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Srcttag, 6. Mai 1927

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhessenj

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muHm yi den (Bemuir und Vtwnenbee.cn flnyHpori einer erzwungenen Ruhe?

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angtythRui'lonb In den Schmust zieht, oder 15p!e' Siresemann und die ItuHtien feien di» dl» L'ügner und würde fchi'eszen Wenn Sie . ulten. bdh unsere Rachdain ernt weniger emp- »Hiebe flaut Huden al» wir, |o täuschen Sie fich.

boh blc L'c?:ur<-

" ttQ# meine Verhandlungen mit den Botschaftern i Gesandten nicht erleichtern "

Briand. einst Rechtteinwalt und al» Leitung». , tnth-r. Verleger, Schriftleiter, Packer und Lauf rgt in einer Person. ist nach den Berechnungen 3 t. der viel Zeit harte, am Tage seine» 25 fahrt- ,rUirlamen:»|ubiläum» in»gesamt 12 Qobre. 7

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ar en bte durch gen. überraicht! m. konzüian.en

eonitae. de« S. Rai 27. nmd- lid) 1 Hör aturtitn der FeuentE. Uniform: 1. und Helm. _

Sauen x*u® (ud) de» M1!*} brt Wi«» £ "wWf*

ion ybeits- 'emejo. Jrrn zu ms der

.ttidrtchutzte Ruhrgebaet gewollt unb hat Aeteachrungen ein über da» Zt:~

Kr".eg»kommtftor Vorcnck'ckoif Jm ferner Rebe füll­ten jkrlreter der Land- uni Seestreittrotte den drohten Teil tkv riesigen Theater, Im PessMal- t,tch der frühere Lachtmes^r der >etzi<e be-

rühm e Metier.^-.eral au» den Bürgerkriegen. Bu­

ten und 23 Tagen Xegirrungeöaner. Hin bemerken», werter Rekord für Frainireich'

So ift r« nicht wrwuebrrtub. dah ibm Glück wünsche au» aller .-Herren Länder \4far-(n_ilud wünsche, k e ihm tn feiner tuntämphni Elellun. Heber o:n pslui'chem Stert find. Strb er sich durch

llhna. Bor.'bm meinte dast die wörtlich aemocht ui brn fl.iriul

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n tasten will. Ryko ' en co»i(lP#rtreter in cn lk bar ihr t ad uni nicht für Ihn verant

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Muh noch geschrieben werden, daß dar Hau» sehr gu: beiudjt war. dah der Bei?all in Rollialoen raste, dah hklterfte» Gelochter in Parkett unb Rän­gen schallte, b-h es ungezählte Vorhänge gab? Thar, werden wir lange von diesem Theaterabend zehren unb an Palienberg denken unb an feinen bvbmi'chen Johann Repomuk ZavodA. Dr. Th.

Run macht e» Po grobe» connu: i-

flrmer, auf der Wacht zu sein, t Rutzland ran Feinden umgeben fei, aber e» sehite t»be bereu»* 'oraernde .Hofe m feiner Rede Cr sprach fachlich, wenn .auch manche l'L-.nari der Raum Ärmer na- mertiid) ihrer Organisation sorg^sing ver'chieirrt ttM t ben. Perne 8rmee. mag sie auch ausreichend be­wohnet sein, ift TümpHdbiu wenn ibr bie Etappen und Transportmittel fehlen, und wenn nicht au»- wohnte Woro'chiion iroor die Mangel bc» Tran», pari wesen 4 und bt-f'e.ne die cd,:Dierid!<ttrn. die e» geben wurde, um die ßrieben»inbuftne für den ftnefl .imjufteUen. aber er wogt, e» nicht, nn# e« der trteyw.im,:er Genera! Robiger 1 *' vor der Puma zu tun g^ zwangen war zu er Mären, dast Ruhland au» denselben Gründen umdixg sei. einen .rnftcri Änrg v.i fuhren Soroschilois verlor sich vielmehr in emrm nedefhaften Dpnmivmu», wie er aUe.n für den Kongteh pahte. unb begnügte sich da mit, im besonderen die toru-.K und N.tanzende Ausrüstung i>er russischen ÜuftflrtlHräfie bcrimrui- beben C» käme einem Selbstmord gleich, wollte fich Ruhldnb nach der erhaltenen Lektion von 1904 wie­der in einen inand'churisechn «lneg verwickeln lal­len Die Transstbirllche Bahn ist heute in einem schlechteren Zustand al» sie e» vor 2-1 Jahren war.u. vor allem fehlen dem Sowfeistoat die unerichopl- Iichen Mittel, die Ruhiand damal» besah unb die diplomati'che Ruckenbcckuntz. die den' ?eirfn da» Bündnis mit Htunfrcid) unb der Mürzsteger Der trag mit der ostereichiseh-nngorrschen Monarchie ge­wahrte.

