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Der russisch-chinesische Streitfall

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wird der Heft be» Arbeit», nommen. Die dritte Lesung auf Freitag vertagt

übet die Höbe de» Zuschlag» an den e bringe ein Moment der Unruhe mit sich, demokratischen Anträge abgelehnt worden seien, mübie die Fraktion der Vorlage ihre Zusttm-

einigen Tage folg bestanden hatte, plötzlich dahlng,rafft

seinen Angehörigen tot im Bade ausgesunden itie den jungen Mann, der

Ungarn und die Kleine Entente.

Rumänien gegen den römisch.ungarischen Vertrag.

V u k a r e ft. 7. Lprtl. (XU.) D e Red« Mus­solini» anläßlich der Unterzeichnung de» ita-

isetze» ange- efctzeS wird

Ten ter in seiner elterlichen Wohnung

Der lob in der Badewanne

In Aschaffenburg wurde der 19 Jahre alte Abiturient bet hiesigen Gymnasiums. ,3rt|

gegenüber dem Sowi«t-Konsulat ohne fern Vossen und ohne ferne Zustimmung berechtigt In. Äuß- :auch *r'c>4) lernet in Ieinem 21 amen und un Slawen de» Oder ommandierenden tie hkchfte Ent­rüstung über d.ese Vorgänge <xu\ D.e Lage tft überau» gespannt

leitet Verhandlungen -wischen den Vertretern der Reichödahngeiellschaft und der Sisenbahner- gewerkschaften haben dann zu einer vorläufigen Verständigung über die Regelung der Ar- beitszeU geführt. Der Schiedsspruch über die Lohnforderungen dürfte am Samstag zusammen mit dem Abkommen über die Arbeit-zeitfrage vorliegen

Die Schttchterkammer für die Rheinjchifs - fahrt fällte einen Teilschlebsspruch über Löhne und Arbeitszeit. Die Löhne sollen ab 1. Mai um 1,50 Mark pro Woche erhöht werben- ab 1. Oktober 1927 um weitere 1,50 Mark. Die alte Arbeitszeit- regelung bleibt mit einigen 21banberungen nach dem Antrag der Arbeitnehmer in Straft. Darunter füllt die grundsätzliche Anerkennung von Sonntagsruhe. Erklarungssrist ist bis 13. Apris.

Noch leine Entschlüsse Kurlands.

M 2 » k a u . s. April. (Wclff-Zunkspruch.) Die offizielle Xelegraphen Agentur der öomjetunior. veröffentlicht eine Darstelluna ber JBoräUe tr <ptrtng. au» der hervorgeht. bah über die Um­stände. unter denen der -Sinbrud) der chinesischen Polizri m den Bereich der Pekinger Sawjetbot» schuft, nicht» näher bekannt ist. in» bei andere sei unklar, ob der Ueberfall aut Befehl der chinefifchen Regierung durch Lokal- behörben au-geführt oder ob diese auf Befehl der Mukdener Generale voll­bracht worben sei. Zugleich fei unklar, auf welche Weife bewaffnete Poli-ei und ein Mi­litäraufgebot im Gebiet de» diplomatischen Vier­tel» hätte erscheinen können. Da nachgeprüfle In­formationen noch nicht vorliegen, werde sich da» Volkskommissariat für AuSwärttae» vorläufig der nötigen Schritte enthalten. Wie au» Peking gemeldet wird, hat nicht nur der rusfische GrichäftSlräger sondern auch der hol­ländische Gesandte bei der Pekinger Re­gierung gegen die Ueberschreitung der den chine­sischen Beamten gewährten Privilegien Protest erhoben. Tschangtsolin soll seinerfeit» in einer an Moskau gerichteten Rote gegen die Verletzung der diplomatischen Vorrechte durch den russischen Geschäftsträger Protest eingelegt haben. Die Gebäude der Botschaft feien z u Propa - gandazwecken benutzt worden mit der Ab­sicht die gegenwärtige Pekinger Regierung zu stürzen.

Ein neuer Vorfall in Schanghai.

Vlockade de» russischen Generalkonsulatö.

