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r Die wichtigste Bestimmung des Gesetzent­wurfes liegt in Paragraph 72 ff. Es handelt sich hier um die Durchführungsorgane des Gesetzes in Form der paritätischen Ausschüsse bei den Kam­mern und um die Aufgaben dieser Ausschüsse. Um ein ersprießliches Zusammenarbeiten dieser Ausschüsse mit den gesetzlichen Derufsvertretun- gen sicherzustellen, erscheint eine genaue Ab- grenzung der Befugnisse beider Teile zweckmäßig. Daher muh der paritätische Ausschuß weitgehende Möglichkeiten erhalten, über alle auf Form und Inhalt der Lehrverhältnisse sich beziehende Fra- gen zu beraten und Beschlüsse zu fassen: die Durchführung dieser Beschlüsse und deren Heber- wachung bliebe zweckmäßig jedoch den gesetzlichen Derufsvertretungen, die auch nach außen hin die Berantwortung für sie tragen, Vorbehalten. Vor­teilhaft ist weiterhin, wenn die Ausschüsse aus ihrer Mitte selbst sich die Vorsitzenden wählen. Da Erziehungspolitik nur auf weite Sicht ge­trieben werden kann, ist es ein ernstes Erforder­nis, daß die Mitglieder dieser Ausschüsse auf beiden Seiten Fachleute und pädagogisch inter­essierte Menschen sind. Sn Anbetracht der Notwendigkeit einer engeren Ge­meinschaftsarbeit zwischen Sndustrie und Hand­werk wäre zweckmäßig eine Regelung dahin­gehend, das Prüfungswesen möglichst weit­gehend zwischen Industrie und Handwerk gemein­schaftlich regeln zu lassen, um auf diese Weise die bisher teilweise recht unerfreulichen Diffe­renzen beilegen zu können. Von Bedeutung dafür wäre auch die Heranziehung der Mitarbeit der Derufsschullehrerschaft.

Die hier erwähnten Abänderungsvorschläge, Die von den großen Spihenverbänden der In­dustrie, des Handels und des Handwerks ge­tragen werden, zielen nicht darauf ab, den vom Gesetzgeber für richtig gehaltenen Verpflichtungen sich zu entziehen: vielmehr wollen sie nur die erstrebenswerten Ziele auf praktischere als die vom Gesetzgeber angegebene Weise erreichen.

Von Len SchlachLviehmärkten.

An den deutschen Schlachtviehmärkten der vorigen Woche hielt sich das Geschäft in ruhigen Bahnen bei im allgemeinen regelmäßigem Absatz. Da die Zufuhren dem Bedarf entsprachen und die warme Witterung den Konsum fast allge­mein etwas beeinträchtigt hat, wovon nur wenige Märkte, u. a. Hamburg, eine Ausnahme mach­ten, war den Käufern verschiedentlich, besonders in Großvieh und vereinzelt auch in Schweinen, zu etwas niedrigeren Preisen anzukommen mög­lich. Der Export stand gegenüber der Vorwoche zumeist etwas zurück, doch zeigten andererseits die Wurst- und Konservenfabriken vielfach er­höhtes Interesse. Von Rindern konnten die besseren Sorten die Preise der Vorwoche be­haupten, während geringere Qualitäten sich kleinere Nachlässe bis zu 3 Pf. gefallen lassen mußten. Kälber waren im Preise nicht einheit­lich, während Schafe, für welche die Auftriebs­ziffern entsprechend dein verstärkten Bedarf we­sentlich erhöht lauten (15 204 gegen 9971 in der Vorwoche), bei durchweg flottem Handel vor­wiegend kleine Preisbesserungen durchsetzen konn­ten. Schweine hatten in leichten und mittel­schweren Sorten ziemlich lebhaften Begehr und gut gehaltene Notierungen, dagegen lauteten die Preise sür fette Schweine überwiegend um 2 bis 3 Pf. niedriger. Es wurden im Durchschnitt in Pfennig per Pfund Lebendgewicht notiert:

Rinder Kälber Schafe Schweine

Berlin Bremen Breslau Chemnitz Dortmund Dresden Düsseldorf Elberfeld Essen Frankfurt M. Hamburg Hannover Husum Karlsruhe Kassel Kiel

