Hard. Friedberg, den neuert 'Bürgermeifter tn fein Amt etn. Er unterstrich die beenge erfolgreiche Tätigkeit Ahls in der hessischer. Staatsverwaltung. die die Gewißheit gebe, doh er auch 'einem neuen großen Arbeitsfeld gewachsen . und die aufstrebende Badestadt weiterer gedeihlicher Entwicklung entgegen führen werde Aach Ableistung des Diensteides hielt sodann Bürgermeister Dr Ahl eine längere Rede in der er den Stadtverordneten für das durch die Wahl entgegengebrachte Vertrauen dankte und versicherte. daß er gewillt fei. »um Dohle Bad- Vauheims feine ganz« Arbeitskraft ein»ulet>en. Das Ziel seiner Arbeit solle auf die zukuntts» reiche Sntwickluna Bad-Rauheiw» ger.cbtet sein. Bei dieser Arbeit Im Dienste der Stadt werde er keinerlei konseffionelle und parteipol.ttfche Rücksicht nebmen. Weiterhin beabsich'.ge er. es an dem unbedingt nötigen Zusammen^:ng »wischen Einwohnerschaft und Stadtverwaltung nicht fehlen zu lasser Zur erfolmeeichen Ausübung seines Amtes erbat er die Mitarbeit und das Vertrauen der Stadtverordneten und der Stadtverwaltung Wcnn die StadtvervtdnetTNverfamm- lung als beschliehet.des und die Stadtverwaltung als ausführendes Organ sachlich und ohne Voreingenommenheit »usammenarbeiteten, werde diese gemeinsame Arbeit der Stadt und damit dem sich immer mehr entwickelnden Bade »um Vorteil gereichen. Die Rede Dr. Ahls hinter- lieb bei allen Anwesenden einen aünstigcn E n- druck Jn einem der .Bad-Vauheimer Zeitung" zur Versügung gestellten Aufsatz .Unserer Stadt" betont* der neue Bürgermeister u. <t. daß in Bad-Aouheim eine Stadtaemeinschaft in Erscheinung treten müsse dergestalt, daß alle Bürger und olle öffentlichen Stellen »um Wohle der Gemeinschaft gemeinsame Arbeit leisteten.
Landkreis Gießen.
£ WiEseck. 8. 3uni. Eingangs her jüngsten Gemeinderatssitzung nahm Geme.nde- raismitglied Kümmel Veranlassung, um gegen die Gemelnderats-Berichlerstattung im .Giebener Anzeigeck' »u prvtrstieren Grund hierzu gab ihm der Bericht über die letzte Sitzung der Doranschlagsbvratung. worin wahrheitsgemäß festgestellt war. hab GemeinderatSmit- glted Kümmel die Einführung des Werkunterrichts an der Fortbildungsschule als Humbug" bezeichnet hatte. Diese Tatsache unirtx von Kümmel auch nicht bestritten, sondern es wurde nur dem .Gießener Anzeiger" bzw. dessen Berichterstatter darüber ein Vorwurf »u machen versucht, daß diese — gelinde ausgedrückt — Entgleisung im Bericht to i e be r g e g e b e n wurde Aus den weiteren Ausführungen Kümmels war zu entnehmen, hab er eine Stellungnahme des Gemeinderots dahin wünschte, dre Berichterstattung in den Tageszeitungen entweder ganz einzustellen, oder völlig kraft- und saftlos zu gestalten Der ®emciliberal war der Meinung, in dieser Frage nicht die zuständige Stelle »u fein, woraus die Sache ihre Erledigung fand. Zum ersten Punkt der Tagesordnung, G a s - Versorgung, führte Bürgermeister Schom- ber aus. daß es fich hierbei für dos wirtschaftliche Leben unserer Gemeinde um ein sehr weit- gegenhe» Projekt handele Gr gab den für untere Verhältnisse in Betracht kommenden Vertragsentwurf bekannt, worauf eine Kommission, bestehend aus den Gemeinderäten Schmidt und Scherer und Bürgermeister Schomb'er gewählt wurde, die sich mit der weiteren