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daß das Interesse für derarti! sehr rege ist. Der umfangreic

'* Fil nr Vortrag über Amerika. 3rt den Palastlichtspielen fanden am Samstag durch Vermittlung der hiesigen Agentur der Hamburg» Amerika-Linie (S. Loeb) nachmittags und abends zwei Filmvorträge statt, die einen außerordent­lich guten Besuch aufwiesen, der erkennen lieht, belehrende Filme

tanzfreudiges Publikum nach Beendigung des ofsizielkn Teils noch bis in die frühen Virgen» stunden beisammen.

nicht mehr zu erörtern, sie sei seit 1924 un­ablässig gestiegen, und zwar im gleichen Ver­hältnis wie die Preise für Lebensmittel usw. Die Beamten seien verschuldet und zur Aufnahme von Darlehen gezwungen, sie seien nicht ge­willt, über diesen Grad der Rot hinaus mit» zumachen. Der Redner kritisierbe dann die Stel­lungnahme des Reichsfinanzministers zur Be­amtenbesoldung, erläuterte weiter die 'Behand­lung der Angelegenheit vor den gesetzgebenden Körperschaften und wies besonders darauf hin, daß ein erneuter Antrag der Oppositionsparteien im Reichshaushaltungsausschuh nicht die ge­wünschte Erledigung gefunden habe. Es sei des­halb, im Gegensatz zu der Haltung der Regie­rung und des Reichshaushaltsausschusses, ein dringender Antrag der Beamtenorganisationen an den Reichstag erforderlich, in welchem eine baldige Regelung der Beamt-enbesoldung ver­langt wird. Die Rotlage der Beamten werde allgemein anerkannt, man wisse auch, daß eine Erhöhung der Bezüge der Beamten der Wirt­schaft zugute komnie, trotzdem könne sich das Reich nicht zu einer baldigen Regelung _ ent­schließen. Auch die Finanzminister der Länder hätten eine Regelung vor dem 1. Oktober ab­gelehnt, gleichzeitig aber erklärt, dah den Län­dern selbst zum 1. Oktober Mittel hierfür nicht zur Verfügung ständen. Der Redner erwähnte dann kurz die Kämpfe, die zwischen Reich und den Ländern um die Finanzyvheit geführt wer­den. Die Beamtenschaft sei es müde, daß der Kampf wegen der Verteilung der steuerlichen Einnahmen auf dem Rücken der Beamten aus­getragen werde. Die Wirtschaft (Groh- und Kleinbauernschaft, sowie Industrie) sei Gegner einer Aufbesserung der Beamtenbezüge, und zwar mit Rücksicht auf die Auswirkung bei Ange­stellten und Arbeitern, außerdem befürchte man eine Vermehrung der Steuern. Beamtenforde­rungen und Wirtschaftsinteressen stünden sich hier kraß gegenüber. Der Redner erläuterte dann die politische Vertretung der einzelnen Berufs gruppen, kritisierte weiter die Zahlung van Reichsgeldern an die Industrie, sowie die Steuerstundungen, und kam dann auf das Einheits­bewertungsgesetz und die Zusammensetzung der Grundwertausschüsse zu sprechen. Zum Schluß be­schäftigte sich der Referent noch eingehend mit dem Deutschen Beamtenbund und einigen diesem nahe­stehenden Reichstagsabgeordneten, deren Haltung in der Bcamtenbesoldungsfrage er scharf kritisierte. Eine Aussprache fand nicht statt.

