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Handelskammer Frankfurt a WHanau hat ich -m März an dem allgemein ruhigen Ges-ästS- gang 'N den Schriftyle^ereien und chemisch-gra- ph.scheu Anstalten nichts geändert. In der He­rn -scheu Industrie können Auftrags« ngang und Versand aU befriedigend gelten. Bei einzelnen Saisonartikeln ift da» Geschäft teilweise 'ehr aut. Der Geschäftsgang in der elektrotechnischen Industrie tft n der Hauptsache befrebigenb. D.e Austrage haben leicht zugenommen. Die Tendenz der Warenpreise tft nicht einheitlich. In der Fahrrad- und Aulomoknl-Induftrie ha­ben sich die Preis« für einzelne Halbmatcrialten erhöht. Auch brauchen die Lieferwerke infolge Aon,unkturbesserungen längere Lieferfristen. Der Geschäftsgang ft tm wesentlichen unverändert. Der Absatz an Fahrrädern hat sich entsprechend der Saison gehoben. Die Tendenz der Waren- Preise ist gedrückt. Auch die Landmaschinen- .nduftrie verzeichnet eine kleine Besserung. die ihre Ursache lediglich im Frühjahrtfaisongefchäft hat. D e Belebung hält sich vorläufig noch in sehr bescheidenen Grenzen. fft damit au rech­nen. bah die neuerlichen Lohn- und Gehalts­erhöhungen zu einer Verteuerung der Fabrikate und dadurch zu einer erneuten Erschwerung des Absatzes führen werden Im Effpongefchäst ift gegenüber dem Vormonat eine Aenderung kaum eingetreten, doch können die Aussichten etwas günstiger beurteilt werden.

* Phöniy - A -G Das Zwischengeschä tsjahr der Phöniss-A-G für Bergbau und Hütten- betriebe in Düsseldorf vom 1. Iult 1926 bis 31. März 1927 ergab «inschliehlich Sewinnvortrag einen Gesamtrcingewinn von 7 876 991 Mark, auS welchem die Ausschüttung einer Dividende von 3 Prozent vorgeschlogen wird.

* Gelsenkirchener Bergwerks-A-G. In der gestrigen o. Generalversammlung wurden die Aegulorien genehmigt. Der Sih der Gesell­schaft wurde von Gelsenkirchen nach Essen ver­legt Der Reingewinn von rund 2,25 Mill. Mk. wird auf neue Rechnung vor^etragen. Eine Di­vidende für diese« Geschäftsjahr gelangt somit nicht zur Verteilung. Die vorgclegte Bilanz be­trifft lediglich die Gelsenkirchener Bergwerks- A.-D. also nicht die Ziffern der inzwischen mit ihr susionierten deutsch-luffemburgische Berg­werks- und Hütten - A.-G. und deS Bochumer Vereins für den gleichen Zeitraum.

' Absa hfinanzierung sür Ma­schinen und Kraftwayen. Vor einiger Zeit wurde gemeldet, datz selten- einer Gruppe deutscher Banken mit einem amerikanischen, schwedischen und holländischen Konsortium zur Errichtung eines AediSkontinstitutes für die Ab- sahfinanzierung von Maschinen und Kraftwagen verhandelt werde. Wie der DHD. erfährt, sind all diesen Verhandlungen die Dresdner Bank, die Eommerz- und Privatbank und die Kredtt- anstalt für Verkehrsmittel AG. beteiligt. Bei der Durchführung dieser Absatzfinonzierung scheint daS Augenmerk darauf gerichtet zu sein, eine möglichste Verbilligung dieser neuen Form der Kreditgewährung herbelzusühren. Die Verhand­lungen schweben zur Zeit noch.

* Der Kohlenfelderverkauf der Rheinischen Stahlwerke. Zu der Mel­dung über den Verkauf von Kohlenfeldern der Rheinischen Stahlwerke A. G. an die Stadt Köln und die Frankfurter Gasgesellschaft ist noch nach­zutragen. datz die letztere Gesellschaft zu 56 Proz. in Händen der Stadt Frankfurt a. M. und zu 40 Proz. in Händen deS Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerkes ift. Die erworbenen Kohlen- selder haben eine Ausdehnung von 6070 000 Quadratmeter SS handelt sich um die Felder Rossenday, Kamp und Budberg. Die sachverstän­dige Begutachtung hat ergeben, datz es sich um wertvolle und für die Ausschließung gut geeignete Kohlenvorkommen handelt. Die Fettkohlenschicht wird bereits bei einer Tiefe von 400 Meter erreich».

