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Samstag, 7. Mai 1927

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberheffen)

Nr. 106 Zweites Blatt

ZrerNreichs Seist in Belgien

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Ünb bald muh t* den Fürzen der Glei­ßen lallen, daß er nicht fo ist toi« da«

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Hetze, daß e» in Frankreich stcllenw,i|e fchon überwundener Standpunkt ift. E» ist In der Tat heute französischer alt franzöfifch. ift päpiilicher al« brr Papst. < ist der unoerialschte Grift de» belgischen Staate», der daraus spricht.

kl. «at ivr. Brüstet auihalt

Das Kochbuch der schönen Philippine.

Die Kavallerie des modernen Heeres

Don L D r ee». Major a. D und Abirilungsvorsteher im Reichsweh rmimsterturn. Zum Gießener Ravallertften-Tag.

Die wunderschöne Philipptne Del»« al« fit der-. Rai'ertohn von Oesterreich hcrml'ch anqerrau: wurde. lainn geahnt haben daß ux 20. Jahrhundert ihr» mtt allzu feinen krausen

noch nicht rrfoigt fiel Bonn» noch unmrr ,m Ree ker. bleit,. n?dt> Taulenb, eon Bk-xn ihrer Stet- lunyn und ibu» Gi^rr.mew beruobt. Ter C^(t y ir.xr.ifur A 11 m c n » . ,.n lanotifch« r Vlamenie»nd droht mit «r.ncn JUdinU. laß» mit der Amnestie endlich ernit gemacht w.rd Jetzt hat men |t* trotz- dea» zu einem Antrag bequemt Ader ein ehrlich,r 7?ortchiag brt kapaltzer-?traten der aUr 'ur stra' io« erklarh die ^<sen den betreitenbeii Ltiragraph<n <6 115# de» betuchen -tra^grtltzc» veritoßen hab;«, hat ernem wen,^«r ehrliche« üutivort Platz machen müsse«, beste« sich Ftan» van Eauweiaert angenom­men hat. er erlaßt na.-nlich nur Denjenigen dte etraif. btt sich tzeqen Absatz 4 des Gesetzes vcrsün- Sbaden, das sind dc zahlte Spione ober

. dte dem (winte. bl Deustchland durch Be jng von Mannschaften usw. Vorschub geleistet haben. Diezenigen zedoch bi< au» Uederzeu - g u n 8 mit Teuvchland zusamm,ng«a «bettet b t-en und durch ein, brionbe«, <tlau|cl gar dieienipen olamischen Httioiften. die in Te .". A.anb oder Hol­land erne Stellung angenommen hoben (weil ste sich und ihre Familie ernähren mußten), bleiben von der Bmnestte ousgelchlossen

Verrät ichon diese beleidigende Lueschließung der Freund, rrut'dilanb» oll,« andere al« den Geist von Locarno und ift fronzoistcher al« da» Frank reich von heute so ist die axi'd du Seußerung de» belgischen Staate, doch die Hntmart de, beiastchen Minister» 3a po r ar den belgischen Abg,ordne- ten somerHausen, der sich der 'liecht, Supen M a l m e b o » annahm. Jinen intern..tisnolen fln- bänger der '^-älkeroerbruderung ab einen ..verbün- beten der Pangermaniften" zu bezeichnen, da» gt-

scher L_____________.

Ideal rem Genius. 7HM>ttn wir wenigstens, ba wir ullchauen. nicht die schließlichen Standbilder der Geistesringer entweihen, indem wir sie neu­gierig um«puren gleich, als wären sie Abbild- nisse. Gnthalten wir uns aller zu brechenden Stäbchen. 'BergeWen wir nicht, daß ethisch zu werten erst ar ständig wird, in dem Maße wie unbarmherziges Derständnis reift.

