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Nr. 261 Erste; Blatt

17t. Zahlgang

Montag, Z. November i92i

reich««»! tfigl'*, autjrr Sonntags uni ^etrrtogs.

Bettelei: ®t«b«n«r Jamtlif blÄtta fjetma1 ie Bild Tw Schoü«.

Wl«nGii-Bf)»c$rrrt». 2 Reichsmark und L> Neichspsenniq ftr Ir&qrr- lohn, auch bei -stchter- Wjetnen mitlnrr Ttnmwirre infolge höherer IBnratt. Aernsprrchantchlüss«: 51, M unb 112. Unlthrifl Htr Trahtnach» richten Inje^er Ofetze».

poAscheckfonto: ZranOnn?m Main 118M.

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

dnttk und Verla-: vnchi'jch« Uitverfilätsvuch. neb Steindruderet H. Lange in Gietzen. dchrislieuan- UN- GeschäftsHde: ZchnIRratzr L

SihUm m« lijriarn tir dw legtsneeimrr bis ,» Nachmittag norher

Preu '*t i b -- t*r ün)«iM« oo» 17 mm flrettr örtlich 8( ousmirtt 10 Reichapfearng t*r Re- klamranwigm ron 70 mm Srctlt 35 5\r.4)»pi«nnig, Plotzvorschrift 30*, «ehr

Ühefredaktear

Df Friedr. Dckd Lange Veranimorilich für Vchi li Eh fr Oilb. Lange, für FeuilleioN Di A Ihgnot; für b«n übrigen Ird Ernst Slum ±>ri»; ftr ben In- ingcRtril Huri Aiümonn, sämtlich t» Giesren

Die deutsche Antwort an Parker Gilbert.

Der Briefwechsel.

Der -wischen den Beteiligten getroffenen Tetabrebung gemöh ist die fron der Rrichsreg,e- rung erbetene Denkschrift des Repara - tiontogenlen Porter Gilbert über die Fi- non-loge und Mnanzpolltif deS Reichs, der Länder und Gemeinden tm Hinblick aut unsere Reparation-Verpflichtungen und die Antwort der Reich-regterung gleichzeitig in Ber­lin und Amerika txröffenilidy worden Den wenig willkommenen Aniah dazu Hal die Tot­fache geboten, dah aus der Tentfdmft selbst meist ent stellte Auszüge veröffentlicht worden sind, die einen unmchltgen Eindruck so­wohl über den Ton und den Lharakler der Denk­schrift wie über die finanzpolitische Lage Deutsch­lands hervorzuruien geeignet waren. Wer «ich dem Studium der beiden recht umfangrvidxn Schrittstücke unoo rei ngeno mmen hingibt wird bald erkennen, wie unrichtig ein solcher Ein­druck getoelen wäre und wie notwendig daher die Bekanntgabe ist. Gleichzeitig darf zur Recht­fertigung der vielfach angegriffenen Reichsregie- rung hervorgehoben werden, doh es allerdings zweckmahig er'cheinen muhte, die Denkschrift nicht allein losgelöst au- dem Gang der Bei Handlungen ohne die deutsche Antwort zu veröffentlichen. Eins gehört zum anderen und beide tuiammen bilden ein unt rennbares Ganze- Bei der grundlegenden Bedeutung dreies Briefwechlel- für die Entwicklung der deui'chen Finanzpolitik und ihre Sinfluhnahrne auf die Umgeftültung unseres staatlichen Aus­bau- können heule nur die Grundzüge heraus­gearbeitet werden, die Besprechung der Ein­zelheiten. namentlich auch die Folgerungen auf die in der Antwort der Reichsregierung angedeutete Berfassungs- und Derwalt ung-res orm hier be­steht unseres Erachtens zwilchen dem Repara- tton-agenten und der Reichsregi«-rung nur eine aus der begreiflicherweise mangelhaften Äcnnt- nts Gilberts über die historisch begründeten Hemmungen verständliche Meinung-verfchieden- b il über da- Tempo der Reform - wie ge- fiigt die Besprechung der Einzeih itcn «oll Itxucren Darlegungen Vorbehalten bleiben.

