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Ma-agont, erftHaffigt •an! (brcif eilig. 1.80 HttJ, 2 Jetten. 2 Lach^chrm» itten, 2 -Mt.
hell Licht, tomt-ldt, «d Epiegelschrcmk.
Kirschbaum: ^itnnt, sei, 2 Stühle, tunb.lixb. bunte! Siche, mit drei. icherschrank.
ungmii 2 Schranken,:«
Mg. schwarz, gut im T«. chiauchr., Sönke, noch neu. , ber Möbel jebetgt
Huppet.
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Nr. 83 Drittes Blatt
Gießener Anzeiger sSeneral-Anzeiger für Gbcrhessen)
Freitag, SJlpril 1927
Wirijd)aft.
Jur AursenttoidUung der Sproientigen Reichsanleihe. DTV meUei: Obwohl bie neue *>pro\ Deutsche K«ich»onleihe ubrr$nd)nr! do r ben tft. 's dah bit freien ölüd< mdjt voll geteilt mürben, unb ob« woh! bw Zeichnungen mii toperrfrift von minbrhtn» Zech- IRonosen sich auf über 2DU Millionen Mark beliefen. Hal bereits Mitte Februar im fanbei per Erscheinen ein otrhaltmrmähtg grobe» Angebot ein. gefetzt, bo» sich zeitweilig noch oerflorfte Der Grund hierfür Dürfte zum erheblichen Teil bann zu suchen fein, bafc am offenen Geldmarkt die Zinssätze eine Steigerung erfahren haben Unter dem ihn'lufc dieser Entwicklung sind auch nbere iestoerzinsliche Serie im Kurse nennensmen gesunken Insbeson« hat auch der ttbatz der *'n;. •
Chnnfionopapteren wesentlich nachgelassen Trotz be» oerdalknismähig groben Angebot» an tzeichOanleiht ist ber Äuro z: nächst nicht heradgettj i worben. 6» erschien inbe» nicht richtig, sich auf die Dauer ber durch die Verhältnisse am Oelbmortt bestimmten Äursenlroidlung enkgegenzustellen. da bie» einen ftdnbiflen Anreiz au Verkaufen bieten würde. <k» >ft zu hoffen, daß auf bem ermäbifllen Kutsntoeau eine der Geldmarkttage entsprechende Stabilität de» Kurse» eintreten wird.
• Don ber Frankfurter Dörse Dach einer Dersügung bei DörsenvorstanbeA wirb von Dienstag, den 12. April ab bie Doliz für Z«itgefchäfte in Deutsch-Luxemburg. Bergwerks- ahten unb Bochumer (?ufi(tabla!tien eingestellt 'IMbrcr.b ber Jett vom 12. bis 28. April erfolgt für biefe beiden WerlPapiere nur eine Kasfennotiz Dor Ablauf ber Umtaufchfrist tonnen Geschäfte in Deutsch-Luxemburg. Bcrg- wert6ctt.cn unb Bochumer Guhstahlaktien auch
burch Lieferung von Gelfenkirchener Bergwerks- Aktien erfüllt werden, nach Ablauf blescr Um- taüschfrist, b i. ber 28 April, sind Geschäfte in Deutsch - Lurcmburg. Bergwerksaktien unb Bochumer Guhstahlaktien nur In Gelsenkirchen Bergwerksattien zu erfüllen.
• Erleichterungen bei ber Deutschen Rentenbankkrebitanstalt. Um den Landwirten, bie aus der sog. Amerika- Anleibe ber Deutschen AentenbcnllrebitanftaU Hypotheken erhalten haben, jede irgenbmögliche Erleichterung zu gewähren, hat sich bie Deutsche 'Xcntenbantlrebitanftalt entschlossen, auf ben ihr zustehenben Derwaltungstosienbeilrag in Höhe von ein Viertel Prozent mit erstmaliger Wirkung für bas laufende Zinshalbiobr zu verzichten. Diesem Dorgehen hat fich bie Mehrzahl der mit ber Weiterleitung bet Gelber betrauten Deal- frebitinftitute angeschlofsen. Ferner wurde be- 'chlosscn. Pfanbenllastungen von Tcllgrundstücken -uzuflimmen. wenn bei bem verbleibenden Rest- grunbflüd eine Deleihungsgrenze von *0 Prozent bes berichtigten Dehrbeitragswertes - statt wie bisher 30 Prozent — nicht überschritten wird.