Köln Leipzig Magdeburg Mannheim München Stettin Stuttgart Zwickau

22-62 55-91

28-60 45-85

20-64 45-72

20-59 4568

25-63 50 - 90

28-64 55-79

26-65 40-80

16-65 54-80

20-65 60-82

20-60 32-74

15 - 64 50 - 73

25-60 60-80

30-60 51-64

45-60 46-59

25-62 57-71

50-65

50-66

46-68 52-68

50-65

50-63

52-64

45-55 54-66

24-58 50-61

40-63 48-62

41-50

54-68

50-58

40-58

55-66

40-62 52-66

20-56 52-65

40-47 52-67

48-66

35-55 50-65

- 45-64

35-56 55-65

2568 45 - 80

25-66 50-84

30-63 50-115 40-57

30-67 54-80

15-60 36-90

25 - 63 50 - 90

18-63

20-63 5676

23-63 55-70

20-56 37-72 36-62

24-67 50-110 42-56

25-65 42-73

Der Sacrtenstand in Preuhen Anfang August.

Hebet den Saatenstand in Preußen Anfang August berichtet dieStatistische Korrespondenz" u. a. wie folgt:

Straßensperrungen

mitgeteilt vom Oberhesfischen Automobil-Tlub E. D., Gießen.

Welche Sttecke wird gesperrt ?

In welchem Sttaßenzug liegt die Strecke?

Für welche Fahrz. erfolgt die Sperrung?

Voraussicht­liche Dauer der Sperre

Umleitung

Saalburg - Wehrheim

Frankfurt - Siegen

Für alle Fahrzeuge

bis auf weiteres

über Obernhain - Anspach

Außer Buchweizen werden alle Fruchtarten mit 2,5 bis 2,9 besser als durchschnittlich beurteilt. Von den wichtigsten Fruchtarten sind Winter­roggen, Hafer, Gemenge aus Getreide, Spätkar­toffeln, Rüben, Futterpflanzen und Wiesen um 0,1 bis 0,2 Punkte gegen den Vormonat gebessert, gewöhnliche Wiesen sogar um 0,3. Weizen und Gerste sind unverändert geblieben. Gegen das Vorjahr werden sämtliche Getreidearten, außer Hafer, und sämtliche Hackfrüchte um 0,1 bis 0,3 Punkte besser bewertet. Die Ernte an Winter­gerste und Raps kann als fast beendet angesehen werden. Wegen vielfacher starker Lagerung der Halmfrüchte ist mit einer gewissen Einbuße des Körnerertrages zu rechnen, auch Brand und Rost beeinträchtigen den Ertrag fast überall. Heber die Hackfrüchte wird im ganzen nicht ungünstig berichtet, obwohl die übergroße Feuchtigkeit in den meisten Gegenden den Kartoffeln nicht dien­lich gewesen ist. Die Frühkartoffeln bringen zwar leidlich gute Erträge, doch sind auf tief gelegenem schweren Boden größere Mengen verfault. Spät- kartoffeln sind meist gesund und frisch im Kraut, brauchen jetzt aber dringend Sonne und Trocken­heit. Den Heuertrag bezeichnet man als reichlich und sogar als sehr reichlich an Menge, die Be­schaffenheit ist vom schlechten Erntewetter sehr beeinträchtigt worden.

Die Begutachtungszahlen stellen sich, wenn 2 = gut, 3 mittel bedeutet, wie folgt: (In Klammern sind die entsprechenden Ziffern vom vorigen Monat und vom Anfang August des Vorjahres beigefügt.) Winterweizen 2,7 (2,7 bzw. 3,8), Sommerweizen 2,7 (2,7 bzw. 2,8), Winter- roggen 2,8 (2,9 bzw. 3), Sommerroggen 2,9 (3 bzw.. 3), Wintergerste 2.7 (2,7 bzw. 2,9), Som­mergerste 2,7 (2,7 bzw. 2,8), Hafer 2,6 (2,7 bzw. 2,5), Gemenge aus Getreide 2,7 (2.9 bzw. 2,8), Buchweizen 3 (fehlt bzw. 3,1), Erbsen und Futtererbsen 2,8 (2,8 bzw. 2,9), Ackerbohnen 2,6 (2,7 bzw. 2,7), Linsen und Wicken 2,7 (2,9 bzw. 2,7). Lupinen 2,7 (fehlen), Gemenge aus Hülfen- früchten 2,7 (fehlen), Frühkartoffeln 2,9 (fehlen), Spätkartoffeln 2,8 (3 bzw. 3,1), Zuckerrüben 2,8 (3 bzw. 2,9). Futterrüben 2,8 (3,1 bzw. 2,9), Flachs 2,9 (2,8 bzw. 3), Klee 2,5 (2,6 bzw. 2,9), Luzerne 2,6 (2,7 bzw. 2,6), Rieselwiefen 2,7 (2,8 bzw. 2,5), andere Wiesen 2,7 (3 bzw. 2,6).

