cungsVorlage hinausgehenden 'ozialdemokra!ilchen anb tommun.stifcheo Anträge von der Au-schuß- mehrheit abgelehnt.
llngenomr m mürbe folgende neue Beftim- munfl: .War die Arbeits-ett tarifvertraglich geregelt unb ift der Zarifocrtrag feit nicht mehre als drei Monaten abg Hauten, bann dürfen die Behörden nicht längere Ar- b e t t - - e i t e n Aulaffen, als n a ch dem La rif- vertrag zulässig aewefe-n Wären/
Der Auelchuß beschloß alsdann, folgenden neuen Paragraphen 6 a cnnzuschalken .Wird Mehrarbeit geleistet. fo haben d'.e Arbeitnehmer mit Ausnahme der Lehrlinge Anspruch auf eine angemessene Vergütung über den Loyn für die regelmäßige Arbeit-- Ajrit hinaus. Dies güt nicht, soweit b.e Mehrarbeit tnfolae von Lotfällen, Laturereig- nissen. Hnfltüdbfmlen oder anderen unvermeidlichen Störungen erforderlich ist. Als angemessene Vergütung gilt, sofern die Beteiligten nicht nach dem Inkrafttreten dieses Grietzes eine andere 'Regelung vereinbaren oder bet andere Umftänbe eine solche rechtfertigen ein Zuschlag von 25 Prozent.
Wird In Gewerben, die Ueberarbeit in gewissen Zeiten des Jahres regelmäßig zu crbeb- lich verstärkter rütiakeit benötigen, von di et en über die Grenzen hinaus gearbeitet, so kann der Aeichsarbeitsminister nach Anhüren der wirtschaftlichen 'Bereinigungen der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer oeftImmen, daß die 'Borschriften feine Anwendung finden, sobald die Mehrarbeit durch Berkürzung der Arbeitszeit in den übrigen Zeiten des Jahves ausgeglichen wird"
Weiterberatung Donnerstag.
Das Handelsprovisorium mit Sranlreich im Reichsrat.
Wegen die Stimmen der vier süddeutschen Länder angenommen.
Berlin, 7 Aprll (B.D.Z.) Auf der Tagesordnung der össeMlicken 6Ü)ung des LeichS- rats vom Mittwoch ftand der Gesetzentwurf über Berlängerung des deutsch-französischen Kandel-provisoriums bis Ende Juni. Bet der Berlängerung um einen Monat ift Frankreich bekanntlich die Einfuhr eines Weinkontingents z u ermäßigtem Zollsatz - umstanden, während Frankreich seinerseits der Rutschen Industrie einige Zollten- Zessionen macht. Die Au-lchüfse des Leichsral- vaben die Borlage abgeleh nt 3n der Bolte sitzung, ließ die preußische Legierung erklären, das» sie trotz aller Bedenken, namentlich wegen des Weinkontingenl-, doch der Borloge zustimmen werde, somit nicht etwa uner- wünschte Wirkungen für das Zustandekommen eines Ha uptver trage- mit Frankreich entstanden, über den die Berfranbl ungen bereits begonnen sind. Die gleiche Erklärung gab Dr Kam- macher namens der Bertreter aller Preußi'chen Provinzen ab. und ebenso erklärte Graf Holtzendorff. daß die sächsische "Regierung trotz sehr erheblicher Bedenken, namentlich wegen der Erhöhung des Mehlzolls, für die Borlage stimmen werde. Bayern ließ erklären, baß es die Borlage ablehnen werde, wegen der Bewilligung eines Weinkontingente- an Frankreich unb weil Frankreichs Gegenleistungen eine ?ianze Leihe von Industrien nicht berührten, die ür Bayern von wesentlichster Bcbcutung seien. In namentlicher Abstimmung wurde von der Boflüedommlung die Borlage mit 44 gegen 23 Stimmen angenommen. Dagegen stimmten Bayern. Würltemberg. Baben, Thüringen. Kes« f e n und Bremen.