Gh^urch', meine Seele: denn Leidende werden dir begegnen und jedes ihrer Leiden wandelt tn Purpur. Lein, es lärm niemals gut sein, einem

Schütze, nicht al» Reiter. Die SchrZiuusd lbung des heutlaen Reiters aber muh Derjenigen dcs 3n,anlcriftcn ebenbürtig, wenn möglich sogar überlegen sein, denn ihm wird gar häufig Dte Aufgabe zufallen, gegen weit überlegene xriftt den Feu erkämpf bis »um Herannahen der eigenen 3n|anfenc auszunehmen und durchzuhalten 3m gleichen Maße aber wie bei der 3nfanterie da» Maschinengewehr in den Dordergrund der Bewaffnung geruckt, ist dies auch bei der Kaval­lerie der Fall. ?lcu*:irl:<f>e Kavallerie ohne Maschinengewehr ist ein Unding. Reichhaltige Ausstattung mit Dachri chtenm.tteln. die den Rn- sprüchen der höchsten technischen Dollendung ge­nügen. soweit eine solche für Feldgebrnuch m Frage kommt, ist unbedingt Erfordernis der heuti­gen Reiterei »ur Lösung ihrer Dielfrtigen Aus­gaben

3m Gegensatz »u der wichtigen Ausstattung

Bekenntnisse erfolgreicher Dramatiker über ihr Schaffen.

(fine Umfrage de»Svenska Da gb ladet" bei den befamuefttn Dramendichtern Deu.-ichtands. Eng- tands. Frankreich» uiw. hat «ine Menge von ant- Worten zur Folge gehabt, von denen b:e intere ra­test,n in her ^Literarischen Welt' nnebergegeben werden. Vernarb Shaw behauptet " habe den größten Tetl feiner Stücke während *

fahrt xrmleben London und seine Laichfitz Z.vyn

grrmanildk Itahonaiilöt nicht mehr hte unterbradw >«. Da» scheint «hm durch bo» Verhalten vieler Vtomen bestätigt zu »erben, die mtt ihrem Pinttz Ster In bew*fiaminet» und mit ihren betten Volk» MuNtgungen |u(n,btn sind und so oussehen I« akuten sie tt gor nicht ander» haben al» e» jetzt ist Was geht e» auch den Deutschen an. daß vrüstet zu tignwet« Letten eine völlig via mische Stabt und erst langsam uerweischt ilf. heute tfl heut! Lamm !oll er sich diese Hellen Frukl-.r.g.uaa, durch die 6r- tenntni» trüben lassen, daß heute «ur wenig mehr »I» bl t Hälfte der Srvßbrüsteier noch otsmtsch sprechen, und b-ß dies« »undentauiende feine ol d m «| d) e Schule brühen? Daß die

dein durfte

3hr. die chr in einem kleinen Glucke sitzt und in dem Nim-nmgcn Behagen der Genüg­samkeit. sprecht nicht laut von den Glücklichen, wenn ihr des Genius gedenkt und seines über- konnten Deges Hütet euch, denn noch empfind kam sind die Schatten der Großen: und es er­bitten sie. wer Blut und Tränen nicht »n ehren weiß

in grausamer AI arbeit üderd sonne noch ihren tiefen Lchla' dünge, rede diesen nicht Hon-.gworte von ihrem weißen Lose, von ihrem süßen Glück. Daß sie nicht unmerklich lächeln mit erblaßten Lippen, daß ihr Auge nicht dunkle und dich einen Lid- schlag lang verachte. Debut'am. meine Finger, rührt mir nicht an die hohen Werke mit zu­dringlichem .vürtrin. denn um sie schwebt Leid- verklärung Behutsam meine Füße, niemals wißt ihr. wann ihr auf heiligen Boden tretet, wo vor euch ein Sonntagskind in reinen Schuhen wan-

Waflcn. aie auf Ära.tmagen beweglich gemachte 3nfantcne. desgl. Pion.er- ferner vor allem reichliche Zuteilung von Artillerie und Rach- richtenmittelformation sind das Kennzeichen der heutigen Äanallerie. oder wie fit auch bereit* genannt wird, der leichten Division. Rach Maß­gabe der Ikrbdltnire wtrd eine solche Division neben nachhaltiger Unterstützung von Luststreit- frästen auch bauhg noch durch Zuweisung von Tankgeschwadern eine besondere Derstärkung er­fahren.