** Der Kolonialabend, den der Frauen­verein vom Roten Kreuz für Deutsche über See am Sonntag in den Räumen des Stadtthealers veranstaltet hatte, wurde zu einem vollen Er­folg für das Liebeswerk des Vereins und für den kolonialen Gedanken überhaupt. Die zahlreich erschienenen Festgäste begrüßte die Vorsitzende, Frau Provinzialdirektor G r a e f, mit warmen Worten des Dankes. Sie berichtete über das bisher vom Verein Geleistete, aber auch über die große Arbeit, die in den Gebieten unserer alten Kolonien sowohl wie in all den anderen Ländern überm Meer, wo Deutsche seßhaft sind, noch zu tun sei. Hierbei mitzuhelfen, solle eines jeden Deutschen gern erfüllte Pflicht sein, denn es gelte, auch dort draußen über Sse die Wacht für das Deutschtum zu halten. Ein kolonialer Vorspruch, in dem die Trauer um unsere ver­lorengegangenen Kolonien, aber auch der Glaube und die Hojfuung an ihre Rückkehr zum Vater­land in symbolischen Gestalten zum Ausdruck kam, leitete über zum ersten Teil des Pro­gramms, der Erinnerungen an unsere afrika­nischen Besitzungen brachte. Lebhaftesten Beifall und große Heiterkeit fand eine Turnstunde der Regerabteilung des Deutschen Turnvereins in Windhuk . Eine Reihe von lebenden Bildern zeigte in sinniger Weise das deutsche Volk in Kriegs- und Friedenszeiten an fruchtbringender Arbeit zur Hebung und Förderung des ihm anvertrauten kolonialen Gutes. Rach einer län­geren Pause, in der an zahlreichen Büfetts in den Wandelgängen und dem blumengeschmückten Foyer Erfrischungen gereicht wurden, sprach im zweiten Teile des Programms Universitäts-Pro- sessor Dr. Se s s o u s in überaus fesselnder Weise über Samoa,unser Musterländle" in der Süd­see, in dem er vor dem Kriege mehrere Jahre hindurch als landwirtschaftlicher Sachverständiger tätig gewesen ist. An Hand schöner Lichtbilder lieh er seine Hörer einen Streifzug durch die paradiesische Ratur der Insel machen, schilderte in launigen Worten die Eigenart ihrer Be­wohner, das deutsche Pflanzerleben und die musterhafte Verwaltung unter dem von den Eingeborenen abgöttisch verehrten Gouverneur Schultz-Cverth und schloß mit dem trau­rigen Kapitel von derEroberung" der nur mit zehn deutschen Beamten besetzten Kolonie durch die Reuseeländer, in deren Gefangenschaft auch der Vortragende damals geriet Eine wirkungs­volle Ergänzung zu diesen interessanten Ausfüh­rungen waren die samoanischen Tänze der Gym­nastikschule Schumann unter den begleiteirden Chorgesängen von Schülerinnen der Gesangs­schule Schmidt-Wissendorf, beide in ge­schmackvollen Kostümen, die in der Werkstätte der Leni QH e t) e r hergestellt waren. Mitglieder der Gießener Turnerschast, die schon dasRegerturiren in Windhuk' bestritten hatte, fanden auch mit ihren ausgezeichneten Leistungen am Reck leb­haften Beifalt Mit dem Flaggenmarsch und einer Schlußapotheose auf die Rückgewinnung unserer Kolonien fand die Vortragsfolge einen würdigen Abschluß. Die musikalischen Darbie­tungen, die die einzelnen Programmpuickte wir­kungsvoll umrahmten, bestritt der Mando­linen- und GitarrenvereinReapo- lita", während sich Mitglieder des Bundes der Kolonialfreunde für die lebenden Bilder in liebenswürdiger Weise zur Verfügung gestelll hatten. Die flotten Weisen des Stu­dentenorchesters hielten dann ein großes,

uetg zuiu Uberptanmaptgen Kreisamtmann mit Der Amtsbezeichnung »Regierungsrat", ferner der Regierungsrat ßubtoig Schmidt zu Gießen ebenfalls zum überplanmäßigen KreiSamtmann unter Belassung der AmtsbezeichnungRegie­rungsrat", der Baupraktikant Wilhelm Brücke! aus Lang-Göns zum überplanmäßigen ' Oer­bausekretär, sämtlich mit Wirkung ab 1. Iuni. In den Ruhestand vSrseht wurde der Lehrer an der Volksschule zu Steiichach (Kr. Gießen) Heinrich M e i ß i n g e r auf sein Rachsuchen we­gen geschwächter Gesundheit mit Wirkung vom 1. Iuli. Aus dem Dienst der hessischen Landes­kirche entlassen wurde auf sein Rachsuchen der evangelische Pfarrer Fritz Haupt zu Gießen.