Die Diäten
der Rei stagsabgeorbneten
Berlin. 6. April. (B. D. Z.) Der heute im Leichstag angenommene Ge enenttnurf über die Entschädigung der ÄNtglteder des Leichstags hat die Beft im mutigen über den Diätenbezug her Abgeordneten in neuer Fällung zusarnmengesaßt Die A u s w a n b » c n i । ch ä bi- guna beträgt wie bisher monatlich 25Proz. des Grundgehalts eines LeichsmlnisterS. also 619 Mk. Für jeden Tag des Fernbleibens von einer Bollsitzung oder bei Äichtteilnahme an einer namentlichen Abstimmung wird ein Abzug in Höhe von einem Dreißigstel der monatlichen Aufwandsentschädigung gemacht. Ferner ist der Bezug der Diäten ausgedehnt worden bis zum Tage der neuen Wahl. Die Entschuldigung de» Fernbleiben» wegen Krankheii »st an neue Äontrollbefhmmuiigcn geknüpft worden. In Zveiselsfälien kann der Präsik^nt bieBeibrtngung des Gutachtens eines beamteten Arzte« verlangen.
Aus bem Finanzaus chuh bes Hessischen Landtags.
Darmstadt. 6. April. (Eigener Bericht.) Der Fi na nza uo schuf, des Hessiiei-en Laichtags setzt« heute seine Beratungen des StaatSvoran- schlag» bei Kapitel 85 (Landwirtschaftstamm e r) fort Ein Antrag Angermeier will, daß der Zuschuß von 195 000 Bit nur geleistet wird, wenn die Äammee landwirtschaftlichen Besitz bis zum Werte von 10000 Bit steuerfrei laßt unb keine Gehälter Über 6000 Bit lahrlich zahlt Der Antrag wurde dbgclebru unb da- Kapitel genehmigt - Zu Kapitel 38 (Kirchen, lug ein Antrag Golm vor. beu Zuschuß ab,ul ebnen der Antrag wurde abgelehnt 6m Antrag Hctnftadr- Biank will, boß der unter Titel 4 eingesetzte Betrug von 125 000 Bit auf 250 000 Alk erhöbt wird unb baß em Darlehen zu den allen Bedingungen von 1 Million gewährt wirb Lach- dem bte Legierung Vorschläge gemacht batte, die nitfet so weit gingen, zogen die Antragsteller ihren Intrag zurück Lach dem Leaierungsvorschiag lott die Aegierung ennäMgt sein, den Archen ein weiteres Barleben bis zum Betrage von oOO OCX) Jif unter den gleichen Bedingungen zu gewähren, wie sie bei den bisherigen Darlehen bestimmt waren Bon ben alten Darlehen «oll bU auf weitere« (ein höherer Zrns'atz als 2 Pro-ent in Ansatz gebracht werden Der Zu- fchuß wird mit der Maßgabe um 125 000 Akk erbdbt. daß hierfür ebentetwnia n Lechtsan- lpruch anerkannt trneb. Vie die bisher unter dem äid*en Titel bem Utgten 125 000 Mk Der Bor- «♦lag »uxfh mit 8 gegen 5 Stimm. . genebelt unb das Äapitel mit 8 gegen 6 et mmen a n - genommen. Zu Äapttd Ss < X e 1# t>« r - Heber ung) beantragte her Al»g baß
das Gehalt des Prättbenten au* höchtz^ «> 9000 Mark fetgefeßt wird und bad bv Posten v^n
zwei Legierungsräten gestrichen werden. Der Antrag wurde abgelehnt und daS Kapitel genehmigt. - Kapitel 87 Schlichtungswesen) wurd. genehmigt. - Sin Antrag der Sozialdemokraten pi Kapitel 83 (Arbeittnach- weiswesen ufa>.). den für Wohlfahrt «pflege vorgesehener. Beiraq von 3 439 OOO Ml. um 252 XO 7HL zu erhöhen, wurde gegen 2 Stimmen mit 2 Sri mm enthalt ungern angenommen *3.n Antrag Ceufebner, den zur Unterstützung gemetn- nützger Ä echt saus kun»tsstellen im Etat eingesetzten Betrog von 5000 Mk auf 10 002 Bit zu erhöhen, wurde gegen 4 Stimmen angenommen Ebenso wurde ein Antrag Widmann-Kaul usw. in dem Borschläge zur Behebung der Erwerbs- loligkett in Offenbacfr unb Umgebung gemacht werden, angenommen. Ein Antrag Greiner auf Einreibung von Künstlern in die Srwerbslosen- ftitforge wurde abgelehnt, gleichfalls ein Antrag Angermeier. Klernyandwerler. Kleinbauern und Hausierer in b;e Erwerfrslofenfüriorae einAube» ziehen Die Kap.tel 89 (Landes kredttkalke). 90 (Bergbau), 93 (Gewerbeauskitkü). 94 »Dampf-
1 95 Llchweien) und 9t)
mufeum) wurden genehmigt Zu Kapitel 94 unb 95 hatte Abg. Deckler Anträge gestellt, daß die Ueberfchüsse nicht in d.e entlprechenden Fonds fließen, sondern Der Staat-kasse zuaeführt werden: beide Anträge wurden jedoch abgelehnt
Lohnverhandlungen.