?ah die Denkschrift brs Reparationsagenten, die durchtveg ruhig, schlich imb nüchtern gehalten ift, trotzdem ober DKddd)t gerade deswegen manche ichr rrnifr Mahnungen lind Warnungen enthalt, >tt ja lam.it Irin «Geheimnis mehr. Schon nach ber Etats» r ? te» Hct4shnonynlni|tcrs vom 16. Februar b. 3. find dem 'Reparationsaget ten Bedenken airgefhc- gen, die f,ch in fernem vielfach besprochenen 3roi- fchenbericht vom i". Juni 1927 austertrn. Sein neues Memorandum stellt eine Mahnung dar, btc sich fegen bas fteigenbe Niveau ber o s» entlichen Ausgaben richtet, gibt einen histo­rischen l.eberblirf über deren Ifi tnrtflung und die Entwicklung der 'Reichsfinanzpolitik im allgemeinen, wicht Bedenken besonders gegen das Äusmast der Scfolbungsrtform ohne gleichzeitige gründ» legende Berwallungsreform. ferner gegen die (Einbringung von Gesetzen, wie des Lchul- gtklK». geltend beffen Belastungen nicht zu über» bilden seien, kritisiert weiter das Flnanzweh-n der Lander und Gkinctntem und terc;; häufige Kredit­aufnahme und konstatiert einen Gegensatz zwischen der Finanzpolitik her öffentlichen 5lorperf(ha*ten und berKmgen ber *JRci<h*onf. Aber auf der andern Seite gesteht Parker Gilbert eite günstige (fntroidling der gesamten be .> tschen Wirlfchasts tage Xu; er sieh. bemerkenswerte Fortschritte" während ber letzten drei Jahre unb will feine Aus­führungen dahin verstanden wissen, daß er warnen unb an bim fluten Willen unb das 2Verständnis der deutichen Behörden appellieren möchte, um recht» zeitig eine Entwicklung etnzubammen. die nach seiner Auslastung zu wirtschaftlichen Rück­schlägen und Depressionen führen könnte. (Fr sieht die Lage alsn o ch nicht kritisch gewor» ben" an und sucht seine Mahnerrolle teibur* ju- nstjlch zu rechtierligen. daß er auf gewisse Bestim» mungen bes Dawespianes oernu ist. b.e^ einen Zu» sammenhang zwischen der öffentlichen Finanzgeba- rung. der Stabilität ber deuhchen Bal Ma ur.b den Berpf.ichtungen des Reparationsagentrn und des Iransferfomitces ber'tellt. Nur ganz :m Vorüber- gehen, mit einem halben Satz, ftreit ber Repara- honsopeni die Zollpolitik anderer V ä n - der und deren Einwirkung auf die A.issuhrmöglich- ke-ten De. tschlands 21 ud) das Trans ferpro- b I e m bat tr trotz des'« . gratzer Wichtigkeit nur »ehr kurz behandelt aber die R<-chsregier.ing darauf bin- gewiesen, bah ihr b:e Verantwortlichkeit für eigene Handlungen bleibt. N* diirch übennohiges Ärfpor» neu der Ein'uhr unb durch Behinderung der .1 ? fuhr künstlich da rau» ausgingen, die IransfcrrmH; lichkeiten zu beschränken.