London, 8. April. (12.40 Uhr früh.) (W. T.D Funkfpruch) Rach einer Reuter-Meldung au» Schanghai soll beabsichtigt fein, in da» Gebäude de» sowjetrusfifchen Kon­sulate» einzudringen. Die Befehle der Poli-ei gehen augenblicklich nur dahin, da» Betreten und Verlassen de» Gebäude» zu verhindern. Die Poli­zei wird von russischen Weißgardisten und ört­lichen Freiwilligen unterstützt. Al» der chinesische Kommissar für auswärtige Angelegenheiten dem Konsulat einen Besuch abstatten wollte, wurde ihm das verboten, sofern er sich nicht einer Untersuchung unterwerfe. Der Kommissar ent­fernte sich

Der Generalkonsul der Sowjetun.on in Schanghai hat wegen der Polizeiaktion gegen da» Konsulatsgebäude lern chinesischen Aui.ensvm- missar Protest eingelegt. Abend» gelang eS dem Austenlommifsar ter Provinz Kingsu, K u o- tauchi. das russische Ge «rallonu a i - G ' any- hai zu betreten, wo er bei dem sowietrussi­schen Generalkonsul vorsprach Er entschuldigte sich wegen der 'Pekinger Ereignisse und stellte fest, daß die» eine Tat der Rordmilitaristen sei. Die Schanghaier Ereignisse seien für ibn völlig unerwartet gekommen. Kuotauchi will mor­gen bei den ausländischen Konsula­ten Protest einlegen und darauf Hinwei­sen. dast da» Konsulat der Sowjet-Union b e i der chinesischen Regierung beglaubigt ist und dah niemand zu derartigen Maßnahmen

Die vier Opfer des Carolnenunglflrf» bei Hlontren gefunden

Einer RcuunaStolonne ist e» gelungen, die vier vermißten Bewohner de» Berghotel» am Rocher de Ratze oberhalb Glivn». die einem La­winenunglück zum Opfer gefallen waren, aulzu- sinben Die Leichen lagen unter einer zweieinhalb hohen Schneedecke zwischen den beiden Tunnel» der Zahnradbahn begraben

Donnerstag nachmittag sanden Verhandlungen vor dem Schlichter stand, um den Lohnkonflikt im Rraftbro,d)fengewerbe Berlins beizulegen. Da die Verhandlungen scheiterten, wurde eine neue Schlichtungskammer eingesetzt, die folgen­den Spruch füllte: Bei 10 Mk. Tageseinnahme be­trägt der Grundlohn 1,25 Mk.. bei |e weiteren 5 Mk bis zu 25 Mi. Tageseinnahme erhöht sich der Grundlohn um 25 Pf. Zu diesem Grundlohn kom­men 25 Prozent der Tageseinnahme.

deute eine sofort Wirtlame Verteuerung de« w:ch- tigsten RahrungSmittel». Deshalb lehne 6te So­zialdemokratie diese» Prom'vrium ab.

Abg. Meyer (Dem.) verliest etne Er­klärung in der die dauernd« Verschlechterung unserer handelSpolittschen Lag« auf die schwan­kend«. von 3ntereff<nt«n beeinflußte Haltung der Deutschen Vc^kSpartei zurückgeführl wird. Au» auhenpL-l tischen Gründen würden bk Demo­kraten nicht gegen da» Provisorium Kimmen; fit lehnten aber di« Verantwortung für die jetzigen handelspolitischen Methoden ab. De»halb wurden sie fich der Abstimmung enthalten.

Abg. v. Graefe (Völk.) führt au», die An­nahme diese» Provisorium» werd« offenbar durch­gesetzt von Stresemann Augustu». dem Uedermenschen. der die ganz« Politik mache und hinter dem doch wieder andere international« Kapckalmächte ständen. Vizepräsident Elfer ruft den Abg Graefe wegen der Ausdrücke ..Heber- mensch" und .Drötzenwahn '. die auf Dr. Strele- mann gemünzt waren, zur Ordnung

Da» deutsch-französisch« HandelSprovisorium wird in allen drei Lesungen mit 189 öt'.mnun der RegierungSparteien gegen 163 Stimmen bei 20 Enthaltungen der Demokraten angenom-

Aus dem Finanzaus chuh des Hessischen Landtags.

