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begann mir Liedern von Schubert, Dolf und Jensen und fang zum Schlutz Arien aus . 3aubcr- flöte". .Don 3uan" und .Lraoiata". Die lehr voNeilhaft gewühlte Folge gab dem Solisten Gelegenheit, den ganzen Umfang eines tadellos ausgebildeten, überaus weichen und »ragfLhigcn Tenors eiiuufcfren. der auch im Piano und den ganz mühelos genommenen, hoben Lagen an Glanz und Reinheit nichts cinbüftt. Auch die beträchtlichen technischen Schwierigkeiten, zumal in den Mozartarien und im italienisch n Bel- can'.o Derdis, wurden mit grober Sicherheit bewältigt. 5rL Zeichner bewährte sich am Flügel als gewandte und anpassungsfähige Be­gleiterin

Sämtliche Darbietungen wurden mit leb­haftem Beifall entgegengenommen. Es ist zu hoffen, daß auch der wohttätige Zweck bietet AbendS im gewünschten Umfang erreicht wurde

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langer und Lic. brachte zunächst eine Händel-Arie aus .Acis und Ga'atHea" und Mc Arie .Reue Freuden' aus .Figaro", später Lieder von Brahms und Mendelssohn, als Ab- fchluh i gemeinsam mit Herrn Saun) Duette von Mozart und Serbi; die Vortragende verfügt über eine srischc und biegsame Raturstimme die sich besonders in den beiden ersten Gesängen zu schöner HHe entfalten konnte. Lic L a u n

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er Rotuen über Brände. Unglücksfälle. Mord- toten. Ratnreregnisse Bauten, das Jahr 1848 hinterlassen Da fein Bater Buchbeuckere'befitzer war so widmete Professor Ottmann seine beson­dere Ausmerkfamke t dem Giestener Ruchdruckerei- gewerbr und sammelte Mater.al da« sich auf den Gietzener Zeitung«- und Akzidenzdruck bezieht Zeitungen. die früher hier erschienen, so t-er .Jüngste Xca" und dos ..Laternenmännchen . d r heule lehr selten sind, finden sich, allerdings nicht in vollständ gen Jahrgängen aber doch in nteressanten Aummern. vor Da- Siebener Adrehbuch vorn Jahre 1840. sowie die Protes- soren- und Studcntcnvcrzeichnisfc von 1824 an find wertvolle Quellen der Gietzener Lokal­geschichte Diele Bilder und Ansichtspostkarten, die sich auf Giehen beziehen. Rachrichttm über arohe. in Stehen abgehaltene Feste. sow e Flug, blutter sind der Sammlung be gefügt L-crtvoll find einige Gruppenbilder aus alter Zeit, so c;n Dkld der Mitglieder des längst «ingegangenen Dereins ..Wartburg" vom Jahre 1864 Auch in der Bibliothek des Verstorbenen befinden sich interessante Stücke, so die ersten Ausgaben der Darmstädter Lokalpossen des Ernst Elias Riebergall ..Der tolle Hund" und ..Dal- terich". lieber diese Bibliothek haben die Srben noch keine Derfügung getroffen, in ihr befinden sich auch wertvolle Ausgaben lateinischer undariechischer Autoren, außerdem viele Schulbücher und Schriften aus dem Gebiete der klassischen Philologie Die Leihbibltv- chek. die der Baker des Derstorbenen früher in der Schlafgäste betrieb, ist schon seit längerer Zeit in den Besitz der Universitätsbiblivthe: übergegangen. Es ist erfreulich, datz der Ober­hessische Deschichtsverein diese Sammlungen an- gekauft hat' denn dadurch werden sie vor Ber- schlcuderung bewahrt und bleiben in ihrer seit- herigen Anordnung erhalten.

Musikalischer Abend.

Am Samstagabend veranstaltete Elisabeth Feich »er im Saale des Realgymnasiums mit einigen ihrer Schülerinnen unter Mitwirkung von Frl. Lore Sander (Sopran- und Privat­dozenten Lic 3. 5. 2 a u n (Tenor) einen musikali­schen Abend zum Besten des Krüppelheims in Dietzen. Die umfangreiche, geschmackvoll zusam- mengestellte Bortragssolge vereinigte ausschlietz- lich klassische Stücke verschiedener Stilgruppen, vom BachschenKlavierbüchlein" bis zu Liedern von BrahmS. Reger und Hugo Wolf. Den pia- nistifchen Teil des Abends eröffnete die von Frau Geh. Rat P o p p e r t und Frl. Felchner geschickt interpretierte Holberg-Suite zu vier Hän­den von Drieg. Des weiteren hörte man die Gigue Suite A-Dur (aus dem ..Alavierbüchlein") von 3. S. Bach und ein Stück aus Schumanns reizenden . Kinder szenen" (Frl. Herma Hech- l e r), drei kleinere Stücke von Bach, Tschaikowski von Snrico Bossi (Frl. Martha Krombach), das Regersche .Albumblatt" und das Rondo 0-Dur von Beethoven (Frl. 3ngeborg Pop- hert); alle diese Stücke wurden korrekt und sau­ber gespielt, stellten der pianistischen Ausbildung der Dortragenden das beste Zeugnis aus und sanden den wohlverdienten Beifall eines zahl­reichen Auditoriums. Den gesanglichen Teil des

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Dietzen, den 7. März 1927

Wertvoller Ankauf des Oberhesfischen Geschichisvereins.