Verfolgung her Angelegenheit befassen soll. Aus den Ausführungen der Mehrzahl der Gemeinderäte war »u entnehmen, daß sich entgegen dem Versuch, die Frage zu verschieben. der Standpunkt durchsetzte, die Entscheidung hierüber vor der notwendigen Instandsetzung der Straßen in Angriff zu nehmen. — Für die Sandgrube auf der Ursel um war ein Pachtgesuch eingereicht. das jedoch der Gemeinderat völlig un- diskutabel fand, 3n Verbindung hiermit wurde der Bürgermeister beauftragt, geeignete Schritte für eine Ausbeutung der Grube, die sehr wertvollen Sand enthält, zu unternehmen. — Die Errichtung eines Schornsteins im Gebä ude der Bürgermeisterei und die Vornahme verschiedener baulicher Veränderungen fanden die 3uflimniung des Gemeinderats. — Der Beitritt der Gemeinde zum Derkehrsbund Ober- Hef fen wurde einstimmig beschlossen Hierbei wurde ganz besonder» die außerordentlich legen»- reiche Wirksamkeit des Verkehrsbundes für unsere oderhesfifche Heimat hervoraehoben. die derselbe in Verkehres ragen. Fremdem» rbung Erschließung des Vogelsberges usw schon geleistet hat -- Die Kolonne Wieseck de- Arbeiter- Samariter-Bundes ersuchte um Heber» laffung eines Baumes zur Unterbringung ihrer Gerätschaften. Ohne wesentliche Debatte wurde dem zugestimmt und der Bürgermeister beauftragt. nach einem geeigneten Raum Umschau zu
Lunch mit Shaw.
„ebaro! Wie tonn man ihn beschreiben? Ich habe niemals einen Mann in meinem Leben gesehen, der so fleckenlos, so im höchsten «Sinne rein aussieht. Wenn sich eine männliche Lphrobite in blühender Frische aus dem 6d>aum der IRectei» mögen erheben würde, dann müßte sie wie Show unlieben. George Vernarb Shaw, vielleicht die bedeutendste Gestalt der modernen Literatur, hehl auf, tvic wenn er jede Stunde am Tage ein Bad nehme. Dal ist dal erste, was einem outfällt, ür ist größer all der gemebnliche Mensch, schlanker all der ge- ivöhnliche, und ebenso viel schneller und aktiver in seinen Bewegungen Seine Handlungen bersten vor Onergie- sein Bart knistert von lahgfeit. Die Raschheit seines Ditzes und Verstandes bat seiner körperlichen Erscheinung ihr Sieael ausgedrückt, üörper unb Geist arbeiten mit betreiben blitzschnellen Stoßkraft eine! Floretts. Er ist ein lebendiger Draht, eine menschliche Dynamomaschine. Vor vielen fahren traf ich Shaw zuerst, und immer ist mit sein leuchtend roter Bart in Erinnerung geblieben. All >ch ihn wiedersah, war ich überrascht und suchte fest- nistellei,, worin er sich verändert. Die irischen Augen und noch so kühn blau wie immer, dal Lachen spielt noch um seine Ltppenwinkel nie ebebem, fein Mund bot noch denselben humorvollen Zug, er ivkft noch ■einen stopf zurück mit einem gewaltigen Au'dtuch knabenhaften Gelächters, wenn ihm eine Geschichte gcfADi. Aber sein Bart — dieser berühmte feurige, frech-rote Batt bei früheren Shaw — ist verblaßt. Vielleicht war er ni. mall fo rot, wie ich ihn in bei Erinnerung habe, ober «rtzt ist er gebleicht, m cm träfttges gesunde^Weiß verwandelt.'' Dieses lebendige Bild des JOitoriqen entwirft einer seiner alten amerikamschen Bekannten, bet Richter Henri, Reil im ^Lueeeß Magazuic", m dem et von einem Lunch mit Shaw im Londoner Savoy-Hotel plaudert. Der dritte trilnehmet an diesem denkwürdigen Früt>
