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Qtetiteiorm eine« Äontorbat» mti oderni- schiedenheit ab, mit Rücksicht auf den _ Staat frfbft und die Erhaltung feiner 3utorHai! unb Srmveränitäk, mU Rücksicht auf Me gefaferöete Gleichberechtigung brr «vanaelischenKwhe imb mit Ttücksicht auf den f on f f f f io n el len Frieden. der. wie bie Drfchtchte be« Ko^kvr- dal- zeigt, durch jede« KonkoAt in Vefahr S Sr verweist für bie

deutscher Staat-0«setze. StwargeDe^ ungen mit der Kurie haben sich auf bie vor hundert Iahren berührten (Searnftande zu be» schränken. fragen bei deutschen Schulbtl- düng-w.fen- sind auS diesen Verhandlun­gen grundsätzlich a u - z u Ich liehen.

Zum Re ich-schulgeletzent Wurf wurde folgende Gnllchließung angenommen: Der Svan. aeflMrt Bund hält um der deutschen Volk-, gemein'chast und der Erhaltung der gemeinsamen deutschen Kulturwerl« willen grundlaylich an der deutschen Staat-schule seh. Er tritt ebenso grund­sätzlich e.n für die e v a n g e lt s ch e 6 chu l e al- die bewährte Grundlage evangelisch chriftl: er Erziehung Sr fordert zugleich, daß die chrtst- liche Simultanschule, wie sie sich m ver­schiedenen Ländern und Lande-te.'ei entwickelt und bewährt hat, uneingeschränkt und unbefristet erhalten bleibt. Der Evan- gelifche Bund kann nicht alle einzelnen Tetun- mungen de- vorliegenden Re.chslchulgesctzentwur- se- billigen. Bezüglich der im Entwurf enthal- te en Bestimmungen über die G « m « ! n s ch a f t S- schule spricht er da- ernste Beden'en auS. dah in ihnen die Forderungen bewuhter e'angeli'cher Erziehung nicht ausreichend berücksichtigt fmb. Die Bestimmungen über die Bekenntnis­schule müssen so gestaltet werden, dah s e unter Bejahung un'erer Kulturentwicklung der wahr­haft evangelischen Erziehung bie acsetzliche Grund­lage geben, ohne engherzig klerikalen Auffassun­gen Vorschub zu leisten. Bezüglich der welt­lichen oder sogen. Weltanschauungs­schule weist der Evangelische Band mit großem Ernst alle evangelischen Thristen darauf hin, dah die Kinder unseres Volkes Uner'etzliches verlieren, wenn die Pfleg« religiöser Werte auS dem Unterricht der Schule au-geschaltet wird. Der Evangelische Bund hält es für dringend erforderlich, daß der vorliegende Gesetzentwurf diesen Richtlinien entsprechend um gestaltet wird und so endlich ein ReichSschulgesetzt zustande kommt.

Memels Kampf um das Statut.

Misstrauen gegenüber den Versprechungen

Äoldcmaraü'.

Memel, 7. Oft. (TU.) 3m letzten Amts­blatt des Memelgebietos ist das Rücktritts- g e s u ch de- DirÄtoriums für da- Memelgebirt und die vom Gouverneur erteilte Antwort ver­öffentlicht 3n der Antwort beauftragt der Gou­verneur da- alte Direktorium mit der Wetterführung der Geschäfte, lieber die Neubildung der Regierung ist bisher noch nicht- bekannt, obwohl der Landtag schon gestern feine erste Sitzung ab&ieft.

Die Haltung des Gouverneurs in der Frage der Regierungsbildung hat lebhafte Be­unruhigung bei der Bevölkerung au-gelöst. Man bezweifelt bereit-, ob das vor dem DölkerbundS- rat von Woldemara- abgegebene Versprechen, eine Regierung auf parlamentarischer Grundlage zu bilden, buvchgeführt werden wird. Auch die gestern bei der Eröffnung de- Landtages vom Gouverneur abgegebenen Er­klärungen werden als Kampfansage gegen das den Memelländern von den alliierten und associierten Hauptmächten und dem Cßöfferbunb verlieben« Statut betrachtet So erklärte z. V. der Gouverneur, dah die erste offizielle Sprache des Gebiete- die litauische sein soll. Das Siatut hätte den memellä irdischen Beamten nicht­litauischer Rationalität bie Pflicht auf erlegt, bie litauische S p ra che zu erlernen. Davon steht aber im Statut kein Wort. Ferner ver­langt der Gouverneur, daß die Richter des MemelgebletS sowohl das im Memelgebiet gel­tende (deutsch:) Recht, al- auch das litau- ifche beherrschen müßten. Rach dem Memel­statut ist die Rechtspflege aber auSschlietz - liefe Angelegenheit der deut scheu Verwaltung. Der ©Dubemcur hat demnach kein Recht, irgendwelche Eingriffe in die Rechts­pflege de- Gebiets vorzunebmen. Die Rede des Gouverneurs bildet In gewissem Sinne ein Pro- gramrn das er hn Memelgebiet durchzuführon beabsichtigt, obgleich diese Durchführung einer Verletzung der Autonomie deS Memel- gebiet- gleichkommen würde. E- sieht allo so aus, al- ob der Kampf um die dem Memelgebiet gugeftan benen Rechte auf-neue entbrennen soll.

