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Der VesaWgSabbmi vollendet? Zehntausend Mann tollen das Rheinland verlassen haben.

Beeile, 4 Rov wie der Demokratische Zei- lungeblenft oon unterrichteter Seite erfährt, Ist der vorgesehene Besotzongsabbau vollendet. Der Rötf- jug der Truppen und die weiter dadurch notwendig gewordene Umgruppierung der Im Rheinland verbliebenen Truppen sei Im wesentlichen durch- geführt worden. Wie vorgesehen, hätten rund 10 000 Monn das Rheinland verlassen. Die Aus­wirkungen der Besahungsobbaue» seien indessen zur Zett noch nicht zu Übersehen, do sich die J a m 111 r n der verheirateten Offiziere und Unter­offiziere einstweilen zum Teil noch in den früheren Garnisonen befänden.

Das Samoamandat.

Die 6knfcr Mandatskommission über die Einfleboreuenunruhen

Genf, 4. Rov (XU.) Th« Mandatskom- Mission bei Dölkerbundes des atzte sich mit dem neuseeländischen Mandat Samoa. Der eng­lische Regierungsvertreter gab gu. datz die Der- toaüuna in Apia, die ®intDÖbner lm Gebiete, a l S britische Untertanen bezeichnet Hot. erklärte aber, daß die neuseeländische Regierung über den RvchtSzustand beider unterrichtet sei. Hinsichtlich der jüngsten Unruhen in Samoa legte der RegierungSv.-rlreter ein Telegramm b«8 Minift er pr ä Iidenten vor, demzufolge die Ur­sache der Unruhen In der Festsetzung der Preise für Kopra und im Alkohol- Verbote gu suchen sei. Weite Unzufriedenheit schassen die hohen Kosten der Grvaltuna der öffentlichen Reinlichkeit. 3m übrigen seien eine Reihe beruhigender Matz regeln ver­fügt, und eine Untersuchungslommission einge­setzt worden, die Ihre Arveitm beendet hat, doch könne der Bericht erst in einiger Zeit erntreffen. Die Kommission betonte die Rühlichkeck deS Wun­sches. datz in den jährlichen Berichten der Man- dätSmächte stets und so rasch alS möglich Mit- teilungen über Unzufrieden hei! en und Be­schwerden im Mandatsgebiet ausgenommen wer­den möchteir. Heber die Ereignisse in Samoa wird sich die Kommission erst nach Eintreffen de< Berichtes ein Urteil bilden. Sie bittet die Man- datSmachl um deren Ansicht über den Bericht.

Der Staudamm am Blauen All.

Verstimmung in England.

London. 4. Rov. (Amtlicher englischer Funkdienst.) Die Melknmgen auS Amerika, wo­nach eine amerikanische Gesellschaft die Kon­zession zum Dau ehrest StaudammeS am Tsana- See in Abessinien erhalten habe, sindet in Lon­doner Kreisen wenig Glauben. Man glaubt nicht, datz ein solches Abkommen mit Kennt­nis der abessinischen Reaierung ge­troffen worden fein kann, da Kaiser Menilik II. gemätz dem mit ihm im Jahve 1902 abgeschlosse­nen Vertrag seine Zustimmung dazu gab, keine Arbeiten am Blauen Ril, Tsana-See oder Sobat- Flutz vorzu nehmen oder zu gestatten, durch die chre Gewässer verhindert werden, in den Ril zu fliehen, «S sei Derrn, datz die abessinische Re- giennid und die Reaierung deS Sudan ihre ö in­te t III a u n g zu solchen Arbeiten geben. Die abessinische Regierung ist wegen eineS PlaneS, tote er in den Meldungen auS Amerika erwähnt wird, nich t an di« englische Regreruna heran­getreten. Grvssbritannien hat sich viele Nähre bemüht, von allen benachbarten Mächten daS feterlid>a Versprechen zu erhalten, datz stc jedes Vorgehen vermeiden, durch das die Wasser- menae im Ril und in seinen Zufiussen ver­mindert wird, da sic einen lebenswichtigen Faktor für die gedeihliche Enttotcflung Aegyp- tenS und deS Sudan bilde.