hallen. — An einem P r ivath«as hatten sich emsthaste bauliche Bdchädi^ungen gezeigt, d-.e vs hem Besitzer auf hm früheren jetzt zage- schütteten ®emeinbebrunnen. über de das 0)aus teilweise gebaut wurde, zurückgesührt wurden. Eine frühere Sitzung be'chlvß. über i>xk Streitfrage einen Sa-verständigen zu Horen dessen Gutachten nunmehr vorlag. Danach sind die Beschädigungen rächt auf den Brunnen der schon vor Errichtung des Haukes vorhanden war. Aurüd»uhit>ren. Eine Verpflichtung der Gemeinde, für die entstandenen Schäden auhulorrjnen. besteht somit nicht. Aus Billigte tsgrunden beschloß der Bernetndercck jebo-ch. sich mit einem Drittel an den Wiederherstell un^kc >'l en zu beteiligen. — Durch die rege Bautätigkeit in den letzten Jahren sind eine Reiht neuerStrahen im Entstehen, für die nunmehr Aamen festgesetzt werden muhten. Hierbei wurden nach Möglichkeit die Porbanhencx Bere chn ungen der eni- iprechenden Gewanne benutzt Die Straße, die nn Zuge der Turnstraße vom Lichtenauer Weg nach der Marburger Straße z-.cht. soll .Steinst r a h c“ heißen. die Straße, m welcher gegenwärtig die Baugenossenschaft ‘-.eben .Zweifamilienhäuser irritbtef und die vorn Lichtenauer Weg nach der Möferstraße zu verläuft, erhiell den Aamen .Am fltCbt! ba um", der große freie Platz, der am oberen Ende der Tumurahe erufta- Den ist und der fpdter eine schöne Ausgestaltung erfahren foll, erhielt den Aamen .Platz der Republik". - Gelegentlich der letzten Vvranfchlagsberatung war her Wunsch geäußert worden, im Besua von Wasser bei den stark wafferverbraucvenden Gewerben eine Aenderung em treten zu lallen. Da die sragliche Ortsfatzung die Möglichkeit hierzu b.etet. beschloß der Geinernderat. bei den m Betracht kommenden Gewerbebrtneben Waffermesser zu setzen. Der Wafsermesfer kann auf eigene Kosten eingebaut werden. Geschieht die An- fchaffurg durch die Gemcinde, so ist eine monatliche Zählermiete zu zahlen. 3n diesem Zusammenhang teilte Bürgermeister S chom ber dem Gemeinderat mit. haß her Inhaber he» .Volksbade» Wieseck. Heilgehilke Bues. »ich in anerkennenswerter Weise bereit erklärt hat. an besonders bedürftige Ortseinwoh- ner die Abgabe von Heilbädern ulw. kostenlos auszuführen. - Bei der F ft Setzung der Vergnügungssteuer für das hier vor kurzem eröffnete Kino einigte man sich auf einen Pauschalbetrag in Höh« von 10 Mk. für jeden Spfelabtnd
L Lollar. 8. 3unl Auf dem »Lollar er Kopf" sind jetzt zufolge GemeindtratsbeschlusseS bie seitherigen Bänke, die durch rohe Hände zerstört bzw sehr stark beschädigt worden waren, erneuert worden. Hoffentlich braucht fich die allzu verständliche Drohung der Gemeindevertretung. bei Wiederholung Der Zerstörungen keinen Ersatz mehr zu beschaffen, nicht zu erfüllen.
'Oppenrod. 8. 3uni. Bei dem Gewitter vor einigen Tagen schlug der Blitz in tn« Scheune des Landwirt» und Gemeindertchnns Wilhelm ® a u b Hierselbst ein und zündete. Die Scheune brannte bis auf die Grundmauern nieder. Der Schaden ist zum größten Teil durch Derficherung gedeckt.
Großen-Linden, 0. 3uni. Die hiesige Spar- unb DarlehnSkas se wird demnächst an die über 60 3ahre alten Sparer 5 Prozent ihres Guthabens, höchstens aber 60 AW. pro Person, als erste Aate für die Aufwertung auszahlen.
