Ausgabe 
8.4.1927
 
Einzelbild herunterladen

rtiaut von

ll title UMMFtlilir!

MU , bunte! Liche, tnobtmt ig: QJüfett.Ärebäu.CtmN Deümünfler Vchlagverl. ch, 6 Leberstühlk.

Ma-agont, erftHaffigt an! (brcif eilig. 1.80 HttJ, 2 Jetten. 2 Lach^chrm» itten, 2 -Mt.

hell Licht, tomt-ldt, «d Epiegelschrcmk.

Kirschbaum: ^itnnt, sei, 2 Stühle, tunb.lixb. bunte! Siche, mit drei. icherschrank.

ungmii 2 Schranken,:«

Mg. schwarz, gut im T«. chiauchr., Sönke, noch neu. , ber Möbel jebetgt

Huppet.

heim. Parkstrahe 50-

llsllfi

661

j ich meine Bpfletten pr*** i-, losel-

16D5CU

[8DS . i/ Fl v 0.95

B*e,ne/'p v 1.30 *eine ,1,1.701» wemel triv

** ließlichGlas-

-- .1 - 10*

jahrspu«

SL-SS ' ÄS'* ,v

Nr. 83 Drittes Blatt

Gießener Anzeiger sSeneral-Anzeiger für Gbcrhessen)

Freitag, SJlpril 1927

Wirijd)aft.

Jur AursenttoidUung der Sproientigen Reichsanleihe. DTV meUei: Obwohl bie neue *>pro\ Deutsche K«ich»onleihe ubrr$nd)nr! do r ben tft. 's dah bit freien ölüd< mdjt voll geteilt mürben, unb ob« woh! bw Zeichnungen mii toperrfrift von minbrhtn» Zech- IRonosen sich auf über 2DU Millionen Mark beliefen. Hal bereits Mitte Februar im fanbei per Erscheinen ein otrhaltmrmähtg grobe» Angebot ein. gefetzt, bo» sich zeitweilig noch oerflorfte Der Grund hierfür Dürfte zum erheblichen Teil bann zu suchen fein, bafc am offenen Geldmarkt die Zinssätze eine Steigerung erfahren haben Unter dem ihn'lufc dieser Entwicklung sind auch nbere iestoerzinsliche Serie im Kurse nennensmen gesunken Insbeson« hat auch der ttbatz der *'n;.

Chnnfionopapteren wesentlich nachgelassen Trotz be» oerdalknismähig groben Angebot» an tzeichOanleiht ist ber Äuro z: nächst nicht heradgettj i worben. 6» erschien inbe» nicht richtig, sich auf die Dauer ber durch die Verhältnisse am Oelbmortt bestimmten Äursenlroidlung enkgegenzustellen. da bie» einen ftdnbiflen Anreiz au Verkaufen bieten würde. <k» >ft zu hoffen, daß auf bem ermäbifllen Kutsntoeau eine der Geldmarkttage entsprechende Stabilität de» Kur­se» eintreten wird.

Don ber Frankfurter Dörse Dach einer Dersügung bei DörsenvorstanbeA wirb von Dienstag, den 12. April ab bie Doliz für Z«itgefchäfte in Deutsch-Luxemburg. Bergwerks- ahten unb Bochumer (?ufi(tabla!tien eingestellt 'IMbrcr.b ber Jett vom 12. bis 28. April er­folgt für biefe beiden WerlPapiere nur eine Kasfennotiz Dor Ablauf ber Umtaufchfrist ton­nen Geschäfte in Deutsch-Luxemburg. Bcrg- wert6ctt.cn unb Bochumer Guhstahlaktien auch

burch Lieferung von Gelfenkirchener Bergwerks- Aktien erfüllt werden, nach Ablauf blescr Um- taüschfrist, b i. ber 28 April, sind Geschäfte in Deutsch - Lurcmburg. Bergwerksaktien unb Bochumer Guhstahlaktien nur In Gelsenkirchen Bergwerksattien zu erfüllen.