Dr. Vuttner, der amerikanisch« Agent des abessinischen Sondergcsandten Dr. Martin, teilte mit, datz Martin, der inzwischen wieder nach Abessinien -uruckgcreift ist. die Verhandlungen mit voller Kenntnis der amerikani­schen Regierung geführt habe. Ar hab« trerfchiedene Unterredungen mit C o o l i d g e und Staatssekretär Kellogg gehabt, um Deren for­melle Zustimmung er vor Eröffnung der Ver­handlungen nachgesucht haben soll. Gr habe sie auch über den Fortgang der 'Verhandlungen und daS endgültige Ergebnis unterrichtet. Vuttner versicherte, datz die amerikanische Regierung wäh­rend der ganzen Zeil ihre voll« Zustim­mung zu dem Plan deS Baues bekundete. Aus di« Frage, ob die britischeRegierung von der abessinischen Regierung über die Verhandlungen unterrichtet worden lei. erwiderte Vuttner. soviel er wisse, sei dies nicht der Fall. Er sei auch der Ansicht, dass die abessinische Regierung völ­lige Freiheit habe, solch« Kontrakte nach eigenem Ermessen zu trergeben

Sine neue französische Partei.

Tie (Gründung Franklin Botiillotts.

lkigene Drohtmelbnng de-Siebener Anzeiger»*.

Berlin. ö. Noo. Herr Franklin Bouillon bat dte Öolatrung au» feiner Niederlage auf der Ta- mmg der Radikalsoziaüsuschen Parte, aezogen er bat. nicht ohne einige Tränen zu vergiessen, feinen Austritt au» der Partei erklärt und flladivitig bekannt gegeben, datz er eine neue 'Jtabiral- unionfftifehe Partei au gründen beabsichtige. Da» Ht für die Rad,kaifoziaiisten zunächst einmal eine tfntkrthing. sie waren sonst vielleicht vor den Zwang gestellt worden, ibn nus,zufchsiess«i. dan,m sind fte letzt betvmgefonnnen. (Fe Iaht sich aber noch nicht überleben, ob nicht doch Ne Gründung dreier neuen Konkurren^partei eine größere Schmach u n g der größten bürgerlichen Partei Frankreich bedeutet Frunkttn Bouillon hält an her 'Jtationaluition Poin- carSfcher Färbung fest. Er bearünbet ferne fluvtritt»- erflarung gerade damit, datz er ein Bündni» mit der s o zi a I i ft I s ch « n Partei nicht mltmachen könne, die sich für die unmittelbare '.Räiununfl der Ndeiniande und den Anschiusi öefter- vrichv an Deutschland einsetze (Fr tritt asto al» Bun- beegenofk Potncar 4 s auf, und die vielleicht ge- mpiltc Wirkung lerne» datz der rechte Flügel der Radrkalfozialen v^-'ptit tert wird, um dem bloe national nerfteelte .hl. hiljsdienste zu leisten. Pomcare axrb sich bwfer . nt Wicklung freuen. Gerade durch da» neue ^nzotziche Wahlgesetz, do» mH der Wietzerem Rührung de» zweien flktblganget, den Abschlutz -on Kartell er­leichtert. wären (eine Ausfichten bei den konm rrden Neuwahlen doch erheblich verschlechtert, Herr Frank­

lin Bouillon sorgt fetzt benfr. datz dieser sitetzler wie­der ausgepliche.i wird. Er hat m einer ganzen Neide von Wahlkreisen Anhängerschaft genug, um seine atte Parte, aus dem zweiten Wahlgang pi verdrän­gen unö dadurch die Mögiichkesten etne» Liege» des UmferorteU» zu verhindern.

Oer Diktator wider Willen.