* Leihgestern, 8. 3uni. Am 2. Psingst- feiertag versammelten sich im Dormittagsgottes- dienft bei starker Beteiligung der Gerneindemlt- alleder 13 Konfirmanden, die vor 5 0 Jahren gemeinsam eingesegnet worden waren, zur Feier der 5 0. Wieder kehr dieses TageS. Die 3ubi(ate. sechs Frauen und sieben Männer, betraten unter Voran tritt des Pfarrers die Kirche, während die Gemeinde sich »u Ehren der 3ubilarc von den Plätzen erhob. Pfarrer 3ä ger hatte für seine Predigt, tn deren Böhmen er die 50iährige Konsirmandtnatmeinschaft würdigte, den Text gewählt, den im Jahre 1877 der damalige Pfarrer Zimmermann als Äon- firmalion»t«t i3ohs 15, Vers 16) bet Feier Augrunbe geleat hatte. Die diesjährigen Konfirmanden verschönten hie Feier durch Gesänge unter ber Leitung des Vektors Lvtz Aach dem Gottesdienst gedachten die 3ubilate ihrer verstorbenen Alterskameraden durch Kranzniederlegung auf dem Friedhof Der Qlacbmtttag war der gemeinsamen Geselligkeit gewidmei
ri Kloster Arnsburg 8. 3unt Das Arntzburger 3ah reSseft. das größte kirchliche Fest Oberheifens. ba» nach altem Brauch am Pfingstdienstag abgebalten würbe, l-atte wohl unter her Ungunst ber Witterung »u leiben, doch waren eS auch diesmal Scharen von vielen Hunderten, Die aus der näheren unb weiteten ilm-
ftück w« der bekannte Romanschnststeller Hall Laine. Rach dem Geheimnis feine» dutchfichtigen, blutcn- reinen Teint! gefragt, erklärte Ldaw zunächst, oa» komme daher, daß er jein Geficht nie wasche. All er die Verwunoerung der beiden anderen bemetlte, fügte er hinzu: .Ich mache el gelegentlich naß", unb schien dabei qaiu ernsthaft. Reil wollte diese Reinheit der Haut mehr feinet Enthaltsamkeit zu- fchteiben, da er nicht raucht, feinen Alkohol trinkt unb kein Fleisch ißt. Shaw erklärte diese Entsagung von früher Jugend an oul einem Rat, den ihm fein Äater gegeben. ^)ch fürchte, ich habe so ziemlich versag! i,n Leben," meinte dieser eine» Tage». .Deshalb, mein Sohn, nimm mich all Führer. Zch rate dir, alle», tu al ich getan habe, nicht zu tun." Unb da der Vater ein starker Raucher unb Trinker war und auch sonst ziemlich unmäßig, fo folgte Bernard feinem Wal. Hall Laine meinte, Shaw könne bei feiner Lebensweise gut 1U0 Zäher werden .Also noch 30 Jahre Shaw!" war die *ntioort, „real für Aulfichten jür die Wclt f Auf die Frage, warum er niemall noch Amerika gelommcn fei, eewidette er. .3<b habe eine zu große Furcht, daß man mich verhaftet. In den meisten Staaten von Amerika haben sie Gesetze, nach denen man sofort, wenn man ettval tut, was bie erregte Bewunderung einer Frau Hervorrufen kann, euuoe Jahre eingesperrt wird. Venn man auf der Eisenbahn mit einer anderen Dome al» seiner Frau reist, fliegt man in» Kittchen. Trbald vermeide ich Amerika sorgfältig, und do» wurde ,eder andere tun, der so viel von Amerika weiß wie ick»." Eaine fragte Shaw, ob er Ibsen persönlich kennen- gelernt habe. Shaw verneinte, .aber" sagte er, .William Archer bat mir einen Besuch bei Ibsen aulfübcl'ch beschrieben. Da war ein üoehait von Strindberg in seinem Zimmer. Idfeu wie» Archer daraus hin und sagte mit einem Ausdruck großer Erleichterung .Sieht er nicht verrückt aus?" Shaw schätzt Strilidderal Genie sehr doch. .AU ich tn Stockholm war." plauderte er .schrieb ich an etrinb-
gegenb l.ch in Wölbe zulammenf and« um mit ber Xrnsburger Au kalt »u‘2mmen zu feiern und den Worten ber derben Fck. orrd:grr Superintendent Weinberg von Duttelbvr« unb Kitchen- rat Trommershausen von FrarBurt. zu lauschen. Den Predigten ging eine vhngälüurgtt voran Die Gelänge würben beginntet von den Posa unenchö r rr. Lang-Göns unb Lich. In einer Aachv ersow mlun g. zu ber ine ymmfre ber Anstalt fich im Ho'c des Klosters vereinigten, würbe zuerst von S: ftivfarr« Schorlemmer von Lich der 3ahrcsd« cht des Rettungshanfes erstatt«, bann erzählte ber eine ber beiben Fest- vreräaer.Superintendent Weinberg, infefleln» ben Bildern aus seine- Lebens^ und Amis- erfa&runtien tn Westfsl« unb Rhein land Aus dem Iohresbenchl fei erwähnt, daß im vergangenen Jahre über 50 Kinder durch das Rettung»- Haus gingen 3ur Zeit befinden lich hort 45 Vlädchen. Zwei Tiakontssen vom Elisabetbenstitt und eine Lehrerin tun tn der Anstalt ihren verborgenen. oft schwerer aber segensreichen Dienst. Die Dörfer ber Umgebung gaben auch im verflossenen 3ahre in alter Treue reichliche Liebesgaben aller An. Leoensmittel. K.eibungsstücke. Wäsche und Geld taten ber Anstatt aut) sonst gar manchen Dienst ber Siebe.