Darmstadt. 7. April. Der FinanzauS- schutz setzte heute seine Beratungen de» Staat»- Voranschlag» bei Kap. 97 (Ehemische Prü - fungftftatlon zu Darmstadts fort. Ein An­trag Dinaeldey zu Titel 1, Ziffer 2. eine Sie 1« eine» Ehemiker» al» Beamtenstelle nach Gruppe 10 in den Etat etruufteilen, wurde ab- Seleont, ebenfo «in Antrag Kindt, bet den Llte- en Chemiker al» Beamten anzustellen sucht. Da» Kapitel wurde angenommen Zu Kap 99 Kunstgewerbliche. gewerbliche Zwecke u f b>3 wurde ein Antrag Widmann genehmigt, dem Offenbacher Ledennuseum einen jährlichen Beitrag von 5000 Mk. au bewilligen unb in biefem Jahre au» Anlay de» zehn- jährigen Bestehen» de» Museum» einen ein­maligen Beitrag Da» Kapitel selbst würbe eben­falls angenommen. Zu Kap 100 (Justiz­ministerium) liegt ein Antrag Dr Leucht- genS vor. ble angeforberttn Beamtenstollen tr. Dem Umfang auf den Inhaber zu bewilligen, bad eine Zurückführung be» Beamtenstande» auf den Vorkr.gestand in einigen Iahren zu er­reichen ist. Der Antrag wurde abgelehnt unb da» Kapitel genehmigt Heber ba» Kap. 101 (Gerichte) entspann sich eine längere De­batte; Abstimmungen würben noch nicht vor- genommen, he sollen in einer ber nächsten Sitzun­gen erfolgen. Zu Kap. 102 und 103 (Zellen- straf anstatt Butzbach unb 0 a n b « zuch t b a u Marienschlost) lag ein An­trag Weckler-Heinstabt-Schül vor wonach ber auf die Beamten entfallend« Betrag »ür Arnrf- Ueibung nicht höher zu bemessen fei al» für b c Polizei, ber Antrag wurde für erledigt erklärt Die beiden Kapitel wurden angenommen, ebenso die Kapitel 104 (Krimnallaften). 105 iXo$baU' wesen), 106 (Stellvertretung»- unb Au.^.ll»- kvsten) unb 107 (Postgedühreni 3m Ire.tag SamStag unb Montag tr.rb weiterdera:.- man hofft noch vor Ostern mit dem Staatsh- u abalt fertig zu werden, fo dast der Landtag am. 1 Mai zufammentreten (bunte

men.

Da» Hau» tritt in die zweite

Beratung des Mrbeil»)ritnotgrW»

ein. Abg. Schwarzer-Oberbayern ^Batzr. VpZ erklärt namen» ber Regierungsparteien, eine end- gültige Regelung der Arbeitzeit fei erst im Arbeit» ich utzgesetz möglich. Da» Rotaefetz bringe aber den Arbeitnehmern wesentliche Ver- befferungen. Beschränkung unb Zuschläge für Die Mehrarbeit. Deshalb stimmten di« RegicrungS- ha rteien dem Entwurf trotz mancherlei Be-

venken zu. , . . .

Abg. Grotewohl (S.) begründet ein« Reihe von Abänderungsanträgen. Vor allem müsse die Bestimmung ausgehoben werden, das) durch Tarifvertrag, also auch durch Zwang»- fchied»fpruch. die Arbeitszeit verlängert werden kann. Grundsätzlich müffe der Achtstundentag ver­langt werden,

Abg. Florin (Komm.) lehnt Die ganze Vorlage al»Klassengesetz" ab. Im einzelnen beantragt er. dah Ueberlchreitungen d«S Acht­stundentag» nur gelegentlich mit Zustimmung De» B«trieb»iat» und mit 50 Proz. Lohnzuschlag er­

laubt sein sollen.