Berliner Börse.

Berlin, 7. April. Die heutige Börse fand eine Anregung durch verschiedeneSpezial- bewegungen und in erster Linie durch die

wertere Entspannung de« Geldmarktes. Der Satz für Tagesgeld wurd« erneut auf fünf bi- »ieben Prozent herabgete-r. bei einzelnen groben Instituten war noch hierunter anzukom- men. Monatsgeld ftellte »ich auf b* , bis 7 t Proz. und war damit ebenfalls leichter. Für Waren­wechsel bestand zu 4'/. Proz. Rachfrage 3m Deviseno erkehr bröckelten di« ßtra und die norwegische Krone gegen London leicht ab. lndem 'lch Mailand auf 10150 und Oslo auf 18.76 ftellte Madrid gegen London 27.47 bi» 2752. Der rumänische Letz konnte sich gegen Zürich au» 3,17 erholen. Die Reichsmark notierte gegen Kabel mit 4 2197 etwas schwächer

Börsenkurse.

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frankfurter Börse.

Frankfurt, 7. April. Tendenz: Weiter befestigt. Durch die anhaltenden 3ntereffe­to ufe, vor allem in Harpener. Maniresmann und Rheinstahl, konnte sich die Gesamthaltung der Börse zunächst weiter b e s e st i g e n, von weni­gen Ausnahmen abgesehen D.as Geschäft war «allerdings bedeutend ruhiger, da auch weiterhin zu dem nahen Medio am 11. April bereits Glattstellungen vorgenommen werden. Von den Spczialwcrten gewannen: Harpener 3,5 Prozent, Rheinstahl 1,5 Prozent, I. G Farben 2 Prozent. Siemens R Halske 5.5 Prozent. Am Montanmarkt lagen Klöckner um 1 Prozent

und Rheim'che Braunkohlen um 05 Prozent höher Die Werte der Rhein-Elbe-Grupp« ver- kehnen 'ehr ruhig Bon Bankaktien zogen Braubank aus die Steigerung der Brauereiaktien um e Prozent an. Dresdner oei anhaltend grossen Um»äyen plus 2 Prozent. Auch Drrnat. Dis- conto und Mitteldeutsche weiter anziehend. Der Elektromarkt lag mit Ausnahme von Siemens ft Halske sehr still, nur 2SG. im Verlause plus 25 Prozent Bau- attien infolge der günst.gen Konjunktur weiter anziehend und durchweg 1 vis 15 Prozent hoher. Rur Holzmann gaben auf de gestrige Steige­rung mäyig nach. Zellstoffaktien wieder um 15 Prozent befestigt Holzdestillationswert: weiter gefragt. Holzverkohlung plus 0.75 Prvz. Sche-^eanftalt plus 1.25 Proz Kaliaktie n setzten ihre Aufwärtsbewegung in stärkerem Um­fange fort. Westeregeln p.us 4.5 Droz.. Aschers­leben plus 25 Prozent. Heimische Anlei­hen still. Anleihe-Ablösung unverändert 245. Bon fremden Renten Russen auf die Er­höhung der Re:chsgarantie für da- Rusfengefchäft zunächst sehr lebhaft und durchweg ein Prozent höher, im Verlause aber wieder 0,25 bis 05 Pro­zent abgefchwächt. Der weitere Börlenverlaus ionzentrierte sich zumeist auf Harpener. Rhein- stahl, Siemens. I -G.-Farben und Dresdner Bank und unterlag zunächst infolge Gewinn­mitnahmen emigen Schwankungen. Der Geld­markt zeigte eine weitere Entspannung. Ta­gesgeld 5 Prozent, auch Monatsgeld etwas leich­ter mit 5,75 bis 7,25 Prozent: Prtvatbiskonten 4,63 Prozent. Im Dev.senverkehr lag Mailand etwas schwächer mit 101,50. Paris gegen Con- Don 124,02: Madrid 2752. Die Reichsmark no­tierte gegen Kabel 4J218O; gegen London 20,49* ,

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. TL

Telegraphische Auszahlung.