Alles In allem hat allerdings bas Pferd, so seltsam es klingen mag. auch bei der Ka­vallerie er löblich gegen früher an B.-deutuna verloren Richt etwa, daß die heutige Reiterei mit minderwertigem Pferdematerial auskommen könnte, durchaus nicht, aber früher war das Pferd bei b.r Kavallerie eigentlich alles und das mit Recht, es war sozusagen die Hauptmasse im Retterkampse selbst .'lachdem dieser aber mehr ober weniger verschwunden, ist auch das Pferd zugunsten der neuen ütillen. mit denen der heutige Äampf allein entschieden wird, »urüd- getre'.cn Die Reitkunst allein tut es nicht mehr, die Waffenkunde und die Fertigkeit Im Debrauch ber Fi-uerwasfen ist als vollwertig hinzu- gekommen.

Dies tn kurzen □Barten ein Bild der heu­tigen ^avalierte und ihrer Bedeutung. Wie weit sich die Derhältntsfe indes mtt Der Zeit noch ändern werden, vor allem mit der immer mehr anwachsenden Bedeutung der Luststnntkrälte, Der Tankü und des Gaskampfes. ist natürlich un­gewiß. Rur soviel mag feststehen, die Glanz­zeit der Reiten > al» solcstz' ist vorbei und ihre ruhmreichste Geschichte liegt in Der Der gang en- (KiL __________

positive Auswanderungrpolitik.

3n zu« Artiken .Positive Auswanderungs- Politik" schlägt bas .Hamburger Frem­de n b l a 11" nach statistischer Darlegung und Untersuchung der Gründe fclgente» Programm zur Lötung der dringend gewordenen deutschen Rrrswandererfrage vor.

1. Da» Reichswanberungsamt wirb Wiederhergesteilt und dem Auswärtigen Amt an* gcghcDert. 3hm kann ein Beirat aus Parla­mentariern und Minschaftkem eventuell als Aus­schuß des Reichs«Irtschasisrates beigegeben wer-

richt war. Darum nahm er nicht den fertigen Kredit­brief und reifte selbst nach dem Süden? Hotte nb ilr. Srößrrr» Recht ats er. ba» Leben au *

Kaum in Rom angHangt, trieb e» rmch.

darüber zu schreiben. D,e 3dee ^u .Rolponop," oer- danke ich einer Aeitungsnachrtcht.' Jfaikr bat m Innern geräumigen Hau» weder em richstges 2r bnt$Mmmer noch ernen Schreibn-ch Er schrerdt. wo e» ihm gerade rnfäHi;Mu einer Tischkarte ober in einem Lehnstud!. 3d) bdiRe kaum ein/ richtige F/der. Ost muß ich m bw Rüche gehen, und mir einen Federkiel von der -Lehm Ilrhen. Mehr ab sirr Wochen binterevumber kann ich nicht an emerr. Stück schreiben Die Spannung ist ju groß, solange di« eigentliche Arbeit dauert. Lber auch in der Fw>-

) Dor abdruck aus einer Aufsatz reihe über .Schicksal und Sendung des Genius", die in den nächsten Heften der Donatsschrrft Philosophie und Leben" (hg. von Prvf. Messer. Gießen, Vertag F. Meiner. ÖciWfl) erscheinen wird.

Schicksal des Genius.

Bon einem Universitätsprosessor*).