Do» Ccho, das bie Reden Rykofs» und Woro- jchtiojjs im Natekongreh erweckten, entspncht der friedlichen Stimmung der Aommunistcnfuhrer in Moskau Ruhianb will den Rrieben und nicht» al­ben Jrieden! hieh es in fast allen Aniwortreben, die Arbeiter unb Bauern öurfen sfä> nicht prooo- zieren lassen! Dielen ILrklSrungen folflle dann stet» eine R^e von bitetren Ringen über die wirtschaft­liche Lage und über die Cntbchrunaen. die die Be- völkeruna zu ertroflm habe. Die Delegierte für Tula z. B. Mironowa, erklärte, dah die L'eben jMinaun- q-n keine schlimmeren sein konnten, die Bauern taten nichts al» Schnaps lrntken und die 5rauen mißhan­deln. Der Abgeordnete für Saratow. Tschupmnenko. behauptete, dos, jedes ShilturmpMnbrn geschwunden sei und dih alle» r ückwa rt» ginge. Selbst- nerslündlich wurden alle Beschlüfse. wie da» die Dis­ziplin gebietet, einstimmig qesoht, der Regie- rung wurde das Vertrauen mi»gefpwchen. ober doch war der Ton auf biefem Kongresse ein anderer ernsterer, al» auf denen früherer Jahre Cs erklangen nicht bie üblichen Tnumphsansaren. kein verächtliches Heraussorbern der bourgeoisen Welt Cs wollte fast erscheinen, al» ab der Traum von der uegreichen Welirevolution ausgeträumt fei. Aber wenn auch der Ion ein anderer geworden ist. 'n bedeutet das noch lange nicht eine Wandlung der Politik unb der Prinzipien Es |inb :wch dem Schluh des Ratekongresse» keine grunblegenben Ver­änderungen in der inneren unb auheren Politik Sowjetruhlands zu erwarten. Da» Ha-.ipttx''treben Moskaus wird bie Vermeidung einer Katastrophe unb eine» Kriege» sein, der für die Eowjetherrfchaft verhängnisvoll werden kdnnie. ______________

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qrekunvkomitee von 5**5 Mitgliedern gewählt, unter denen sich dreihig Prozent Richtkommunisten befm- den. und nachdem ste hie coanftveriafluna dahin ab- geändert honen, doh hinfort bie allrufstschen Räte longrefse nicht mehr allsähNich, fanbem nur alle zwei vabre abzuholten seien.

Am Crostnungstage. am I*. Vpnl. prangte ganz Moskau in blutroten Rahnen. Unter schmetternde" «langen der Onternahonok zogen Tausende nb Abertausende von Arbeitern über den Theaterplafz am ftreml. Die Auto» der fremden Diplomaten -.ih­ren vor dem «ongrehsaale vor. und bie Logen nxi- ren gefüllt von intere*fierten Zuschauern. Unter den Delegierten befinden 'ich Vertreter halb vergessen er Bolksstämme. wie z. B. der Tfchuwa'chen. die bisher kaum em nationales Eigenstewnszi ein pflegten, unb