Erleichterungen bei ber Deut­schen Rentenbankkrebitanstalt. Um den Landwirten, bie aus der sog. Amerika- Anleibe ber Deutschen AentenbcnllrebitanftaU Hypotheken erhalten haben, jede irgenbmögliche Erleichterung zu gewähren, hat sich bie Deutsche 'Xcntenbantlrebitanftalt entschlossen, auf ben ihr zustehenben Derwaltungstosienbeilrag in Höhe von ein Viertel Prozent mit erstmaliger Wirkung für bas laufende Zinshalbiobr zu verzichten. Diesem Dorgehen hat fich bie Mehrzahl der mit ber Weiterleitung bet Gelber betrauten Deal- frebitinftitute angeschlofsen. Ferner wurde be- 'chlosscn. Pfanbenllastungen von Tcllgrundstücken -uzuflimmen. wenn bei bem verbleibenden Rest- grunbflüd eine Deleihungsgrenze von *0 Prozent bes berichtigten Dehrbeitragswertes - statt wie bisher 30 Prozent nicht überschritten wird.

Daimler-Benz A. G. Die G. D. ber Daimler-Benz A G. stimmte nach der Grleblgung ber Regularien der vor getragenen Erhöhung des Drunnbkapitals durch Ausgabe neuer vtamm- attlen In Höhe von nominell 14 Millionen auf 50 360 000 Mark zu. Don Dcrwaltungsseite wurde mitgeteilt, das» die Fusion fich nach zehnmonat- lichen Erfahrungen al» richtig erwiesen unb In ihrer Auswirkung bereits gute Früchte getragen hab«. Die Obligationsanleihe fei ein voller Er­folg gewesen Die durch die neue Kapitalser- höhung zuNicstenden Mittel sollten zur Abdeckung bet restlichen Bankschuld und aut Finanzierung ber neuen Typen bienen. Die Beschäftigung der Werke fei befrieblgenb. Der derzeitige Auftrags­bestand sichere volle Beschäftigung der Werke bis Herbst, auch das Auslandsgeschäft bewege sich in aus steigender Kurve, und es sei zuversichl- lich zu hoffen, bah das Unternehmen ber vollen Gesundung entgegengehe.

Bereinigte Glanzftoff- Fabri­ken AG . E lberf eld. 3n ber gestrigen G D. gab ber DorsiNendc des Aufsichtsrates. Dr. Wolff- München, eine ergänzenbe Mitteilung »u bem -Geschäftsbericht über die Lage ber Äunft- fetbeiunbutnc im allgemeinen unb über bas Gedeihen der Glanzftoffwerke und ihrer Tochter­gesellschaften UN bdonberen. Gr wies daraus hin. bah bie Depression, die noch im Anfänge bes vorigen Jahres in ber gesamten Kunst­seiden Industrie herrschte, Im Laufe des vorigen Jahres ganz erheblich geschwunden ift Seit Snbe

Alfred Aubin.

Don Walther Appell.

Am 10. April wird Alfred Ä u b in 50 Jahre alt. 9r ist als Mensch unb Künstler ein Sonderling, in seinem reichen Schassen aber von Den meisten noch lange nicht nach Derbienst aner­kannt. Diese würbigende Sbaralteriftil wirb ben Freunden feiner Kunst will­kommen sein, bie andern hoffentlich anregen. sich mii ihr zu beschält gen AYreb Äubin, ber ui ber selbftgewählten Einsamkeit fernes oberöstervcichiichen Befchtums ein ruhig gesundes Landleben führt, freilich umgeben von reichsten Bücher- und Kunsischäyen. steht auch als Künstler abseits von den mancher­lei Strömungen seiner Feit: als ein Eigener, in sich selbst Genüge Findender. Dichts ändert daran bie Tatsache, bah die Erprtfsionisttn ihn gern als einen bet Obren ausgeben, ohne dah Kudin bisher widersprochen hätte. 3n Wahrheit ist fein Lebenswerk. - das nur noch bestätigt und vertieft werden, aber keine Ueberra 1 chungen mehr bringen kann. viel einmaliger, als dah es bei irgendeiner .Dichtung Stütze unb Rechtfertigung suchen müßte.