Einmal in einer Stunde, die uns verlassen stutzet. Ist es sehr gut. da» Her, am Anblick <st,es großen, immerdar unverstandenen Leides zu trösten. Größer ist nämlich das Leid des Genius, welches er zu tragen und auszuhalten bevorzugt unb gewürdigt ward, als so ein armes bißchen Verlassenheit So überhebe lij btnj aud) «teroanD mit einem Worte seines Mißgeschicks Die lleine Grausamleit. traft deren wir uns am Anblick des größten Schmerzes beruhigen, schmilzt im Feuer des Deritändntsses __

Tröstlich und stärkend zu betrachten aber bUvbt dieses. Ri/mals verriet der Genius seine Sterne Ricmals verrät der Genius die Stimme seines Schicksal» im Gewissen. Gr will lein, was et »st. Und darum wird er schließlich immer im entscheidenden Augenblick allein diesen Preis des blutenden Herzens schenkt chm der Stirnen sein Derk.

Alemals vermcstc sich darum der Genius einer slügelrauichenden Sehnsucht hinab in die geborgne i Tale des Zutrauens, niemals ver­lange Philoktet nach der Schulter eines Patrvklos. Dem Hilden ist dergleichen noch erlaubt, dem Genius aber versagt. Wohl kann er einmal die Hand ausstrecken, wohl mag sie warm und be­herzt ctgrilen werden. Aber schon das unsäg­liche Glück, welches den Friereiiden dann Über­rieselt. besrcmde! das Rind der warmen Rie-

Dertvundeten überlegen zu begegnen. Ghrsurch«. meine Seele, denn diese Blutende« und Ge­zeichneten sind zu großen Dingen aufdehalten. Sie haben ihre Sterne, und niemals wirst du ihre slammctiden Schicksalszeichen durchaus ent­rätseln Ehrsurcht. meine Seele, noch wenn du einen Gescheiterten in den Staub rollen sichst und bi» in bei, Schlamm erniedrigt weißt du doch nicht, wann sein Engel Striemen und Rot von seinem Leibe abwaschen wird. Stille, meine Cer le. denn du trittst ungerufen ein in einen Kreis von sehr Empfindlichen. Da sind die Men­schen von seinen Glledern. die Zarten von ver­letzlicher Haut Stärker und leidenschaftlicher, reicher und feuriger durchpulst ste der Blut ström. Stllle, meine Seele: darum find ihre Sinne Heller, »st ihi Auge leuchtender ihr L»hr ge­rechter Wie durstest du »ur Unzeit solche stören. Stille, meine Seele, überwach ist denen der Geist: 'eilt Mitternachts-

ibrer Bewassnung auch voll und ganz dazu der Lage ist. jederzeit dort, wo sie aus dem Schlachtfeld auftnlt. noch dankenswerte Ausgaben in Unterstützung der sechtenden Hauptwaslen 3n- sanierte und Artiller e finden. Das schnelle Auf­treten und Derschwinden gewährt Ihr manche Möglichkeit, einen Uetzerrafchuna»>rlolg vielbicht ost vo>' großer Bedeutung einheimsen zu können. Auch der Ginlay der beweglichen Reitermassen zur Derschleterung und Deckung einer Rückzugo- bewegunü kommt nach wie vor in Frage. Alles in allem dürste schon mit den b »her aufgefübrten. aber durchaus noch nicht erschöpften Momenten dargetan fein, daß auch die heutige Reiterwasse noch volle Daseinsberechtigung im Rahmen der neuzeitlichen Heeresgeb'.lde hat

Run noch einige Worte über Bewassnung Rampsesweife und Organisation. Für Bewaff­nung ist felbstverliändllch engste Anlehnung an diejenige der 3nfantene Dorbedingung, denn wie fchon gesagt, wenn die Ravallerte un wahren Sinne des Worte« sicht, so tut sie es als

Europa" nicht entspricht.