Die Vertagung des polnische« Parlament-

Eigene Drahtmeldung des Wietzener Anzeiger*'

Berlin, 5. Noo. Herr P i l s u d s k i, der als der starke Monn an die Negierung kam. aber immer mehr in die Nolle eines Diktator» wider Willen hinemaesunken ist, Hai sich oezwungen ge­sehen, bas polnische Parlament, nachdem ee eben wieder zu summen getreten war. sofort von neuem zu vertagen, und zwar gleich bis End« No­vember, wo seine Legislaturperiode obläuft. (Er macht diese» Spiel nicht zum erstenmal, der Sefm ist schon langst nur noch der Schotten einer Volksvertretung und hat sein Schicksal durch seine Vergangenheit mehr als hinreichend verdient. Pil- iudski wird also auch wohl die Kräfte, die dahinter stehen, richtig einfthäf.en, wenn er keine grossen Rücksichten malten säht, sondern in aller Gemüts- ruhe den Sejm noch tzausknechtsmethoden behandelt. Das Merkwürdige ist nur, daß er selbst dabei oer- muttid) nicht freiwillig handelt, sondern wieder unter dem Zwang der amerikanischen Finanzkontrolle, die auf ihm lastet. Er ist zur Herrschaft gekommen, weil er den (Etat in Ordnung bringen wollte. Er hat oon Amerika Bedingungen schlucken müffen, die gerade er oon Jahr und Tag mit Entrüstung abgelehnt hatte. Es war zu erwarten, datz seine Widersacher «hm im Parlament do» gründlich unter die Nole gerieben und den Notetot, den er auf amerikanische An- iveisung vorlegen mutzte, ft irf zerpfl ickt hätten. Daraus konnte er es nicht ankommen lasten, wenn er nicht seine innere Stellung überhaupt gefährden wollte und hat deshalb zu dem Verzweistungsmittel aller Diktatoren gegriffen, datz er nun ohne Par­lament regiert; auf mindesten» vier Wochen. Und es ist vor der Hand noch zweifelhaft, ob er nicht die Mehrheit schaffen ober finden wird, die Neu­wahlen noch weiter hinauszuschieben. Er wäre wirklich eine geschichtlich« Figur, wenn er die (Ener­gie aufbrächte, um mit solchen Methoden t a t s ö ch - l l ch den polnischen (Etat In Ordnung zu bringen, wie er es den Amerikanern versprochen hat. Aber nach dem, wo» wir bisher oon ihm wissen, fehlt ihm der Zug kalter Entschlüsse, der für einen Diktator Vor- aussetzung ist, dafür hat er einen stark romantischen Einschlag. Und es Ist schon etwas Wahres daran, wenn ihm nachgesagt wird, datz die Politik der star­ken fjanb, die er markiert, nur aus seiner Schwäche geboten wurde.

Schweres Hochwasser in den Vereinigten Staaten.

Reuhork. 4. Rov. (WTD.) Wolkenbrüche richteten lm Staate Reuyvrk und in Reu- England beträchtlichen Schaden cm. 2kn V«r- mont, das am meisten gelitten bat, tarnen vier Personen um8 Leben. Der Eisenbahnverkehr ist unterbrochen. Viele Städte stehen zum Teil unter Wasser. 3n Massachuset t S wurden mehrere Hauser zerstört. Zwei Perlvnen ver­unglückten tödlich Der durch die äußerst hef­tigen anhaltenden Regengüsse In den nördlichen und westlichen Teilen der Reuenglandstaat m und dem nördlichen Teil deS Staates Reuhork an­gerichtete Schaden wird beveitS auf Millio­nen geschätzt. Der Connecticut-Fluh ist über die Ufer getreten und der Bahnverkehr nach Kanada und nach anderen Richtungen infolge der Heber» schwemmungen unterbrochen. Staubecken und Dämme sind gebrochen, Brücken weggefchwemmt, Mühlen und 5übri(betriebe mutzten vielfach ein­gestellt werden. In zahlreichen Ortfdxtitcn reicht daS Wasser bi 6 zum zweiten Stockwerk. Die Straften In Mont pel ier (Vermont) fteben unter Wasser. 3n der Ortschaft S ecket (Massa­chusetts) wurden vierhundert Wohnhäuser und mehrere Fabrikanlagen infolge Berstens des P/? Kilometer entfernten Staubeckens fort­geschwemmt. Die EintooDner konnten rech',zeitig gewarnt werden. Rur eine Frau ist ertrunben. 3n einigen Gegenden dauerten die wolkenbruch- artigen Regens alle zwei Tage an. Der Hudson- f lutz bet Albanv weist einen Stand von zehn Fuss über normal auf. Die Straften an den Fiutziäufen von Albany stehen unter Walser. Rach den bisherigen Meldungen sind 17 Per­sonen den Ueberschwemmungen zum Opfer ge­fallen.