Abg Bartschat (Dem.) erklärt, seine Frak­tion lei sich bewuht. dah eine volle Erfüllung der Forderungen der Gewerkschaften in diesem Augenblick nicht möglich sei. Die Vorlage 'ei jedoch in mehreren Punkten außerordentlich be­denklich. namentlich da sie auch Ueberschrei- 1 u n g de» Z e h n st u n d e n t a g e » ermögliche. Der Leber st und enzuschlag sei ein Fort­schritt aber die Ikbcrfaffung der Entscheidung über die Höhe de» Zuschlag» an den Schlichter hri.i.i? rin Moment der Unruhe mit sich. Da die

seiner Lllchenpolltik betrachten. S» fei deshalb bedauerlich, bah e» einige Zeit den Anschein hatte, als nehme Rumänien an der Ein­kreisung IugoflawienS leit Die Rede Mussolinis lei um so bedeutungsvoller, all vor ber Abreise de» ungarischen lHiniftcn>räfiN*nlen Grafen Berhlen nach Rom Der Graf 2 pponyi die Revision be» Trianon-Vertrage» gefordert habe und die italienisch« Prefs« (ich diesem Verlangen anlchlkhe. Der ungarifch-tta- lienllchen Freund'chaft könne Rumänien mir mit mißtrauen begegnen. Der Austenmini- ft e r beantwortete d e Interpellatton nicht. waS dahin, autzgelegt wird, dast ble Regierung nicht gewillt ist. ihre Austenpollttk zu revideren. Da der Interpellant gute Beziehungen zu AvereSca unterhält er hat seinerzeit die jufi:*n Der Rationalbauern mit ber Volkspartei b.*fürtoortet, erscheint e» nicht au»gel<t)loffen. dah e» sich bei ber Interpellation um bestellte Arbeit handelt, um Rom zur Antwort zu zwingen.

Das Befinden des Königs von Rumänien

Bukarest. 7. April. (DB) Das Belmden de« Königs ist zufriedenstellend Rach dem ärztlichen Bericht hat der König die Nacht zum Don­nerstag Dtrbälinismäfcig gut verbracht. Da» Krank- beitfrbilb hat sich nicht verändert. Die Temoe- ratur war am Abend 37.4; heute 36.4; Puls 56; Atmung 22. Premierminister Aoerescu wurde heute vom König in Audienz empfangen.

Aus ^Üer iBei;.

Siegfried Wagner In London.

Anläßlich bc« DvnnerStagabem» von Sieg­fried Wagner blr.gierten Konzerte» de» Tlazo­nalen Orchester» der britischen RundsunAorp»- ration in der Albert hall, wv genau vor 50 Iah- ren Richard Wagner lech» Konzert« biri- gterte. fand unter dem Vorsitz de» musikalischen Direktor» ber britischen Rundfunskorporation Perctz Pitt ein Frühstück xur Begrustung Sieg­fried Wagner» und seiner Gattin im Savonhot«! statt, an dem Vertreter der brittschen Rundsunk- gesellfchast. der Botschaftsrat Dieckhofs und Gras Bernstorfs von der deutschen Botschaft keilnahmen.

3entra(oermit!lung sämtlicher Bibliotheken

Die Direktoren mehrerer der gröss­ten Bibliotheken der West (Berlin. Pari». Da- fbington. Zürich u. a.) haben heule in Pari» auf Einladung des Völkerbundsamte» für geistige Zu­sammenarbeit Über die Frage der Schaffung einer befonberen Zentraloermittlung für |ämt- stchc Bibliotheken der Well Im Dvlkerbundsamt für geistige Zusammenarbeit beraten und sich günstig dazu geäußert

Gelungener versuch im Zcrnsehen zivischen Washington und Jleunorf

Reuyork. 8. Hprtl (WaB.-Funkspruch.) Reuter meldet Kestern nadjmuiag wurde dem amerikanischen Publikum ein geiiingener versuch im Fernsehen oorgesuhri. chandelssekretär Hoov er sprach von Washington aus mit dem Präsidenten der amerikanischen Telephon- und Iel«araphen-(Be- sellschast In Reuyork. ® i f f o r 6, und auf dem Wandschirm wurde durch den Apparat ein klares Bild des 200 Meilen entfernten rioover gezeigt.

von einftürunbem Erdreich begraben

Auf dem Geh ist N'- B (Be­

zirk Magdeburg) kam durch einen eigenartigen Ur>- fall die Schwiegermutter des Vesisters ums Leben. 'Als sie abends dicht neben dem Nosbrunnen stand, sank sie plötzlich vor den Augen ihrer Tochter m i l einfallenbem Erdreich in b 1 e Tiefe. Rachstur,end« Erbe begrub ble Unglückliche, ble zweifellos sofort den Tob gefunben hat. deren (seiche aber noch nicht gefunden werden konnte Die sesigestellt wurde, war das Erdreich um den Brun­nen unterhöhlt. Der Erdrutsch war so ausge- dehnt, dast ein Teil des neben dem Brunnen stehen­den Gebäudes abgebrochen bzw abgesteift werden muhte.