Chamberlain in Paris.

Unterredung mit Vriand. Auch der pol- Nische Vußcnministcr am Quai d'Orsay.

Pari-, 7. Oft. (HavaS.) Der britische Außenminister. Sir Austen Ehamberlain. ist In Begleitung seiner Frau und seiner beiden Söhne von Marseille her in Baris abgestiegen und hat in der britischen Botschaft Wohnung genommen. Entgegen der allgemeinen Annahme, dah Shaw- Iain und Briand erst im Anschluß an das morgen mittag am Quai d'Orscw ftznt findenden Frühstück eine Unterredung haben würden, hat diese bereits heute nachmittag von sünl bis sechs Ufer unbemerkt stattgesunden DaS ossiziett hierüber abgegebene Svmmuniauö besagt

-Die beiden Außenminister haben die ge­genwärtig beide Länder interessierenden Fra­gen Revue pafliertn lallen Sie haben noch einmal die Uebereinstimm una ihrer Ansichten festgestellt

Darüber hinaus glaubt Havas mitteilen zu können, daß sich die Unterredung auf folgende zwei Punkte bezogen habe:

1. langerftatut,

2. die De Ziehungen zu Rußland.

Chamberlain habe Vriand die genaue Bedeutung der Erklärungen auseinandergefetzt, die er Primo de Rivera gegenüber gemacht habe. Großbritannien würde glücklich fein, einAbkommen zwischen Frankreich undEpanienüberdieTan geroerroaltu ng verwirklicht zu sehen, und aus diesem Gedankengtwg heraus habe er zum Bus« Alt Id) geraten England jedoch würde auch weiter hin n i d) t _on den Verhandlungen zwischen Frank reich und Spanien teilnehmen wollen, sondern sich darauf beschranken, da-.- 'Abkommen, das zweisill. zwischen den beiden Machten zustandekommen durfte, zu unterschreiben Wohlverstanden würde keine Rede

(Ein neuer Valkankonflikt.

Die serbi ch-dulgarische Spannung.

Die Mordtat von Qftip, wo ein jugoslawischer General van mazedonischen Komitat'chis ermordet wurde, Hal auf dem Balkan eine sehr ernfte Situation geschallen, die sich äußerlich schon in der Sperrung der Grenze nach Bulgarien, der scharfen Sprache der Belgrader Presse und den Vorstellungen Jugoslawiens in Sofia ausdruckt. Es steht nicht so aus, als werde sich die südslawische Re- gierung diesmal nur mit einfachen Protesten be­gnügen, und im übrigen alles beim alten lasten. Natürlich weiß man in Belgrad sehr gut, dah sich Jugoslawien in einer wenig erfreulichen Lage be- findet, gleichgültig, ob es auf die Mordtat reagiert oder schweigt. Jede Spannung mit dem bulgari­schen Nachbarn wird jenseits der Adria gebührend ausgewertet, woran man in Belgrad selbstverständ­lich kein Interesse hat. Aber dem Treiben des rnaze- dänischen Komitees, das wiederholt betont hat, es stecke hinter allen Anschlägen, kann Jugoslawien auf die Dauer nicht ruhig zusehen. Wenn es nun in Sofia Lärm schlägt und Bulgarien verantwortlich macht, dann rührt das daher, weil die aktiven Maze­donier auf bulgarischem Boden sitzen.

