Politik und Geschichte.
— M. cha «l Bakunin« Deicht« aus der D«t«r Pauls-Setzung an Zar Aiko laus I. Gefunden un Geher rn schrank des Thefs der IIL Abteilung der Kan-lei ter 'sicheren Zaren in Leningrad Mit ‘Xutor-fatwn des Herausgeber« der russischen Orig nal-Aus- gabe W Polonski tn deutscher Sprache her- ausgegeben von Dr. Kurt Kersten. — Pre-« rn Pappbanb 7 Ml — Deutsche Berloas- gttellschatt für Politik unb Geschützt. m. b H.. Berlin W 8. — Da« ein- ae abgeschlossene Werk Bakunins erscheint zum ersten Wal« in deutscher Sprache, fünfzig Jahre nach f«inrm Tod« Da« schon Uhiaft von der Legende umsponnene Dokument tauchte erst nach der Aevvluttvn rn den Archiven des Zaren au». :n denen es seit 1851 geruht batte. Es :ft. nicht nur wegen seiner romantrschen Herkunft, ernes der seltsamtzen Dokument« der revolut onären Literatur. Bus Verlangen des Zaren hatte 'Munin in der Peter Pauls-Festung <u St. Petersburg di« Geschichte fernes abenteuerlichen Lebens in den bewegten vierziger Jahren geschrieben Sv «nttzand ein Querschnitt durch dre europäische Geschichte jener Jahre. D:« Parrser Februarrevolution. die Er- hebung der Tschechen Pfingsten 1848 und der Dresdener Ma.aufstand 1846 sind die Höhepunkte der Bakunrnschen Darstellung: ferner gibt Bakunin eine unverhüllt« Kritik des Zarismus, wie sie schärfer nirgends wiederaegeben Word«» .8. Das Dationalrtätettproblem Qesterreich-Ungarns. di« schwarz-rot-goldene Bewegung in Deutschland. die pvlnisch-preustrfch« Frage, der Panslawismus stehen im Mittelpunkt der Betrachtungen Bakunins Di« Publikation enthalt auster der »Beicht«" eine Anzahl bisher nicht veröffentlichter Dokumente aus russischen Archiven und dem Sächsischen Staatsarchiv zu Dresden. Gin« Aeihe unbekannter Bilder und Dokumente in Fakfimili« schmückt di« historisch wertvolle Ausgabe. 219
— 6o war d«r Krieg 200 Kampf- aufnahmen aus der Front. Test von Franz Schauwecker. Zweite Auflage. Grotzoktav 138 Seiten. 3n Ganzleinen gebunden 15 Mk. Frundsberg-Berlag G. m. b. H. Berlin 1927. — Bislang gab es — soweit wir sehen konnten — in Deutschland kein Buch, das dem .Tagebuche einer Korporalschaff des Franzosen Henri Barbusse. .Lc Feu , in etwa an die Seite au stellen gewesen wäre: Leonhard Franks Schilderung .Der Mensch ist gut" ist viel zu «inseitig und tendenziös, um M«f« Geltung für sich beanspruchen Au können Auch Barbusse schrieb sicherlich ein ganz subjektives Buch, ein grund- sranzösisches, bei aller erbitterter Ablehnung des Krieges als solchen ein nationales Werk: und überdies eine aus Erlebnis gewachsene Gestaltung. Erst Schauwecker hat jetzt das grohe deutsche Gegenstück geschaffen als ein Tagebuch und Griebnisduch de« deutschen Frontsoldaten «us den wahren 1914 bis 1918, als ein in seiner unbedingten und ungeschminkten Echtheit und Wahrhaftigkeit grandioses Bilderbuch des deutschen Weltkrieges, «in historisches Dokument von unvergleichlichem und unvergänglichem Wert, «in Menetekel kommenden Geschlechtern. Wie da« Buch vom Leser und Betrachter ausgenommen wird und werden kann, steht nicht tn Frage: wie es .ausgelegt" und gedeutet werben mag, wie es wirkt — bas wird alles belanglos angesichts der grohen. klaren und erschütternden Tatsächlichkeit dieser