Explosionsunglück In einem Steinbruch

Auf tragisch« Weise kam auf dem Ste nbruch Reit in Dorndorf bet L'.mburg ber Schmiede- meister Ziegler um» Leben. Der Schm edemelfter stand vor der Schmiede de» Atet".bruch». al» fich aut bisher unaufgeklärte Weife Plötzlich Pulver In der Schmiede entzündete und «iploblertc. Ziegler, der Famil.envater ist. war sofort tot Drei ander« Arbeiter wurden verletzt

mung versagert.

Im ersten Abschnitt bleibt e» unter Ablehnung aller Aenderungsantrage bei der ursprunastchen Fassung, wonach ble Behörben innerhalb von brei Monaten nach Ablaus eine» Tarifverträge» leine längere al» die Arbeitszeit be» Tarifver­träge» zulassen dürfen. Die im AuSschuh hinzu­gefügt« Bestimmung, dah nur ein Tarifvertrag lieber,<breitung der Arbeitszeit zulafsen dürfe, wurde gegen die Stimmen der Linken und der Rationalsoztallsten wieder gestrichen.

Abg. Aus Häuser (S.) bekämpft den zwei­ten Abschnitt der Vorlage, der einen Zuschlag von 25 Prozent bei ileberftunben vorsieht. Besonder» bedenklich sei e». dast der Zuschlag für Iugetch- liche unb für Arbeitsbereitschaft nicht gezahlt zu werden braucht. Austerbent hätten (elber auch ble ZentrumSvcrtreter im Ausschuß die Forde­rung abgelehnt, dah der Zuschlag .mindestens' 25 Prozent betragen müsse. (Hört! Hörtl link-.)

Sin Antrag Husemann (S.). den Berg­arbeitern schon bei einer Arbeitszeit über sieben Stunden den Zuschlag zu zahlen, wird mit 200 Stimmen gegen 168 Stimmen abgelehnt. ebenso die übrigen Anträge. SS bleibt bet der Vorlage.

Der nächste Abschnitt der Vorlage will llcber- schrellungen deS ZehnstundenlageS au» dringenden Gründen de» Gemeinwohl» mit behördlicher Ge­nehmigung Aulaffen.

Unter Ablehnung aller AenderungSanträge

Dem QanMag gingen folgende Anträge der Deutschen VolkSpartei zu: Zu Kap-57, 61 und 62 de» Voranschlag»; Wir beantragen: Die Beschlüsse be» Landtag» vom 27. März 1928. denen zufolge jede zweite VolkSschul- l e b r e r ft e 11 e unb jede zweite StudienratS- stelle unbesetzt bleiben muh. werden mit W'.r- fung vom 1. April 1927 au&er Kraft gesetzt. Dagegen hat das Landesamt für daS Bildung»- wesen in jedem Elnzelfalle. in dem ein Stellen­inhaber auSscheidet. sorgfältig zu prüfen, ob eine Wiederbesetzuna der Stelle unbedingt not- w-mdig ist ober ob diese in Anbetracht der Finanzlage des Staate» vorläufig offen bleiben kann, unb Hal bemgemäf) zu ver­fahren. Zu Kap. 61: Wir beantragen, dah die Vergütungen für die Rechner der höheren Schulen, die sich zur Zeit kaum über die ZriedenSsätze erheben, mit Rücklicht auf bi« ver­vielfachte Arbeitslast um mindesten» 50 Prozent mit Wirkung vom 1. April 1927 ab erhöht werden. Zu Kap. 58: Wir beantragen, bah un- verzüglich die feit Jahren verwaiste Stelle be» ehemaligen LanbeSturnlnfpektorS wie­der besetzt wirb, damit für die AuSbilbung von Turnlehrern und für ble Beratung ber mit der körperlichen Ertüchtigung ber Iugend betrauten Lehrpersonen eine hauptamtlich verwaltete Stelle zur Verfügung steht. Aus bie Beibehaltung dc» alten Titel» unb bie frühere Abgrenzung der AmtSbefuanifse legen wir weniger Wert al» auf die Besetzung be» Amte» mit einer durch Vorbildung unb Tüchtigkeit geeigneten Persönlichkeit

Die Große Koalition in Thüringen endgültig gescheitert.