Der Oberhessische Deschichtsverein hat die Sammlungen deS vor kurzem verstorbenen Oberlehrers L R. Prof. Dr. Richard Eduard Ottmann erworben. Ottmann. der infolge Kränklichkeit seit Jahren im Ruhestand lebte er .unverheiratet und ein sehr einsames iJtten führte, war nicht nur ein kenntnisreicher Philologe, sondern auch ein fleißiger Sammler von Rotizen, die sich auf die Ge schichte der Stadt Giehen beziehen ör sammelte' fahr- zehntelang Zeitungsausschnitte und ordnete sie nach bestimmten Gesichtspunkten Was er sam­melte. wurde in einzelnen Kästen, die in grotzen Repositvrl« bereinigt find, verwahrt So hat

der zurückgezogen, die beiden anderen Absätze wurden einstimmig angenommen Sin körn nunisti- scher 2lntrag. schlau reife Liölder in einem Umiang von lahrlich 200 Moigen zu -«edlungszweckeri nie- derzulegen, mürbe einstimmig abgelehnt. Das gesamte stapitel 2 wurde dann angenommen. Dien» og Fortsetzung der Beratungen bei Kapitel 3.

Der Hess Ftnanzmi Nister hat dem Landtag die nachstehende Vorlage zugehen lassens Die Sei- trage der ® e m e Inden und Privaten zu den - osten derFor st Verwaltung sind nach einer Anmerkung zu Kap. 1, Ziss. 2 des Lwa,-voran- chlag» jeweUs nach den wirklichen «osten zu be­rechnen. Für da» Vahr 1924 konnten die wirklichen Kosten zu der Zeit, zu der die Beiträge angeiordert werden mutzten, noch nicht sestaestellt werden. (Ein längeres 3umarten nut dem Ansordern dcr Beiträge .vor ober nicht möglich, weil der von mir im Ein- -ernehmen mit dem Herrn Minister des Innern zu- irblUlgte Ersatz an den Beiträgen des Jahres 1923 Erhebung der 1924er Beiträge ausgerechnet iieeben sollte. Aus diesem Grunde wurden für das jabr 1924 zunächst die ooranschlagsmätziqen Sätze anaesordert. Nachdem nun die wirklichen stosien für 1924 festgestellt stnd, ergibt sich eine Mehrausgabe gegenüber dem Voranschläge von 249 000 Mk. Diese Mehrausgabe ist veranlatzt durch Erhöhungen der Gehalte, des Dohnungsgeide» und des stinderzu- Schlages am 1. April 1924, 1. Äuni 1924 und 18. No. nember bzw. 1. Dezember 1924. Da der Beitrag für 1924 nun schon weit über Iahressrist nach den vor- ^nschlogsmätzigen Sätzen angeforbert und zum protzten Teil erhoben worden Hf. -beantrage ich von jner Trochsorderuno für 1924 ab.zuschen. Für das lahr 1925 beläuft sich der wirkliche Tesamtauswond rm nur ninb 5000 Mark hoher als der Voranschlags- mötzioe Kostenbetrag. Da der Ausschlag dieses Heb WI Betrages auf rund 172 000 Hektar Staats- und Semcinbemalb und 22 000 Hektar Prioatwald die soranschlagsmätzigen Lätze je Hektar nur um (Findet- Pfennige erhöhen wird, so beantrage ich im Inter- 'ff« «tner vereinfachten Berechnung die auf 10 Pf. abgerundeten voranschlagsmätzigen Latze je Hektar für 1925 erheben zu lassen und von dem weiteren Ausschlag der Mehrausgabe von 5000 Mark ab- jufeben.

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Don der Matthäusgemeinde Herr Pfarrer Mahr hat vor kurzem zwecks Wiederherstellung seiner Gesundheit einen län­geren Urlaub beantragen müssen Ss ist damit zu rechnen, datz Pfarrer Mahr In den nächsten -tagen für längere Zeit aus seinem Pfarramt- liehen Wirken ausscheidet. In seiner Stellver- tretung wird Pfarrer Hertel die Dienstge­schäfte der MatthäuSgemeinde versehen.

ch Der Frühling kommt. Liri, liri, lüh schön ists in der Frühl so tönts uns seit einigen Tagen aus den Lüften entgegen: Die ersten Lerchen sind eingetroffen. Auch die Grasmücken künden raufend den neuen Frühling an.