Wie die meisten Derartigen Abstempelungen, umschlicht auch die für Kuoin geprägte Marke .Der Zeichner von Traum unb Spuk' nicht sein ganzes, stark schöpferisches Künstlertum. Traum, Spuk. Grauen unb andere Bedrückungen aus zwischenweltlichcn Sphären sind gcanf» seine feil Jahrzehnten immer wiederkehrenden Motive und nehmen in feinem Schassen sowohl nach der Breite als auch nach der Tiefe den größten Raum ein. Und wenn wir die von ihm selber rückhaltlos ausgezeichnete Geschichte feiner änderen unb inne­ren Entwicklung lesen, fo ergibt sich der Drang zum Traumhast-Mvstifchen als zwangs­läufige Folge tK'r durchlebten. Srperlich und see­lisch gleicherweise aufrüttelnden Krilen. Diele meinen, Äubin habe sich, vielleicht aus Sen­sationslust oder Sucht nach Originalität, die Welt

1920 ist ein Aufschwung zu verzeichnen, der an- hielt und aller Borans!ich: naw auch noch weiter gewesen m der zweiten H . des vsngen wahres die Folgen der 'chlcoren Ge'chäftslage in ben ersten Monaten des Jahres anszugleichen. unb nfvkgebeffen fei die Geellfchalt nich! tn der Lage gewesen eine höhere Dividende ans- Auschsien. zumal sie immer eine vvrftchtigt Divi- dendenpolu k ocrreten habe unb beltrebt fei. die Reserven zu stärken Weiterhin wies Dr Wolff daran! hui. das, sämt! che Unternehmungen, an denen Die Bereinigten Glanzstvtta linken be­teiligt sind sich den Erwartungen entsprechend günstig entwickelt haben. Dr Wolff berührte dann weiter bie 3nteteffennabme der Glanzstvff 2 G an der Verbindung mit der Eourau'.ds Ltd. der

fabnf. Es sei das Derdicmft der Berwaln.ng der Glanzstosf A G. dah es ihr gelungen fei. damit bie internationalen .Fäden wieder enger zu knüp­fen 3m Zusammenhang damit wies Dr Dolsf weiter au* die günstige Entwicklung der deut­schen Kunstseidenlonveniion hin. die cs fich zur Tnisgabe gemacht habe die Stabilität der Preise zu sichern. Sie umsaht heute bereits den gröhten Teil der europäischen Äunfrleibeprobuftion Die Tagesordnung wurde glatt erledigt Dcrsitzenden und Aulsichtsrat wurde Entlastung erteill und der Verteilung einer Dividende von 15 Prozent an btt Stammaktien wurde zugestimmt

Harpener Bergbau A-G 3n der gestrigen Generalversammlung der Harpener Bergbau A-G wurden über die Geschäftslage im lausenden 3ahre leitens des Dorstandes fol­gende Ausführungen gemacht: Das Ergebnis des ersten Diertcljahrcs zeigt das gleiche befriedi­gende Bild wie tue letzten Monate des ver­gangenen Geschäftsjahres Die Förderung fand vollen Abfatz. unb die Lagerbestände an Koks konnten noch um 40 000 Tonnen vermindert wer­den Qrft in den letzten Tagen des vergangenen Dicrteljahres lieh bet Koksabfay nach, auch haben bie Adfatzstockungen im Apnl noch an- gcHalien Die Frage, ob bie Lage bes Duhr- lohlenbergbaues nach bem englischen Streik auf die Dauer eine belfere geworden fei, könne be­jaht werden, da auch der 3nlandabkatz des Kohlenfyndikals sich leit Mat bongen 3ahres ftänbia verbessert habe. 3n der gleichen steigen­den Dichtung habe sich auch der Derksfelbst» verbrauch entwickelt. 3m Auslande werde das Syndikat der erworbenen Positionen wenigstens zum Teil behaupten können.

Bereinigte Kunstseibefabriken A-G Die gestern in Elberfeld statt gefundene Generalversammlung stimmte dem Adschluh für 1926 zu und beschloß, den Aeingewinn von 19 763 Mark auf neue Rechnung vorzutragen, di ne Di­vidende gelangt nicht zur Verteilung.

Mansfeld A-G. für Bergbau" unb Hüttenbetrieb. Der Aufsichtsrat be- schloh, 7 Prvz. Divibende (im T^vrjahre 8Prvz.) vorzufchlagen

Berliner Börse.