Die Lohnabkommen für die Betriebe der Berliner Straßenbahn-. Hochbahn- unb Autobus- gesellschast wurden von den Arbeitnehmern zum 31. März gekündigt und eine Lohnerhöhung von 15 Pf pro Stunde gefordert. Die BerßanMun- gen bei der Straßenbahngefellfchaft haben begonnen.
Die Lohnverhandlungen zwischen den Gewerkschaften unb bet Lcichsbahnverwal- tung über die Neuregelung der Arbeiter löhne wurden von den Organisationen abgebrochen, da ihnen die Zugeständnisse der Leichsbahnverwaltung als ungenügend erschienen. Die Bet- Wallung hatte eine durchschnittliche Erhöhung von 3.5 Prozent angeboten.
Der Verband der Metallindustrielle n L l e d e r s ch l e s i e n S hat den Schiedslpruch abgelehnt, während die Arbeitnehmer ihn in dein Geltungsbereich angenommen haben. Der Schiedsspruch für Breslau wurde von beiden Parteien abgelehnt. Die Metallindustriellen haben die Generalaussperrung ausgesprochen. Bon der Maßnahme werden 15 000 Metallarbeiter betroffen.
Der Albanienkonflikt.
Deutschland-) Teilnahmc
an der Kommission der Mächte.
Eigener Drahtbericht de» „Gießener Anzeiger»".
Berlin, 1. April. Die Frage der Teilnahme Deutschlands an der Blbamentommifflon ift nunmehr durch einen offiziellen Schritt des französischen unb englischen Botschafters in Berlin akut geworden. Dabei ist der deutschen Legierung mitgeteilt worden, daß. wahrend zwischen Lorn und Belgrad zunächst direkte Bet- Handlungen über die Beilegung des Konflikts geführt werden sollen, eine Zi v i 1 ko m m i s s i on aus Berttetem Frankreich-, Englands unb DeutschlanbS gebildet werden solle, die bei einem eventuellen Zwischenfall sofort in Aktion zu treten hätte, den Fall auf Hären unb für Beruhigung Sorge tragen müßte, akut geworden. Die deutsche Beglenma hat auf diesen Schritt ihre grundsätzliche Zustimmung zur Teilnahme an der Kommission zugefagt. allerdings unter der Boraus- seyung, daß die Zustimmung sämtlicher interessierten Mächte, dH. Italien-. Albanien- und Jugoslawiens zu ber Bildung ber . unb baß die Funktionen ber geplanten Kommission zunächst genau fest- gelegt werden müßten. Sie Kommission wird voraussichtlich auS dem englischen unb französischen Militärattachc-, ber englischen unb französischen Gesanbtschaft in Belgrad unb einem Mitglied ber dortigen deutschen Gesandtschaft bestehen. Es dürfte keine Frage sein, daß die Teilnahme Deutschlands an einer derartigen Kommission nicht ohne gewisse grundfätzliche Bedenken zugesagt würde. Soweit Deutschland damit bem ^rieben ber Welt bienen kann, wird es selbstverständlich zu jeder Mitarbeit bereit fein, eine irgendwie parteiisch geartete Stellungnahme kann aber niemals in Frage kommen.
Die Spannung in Rumänien. Besserung im Befinden des Königs. — Die Nolle Carols.