Die Antwort ber Reichsregie- t u n g ist der Ratur der Lache nach noch umfen.*- reicher, als die Denkschrift und ebenso ruhig im Ton, frei Da i jeder polemischen Absicht. Heber» Haupt must nochmals hervorgeb obei vxrten. dah es sich nicht um dem Abschluß einer bestimm­ten Derhandlungsphase Handl'. fondern nur um die schriftliche Darlegung d.-r beibcric gen Auf­fassungen. und dast auf <?runü tetf eiben wei­tere mündliche Verhandlungen folgnt sollen. Die deutsche Antwort erkennt die Reparation»- verpslichtungen auf Grund des Dawcaabkrrnmens selbstverständlich rüafialslvs au unb erklärt ihre Dcrcitwilli.ll , . ihren Berpll.chlung.n nachzu» ommer.. Zugleich rn«icht sie jedoch darauf au<-

merksam, dast manche Ctdicn der Denkschrift Anlast zu Mihverständnitsen geb m 15.men und datz in verschiedenen Punkten M < n u n g - v c r- s ch i e d e n he i t e n -wifchrn fern R parations- egenten und der Reicharegi crung v rhand.m sind. Entwicklung und Stand der Wirt'chast w.rd ginz im Sinne der bekannten Au«.si-Hrungm des Arichswirt chal smi. i'ers Dr E .r. u» im Haupt- ausschuh b«» Reichstages gefchild rt. Die R ichs- regicrung stimmt dem Repara ionsagent an darin zu. datz kurzfristige Au«-landkredite nicht wünschenswert find, unb he hat infolgedessen bereit- Schritte g-lan, sie in lang- fri'tifle umzuwondeln. Dem Rcpar n.on-- agenten ist auch darin zuzuftimmen. dast der hohe llebertchutz der Einfuhr über die Ausfuhr möglichst zu befchränkcn ist Zu bte<em Zweck gc-rade will die Aeichsr gi rung ih« Mög­lichstes tun. um den Landwirtschaftsbetrieb in Sanz Deutschland intenfioer zu gestalten und die

-infuhr von Ccl»enSmittcln so au* das geringste Mast zu beschränken. ?»azu sr<nhch sind noch weiter erhrbliche Kredite aus d.m AuslOndc notwendig, ebenso wie auch andere TDtrtschafis- zweige sowohl wie Eänder und Gemeinden noch der AuSlandhilse für wirklich produktive Zwecke bedürfen werden. Allerdmgs must und

soll hier fchars aufgcpatzt werkdnr. dast talfächllch nur produktive Zwecke in Frage kommen dürfen. An der Hand von Zahlen wird nachgewte'en. datz die Gesamtverschuldung d«r ösientli«-en Hand nicht fo grob ih. wie der Aeparations- ageni «mn.mmt. Bet Beurteilung der Är.btt- bedürsltgkeit der Gemeinden ist zu berückstch- tigen, dast diesen in Deutschland Ausgaben zu- fallen, die sie in anderen Ländern nicht in dem Umfange haben, besonders in bezug auf Derfor- gungsanslalten, wie TDafser-. GaS- und L.rom- verforgung Auch die Lozialpolitik DeullÄands wird vom Reparation- -gvnten und vom Auslände vielfach mistvc^standen und in ihrer Produktivität nicht richt g gewürdigt Jn der Etats- unb Zinanzgebarung sowohl wie in der Verwaltung sollen durchgrx-iiend.' Refor­men emg.fuhrt werden, um beg Ivünschen unb Bedenken Parker Gilberts, soweit sie gerecht­fertigt erlchinen, zu entsprechen. Aber den an­deren Ländern muh f«-hr beut: d> vor 2lug<m geführt inerten, dast d.'i ihrer . ollpolckik ein Ueberfchun der bcut'che» Ausfuhr über die Ein­fuhr und somit die Erzielung von Mitteln für Reparation»zwecke auf Grund des DawcS- ablonnnen» nicht möglich ist. Hier liegt der Äern d?S Hebel-

DosEchrecken der Reichöregierung

Die Antwort ber Reichsregicrung auf bas Me- niorünbum bes Reparationsagenten, bic mir tn ganz groben Zügen schon In einem Teil ber gestri­gen Auflage mitteilen konnten, behandelt ebenso, wie bus Memoronburn selbst, bie in ihm aufgewor­fenen Fragen, in erster Linie vorn wirtschaftlichen unb finanziellen Gesichtspunkte aus. Sie glicbert sich wie folgt

I. Entwicklung unb 3tanb ber Wirtschaft.

II. Entwicklung unb Stanb ber Finanzen.

1. Finanzen des Estriche»,

2. Finanzrn brr Länder unb Geineinben,

3. die vorliegenden Gesetzentwürfe.

