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Zrestag, 7. Oktober 1921

Efetzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesten)

Nr. 235 Drittes Blatt

Turnen, Sport und Spiel

Was der Sonntag bringt

Dem

LlmLrfolgundÄebe

von

rote

der

Sie

mit

t hat Süd- Diermal ge»

für b e»

Roman von Copyright dy Carl 10 Fottfetzung Wie im Traum,

Robert Misch.

Dunker. Berlin SW 62.

Nachdruck oerboien hinausgehoben über Zeit,

Dos Auto ratterte davon. Sie foh ihn ein letztes Mal, in feinen langen, dunkeln Mantel gehüllt, mit gezogenem Hut ihnen nachwinkend dann war alles vorbei. Und ihr war, als ob sie in einen

eben den Chauffeur ezahlt^

'n Abend, meine S: erschoßen! Freut mich, mal wieder zu sehen, Herr Kommerzienrat."

'n Abend! Sie waren wohl in der Oper

Plötzlich stand Lenz vor ihnen, bleich und er­müdet, aber in bester Laune Die Lukrins über­schütteten ihn mit Komplimenten Während er schnell ein Glas weihen Burgunder hinunterstürzte, den der Oberkellner mit der Suppe brachte, wehrte

Ihrer Schülerin?" , r

Nein bei Lenz Hamlet! Wir haben mit thm soupiert: das heißt, wir waren seine Gäste."

So so? Die Kleine auch?"

Er ist zwar mein Freund. Aber offen gesagt, das galt hauptsächlich Ihrem Schützling, eie schwärmt für ihn. und er ... wissen Sie, wie er sie nennt9 Madonna mit der Feuerkrone .. Ha ha, die wird mal von sich reden machen. Herr ^Kom­merzienrat, wenn sie erst in die Welt fliegt"

Wie meinen Sie da?. Herr Kammersänger9 Als Sängerin oder bloß so wegen des Lorv- chens und der Feuerkrone?"

Beides beides! Das Lärvchen geh an auch dazu Aber ein süßes Sümmchen und t «n Sor- trag hat sie ... Na. Sie werden sie ja nächstens bei uns auftreten sehen Schüleraunührung. Jedenfalls haben Sie Ihr Geld nidjtJortgcroorfen. Gute Nacht, meine Herrschaften'"

Gute Nacht. Herr Kammersänger'"

Ich weiß gar nicht." meinte kopsichüttelnd die Kommerzienräün, die in den letzten zwei Jahren an Rundung stark zuq^ommen hatte,was tue Männer an dem Frätzchen und an dem roten School finden. Findest du sie so hübsch?"

Leine außer dir. Annchen aber sie hat etwas Sei du jedenfalls froh, daß dein Herr Sohn nicht mehr hier ist. und daß sie innem Jahr aus bem Haus kommt' D-nn läßt man sie aufs Publi­kum los. Gott fei Dank! Ich hab' doch gute I

hungrig wie ein Wolf."

Ihre Gläser Hangen zusammen. Lächelnd zog er einen kleinen Oktavband aus der Tasche, in rate Seide gebunden, und übereichte ihn Isa mit iront»

redx spielstark angefefrrn merben: sie sieh« « folgen her Ausstellung: Pttch (Fortuna Düsttldors), Schröder (VfA. Kdln). Niederer (Oberhäuten). 5U<f i Du.-bürg 99). ®ruber (Dutsourger SD ). Heidtkamp (Düsseldorf 99), Huppert». Ezepan 'Schalk 04,, Malsch (Du-.sburger SD ). Tuzerra (Schalke XX), Rudolph lTuru Düsseldorf). Schiedsrichter ist Graack (Hamburg).

Aus dem Mittelrheinkreis der D. T.