Bilder und Schilderungen: sicher ist aber auch, bah hier ein Ehrenbuch des deutschen Dolkes vor uns liegt, wie es geringe gibt, «tn Denkmal, das so recht dazu angetan ist. die Erinnerung daran zu bewahren, was unser Bolk in den vier schwersten Jahren seiner Geschichte geleistet und gelitten hat. die Grinnerung an das Groh«, Starkmachende. Er- hebende und Aus bauende in allem Glend und aller Furchtbarkeit des Krieges: em Heister Glaube an eine deutsche Zukunft, au« dem da« Werk geschaffen wurde, ist die beste Mitgift, mtt der der Verfasser uns entläßt. Und wer etwa glauben sollte, bast hier eint sehr unangebrachte und billige Verherrlichung des Krieges um des Krieges wlllen gegeben worden sei. der braucht nur irgendeine beliebige Seite auf- zuschlagen. um schnell eines besseren belehrt zu werden. — Aus 25 000 Photviiraphien hat Schauwecker, dessen ausgezeichneter Stil aus seinen früheren Arbeiten tn bester Grinnerung ist. 200 Bilder ausaewählt: diese 200 wurden zu einer gewaltigen Einheit so war der Krieg: so hat die Welt, so haben die Menschen ausgesehen tn den vier Zähren, bk das europäische Schicksal bestimmten. Und zwar geht es hier nur um den Krieg als solchen Ei.ippe. Paradebtsichti- gung und Rekruten-Depot, Uebungefeld und Garnison sind ausgeschaltet Matzgebend allein ist der Krieg als Landschaft und Material und ist der deutsch« Mensch als Kampssoldat, bet. einer gegen fünfzehn, sein« Schlachten auf dem Lande, dem Wasser und in der Lutt schlug, übermüdet, tnrngrig, verlaust, verdreckt Sieger tnieb auf allen Kriegs«chaiipiäyen dieser ®rbe, tn Frankreich. Anstiand. Italien, dem Balkan und Afrika, die
rtet wochenlanger Unterseeboot'ahn trotzig auf sich nahm und die brvadnougdtge« .cherte Uebermacht britischer Seeherrschaft tn bttl 11 enden Schlachten brach. Im diesem Verständnis ist diele« Bilderwerk eine Geschichte des deutschen Frontsoldaten Hier ist sein Tagebuch in Bildern 185
— Deutschland« Knechtschaft und Befreiung Das Zeitalter d«r 'Befreiungskriege im Lichte der Gegenwart Von Oskar Fritsch 167 Seiten 8° mü 16 Kupfertiefdruck- tafeln. 72 Tertabbildungen und 7 Kärtchen Kart 5.— Mark in Leinen 0.— Mark. 3. F Lehmann« Verlag. München. — Was kann cs helfen. von deutscher Gröste zu reden, tn einer Zeit, wo Deutschlands Gröhe für immer versunken erscheint? Ader gerade weil unser Volk den Glauben an seine Weltaufgabe verloren Hal ober au verlieren droht, müssen wir ihm immer wieder Bilder aus seiner grosten Geschichte vor Augen halten: denn wir brauchen den Glauben an uns selbst, an unser« Zukunft, und an unlew Aufgabe unter den Völkern, und bi« Gegenwart «st gant dazu angetan, uns diesen Glauben au nehmen Wenn wir die gewaltig« Wand- lunfl betrachten, durch die tn wenigen Fahren von 1807 bis 1813 das preustisch« Volk von der Tief« der Erniedrigung bt« Aum Freiheitskamps an bet Spitzt Deutschland« geführt wurde, dann müssen wir immer wieder bewundern, was Deutschland vermag wenn es einig ist Gtne Menge guter Bilder schmücken das Buch und
Für den Bücherlisch.
machen es zu «in«« Gttchenkwerk das beton- I der« btt Zug end begeistern must Es bringt vor allem zeitaenöllische Porträts, ferner Bilder bekannter Künstler, wie Bleibtreu. Br au< «weiter.