Berlin. 8. April Bei ruhigem Geschäft eröffnete bie Dörse nicht ganz einheitlich Die bevorstehende Medioliquidatton unb die da­nach folgende mehrtägige Unterbrechung des Börsengeschäftes durch die Feiertage fcheinen jetzt schon zu leichten Glatt stellungen und Gewinn­sicherungen zu veranlassen. Mansfelder ver­loren auf die Divldendenermähigungen 4 Pro­zent. Die Grundstimmung war trotz dieser Situa­tion nicht ungünstig und für Kohlenwerte recht freundlich Starke Beachtung sanden Harpener aus die Ausführungen tn der General­versammlung dieser Gesellschaft, ferner Rheinische Braunkohlen und Rheinstahl. Bereinigte Glanz­stosf zogen um etwa 10 Prozent an, da die Mit­teilungen über die Aussichten gelegentlich der Generalversammlung günstiger lauteten. 3m gan­zen zeigte der Börsenverkehr eine gewisse ® e- schästsmüdigkeit Der Geldmarkt er- suhr eine weitere Sntspannung. Tages­geld stellte sich aus 4 M6 6 Prozent. Monats- gelb auf 625 bis 7.75 Prozent Der Satz für Aeportgelb zur Medioliquidation dürfte mit 7.75 Prozent unverändert bleiben. 3m Devisen- verkehr zog der Dollar gegen die Reichsmark etwas an. London stellte sich gegen Kabel auf 4.8565 Oslo lag mit 18.80 gegen da» Pfund schwächer Der rumänische Lei konnte sich gegen Zürich weiter leicht erholen aus 321. Mailand gegen London befestigt mu 100.85.______________

-Bötleahidc

leecMtl e f |

«tritt

l-U»fr 1er» tere

?«rww

' X I ».

14-»<

lli.-xe» Wt l-»aar »s »! »«i-eofl»

Ai »tat Ms»to(aae«ertt' Tfer** enarTTAenrt. yk .y e. <ru Mu'B-

i 1 * 1 1

<7. *

ew ts xn N.ti a

WM

8. !tnUrtsatx 1 I

Fcrtiart haatkl»arirv'^L'i Ceeswtf ir-y fnw r:n! 1-ciic u en» ««neeatHet (Mut

1 l'rms li.'Munm Irrllntt Ügf.! ......

tVrt-tiberf ........

ttnirttrariAc «rrbttfoet

«rrdkiLnIott Wn*»bÄnf. .

r re ran 3o| . ......

<hi brr.;»...........

-urmtin; . -.r:irr r;WTh b.-t;<nn F<rc; j Ralrrerrfr S'®r: Mctxn . . »Iirorrfc Weserrgrin ... SdinaUuitr.........

<uinr*ir.axe ....... Hbcr...........

Ckfbrbarl..........

Vbonu thraba«.....

«Nt-riralAr frauntotlrn . . MÜnl...........

IrQu» «htcitiu .....

brrrtnlgtr eiabtiwrft . . frambure-lmrrtta Vafet. . fierttrurltt.r tleb» Hnnraiipctt heivetbirg - Vbihcp Hvitwoaa.....

Anale Jem ®nane . . . . > okvttbmid« . . .....

Aeuacrfobtn«........

J <* Horden Indvsttte. . Hmaer» wett» .......

eebribr anholl......

BQ». Ferctnoun .........

(tkhr. ^Hfrrungrn ...... t'tbf und Kräh........

Äointta iwerte ........ Schalten...........

6traun» A t-iUfc......

ItbUroerte «ittxt ...... Totmlrr Mchorra..... .

HevliaenNardl.........

i^rautn........ . .

«Ranntetmer Betören . . tjranlfunrr «rmatiiren . . . »onkroenfabr! Bnnm . . D.e,ok!arsrll chan granffurt Pkt Unton .....

eeub'abnf hert - .