D i e Großhandelsindexziffer. Die auf den Stichtag des 3. August berechnete Großhandelsindexziffer des Statistischen Reichs­amts ist gegenüber der Vorwoche um 0.6 v. H. auf 137.2 (Vorwoche 138.0) zurückgegangen. Von den Hauptgruppen hat die Indexziffer für Agrar­stoffe um 17 v. H auf 135.7 (138.0) nach­gegeben. Die Indexziffer für Kolonialwaren ist um 1.4 v. H auf 128.9 (127.1) gestiegen. Die Indexziffern der Gruppen industrielle Rohstoffe und Halbwaren und industrielle Fertigwaren haben keine Veränderung erfahren. Im Mo­natsdurchschnitt Juli ist die Gesamtindexziffer gegenüber dem Vormonat um 0.2 v. H. auf 137.6 (137.9) zurückgegangen. Di? Indexziffer für Agrarstoffe hat um 1.7 v. H. auf 137.5 (139.9) nad>gegeben, die Der Kolonialwaren ist um 1.6 v. H. auf 129.8 (127.8) gestiegen. Die In­dexziffer der industriellen Rohstoffe und Halb­waren hat sich um 0.5 v. H. auf 132.2 (131.6) und diejenige der industriellen Fertigwaren um 0.8 v. H. auf 147.1 (146.0) erhöht.

* Abkommen zwischen der I.-G. Far - benindustrie A.-G. und der Standard Oil Company o f New Jersey. Die feit einiger Zeit zwischen der Standard Oil Comvany of New Hersei, und der I.-G.-Farbenindustrie A.-G. geführten Berhandlungen haben jetzt zu dem beab­sichtigten Abschluß über ein Zusammengehen in den Vereinigten Staaten von Amerika in bezug auf die Verwertung der beiderseitigen Patente, nament­lich auf dem Rahälgebiet geführt. Gleichzeitig haben eingehende Erörterungen der Zusammenarbeit in den übrigen gemeinsamen Interessengebieten statt­gefunden.

Brückenbauauftrag der Wayh & S r e i) t a g A. G. Die Wayß & Freytag A. G. in Frankfurt a. M. hat bei dem Wettbewerb für die Hochzoll-Lechbrücke in Augsburg vom Staat­lichen Flußbauamt Augsburg den Zuschlag für die Ausführung erhalten. Cs handelt sich dabei um ein Objekt von ca. 700 000 Mt.

Frankfurter Börse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers"^ Frankfurt a. M., 8. Aug. Tendenz: lustlos.

Nachdem noch im Dorbörsenoerkehr infolge der Nach­frage nach Spczialwerten sich eine festere Tendenz herauszubilden schien, eröffnete der amtliche Ver­kehr recht l u ft l o s und teilweise etwas schwächer. Die Bemühungen der Spekulation, die sich in Erwartung des Conimuniques der J.-G.- Farben über die Verhandlungen mit der Standard- Oil-Company zum Schlüsse der Vorwoche etwas stärker engagiert hatten, die zweite Hand wieder zum Geschäft heranzuziehen, sind ohne Erfolg geblieben. Da nun der knappe Wortlaut des (Kommuniques die ziemlich hochgespannten Erwartungen ent­täuschte, schritt die Spekulation zu Abgaben. Bei sehr mäßigem Geschäft hielten sich jedoch die Kurs­veränderungen in engen Grenzen. Bis zu 1 Prozent schwächer eröffneten I. - G. - F a r b e n , die Mehr­zahl der Elektro werte und von den Montan­aktien Mannesmann und Gelsenkirchen. Bankaktien und die übrigen Montanwerte blie­ben gut behauptet. Stahlverein konnten sich um 3,5 Prozent befestigen. AEG. lagen auf die Bestäti­gung der Kapitalerhöhungsabsicht um 2 Prozent hoher. Man spricht von einem Bezugsrecht von 6 zu 1 bei 130 Prozent. Wayß & Freytag lagen trotz des Brückenbauauftrages der Stadt Augsburg um 1 Prozent schwächer. Die heimischen Renten blieben weiter still; Schutzgebiet abgeschwächt. Im weiteren Verlaufe stagnierte das Geschäft vollstän­dig, und die Kurse blieben knapp behauptet. Bei der allgemeinen Lustlosigkeit blieben auch die günstigen Ernteberichte für Preußen ohne Wirkung. Metall- Bank und Metallgesellschaft konnten sich gegen die Abendbörse vom Freitag etwas befestigen. Am Geldmarkt zeigte sich eine leichte Entspannung. Tagesgeld 6,5 Prozent. Die Herabsetzung des ame­rikanischen Diskontsatzes brachte im Devisen- verkehr eine Belebung. Das englische Pfund konnte sich auf 4,8593 gegen Kabel befestigen. Die Reichsmark stellte sich gegen das Pfund auf 20,4280; gegen Kabel auf 4,2040. Paris gegen London 124,03; Mailand 89,30; Madrid 28,71.