T Steinbeim d Hun«n. 8. 3unL 3n der Werbe- unb Hillswoche des Verein» für ba» Deutschtum im Auslände wurden vor. den
Ne dem :
schulamt zur Wkiterie.Iang a, ra-
des V D A. übertoiefer. wurden Der seit drei 3obren an der Volksschule bestehenden D.D.2l.-Gruppe ist bie bürgerliche Gemeinde au’ Betreiben des Bürgermeisters Schmidt al» Mitglied mit einem 3abreibdtrag von 5 Mk beigetreten.
Kreiß Ariedberg
Bad-Aauheim 8 3uni. Ein schwe - ter Unglückssall ereifincte sich am ersten Pfingstfeiertag zwischen Fcrstbaus TDmterfletn und der ÄatfcTjjrube Der •ögeuffeur eine» Ateliers tvolPc mit Dem Mott 7
Ausflug in den Taunus unternehmen. Ausflügler fanden um die Mittagsstunde Den Fahrer schwerverletzt .eben feinem kaum beschädigten Motorrad auf der Straße liegen Aerzt- licye Hille war rasch zur Stelle, und ber Verunglückte wurde ins hiesige Krankenhaus überführt, wo er inzwischen seinen schweren inneren Verletzungen erlegen ist lieber bie Ursachen Des UnAücks ist Genaues noch nicht bekannt geworben Man nimmt an. bah dös Fahrzeug sich überschlagen hat.
Ärcie Bübingen.
k. Geih-Aidda. 8 3uni. Un’ere Kirche ist eine ber ältesten Dvrfkirchen Ober helfens Der Walpurgiskirche in Alelelb ähulich. Hal sie — im gotischen Stile erbaut — ein Alter von min- beftens 600 3ahren Der nach romanischer Bauart errichtete Turm wird noch zwei 3ahrbunberte älter eingeschäht. Aunmehr soll das Gotteshaus im 3rmern auch wüLdig hergerichtet werben Die seitherige Ofenfeuerung soll durch elektrische Heizrohre erseht werben Damit verbunden wird bas AuSweißen vielleicht auch Ausmalen des 3imem Die Wanbteile zwilchen Den Säulen bieten guten Platz für biblische Wandbilder Mit der Versetzung der Orgel in einen unteren Aaum des SeitenschissS soll auch das Gebläse elektrisiewt werden. Durch ihre Entfernung aus dem Haup.- schiff kann bann erst bie wunderbare architektonische Eigenart der Kirche zur Geltung kommen. Sehenswert ist auch unser vor zwei 3obren ganz in Anlehnung an den Kirchenbau errichtetes Kriegerdenkma L Aus Miltenberger Sandstein bergt ft eilt, ist es so feinsinnig an bas alte Gebäude angelehnt, bah es dessen Schönheit in keiner Weife beeinträchttgt
Gelnhaar, 8. 3uni. 3v einer Gemeindeversammlung wurde nach eingehender Aussprache bas Projekt der Feldbereiniguna mit großer Mehrheit abgelehnt. Maßgebend für diese vtelluii.inahme war die Tatsache, ton bie Gemeinde zunächst noch andere sehr dringliche Aufgaben <Schulhausneubau. Bau eint» Vierfamilienwvhnhaust». Wasftrleitungt zu be« streiten hat.