er etwa in N-r gl tl1 phwsphore'ziere-..ben Rolle des Dhealerdirck-.ors in Pirande'.UtS trunderl dhem Teroanblui flefp-.d ber .Lcchei Perlonen" erlebt und gesehen hat. wie cr da diese gan^ menschlich-küh.c iiiflur un* versehen- in zenseUig« Bezirke hinül.erwachsen l-.eh . . wie der -crr des Lhcaler- sich sinn­bildlich wandelte unb wuchs Hum Herrn der Dell, tote au- dem Führer der Masken ein Oeleiter der Seelen wurde, der doch am Ende, noch eh' der Dorhai'.g fällt, still mit gelenkten, hil'lvsen ^yänben unter den Seinen steyt ein Deien voll tiefer und unbegreiflicher Tragik ... erst wer die- ober dergleichen in sich aufvahm. wirb das geistige Au-mast unb bie künstlerische Deite von Pallenbergs Schaufpielertum ganz begriffen haben

Aber hier handelte es ha) ja um bie ..Fa- milie vchimek". Lckwank in d«i 2Ukn von Gustav Radelburg Cs wurde schon gesagt, wte es um da- Stück steht: dast ftc heutigen Tage- länflU in der alleruntersten Lade der Schwank- Dlortenk.fte verai.bt. verstaubt und vernwdeN wäre, diele hau> lächerliche, halb blddfinnige 'Dornum d'chaft-gelchichte mit den allerältesten Schwankrcaui i en. mit den obligaten Derlobun» gen, mit den unvermeidlichen Deriegenheiten äl­terer Herren und dem etcnlo unvermeidlichen und gänj.ii unau-tprechlichen Rleidung-stück au- so­lidem Xrilot ... längst vergangen, begraben unb vergessen

wenn nicht zum aberhundertsten Male P a 1 l e n b e r g färr.c ,wegen bie Schimekesche- in ber Pormund'dhaf!-lache Unb er kam. Must man den Dorberichi wiederholen? Die oft ist ba- tovhl Ichvn beschrieben worben? Äann man ihn überhaupt Umri'lenben, Ahnung-losen, befchrct- den? 3n einem besseren, einem ernsthaften Stuck nicfleidbL Hier nicht. Hier ist er ganz unlopierbat. !aum wiederholbar, er selbst, er allein. Term da- Stück auch davon war lchon bie Aede toirb peoallia zertrüm-en. in Grund und Boden gc'ricU. in $c3cn zervllückt. in winzigste Destand- trile wirbelig aufgelöst, mit einem Ivlchen Sturz­bach. einem Äatarati rasender, verrenller. über- tufldler. ins wahnwitzigste Gegenreil verkebner DvNe und Sähe, dast die übnaen Mitspieler chrr liebe Aot haben, bie blähIichen, au-lau- lenden MmriHe de- Ganzen zu retten.

S<al» Befand auszeetc einmal, er ^abe Luft, in bie ti-mier vi aehen unb zu sagen:Sie beklagen sich <r das Mifiienucn unb bie Aembsellgkeit. bie man . brn ve richte denen Landern uns entaegenbringt. *1« Uxien .ifaer unb Stammen, weil ein Politiker r» und nn Journalist jene» sagt ober schreibt, hi r gesagt unb Aktentasche unb

Pallen berg ist nicht, nut einem letzten Don. der grvhe deutlche Har.swurst. Sondern: er ist auch, unter anberm. einer der erstaunlichsten Komiker, die wir haben. 3n Pallenberg besitzt man dies scheint un- jedenlall- dem Der'uch einer gültigen Sonnulicrunfl wesentlich näher zu kommen einen der so leiten geborenen schauspielerischen Glementargeister unb begnadeten Bollnaturen. die leichten Fustes. Lachen und Deinen zugleich in der Kehle. Schicksal in den Augen. Scherz und Spott um die Mundwinkel den ganzen weitgczogenen Streit ursprüng­lichster menschlicher Gestaltung unb da- m wohl d e Schaulrielkunst mühelo- ab'dbreiten. Um betten Irei'.ich inne zu werden, genügt es nicht. ihn al- Zavadil bei der Schirnekeichen, oder als .3upi" in .Orpheus in der Unter» totir tränenlachend gesehen zu haben. Der aber