Bukarest, 6. April. (XU.) Lach dem Heu- llaen amtlichen C o in m u n i q u e hat der rumänische Honig eine gute Lacht verbracht Die Besserung der Krankheit nehme zu. Das Fieber hab« gestern abend 37,5, freute 36,5 betragen der Puls 90. die Atmung 22. Das Allgemeindefinden sei viel leiser. - Aus der Umgebung des sich in Paris aufhaltenden ru- manischen E,kronprinzen Sarol verlautet, daß Sarol sich nicht im geringsten mit bem Gedanken eines Eingreifens in bie innere rumänllche Situation beschäftigt. Einem Aussrager erk.ärte er dieser Taae, er pfeife auf den Thron. Ihm fei leine persönliche Ruhe lieber als bet stürmisch politische Kamps vor allem wünsche er nicht, daß sein sterbender Baier unnütz beunruhigt werde, weshalb er den Aussrager auch druck in mtlbercr Form weiterzugeben Aver der König Ferdinand fei genaue ft em» über die £üUhtng aarois unterrichte: unb habe seinerzeit einen Borschlag der rumänischen Sicherhe.tspoli- -ei, die Geliebte Sarols. Lupesca. übet b;< Älinflt springen zu lasten, abgcleßnt mit bem Hinweis, baß sich dann auch «arol bas Geben nehmen würde. Das könne er als Batet nicht ertragen. Jedoch auch nach bem Tote des Soma« will Sarol In das Politische Leden Lu- mäuicns nicht eingreisen.
'tn unterrichteten Kreisen wird diese Absage damit erklärt, daß Ministerpräsident Ave» re,cu dem Führer der Liberalen Bratianu versprochen Haden soll. äavol mit teuxm Fuß au’ ben rumänischen Boden zu la"en. Dafür dar Bratianu Avereseu bte Derficherung gegeben, baß er ihm bis zum Ablauf feiner .Aeg.erungs- Periode' bU 1828 frtn« hrionberen Schweerrg* feiten mAdjen ttxrN tge^jen den Beteuerungen der Freunde äarols wird bchauptet. bte Sym- batßie« des rumänischen Bolles teen jar nicht fo groß wie das immer hinge stellt werde Earot
fei nicht nur ein heißblütiger Kavalier, sondern auch politllch wenig .lusgegllchen. Ihm werden 'ozialistifch-konnnunistische Svmoathien nachgefagt. er fvll ’ogar geäußert haben, er würde, trenn es einmal datau’ ankäme. Bessarabien an die Sowietunion abtreten, denn Laßland fei freute ber Träger einer neuen 3lw.
Römische Trinktspruche.
Ter ungarisch tkslienischc Vertrag
Bem. 6. AprrL ।Hl > Der ungar sche Mi- nisterpräfidenr Gras Bethlen hatte heute vormittag mit bem Unterstaarstekretär des ita- Imifchen Auswärtigen Amtes 'S no Grandi. <;ne emftünbig« Unterredung Um 12 Ufrt mittags wurde Graf Bethlen nn Ouir.nal vom xönifl in Peivataudlenz empfangen, fr« fast eine Stunde dauert. Um 1 Uhr folgte Gras Bethlen einer Einladung de- Äbnigä zu einem Diner in der Billa Savoya, an dem Mussolini. ® r a n b i unb der ungarische Unterstaatssekretär Grat ftfruen Heber vaty teilnahmen.
In einem Trin
Mussolini u. a. au- Unsere in Jemen Zetten entßanbene Freundschaft hat ihre größte Fest.- gur.q erhallen in bet hervi'chsten Epoche unser.- nationalen WiedererwachenS. als an ber Leite unserer Freiwilligen unb an‘er et Soldaten zahlreiche hochherzige Ungarn ihr Blut vergasten. Seit dieser Zeit fühlten sich das Uallenische unb das magyarische Boll brüderlich eng verbunden, so oft die beiden Lander schwierige Augenblicke erlebten Unb nicht einmal die tragische Stunde, die die 'Welt in jüngster Bergangenfreit durchlebte und In der politische Staat-notwendigkeiten unfett beiden Länder in zwei feindliche Lager trennten, hat diese gegenseitigen Freundschaftsgefühle erschüttern können. Heute mehr als je sieht Italien mit Genugtuung und Freude Ungarn jener besseren Zukunft entgegenschreiten, die cS wohl verdient. Wenn von nun an durch den Hafen von Fiume der ungarische Handelsverkehr den freien Ausgang zum Blcerc findet, so wirb dies eine Beleoung des Wirtschaftslebens her beiführen, da- soviel zur Berftärfung der bestehenden Beziehungen beiträgt. Gestatten Sie mir also, das Glas zu erheben zu Ehren der burchlaucht'gen Hoheit des Legen ten, der mit soviel Festigkeit da- ritterliche ungarische Bolk leitet, unb auf da- Wohl Ihrer Bation zu trinken, indem ich In Ihnen unb Frau Bethlen bie aeschäytesten Vertreter der italienisch-magyarischen Freundschaft begrüße.