'.stach ben Darlegungen bes wirtschaftlichen Teils betrachtet es bic 'Reichsregierung mit bem General- agenten als

Ziel ihrer Wirtschaftspolitik, alle probufliuen. Stäfte zu entwickeln. Die Beste rung der Wtrlictvtslagc. bie feil ucr clabilifieninfl erzielt ist. bewegt, datz die ter Wirtschaft aus dem 3nlanbe und Ruslanb zugeflosienen Gelber eine rationelle Scrtornbung gefunben Haden Die Hohe ber Auslanboerschulbungen gibt orgenüber den verpfändeten Werten unb im Hin­di ck auf die Probuktioitat ber bafur geschaitenen Mnlagcn keinen Anlatz zr Beunruhi­gung. Öuslanbfrebilen unb Anleihen folgten natur^ gemih in eutsprechenbem Umfange Importe von Ausland waren, zum.il da Deutschl -nb für feine Rohstoffe unb feinen Nahrungsmittelde- barf im weiten Maste auf auslanbifche (fr-ei gniffe angiwiefen ist Das Ziel der Dirtfchaftspol tik must bleiben von beiden Seiten ber Handelsbilanz h.r auf eine llcrminberung ihrer Paf«i o i t ä t hinzuw.rken. 3m Monat d.irchschnitt ist feit Juli bieses Jahres b«e Mehreinfuhr von RoHstolfen und Hafhnarrn um 16 Prozen! zurückgegangen unb in ber gleichen Zeit eine Erhöhung ber Mehr- einfuhr an Fertigwaren um 24 Prozent einge­treten. Die Ausfuhr hat Deutschland cst ber =tabi- lisierung ständig steigern können. Die Monalsdurch- fchnittszahlcn tev re men Warenverkehrs nach vor frit'flsrocrten sind 1^24 gleich 42b Millionen Mark. l'-25 gleich 550 Millionen Mark. 1926 gleich 612 Millionen Mark. 1927. Januar bis September 617 Millionen gleich 692 Millionen siir bas 3nhr 1927. Die Fertig marenaussuhr allein ift g« - ft i e a e n von 332 im Jahre 1924 auf 394 Millionen im Jahre 1925 423 im Jahre 1926 und aus 446 im 3at)re 1927. 3m September 1927 beträgt die Fertigwarenau? ahr 502 Millionen. Mag auch die Entwicklung an einzelnen Stellen überschnell ge­wesen sein, so ist doch

eine Knsis nicht ;u befürchten, und eine <o hatte Srpansion Ware jedenfalls nur zum geringsten Teil auf Mastnahmen der ostent­lichen Ha?id zurückzusührc:^. Znlandanieihen und Steuern t; nnen feine >usätzi.che Äaufftah * «bas­ser well sie lediglich te.e Einkomaien im Znland um'chichten. A, d«rerseits haben die Auslan'- anl.-.hcn. geweilen an den Gesamtwerten der dcur'chen Dirrsch«ist chr !cinm ungesunden An­trieb geben können. Für die Exportförderung hängt . ei ab von ter Erle .chterung b < r Reuordnung deS .ntctnationalen Handels, an der mitzuwtrken di- ReichS- regier. a -cder - .t bereit gewesen t't M.hr hängt ait von der Dcffr.ung ter Urätlte ber Gläu.- crländer für bie deu?ch<n Daren D e dcu/che R«-gierung blickt mit «rr.iet Beforanr- auf die Entwicklung in einem Teile der Abfatz- 'ander da nur

der y^au ber destehenbcn Scfiraiten Deutschland ?cn für feine Leistungen nr- wendigen Erporrüäcr'chu^ fkfrern kann. 3um Ausgleich ter Handelsbilan' .st ^chliestlich geboten, eine Der- nngcnmg ter Einfuhr durest Hebung der land- Wirtschaftlichen Brodu.tion. die drt igend der Ra- pitalzukuhr beter