Sofia wünscht aber ebenso wenig wie Belgrad eine Verschlechterung der Beziehungen zwischen beiden Staaten. Nur liegen hier die Dinae wieder so, daß die bulgarische Regierung gegen die mäch­tigen Mazedonier niifet vorzugehen wagt, ober auch nicht Vorgehen kann. Sie haben in der Ver­gangenheit wiederholt pecigt, welche ausschlag­gebende Roll« sie im politischen Leben Bulgariens spielen. Dennoch sind sie angesichts ihrer ständigen Uebergriffe für Bulgarien außenpolitisch nahezu untragbar geworden. Doch wer wagt es, sie energisch zur Drbnuna zu rufen? Der bulgarische Staat verfügt nicht über ausreichende Machtmittel, sollte er aber jugoslawische und griechische Hilfe in Anspruch nehmen, so würde das in Bulgarien ge­nau so wirken, wie in Deutschland ein deutsch-fran­zösisches Vorgehen gegen Elsaß-Lothringen. Die Dinge liegen also sehr verwickelt. Wesentlich fried­licher wäre es aber in diesem Winkel des Balkans, wenn man seinerzeit daraus verzichtet hätte, maze­donisches Gebiet von Bulgarien loszureißen. So werden Belgrad und Sofia nun sehen wüsten, wie sie sich einigen. Vorläufig zeigt sich aber noch keine Möglichkeit, den durch die Ermor- bimg des Brigadegenerals entstandenes Konflikt im Sinne einer Wiederherstellung des nachbarlichen Friedens zu lösen.

Serbische Vergeltungsmaßnahmen Vollständige (K Aijtycrre gegen Bulgarien

Belgrad, 7. Olt. (TU.) Der heutige Mi- nisterrai hat im Zusammenhang mit dem ver­übten Mordanschlag auf den jugoslawischen Ge­neral Kovaoevlc beschlossen, bte Grenzwache

gegen Bulgarien durch reg ulSre- Militär zu verstärlen. Die Umgebung der Stadt Stiv ist vollständig vom Militär be­setzt und die Regierung hat noch im Laufe der Rächt die vollkommene Absperrung der Gren-e -wischen Jugoslawien und Bulgarien angeotonet. Für bulgarische Staatsbürger werden weder Ein- reife- nexfe Durchreisebewiliigungen erteilt Diese Mdhnahmen gelten allgemein als Vergel­tungsmaßnahmen wegen der letzten Vor­gänge in Mazedonien gegenüber Dulgar en. Rach den neuesten Rachrichten sollen zwe. der Per­sonen, die da- Attentat gegen den General Ko- watschewitsch unternommen haben, in den Wäl­dern der Umgebung von Istip von Gendarmen fest genommen worden fein. Die Polizei fei einem dritten auf der Spur. Der südslawische Ce- sandte In Sofia soll von feiner Regierung die Weisung erhalten haben, beim Ministerpräsi­denten ein Demarche zu unten eßmen. Der Gesandte soll der bulgarischen Reg.erung über die Maßnahmen an der Grenze Mitteilung ma­chen. die für den Fall in Aussicht genommen wor­den seien, daß die bulgarische Regierung nicht in der Lage sein würde, den UeSerttitt der Ban­den auf südslawisches Gebiet zu verhindern. Die gekannte politische Lage wird durch den Besuch fremdet Diplomaten im Außen­ministerium gekennzeichnet. Marinkowitsch emp­fing zuerst den bulgarischen Gesandten W a k a - relski und sodann den französischen Gesandten Dard, welcher eine längere Un ertedung mit dem Außenminister hatte. Darauf empfing der Außenminister den englischen ®efanb:e.i Ken- narb, der gleichfalls lange beim Minister blieb.

Neue Bandenüberfälle in Südserbien.

Belgrad, 7. Ott (WTB.) Rach im Mi­nisterium de- Innern eingegangenen Rachrichten haben in bet vergangenen Rächt mehrere Komi- tatschibanden baS an der Grenze gelegene Dorf K l i f s u t a mit Handgranaten angegriffen. Es wurden ungefähr 20 Bomben geworfen, durch bie bie Zollstation, die Gendarmeriestation und das Postamt beschädigt wurden. Mit Unter­stützung der Einwohner organisierten d-e Gen­darmen die Verteidigung b.S zum Eintreffen von Verstärkung. In der Rähe der albanischen Grenze bei Skotschiwlr stießen Streifabtei- Iungen auf eine starke Bande Komitatschi«. ES entspann sich ein Kampf, in dessen Verlauf es den Gendarmen gelang, die Bande zu zerstreuen und in bie Flucht zu jagen. Von Monastir auS wurden Verstärkungen entfanbt

für England davon sein können, an einem Mittel­meerpakt Italien-Spanien-Griechen- land teilzunehmen. Briand seinerseits dürfte Eham- berlain von dem Stande der mit Rußland ein- geleiteten Verhandlungen über die Abberufung Rakowski» unterrichtet haben.