Berliner Börse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".)

Berlin, 8. Aug. Immer wieder ist am Mon­tag zu beobachten, daß der Ausfall der Samstag­börse hemmend wirkt. Das Publikum verhält sich weiter abwartend und läßt die Spekulation die Tendenz machen. So hatte man heute vormittag noch mit einer festen Tendenz der Bose gerechnet, da alle Voraussetzungen hierfür gegeben schienen. Am Geldmarkt ist Geld eher flüssiger geworden. Tagesgeld 5 bis 6,5 Prozent; Monatsgeld 7,75 bis 8,75 Prozent. Die Wochenbetrachtungen lauteten nicht ungünstig. Die Meldungen von dem Abschluß der Standard-Oil-Company regten an, ebenso stimu­lierte die Kapitalerhöhung bei der AEG. Als zum amtlichen Börsenbeginn Abgaben einsetzten, änderte sich das Bild. Die ersten Kurse lagen gegen Freitag­abend uneinheitlich, gegen heute vormittag jedoch durchweg schwächer. Ein großer Teil der Notierun­gen mußte ausgesetzt werden. Besonders sollen ver­schiedene Konjunkturbetrachtungen verstimmt haben, auch fehlen zu dem Abkommen zwischen der Stan- dard Oil-Company und der I. - G. - Farben noch nähere Angaben über das Stärkeoerhältnis. Hei­mische Anleihen lagen behauptet, Ausländer überwiegend schwächer. Im weiteren Verlaufe wurde die Tendenz geschäftslos und abbröckelnd.

Frankfurter Getreidebörse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".) Frankfurt a. M.. 8. Aug. Inlandweizen ist zwar noch wenig angeboten, aber Doch im Preise nachgebend. Für Roggen ist man weiter schwächer gestimmt, da sowohl von Rheinhessen wie der Weiterem genügend Offerten Vorlagen und Grohmühlen kaum als Käufer auf treten. Sn Wintergerste war einiges Geschäft zu verzeichnen. Mehl liegt sehr vernachlässigt, auch für promptes Roggenmehl gaben die Preise um 0,50 Mark nach. Kleie, insbesondere Rvggenkleie, ist etwas schwächer. Es wurden notiert: Wetterauer Wei­zen, neuer Ernte 27,75, inländ. Roggen, neuer Ernte 22.50 bis 22,75, inländ. Hafer 25 bis 25,50, ausländ. Hafer 23,25 bis 25, Mais, gelb 19 bis 19,25. inländ. Weizenmehl, Spezial 0 39,25 bis

39.50 Roggenmckhl 35 bis 35,50. Weizenkleie 13 bis 13,25, Roggenkleie 13,50, Erbsen 40 bis 60, Linsen 40 bis 60, süddeutsches Heu, gut, trocken, neuer Ernte 5,50 bis 6, Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreht 4,50 bis 5, gebündelt 3 bis 3,25, Treber, getrocknet 15,25 bis 15,50. Tendenz: ruhig.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".)