Schöpf, ordinäre Stnopfnalc. versteckte Acuglein. patzig vorgestülpte Unterlippe, bie ganze Visage von fitcd>*)rit. Anmahung. Dortgctchwvllenheit und Unbildung strotzend, ein museum-würdiaer Rock über vorgeschobenem Bauch. Harnwmla- holenröhrcn um Stnülebeine. und endlich ein □Bir- belfpiel der Hände, das unhemmbaren Dorl- durchsall mit einer nicht wiederzugebenden Gnd- gültigkeit unterstreich», ergänzt, abfchlleht und rundet .

E» bleibt alle» unzulänglich, wo» man oorzubna­gen und wieder her zu zauber» versucht. Man must e» eben gesehen und gehon haben, bte» fprubelnbe, plätschernde Vielerlei, von dem man da» Meiste idion auf dein f)ttm»eg einsach nicht mehr weih. Man muh ibn gesehen haben, wie er hereintritt unb beim ersten Ln'aiz jeden Einwand eine» auch nicht auf den Mund ptfaUrnen Advokaten über ben f>au- fen redet und gestikuliert, wie er die Schimekiche tsamdte greifbar deullich betchreibt. wie er sich jum Esten einlaben lästt. einen schwindelhaften Heirat»- anirag macht, eine Befchtverde an die Behörde zu Papier bringt, wie er uom SustemfruHliuck erzählt und mit ausladenden Gesten ben allen Götz von Berlichingen um ein Haar entsetzen verbreitend hätte auferstehen lasten. Dies alles muh man erlebt t jben. Dill man es glauben, datz Pallenberg, wie es beim Theater heistt ben zweiten Akt beinah .^efchmisten" batte, weil seinen Witfpulfrn vor kaum un.-rdrücktem Lachen über chn soft da» kvort wegblieb?

Die Mitspieler; Pallenberg reist mit einem eig­nen Snfemdle Einem guten, sein eingespielten En- ,mbk, da» sich au» fctrimir unb Wiener «räften juiammen«ebt Ba» bleibt Darüber hinaus von hnen zu berichten 'eie umstanden geschäftig ben f>errfl>tr der Dell', jeder wohlgtwähll an feinem tlart Ernst Siela nb (her auch für die Regie -richneit Emmy Schl ein, tz, Erika Käme r, bie «-iiindrch'ichen: bie Lehndorfs und Die Kupfer im Schemel^-en Lo^er; die Bräuteriche Jurgensen und Tiller; Pähler, der Ranz- ;<iTct. und Renate Rosner, bas Dienstmädchen. E n sauber sbpefhmmte» (Befolge.Die der Sterne Chor um Me Sonne stch stellt.

2Q>eT man ift triebet unb wieder vom ersten Augenblick an. rm jeder nvch «o kleinen Kleinig­keit bie'er verbotene, grvtesk-phanrastilchen yi- gut berrvstcn. weil 'ich alles zu einer unglaublich

Giehener Stadttheater.

^Ilcnbcrg-ttastspiel: .Familie Lchimek".