Lreist Schotten.
■■ Schotten. 8 3uni Für bas am nächsten Sonntag in 14 Jager hier stattstnbende große Sängerftft werben et f na ft die umfangreichen Vorbereitungen oetroffen Am Festplatz wirb gt- ar beitet, bw Ehrenpforten lind aufgeschlagen, das Festbuch der gestellt Ein schöner Festzug mit tndeii Jestwagen. bie bas echt deutsche alte Volkslied verherrlichen sollen, wird zusammen- gestellt. Wan erwartet einen starken Besuch
—Schotten, 8 3um Der gestrige Psinaft - Prämiierunasmarit wies einen sehr starken Diehauftrieb aul. namentlich war es die Vogelsberger Vfndviehrosse. die durch
ausgezetchneles Zuchimaterial glänzte Simmentaler Vindvieh und Ziegen waren in geringer Zahl vertreten Die Tk :ar.lulmngcn waren sehr oidkirig. tenn außer d«m >i".dvieh- und Ziegtu- marh and auch noch Pierdemarkr statt. Der Handel ging ziemlich 'chlevpend. obwohl zahlreiche Ordetef’er.ten erfchi. ? waren D e Prämiierung des Vogelsberger Viehes fand durch die Herrc- ü*en<:olfdretär Dr. Wagner-Gie'-n. Fischer-Hof Zvie alten und Iitryubtisfpehpt Richtberq - Ei eßen statt Sie gant lolatndes Ergebnis: 1. Klaffe: Vogelsberger Bullen 2. Preife Aldtrl Kell-Ftldkrücken und X Reicholb-Vobe -Haufen; 3 Pr. H SchuchHailtt-V'-ferb-rn uxb 3oh. Wetz- Bohenhoufen. 2. XL X i n h< t l Preis 3oh. Heinrich Hartniann-Rndingsha..i 2 Preise Ed. ÄöbUr.TE ir.genhaolcn And. W<>7 ll unb Xa- rolinc Henkek-Etchenrod. 3 Prelle X Schmidt- Efchenrod. X. Dambm^ n-Xubtnaohai H Waller-Schotten. Xh. Lrngtr und Ob. S t cv-TBin» gershausen. 3. ÄlaUe Xolbinnrn <irenpret» für bestes Tier Alt bürge rme Ker D ulxl-Au- d ngshain 1. Prelle W. 3oh Ww ^Efchenrvb. X. Müller-Schotten. Ä_ Xi-fenbccget-Tebewrnb; 1 Prellt 3oh Vahn Wii' -Wohnlrld. H Kling- Elchenrod, K. Fischer II und K Hartmann Ill-Xu- bing»bain. Ed Linler-W.ngtrshaufen. 3rb Rohn und Ä. Krämer Wohn’rld. 3. Preise Do Tc-tb- mann.Rudingshain. H^ Petermann unb C. Ban- Jel-Sfchenrod 4. Xialse Junge tragende l ü h e: Ehrt ipreis für bestes Der 3oh. Heinr. Hartmann-Rudinasham. 1 Preis K Volzing und Otto Wtihyaupt-Wohnftld. 2. Xrtifr X.