Frankfurt a. M., 8. Aug. Auftrieb: 1294 Rinder, 495 Kälber, 59 Schafe, 5059 Schweine. Rinder (Ochsen): Vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts (jüngere) 63 bis 67 Mk., (ältere) 58 bis 62: sonstige vollfleischige (jün­gere) 54 bis 57, (ältere) 49 bis 53: fleischige 44 bis 48. (Bullen): Süngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 57 bis 61; sonstige voll­fleischige 52 bis 56. (Kühe): Jüngere, voll­fleischige, höchsten Schlachtwerts 53 -bis 56; son­stige vollfleischige oder ausgemästete 46 bis 52; fleischige 38 bis 45; gering genährte 30 bis 37. (Färsen Kalbinnen, Sungrinber): Voll fleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 62 bis 67; vollfleischige 57 bis 61; fleischige 50 bis 56. Kälber: Beste Mast- unö Saug­kälber 72 bis 77; mittlere Mast- und Saug­kälber 64 bis 71; geringe Kälber 58 bis 63. Schafe: Mastlämmer und jüngere Mastchämme! (Weidemast) 50 bis 54. Schweine: Fctt- schweine über 300 Pfund Lebendgewicht 65 bis 67; vollfleischige Schweine von etwa 200 bis 300 Pfund Lebendgewicht 66 bis 67; von etwa 160 bis 200 Pfurch Lebendgewicht 66 bis 68; fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 64 bis 66; Sauen 56 bis 60 Mk. Marktverkauf: Rinder und Kleinvieh bei ruhigem, Schweine bei lebhaftem Geschäft aus­verkauft. Der nächste Diehmarkt findet am Mittwoch, 10. QL u g u ft statt, der Markt von Donnerstag, 11. August, fällt dafür aus.

Strafhammer Gießen.

Gießen, 5. August. Ende August vorigen Sahres hatte der Nachtwächter eines Nachbar­dorfes einen Zusammenstoß mit drei Radfahrern, die trotz völliger Dunkelheit ohne Laterne fuhren. Einer von diesen beleidigte den Beamten gröb­lichst. Da der Nachtwächter den Täter bestimmt erkannt hatte, wurde dieser, ein früherer Eisen­bahnbeamter aus einem preußischen Dorf in der Nähe, von dem hiesigen Amtsgericht zu 40 Mk. Geldstrafe verurteilt. Trotz seines hart- näcfigen Leugnens hielt ihn nach umfangreicher Beweisaufnahme auch die ötraffammer für über­führt und verwarf seine Berufung.

Ein jetzt in Berlin wohnhafter Photograph hatte im März vorigen Sahres einen Beamten der Bürgermeisterei Friedberg ohne jede Ver­anlassung beschimpft und war deshalb zu 45 Mk. verurteilt worden. Seine Berufung war ohne Erfolg.

Ein Kaufmann aus Butzbach hatte Ende vorigen Sahres in einer Wirtschaft zweimal Zechschulden gemacht und sich, ohn<L zu bezahlen, entfernt. Das Amtsgericht Butzbach hatte ihn wegen Rückfallbetrugs zu 5 Monaten Ge­fängnis verurteilt. Die Strafkammer ermäßigte die Strafe um e inen Monat.

Rundfunk-Programm

des Frankfurter Sender).

(Aus der .Ravw-Tlmsckxni".)

Dienstag, 9. August.

15.30 bis 16 Uhr: Die Stunde der Jugend. 16.30 bis 17.45 Uhr: Konzert des Hausorchesters: Opercttenmusik. 17.45 bis 18.05 Uhr: Die Lese- stunde. 18.15 bis 18.45 Uhr Uebertragung vor Kassel: Fritz Baden, Kassel, spricht überDie Er sordernisse des Ozeanfluges". 18.45 bis 19.10 Uhr Schopenhauer über die Bejahung des Willens zum Leben und über die Geschlechtsliebe", Vortrag vor Pfarrer Taesler. 19.10 bis 19.15 Uhr: 'Wirt schaftsrneldungen. 19.15 bis 19.45 Uhr: Funk Hochschule:Der Aufbau des Gebisses bei Mensch und Tier", Vortrag von Dr. Tholuck. 19.45 bis 20.15 Uhr: Die Schachstunde. 20.15 bis 21.15 Uhr: Cello-Konzert. 21.15 bis 22.15 Uhr: Uebertra­gung von Kassel: Kammermusikkonzert. An- schließend: Neue Schallplatten.

Sprechstunden der Redaktion.

12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittags Samstag nachmittag geschlossen.

Für unverlangt eingesandte Manuskript« ohne beigesägtes Rückporto wird keine Gewühl übernommen.