Graf Bethlen erwiderte in seinem Trinkspruch u. a.: Eurer Erzellenz unb der befreundeten italienischen Lation spreche ich heute aufrichtigen Dank auS für die Ungarn in seinem schwierigen Kampfe um seine Jahrtausend alte Sristenz gewährte Unterstützung. Die wenigen Tage, Die ich in der Ewigen Lladt verbrachte, waren hinreichend, mir den großartigen patriotischen Schwung unb die andauernde Arbeit des italienischen Bolkes zu zeigen, das unter Führung Eurer Exzellenz dieses glänzende, unnachahmliche Ergebnis erzielt hat. Das Hoch Betfr- lens galt dem König und der Königin, der italienischen Kation unb ihrem Ministerpräsidenten.
Mißvergnügen in Paris.
Paris, 6. April. (TU.) Der .Ternps" schreibt Man verstehe sehr gut. baß Ungarn diese- Abkommen mit Italien unterzeichnet. daS es aus ber Isolierung befreie, in der sich Ungarn seit Kriegsende befunden habe und da- für die Entwicklung seiner Wirtschaft Erleichterungen und seinen Zutritt -um Abriameer bringe. Dieser doppelte Erfolg bedeute vom rein ungarischen Standpunkt aus ein persönlicher Erfolg de- Grafen Bethlen. aber vom Standpunkt der allgemeinen Lage wäre der Freundschaft-Vertrag zwischen Italien und Ungarn nicht geeignet, an ben Verhältnissen in de il- unb Osteuropa etwas zu ändern. DaS Blatt . .eit auf die Gerüchte an. wonach Bethlen die Unterstützung Mussolinis zur Regelung der Königsfrage in Ungarn angerufen habe. - DaS .Journal des DebatS' meint, daß. wenn die Kleine Entente gegenwärtig fein Schicksal nicht Mussolini anvertrauen wolle, dies deshalb geschehe. weil sie sich vereinigten, um zu verhindern, baß Ungarn seine früheren Grenzen wieder erhalte. Die Kleine Entente werde daher mit großer Aufmerksamkeit die Entwicklung de- Bertra- ges vom 5. April zwischen Rom unb Budapest verfolgen.
Sranfretd) und die Abrüstung.
Vriand über da» neue französische Alllikargesetz
Paris. 6. A»>ril (WB.) Außenminister Briand hat an!.'. ...b ber zehnten Wiederkehr des Tages, an bem l Bereinigten Staaten in ben Krieg eingetreten find, bem Pariser Bertreter d<r .Associated Preß" eine Erklärung abgegeben, in ber es heißt Frankreich wünscht eine Atmosphäre be - Ber- trauensunb des Friedens um sich herum Seine Bemühungen sind zum Ausdruck getem- men in ber Unterzeichnung von Abkommen, die bezwecken, bie Konfliktsgefahren zu beteiligen Die aufrichtig von der amerikanischen und der französischer' Aeglerung erstrebten Lüftung-, beschränkungen ei. «sprechen dem hemen Wun'ch des ganzen sranzöfi'chen Bolk s auf bem feit länger als einem halben Jahrhundert schwere militärische Lasten ruhen unb das vier Jahre hlnburch auf seinem Boden noch nicht wieder gut gemachte Berwüstungen ertragen hat Das neue französische MUit ärgesetz. das gegen- toärtiq bem Parlament zur Beratung vvrktcgt. ist von Persönlichkeiten verfaßt worden die die größten Feinde des 'Militori-mus find. 3um er ft en mal geht es darauf hinaus, die luffallung t*om nuöbniwcnben Knege zu beseitigen unb
Bürgern die derebicheuungswürdige Üaß des Krieges auf. fo baß bie ganze J<p l i v n gegen eine gemeinsame GJahr wach'am bleibt. Schlleßt eine derartige Latton nicht jede Angriffslendenz aus? Der Derzicht auf ben Krieg als Instrument ber nationalen Politik Ist durch die Unterzeichnung des BdlterbunMftalult unb bei Vertrages uon Lvearno besiegelt Jede durch die Bereinigten Staaten unterschriebene Ber- pflichtung. Me vom Friedenswillen getragen ist. wirb, so schließ: Briand. in weitem Maße dazu beitragen bte Grundlagen zu erweitern und zu verstärken, auf denen eine •ntemdtlonale Friedenspolitik errichtet werden farm
Enttäuschung in Amerika.