Schuch. Kampf u q. 194
Georg Brandes Homer Aus dem Dänischen von Erwin Magnus 90 S. Aerlams Univ-Mbl. Ar 6741 Hett 40 P'.. Band 80 P'. — Eins der letzten, noch unveröffentlichten Werke des groben dänischen Literatur- und Kul-.urhistv- rrkers Georg Brandes erscheint soeben in Aerlams Universal-Blbliothek und wirb dadurch weitesten Kreisen zugänglich Es bietet eine allgemeinverständliche Einführung tn di« lebensfrohe Welt des frühen .Hriechentums. Di« griechifche Land- Götterwell, das griechische Volk und feine Hcidm werden tn ihrer Gröhe und in ihrer Schwäch« objektiv geschildert. Die Schönheit der homerischen Dichtung wirb auch dem Menschen ohne .klassische Bildung" beim Leien dieses Werkes out geben 200
Jur Heimatgeschichte.
- Büdingen, ferne Geschichte und Denkmäler Von K. H e u s o h n und P A i «Geleitwort von Aegierungsbaurat W Frey. MU einem Stadtplan und 91 Bildern Verlag der X Heller» schen Hofbuchbruckerei. Büdingen 1927. — Dieser ausgezeichnet gearbeitete Heine Wegweiser wird sehr geeignet fein, dem schönen und allen Hellen- stadichen neue Freunde zu gewinnen, da er erheblich über den Aahmen der üblichen .Führer^ hinausreicht und vor allem eine schätzenswerte Bereicherung der engeren Heimatliteratur dar- stellt Da« Werkchcn altebert sich in zwei 2b- schnitt«: im ersten Teil gibt Lehrer K. Heulohn iLorbach) auf Grund des einschlägigen Aktenmaterial« im Büdinger Archiv eine hitzorifch- kullurgeschichtliche fdfefnbe und lehrreiche lleber- sichr über die Entwicklung der Stadt von den «weit zurückreichenden> urkundlich belegbaren Ansängen bis in die neuere Zeit. 3m anderen Hauptstück behandelt G finn.g i/nd sachkundig, dabei tn gedrängter übersichtlicher Form, di« Kunstdenkmäler der Stadt, insbesondere die reichhaltige und tntereflanteBau- gZchichte Büdingen«. Beiden Hauptteilen kommt gleichermasten ein erfreulich zahlreiches und gut au«gewähltes Anschauung-ma:«rial «ehr zustatten, das sich. Hand in Hand mit dem Tertteil, sowohl an den Kunsthistoriker wie an den kunftfreudigen Laien wendet und mancherlei Anregung vermittelt. 177
- Um 18 00. Aus 3eit und Leben de« Grafen Volrat SolmS-Aödelheim (1762 bis 1818). Von W.lhelrn Karl fPrim vost Isenburg. Bibliothek familiengc^chlchNicher Arbei- ton, Band 5. VIII und 349 Seiten 8°. Verlag Degener & Eo.. Inh. Oswald Spohr: Leipzig 1927. — Tief wurzelnd noch in der Zeit bet Empfindsamkeit, ringt ein Menschenleben nach Entfaltung. Die kulturellen Verhältnill« jener Jahre vor der französischen Revolution werden in bunten, lebensvollen Bildern vorgeführt. Die Wirkungen der Revolution in Deutschland, die schwere Zeit der Kvalitionskriege. da« Empörst eigen Vapolevns. seine Wachtentfaltung. sein langsames Hinabsinken und Verschwinden, da« FrühlrngSahnen eines neuen Vaterlandes sind die politischen Hintergründe, vor denen Menschen stehen. Menschen aus Fleisch und Blut, im Kampf um Geist und Leben und Heimat. Kaleidosloparttg huschen die Schattenbilder jener Zeitenwende an uns vorüber Alle