• Daimler-Benz A. G. Die G. D. ber Daimler-Benz A G. stimmte nach der Grleblgung ber Regularien der vor getragenen Erhöhung des Drunnbkapitals durch Ausgabe neuer vtamm- attlen In Höhe von nominell 14 Millionen auf 50 360 000 Mark zu. Don Dcrwaltungsseite wurde mitgeteilt, das» die Fusion fich nach zehnmonat- lichen Erfahrungen al» richtig erwiesen unb In ihrer Auswirkung bereits gute Früchte getragen hab«. Die Obligationsanleihe fei ein voller Erfolg gewesen Die durch die neue Kapitalser- höhung zuNicstenden Mittel sollten zur Abdeckung bet restlichen Bankschuld und aut Finanzierung ber neuen Typen bienen. Die Beschäftigung der Werke fei befrieblgenb. Der derzeitige Auftragsbestand sichere volle Beschäftigung der Werke bis Herbst, auch das Auslandsgeschäft bewege sich in aus steigender Kurve, und es sei zuversichl- lich zu hoffen, bah das Unternehmen ber vollen Gesundung entgegengehe.
• Bereinigte Glanzftoff- Fabriken AG . E lberf eld. 3n ber gestrigen G D. gab ber DorsiNendc des Aufsichtsrates. Dr. Wolff- München, eine ergänzenbe Mitteilung »u bem -Geschäftsbericht über die Lage ber Äunft- fetbeiunbu’tnc im allgemeinen unb über bas Gedeihen der Glanzftoffwerke und ihrer Tochtergesellschaften UN bdonberen. Gr wies daraus hin. bah bie Depression, die noch im Anfänge bes vorigen Jahres in ber gesamten Kunstseiden Industrie herrschte, Im Laufe des vorigen Jahres ganz erheblich geschwunden ift Seit Snbe
Alfred Aubin.
Don Walther Appell.
Am 10. April wird Alfred Ä u • b in 50 Jahre alt. 9r ist als Mensch unb Künstler ein Sonderling, in seinem reichen Schassen aber von Den meisten noch lange nicht nach Derbienst anerkannt. Diese würbigende Sbaralteriftil wirb ben Freunden feiner Kunst willkommen sein, — bie andern hoffentlich anregen. sich mii ihr zu beschält gen AYreb Äubin, ber ui ber selbftgewählten Einsamkeit fernes oberöstervcichiichen Befchtums ein ruhig gesundes Landleben führt, — freilich umgeben von reichsten Bücher- und Kunsischäyen. steht auch als Künstler abseits von den mancherlei Strömungen seiner Feit: als ein Eigener, in sich selbst Genüge Findender. Dichts ändert daran bie Tatsache, bah die Erprtfsionisttn ihn gern als einen bet Obren ausgeben, ohne dah Kudin bisher widersprochen hätte. 3n Wahrheit ist fein Lebenswerk. - das nur noch bestätigt und vertieft werden, aber keine Ueberra 1 chungen mehr bringen kann. — viel einmaliger, als dah es bei irgendeiner .Dichtung Stütze unb Rechtfertigung suchen müßte.