3m finanzie.len Teil stellt die Re^chSregie- rung den Gedanken twran. dast die Rückkehr len ftfft«t(i&c« Sinans* aeba rung Klarheit über die sich für die ölient- lichen Aorrecld)ti|ten ergebenden Lasten voraus- feht. Die Lösung der Aufwertung-fragen gehört eben'o h.erhcr w.e die Fragen aer Entschädigung der LiauidaitonSgewaligeschaöieiten und die Be- foluiniaeiflotiii. Die ge'am teil Kriegslasten Deutschlands, d. h. die Reparanonvleiftungen einschlicstlich sämtliche-, innerer Derpslichrungen. die das Reich als bii ^rieg-folgen ütet-

nchinen mühte, erfer. rn 1927 über 3 5 Mil­liarden Rc.chsmarl, nahezu zwei Drittel der gesamten o r d e n t l .. . .

al« bie Hülste der gesamten otbcntHdyen »rnd austerorbentlichen Ausgaben de- Reichs De. Haushalt te3 Zahrcs 1928. der al­lein 420 Millionen Mehr l. istung für bie Repo ra­tionell tragen muh. wird nach Gesichts­punkten ft r c n g st e r G p a r I a m k e i t aus­gestellt. Die Reichsregierung ficht es im gegen­wärtigen Augenblick ais ihre entscheidende Pflicht an. den fortschre.renden Liusgaoeerhohun» gen auch im aus»eitordcntlichen Haushalt wirt'arn entgcgcnzuireten. DoS den austeroroentlichen Haushali anbelangt so ist eS die Absicht der Reichsrgierung dieDermehrung deS 21 n- leihebedorfee nuch Möglichkei. zu ver- h i n b e r n. Die e us der Bergangercheik üter- nommenen 21 u u des aust»rortentlichen Haushalt- finb bet eingeschränkt Worten unb werden weiter cingefchränki. Der Rest wird in ter Zulunst planmästig unb langsam argewickelt. 3m Haushalt 1928 w rden die Ausgaben autzer- ordentlich gedrosselt. Da- die

zinak^wifischaft der Länder und Gemeinden

«mbdangi. so steht die Reichsregie«ung mit dein Generalagent« auf dem Standpunkt, dah d.e Lusnatzm«- von inneren und äuberea Anleihen z u D e r w a l t u n g - z we cke n sich sür sie untNUi« verbietet Talfächllch find auch die ö sher auf genommenen Anleihen der ösientuchen Körperschaften nur für produktive Zwecke des anderer Art aufgenommen worden, d.e nach der getchichelichm Entwicklung in Deutschland den Demcmaen .toben den 2k-r- walkunaszvecken obliegen. Do- gilt natürlich na ment Ich für die Derlorgung ter 2öevöllerung mit GaS 23asfer und elelln'chem Licht unD Derkrtzi sm Nein. 2hifgaten, d>e in den Ländern mit reiferer Privarwirischasi feit jeher von dtefer c.'ulst werten 3nfolgetessen rechtfertigen t;e Dtela4> In der Lch'Mtlichkeit erörterten An- le.hazohlen den aus ihnen gezoaener Scüiuh au übermäßigen 2)erwa!tun-i rufwand nich' it.-c TlaJtorahiua t«r im Bletnorandum auf- gdütrtr 1630 Ä!..onen Mark auSländi'cher Tcrtchultunsen ergibt die» ganz klar 3n oft Ze.: vom 1. 3anuar 1925 bis 32 September 1927 waren insgesamt bei ter Anleiheberatung-hell« rund 2.1 Milliarden Gvltnmrl beantragt, von kenen d e Teruungrftdk 16X Millionen be- furwoaet h<u Bon diesen 1600 Million r ent- sal len zunächst 500 M.ll.onen auf Kredit«, die te.lS durch Bermitllung ter Rentenbankkredir- anfuft an lie Landa.rtfchaft gegeben wurden, teils unter staatlicher oder fo nm analer Bürg­schaft an die .Industrie Die übrigen Aokrihen lind im weent.ichrn für Be forgung«betriebe der Länder um' Äcmmunenrfbft. Hasen anlagen. 2Hdioraia>nen u. bgL zugestand^n worden.