Der Stettiner Sportklub .Preußen", auch Peltzer angehört, hatte die Absicht, sich an der deutschen Vereins Meisterschaft der DSD. zu beteiligen. Da die eigene Kampfbahn der .Preußen" einige Mängel zeigte und der Stettiner Sportklub ei ablehnte, seine Aschenbahn für die Austragung der Läufe zur Verfügung zu stellen, wandte sich .Preußen" an den Stettiner Turn­verein (Korporation) wegen Benutz una der Aühl- kampsbahn. Dieser Ditte wurde sofort ent­sprochen. Aber die Sportler hakten nicht mit ihrer eigenen örtlichen Organisation aerechnet, die die Austragung von Spvrtlermeifterschaften auf einer Turner bahn nicht gestattete Der .Stettiner ®eneral-31n*eiger" fdyreitx unter .Komödie der Irrungen" hierzu: .Gemeinsam stritten in allen deutschen Gauen Turner und Sportler an diesem Tage um Sieges lot beer, gemeinsam in treuer Kameradschaft als Kämpfer der gleichen Sache. Stettin blieb es Vorbehalten, Uneinigkeit auszu- berfen, wo ein leuchtende- Bekenntnis zum Ge­danken der Einigkeit erwartet wurde. DaS ist das bittere Fazit des Hindenburgtages der Stettiner

Di« diesmalige Paarung der ®egner bringt S" rt den Runden früherer Jahre wenig lung. Auch hierin liegt »um Teil die begründet, daß die Konkurrenz an Po­pularität verloren hat. Aorddeutschiand ist spiel­frei und greift erst im Januar in der Zwischen­runde ein.

In Duisburg stoßen Süd - und West­deutschland auseinander. In den bisher aud» getragenen 16 Kämpfen beider Gegner bllcb der Süden zwölf mal erfolgreich, während der Westen nur drei Siege Heimbringen konnte. Süd- de u t s ch l a n d hat die Münchener Dereine Badem und 1860 zu seiner Vertretung aufge» boten und wartet mit folgender Mannschaft auf: Schwab, Schmidt, Kutterer. Hofmeister (fämtl. Bayern). Pledst Dendl, Stiglbauer. Hvmauer (fämtl. 1860). Pöttinger, Schmidt II.. Hofsmann (Bayern) Die westdeutsche Els kann als

Eine Kreisau-schuhsiyung mit wichtiger Tagesordnung findet am 27 Aovember statt. Der nächste Kreisturntag wird in Hanau im Früh ahr 1928 abgehalten. Daselbst wird auch Beschluß gefaßt über das Kreisturnsest 1929.

Zwei alte, angesehene Turngaue des Kreises, die Gaue Main und Offenbach-Hanau, haben nun die feit langem angeregte Ver­schmelzung vollzogen. Der Derschmeizunas- ®autum:ag fand in Fechenheim statt Fast der ganze Kreisvvrftand nahm an der bedeutsamen Einigungstagung teil. Bei der einleitenden Feier­stunde hielt der zweite KreiSvcrlr.ter und Kassen­wart der D. T.. Kommerzienrat Schill (Ost­hofen), die inhaltreiche Festansprache. Der erste Kreisvertreter. Fabrikant A. Pfeiffer (Wetz­lar), mahnte in Anlehnung an die Verse eines alten Tumerliedes .Großes Werk gedeiht nur durch Einigkeit", daß es eine Hauptaufgabe der D. T. ist, an der Zufammensühruna des zerrisse­nen deutschen Volkes mitzuwirken. Der neue Gau, der sich Main-Offenbach-Hanau nennt, zählt außer 3000 Jugendlichen rund 10 000 Mit­glieder. Erster Gauvertreter ist K. Dauner (Offenbach).

Aus dem Turngau Hessen. (D.T.)

= Friedberg. 6. Oft. Der 5. Bezirk im Turngau Hessen hält am kommenden Sonntag hier feine erste dieswinterliche Be- zlrksvorturner stunde ab. die Gauobev- tumtoart W. Mill (Gießen) persönlich leiten wird Hauptpunkt der Tagesordnung ist die Wahl des 1. Bezirks tu rnwarts, nachdem der seit­herige DezirkSleiter F. Hartmann (Dad-Dau- heim) nach mehr als 2öjähriger treuer Arbeit sein Amt niedergelegt hat. Mit der Votturnev- stunde ist auch eine Sitzung sämtlicher Dereins- vvrsitzenden, sowie der Mitglieder des Bezirks­ausschusses verbunden.