' Flugzeugbau in Dietzen. Die Iugcndgruppe des Gietzener Vereins für Luftfahrt, die zur Zeit 10 Schüler umfaßt, baut gegenwärtig einen Gleitflieger (Schulflug- zeugZögling"). Das Modell war vor einiger Zeit bei 6er Firma Wilhelm Möser, Helters- weg, ausgestellt. Der Kostenvoranschlag für den Bau des Flugzeugs beläuft sich auf 350 Mk. Aufgebracht sind bereits 175 Mk. vom Verein und 37 Mk. auS eigenen Mitteln der Mitglieder der Iugendgruppe. Gs fehlen also noch ungefähr 150 Mk. Die Arbeiten am Flugzeug sind schon weit gediehen. Ss sind bereits 26 Rippen, das Seitensteiler und das Höhensteuer mit Dämp- sungsfläche fertiggestellt. Um die Weiterführung des Baues zu ermöglichen, hofft die Iugend­gruppe auf die opferfreudige Hilfe aller am Flugwesen interessierten Mitbürger.

" Vogelsberger Höhen-Diu b. Un­ter gewohnt starker Beteiligung seiner Mitalieder beging der Zweigverein Gietzen des D. H.T. am Samstagabend in der Turichalle am Oswalds- garten fein 19. Stiftung-- und Auszeichnungsfest Ein reichhaltiges und abwechflungsvolles Pro­gramm wurde von allen Mitwirkenden in bester

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Deisc ahgettndeü und dadurch den Besuche« Stunden onregenber Unterhaltung aeboten Dee Borsidende des Zweigvereins. Oberreallehoe« Will, wics in seiner ^egrüsiungzaniprache auf die hohen ^emütswerte hin, die im aride«, im <tenncnlemen unserer Heimat und in den vielfachen Wechselbeziehungen zwischen der städtb- schen und dcr ländlichen Bevölbrrung liegen, die vom B H ö. bewutzt und forgfältig gepflegt werden, und brachte ein freudig aufgenommntei . Fnsch auf r auf das Vaterland und den B. H. tt. aus. 3m Mittelpunkt des Abends stand die Her» teilung der Wanderauszeichnungen für 1926. bei der ausgezeichnet wurden Mil der Radel 25 Anton Bey mit 26. Helene Dreyer mit 26, Karl ®rüget mit 42. Lina Gruger mit 28. Smmy Herling mit 25. Friy Zullmann mit 31. Lina Sullmann mit 25 A Bfaff mit 33. Sd. Schäsee mit 25. Hans Schäfer mit 25. Paulme Schäfer mit 25. Ad. Schwall mit 26. Gust. Stein mit 25. Marg. Straub mit 27. Marie Wagner mit 25 Wanderungen; mit der Radel 50 Sophie Han- Item mit 53, A. Schneidrnuller mit 70. Lari Störs mit 50. Paula Süsel mit 53, Äarl Währurn mit 60, Mane Weber mit 54 Wanderungen. mit der Radel 75 Anna Mnrg Haas mit 76. Heinrich Ärat mit 79 Ernst Pclrt mit 80 Wanderungen: mit der Radel 100 Heinr. Klemmrath mit 104, Earl Plank mit 115, Rud. Richter mit 101. (L-an Stroh mit 116 Wanderungen: mit der Radel 175 Lari Raibach mit 181 Wanderungen, mit der Radel 200 Lari Faber mit 208 Wanderungen, mit der Radel 225 Lhrist. Georg mit 226 Wan­derungen Gesangsvorträge des Frauenchors un­ter dcr Leitung von Frau Oberreallehrer Will, ein von Beremsmitgliedern flott und sehr ge­fällig gespielter Schwank, teilweise in DogiÄ- berget Mundart, ein von acht B. H. Lern vov- tresslich auSgesührter süddeutscher Bauerntans, aemeinschastliche Lieder, gute musikalische Dar­bietungen, unter denen das famose, mit stür­mischem BeisaU aufgenommene Trornpetensolo des Herrn Schwarzkose besonders hervvrzuheben ist. und ÄlaoierDorträge füllten den ersten Dell des AbendS in schörrer Weife auS. der zweit« Teil gehörte dem Tanz. Mit besonderer An­erkennung sei hier vermerkt, datz btS zu unsere» Weggang nur deutsche Tänze getanzt wur­den, die diesem Vergnügen eine besondere, autzer» ordentlich erfreuliche Rotc gaben. Man wird an den in allen Teilen wohl gelungenen Abend gern* zurückdenken

L^ornotizen.

Lageskalender süt Montag. Lichtfptelhaus Bahnhofsttatze: .Faschingszauber". Astotia-Lichispiele: .Die unheimlichen Drei".

9m Goethe-Bund wird am kommenden Donnerstag der Dichter FrankThiehau» seinen Werken oorlejcn. Berufenste Kritiker so fchreibt man un» bezeichnen den Dichter al» einen minft- ler, der nicht im Handwerk stecken bleibt, der Zeug­nis ablegt von gesteigertem Menschsein, von hohem geistigen und feclifchen Erlebnis, von unerbittliiyem Ringen um letzte Werte, als eine Mannes-, ja Kämpfernatur die sich eine einheickiche Wett- anichauung zusammengefchweitzt Hot und den Mut besitzt, sich zu ihr, sich zu sich selbst xu bekennen Ein interessanter und genntzreicher Avend ist zu er­warten. (Siehe heutige Anzeige.)

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