Wie die meisten Derartigen Abstempelungen, umschlicht auch die für Kuoin geprägte Marke .Der Zeichner von Traum unb Spuk' nicht sein ganzes, stark schöpferisches Künstlertum. Traum, Spuk. Grauen unb andere Bedrückungen aus zwischenweltlichcn Sphären sind gcanf» seine feil Jahrzehnten immer wiederkehrenden Motive und nehmen in feinem Schassen sowohl nach der Breite als auch nach der Tiefe den größten Raum ein. Und wenn wir die von ihm selber rückhaltlos ausgezeichnete Geschichte feiner änderen unb inneren Entwicklung lesen, fo ergibt sich der Drang zum Traumhast-Mvstifchen als zwangsläufige Folge tK'r durchlebten. Srperlich und seelisch gleicherweise aufrüttelnden Krilen. Diele meinen, Äubin habe sich, vielleicht aus Sensationslust oder Sucht nach Originalität, die Welt
1920 ist ein Aufschwung zu verzeichnen, der an- hielt und aller Borans!ich: naw auch noch weiter gewesen m der zweiten H . des vsngen wahres die Folgen der 'chlcoren Ge'chäftslage in ben ersten Monaten des Jahres anszugleichen. unb nfvkgebeffen fei die Geellfchalt nich! tn der Lage gewesen eine höhere Dividende ans- Auschsien. zumal sie immer eine vvrftchtigt Divi- dendenpolu k ocrreten habe unb beltrebt fei. die Reserven zu stärken Weiterhin wies Dr Wolff daran! hui. das, sämt! che Unternehmungen, an denen Die Bereinigten Glanzstvtta linken beteiligt sind sich den Erwartungen entsprechend günstig entwickelt haben. Dr Wolff berührte dann weiter bie 3nteteffennabme der Glanzstvff 2 G an der Verbindung mit der Eourau'.ds Ltd. der
fabnf. Es sei das Derdicmft der Berwaln.ng der Glanzstosf A G. dah es ihr gelungen fei. damit bie internationalen .Fäden wieder enger zu knüpfen 3m Zusammenhang damit wies Dr Dolsf weiter au* die günstige Entwicklung der deutschen Kunstseidenlonveniion hin. die cs fich zur Tnisgabe gemacht habe die Stabilität der Preise zu sichern. Sie umsaht heute bereits den gröhten Teil der europäischen Äunfrleibeprobuftion Die Tagesordnung wurde glatt erledigt Dcrsitzenden und Aulsichtsrat wurde Entlastung erteill und der Verteilung einer Dividende von 15 Prozent an btt Stammaktien wurde zugestimmt
• Harpener Bergbau A-G 3n der gestrigen Generalversammlung der Harpener Bergbau A-G wurden über die Geschäftslage im lausenden 3ahre leitens des Dorstandes folgende Ausführungen gemacht: Das Ergebnis des ersten Diertcljahrcs zeigt das gleiche befriedigende Bild wie tue letzten Monate des vergangenen Geschäftsjahres Die Förderung fand vollen Abfatz. unb die Lagerbestände an Koks konnten noch um 40 000 Tonnen vermindert werden Qrft in den letzten Tagen des vergangenen Dicrteljahres lieh bet Koksabfay nach, auch haben bie Adfatzstockungen im Apnl noch an- gcHalien Die Frage, ob bie Lage bes Duhr- lohlenbergbaues nach bem englischen Streik auf die Dauer eine belfere geworden fei, könne bejaht werden, da auch der 3nlandabkatz des Kohlenfyndikals sich leit Mat bongen 3ahres ftänbia verbessert habe. 3n der gleichen steigenden Dichtung habe sich auch der Derksfelbst» verbrauch entwickelt. 3m Auslande werde das Syndikat der erworbenen Positionen wenigstens zum Teil behaupten können.
• Bereinigte Kunstseibefabriken A-G Die gestern in Elberfeld statt gefundene Generalversammlung stimmte dem Adschluh für 1926 zu und beschloß, den Aeingewinn von 19 763 Mark auf neue Rechnung vorzutragen, di ne Dividende gelangt nicht zur Verteilung.
• Mansfeld A-G. für Bergbau" unb Hüttenbetrieb. Der Aufsichtsrat be- schloh, 7 Prvz. Divibende (im T^vrjahre 8Prvz.) vorzufchlagen
Berliner Börse.