Schmidt-E'chenrvd. H W. . r-Echotien Heinr. Wüller^chottrn X Waas. Hch. Klein II und Konrad Waas-Burkharts 3. Preise X. XU- Beycncod Otto Schüler-Michelbach. Hch Sirauch- Rudtngsbain. D Appd Väschen rod. 5. Klasse: Junge Küh» mit 1 und 2 Kälbern: Ehrenpreis für bestes Zier: Th Dambmann- Rudingsha'n. 1. Preise L Adam- Vreungeshatn. Ed Lingner-Wingtrshaufen und Karl Wriskl- Schotten. 2. Preise X Waas-BurN>ard». Herrn. Orth-Ali en ha in. H Steii-Breungeshain. Georg Schlorp IV-€<botten. 3. Preise K Repp X 2. Deubel unb Wilh. Deuotl-Xubingshoin: 6. KL: 21« I te r e Kühe Ehrenpreis für beste Kuh Kars WeiIki-Schotten. 1. Preise Otto Weiß- Haupt-Wohnfeld Otto Lang und Hch Rinken- bergrr-Betzenrrd, 2. Prelle Bürgermeister Oeb- Hardt-Busenborn, Adam Kramer-Dobnfeld. 3af. Kattenschnee-Sichenhaulen. K Lchmibt I und D. Att^fchenrod 3 Preife Hch. Latz III. W Zinnd und K. Schütz Ill-Betzenrod. Th. Müller. Konr. Repp, K. Hartmann und Konrad Der bmann» Rudingshain.
L1 Laubach. 8. 3unt Heute ist der 200. Todestag des berühmten Pädagogen Hermann August Stande. des Begründers ber fegensreichen Francke fchen Sttltimgen" tn Halle in deren Bereich ihm 1R29 ein eh.-r-e» Standbild, von Rauch modelliert, errtchiet wurde. Es ist nicht ohne 3nteteffe, zu hören daß dieser berühmte Wann vor 210 3ahren mehrere Tage in Laubach verbrachte Francke besuchte am 28. Sept. 1717 den Reichsgrafen Friedrich Ernst zu Solms - Laubach in Wetzlar, wo dieser al» Präl denk de» Reichskammer- aericht» wirkte Der Graf lud den berühmten Professor zu einem Besuch nach Laubach ein. .uw fn Kirchen- und Schulsachen sein cooiihum und
□ Misten/ zu genießen " Am I. Oft ober brach man zur Fahri nach Loubach in N<- gräflichen Xi llche auf. Am folgenden Zag beluchie Francke in Be» gleitung des Grafen Die Laieinlchule und txxi Waisenhaus und diktierte in Gegenwart des Rektors „einige momta und gute E nrichtung der Schule". Sonntag. 3 Oktober pred»g»e Francke in der Stadtkirche Am 4. Oktober morgen» 4 LIHr wurde im Kabinett d<» Grafen eine Schulkonferenz abgehalien. Hier wurde der Bau eines neuen Schulhaufe» angeregt Am 5. Oktober fuhr Francke von Laudach ab nach Gedern, von wo er am 7. Oktober nach Gießen reiste. Der damalige Laudacher X J:or IAchatius Bantzl war früher 3nlorma:or bet Stande in Halle. Dieter sandte 1717 bi» 1718 verschiedene Lehrpläne an den Inspektor de» Halle'fchen Pädagog», die Frond-- prüfte unb verbessert zurüdsandte
—Gedern. 8. 3unu Am 2 Pftngtz- feiertog fand die Bannerwethe ber hie- figen Freiwilligen Feuerwehr statt. Bvrmtttaas war Feftaottesdienst. bei dem der Ortsgeiftliche vor dem Altar hie Weibe des neuen Banners vornahm. Wittags wurde in Gegenwart des Regierungsrate Dr Helrnreich- S chv t len und des Kreisfeuerwehrinspektor» Eberheim eine BrandanartffSübung durch- gefübrt. bei ber man bie Schlagsertigßeik der Wehr in bester Weise bemerkte Rachnnttag» bewegte sich ein stattlicher Festzua durch bie Straßen der Stobt nach dem Festplatz. wo brr erste Äommanbant Ehr Broun nach Begrüßungs