Anzeigenausträge sind lediglich an bii Geschäfts st eile zu richten.

Verantwortlich für Politik: i. V- Ernst Blümschein.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchloffenen Dividende an. Reichsbankdiskont 6 Prozent, Lombardzinssuh 7 Prozent.

Frankfurt« M.

Berlin

Frankfurt a. Di

Berlin

Schlich. Kurs

1 Uhr. Kurs

Schlich- Kurs

Anfang Kurs

Schl uh Kurs

-Uhr.

1 Kurs

Schlich- Kurs

Anfang Kurs

Datum:

5. 8.

8. 8.

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Datum:

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249.75

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164

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5. 8.

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5. 8.

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435,5

Ber. Glanzstoff ......15

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138.75

338

Zellstoff Aschaffenburg . . 10

201

-

Charlottenburger Wasser 7

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151.25

210,25

150.5

209,75

Daimler Motoren.....0

121,5

121

120,75

120,75

Demag........0

Adlerwerke Kleber. .... 0

118.5

118

92

Ludw. üoeice .....li

-

283

270

Nat. Automobil.....f,

123

123

Orenstein & Koppel .... 4

139

139,25

Linke Hofmann .... 0

Leonhard Tietz ... 6

Barnag-N egum ...... 0

Franks. M schinen .... 0

158

155

45.5

75

Gritzner . . . .......

Hepligenstaedi ...... 0

24 25

Funghans ...... c

Lechwerke........8

120

Mainkraftwerke......8

123

Miag ..... 10

136

Nekarsulmcr ........ s

116 5

Peteis Union.......8

116

Gebr. Roeder ......1<

Bcigt 4 Haeffner ..... 6

152

Südd .Ruder ... r

142,5

Berlin. 5. August.

"seid

Brie,

Amerikanische Noicn.....

4 192

4.292

Belgische Noten......

58.48

58,72

Dänische Noten ......

112.17

112,63

Englische Noten.......

20.347

20,437

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. HL

Berlin. 5 August-

6klb

Brief

16,48

16.54

Holländische Noten.....

168,04

168,72

Italienische Noten......

22,86

22,96

Norwegische Noten......

11'8,18

108.62

Deutsch Oesterr-, 5100 Kronen

59,165

59,405

Rumänische Noten......

2,57

2,59

Schwedische Noten......

112,22

112,68

KU 91

hl 26

Spanische Noten.......

71,08

7L36

Tschechoslowakische Noten . .

12.41

12,47

Ungarische Noten . .

73,07

73.37

Telegraphische Auszahlung.

5. August.

8. August.

Amtliche Notierung

Amtliche Notiernn

Meld

Brief

Geld

Brie.

Amst.« Rott

168,31

168,65

168,35

168,09

Buen- AireS

1,788

1,792

1,788

1.7! 2

Brss.-'.lntw

o8,40

58,52

58,435

>8.555

Ehristianio

108,49

108,71

108,55

108.74

Kopenhagen

112,49

112,71

112,50

112."4

Stockholm . Helsingfors.

112,49

112,71

112,62

112.81

10,58

10.60

10,582

10.60-'

Italien. . .

22,845

22,885

22,88

22,92

London. . .

20,402

20,412

-0,411

20,4 .1

Nenpork . .

4,1985

4,2065

4,200

1,208

Paris....

16,435

16,475

16,455

16,4 '.

Schwei; . .

80,935

»1,695

60,955

»1,125

Spanien . .

71,19

71,33

71,o.>

71,17

Japan . . - Rio de Jan. Wien in D-.

1,989

1,993

1.984

1.991

1.4957

0,4977

0,4957

0,4977

Oest. abgelt.

>9,135

59,255

59,164.

59,28-

Prag ....

12,444

12,464

12,47

12,67

Belgrad . -

7,393

7,407

7,395

73,26

7,409

Budapest.

73,26

73,40

73,40

Bnl uarien

..057

3,043

3,037

3,043

Liflabon

20,72

20,76

20,71

20,75

Danüg- - -

81,32

81,4h

81,31

81,47

Konstamin-

4,110

2,114

2,115

i,U9

Athen. . -

5,6:44

f ,646

6,495

5,506

Kanada

1,196

1,204

1.194

4.202

Urnuuat)

4.176

4.148

4,176

4.1«

Cairo - - -

-0.987

«0,967

20.92

20.96