Berlin. 8. April Bei ruhigem Geschäft eröffnete bie Dörse nicht ganz einheitlich Die bevorstehende Medioliquidatton unb die danach folgende mehrtägige Unterbrechung des Börsengeschäftes durch die Feiertage fcheinen jetzt schon zu leichten Glatt stellungen und Gewinnsicherungen zu veranlassen. Mansfelder verloren auf die Divldendenermähigungen 4 Prozent. Die Grundstimmung war trotz dieser Situation nicht ungünstig und für Kohlenwerte recht freundlich Starke Beachtung sanden Harpener aus die Ausführungen tn der Generalversammlung dieser Gesellschaft, ferner Rheinische Braunkohlen und Rheinstahl. Bereinigte Glanzstosf zogen um etwa 10 Prozent an, da die Mitteilungen über die Aussichten gelegentlich der Generalversammlung günstiger lauteten. 3m ganzen zeigte der Börsenverkehr eine gewisse ® e- schästsmüdigkeit Der Geldmarkt er- suhr eine weitere Sntspannung. Tagesgeld stellte sich aus 4 M6 6 Prozent. Monats- gelb auf 625 bis 7.75 Prozent Der Satz für Aeportgelb zur Medioliquidation dürfte mit 7.75 Prozent unverändert bleiben. 3m Devisen- verkehr zog der Dollar gegen die Reichsmark etwas an. London stellte sich gegen Kabel auf 4.8565 Oslo lag mit 18.80 gegen da» Pfund schwächer Der rumänische Lei konnte sich gegen Zürich weiter leicht erholen aus 321. Mailand gegen London befestigt mu 100.85.______________
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Frankfurt, 8. April. Tendenz: Har - pener-Hausse. sonst uneinheitlich - Die heutige Sssektenbörse lag nicht ganz einheitlich O» bildeten sich erneut Svez»albewegungen heraus. An der Spitze dieser Bewegungen standen Harpener, die einen neuen Rekordkurs von 273 bis 275 Prozent (plus 10 Prozent) erzielten. Dadurch lagen sämtliche Montan- werte ziemlich gehalten. Fest lagen vor allem Kohlenwerte. Jlfe plus 7 Prozent. Rheinische Braunkohlen plus 1 Prozent, Phöniß ksus 125 Prozent. Dagegen wurden kchavächer: Klöckner minus 325 Prozent unb die Werte der Rhein- Elbe-Gruppe um 1 Prozent 2» lagen wieder eine Reihe günstiger Wirtschastsmeldungen vor. doch machte sich andererseits auch der nahende Medio bemerkbar. Zahlreiche Werte wurden infolge von Dewinnficherungen schwächer Bon Schisfahrtswerten verloren Hapag 1L Prozent und Rordloyd 1,75 Prozent. Elektrowerte gaben 1 bis 1H Prozent nach nut Ausnahme von Siemens, bie sich behaupten konnten. Fest lagen weiterhin Dauaktien. Holzmann au! die heutige B.lanzlitzung plus 1,5 Prozent. Wayst b Freytag plus 2.5 Prozent. Holz- deftillallonswerte abgeschwächt, Hcszverkohlung minus 2 Prozettt. Scheideanstalt minus 15 Prozent Don Autoaktien gaben Daimler 2.75 Prozent nach, während Kleyer 0,5 Prozent anzogen. Maschinenaktien etwas freundlicher Karlsruher plus 0L Prozent. Don Eiiizclwerten lagen Miag. da die Ausführungen tn der heutigen Generalversammlung noch nicht bekannt waren, uiwerän- bert. Bingwerke plus 0.13 Prozent. Heimische Anleihen abgelchwächt. Anleiheablösung 2425 bis 23.90. Schutzgebiet 12,50. Don ! rem ben Renten waren Türken behauptet. Anatolier
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unb Bosnier werter anziehend Der waten» 'Bbrienixrau* wurde vorübergehend äufietÄ r-big. Mich ।<.'>4> durch d.c ausge proch. n 'este f»altung tex Harpener tm aUgemeir.in behauptet. Der Geldmarkt zeigte eine wc.tere Eitt'pan- nung Taaesgelk ermäsi^!< sich au' 4.5 Prozent, ^^onatsgeld 5.75 bi» * 5 Prozent Pnvatd.s- fr-.ter 43 Orr ieni 2» Devisenmarkt traten wesentliche Betäubt runge : nicht ein. Pans gegen London 124.02 Mailand be’efUgt au} 10030. Zürich 252550 ' ladrid 27.40.
Devisenmarkt ‘Berlin StanHort a. BL I < I «graphische luliobiim
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Frankfurt a. M.. 8. April. Es wurden notiert: Weizen (Wettcrauer). 29. Roggen (in- länd ). 27 bis 27.25; Sommergerste (für Brauzwecke). 26 d.s 28; Hafer (tal), 2230 bi« 23. Mais (gelb) 18; Weizenmehl (inlänb ), Spez 0 39,75 bis 40.25, Roggen,nchl 36 75 bi» 37; Weizenllele 14. Xoggenfiei« 1450 bis 14.75. Tendenz befestigt.
Letzte Nachrichten.
Der Strafantrag im Mordprozeh Schuitheitz. Frankfurt a. I. floriL (W5B. Drabtmd- bung.) 3n dem Morbproietz gegen den Juhrunter- nehmer Friedrich Schu11heltz au» Wlffel*- brlm wegen Ermordung be» DuroeUer» Grebenau in Frankfurt a. M beantragte heute vormittag nach Hftunblgnn pläboyer ber StaatsanwoU. ben tin- g< flaglrn wegen Tfiorbe» »um lobe unb »um bauernbm Verlust ber bürgerlichen Ehrenrechte, sowie wegen unbefugten Waffenbesitze» ju Drei wo- natrn Gesangni» »o verurteilen
Rundfunk-Programm.