Die Xuldlc ^dältt. der trennende Vorhang Irandgrei'lichstes Zeichen der Scheinwelt :4rd feiner liefen unb sinnbildlichen Bedeutung mckleidet. das Theater versinkt in» 'Bklcnlok. .- d Ni» Derk eine» kleinen, geschästtgen Stücke- i xetber* ift nur noch ein blasse- Schattenbild i zerfliesteuden Umdffen hmter der bezwingen- cn Dirklichkeit solcher abgründigen Schaulplel- «ist. e

Dee uralte Zauber des Mastenlpiel-. hier lermächlitz gesammelt in ber Gestalt eines in ,-n. Deutlchlar^ etnlam. ohne Beisptel unb tichdattchast leben den ÄünWeri. lältt alles Ae- bei bei und Drumherum, alle sonst stark unb >-rffam mitlpielenden Elemente des Theaters rsdtig und nebentächllch werden Denn Pal- enberg die Szene betritt, beherrscht er eine Seit; feine vollkommen eigenwillig und selbst- errlfch 'ich gebärdende, sprühend lchäpfen'che 5)antd*c triumphiert über den wahrlich gering- i ijiflen und lächerlichen Anlast ihrer Gnttallung.

Mit Pallenbsrgs Aultrlll werd das feil »rhdunderlen übliche durch alte unb iUtefte .1 herlicserungen 'estgelegte Berhältnis zwilchen Achter und Spieler, zwischen dem. der erlann. . d dem. der vermittelt, zwischen dem 'chatten- . und dem nachgestallen^en Geist, schroff unb i i gewalttätig ins Gogenleil verkehrt unb um- stur't Dem Ginsall des Autors, so war es rauch, hatte ber Mime nach seiner Ginsicht und i.em Äi-nncn ^um Geben zu verhelfen: auch . jIIenberg tut dies aber er tut es so. dast man

-> bj tegen sträubt, jenes als das Grste. unb eke ?.S das Zweite. Abhängige unb Bedingte j uerfennen. Dar es nicht so, dah der Schau- . der c-bne den Dichter -ober den Schriftsteller ; h Stückernacher' ein ohnmächtiges Tiichts be- miete, tast der Theatermann nur aus der Hand ^ics leben konnte und budte? Das must wohl ich heute noch gelten: aber man hat hier gar cht inchr da» Gefühl, als ob dergleichen gültig Dirc. Sondern man empfindet den. der ehegestern 3rieb, nur noch als neinen unb büritigen Tage­nder unb Handlanger bd'en. ber heute sprich: Dis empftnbet man. manchmal, auch ohne allen- :<rg? Möglicher^iie: aber nie sv überwältigend x>e gerade bei ihm.

Danz anders das Bild, wenn ein Droster, u Destalter. rin Meister des Dörtes und der , xuxgtcn Äühnenkunst jenem zum Antrieb unb

Der Moskauer Rätekongreh.

IRachdruck, auch mit Quellendngäbe, verholen.) Bon unterem 5 Berichterstattek

Moskau. Mai 1'27.

Der oUnitfildx Rätekangrest wurde hm* kurzer Dauer grichiotten. Die zmettausend Delegtenen. bu sich in Moskau oeriammrlt hatten, burtttn noch dem Snhoren oteirr mchr oder weniger bedeutender Re-

M m sieht, die mästiaendeRoalpoluik' de» |tfct 1 berÄlorurte b/s ,i rieben» umstrahlten 3ubi- ist noch nicht ML Hoch In brr *it von Ser­ie« hatte Briand fern Damaskus nicht erlebt. 3n eine» luchte er auf Umwegen das zu erreichen. » er 1917 und 1919 nicht erreicht hatte bie fron- si'che Rtzeingrenpe unb da» entZlifch-sronzottich«' .dm» gegen Deutfchlanb. Poincars. der ihn mit- « In b der Arbeit stutzte, kannte feine chaumnistt- «n Ziele kaum hoher stecken. Erst al» Briand im itzte 1'125 wieder jur Macht gelangte, war e» ihm >,ch«, ber politischen Tatsachen har geworden. | er ..gtankreich» Sui^rbeit' nur aus dem fried 'wn Umnwd über Berlin erreichen formte.

Erst da ging er Seite an Seite mit etrefemann 4 Loeorno. Genf. London unb Tholey löabr- i »if-näh must man ringestehen. dast er tiefen .i konsequent meiler zu gehen versucht, unb das, fremde strafte Im eigenen Lager find, bie ,hn »>rm unb Ihn ost frib|t zägern unb juruckweichen Jm. Dost er auf dem *tx4y zu dem Europa. In »' man europäiA spricht". Frankreichs Borteil I? unb sucht, unb nicht ben Deutschland», da» '»n ihm kein Mensch ubelnehrnen.