Danach sind allo d:e 1.6 Milliarden insgesamt nich« für die Berwaltung aulyaxxnbt. lontern produktiven Dirtlchasiszweckcn zu- geführt Wörter. Zelöstverständlich haben die Gemeinken bei diesen produktiven Ausgaben- un2 Anteihewünichen d.. für sie auch auf dir Criamrituation im Deut'chen Reich gebührende RückhqX ;u nehmen

Tie Lnmcglichtat. den endgültigen Zlnanzausgleich auf Glundlage ter noch nich: rationalisierten Dvlksu-irtfchaft von schuxr aöschädci.ter Leistung« «chtgteii aufzubauen, ist fchon oft äaraeiegt Worten Tas Rei«v (hii bet ter 2ieuf«chöpfuna der Berfaffung dafür Sorg«- getragen, dah feine finanziell« n IVugnilfe mit Rücksicht .uf feine Losten gestärkt werden. Es Hal fcu 1919 nicht nachgelaflen, au! die Bet anheiilichung und .Klärung des Fmanzfvfteins hinzuwirken Die sür die endgültige *egelunj des Finanzausgleichs notivendlge Finanzsmtlstik ist weit griertert. so dah dem Reich in ter Frage der wesentlichen Finanzgebarung bie Führer rolle zukommt. Die Führerschait kann lieh aber nur bewähren, wenn sie getragen wird von ausrichtlger und umfassender Unter­st ü h u n g durch L«^nder und Gemeln- den. Bon diesem Zusammenwirken l.gcn die ^Vereinbarungen über die Beeatuna-Nnlen für Äuslandanleihen Zeugnis ab. M# erst in jüngster Zeil unter dem leit eilten Geiicht-punkt neu ge­iaht wurden, dast in Anbet rächt ter Gefamtlage jede Ausgabe, die nicht bringenter ober nicht willscha'tlicher Ralur sei. ob sie nun mit Hilse auslündifcher Anleihen oder au- inl<'mdischeii Qu«älen bewirft wird, vermieden werten müsse.

Die für die BesoldunftSreform erforöcrlidicn Miilcl sind Nicht unwesentilch geringer, als in ber Dcffenl- lichkeit angenommen ronb. Bon ben rund 3"0 Millio­nen. die fiir bas Reich selbst erforberlid) finb, ent­fallen überdies etwa 17U Millionen auf Kriegs­opfer: nur ber geringere Teil flieht den Beamten zu Für bic Zwecke ber Befoldungsreform kommt weber eine Erhöhung ber bleu er­sähe noch eine Erhöhung ber Tarife der Rcichspostverwoltuna ober ber 'Reichsdahnges^st Ichaft in B.tracht Die Frage ber Besoldung-cesorm lann nicht lediglich unter smanuellen Gesichtvpunk- ten gesehen werben: vielmehr wüsten wesentlich auch ftaot6politifd)c Geslchtspunfle inilentschnten Per (Bciaintbebnri «m Besold mgen foll burch orga- nifatorische Mastnahmen gedeckt werben. Das Reich arbeitet auf biefem Gebiete mit bem Jteid^parrom- mistar zufammen. Drei Ziele werden oeriolgt Ber- einheitlich!! ng brr eigenem Bernwltung bes Reichs, Herbeiführung klarer Grenzlinien dort, wo 21 ufflobenfreife bes Reichs unb ber Länder sich uberlcbneiben. *oroie s<t' ehlich Vereinfa­chung ber Verwaltungen von Länbern unb Gemeinden. Das teuer leveinheitlichungs- gejetz foll bas Nebeneinander mehrerer rteueruer- Wallungen beseitigen unb gleichartige Geschäft« burd) eine einheitliche PeruMttuna belorgcn lafkn. Auch auf anderen Gebieten roeroen ähnliche Ergebnlste angestrebt.