5 am »tag, 9. April:
3.30 bl» 4 Uhr: Die Stunde ber Jugend. 430 di» 5.45 Uhr Konzert de» chousorchester»: Moderne Opern. 5.45 bl» 6.05 Uhr Dir Leseftunde (für bie reifere 3ugenb). 6.15 bi» 6.45 Uhr: Der Briefkasten. 6 45 bi» 7.15 Uhr Funkhochschufe ..sttosterkultur in aühochdeutscher Zeif. Vortrag von Pros. Dr. f)an» Naumann 7.15 bi» 7 45 Uhr: „Die Keich»oersicherung für Lngeflellte". Vortrag von Jacob Stemmeh- Mainz. 7.45 bi» 8.15 Uhr: ,.vom alten Frankfurter Gymnasium", Vortrag von Pros. Dr. Max Flesch. 8.15 Uhr Brahm»-Gebächtni».konzeri. Anschließend bi» 1230 Uhr Uebrrtragung von Berlin Tanzmusik.
zusammengedichtet, die wir als di« feine kennen. - die Welt, in der feist und hähluch tne .Sumpf- mutter“ hindsst. in der das .Gespenst des geizigen Müllers" um die Mühle schleicht. In der das Menschentier" blöd und läppisch seibstzusrreden
im ©äjaufähg spielt, — die Welt, in der lebe Zimmerwand, jeder Landschastswinkel utm 'chau- rigen Sitz geisternder Spukwesen wird. Wer ledoch ernster an den Künstler unb sein Werk, unb insbesondere an die Quellen herangeht, aus denen frielct Werk entsteht, der wirb erkennen, batz Äubin sich .seine " Welt nicht zu erfinden brauchte. Day er nicht skurrile Absonderlichkeiten kon- ftruiert, um sich interessant zu machen. — sondern dah diese Welt mit ihren atemvcrleyenden Schrecken und lähmenven Bannunaen den Künstler wieder unb wieder bedrängt. Dah er sich der vielfältig phantastischen Gelichte. die aus chn einstürmen, nicht anders entledigen, oder mcht anders Ruhe vor ihnen finden kann als so. dah er ihnen reale Form gibt. Durch den Riederschi ag aus die umgrenzt Fläche feinte Zeichenblätter nimmt er, für sich wenigstens, den bizarren Erscheinungen jene Bleischwere, bie ne. für ihn als raumerfüllenbc Visionen haben müssen. Dicht« aber beweist nachbrücklicher Äubin« hohe Gestalterkraft als der Umstand, dah feine aus d!lcrpcd6nlid)(tem Müssen entstandenen Zeichnungen noch für den Beschauer genug von dem Reichtum des 3nnentoben» bebalten, aus dem sie wuchten.
Doch immer wirb viel Mißbrauch mit bem Wort unb Begriff .Dämonie"" getrieben. ®int Lharakterifierung der Äubinfchen Kunst, k-.e sich bezeichnenderweise oft an Dostojeu^ki. Poe u^p. iu Gipfelleistungen entflammte, wird aber 1dxr*«T» sich ohne fic auSkommen. Doch mutz festgesteilt werden, dah die Dämome in Kubtns Kunst nicht gemacht, sondern erlebt ist, nicht 2b'"d und Zweck, sondern Antrieb unb Schassensquell. Unb vielleicht wäre Kudins Dämome schwer erträglich, wenn sie nicht immer au’e
gelockert und gemildert würde. Die MomerttL die das tun, sind eine im innigsten ^tnne Dti Wortes fromme, hingabefreudige Heiterkeit
der Seele, — unb ein befreiender Humor Gewih. der Humor ist zuweilen (bis zur Absurdität) grüblerisch verdüstert, aber ebenso oft wirb bas bebrängenb Traumhafte durch einen ganz unaesuch« au,b!iQent>en Funken weisen Frohsinn» überstrahlt. Als Beispiel sei das Blatt .Austlug der Bogelscheuchen" genannt Da begib! sich ein grotesker, schon im Gedanken unverkennbar Kubinscher Spuk aber ei ist ein sonniger Svmmerspuk. gewürxl mit soviel herz- hd’t heiteren 0 tracht er sich der Wirkung entziehen tarnt
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Zeichnungen unb Lithographien, höchstens noch eine geringe Anzahl Aquarelle geschaffen — gibt sich oft eine gewilfe Dervosität unb lieber» fenfibiluäl zu erkennen 5ben barauf ist «s wohl zurückzuführen bah in vielen seiner Arbeiten kein winzigstes Fleckchen ist. das nicht erregt unb erregend lebt, ber Wunder-Urwell des mikroskopischen WaNertropfenS vergleichbar. Der Der, btder Blätter, neben benen <8 auch geradlinig klare, so^ilagen .einfache" gibt, ist ein gan- eigener und eigentümlicher Wie überhaupt das Schafsen des nun Fün'-:g»ährigen um so gewinnbringender unb innerlich lohnender ist. je tiefer wir uns hin einleben. Das zu tun, bieten wohlfeile Ausgaben der von ihm illustrierten Werke sowre leine — ebenfalls noch erstaunlich billige — Originalgrazchik reiche Möglichkeit
Frankfurter Theater.