Weimar. 7. April. (WB.) Die an den Ver­handlungen zur Dtldung einer Mehrheitsregie- rung in Thüringen beteiligten Fraktionen von der Deutschen VolkSpartei bi» zu den Sozial­demokraten haben heute ihre Antwort auf bie von den Demokraten al» Verbandlung^grundlage gestellten Richtlinien erteilt In der Antwort der Sozialdemokraten he-stt e». sie betrach­teten die bi»ber geführten Verhandlungen al« gescheitert, da durch da« Verbauen der Rechtsparteien ein« Einigung üb«r bk elemen­tarsten Interessen der werktätigen Bevölkerung nicht habe erzielt ttxrbm können Di« andern Parteien hatten ihr Einverständnis zur Gro­ben Koalition gegeben, die in Thüringen nun nicht mehr in Frag« kommen kann. E» besteht nunmehr nur noch bi« Möglichkeit einer bür­gerlichen Regierung der Mitte unter Duldung durch die Parteien recht» de» Land- bunbe». Ob die demokratische DerhandlungS- tübrung diesen Weg noch versucht ober dem Landtag bie Entlch« düng überläht. Ist ungewih Dann gibt e» nur noch ble Möglichkeit ber Land- tog»auffMung.

Lohnbewegungen.

Die am Tarifvertrag beteiligten ttif«n- babnerc rganlfationer. haben sich an den

llenltch-unganschem Vertrage» bai grofte» Aufsehen erregt. Di« unb unabhängige Prelle greift Mussolini heftig cn Die Blätter wellen daraus hin daß die Kleine Entente beute n o t wen dlger denn 1 e sei. In bet Kammer interpellierte der

Moskau bezichtigt England.

Moskau. 8. QtoriL ,WTB Funkspruch.) Die offiziöse .3 » ® e ft t j e" schrewt; Der U«ptr- fafl In P«king und btt Blockab« be» Svw|et- Konsulate» in Schanghai stehen nicht allein un Zusammenhang, sondern sind die Verwirk­lichung .irgenbeine» Gesamtplan». Der tatsächlich« Vollstrecker Dchanz--Tlo-LinS konnte auf bem unantastbaren Gebiet be» fog diplomatischen Viertel» nicht anber» vorgehen, al» mit Wissen unb Zustimmung be» Doyen» de» diplomatischen Korp». der nach den Aeuherungen einiger euwpätscher Presseorgane in diesem Falle ber Stroh­mann England» war SS ift völl.g ummtz. vor Tschang-Tfo-Lin zu protestieren, bet sich krampshaft an die letzte Möglichkeit, di« ^aupt- stabt China» zu halten. Hämmert und nicht mehr fähig .st. bie Verantwortung für feine eigenen Handlungen zu tragen. Die öffentliche Meinung der Coroiet-Union zeigte höchst« 8 n t r u ft ung unb Empörung über bie in Peking verübte Gewalttat.

Haussuchungen in Tienifin.

London. 8. April. (W.T.B Funkfpruch) .Time»' meldet au» Tientfin. die <fcinefif<&e ko­lbet ist mit Genehmigung de» französischen Kon­sulate» in bie Dahlbank (Sowiet-Bank) üi bte Dureaus der chinesischen Dahn sowie anderer Gebäude, bie alle in ber franzö­sischen Konzession liegen, einaebrunaen. Die Polizei hat Schriftstücke mit Beschlag belegt Da» Vorgehen ist durch bie gestern in den öottjet- gebäuben in Peking gemachten Entdeckungen ver- anlabt worden. Unter den von der chinesischen Polizei dort durchsuchten Gebäuden soll auch da» der Sowict-HandelS-Kommiffion genxlen fein unb alle in den bi»her durchsuchten Gebäuden ange- troffenen Personen wurden f e ft g e n d m m e n. Man glaubt nicht, dast emfte». Beweismaterial gesunden wurde, da Gerüchte über da» bevor­stehende Erscheinen der Polizei mehrere Stunden vorher im Umlauf waren. E» Heist!, dast die meisten Dokumente am Vormittag verbrannt worden feien.