Erdbeben an der kalifornischen Küste.

k1 o 6 Angeles. 4. Rov ' ) ?ln der

Äüfte wurde von «Sanela Maria b i S ÖanttaBarbara ein Erdbeben von beträcht­licher Dauer, aber mähiger Stärke wahrgenom­men. Zwischen 3 und 7 42 Uhr morgens wurden fünf Erdstösse verspürt Die Fensterscheiben tour- den urtrümmert. ein Schornstein stürzte em Die Southern Pacific-Ettenbahn kündigt die E i n - ft«11 u n g deS Bahnvcrkehrs auf der Küstenstrecke wegen Beschädigung des Bahn- körpero zwilchen Sur' und Honda an Dur i> e ne Reihe von Erdstätzen wurden die Gleis« an eini­gen Stellen vier Zoll weit auS ihrer Richtung gedrückt. Der Bahnkörper wieS grosse Risse auf.

Nie Nesoldungsreform im Haushaltsausschuß.

Am Diettstag Beginn der tzin^Ibcratung

Berlin, 4. Rov. (VDZ.) Der H.u^halts- auSsiduft deS Reichstages setzte heute i i dem Vorsitz deS Abg. Hey mann (6c-. ill- gemetne Aussprache zum § 1 deS r- ungs- gesetzentwurfeS fort. Abg Lucke «Wir, i. Bg » bemerkt. datz feine .traf:ton eS lieber gesehen hätte, wenn hte alte BefvldungSordnung von 1920 erhalten geblieben wäre, unter Einbau neuer Gehalk-lühe. Er kritisierte die Regelung deS Re- gierungSentwurfS für verschiedene Beamten­lot egorien, die Regelung deS WvhnungSgtib- Zuschusses und die lngletchmätzigr A-'rechnung der Dienstwohnungen fotoic die Anrechnung der !RUilArb<cnft*nt

Abg 6 chuldt - Stegich (Dem i Mit Me Reform für nicht ausreichend Viele Be­amte könnt« tau.n das Setzen fristen Richt nur der Landwtrrfchaf t. sondern auch ben Beamten müsse man autf ihrer Beschul düng helfen Seien die 'Mittel brichränd so könne man sie doch zugunsten der am meisten Leidenden anders verteilen. ®te Beamten wollt« von d«n alten Ätaftenfhlletn nichts mehr wissen. Er sprach

sich gegen den Vorschlag Eisenberg er di 7 Be- lokdungsreform aufzuschieben und nur di- 'Be­hälter der unteren Gruppe auf^ubc'irrn und gegen den Vorschlag Lucke auS. der die Vorlage nur annehmen toollir. wenn der nächste Eta: um 10 Prv-v gekürzt würde. Er ford-rt bi- Wieder- Fx-rfteLung und Erweiterung der logenannien Verzahnung Die Wünsche der Kriegs- beschädigten sollten nicht in den AuSsüh- ranaSbe'nmmuniert, onder- im Gesetz leibst be­rücksichtigt werden. Bei den hohen 2HiL:är- «bargen könnten vielleicht Abstriche zugunsten der zivilen Beamten gemacht werden. Wenn nicht eirergische Massnahmen ergriff m würden, werde die Geyaltsausb««seru7ty schobt >m Dezemb r durch PretSi, eigerungen wett gemocht fein.