(Finen gewissen Blick aus ferne Horizonte hat sich r-inb wohl von seiner bretomldxn fteimatafüfle Me bufteren «mtsftnben an ber Seine milge- <cht Man mochte fast lagen, dast deshalb über r eine gewisse Tragik liegt, bie Tragik des von r Wlrklichken be» eigenen Lande» jedd)unbenen

Aristide Briand.

«Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verholen.) Bon unserem §-Bettchtet1tai:,r

Pari». Ma, 1927.

-m heschetdener Anwaltsgehilse mär'», der am . April de» Lahre» 1902 in bte frsnwttiche 8am- tg al» k«p . rrter emzog Ät-.n Mensch ahnte M. tzast birler unbekannte Sozialist einmal eine entscheidende Ralle in der lw~ '.«*< * -t. iropa» spielen sollte. Man kennt heute dnfteM -|an b al» bm Träger ber be.-: t» 'r - .. . *^ i-ibenmeepolihr man steht ben stop» mit dem ra eien wirren »oar aus ben Bildern aller <

o» unb Vfkttani tnaskonserenzen unb in Ran- hrrn, bet denen der falmioeOel unb ber Engel». izei vte -ymbole sind. Man «eist, Brianb . >*«^nrr be» difsigen Dolncar# ist. unb man ih-i <ur den guten <*<tlt be» vättertzunbe» in .i Roten «der man meist nicht mehr, dast Im irr Ml ber Ministerpra'.-deni Bnonh bie »>te- - fldage mit der brenohrtaen Dienstzeit im fron- /ben l-urioment einhrachte, die wesentlich zu der - lu.tjilichen ^p-imung luhtir die ttch dann tm 1-11anbte er - tr.-'K r onlicher Abneigung gegen «hn den al» un- Vvollen Rriegsrngrl bekannten Deteasts al» He­ble« an den Hwenhof

in kulturlosem Dämmerzustandc dahin'.edren. oder ber Mordwinen, bie noch kürzlich ihren Göttern Blutoofer darbrochten. Selbfloerftänblid) hatten auch hie Boikerfchoften Sibiriens. Jakuten. Tungusen und Burt-tten. deren Schriftgelehrte am fiofe de» Hu- tuftu in Urga eine graste Rolle spielten, bie sich aber in ihren Süden zu Hause um ben Schamanen scha­ren unb den TBinbgöttem knarrende Tierfelle " iarcB*ddle eingefunben. auch die ^rembodlfer be» Kaukasus und au» Turkestan hat ten ihre Delegierten nach Moskau entsandi. Der all russische Rätekangreß vereinte also alle Stämme des tonten Sowjetreiche» unb verlieh allen biefclben Rechte. E» wurde viel bemerkt, dast sich unter den Abgeordneten zahlreiche Frauen besanden.

rfrg»ügt:i feinem lieben ÄMte,xn Bri.ii > m d e Suppe zu spucken, wie nb unb |u rtn wenig aber ton »Serien, auf Deut cht'nd yi schimpfen 3nbrf*en nyjrbr nun dieser fallen Advofatensecle doch wah! u iecht tun wenn man annähme, sie leckte >ich da» Spucken unb cdumpfen nur um be» Beianug.i" :r;!len. ohne bcenberen riweck Dee befonbei < ^weck «ber scheint bieler yi fein: Pomeats will vor allen Dingen der Finanzbikidtor bleiben, dem de Sam­mer in eine Mastnabmen nicht bremzureden hat. ?e»lMlb wttunbet er M» Angenehme mit dem Rütz- Iichen ..nd hetzt gegen Deutschland, um bie Ausmerk. Limtfii ber stommer schon vor ihrem Wiederzusam- men,ntt in »dererH-djtun.i yi binden Unb er malt, um» so seine An. »I Irrwo mit dem M >ur,r- pinfrl. tir. Poincars 1» guerre. Poiiwars. der '.fuhr- ervdcrer. idr.lbert Fmnkreich als da» srirdsenuste Uaixt Wett, "»rankte ch hat geling adgerüstet, und bii» ist die tt'uptsachel not nranlreid» Unter-