Die SaatRegier» und seiner Heiser von 1MU trägt gerade In unseren Zeiten ihre 3 rüd)te. Bel­gien ist heute nicht mehr der neutrale Staat, al» her tt 1KW aus Betreiben der übrigen Großmächte trog Frankreich eingerichtet wurde. Gr hat vor kur­zem jein Bunbni» mit Frankreich geichlos. se« die «nsrage eine» belgischen flammermltglie- de» In «He u»e«t Belgien Im Fall eine» italienisch- sranzößschen Änege« verpflichtet wäre, ist ja auch in Deutschland bekannt geworden

Man spricht jetzt tn Brust,! nicht mehr gern von allem, wa» bald noch dem Kriege geichth. Belg, sollte ja »ach sranzösisch geboctzten Planen mit |rn von Holland mit Seelündisch-Flandern und Llmbura für sein Dpler detohnt werden, do» dank Brthmann-Holiweg» Erklärung ein so oorAügliche» DerbemiNei gegen dieBarbaren" und . Hunnrn geworden war. E» war da» Schoßkind der Entente geworden. Im Gegensatz zu seinen eigenwilligen Rachdarn im Norden. Der neutral geblieben war und sich geweigert hatte, den Kaiser aueudlelem. Belgien» Vertreter wurden zu wichtigen Berawn- gen hinzugezogen. an denen sonst nur Groß- und Weltmächte teiinahrnen. und dursten in einigen eu- ropäijchen Hauptsiädten den BaiichasterNtel fuhren ebcofaU» cm Vorrecht der Großmächte, nür bie abzutretenden ©,bict»tetle sollte Holland mit Dfl- ,rie»kmö entschädigt werden diesen debieteou»- Duld) auf Kosten Deutschland« ichnte e» aber ab. Dann bereiteten belgische Anncsianiften nach dem Muftcr von bMO einen U i n N 11 und Putsch

geschrieben ..Da» Verkehrteste ist e»", meint er. wenn man sich mit der äblidü. Ideen zu bekom­men. an ben Schreibtisch fetzt " Ihm ift auch nie um ben Schluß bange, unb oft hat er mit bem letzten Auszug angefangen, ohne eine Ahnung zu haben, was vorher geschehen soll. Georg Kaiser be­kennt. daß <r nur au« reiner Men'cheniiebe dichtet .Meine szenischen Derke", jo erklärt er, haben stet» denselben Lusgangrpunki: da» Bebürfni». die­jenigen zu oerteidiaen. die im Schallen leben. 3/bem Stück, ba» ich gemricbcn habe, liegt ba« Gerechtig- ke.trgefühi zugrunde. Da» ist auch bie einzige Gut Ichuldigung bafür. baß ich gegen meinen Dille« Be- rui*d)ri,<i,lkr geworben bin. Denn e» Ift doch gar keine richtige Beschäftigung für einen großen, star­ken Mann wie mich, ein ober zwei Stücke im Jahr zu fchreiden Ich erlag aber ganz einfach einem un- widerst/hstchrr Zwang, über Menlchen zu schreiben, di, ba» Schicksal ungerecht behandelt hat. Do ich die Idem der habe? E» vergeht kaum ein lag. da mir nicht welche im täglichen Leben begeg­nen. (Eine» meiner erfolgreichsten StückeBon Mor­gen bi» Mitternacht" kam y B. auf jrtriame Deile y;ftanbe. Ich wollte nach Italien reiten unb ging wr Banf. um meinen Kreditbrief au»fteilen zu lassen. (Ein aller, offenbar ganz armer lolfierer übernahm bie Erledigung Lahrend ich ba laß und wartete, kam nur der Gedanke daß der Mann eigentlich lä­

ut Holländisch-Limburg Mr: der Plan wurde aber verrat-«. Schtteßllch - irb «m be« bei» gischen Anvexionooersuche« nur noä? Nf bellär- dilchbelgifche Brrlraa übnft. der Bdgiefl bie Mitbestim.n^ig über Me Äeiterfch-l.'- uab an- bett Bort eile Aum Schaden Holland» ae wahre« sollte unb ben ernt hatte. Holland und nne Go- mäHer zum Schauplatz eine» etwa.gen nächsten eu- ropauchen Inegt» zu machtn. Auch blefer Vorstoß mürbe bekanntlich t»?n Holla«b burd> bit üntzch,, düng be» ateöertänSi'chrn vbtrhaule». der erste« Kammer zuruckgewititn Der flb:<t~..ng fötale« in ben Brüstetet Zeitungen döchst brzeichnend, Deu- tungen. sie ourbt ous deulfcht Machenschosle« zu- tückarinhi!'