Die Protestnote der Mächte.

London. 7. April. (Reuter.) Das Kabinett er­örterte die Lage in China. Obgleich eine Der- ständigung zwischen den bereinigten «taaten. Japan und Grostbritannien über die Protestrwte an die Kantonregierung erzielt worden ift.ft der lag der Ueberreichung der Roten noch nicht festgesetzt worden. C» Ist möglich, dah noch eineandereMach t sich dem Protest anschlleht. Die Verhandlungen mit Rom und Paris gehen wei­ter. Entsprechend dem Beschluß der brittschen Be- Hörden, die ganze Gegend am oberen 'Danatfe zu räumen, sind die brittschen Panzerkreuzer flu&auf- wärt» von fjanfau zurückgezogen worden

In dem im mitteldeutschen Tarifgebiet schweben den La n darb ei ter lohnst reite hat die Schttchtungsstelle einen Schiedsspruch gefüllt, wo noch sind ab 16. April der Spitzenbarlohn für Manner und Frauen um je H Pf. pro otynbe erhöht. Die übrigen B^rlohnsatze erhöhen sich im gleichen Ver­hältnis wie die Spitzenbariohne. Für den Bezirk K u r h e f f e n ist die Lohnerhöhung für ßrauen bereits durch die im Januar erfolgte tarifliche Rege (ung abgegohen. Erntezulagen werden im Jahre 1927 in derselben notx und für dieselbe Zeit wie im Jahre 1926 gewährt. Die tarifliche Barzulage bleibt unverändert. Die Regelung gilt bi» zum 31. Dezember 1927. CrHärungsfrifl lauft bi» zum 10. April.

Di« von aewerkschastttcher Seite mitgetetU wird. Haden die Arbeitnehmer die De r b i n d I i ch k e i I » - Erklärung des am 5. d M. vor dem Schlichter der Provinz Riederlchlesien in Breslau für die n i e- derichlesische Metallindustrie gefällten Schiedssprüche» beim Reichsarbettsministerlum be­antragt.

Ein laabftummrr ju lebenslänglichem Zuchtha»» verurteilt

Vom Schwurgericht tn Stettin würbe der taubstumme Schuhmacher Jofef Slnber u>:g«fl Totschlag«» zu lebenslänglichem Zuchthaus. Wege« versuchten Totschlaae». vier versuchten (?lnbrüchen. eine» schweren Einbruch» unb unbefugten Wallen- bestye» zu zulammen neun Iahrrn Zuchthau» ver­urteilt Dlnder hatte Im September voriae« Iahre» In Ahlbeck ben KaffeehauSbefltzer Wli­cken» bei einem Einbruch erschossen, den Po­lizeibeamten Rehkopl durch einen Lungenschuh schwer verletzt austerdem in Swlnemünd« mehrer« Einbruchsbiebftähle versucht und tn Reu- stettin In einem Wall engetchäf t bei Einbrüche» mehrere Pistolen unb Munition gestohlen.

Flucht au» einem Vesöngni».

In Kaufbeuren überfielen brei In einer Zelle untergebrachte Eefangrn« den wachha.e.-ben Be­amten beim Oeffnen ber Zelle, lellelten un> knebelten ihn und sperrten ben Bewuhtlosen ein worauf Ile über bie ®e<ängnt»mauem kletterte» Ein Polizeiwachtmeifter gab noch einige Schüft« auf die Fliehenden ab. die jedoch ihr Ziel ver- fehlten Einer der Häftlinge konnte gestern ding' fett gemacht werden.

Wettervoraussage.

Unbeständig, wechselnd bewölkt, kühl und zet» weile oereinzelle Regenfall«.

Gestriae laaeilemperaturen: Maximum ID Grad delfiu»; Minimum: 6,7 Grad tttifiu».

Riederichlage: 5.2 Millimeter.

heutige Moraentemperatur: 5.2 Grad Celsiu».

irr gewandt, fllft in der