Wilhelm von Scholz' vierattlges Drama _j) i e fllä’erne Frau" gelangte unter der Spielleitung Direktor Arthur Hellmers m 7L< u e n Theater Mit Aufführung Scholz bat hier bie 'chon kranthafte Sucht unserer Zeit nach Psychoanalyse zur Dass seines Schauspreie gemacht. Hypnottsche Kräfte eines Tkr^res legen das Unterbewuhtlem einer, schon ball in der Agonie liegenden Selbstmörderin frei Diese Kräfte wirken 'ich jedoch nur scheinbar als £e- bcnsrettung aus. denn in dem gleichen Augenblick. da das UnterbcmufjHein bie Oberfläche
durchbricht, hört mit ber Erkenntnis ber Unerreichbarkeit ihrer Sehnsucht ber Lebenswille aus, unb das Herz ber gläsern aewoebenen Frau hört aus zu schlagen Ern klinisches E»perunent bichtensch bramatihert Um einen Fall schwerer Hyfter.e rank« sich bie schickfalhost«. nur aus dem Unterbewuhtsein clrfenbc Derkettung (im Spiel - cmlich handgreiflich durch bie Kette ’nmbo- lifiert) zweier Menschen Ein Mäbchen begeht Sclbümorb m ber Erkenntnis, bat» bet sich auf dem Grunde ihrer Seele fpiegelnde Mensch, bem fie ir dumpfer Gebundenheit verfallen ist, chr cwig fern bleiben wirb, unb bah ihr Bräutigam ber vctttg unzulänglich« Erfatz für diese eigen tum» liche Lebe ist Der Arzt, in beffen Klinik sie emgeliefer» wirb, ist jene von ihrem zweiten 3ch geliebte Person in bet Hypnos« gewinnt er ben dinbud in ihre Seele, bie gleichsam gläsern
hm ausgebreite! liegt Aber er ist nicht wrllens. brefes Unterbewuhtfein zu wirklichem Leben zu erwecken, he soll vergessen; doch schon ist zu viel geschehen, bie See.« au stark auf« gerüttelt, dunkle geheimnisvolle Träume, seltsames Ahnen ringen sich an bie Oberfläche, unb ba ber Atzt b-e Derbinbung zetteiht. indem er chr bie Kette, bie er in btt Hypnol« von cht erhalten bat. zurückgcht. ist ihr Schicksal be» kegelt Wilhelm von Scholz weih diesem Stoff künstletifcht Prägung zu geben, aber er kann 'ich selbst nicht erlö'en aus der Dumpfheit feiner eigenen Atmosphäre, et bringt lluge Dialoge, aber man hat das Gefühl, dah ber Myst^smuii bie theatralische Lebendigkeit erstickt, bet Rest ist ein etwas experimentaler, interessanter Theater- abenb. zumal bie 3nfzenierung mit einsachen starken Mitteln arbeitete unb bie Hauptdarsteller. Lregfr.ed Dürnberge r (Arzt . El'a liebt- m a n r., prachtvoll in ber Xi! cito Ile. Guftel H a n- s e n (Hausdame Paul Otlltrs (Btäuiigam; eine etwas unglückliche Dolle) ihr Bestes gaben, um dtr Aufführung -um Erfolg zu veryelfen. Am "Beifall des PublilumS merk'.c man, dah bie Tragödie auf viele ein wenig irritierend wirkt«.