I eu e o r f fi Sprit. (STB.) Präsident tt »elilgt hat trotz der Ädiebnana Arankreich» beWofien an ber Drei-»ätfrte.Aonfereni
festzuhalten Der beute hier veröttentüchch Sortimd ber franz-fischen Ablehnung wild im alige.neinen mit Restgnation euigerommee. IQan fratie hofft, ben zehnten 3afrr«»iag de» dm- txtltit? flmerifas m den Weltkrieg durch die ,"iüb-
• frage würdig begehen zu können, unb ist nun betrübt baß Frankreich die» oerei telt hat ..Xi- me»** und Tribüne" menen etwa» bitter daraus hin. daß ßronfTuth soeben den fteubou von 19 >rletz»fchisken deschiosten habe (Einigungin dersranzösisch- russischen Schuldenfrage?
Ltga. 7. April. TAI ) Die rusl.fch-fron- zös.kchen Berhandlungen find zum Lert ähgt- schlossen Der ruff.kche Bottchatter Lakowski soll Ine Bollmacht erhalten Haden, mit der tean- -dl'chen Legierung ein Abkommen zu unterzeich» nen. wonach die Srvjetregierung Ihre Staats- f ch u l d im Betrage von 450 Millionen Gvll- franken anerkennt. Zrankre ch der Sow'et« un.on einen Warenkredit ;n Höhe von 250 bis 350 Millionen Gvldfranken geträfrrt und d.e Sowjetregierung die in dem tunesischen Kriegs- Hafen Biferta internierte Flotte zurückerhält — Lach einer Pariser Meldung der Boff Z»g * fiebt das Protokoll über die E'.niguna In ben Schulden Verhandlungen vor. daß Lichiand' ent Annuität von 70 Millionen Qolb- franken an Frankreich zahlt, die für den Schuldentllgungsdienft der russischen Bor.r egs- Ichuld Berwenduna finden sollen. Zur Sicher* ftellung ber französischen Kredite hat die französische Delegation die Berpfändung der außer* ordentlich ergiebigen Petroleumquellen von Grosnl im Kaukasus vvrgeschlagen für deren Erschließung und Ausbeute iranzöfische Gesellschatten ein Monopol erhalten sollen.
Aus aller Wett
Oer evangelische Vlschvs In Preußen.
9m Kirchlichen Gesetz» unb Verordnungsblatt wirb ber Entwurf eine» Gesetze» über bte Benbe- ning von omUichen Bezeichnunaen veröffentlicht, bem ber Kirchensenot ber Evangelischen Kirche ber Altpreußijchen Union ber am 23. April in Berlin zusammentretenben General- • n n o b e norleaen wird. Noch diesem Entwurf soll an Stelle ber Amtsbezeichnung Superintendent bte Amlabezeichnung Dekan unb an stelle der Amtsbezeichnung (Beneralluperintenbenl die Amtsbezeichnung evangelischer 'Zifchof treten Dem Gesetzentwurf ist ber Entwurf einer Entschließung ber Generalfynobe beigegcden. worin erklärt wird, daß durch diese neuen Amtsbezeichnungen keine Aende« rung in ber verfassungsmößigitz Abgrenzung ber Zustanbigkeit der Bischöfe uegenüber den anderen Organen angejtrebt wirb D1 Provinzen ’ß e ft • faten und LheinIanb bleiben zunächst uon dieser Bestimmung ausgenommen, bis bie Aenderung ihrer Kirchenorbnung beschlossen wird.
Lngiisch-deuffche Jllm-ftorporallon.