Auffassun- und Anschauungen tragen echtes Gepräge, denn alle Quellen sprechen für sich. Heu gefundene Briefe bekannter literarischer Grützen wie von Wieland u. a. (mit wichtigen Urteilen über Goethes. Knebel. Klopftock. Boi«, den Grafen Stolberg. Voh. Sophie La Boche und vielen anderen werfen Helle Lichtet auf welenhasta Züge. Die bekannten Gestalten der Herzogin Anna Amalie, bet Luise von Göchhaufen. bet Lhatlotte von Stein, bet Frau von Kalb, btt Julie von Bechtold-Heim. der Madame be Stael, bet Lott« Buff umrahmen den ersten Teil dieses Werke«. In der zweiten Hälft« überwiegt das politische Element. Napoleon ist der Herr diese« Marionettentheaters, dessen Szenen sich vor unseren Augen abspielen. Zum erstenmal erhalten wir authenttsche« Material au« einet Aeihe von Archiven zur Geschichte der Frankfurter Union, dem Bund der neinen Aeichsstädte, zur Entwicklung de« Aheinbundes und des erbitterten Kampfe« gegen diesen. Don Berlin und Müncheii. von Petersburg und Part« laufen die Fäden zusammen, weben ein getreues Bild jener bewegten Zeiten. Wit nehmen teil an Vapolevns Aufenthalt tn Mainz, an seiner Unterredung mit Wieland in Erfurt, an seinen erstaunlichen
•n in Paris Unmittelbar «rieben wir alle Hoffnungen und Aengste, durcheilen den Siegeszug der Freiheitskriege. Arndt und Jahn. Stein und Hardenberg. Vapvleon und Tallcyrand treten un« in ihrer ganzen Persönlichkeit entgegen. Deiches Material stand zur Verfügung. Tausend« von Originalbriefen und Berichten ftnb derarbeitet. Eine 'Seihe guter Abbildungen beleben den Tert, der in seiner lebenswarmen Unmittelbarkeit gerade den heutigen Menschen in 'einer Zerrissenheit immer wieder packt 212
Der zerbrvche ne Galgen und ander« Äulturfurtofa aus dem Heshrnland Von Theodor A p«l 144 Seiten fr. A Bernecker. Heimatfchollen-Verlag, Melsungen. — Beim Materialsammeln für eine wissenschaftlich« Arbeit bat der VersaIIer. wie er tm Vorwort selbst berichtet, al« . Feld-, Wald- und Wiesenblumen^ die hier vereinigten fletnen Geschichten auf der Wanderung durch den «in wenig verstaubten und vergilbten Blätterwald des Marburger Staatsarchivs gleichsam am Wege aebrochen, mitgenommen und zu einem anmutigen, vom Duft ver- schollener vkuen erfüllten Strauh gewunden dem Leser zu harmloser Unterhaltung und Erheiterung dargebracht. über solch« bescheidene und kurzweilig« Ausgabe hinaus, di« diese Gckchicht- lein aus dem 15 bis 13. Jahrhundert sicherlich prächtig erfüllen werden ist da« Buch aber auch «in« kulturgeschichtlich sehr intenrl’ante Sammlung und «ine Fundgrube für den Historiker wie eine nutzt alltäglich« Auswahl von Letefrüchten für den wiffen'ctx.ftlich ganz unb«schwen«n Laren Wissen schosller und nicht fach mann werden es -iber dem Verfasser gleicherweise Dank wissen, dah er sich die Mühe des Sannnelns über der 5>aupkarbeit nicht hat verdrieß,«n lallen, was dergleichen für Mühe macht, weih jeder, der einmal mit einer gröberen Arbeit in anen Archiv zu tun gehabt hat 222
Bücher zur Kunst.