Abg Elfenberger (2. Bd.) befürchtet Hhr 1f28 Nn Etat einen ungedeckten Bedari von 2 MM.arden und beantragt deshalb die Zu­rückstellung der BefvldunaSreform. Zum AuSgievch unzur ichender Besoldung feilten die »nippen I bis V nnen Zuschlag von 25 Pro­zent. VI un> Vit 15 Prozent. VIII und X 10 Prozent zum Erun-g^halt bekommen. Um d.e Ausgaben esnzv'chrhnken schlägt der Redner fer­ner «men GescHenkwnrs vor. durch den die P c n- f i o n i e r u n (1 bon Ministern und Staats­sekretären er<titeert und d i e Höhe der Pen­sionen beschränkt werden soll.

Abg. 6 t ei ntppf (So- > beutet daS Schw; gen der Rrtzieruitgspartrien dahin, dass fie fich um ihre Stels-en^nihme Herumdrücken wollten. Er zitiert Aeusserungen deS Aba. Stegenvald. datz die Betriebsbeamten «Post, 'n' a6n) über­haupt nicht mehr Reichsbeamte seien Der Red­ner beantragt, di« Verdungsordmmg von 1920 zur Grundlage der Besprechung machen.

Abg. ® u< ra rh (3fr.) erklärt, di« Re gierung^barteien legten sich deshalb nur Schwei- gen auf, weil sie die Beamten möglichst schnell In den Genuss der Aufbesserung brin­gen wollten. Die Aufrechterhaltung des Beru'S- beamten tum» sei ein Programm deS Zentrum« Auch Stegerwald stehe auf diesem Standpuntt . Wideripm»ch). Rach weiterer Debatte wurden die Anträge Steinkvof und Ertenberger ab- gelehnt. Die Sinzelberatung wird daher am DtenStagvormittag mit der Rovelle zum Be­soldungsgesetz. nicht mit der GrhaltSneuregelung beginnen.

Keine Mieterhöhung.

6inc Erllärunq

hro -icichüardeitSuiinifteriumtz.

Berlin, 4. 7lov (Dolfs.) Bei den Beratungen über den Entwurf des Gebäudeentschul-ungssteuer- gefehe» im Arbeitsausschug de» Reichswirtfchastsrat» kam die Rotwendigkeit der stcucrlichen Ersaffung etwaiger künftiger Dieterbohungen zur Sprache. Der Vertreter des Mrbeiierainiflet» bezog sich in diesem Zusammenhang auf eine Erklärung, die der Staatssekretär im Äeidjäarbcllsminifterium, Dr. G c i b. in den letzten Tagen in Stuttgart abge­geben hat. Dr. (Beib habe dort daraus hingewiesen, datz eine planmässige Wohnungspolitik nur i m engsten Zusammenhang mit der allge­meinen Wirtschaft»- und Jinanjpoll- t I k betrieben werden könne Eine wesentliche vor aussetzung einer planmässigen wohnung»polltlk müsse die Zlcherstelluna de» notwen­digen Anteil» an der y a u j 1 n ff e u e r für den Wohnungsbau fein. Dabei könne aber eine Erhöhung der gesetzlichen Miete wder für den 1. April 1928 noch über­haupt für absehbare Zeit In Betracht kom­men. Schon an» Gründen der Lohnpolitik und der allgemeinen Wirtschaftspolitik wüste dies« Frage aus der Erörterung an »fche Iden. Die Erklärung wurde namentlich oon den Vertretern der Arbeit­nehmer mit Befriedigung entgegengenommen.

Sa« Asttmentfür Botschaftervonprtttwth

Washington. 4. Rov. (WB.) Das StaQtS- hepartement hat der deutschen Botschaft mltge- teilt. datz Präsident Toolidgc daS Agre­ment für die (Brm-nnung deS Botlck»aftsrats von Drittwih zum Botschafter in Washington erteilt hat.

Aus oller Welt.

Heinkel l> 1220 auf den Azoren gelandet.