14» M.4»

.11 a» tti r»i :i

IM IW.TI

IM » ix iw sm :> le » i»;.i tiw

»4 m.»

m.a iw x in » ir» :»

M» in

3JI.1 TW 1 -»».» m

riß.» :i<

i».4 :t

W W.J

tn x* LU

IO Ti 1«

IN IM IO

-4J.4 He MM

183 1 17». L

Ul 41.21

U< IM »

IW.» ISO

HK,.: 908

ISS 1 w * xc m

IM

HO U6

i" m 901 .-Ol

tll .12 74

-

I-/2 m rw J ui

>ii

n «4,4

?L :

INS 147.4 17».;s

2

144

KI S M4.ll ni ! ::l »

Ne nc

INS IM.2» IN IN

1* :4 * 2S

Ifcl » 41 tt!

»M ,.»! 174.« ,7444

INI » IW

in t- iib

IW 4 n.n

9M S Ce

ni oc :

H » Hl ri ä te> s ii« » IW s ms in iM IM 1

1X1 ULT» M» HT

181 18641

144.4 ISI

IM.4 Ul i:i 4 ISO.TS

3* 908.1

- IS» 144.6

~ -

m 224.1 IM l< »

17» TS 174.1 nM rr.

Mi XU.» tu.» ns

141 143

148 .01

IW 14144

128.4.4 s 1 = : 1 : 1

n\ -

Zellstoff ««chotzendarg. . . . Zellston «Balbbof ......

ISS IM.» 41 1 2*0 »

IM 274,4 97»

frankfurter Börse.

Frankfurt, 8. April. Tendenz: Har - pener-Hausse. sonst uneinheitlich - Die heutige Sssektenbörse lag nicht ganz einheit­lich O» bildeten sich erneut Svez»albewegungen heraus. An der Spitze dieser Bewegungen stan­den Harpener, die einen neuen Rekordkurs von 273 bis 275 Prozent (plus 10 Prozent) er­zielten. Dadurch lagen sämtliche Montan- werte ziemlich gehalten. Fest lagen vor allem Kohlenwerte. Jlfe plus 7 Prozent. Rheinische Braunkohlen plus 1 Prozent, Phöniß ksus 125 Prozent. Dagegen wurden kchavächer: Klöckner minus 325 Prozent unb die Werte der Rhein- Elbe-Gruppe um 1 Prozent 2» lagen wieder eine Reihe günstiger Wirtschastsmeldungen vor. doch machte sich andererseits auch der nahende Medio bemerkbar. Zahlreiche Werte wurden in­folge von Dewinnficherungen schwächer Bon Schisfahrtswerten verloren Hapag 1L Prozent und Rordloyd 1,75 Prozent. Elektro­werte gaben 1 bis 1H Prozent nach nut Aus­nahme von Siemens, bie sich behaupten konnten. Fest lagen weiterhin Dauaktien. Holzmann au! die heutige B.lanzlitzung plus 1,5 Prozent. Wayst b Freytag plus 2.5 Prozent. Holz- deftillallonswerte abgeschwächt, Hcszverkohlung minus 2 Prozettt. Scheideanstalt minus 15 Pro­zent Don Autoaktien gaben Daimler 2.75 Pro­zent nach, während Kleyer 0,5 Prozent anzogen. Maschinenaktien etwas freundlicher Karlsruher plus 0L Prozent. Don Eiiizclwerten lagen Miag. da die Ausführungen tn der heutigen General­versammlung noch nicht bekannt waren, uiwerän- bert. Bingwerke plus 0.13 Prozent. Heimische Anleihen abgelchwächt. Anleiheablösung 2425 bis 23.90. Schutzgebiet 12,50. Don ! rem ben Renten waren Türken behauptet. Anatolier

-

unb Bosnier werter anziehend Der waten» 'Bbrienixrau* wurde vorübergehend äufietÄ r-big. Mich<.'>4> durch d.c ausge proch. n 'este f»altung tex Harpener tm aUgemeir.in behauptet. Der Geldmarkt zeigte eine wc.tere Eitt'pan- nung Taaesgelk ermäsi^!< sich au' 4.5 Prozent, ^^onatsgeld 5.75 bi» * 5 Prozent Pnvatd.s- fr-.ter 43 Orr ieni 2» Devisenmarkt traten wesentliche Betäubt runge : nicht ein. Pans gegen London 124.02 Mailand beefUgt au} 10030. Zürich 252550 ' ladrid 27.40.

DevisenmarktBerlin StanHort a. BL I < I «graphische luliobiim

Banknoten.