Die verfehmte Turner-Aschenbahn.

Spöttler.

Leichtathletik der Sy Dg. 1900.

Eldracher Olympiakandidat.

ö. Was vor Beginn der diesiahrigen Leicht» athletiksaison auch die kühnsten Optimisten nicht er» wartet hallen, ist nun zur Tatsache geworden. Der junge, aufstrebende 1900er (Eugen Eidracher nimmt aus Beschluß der Deutschen Sportbehorde

scher Feierlichkeit.

Damit Sie m ch und den Hamlet nicht ganz vergessen, kleines Fräulein: Luxusausgabe! Ich liebe sch 'ne Bücher, wie ich schön angezogene Men­schen liebe."

Na ja," meinte Lukrinbesonders dte roeib- chNatürlich, wir Manner sind viel schlechter und egoistischer. Nein, sagen Sic nichts, Lukrin Sänger, besonders Tenöre sind überhaupt keine Menschen, sondern Singemaschinen."

Ihr Souper ist viel zu gut,jals daß ich Ihnen das übelnähme, lieber Meister."

Das ist das erste vernünftige Wort, das Sie heute sprechen, Lukrin bis auf den Meister. Scheußliches Wott für uns Komödianten! Sie essen, wie ich sehe, mit verstand, soweit ein Helden- t.nor ihn haben kann. Mit verstand essen, das Esten als Kunst behandeln, das unterscheidet den höheren Menschen vom niederen und vom Tier. Meine Person nehme ich aus die ist auf Gänse­leberpastete dressiert. Aber Sie elfen ja gar nicht, kleines Fräulein. Das ist sch.' liiches Mvorhuhn: growse", meine Teure, kein gewöhnliches Wald- und Wiesenhuhn."

Fräulein Isa ist noch vom Hamlet satt , warf Lukrin boshaft ein.

Und hat mir kein Wort darüber gesagt.

LOh, Herr Lenz*

Rein, nein nicht vom Theater reden.

Als sie zwei Stunden später ins Auto fliegen Lenz selbst wohnte nebenbei in einem Linden» hotel und wollte zu Fuß geben hielt er Isas Hand lanae in der feinen, sie fest umklammernd.^

Aus Wiedersehen, Madonna vergessen eie mich nicht ganz' Uebcrmorgen reife ich."

Der D.R.2L an die deutschen Turn- und Sporivereine.

Der Deutsche Deichsausfchuß für Lerbesübun- aen sagt txn ihm angeschlossenen Turn- und Sportvereinen durch seinen ersten Vorfitzenden Dr. Lewald Dank für die zahlreichen Deran- ftalt ungen im Rahmen der Hindenburg- Spiel« _

25 200 deutsche Turn- und Sportvereme des In- und Auslandes haben sich, dem Ausrufe deS Deutschen AeichsauslchufseS für Leibesübunoen folgend, an den H i n d e n b u r g - S p i e l e n be- teUigt und somit auf ihre Weise unserem all- ve,ehrten Herrn Aeichspräsidenten ihren Dank für sein Wirken im Dienste deS Daterlandes und ihre Glückwünsche zum 82. Geburtstage zum Ausdruck gebracht. Der 2. Oktober 1927 ist zum ersten deutschen Weltseiertag gewor­den. Der D A. A hat die Glückwünsche für den Herrn Aeichspräsidenten von Hindenburg in einer von Künstlern auf Pergament gezeich­neten Urkunde zusammengefaßt, die folgenden Wottlaui trägt:

Dem Herrn Aeichspiäsidenten von Hinden­burg entbietet die deutsche Turn- und Sportgemeinde durch den Deutschen Aeichsausschuh für Leibesübungen zu seinem 80. Geburtstag ehrfurchtsvollen Glückwunsch. Die deutsche Turn- und Sportwelt verehrt in ihrem Aeichspräsidenten den mäch­tigen Förderer und Schützer ihrer Sache, das Vorbild unerschütterlicher Treue."

gez: Dr. Lewald,

1. Vorsitzender

gez.: Berger. gez.: Linnemann, 2. Vorsitzender ' 3. Vorsitzender.