Austallend war I« biritr Zeit da» Verhallen be» Hntmcrptner Bürgermeiftrr» Fra«» van Sau* velar rt. eint» belgischen Dpporhmi|lrn. der leint Laufbahn einst al» oiämischgiestnnle: Katholik dtgönnen hat. Sr dtzeichntie seine gut riamische Stakt bei einer Za'arnnmku»st in Frankreich feierlich al» einen der brri Haupthäsen Frank­reich» unb unterließ nicht, brohmd auf bitjen Jirobm Bruber unb anbert Großmächte hmzuwel- en für den Fall, daß Holland den t,:;:|d)-bol- ländischen Bert rag nicht annehmen sollte, rie Dro­hung hat nicht» gefruchtet.

Am austalligsten wirkt sich aber die französische Gesinnung Belgien« in btr Amneftiesrage au». Bekannllich haben vlämische Führer, allen vor­an der hochgesinnte August B orm», au» der Er- Itnntni» herau». baß der belgische Staat eine fron» zösischt Einrichtung Ist unb bleibt, während be» ÄTicflt« ben fulturtUrn Vtufbau ihre« unt<rbrü<hen Bote» und ttiltveise auch ben polilllchen mit beut» s cher Hille versucht. Der BerfaiUer Vertrag ver­pflichtet nun für alle bleie Fälle zur Amnestie. Däh- r- sogar unglanb unb Frankreich derselben Ver- ojlichtung längst genügt hoben, ist In Belgien Die Ünindtic beute, saft acht Jahre nach DersaiUe»,

Kinder hier sämtlich aus froaz |en werden In einer lvprachr. die sie nicht oer- stehe« also ohne Bildung blühen, in euum Zu- stunde, der n, |um Sklavenoolk ihrer lranzöfisch ipredwnben Mitbürger machen muß?

Sie soll er die» wißen, der gute Michel, den Ich ba bie ..Boulriorb*" entlang | parier en unb zwilchen Gar, du Kord" unb ..Gare bu Mibi" stolz aul |etne »Übung. |em Schullronzolifch anwenden höre?

Trog bic*,r Bildung wc<ß er last nie, wie btr Staat Belgien entstanden ist. <E» ift ia kaum hundert Jahr, btr. al» Franzosen unb Fran- Aöelmge In ben |üblichen Ritderianden. bie mit der so.länbilihen Herrschas, unAulrieben »arenx Den reich zu dringen Al» diese dnnenonebeftrebungen mißlangen unb da» neue Staat-wesen mit Zultun- mung brr Cxiohmuiti, hergestellt würbe, wußten e» seine |ranzos>|chen Örünbct trotz brr Neutralität so cinzurichten daß seine Verwaltung uib Üine Ge- richt,, seine Schulen unb sein Heer eingestandener­maßen der Verbreitung btr sranzöslschtn Sprache und Kultur turnten, bah bit» ganze Stillem (mir err st-t» wieberkrtzrenbr Au»bruck lautet- bie ^kulturelle « ngllebrrung an Frank- reich" al» eine Vorstusr der politischen An- netlon dttrieö Der ®r|d)i*itld)rriber btr Via- mm. 1Ru<arU» Ioston, hat birst Tatsacht in frtnrm grunblrernörn Drrk m,t genauen Daten unb Ra- inen auf Wrunö zuuerlässtger Quellen unwiberiealich nachgkwiritn. Aber |dn Buch wird nicht nur In Bel­gien und Frankreich totgeschwiegen, sondern auch in Deutschland mitner ?hdftod)tunfl behandelt, bie btr Bedeutung b«r|<» wichtigenSchlachtseide» oon