— Kurt Breyfig Eindruckskuntz und Ausdruckskunß Ei» Blick auf die Entwicklung des zeitgen-tsischen Kuntzgeistes von Miller bis zu Dar: 252 Seiten s' broschiert 5JO. Leinen 7-50 Mark Georg Bondi Berlin 1927. — Des Auch will nutcxre coolem- poraine. Geschichte der eigenen Zeit geben, das he-.tzt «t» Nebenamt der Geschichtsforschung wahrnehmen. das fit sehr oft zu ihrem eigener Schaber. cerocSlälftgt hat Es will dre noch bis auf de» heutiger Tag in ihrem über groben Wert nicht erkannte za noch immer auf das feindseligste angegriffen, Kunst der jüngsten Be- weguna. des Erpresst onismu«. nach ihrem innersten Wen begreifen und beleuchten, will vornehmlich ihren beiden führenden Meistern Franz Marc t und Emil Bold« die Schätzung und Geltung verschaffe», di« ihrer in Wahrheit überstarker Kraft gebührt Zu der T,.±tung. der Bildnerei »nd der Baukunst gleicher Phalanff find di« Linien des Bildes überall durtzgewgen. da« sich so zu einer Gesamtgeschicht« der Phantasie un'erer lag« erweitert Die Schritt will aber auch zugleich vom Eevrellionismu« her feinen Gec|nem und Vorgängern dem Aaturalis- mus und dem Impreflionismu« eine neue Wertung verschallen, indem sie zeigt, daß ihre Wirkung. die Wirkung Millets und Evurbets. Manets und Monets nicht nur eine momentane, sondern eine zukünftig« überzeitlich« g«wes«n ist. was allerdings erst heute vom Effprelltonismus her recht zu erkennen ist. Das Emil Aolds zugeeignete Derk verdient nicht nur um feiner Einzelergebnrsfe und um der Klärung aktueller ästhetischer Gegenwartsfragen willen besondere Beachtung, sondern auch deswegen, weil der sehr gründliche Verfasser von Haus aus nicht Kunftwissenschastler. sondern Historiker, und Kulturhistoriker (an der Universität Berlin) ist und allo gewilsermatzen aus Umwegen an den äutzerst beachtlichen Zrvgenkompleff diktes Buches berangefühn wurde 192
— Beethoven von B. Bartels. Gr 8°. 386 Seiten Test mit 36 Bildern und Handschriften. Ganzleinenband 10 Mk. Verlag von Fran- Borgmetzer. Hildesheim. — Bee!b"--n« Wesen und Werden. Leben. Schaffen und Wirken: seine musikalische und geistig-ethifche Vede^lung kommen hier zu eindringlicher Gestaltung. Liebevolles Eingehen auf die Wechselfälle des Lebens offenbart den .Märtyrer" und Schmerzensgrotzen. den titanischen Kämpfer und Ueberwinder. den Sieger und Triumphator, den Befreier und Menschheitsfreund. Es erscheinen die Alltäglichkeiten. die teils wunderlichen, ergötzlichen, teils groß erhabenen und höchst eigentümlichen Begebenheiten dieses autzergewöhnlichen Mamies, die fogenannten Schrullen, als eine notwendige Folge seiner Veranlagung, in der auch der unser lösch! iche Humor inhaltlich bedeutsam ist. Die Herrlichkeit dieses einzig weltgroben Geistes und Herzens ersteht au- den unbedingt Achtung gebietenden groben Taten seines Lebens, die kein Falsch oder lleinllche Aückslchtnahme kennen, ftm- dern ein AuSflub ktner hohen Künstlerschast. der Schöpfergrötze. des heiligen MenschheitSprv- pheten sind. Die Orientierung ist klar. Zusammenhängend und für den Gebrauch deS Buches praktisch angeorbnetc Bilder und Handschrttten — unter ihnen da- Heiligenstädter Testament tn vollständiger Urschrift — ferner Werkever-eichui» und eine Zeittafel erhöhen den Wert de« Buches.
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Pädagogische Schriften.