Berlin, 4. 7lov. (TU.) Rachdem dte Wetter­lage In der letzten Woche feden versuch, den O^eau zu überfliegen, unmöglich gemacht hatte, trat am 1. Jlooembcr ganz unerroartet eine Besserung ein. Diese Getegeuheit sofort ausnutzend, startete das In Lissabon wartende ftelnketflugzeug D 1220 am 4. November, morgens 6,25 Uhr und landete glatt In horta (Azoren) nachmittags um 4 Uhr Die 1825 Kilometer lange Strecke, dl« etwa der Entfer­nung Berlin Konsimi! nopcl entspricht, wurde In nur 9 Stunden 35 Winuten. b. h. also mH einer Stundeugesch w i n d i gkeit von fast 1 80 Kilometern, zurückgetegt. An Bord befanden sich äusser dem Führer fllrrr der Funker Bock und der Monteur Rohde.

Deutsche Kunstausstellung in Pari»

J»n ParvS wurde ber 20. D c r b ft f a ( o n er­öffnet. an dem sich auf Einladung txr Aus stet- iunsSleftung die Berliner Sezession mit 31 Bildern und 12 Skulpturen Dettillgt Di? Prvsesforcn Eugen Spiro und Willy Säckel lind anwesend, um die Honneurs des Kleinen Salons zu erweilen. der den deutsch» n Künstlern zugewiefen ist. Botichafter v. Ho«sch wohne der Eröffnung der deutschen Au.cktellung bet. die ein starke« Interefte des zur Eröffnung zahl re» L anwesenden Publikum« fanb Unter den A fteitern feien vor allem g na.ml: LoviS Eonntb Mar Beckmann, »Ülo Zücket.Baut Klee Lev 9 König. Bruno Krauftkop ' Bla« Pechstein, der .tziünchener Georg Schrumpf uefser-Uhri, Bruno Levy. Georg Kolbe. 3ofepb Total und Georg Gross Unabhängig von der >S*c»*'fi<on hat sich ein junger deutscher Bttdhauer namens Zvhan.ies J l m a r i ridt Atoci Skulpturen an der Ausstellung be­teiligt, dessen Werke bereit» im Vor, ihre die Bufmerrtamtett deck fronzösische« PubiikumS ge­funden haben

Canbfäul« nenrn Jorbs In Braftlten

Nachrichten aus «och. mb 5übamrn#a befagen dass der bekannte Autoa odil^ndustrielte Ford im Stoate Para in Brusüien 445 000 fteftar Land ge kauft habe für 4? Millionen «nnertkamicher Dollar», trab weiter» rin Million Hektar kaufen malte. Er hab« die Absicht, btes Land für Kau »s chu ckbou zu benutzen, fr fall angeblich fr) 000 Arbeiter bei der Ausführung seiner XUor# benutzen und eine Bahn quer durch den Siaut Paiv bauen wollen wrraaischrr tzrinzenbesuch bei Binbenberg.

Der in Vertin wertende ehemalige Kronprinz oen Korea Gin Ri und »e-rt (lilttn felgten einer

I (Einlabung des e l 4 p r 111 b e t e n <tnr an dem auch der japanische Botfchaiter Ragaoka teilnahm.

Born Starkstrom gelötet

Me Kjtibngc Tochter de.- Gasttolets Ma, Grützmann au» Fürstenwalde an der Spree kam beim Atzs ch,ei den einer Antenne reü einer Starkstrom.trirung in Berührung und wurde auf der Stette getötet. Jtyr Vater wurde ebenfalls non dem Strome getroffen, und et; t! schwere Brandtounden. Dte Mutter des'-chens. die .»s Unglück m't ard<A konnte nui m-.t Mühe daran ged.nden werden, stch über ch-r tote Tochter au stürmen wobei sie ebenfalls vom Strom getötet worden wäre, da die Leiche noch mit der Leitung m Ve^ührm^z war.

KaubüberfaO auf eine schlesischr Vostagentnr.

-»achts versuchten ^mbrether in Die Post» aa.-Rtur von Sudowa bet Kreuzburg Ober- Ä»cler.' dr.,u?ringm. toü^rcub Di. Cn:cnn ad- toefenD war Ate der in den Agenturräumen .oohnende Streckenarbeiter Outek au -.nerflam wurde, trat er den Dieben entgegen. Einer der Banditen gab sofort Schöll« aus Ihn ab und ^usek wurde durch einen Brustschutz auf der Stelle gelötet. Der Sohn des Erschollenen rief um Hilfe, woraus dte Verbrecher nunmehr -ach auf den jungen Mann feuerten, der dem Schicksal seines Vaters nur dadurch enzatng, dass er sich ralch auf den Boden warf. Tie Täter ind unerkannt entkommen.