.ndstche Herbanbev Rennt Frankreich den 3mperm- llornu»* Man konnte bie Gegenfrage ouswersen: Da» toll ein Land, da» seine »eoolfeiung. von den Sechsiahrigen ongefanden, zu mlhtariiieren hn Be­griffe ist. mit BdteNai'.düchen Verbänden? Da» soll iin Volk, da» un Begrisi ist. von seinen farbigen Kolonien ausgefressen zu werden, mit noch mehr 7imperul.»mu»? Man konnte diese unb noch eine ganze Ae,he weiterer Gegensraaen stellen, wenn e» überhaupt einen Hweck hätte, sich mit Poincars Uber diele Dinge auseinander zufetzen. Der gewohnheits­mastig die Tatsachen m ihr Gegenteil verkehrt, mit dem ist nicht zu rechten. Genug. Poincars gibt uno mit aller Deutlichkeit zu verstehen, dast unser ehrlich gemeinter ober gar zu eilfertig abgegebener Ver­zicht auf bie Wcroberung von Elsast-Lothr.nnen für ihn unb ba» Frankreich, do, er vertritt von gar keiner Bedeutung ist Frankreich oeriangt «Si­cherheiten, Sicherheiten unb immer «och mehr 6i- chertxiten. Frankreich must rüsten, zu Daster, zu LanLe und yi/ Luft, benn Frankreich verlangt nicht», al» bie ..tonale Turd)luhnmg" feiner Ser- trage, auch winn sie, wie da» Versailler Hiflat, flf- nx)llt u n durchttihrdar sind. Lonil ober Ift bie Turchttchrung nach Poinears» .'Instcht nur bann. Denn sie Frankreich» unbegrenzte Rechte oufmerk- sam im äuge dehatt. bagegen Frankreich mit dem onmostenden Ansinnen auch seine engbegrenzten Pslichtei' für die Abrüstung zu erstillen. gefälligst verschont. E

Rundfunk-Program^H

des ^ra*ti«rtcr Senders.

(Aus der .Radio-Tlmfchatt-.j

Samstag. 7. Mai.

3J0 bi» 4 IM)t Die stunde ber 3ugmh. 4..»' bi» 5.45 Uhr: »onjert be» Hausorchefterv Peter Tfchoi- kowskt). 5.45 bis 5.US Uhr: Die Leseftunde 15 bi» 6.45 Uhr Der Briefkasten. 6.45 bl» 7.15 Uhr: FunkhochschuU ..Th.odor Fontane", Vortrag von Prof. Dr F. Schultz. 7.15 bi» 7.45 UhrAus de» Arbeiterdichters Heinrich Lerch neuestem cd>.ilfen. 2. Teil": Bonrag von Alfred fluerbod). 7.45 bl» R.15 Ufir Der Himmel im Mai:Unser Abend- iiern". Dortrag von Pros. S. bitug:. n.25 Uhr: Bunter Abend «n^chttestenb bi» 12.30 Uhr Rund- hinr«3dwbanb.

