel war zunächst Dackenheim erfolgreich, die­sen Vorsprung machte Großen-Linden» Halbrech­ter durch einen prachtvollen Alleingang wieder wett. Die Einheimischen drückten nun weiterhin, jedoch erfolglos, und gegen Schluß mußten sich die überanstrengten Großen-Lindener 2 weitere Tore gefallt: lasten. Der Grundton de» ganzen Spiels war die faire und ruhige Spielweife.

rilten-Luseck.

Für den ersten Feiertag hatte fidj Alten- Buseck eine kombinierte Mannschaft de- Männer- turnvereinS Marburg geladen. Was niemand erwartete, trat ein. die Alten-Busecker schickten die Gäste nach schön verlaufenem Spiel 3:1 heim. Am 2. Feiertag spielten die Jugendmann- s ch a s t e n Alten-Busecks und Butzbachs. Hier waren die Gäste 4:2 siegreich.

Fronhausen

trat in Mainz gegen die Zweite von Mainz- Kostheim an und konnte 4:1 Sieger bleiben. Stand bei Halbzeit 1:0, das Resuuat ist füt Fronhausen (2. Klasse) recht schmeichelhaft.