— Psychologe der frühen Kindheit bis zum sechsten Lebensjahre. Von Professor Dr. W. Stern. Mit Benutzung un gedruckt er Tagebücher von E. Stern und einem Bild- und Tertveitrag von Privatdozent Dr K. Lewin. 4. überarbeitete und erweiterte Auflage. 11—14 Tausend. Geheftet Mk. 10.80. In Leinenband M. 12.80. Verlag von Quelle u. Meyer tn Leipzig. — Jahrelange Beobachtungen an den eigenen Kindern und eine einzigartige Belesenbett in der gesamten einschlägigen Literatur sind die Grundlagen für dieses Werk, das die scharfe Beobachtungsgabe des groben Erpernnentators. die geniale Intuition des lief tarn groben Fvr- 'chers. der t*e zahlreichen Studien zu einem scharfen und plastischen Bilde des geistigen Lebens und d«r geistigen Entwicklung des Kindes jurfammenfafoL und die hingebende Liebe des Vaters tn sich vereinigt. Durch alle QIuNüb- rungen zieht sich her grundlegende Gedanke von der Ursprünglichkett. Eigenheit und Eitiheit des kindlichen Denkens und geistigen Lebens Wie alle früheren Auslagen. h> hat auch biefe wieder bedeutende Zusätze erfahren. Wichtige neue Forschungsergebnis«« wurden verarbeitet, neue Abschnittc über Lesen und Schreiben, di« flnd- Intze Aed«. Freiheit und Selbständigkeit «in- gefügt. DaS vielbesprvchroe Mont «flott-System wird «mer eingehenden kritischen Betrachtung unterzogen. Em besonderer Tert bei trag von Ptt- vatdozent Dr Lewin bebanbeit die kindlichen Ausdrucksbeweaungen. the man beute mit Hifle von Filmaufnaymro zu erfassen sucht 104
Friedrich 5 r 6 b e l und Maria Montessori. Don H Hecker unb Dr M Mu- chow M« einer Emleitung von Professor Dr. E. Spranger Batid II her Schttttrorrnb« ll .Gegenwartsfragen- des Deutschen Fröbel-Verbanches. herausgegebro von E Strnad In Uetnrnbanb M. 5.60 Vettag von Quelle u. Vkeyer m Leip- Mg Seit Jahren werd tn Kreisen der Äletn- frndererzzeder die .Frag« erörtert, ob die Er- ztebungslehrrn Fröbels oder btt neuzeitlich« Methode Maria Montesiorrs bei her Erziehung der Ktnder anzuwendro seien Dreies Problem der neunen Ikbro Ausgestaltung der Ätemfinbeier- uebung wird tn dem vottiegenden Werk von an* derer Sette als bisher angdaftt und geflärt Iugendlettertn H Hecker art bei* Montessott- System durch eigene Arbeit tn Asm innig vertraut und durch langiäbnge Arbeit als Leiterin einer Bettuchsflnderstube un Bett wer Pestalozzi- Fröbei-Haus praknfch erfahren, bettcheet uns tn anregendster Wette von ihrer trüberen Tätigkeit und den btrrt gesammelten Erfahrungen. Jo hab auch der Laie von ihren AuSfützrungro auf« höchste geselle!t wird Der Aeutztum und die Tiefe der Gedanken ^Fröde!« und die bebcutlamro. Leistungen Maria Montellori« werden grwürbigr unb ihr gegenNthge« Verhältnis it» Hinblick auf die Gefamlaufgabe eener neuzeitlichen Erziehung des Klelnftndes geÄdtt th« autzeroedeTrtllch klugen und wckfen lchattkich wohlbegrinDeren. Mgleutz menschlich warnet AustühruMg« *nd>
falls in der Ai-beutung der Mögttchtett. M» Gedanken Wrobels und Mar-.a Moruellvrrs <u etnrr fruchtvarro Arbeit zu verf ch-nelzro 126