Der japanische Imperialismus in Nordchina.

Schanghai, 7. Oft. (WB.) Der Minister deS Aeuhern der Rankingregierung, Dr. In, sprach in einem Telegramm an den japanischen! Gesandten in Peking B^shizawa den Verdacht aus, dah Japan eine neue Politik des wirtschaftlichen und politischen I m- verialismus gegenüber China besonder- in der Mandschurei und in der Mon­golei erwäge. Anscheinend habe die japanisch? Regierung Geheimverhandlungen mit der früheren Rordregierung geführt, bie sich u. a. auf ausgedehnte Eif e n b a hnkon zes­st v ne n und da- Recht des Schutzes japanischer Bürger in den erwähnten Gebieten bezogen hätten, deren Verwirklichung China seiner Sou­veränität-rechte in diesen Gebieten be­raube und sie Im wesentlichen unter b i c Herrschaft Japans bringen würde Das Telegramm schließt mit der Bitte um Mittei­lung, ob diese Gerüchte irgendwie begründet feien. \

Das Strafgericht in Mexiko.

Neuyork, 7. Oki. (WTB. Funkspruch). Aus Mexiko-Stadt werden zwei weiter« Hin­richtungen zweier an dem Aufstand beteiligter Generäle berichtet. Der Senat nahm ein Ver­trauensvotum für den Präsidenten Calles an. Die Zeitungen berichten, daß Alfonso de Huerta, der Brutier des ehemaligen Präsidenten von Mexiko, erschossen wurde, als er bie Grenze der Ber­einigten -Staaten überschritten hatte, um in Mexiko an der revolutionären Bewegung teilzunehmen. Von allen Episoden aus dem gescheitetten Auf­stand ist kein« so dramatisch verlaufen, wie der oer- zweifelte Versuch der Advokaten, da? Leden des Generals Quijano zu retten. Seit Mitternacht spielte sich ein achtstündiger ununterbrochener Wort- kamps ab zwischen dem Staatsanwalt und der Ver­teidigung, die sich bemühte, die Gefühle der fünf ernften und betagten Generäle zu erschüttern, aus denen sich das Kriegsgericht zusammenschte. Tiefes Schweigen herrschte im Gerichtssaale, als die Rich- ter das Todesurteil verkündeten. Mit einem lehten Lächeln nach dem Photographen, der eine Blitzlicht.nifnahme machte, kehrt« der General in feine Zell« zurück, au, der er einige Stunden später zum Tod« geführt wurde.

Aus aller Welt.

Wahnsinnstat

eine» brlanntcn Schriftstellers.

3m Haufe Sunostraße 43 in Berlin Grüne- toalb hat der amerikanische Schrislste ler H.rman Georg« Scheffauer der im Altrr von 51 vtabren stand, seine 28 Jahre alte Sekretärin Katharina v. Meyer in seinem Arbeit-zinnner mit einem Tranchiermesser durch einen Stich ln» Darauf st.es' sich Schef'auer leibst Meller in den Hal» brachte sich medrere Schnitte an der Brust b:i un> stürzte sich bann au- einem nach dem Hofe tu ge-

I legrr.ci ;x. stee drei 6 t nrf tr>* r f t t < f

Rach Ansicht der Aerzte. bte Schefsauer jetzt und früher behandelt haben und nach Auf­fassung seiner Bekannten kann die unselige Tctt nur in einem Anfall von plötzlicher geistiger Umnachtung begangen sein. Roch am Abend vorher war ©cfeeffauer bei einem befreundeten Schriftsteller, dem sein gedrücktes, beinahe etwas verstörtes Wesen ausfiel. Auch andere hatten beim Ihm In der letzten Zeit mehrfach Zeichen einer nervösen De­pression beobachtet. Wie derLokalanz." hört, war Scheffauer in den letzten Monaten ganz ungewöhnlich überarbeitet. Zudem fühlte er sich in seiner Häuslichkeit feit längerer Zeit nicht wohl, was zum Teil daran gelegen haben mag, daß seine Frau und seine Tochter bereits seit Moiutten fern von ihm weilten. Alles das spricht mit größter Sicherheit dafür, dah Scheffauer mit seinen Rerven vollkommen her­unter war und plötzlich unter dem Zwang einer fixen Idee gehandelt hat. Ueberd.es sott Scheffauer schon vor einer -.ciHe von Jahren einen vollständigen geistigen Zusammen­bruch erlitten haben.