7 «W«

Srr l

«mniÄ* '. Ml eene

Aeuiitbr Wnnmute

A<I»

r*nr

«irl N .->>

iti.ll " i.no

lU^i

pttta Sirrt

i.:m

i.Th

1. «Mi

fr1 -Sairr

ÄB4»

»48

i

M.M .11. M

ira.w

IU.<*

io». N «II.Tt

tewnSaw*

.le...

'12.W

IU.II

«l,.»i

IU

6fthngt»H 5retten -

o.tue 30.1«

!».»««

N.SV

'».»01 j.n

i».hi 3O.X»

reu»oii. . .

9. WS

30.il«

«,N«

.*.!!«

' rtrorrt . -

I.MI

«,m

«41*1

«96

t- n, . .

>».64

It.Mi

1*4 4

IB.1.M

LUS»

t.res

i.*:

l :1

er- wn

441

;«,<:

74.48

TI.TT

»Töpen

'.(*o

i.MI

i.i*:

1.(04

Nie dc .Ten tn T

IM

e.WS

IN

C th. ebeen

M?re»

-.24 L<74

LH

H.ITl

ii4u

. ta

7,IM

L4u

LU»

»neop.'A .

LSI

n.:u

ILM

a.Ti

t*ul -drwn

a

-Ui

-.0»

T"riodcn

l.«M

M.Mi

,1.1m

a.M*

*1. «4

»I.N

WLM

M.nS

IU

Litt

LIM

Li»,

Ml! c» . .

». T 4

4.7«

».«*

» *8

«nnabo

«.M»

t.ns

«411

( L4

11 rn aab

i.te»

t.ns

1 I.ZM

«.9»

«stre

V.W2

.1 M«

1.V1»

LH!

Berlin. T April

«bei»

«ne

NwerttintlchefiMee .....

«41»

I.WW

Fflgt<6>r fierrn .......

M,h

M« ii

Tänildx fiotrn .......

11241

111.M

»nahlitr Xottn .......

4,11

®. M

Jk-rntS'richr fiofre ......

164:»

16. »U»

AelianMttbf '.'.rira .....

164.9!

IM.«4

Aleliemlchr fielen......

2 LOS

M.I3

fiorweci'Är fioirn . ...

tue.11

1 <ufld>-C<Arrr .1100 ttrvan

W II

W.41

finmünilchr fielen......

:.«»

i n

enrofbiitf fi ten.....

III.»4

Ul.(0

eOiwirr fielen ......

M.tw

1 «6

epinft®' fielen .....

Ti. J»

TI.T7

UdldbeilMDahl* fioim -

«X.M>

1 M

Ungarische fiele» . .

71.M

71.M

frankfurter dlctrc.vcbarje.

Frankfurt a. M.. 8. April. Es wurden notiert: Weizen (Wettcrauer). 29. Roggen (in- länd ). 27 bis 27.25; Sommergerste (für Brau­zwecke). 26 d.s 28; Hafer (tal), 2230 bi« 23. Mais (gelb) 18; Weizenmehl (inlänb ), Spez 0 39,75 bis 40.25, Roggen,nchl 36 75 bi» 37; Weizenllele 14. Xoggenfiei« 1450 bis 14.75. Ten­denz befestigt.

Letzte Nachrichten.

Der Strafantrag im Mordprozeh Schuitheitz. Frankfurt a. I. floriL (W5B. Drabtmd- bung.) 3n dem Morbproietz gegen den Juhrunter- nehmer Friedrich Schu11heltz au» Wlffel*- brlm wegen Ermordung be» DuroeUer» Grebenau in Frankfurt a. M beantragte heute vormittag nach Hftunblgnn pläboyer ber StaatsanwoU. ben tin- g< flaglrn wegen Tfiorbe» »um lobe unb »um bauernbm Verlust ber bürgerlichen Ehrenrechte, so­wie wegen unbefugten Waffenbesitze» ju Drei wo- natrn Gesangni» »o verurteilen

Rundfunk-Programm.