Den deutschen Turn- und Sportvereinen deS 3n- und Auslandes, di« unserem Ause gefolgt sind, läge ich im Hamen des AeichsauSschusseS herzlichen Dank. Wir sind stolz darauf, baß unser Aufruf so ungeteilten und freudigen Widerhall gesunden hat. Die Einmütigkeit dieser Stunde ist ein Beweis für die innere Stärk« der deutschen Turn- und Sportbewegung und die beste Gewähr für ihre zukünftige Entwicklung.

Dr. Lewald. 1. Vorsitzender.

Spielvereinigung 1900 Gießen.

& Aoch zwei biS drei Sonntage und die 2. BezirkSliga im LahnkreiS hat die erste Sette der Meisterschaftsspiele in der Saison 1927/28 beendet. Allerdings tritt nunmehr noch ..Oranien" (Frohnhausen a. d Dill) zu dieser Gruppe, da der VerbandSfuhballauSschuß vor einigen Tagen den Einspruch der Oranier wegen des Entscheidungsspiels in Gießen anerkannt hat. ES spielen somit höchstwahrscheinlich 9 Vereine in der Lahnkreisliga Der heutige Stand der Spiele ist folgender: Wetzlar Gp.-D. in 6 Spielen 10 Punkte. Gasten 1900 in 4 Spielen 6 Punkte, Marburg V. f B in 5 Spielen 6 Punkte, Herborn in 5 Spielen 5 Punkte, Kirchhain in 4 Spielen 4 Punkte. OckerShaufen in 5 Spielen 4 Punkte, Frankenberg in 5 Spielen 3 Punkte, Dunbach in 6 Spielen 2 Punkte. Frohnhausen in 0 Spielen 0 Punkte.

Am kommenden Sonntag steigt nun in Gießen auf dem 1900-Spvttplay das Spiel von ..1- scheidender Bedeutung zwischen den LeiUxi Spiyeiivevetnen: Wetzlarer Sportvereir. und S p t e lv er« i n i g un g 1 900 Gießen. Siegt in diesem Treffen Wetzlar, so gewinnt es di« erst« Anwattschaft aus den LahnkreiSmeister- lttei, den ihm im äußersten Fall« nur noch Mar­burg streitig machen kann, da- den besseren Fuß­ball spielt. Aber auch ein Sieg 1900'4. der im Be­reiche der Möglichkeit liegt, ergibt für den Platz- verein den oeiatio günstigsten Tabellenstand und hie besten Aussichten. Was Gießen an Technik voraus hat. gleichen die Gäste durch bessere kör­perliche Dettafsung aus. die, gepaatt mit öifer und Sicgeswlllen. schon oft 1900 zum Verhängnis wurde. In der Gießener Els wird man den ge­sperrten Linksaußen vom Dvrsonntag sehr ver­missen. Aus Halbrechts und rechter Lauferposten wird man andere Gesich er sehen. Die Leitung des Spieles ist Heinrich E n g e l t e r (Marburg) übertragen. An dem Schiedsrichter und den beiden Mannschaften lieg: ei. wenn diese D g gnung zu einem sportlich hochstehenden SrttgniS im Lahn- kreis werden soll.

Die 3,-Mannschaft 1900 s spielt vor I dem Liga spiel gegen die 1. Leihgesterns

für bk etwft bi« zwar noch immerhin glän­zende Zeit von 2: 17L benöttgt«.

Marburger Verbrennen.