Scheffauer ist 1878 in San Francisco geboren, und stammt von deutschen Einwanderern. Im Jahre 1915 kam er nach Deutschland. Während des Krieges sowohl, als auch nach ihm. war er bemüht, im beut- jchen Interesse aufklärend in Amerika zu wirken. Durch die BücherDas Land ©ottes",D a s geistige Gesicht Amerikas" imbWenn ich ein Deutscher wär'", war er weiten Kreisen des deutschen Publikums bekannt gewor- den. Gemeinsam mit Thomas Mann gab er die BücherreiheRomane der Welt" heraus.

Vie deutschen Flieger In Lissabon.

Die deutschen 'Jlleger wurden auf der deut­schen Gesandtschaft empfangen, uno statteten so­dann dem Dtaat-vberhaupt, General Tar - mona, einen Besuch ab RachmittagS wurde von dem Chef des Marineftugwesens und den portugiesischen Fliegeroffizieren siir sie ein T rn p- f a n g veranstaltet. Rach den Wettermeldun- den ist das Flugwetter an der portugiesischen Küste zwar sehr gut, da bei wolkenlosem Him­mel schwache Südwinde hrrrschen: doch siegt z. Z. unmittelbar bei den Azoren ein Tiefdruckge­biet. das zwar räumlich nicht sehr weit aus­gedehnt ist. anscheinend aber die Flieger doch bewogen pat, von einem Start Ao stand au nehmen. Man kann damit rechnen, daß da- Tiefdruckgebiet einem aus der Richtung der Bernrudas h^ranziehenden Hochdruckgebiet Platz machen wird. Da zwischen den Azoren und Reu- fundland auße^ordeMlich schlechtes Wetter bei sehr starken Gegenwinden herrscht, dürfte zur Zeit der stber die Bermuda- führende Kurs der gegebene für eine O tc an Überquerung fein.

Diez an der Lahn besahungsfrei.

Die in Diez liegenden 1400 Mann Besahungs- truppen haben den Befehl erhalten, sich zum Abtransport nach Landau und Reustadt an der Haardt bereit zu halten. Dreie Truppen sollen durch 200 Mann Gendarmerie erfefet werden, die jedoch kaserniert werden sollen, so daß naH dem Ab,ug der DesahungStruppen nunmehr sämtliche 64 Wohnungen. Mc bisher beschlagnahmt traten, endlich frei werden.

Schneefall Im Erzgebirge.

3n den höheren Lagen im Erzgebirge sind in den letzten Rächt eit überall Schneelätt? abge­treten. Born Kamm wird eine Schneehöhe von b10 Zentimetern bei 13 Grad Kälte g melM. Mar. rechnet mit einem frühen Eintritt des Wintevs.

Ein neuer Roman von Manfred Hausmann.

Manfred HauSmann hat die Skizzen, die er in diesem Sommer während einer Vaga­bundage von Städten und Gegenden deS Vater­landes einige davon wurden, wie man sich erinnern wird, auch im .0:ebener Anzeiger^' veröffentlicht zum landschaf.lichen Unterarund feines neuen Romans .LamPioon küßt Mädchen und kleine Birken,3ben> ucr eines Wanderer-" ausgeweiret. DoS eigenartige Buch wird demnächst bei 6arf Schünemann, Ver­lag, Bremen, erscheinen.

Fischsterben durch Schwefelsäure.

__ In einer chemischen Fabrik bei Por tici (Italien» flössen infolge eines RvhrbrucheS 130 Doppelzentner Schwrfei'äure in- Morr. In einem Umkreis von mehr als einer Meile wurden alle Filche getötet. Die am Ufer Ile-.-enden Fischerwerkzeug? und Retze teueren vernichtet.

Tclephvnaulo malen plünderer.