Der Gesetzentwurf der Liqu-daiionSgeschäkfiglen ist die uiunütelbur* D.rlung U* Beitrag«« von 2kr,adle«. Artikel 2971 Hai dir Llqu dations- ländcr Den der Pflicht zur SchodlosHallung frei­gestellt und Deutschland zur Entschädi­gung seiner Staatsangehörigen ver­pflichte,. Seil 1919 warten die Geschädigten auf den Ausgleich ihrer Schäden Hier nach ten schwachen finaiizlellen Ströhen des Reichs auch unter dem Gedanken deS noiioenbig'itn Wieder­aufbau- einzugreifen war unobwefvbor Der im incmncanbum für bat» C etz ccnannlc Aufwand hon einer Milliarde bedeutet nicht etwa eine 3o! rcsv.lastung de- Ha. ^haltS, andern umiaht den Gela rn laus wand der löhrllchen Auf­wendungen sirr alle Zukunft.

Oie Kosten des Schulgesetzes ipiclen in ber nächsten Zukunst überhaupt feine Rolle. Das Gesetz bringt die Losung uon Fragen, bie mit ber Aulturgemeinschaft bes beutfchen Vol­ke. auf ba» engste zusammenhängen. Die Reiche rea . rung kann bie Bcforgniste bei Generalagenten nicht teilen, bah die Mehrausgaben für bie be­zeichneten Gesetze ben Haushalt bes Reiches be- broprn.

D e Antwort fchiiestt mit bem Hinweis, test « bn oberste Bestreben ber Reichsreiierung bleibt, be funbomentale Voraussetzung be- Sacho.rstär bigenplanes tritzuhalter.: bas Gleichgrwicht ber ö f f e n 1: d; e n Wirtschaft. R ch ben ge­gebenen Ausklärmgen wirb auch fi r die Austen- stehenden der Eindruck sich nicht rechtfertigen la'"n. als ob De^nchlü'-d auf feine Repu ,ttonso«rp : maen kein» gebührenden Rücksicht«rn flenommr; habe Hr. der Brreiti.uUiflfeif ber Retchsregierunq, zur Mithilfe c n d e m Tr nsser im Rod kein Zweifel. Tie scharfe Trennung von Hufbrir gunp unb äusterer lleberlraguna ber Zahlunaen ift in brr ganzen Dell als dir grostie Fortschritt in t-< ReporationLirage au*gefcht worteu Tie positiven Psüchiev. die der Tlan ber beutlchen R-ateru.-.^ hinsichtlich bes Transfer; zu» <ift. sind in I m ot nau umgrenzt Tie Reichsreaieruvo stellt fest, te- sie d'.- Möol.ch'ctten des Tr- sfer ni-vt-I- f fi n ft 1 i d) b « e i n t r a d) t i g , hat cir x.y. ift onri. ben Geten'rn oon sich, es > ? mftia -u tun unb sie verleiht ihrer Zuversicht ?fusbn!? * h öns Vertrauen in die loyale ®Uc-ri-en .«r dazu Seruicnen. bfvn 3eid)en ber Fach iic.i'-r^ vlem oeicha'en mürbe, o. ch bie unrr ;»tri *- Grunbl.a^ fünitt- r r - r uier frb <#,n