Der deutsche fliimotiettor Dupont, der kürzlich von einer britischen Film-Gesellfchaft mit einem Wochenaefralt von 1000 Pfund Sterling engagiert wurde, um ihre Ateliers zu leiten, frat. jetzt eine engllfch-deutsche Film-Korporation gebildet, die fünf „Ueberfilme ‘ mit Unfoften non je 50 000 Pfund Sterling Herstellen soll Das Kapital der neuen DZellfchaft »ft bereits volttg gezeichnet. Unter den vier Direktoren befind^ sich der Urheber des Golem-Films. L i p p m a n n. von der Deutschen Dloria-iDetellschatt 111bei 50 Prozent der Aktien befinden sich in englischen Händen
Schwerer Grubenunsail in Lothringen.
Während der Frühschicht eragneu- sich auf dem Gargan-Schacht der de Wentel schon Gruben in Qotbnngen ein Unfall, der leicht zu einer Katastrophe hätte führen können. Durch das Einatmen giftiger Dose, tne einer im Förderstollen verwendeten Benzoilvkomo- tive entströmten, fielen In kurzer Zeit 13 Bergleute in Ohnmacht Nachdem die schadhaft gewordene Lokomotive aus dem Schacht entfernt war, wurden die Verunglückten gefroraen und 'ofort ins Knappfchattslazarett gebracht. Dic Ber» giftungen sind größtenteils f chwerer B^ti«, 15 Jahre .Zuchthaus für einen Eisenbohnanichlag.
Das Schwurg.rich: Fürth i. B verurteilte den Maurer Bleimüller auS Herzvaenaurach. der im Auaust 1925 ver'ucht hatte, den D - 3 u g Nürnberg Würzburg zum Entglei * fen zu bringen mit der Abficht die ver* u n g I ü d t ♦ n Leitenden zu berauben, .zu 15 xiafrren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust Blein uller war nadfr der Tat in die fronzöfifch« Fremdenlegion etngetreten. wurde aber auf deutsches Ersuchen ousgeliesert.
Aufklärung eine» angeblichen Datennorbe».
Bor etwa einem Monat stellte sich der Leie* phonift Friedrich Muller aus Huckinaen der Polizei und erflärte, er habe seinen Batet c r m p i b r wurde In Äaft genommen,
und er widerrief später fein Gest infrnij. D e geheimnisvolle Angelegenheit hat letzt eine übe»* raschen de Aufklärung gefunden Dem Untersuchungsrichter ist es gete^rn. in Hamm i. W. den angeblich ennowten Baler bet bester Gesundheit als Zechenarbeiter auszusinden. Der Sohn, der das Opfer einer Aeroenkrankhett sein soll, wurde frelgeloffen.
Ein bekannter Hockey gestorben.
Der bdannle enaltsche Zocke^ i/eurge Archibald ist in Lew-Market nach e n. n Lennen an dem ei tellgenommcn hatte plötzlich v-rftorfren. Archibald hatte ungefähr 180 Siege in England unb ungef ähr 100 im Auslande zu verzeichnen, u. o auch in Drut'chland und Oesterreich
Künstliche Robelbafrnen.
3ebl hat in Berlin au a neben der feil langem bestehenden künstlich... Lchlittfchuhbahitz im Sportpalast auch eine künstliche Lodelbahn erhalten, bte es ermöglicht, auch im heißestem Hochfommer LodellPort zu treiben Sie ist eine Lrf.nduna des Engländers Apscougfr. Die Schnee* bahn soll übrigen# weiter ausgebaut und veo» vvllständigt werden und ein regelrechter Ber* liner Schneepolast entstehen, der die erste k-eraniae Einrichtung aus der ganzen Weit sei« wird. Es werden *uxi Sprungschanzen» a n l a a e n. zwei Lodeldahnen und SkiübungOe hänge in großem Ausmaße aufgebaut werden.
B)ektrrvoraussafte.
Dolltfl. etnw* kühler, meist trocken, höchstens vereinzelt Legenfällr.
Gelte,ae Inßretemperoluren. Ttapmum: 144 Wrob Eelfius. Minimum: 64 Grob Gdfius. '^lieber* läMaoe: 54 Millimeter.
fte ulge Morp-ntemperotur 34 Grob Eekfiu».