5 am »tag, 9. April:

3.30 bl» 4 Uhr: Die Stunde ber Jugend. 430 di» 5.45 Uhr Konzert de» chousorchester»: Moderne Opern. 5.45 bl» 6.05 Uhr Dir Leseftunde (für bie reifere 3ugenb). 6.15 bi» 6.45 Uhr: Der Briefkasten. 6 45 bi» 7.15 Uhr Funkhochschufe ..sttosterkultur in aühochdeutscher Zeif. Vortrag von Pros. Dr. f)an» Naumann 7.15 bi» 7 45 Uhr:Die Keich»oersicherung für Lngeflellte". Vortrag von Jacob Stemmeh- Mainz. 7.45 bi» 8.15 Uhr: ,.vom alten Frankfurter Gymnasium", Vortrag von Pros. Dr. Max Flesch. 8.15 Uhr Brahm»-Gebächtni».konzeri. Anschließend bi» 1230 Uhr Uebrrtragung von Berlin Tanz­musik.

zusammengedichtet, die wir als di« feine kennen. - die Welt, in der feist und hähluch tne .Sumpf- mutter hindsst. in der das .Gespenst des geizigen Müllers" um die Mühle schleicht. In der das Menschentier" blöd und läppisch seibstzusrreden

im ©äjaufähg spielt, die Welt, in der lebe Zimmerwand, jeder Landschastswinkel utm 'chau- rigen Sitz geisternder Spukwesen wird. Wer ledoch ernster an den Künstler unb sein Werk, unb ins­besondere an die Quellen herangeht, aus denen frielct Werk entsteht, der wirb erkennen, batz Äubin sich .seine " Welt nicht zu erfinden brauchte. Day er nicht skurrile Absonderlichkeiten kon- ftruiert, um sich interessant zu machen. sondern dah diese Welt mit ihren atemvcrleyenden Schrecken und lähmenven Bannunaen den Künst­ler wieder unb wieder bedrängt. Dah er sich der vielfältig phantastischen Gelichte. die aus chn einstürmen, nicht anders entledigen, oder mcht anders Ruhe vor ihnen finden kann als so. dah er ihnen reale Form gibt. Durch den Rieder­schi ag aus die umgrenzt Fläche feinte Zeichen­blätter nimmt er, für sich wenigstens, den bi­zarren Erscheinungen jene Bleischwere, bie ne. für ihn als raumerfüllenbc Visionen haben müssen. Dicht« aber beweist nachbrücklicher Äu­bin« hohe Gestalterkraft als der Umstand, dah feine aus d!lcrpcd6nlid)(tem Müssen entstan­denen Zeichnungen noch für den Beschauer genug von dem Reichtum des 3nnentoben» bebalten, aus dem sie wuchten.

Doch immer wirb viel Mißbrauch mit bem Wort unb Begriff .Dämonie"" getrieben. ®int Lharakterifierung der Äubinfchen Kunst, k-.e sich bezeichnenderweise oft an Dostojeu^ki. Poe u^p. iu Gipfelleistungen entflammte, wird aber 1dxr*«T» sich ohne fic auSkommen. Doch mutz festgesteilt werden, dah die Dämome in Kubtns Kunst nicht gemacht, sondern erlebt ist, nicht 2b'"d und Zweck, sondern Antrieb unb Schassensquell. Unb vielleicht wäre Kudins Dämome schwer erträglich, wenn sie nicht immer aue

gelockert und gemildert würde. Die MomerttL die das tun, sind eine im innigsten ^tnne Dti Wortes fromme, hingabefreudige Heiterkeit

der Seele, unb ein befreiender Humor Gewih. der Humor ist zuweilen (bis zur Absur­dität) grüblerisch verdüstert, aber ebenso oft wirb bas bebrängenb Traumhafte durch einen ganz unaesuch« au,b!iQent>en Funken weisen Froh­sinn» überstrahlt. Als Beispiel sei das Blatt .Austlug der Bogelscheuchen" genannt Da be­gib! sich ein grotesker, schon im Gedanken un­verkennbar Kubinscher Spuk aber ei ist ein sonniger Svmmerspuk. gewürxl mit soviel herz- hdt heiteren 0 tracht er sich der Wirkung entziehen tarnt