Entdeckter AnliquitatenschmnGael.

Die gr;e<b 'che Polizei entdeckt« Tn zur Aus- uhr bestimmtes Automobil, das e.r.ent bel­gischen Diplomaten ge&tren soll, m dem mehrere klein« Standbilder uad ander« Alter­tümer. deren Ausfuhr trerbo.cn ist. verborgen waren Sämtliche Gegenstände tourben beschlag­nahmt. Ihr Eigentümer hat das Land bereits verlassest.

Wit 10 000 Mark vcrfchmoode».

3n e p c n r r ift der Kaufmann Alfred Fuss, der bei der Rrichsdank für eineBaiimroolliptnnerri 10000 5Rf. abgeholt hatte, spurlos verschwunden.

Ein beulfeher Dampfer bei Oefd auf eine Mine Srstassen

Der deutsche Dampfernölt* ift In der Nah« her Insel Oelel auf eine Mine geflossen und g e unken Drei Mann der Briogu tfl kamen dabei ums Leben, der Rest wurde gerettet.

Opfer de» Sturmes.

Als beet junge Fi'cher aus dem OftfeebaB y«b o zum Fana aus*ubren. wurde ihr Boot i.icht weit vom Strand zum Kentern ge­bracht. Siner f Itn, bte beiden

andern gingen unter. Ihr« Leichen sind noch nicht geborgen.

wieder ein Raubflberfati in Berlin

3m Hausflur eines 3 uaendheimes kt Eharlott.'uburg wurde die SkiLdrige Bureau- ang«stellte des Heims, Gertrude wUtng. von einem jungen Burichen überfallen und beraubt. Die alte Dame war vom Bost- scheckamt zurückaekehrt, wo he Geld einkaI- öic trug das Geld einer '

. Als sie zu dem im ersten Stock «sires Hauses in der Gvethestrasse gelegenen Bureau deS Heims bmaufftteg und bie Trepp« ungefähr zur Hälfte erstiegen hatte, kam ihr von oben ein junger Mann entgegen und warf i h r Sand In bl« Augen Ste wurde sofort ge­blendet. Roch eh« es Ihr gelang, b«Wette zu 'bringen oder um DiIft .zu rufen, hatte ihr der iung« Bursche bl« Aktentasche aus der Hand gerissen und war damit dte Trepp« pimintcrge(aufen. Der geraubte Betrog beläuft sich auf 425 Ak.

Oie Wetterlage.

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Bte vordringendeu fübleren Vuftmalten babaa über ganz Deufchland T tilptc jiurrü.f :iim go» I)lacht 3n unterem Gebiet lagen beute ninegee Mc Temperaturen nur ztrka 20 tiefer als am Bai tag. 'dagegen tat nördliche« Tack Deutsch­lands zirka 4 bis 6 Grad. Der EuVluft er nbediichen tiribnidftomngen gestaltet dte Wetter­lage weiter veränderlich Riederfchläg« treten ja- doch nur vereinzelt auf ttftterootausloflt: Wcchfelnd wolkig, Icmpero- luren wenig verändert und nurertutgrit etwa»

Witteili ^au»fichten für Montag ,'ioch txdteE wollig mit find)roeiten luchten stietzerschlägen wahr» schriNlich.

Lufttemperaturen am 4 Hoorn*et: mitlags 13,7 Grad Celsius, abend» 10^ Grad Celsius am 5. Noo.: morgens 9,4 Grad Celsius 6rbicmperaturee tt> 10 Zentimeter lieft am 4. Rovember abend» 11 Grad Celsius am 5 November morgen» RJ lBrad Celsius Mopmum 14 Grad Celsius, Minimum M Grad Celsius