Feitungsschau

leueften Rachrich- '.in' sch»e di ttov". ...» Uder bie letzte Poimars itede Für -v bo» ben t^llrrt' -nb natb

2xe i. r a'» erbe ten, flhtritung se re» Austenmtn - Hrnum» bcradxr: chemt rr tut Fett -ar mebt da : fein Tie Rede >.e Poineate in ^,r4e Duc qr- bjc-t bv tut bock' -anz io, al» gäbe e» überhaupt Innen Volk er Nun 6« rt oieicnedr auf den Ion Qt timmi ^Der Starke ist em n-allein "

Da» Präsidium be» Rätekongresse» übernahmen SUtinin, Rnkost. Stalin, »orojchilofs. Bucharin unb einige andere in Europa weniger bekannte Kom­munisten. Rnkofi eröffnete den Songrest mit einer Progrommrede. bie hinsichtlich ber gespannt en in- lernationalen Loge unb der Borgange in China be- fonbete Beachtung verdient. Er frinfierie bie eng- liiche Politik die seiner Meinung nach daraus ou»- geht. einen tinhioro|ctb1o<f zu bilden und einen be- mafsneten llonslikt zwischen Ruhlund unb Chiiur hervorzurufen Cr widerlegt die englische Behaup­tung, dost fich Sowjetrustland im b<lonberen_ auf einen chemische i unb Gaskrieg vorbereite. Der Sow- letftant wolle nichts al» den Frieden und werde fick, nicht provozieren lassen. Rykofs streift ferner die Beziehungen zum Bökkerbunde, zu dem er sich wie er auch soine Borgänger getan haben, ablehnend ver­halt. denn er sieht im Völkerbünde nur ein Fnstru- ment, dessen sich einige bevorzugte Mächte zu be- dienen verfuchen. um Ihre 5>errschast über die weni­ger Starken auezudehnen. Aber bezugnehmend auf die inzwischen gescheiterten Enttvasm.mg»verhand- langen in Genf erklärt er. dast sich auch '.Kuhlanb gerne entroafinen wird, wenn nur auch bie anberen Mächte ben guten Willen für eine allgemeine Ent- wassnung beweisen. Die Beziehungen ytm Deut- ichen Reich bezeichnet Rykofs al» sehr herzliche, nach­dem man fich in Mo»kau überzeugt t>ibe, dast ber Locarno vertrag keine Spitze gegen Rußland ent­halte

Haltung ' :r können hier nicht davon sprechen. Man erlebt ja diese prachtvoll verdoppelte Äezauberung. diese mit ebenbürtigen Kräften und Künsten wirkende, vcchstlseitige Er­gänzung nur leiten genug Es ist kaum zu leugnen: gerade die bedeutsamsten Hchiukpieler, bie wir heute unter uns haben. Reben ihre funleinbften Lichter das sinnberaulchende Feuer- werk ihrer Gestaltung an den elendesten und kümmerlichsten Fünkchen zu entzünden. Mie Heist: rt in ber Schillersche.i Räuberschenke? Der lebe Lichttunke Prometheus' ift ausgevrannt. dafür nimmt man itzt die Aamme von Däriappenmehl T'hedterfeuer. das kein« Pleite Tabak anzündet" Aber freilich wiederum: tpos wäre von einem 'olchen Ltück wie wir es gestern gesehen haben heute noch übrig, wenn nicht der Schau'v'tler Mar Palienberg die 'eltfame und geniale Laune gehabt hätte gerade damit berühmt zu werben?

Fragt man heut irgendeinen: Rennen Cte Palienberg? und er kennt ihn fo schreit er gewlst. in den allermeisten Fällen, vor Vergnügen fetrenb. los Repvmuk! >javadil!f Änabte'!! Änäbblexn!'!! Unb man ist dann fast versucht, ihm lächelnd entgegenzuhalleti. so wie der Gegen­stand seines unbändigen Entzückens vermutlich beheben würde Trauring genug! Gs wurde vor einigen Tagen bereit» an bieler SteUe von einem guten Renner mit Aecht betont, wie sehr eine solche Verschmelzung . . . wenn man sich Pallenberg ohne Tlepomuk. unb Tlepomu! ohne Palienberg - oh Aepoberg! vH PaLenmuk! - nicht mehr oorzusteUen ttermaa ... wie lehr eine fo unbebiigtc unb fast auslchliestliche Gleich­setzung dazu geeignet ist. ein fattches Bild zu tchasten. zum wen-.gsten ein unoollfonnnenrt