Zeichnungen unb Lithographien, höchstens noch eine geringe Anzahl Aquarelle geschaffen gibt sich oft eine gewilfe Dervosität unb lieber» fenfibiluäl zu erkennen 5ben barauf ist «s wohl zurückzuführen bah in vielen seiner Arbeiten kein winzigstes Fleckchen ist. das nicht erregt unb erregend lebt, ber Wunder-Urwell des mi­kroskopischen WaNertropfenS vergleichbar. Der Der, btder Blätter, neben benen <8 auch gerad­linig klare, so^ilagen .einfache" gibt, ist ein gan- eigener und eigentümlicher Wie überhaupt das Schafsen des nun Fün'-:g»ährigen um so gewinn­bringender unb innerlich lohnender ist. je tiefer wir uns hin einleben. Das zu tun, bieten wohl­feile Ausgaben der von ihm illustrierten Werke sowre leine ebenfalls noch erstaunlich billige Originalgrazchik reiche Möglichkeit

Frankfurter Theater.

Wilhelm von Scholz' vierattlges Drama _j) i e flläerne Frau" gelangte unter der Spielleitung Direktor Arthur Hellmers m 7L< u e n Theater Mit Aufführung Scholz bat hier bie 'chon kranthafte Sucht unserer Zeit nach Psychoanalyse zur Dass seines Schauspreie gemacht. Hypnottsche Kräfte eines Tkr^res legen das Unterbewuhtlem einer, schon ball in der Agonie liegenden Selbstmörderin frei Diese Kräfte wirken 'ich jedoch nur scheinbar als £e- bcnsrettung aus. denn in dem gleichen Augen­blick. da das UnterbcmufjHein bie Oberfläche

durchbricht, hört mit ber Erkenntnis ber Un­erreichbarkeit ihrer Sehnsucht ber Lebenswille aus, unb das Herz ber gläsern aewoebenen Frau hört aus zu schlagen Ern klinisches E»perunent bichtensch bramatihert Um einen Fall schwerer Hyfter.e rank« sich bie schickfalhost«. nur aus dem Unterbewuhtsein clrfenbc Derkettung (im Spiel - cmlich handgreiflich durch bie Kettenmbo- lifiert) zweier Menschen Ein Mäbchen begeht Sclbümorb m ber Erkenntnis, bat» bet sich auf dem Grunde ihrer Seele fpiegelnde Mensch, bem fie ir dumpfer Gebundenheit verfallen ist, chr cwig fern bleiben wirb, unb bah ihr Bräutigam ber vctttg unzulänglich« Erfatz für diese eigen tum» liche Lebe ist Der Arzt, in beffen Klinik sie emgeliefer» wirb, ist jene von ihrem zweiten 3ch geliebte Person in bet Hypnos« gewinnt er ben dinbud in ihre Seele, bie gleichsam gläsern

hm ausgebreite! liegt Aber er ist nicht wrllens. brefes Unterbewuhtfein zu wirklichem Leben zu erwecken, he soll vergessen; doch schon ist zu viel geschehen, bie See.« au stark auf« gerüttelt, dunkle geheimnisvolle Träume, selt­sames Ahnen ringen sich an bie Oberfläche, unb ba ber Atzt b-e Derbinbung zetteiht. indem er chr bie Kette, bie er in btt Hypnol« von cht erhalten bat. zurückgcht. ist ihr Schicksal be» kegelt Wilhelm von Scholz weih diesem Stoff künstletifcht Prägung zu geben, aber er kann 'ich selbst nicht erlö'en aus der Dumpfheit feiner eige­nen Atmosphäre, et bringt lluge Dialoge, aber man hat das Gefühl, dah ber Myst^smuii bie theatralische Lebendigkeit erstickt, bet Rest ist ein etwas experimentaler, interessanter Theater- abenb. zumal bie 3nfzenierung mit einsachen star­ken Mitteln arbeitete unb bie Hauptdarsteller. Lregfr.ed Dürnberge r (Arzt . El'a liebt- m a n r., prachtvoll in ber Xi! cito Ile. Guftel H a n- s e n (Hausdame Paul Otlltrs (Btäuiigam; eine etwas unglückliche Dolle) ihr Bestes gaben, um dtr Aufführung -um Erfolg zu veryelfen. Am "Beifall des PublilumS merk'.c man, dah bie Tragödie auf viele ein wenig irritierend wirkt«.