Die Deraubungen zahlreicher Postte e'^hon- appacate, die zwei ehemaiige Kaufleute, Ei.a-.ire und Scherie in Berlin und Frankfurt am Main i n Sommer d. I. verübt haben, fanden vor dem Schö-fengericht Charlottenberg ihre ge­richtliche Sühne Die beiden Angekla''en waren geständig, zunächst in Franksurt a M. in a » ?jn Fällen und bann in Berlin in etwa vier; g Fällen auf Bahnhöfen und Gastwirt­schaften die Televhonavparate systematisch auSgeplündert zu haben. Da- Gericht erkannte auf je ein Jahr zwei Monaie Gefängnis unter An re fenung der Untersuchung.^'t.

DerKönig der Geldschrankknacker" ausgebrochcn.

Der berüchtigte Gcldschrankeinbrecher Franz Kirsch ist von einem SanmKltraneport, bei dem er von Hamburg nach Sonnenburg gebracht werden sollte, entwichen. Kirsch gehörte in Berlin tut Weddingkolonne, unternahm aber auch Ab­stecher in die Provinz und das Reich. Bor etwa zwei Jahren wurde er in Leipzig sefhenomrnen und nach einer aufsehenerregenden Gerichtsverhand­lung zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt.

Line Engländerin durchschwimmt den Kanal.

Rach vielen vergeblichen früheren B:rfuchen ist eS einer Londoner Dtenothpistrn gelungen, den Kanal zu durchschwimmet! Freitag früh 2,55 Uhr war sie von Kap GriSnez gestartet und landete 15'/. Stunden -^äter in der Rähe von Folkestone. Die See^war ruhig. Di? Schwim­merin wurde, nachdem sie an- Land gebracht war, halb ohnmächtig nach Folkestone gefahren, wo sie Dort einer großen Menschenm nge begeistert begrüßt li\ rbe.

Uebcrlrlll einer kommunistischen Ralhaussraklion zur 5. p. V.

In derFränkischen Tagespost" hat die kommu­nistische Rathausfraktion non Fürth ein« Erklä­rung abgegeben, in der es heißt:In der klaren Erkenntnis, daß tu* Sozialdemokrat fche Partei allein noch die Mäalichkeit zu einer Zusammen- fastung der Arbeiterschaft uno zur wirksamen Bekämpfung der Reaktion bittet, erklären wir unseren Uebertritt zu dieser Partei."

Raubüberfall.

In einem Verwaltungsgebäude eine- großen Handel-verbandeS in der Motzstraße in Berlin wurde ein schwerer Raublfoerfall verübt Sin unbekannter Mann drang in ein Sitzung-zimmer ein und erzwang sich vsn den Anwesenden, einem Großkaufmann und einem Syndikus, die er mit dem Revolver bedrohte, Geld. Mit feinem Raub» entkam er.

Die Wetterlage

Ovciwtnfes ontif-je*

Sthnft ä -inoprtn g nrCti K tf w tttf noilrfir -Q, lirnte- Ost Tisset' seesedvtst nord.tst

Oit Pftar ftitet" wn dtw v ns« Oit v->a«n 5Lit'0*tn stt'f'-if* Z«> (tn dit Tf-p-rjtff' in P't IV f OrMCte O'tt tfl-1

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uecUrvuiüU^iagc.

Das westlich« Hochdruckgebiet, das die letzten Tage seine Lag« wenig verändert hat. zeigt heute «ine stärkt Ausdehnung nach Osten üb?r Mittel- und Rord-Europa hin. Die seitherige verschiedene Luftströmung, die Die Beranlalfunz zur Bildung von Störungen gab. gleicht sich mehr aus und die Winde drehen bereits an der Rückseite des Hochs nach Rord-Osten um. Unter dem Einttuß der Ostluftströmung geftaltet sich bie Wetterlage in Deutschland ausheitemd und durchweg trocken. Die kühle Luft und daS Au'llaren lallen in der kommenden Rocht die Temperaturen wieder bis in GesrierpunktSnähe zurückgehen.

Wettervoraussage- RachtS klar und Tempe­raturrückgang, morgen- stellenweise R?bel, tags­über aufyeiternd und trocken, um Ost drehende Winde

Witterung-au-lichten für Montag: Keine wesentlich: Aenderung.

Lufttemperaturen am 7. Oktober, mittags 12,8 Grad Celsius, abends 11,2 Grad Celsius: am 8. Okto­ber: morgens 10 Krad Celsius Erdtemptraturen in 10 Zentimeter Tiefe am 7. Oktober 10,9 Grad Celsius: am 8 Oktober 9,5 Grad Celsius. Maximum 13,6 Grad Celsius, Minimum 7,1 Grad tttlfhi». Niederschläge 0,1 Millimeter.