Zum Marburger Bergvrnnen. das am 9 Ot- ober in Marburg zum vierten Male flatlltnbct. sind 94 Bennungen etngcaangen. E- habe i F-ihrer von Aus und spottsicher Bekvutung. wie Kappler, Heusier, Hornberger. Ktmpel. Fürst Hohenlohe. Gräfin Einsiedel. Xittd. Butenuth, auf Wagen unb auf Motorrädern Karrer < F^nksutt). Schwarz tKoblcrrz). Theisen (Millpc. Patzold (Köln) unb Schmidt (Offenbach) ihre Tetlnahm« zugefagt.

Neuer Rad-Wellrekord.

Auf der Mailänder Simpionbahn stellte der ttalicnische Aennfahrer Morl einen mun Welt­rekord über 500 Meter bei fliegendem Statt auf. Er legte die Strecke in 32* % Sekunden zurück. Der alte Rekord, der von Oskar Egg gehalten wurde, betrug 32* t Sekunden. Der Rekordver­such wurde unter amtlicher Kontrolle durch- gefühtt.

NationalerFreibaNon- Wettbewerb Darmstadt 1927.

Trotzdem der Meldeschluß für bic Ballone erst am Dienstag ablies, waren ber^ts bi» zum Montag. 3 Oktober, neun Ballone gemeldet. Ss f.m>*angc|ag : bix Ballone aus Münster i.W . ein Bal Ion aus Frankfurt a M . ein Ballon aus Bcrmen. ein Ballon aus Lübeck, ein Ballon auS Köln und die beiden Darmstädter Ballon«

Union" unb ..Darmstadt".

tiefen Abgrund versinke.

Wenige Minuten später, als sie sich eben von den Lukrins verabschiedete, die das Auto einen kleinen Umweg hatten machen lasten, tarn von der anderen Seite ein zweites Auto, dem der Kammer» zienrat und feine Frau entfliegen. Ifa grüßte und schlüpfte schnell durch den Seiteneingang, der die Angestellten, die Lieferanten unb Waren stimmt war, ins Haus hinein.

Auch Lukrin grüßte den Kommerztenrat,

Augen-, und da sehe ich, daß meine jungen Leute aus den offenen Fenstern gucken, sobald sie mal über den Hof schwebt, und die jungen Mädchen blicken sauer drein, wenn sie ihr begegnen. Die nennen sie Rotkopf wie du und nicht Madonna mit der Feuerkrone. Ra ja die Konkurrenz ist immer störend. Jedenfalls laste ich den Jungen nicht eher heimkommcn, als bis sie fort ist.

,Hch begreife nicht, was ihr alle fürnen Sums mit dem Portiermädel macht auch Heinrich."

,Ha, meine liebe Anna," lachte der Kommerzien­rat, wahrend er im Dorflur Hut, Stock und Pale» tot ablegte,der liebe Gott macht auch mal, so­gar öfters, ein Hinterhaus-Mädchen schön, zum Ausgleich!"

Unterdes war der Gegenstand dieser Unterhal­tung langsam über den Hof geschritten, dessen Ta­gesnüchternheit der Mond mit sch mmerndem Glast umgoß Dahinter lag Seide kostbare Seide, in Tausenden von Ballen. Eines Tages würde hr hd) damit schmücken können sie würde von Kopf bis Fuß damit bekleidet fein. Und sie würde von hier forigehen, sehr bald', und all dies würde nur ein ferner häßlicher Traum sein, den sie schnell vergaß.

Isa drehte das elektttsche Licht in ihrem kleinen Mädchenzimmer an, das sie sich mit allerlei zusarn- mengetragenen Krimskrams und Geschenken recht behagl ch gemacht hatte Leise pochte es zweimal. Die Mutter, in einer Bettjacke von zweifelhafter Weiße und einem kurzen, roten Flanellrockchen, stand vor ihr. Eine Falte grub sich in 3fa» ©tirn.

Was gibts denn, Mutter warum schlafft du nicht?" _ , .

Ich bin doch so neugierig wegen Lenz. Hat er Euch wirklich eingeladen?"

Za Mutter es war sehr nett Morgen er- zähle ich dir alles. Ich bin sehr müde Gute Rocht!"