— Iugenbwohlsahrt Sozralpädagogi- «ch« Vorträge Von. Profellv« Dr H Bohl. IM Setten. Getzettn M 3. In Lmnenband TL 4.—. Verlag von Quell« u. Meyer m Letr-ztg — 3» ferner geistvollen Weile ziehi brr Bett aller Ne peaktflchro Folgerungen aus den Ergebnrtten der .^uger.-^ vchologi« uxb •^:3‘e. er
ff-gt und eri . -tert. t» »ehr bwr Ttzroeie unb Priits Hand m Hand gehen können Von allen Certen werden pädagogische Frage» belruchret unb erklärt und Mit erstaunlicher 'Nefleutghit aus Literatur unb Gefchichce an Hand von Ber- 'vielen aus ber ärztlichen unb geruhttühro PrattS belegt. HO
Pbyfikalifche Schülerübungen Ve n Studien rat P. Hanck. 2. txTbdkrtr unb Der- mehrte Au^age 103 Seiten mit 83 Abbildungen^ Kartoniert TL 1—. Bettaa von Quell« u Meyer m Leipzig. — Der Zweck b.tter Hebungen it «tn dovvelter Y< geben dem Phystflehrre zahl reiche Anregungen, und rn»nrige und dem Schüler Anie-.tun.gen für die VrnukiUTig der Apparat«. Die Schüler werden habet so geleitet, daß ihrer Etaenart nicht allzuviel abgenörnmen werb, unb bah fit anderferts durch Fragen unb Irrtümer nicht erst wertvoll« Zelt verlieren. 106
Schöne Literatur.
Di« Dionyfiaka de« Henne«. Teuk'ch von Thaflilo von Scheffer. Ausgabe tn 10 Lieserungen zu je 3 Mk. Verlag von 8 Bruck- mann A G.. München — Aennes, da« hetht .der Heilige", «tn Dichter des späten AltettumS. aus Aegypten stammend war ^hrhundetteiang berüb-.: und sein Hauptwerk, the Dtonystake. ein Epos von 48 Gelängen bas die Epen H?mers an Umfang beinahe erreicht war bas mah- gebettde Vorbild für die Dichter der damaligen Das Epos behandelt tn buntem Wechsel Leben und Taten des Dionysos, msbefandere feinen Zua durch di« ganz« Welt nach Indien. Dieser duftete Aahmen aber bient Aonnos dazu, nicht nur . 'lyttzoloa-
den unb Sagen des Altertum« binetmuber» flechten, sondern das Ganze l| burchtränd von Hiriwttscn aus die alten Myfterienkulte chaldä.- scher Sternenkunde. Astrologie unb vielen religiösen Anspielungen unb Ucbertie*erung<n. wie sie tn den Tagen des Aebeneinanderwirkens so vieler Kulte in Alerandnen. dem geistigen Mittelpunkt lebet Zeit, noch lebendig waren. Als Dichtung wird das gewaltige Epos dadurch barock überladen und sei» Aahmen fast gefprengt. dafür öffnet sich uns aber rtiw schier unettch-p'l he und rtxb lange nicht genügend durchsottchte .Fundgrube mttaphyflscher Vor litt langen >osm !p- a ft r al er Att Der besondere Wett des Werkes besteht bann, dah der Dichter vottockflich» Quellen benutzt Hut. die für uns verloren Hab Dr Thalsilo von Schesler. der seinsinnra.- Dichter und Altertumskenner, dem totr die trefflichste Homer- Übersetzung verdanken, ist wohl der einzige unter vro Lebenden, der uns dies groft« Erbe der Antike würdig vermitteln kann Als Berater steht ihm der durch feine ausgezeichnete Plnd^r- imb Äeschblosübersetzung bewährte Hd'lolege Dr Hans Bogner zur Veite, womit neben der Schlett sch wertvollen auch eine wissenfchastliä» z er- lässige Verdeutschung gewähtttttzet ist Zur den Atchtsachmann gibt ein kurzer Kommentar wünschenswerte Erläuterungen. Der Druck und iste sonstig« verl«gettsche Ausstattung der un« vorliegenden beiden ersten Lieferungen des Werke« sind untadelig. 152