Wie bei allen Waisen, hat auch bei der stolzen Reiterei Der Weltkr.eg gar vieles ge­ändert. Haupiwasse im wahren Sinne d?s Wor­tes war Die Ravallerte des Großen Rursürsten, Friedrich des Großen und Rapoleons I. D e Zell ist leider porbc.. Die der Reiterei verbliebene Stelle ist bclcheiDener geworden |le ist nach wir vor thrcnooll. Die Rampsbetätiguna aber Legi auf anderem Gebiet. Richt mehr Der Reiter­kampf. Mann gegen Mann mit blanker Waffe spielt nun Irgende.ne entscheidende Rblle. sondern lediglich Der Ramps aus der Ferne mit neuzeit­lichsten Schußwasfen. Die Ausbildung des heuti­gen ÄaDan en flen muß und wird In allen Heeren auf bicfer Drui dluge aufgcbaut und hiermit HI.ngt ganz zwangsläufig auch die Organisation und technische D'afsenausrüstung neuzeitlicher Raval- lerte-Dert» nde zulammen.

Befkn r» die kleine deutsche Reichswehr, die allerdings keinen Anspruch daraus erhebt, ein nach modernen Degrifsen ausgestattetes Heer zu fein, ist durch da» Fehlen der 2ufrftreitfräf!e in nachbaltigster We.lc auf bie D.enfte der Raval- lcrie anqcipiclen, fällt b'.efer unter folchen Um­ständen doch nach wie vor die Gelamtauf- k l ä r u n g zu. Aber auch das mit Luftausrüstung vertehene neuzeitliche Heer verzichtet keineswegs restlos auf diesen Di en st zweig der Reiterei. Die Betätigung der Lltstwaffen zwingt in ausgedehn» fern Maße, im Gegenlay zu früherer 3rit. zu Rachtdewegungen unb bei bunllen Rächten versagt bas 21uge des Fliegers, nicht aber das des Reiters, wenn letztere» felbsttxrstänbiich auch nur einen erheblich beschränkteren Gesichtskreis hat Ss bleiben bes weiteren bie Ausgaben Der nahen Desechtsausklärung. bet Der- schleierung. Der vorauSeilenben Be­sitzergreifung wichtiger Geiändepunkte und Abschititte bestehen.

Des weiteren wirb bie Ravallerte. bie auf Grunb ihrer jetzt anerzogenen Rampfeswei'e unb

mi! 3tucrtMlfm aller Art. ist d-.cicmgc mit Manfm Waffen in gleicher Weise tme de. allen übrige« Truppen beute nur von u tet geordneter Bedeutung Der Betbe^altung der Lanze K B bo hrr deutsche« Ravallerte vag im Hinblick auf Die zwöl : hrtge D.enstzeit bura-' ibrbar sei« 3m übngcn aber wirb b.r Beweg'.ich.'et bet Ha atz- b'rrDt sowohl wie bas Auf- unb Ab<ttze» her Schützen tn mancher Weile nachte ! g her.«Nutzt: auch bas Reite« ohne Lanzen m I4?».mgrm Ge- länbe unb un Wald durste Md |ur sch Haden.

rMk ne mehr geichc-nt wenn der Reiter beide Hände zur fach' gemäßen .iugclfuhrung Im Hai Dort eil haft aber wäre es hingegen, man stattete ben Reiter a« Stelle Der Lanze noch mit einem kleine« Re­volver oder e-itspoechmber Pistole aus Diese Stifte wurde ihm wenn er Die Häuöe frei hat. bet unvermutete". Rahiämpfm u-benfalls bie besten Dienste leisten unb ich bin bet Ansicht. Düb bei Paffter«!' gesähebetm Geländes en Retten mit schuß! :m R.volver m der Rechten wohl zumindest ti gle che Sicherheit rtnflößt w»e rin Retten m t der ost hinderl.chen Lanze, vor allem ix\ Dunkelheit. Wie getagt, bie Lanzrn- fraae ist von unierge»rb«ieter Bedeutung benn es Unb-H sich bei Der heut gen Rnegsführung nicht mehr um T iter-Rämple. fondrr« um Rampse t~er Reiter als Schützen und biete An- hdri bat ttch auch inzwischen allenthalben Bah« gebrochen