D e Mutter verschwand, nicht ohne mit einem abschätzenden und stolzen Blick die Tochter zu um- fasten Wie entzückend sie aussah in ihrem ein. suchen, weißen Mullfähochen, ohne einen anderen Schmuck, als has dünne Goldkettch-n um her» Ichma» kn Hals' Ditte Tochter würde einmal eile ihre - qen(? Träume non Ruhm und Glanz verwirk- lichen, die sich ihr nicht erfüllt hatten.

(Fortsetzung folgt.)

er lässig ab.

Danke, danke aber sprechen wir mcht dem dummen Theater! Ich bin wie ausgehöhlt und

Raum und sich selbst, daß Isa hinter dem Ehepaar Lukrin im Hintergrund der kleinen Loge. Den Vor­derplatz, den ihr dieser galant angeboten, hatte sie -urückgewicsen Ganz ungestört wollte sie Lenz' Hamlet gcntcßen, seine Iunglingsgcstalt, Jemen federnden Gang sehen, seine metallene Stimme hören. Musik der Sprache ohne Unnatur! Wer konnte noch auf den deutschen Bühnen so sprechen?! Wie gespreizt all die anderen, wenn sie sich auf den Versen ausichwingen wollten, oder w.e nüchtern und roh, wenn sie ..natürlich" waren.

Au dumm, daß ihr sogar ein paarmal Die Tränen kamen! Aber cs packte sie so Das Publi­kum raste. Auch Lukrin meinte, die szene im Schavspiel und mit der Mutter hätte er s o nur noch von dem großen italienischen Tragoden Rosst gesehen.

Sie hörte ihm zerstreut zu. Liebte Hamlet eigentlich die Ophelia? Oder schützte er es nur oor. Der Dichter hatte es oerjchleiert. Jedenfalls schien ihm anderes wichtiger. Wieviel Frauen Lenz wohl schon geliebt*hatte, wieviel ihn geliebt hatten?!

Jetzt der Schluß, die Fechtszene! Wie meister- haft er das Raopier führte! Arm und Waffe waren eins und die Gestalt schmiegsam wie eine Bogen- sehne. Und jetzt war es aus Sie atmete tief auf und kam erst langsam zu sich, als sie ihn wieder und wieder vor den Vorhang riefen.

Bei Borchardt war in einer Seitenn >che ein Tisch für sie reserviert Der Oberkellner teilte mit: das Souper und den Wein hätte Herr Lenz bereits bestellt er würde sich sehr beeilen.

Lukrin neckte sie: warum sie io zerstreut fei?

Gleich wird er hier fein, er, der HerriAue vor allen." Aber cs klang doch leise wie Reid und Eifersucht hindurch Seine Frau lachte.

Ja, mein lieber "Berengar, jeder bat seine Zeit. Jetzt heimsen die Jüngeren die Lorbeeren und Küste ein, und wir schauen zu."

für JleidnatbUirt an Den Corüemtunarn für die im nächsten Jahre in Amsterdam stotfimdendt Olympiade teil. Eidracher ist zur Leit m<t den übrigen Otympiahossnungen. wie i£ort>*. Dr. Wichmann. Salz. Mahtitz ulw bei dem bitte Woche unter Leitung von Reichstrainer^ Waitzer Durd>g«führten Kursus >m Frankfurter Stadion. 211 £ Sößtes Stück Arbeit wird allerdings im kommenden inter Die sachgemäße Weiterbildung innerhalb he» Verein» bleiben, eine Ausgabe, die W. Schmidt, der Traimngs(eikr der 1900er Leichtathleten, wohl zu lösen wissen wirt».

Dr. Peltzer startet in Finnland.