-- Luise Detzki rch Der verlorene Sohn. In Ganzleinen gebunden 4 Mk Tier lag Philipp Aeclam jung. Leipzig Ein ersüttern- her Heimatroman voll dramatischer Spannung, der sich vor dem düsteren Hintergrund« des norddeutschen Moorlandes abspielt Da« biblisch« Glttchni« vom verlorenen Sohne wird von brr Dichterin weiter gesponnen. da« Schicksal eines Vaters und seiner unaleichen Söhne offenbart sich als unabwendbar« Folg« ihres em geborenen Wesens, das sie nicht ab frönten können 'Mtung«- los gleitet der begabtere, weicher« liebenswürdiger« der beiden Brüder abwärts, der jedem seiner unruhig schweifenden Triebe nachgibt Im Gegensatz dazu steht das im Kampf mit dufteren Widerständen unb aus naturhafter Aauhttr ertrotzt« Emporttngen des weniger begabten, zuruck- gef«fiten, aber kernhatteren Bruders Eigenartig« .Frauen- und Männergestalten, wie fW die geheimnisvolle Abge<ch,.-dn hei! des Moottanbes hervorbttngt, greifen in die Handlung ein unb geben ihr Farbe unb Wärm«. 209
- Audolf P resber 0 i« b«. 278 S. 8° Verlag Dr Eysler * Eo Berlin
SW 68 Geheftet 4 TR! In Ballonleinen 6 Mk.
Eine Handvoll Geschichten. Kinder einer . geschürzten Muse, neu« Variation« eines alte«, uralten Thema«, heilere Gab« an alle Freunde und Gönner des aiiakreontischen Plauberers A»-
dvlf P resber 211
Deutsche Ba Haden. Eine AuswoM für Schule unb Haus Gesammelt von K Golb- berg. 196 V. 8' Aeclams Un vettal-Bibliothek Ar 6744 45 Philipp Aeclam Leipzig - Der hübsche kleine Band enthält etwa hundert bet besten deutschen Balladen von Herder und Bürget bi« auf die Gegenwatt. Befonbers wettvoll ist. haft auch zahlreiche Dichter auf genommen wurden, die noch nicht frei ftnb. wie Lflnneron unb Walter Fie» die ja befonbrw Lieblinge der Jugend find Auch bte bedeutendsten bet lebenden Dichter öte Heinrich vettch Börttes v Münchhaufen ufw s-nd DertrKen. Der Anhang enthält «tn austüho» b.ches Verzeichnis brr Dichter mii chorn vrbens- daten. sowie etn alphabrttfchrs Aegistrr brr ®r- dfchtanfdngr 19»
— A. L Stevenson Der Strand vo» 3 a I e f a. Aoman. Aus dem Englischen über- fetz! ton Marguerite Thefing 130 S S' Aeclams Umperfal-THbhotbef Ar 6742 4A Aeclam Leipzig. — Der Betta«ser des berühmten Aomans .w Schatzinfel' hat bekanntlich bw letzt«« Jahr« seines Lehens auf den CüNeeiftfttn verbrach» Diefe hrtb auch der Schauplatz bet vorliegenden Jr^blung. Ein hilb^urT'v.: 'cher Händler hat «s vtrstanben, den Aberglauben der vnotbcrmtn fe auszunuHtn. daß he ihn für diwn Brhrtrfchor brt ’infteivn Mächte an Zechen Ohne» «uropällchr« Tr- tvnbubkr lucht er dadurch w erledigen batz rt ihn mit einem Mädchen Lerche-rar«-- das Mit brm Tabu (Bann) belegt ist. Es «mfpfnnt stch et« Kampf aus Lebe« und Tod. her aril bet Ermvtbung des Intriganten enhet Da« Buch !• von Irfbr'-rr. oraw-ärisvmGend«r A«i MNMIO Sw all« Wer«« S-eerwwfm* w