Hdoj ein Wort u bet Ravallerie-Dl- Visionen Auch b.efe größere« Truppen­körper haben ihre fchweewiegenbe Bedeut ung behalien nur leben he tn ihn r iutammmsetzung etwas ander» au» als die Raval!er,e-Divisionan

Der Nsichatzeuttche. der sich

k«mn gewahren daß die Straßennamen in Sprachen. au| honzo i'cb unb olömtsch ar.ar bee stehe«, unb data - Den Schluß »ude' oc

Schriftzügen bedeckten Rezeptbüchlein noch einmal zur Geliung kommen wurden. Höchst lorgfälkig bot bie schöne Phtlippine die Rochvodchntfen her im elterlichen Hau'e bereiteten Leckerbissen ge­sammelt unb zu P^ü er gebracht Mit feinem Frauenverstand hat sie. nachdem He bhn stürmi­schen Werben des Erzherzogs endlich G.ßor ge» geten hatte, sich gesagt, baß bie ßiebt allein es nicht vermag bie Fesseln tkr Ehe füh erscheinen zu lassen, baß bazu auch einige gediegene mate­rielle Gruiidlagm gebören Die Drrbannung der Rruvermäßllen nach Schloß Ambras, bie ber Äailer. als er von Der heimlichen Bermählung hörte, erbittert bem junge:. Paar zubiAierte. wird im Rreife geistreicher Gäste bei brr Pflege brr 3agb und Idxnrr Künste nicht zuletzt durch bie L'odungcn einer guten Tafel zu ertragen ge­wesen fein

Bon den einfachsten Augsburger Bürger- geruhten bis zu ben vornehmen sranAösttchen örcrate unb Pasteten hat sie sorgsam alles no­tiert, was zu be gastronom.schrn Freuden ihres Ehegrtponhes beitragen konnte Wenn wir Iden, was sie an eine Röntgstuppe beispielsweise gab. so B-rcn wir uns eines grtviNen Beides auf die gZünden Magennerven unserer Dvrfahrrn kaum enthalten. . R,mb ein Eapaun. der gut gebratten fei Htmb daß Weiße von der Brust, mach ein gut G< stoßen es c Farce- davon Rimb darzu ein halb P'urG Rlandeln und die Schmölln von einer großen Semmel. *11 reib daß mit der Eapauneriuppen. und gibt noch das Innere von etlichen Rrebe'cheeren dazu. Halte bie Suppe gut warm auf einem Ächlcnbedcn" Auch Die .Augsburger Sprünbergle" hnb feine ganz ein­fache Angeiegeiibcit für Die Berbauungswerk- xruje des c-. * t unkoutplizierten Zusammen- (jungen gewohnten Bürgers bes 20. Iahrhuw» Dertä .Dau ein wenig n>a<er tn ahn Pfannen unb brenn das fchmaltz mit dem mehl darein, daß der Dapg danach wvhl druckhen wert!, bau ben Dayg darnach tu ayn mayrter tMörter- der toaram <et> und stays Die Ayer (Wer) ayn nach Derr, andern davayn bis dir bunfl daß bet Dayg recht (er Dau den Dayg dann in ayn fprytzen und druck berg le in heytes fchmaltz und laß IhtNch schön braun büchen."

Das Rezept bu «klein der schönen Weiferin mtt einem andern Buche, in dem he Heilmittel für c ll erhand Rvankyei t en am men getragen hat . ge- börer. zu ben größten Schätzen D< Diener Ra- tirynalbibfiDtbet H. W.