** D i e Gerichtsferien der hessi­schen Gerichte beginnen am 15. Iuli und eichen am 15. September. Während dieser Zeit kommen bei den Zivilgerichten nur solche Ange­legenheiten zur Verhandlung, die besondere Be­deutung haben Auf die Erledigung von Straf­sachen, insbesondere von Haftbefehlen, haben die Gerichtsferien keinen Einfluß. Sie werden durch Ferienkollegialgerichte (.Ferien-Bezittsschöffenge- richt und Ferien-Strafkammer) erledigt. Auch das Derwaltungsgericht, Kreisausschuß und Provin­zialausschuß hat während dieser Zeit Ferien.

** Fahrplanverbesserung auf der Strecke Gießen Grünberg. Seit gestern erhalten die Personenzüge Rr. 557 und 559 GießenFulda, Gießen ab 15.38 und 20.02, wieder täglich regelmäßigen Aufenthalt in Göbelnrod.

** Studentenbesuch im städtischen Schlach 1 hof. Am Freitagnachmittag besuchte der Physiologe unserer Landesuniversität Professor Dr. B ü r k e r, mit etwa 120 seiner Studenten den städtischen Schlachthof, um hier den Studierenden Gelegenheit zu geben, die oerfchiedenen Tötungs­arten des Schlachtviehs sowie an Präparaten die hauptsächlich vorkommenden Krankheiten bei Schlachttieren, ferner die Konservierung von Fleisch in den Kühl- und Pökelr äumen praktisch kennenzulernen. Weiter wurden den Studenten die mikroskopische Untersuchung des ausgeschlachteten Tieres und die modernen Einrichtungen der Trichi­nenschau gezeigt. .Der Gelehrte, wie auch seine Schüler waren hochbefriedigt von dem, was ihnen in diesem städtischen Betriebe an Lehrreichem ge­boten wurde. Professor Dr. B ü r k e r sprach dem Direktor des Schlachthofs, Stadt-Oberveterinärrat Dr. Modde, herzlichen Dank aus für den auf­schlußreichen Rundgang.

** 30 Jahre Kaufmännisches Ver­ein s h a u s. Heuer find 30 Jahre ins Land ge­gangen seit der Einweihung des Kaufmännischen Vereinshauses in der Nordanlage. Während dieser Zeit haben in dem Heim Tausende von jungen Leuten eine gründliche Vorbildung für den Kauf­mannsberus erhalten. Auch der Handelskammer hat das Kaufmännische Vereinshaus viele Jahre als Heim gedient, bis die Kammer ihr eigenes Gebäude in der Lonyftraße beziehen konnte. In dem Dereins- haus befindet sich eine umfangreiche, wertvolle Bi­bliothek, deren Benutzung den Mitgliedern des Kauf­männischen Vereins kostenlos zur Verfügung steht. Während des Krieges wurde das Kaufmännische Vereinshaus zu Lazarettzwecken benutzt. Heute be­finden sich noch die öffentliche Höhere Handelsschule und die öffentliche zweijährige Handelsschule in feinen Raumen, deren Trägerschaft die Jndustrie- und Handelskammer in Gießen übernommen hat, und die außerdem noch von der Stadt Gießen und dem Kaufmännischen herein unterstützt werden. Auch die Gewerbeschule hat einen Saal zu Schulzwecken gemietet, da sie in dem Gewerbehaus nicht genügend Raum hat Das Kaufnüinnrsche Vereinshaus wird auch von vielen Vereinen und Körperschaften gerne als Versammlungsort benutzt. Seit Bestehen des Dereinshauses wirkt Herr Johannes Rinn dort als Har Verwalter; er kann mithin nun auch auf eine 30jährige Tätigkeit als Hausverwalter und Gastwirt zurückblicken, denn mit dem Vereinshaus ist bekannt­lich ein Restaurationsbetrieb verbunden, zu dem auch Nichtmitglieder des Kaufmännischen Vereins Zutritt haben.