Der Stettiner Metsterläuser Dr. Peltzer ist nach erteilter Startgenehmigung durch die Deutsch« Spottbehörde für Leichtathletik am Dienstagabend nach Finnland abgereist, wo er vettchiedene Hernien bestreiten wird Peltzer stattet voraussichtlich über 833. 1500 und 2000 Meter, unb wird u. a. auf die hervorragenden finnischen Mirtelstrcckenläuser Eino Borg und Helgas stoßen. Sm 3ufammentrc1fcn mit H u r m i erscheint sehr zweifelhaft, wenn auch Peltzer in seiner jetzigen guten Form einer evtl, geplanten Begegnung mit dem großen Finnen nicht aus dem Wege gehen wird.

Arne Borg in Wien.

Am Dienstagabend stattete der schwedisch« Wunderfchvimmer Arne Borg zum dritten Male im Wiener Dianabad. Borg hatte einen Rekordversuch über 200 Meter ungesagt, um den von dem Amettkaner Johann Weiß­müller mit 2:15.3 gehaltenen Weltrekord zu brechen. Der Versuch mißlang diesmal, da er

Lußdall-Bundespokal-Vorruude.

Der kommende Sonntag bringt die Aus­wahlmannschaften der Landesverbände in der Dorrunde um den BundeSpokal zusammen 1939 erstmals ausgetragen, hat der Kampf um die Trophäe des Deutschen Fußballbundes, die der ehemalige Kronprinz ftiftete. an Bedeutung da­durch verloren, daß die Verbände nicht immer mit ihren stärksten Vertretungen antraten, so daß der Eha ratter der Spiele als Wertmesser für die Spieistärke brr einzelnen Verbände ver­loren ging In der AachttiegSze deutsch!and den Pokal seit 1922 nxnxnen und steht damit, mit den der Vorkriegszeit, an der Spitze.

land hat fünf, Westdeutschland zwei Sieg« und

und dürste ihren 4 ; 2 - Sieg vom Vorspiel sicher wiederholen

Die 3 b - M a n n s ch a s t trifft vormittags auf eigenem Platz auf die Zb-Slf vom Lokalgegner LVerein für Bewegungsfpiel«.

Die Ligareserv« müßte jetzt eigentlich gegen die 2. Frohnhausens antreten. In Er­mangelung eines Platzes ist aber ein Antrag um Verlegung gestellt worden, denn es kommen auch noch drei Iugendspiele auf dem Platz an der LiebigShöhe zum Austrag. und zwar sp eien vormittags 1900 s 1. Jugend gegen Daubringen 1. Jugend und 1900 s 2 Jugend gegen Werdors (Kr. Wetzlar) 1 Jugend. Während man der 1. Jugend einen sicheren Sieg über ihren Gegner zu rechnen kann, muß man dies bei der 2. Iugend- elf bezweifeln Als letzte« Spiel des Tages kommt nach der Ligäbegegnung das Gießener Schülerderbh zum Austrag. 1900'« 1. Schülerelf e-.-tpsängt Die 1. Schüler vom Verein für Bewegungsspiele. Gießen Der Ausgang des Spieles ist ungewiß.

V. f. B.

Während bk Liga am kommenden vonotaa frei Ist. hat die Ligareserv« aus dgenen Platz di« gleich« vom Spo rtverein Wetz­lar im fälligen Verbandsspiel zum Geaner. Schon als di« beiden Wetzlarer Vereine F. E. und B. E. noch nicht vereinigt waren, zählten deren zweite Mannschaften zu den schwersten Gegnern der V. f B.-Sls. die jetzt erst recht vor eine schwere Ausgabe gestellt ist. Wenn beide Mannschaften in stärkster Ausstellung antreten, ist ein gleichwertiger und harter Kampf, den hoff entlieh ein guter Schiedsrichter leitet, zu er­warten.

Die Dritte tritt in Lollar gegen die dortige Erste zum DerbandSsPiel an uqb wird sich sehr anstrengen müssen, wenn sie den spiel­starken Collatern nicht die Punkte überlassen will.

Sämtliche Iugendmannlchasten. fotoie die erste Schülerelf tragen Diplomfpielc au«. Die Erste fährt nach Gründe ra und dir sich dort den Sieg nicht nehmen lassen, der ^dvch