berg und bat um die Erlaubnis, ihn zu besuchen. Mit der nächsten Bost bekam »ch einen sehr langen Bnes, ein Drittel in Französisch, em Drittel in Irutsch und ein Drittel in Englisch geschrieben. Er ertlärtt bann, er lebe ganz turuckgeiegen, gehe niemals au» außer zwischen 3 und 4 Uhr morgen», leide an einer tödlichen Krankheit und könne unmöglich irmanben empfang'.u Äm nächsten Morgen bekam ich einen Eilbrief, m dem er mich bat, chn im ^uttincn Theater" aufzujuchen. Meine Frau kam mit mir. Vu fanoen StrinddcrH in einem Zu staub krankhafter Scheu; aber seine saphirblouen .‘luacn waten unwiderstehlich, das Genie um', rkenndar. Ta ich länger m Frankreich gelebt habe all in einem anderen fremden Land, so meinte ich, Frartzöüsch würbe das beste BentänDi- fiunflvmiticl bei meiner schlechten Sprachbegabung ^ein. Er zog aber Deutsch vor, unb jo mußte meine Frau mit ihm sorcchen Er war entzückt von seinem' Klemen Theater, wo wir ent Xdeud vorher „Fräulein Julie" gesehen hatten; aber ich sagte, c# sei zu klein, seine Strte brauchten bat Cpembaul. Wit unterhielten uni sehr aul, als er plötzlich seine Uhr zog, auf sie blickte unb nut feierlicher Stimme erklärte: „Um 2 Uhr werde ich trank sein." Ich traute nicht meinen Ohren und noch weniger mein« Kenntnis bei Deutschen. Aber da es 342 war unb er augenscheinlich sich auf seine Krankheit vorbereitete, mußten wir ihn verlassen. 2 al wat die Todes Iran kheit, an berejlüt" Man sprach vonStrindberg» verschiedenen Ehen, und Hall Eaine «wähnte, e» sei ihm erzählt worben, seine erste Frau set Jahre, nachdem sie ihn verlassen, unerkannt zu ihm all Dienstmädchen zu- rückgekehtt, um ihm iem häusliche» Leben zu erleichtern. »Dos wäre etn Thema für cm Stückk" nef Shaw. Jm Laufe der Unterhaltung erzählte Shaw dann von ein« Begegnung mit einem Herrn, der 'hm auf das liedenswürbigste die Hand schüttelte. »Er jagte fein Scd; ich hatte keiae Ldnung toet ei war. Aber die je» Haabschütteln nahm mrch für ibn cm. Ich suhlle Liebe zn ihm unb nach werteren 5 M»-
nuten Händedruck» war r» mir, all wäre es nn« meiner besten Freunde. Schließliä'fogtecrcnt'chulbt- gend und fanfl: ^)ch dm der L"rdtai'ller". In England ist der Lordkanzler der Zensor, unb Shaw fotz sich dem Mann gegenüber, bet so viele feinet Stück« verboten hotte
Hessisches Landeslhealer.
ZV« Kostdartetten. lenen eine trbgvMe mnewohni. «schle im em den Pl.ngfttagca im Soielplan des Hessischen LandestbeaLers tn Darmstadt. Am Sonntag wurde Wagner» ..Parsifal" aufgeführt. in beffen TudrnOe Gustav Deharde eine kür.stlcrllch hochstehende Lei- üung bot. Rm Wonlag fötale ein Gastspiel dem Arthur Kraußned vom Slaotstbeater m Berlin als Rathan der Weise". Der East stattete feine Rolle mit wohltuenden Zügen etter edlen Menschl.chlett aus. feine Datft.. j q war stark oerinneritchl und aewann s-.ch Drr Beckal des gut besuchten Hau'e» L.hr tr-chmg*MC waren auch btt Roll«. Salodin» durch Han» Baumeister. Sittab» durch Käthe Weiß- ner. Recha» durch Kath» Förber und Doja» durch Margarete Eaelfen verkrrperL Die 'on modernen Darsteller verfaßten leid« iTemoel- herr. Patriarch und Dcrwllch). 21» „Klötzer- bruder^ t*tnbkbt<bete sich Een. rallnfendant Ernst Legal tn fönet Eigenschaft al» Schoulplder oom DaanstLdter Pudl kum. Seine Otii*ungtn ans diesem Gebiete hoher, st«» AnerfennunG □du: den. selbst bet lolche hieran Idntt I'tatet- Leitung Kritik übten ve.:i Klosteri'r.der war ein eindrucksvoller Prediger einer denn.! a .Ruhigen Wenschenlitbe ä leichze t^ vnobf<biel ttr f t bd dem lebtaftvr. Beifall am Schluß btt Vorstellung Edgat Klitsch als öpituelltt; « übentuntf oekonntlich bw Leitung de» Mainz« Ötahfe Aecttrt K. B.