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Berlin, 6 April

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frankfurter Gctrcidcöarfe.

Frankfurt o. M.. 7. April Es wurden notiert: Weizen (Wetterauer), 29; Roggen (in- länd), 27 biS 27,25: Sommergerste (für Brau-

zwecke 26 b s 25. Hafer <«L). 2250 bis 23. Mas gelb« 16. Weizenmehl intonb.i. CPU- 0 39.75 b.S 4025. Roggenmehl 36 75 bis 37; Deizenkleie 14 Roggenkler« 1450 bis 14.75: Ten­denz befestigt

frankfurter Zchlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M. 7 April Auftrieb: 102 Stuck Rinder. 1125 Kälber. 374 Schafe. 519 Schweine Es wurden bezahlt für 103 Pfb Lebend­gewicht Kälber Beste Mast- unb Sauotolb« 76 biS 85. mittlere 68 bis 75. geringe Kälber 60 bis 64 Schafe: Mastlämmer und iüngtre Masthämmel. Weidemast 50 bis 56, mittlere Mast- lämmcr. allere Masthammel und gut aenäLrte Schale 40 bis 49 Schweine. BoLlfIril4ige von ca. 160 bis 300 Pfd Lebendgewicht 61 bis 64. fleischige von ca. 120 bis 160 Pfd. Lebendgewicht 60 biS 62 Ilarftoerlau» Schweine bei lang­samem Handel nahezu ausverkauft, Kälber und Schafe bei lebhaftem Geschäft geräumt.

Letzte Nachrichten.

Schwing aus der Haft entlassen.

3m Anschluß an unsere, an anderer Stelle dieses Blattes wiedergegebene Rachricht über die Einlegung des Rechtsmittels der Revision im Gieyener Femeprvzetz erfahren vir nach Redaktionsschlutz von zuständiger Seite wei­ter. datz der in diesem Pvozetz ebenfalls ver­urteilte ttbauffeur Ernst Kasimir Schwing auf Antrag feines Verteidigers deute aus der Haft entlaffen wurde. Schwing erhielt be­kanntlich wegen Beihilfe zum versuchten Tot­schlag 1 Iahr 6 Monate Gefängnis, auf die 8 Monate verbühter Untersuchungshaft angervch- net wurden. Schwing hat die Rechtskraft diefeS Urteils anerkannt und auf Re- vifivn verzichtet.

Ein britischer Dolkswirtschaftler für Revision des Dawesplanes.

Reutzvrk. 7. April. iDTB Zunklpruch) Der britische Volkswirtschaftler Sir George Paif h hat heute dem Präfidenten Eoolibg« einen Befuch abaestattet und ihm erflärt. der Dawesplan, das Schuldenabkommen und der Zoll­tarif der Vereinigten Staaten mühten einer Re­vision unterzogen werden, da das Auf­nehmen europäischer Anleihen in den Vereinigten Staaten nicht noch «in weiteres Iahr fortgesetzt werden könne, ohne bah die Gefahr eines internationalen finanziellen Zufammenbruches herauf beschworen werde. Die Vereinigten Staaten mühten mehr von Europa kaufen und die Dariffchvanken auf­heben. Grotzbritannien kaufe fünfmal mehr von Amerika alS umgekehrt. Wenn hierin keine Aende­rung eintrete, so würde England fich gezwungen sehen, anderswo zu kaufen.

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Gemeind«».

Oft. Rellgionsgrmeind«. Gottesd. I. b.Synagog« iSüdanlage). Samstag, den S April 1927. Dorabd^ 6.45, morgens: 9.00. Abends 7.15 und 755.

Gottesdienst der isr. Reltgtonsgesellschaft Sabbatfeier, den 9. April 1927. Freitag abend 6 40, Samstag vormittag &30. Predigt, nachm. 3.30. SabbatauSgang 7.55, WochengotteSbienst: morgen» 6.30, abends 6 30.

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