** Die Werbewoche d e s Vereins für das Deutschtum im Auslande, die be­kanntlich im Mai in ganz Hessen stattfand, hat in finanzieller Hinsicht ein befriedigendes Ergebnis ge­zeitigt. Der Gesamtertrag der Sammlungen in Hessen zum Besten des Auslanddeutschtums beläuft sich auf rund 35 000 Mk.

* Der Allgemeine Deut sche Be­amtenbund, Ortsgruppe Gießen, veranstal­tete am Samstagabend Im Saalbau Sauer eine öffentliche Kundgebung. An Stelle des am Er­scheinen verhinderten Referenten Eisenbahnsekre- tär G e b e - Frankfurt, sprach der Vorsitzende des Allgemeinen Deutschen Beamtenbundes für Hes- sen-Rassau, Kaspari-Frankfurt a. M., überDie Besoldungsbewegung für Reichs- und sonstige Beamte". Der Redner bedauerte zunächst den schlechten Besuch der 'Versammlung, ange­sichts dessen man auf den Gedanken kommen könne, daß es bem Beamten immer noch gut gehe. Dor dem Zusammentritt des Reichstags sei es dringend notwendig, noch einmal Stel­lung zu nehmen zu der für die Beamten so auf^rordentlich wichtigen Besoldungssrage. Rach Beendigung des Krieges habe man die Hoff­nung gehabt, dah es aufwärts gehe, was sich aber als Trugbild herausgestellt habe. Als dann die Inflation kam, habe man den Blick für die Lage der Beamten verloren. Die bei der Stabi­lisierung festgesetzten Gehälter seien völlig un­zureichend gewesen, daher befänden sich die Be­amten seit dieser Zeit in sehr bedrängter Lage. Das Iahr 1924 habe wohl eine Besoldungs­aufbesserung gebracht, die man aber als Be­soldungsunrecht bezeichnen müsse. Eine Aende- rung der Grundgehälter sei seit dieser Zeit nicht eingetreten, nur die Mietzuschüsse seien erhöht worden. Weihnachten 1925 und 1926 habe man den Beamten Wohl Beihilfen ge­währt. diese seien aber unzureichend gewesen. Die Beamtennot brauche man In diesem Kreise

Hus der provinMlhaMstavr.

Gießen, den 5. Iuli 1927. ,

Der Blumenstrauß.

Blum^a zu einem Strauß gebunden, wollen von jeher etwas sagen. Sie sind in Form und Farbe urngesehte Gefühle und Absichten ihres Spenders. Stummer und doch so beredter Aus­druck einer Anteilnahme an dem Leben eines anderen (denn der Tote ist leidentrückt-. Um Blumenstrauß, mag er noch so unscheinbar fern, ist immer ein Blickfänger, der für Augenblicke den Gedanken einen neuen Anreiz gabt, Ver­gangenes mit der Gegenwart verbindet, oder Brücken in die Zukunft schlägt, je nach der Art des Verbundenseins von Sender und Empfänger.

Ein Blumenstrauß kann tausend Worte um Verzeihung eindringlicher und mit besserem Er- wlg reden, als es ein Brief vermag, in dem die i--blosen Buchstaben der inneren Wärme ent­behren die aus der gewählten Zusammenstel­lung in Art und Tönung der einzelnen Blumen öueinanber spricht. Ein Wiesenblumenstrauß z. B. 'äf)t noch lange die flimmernde Sonne übet sich zittern, Grillenzirpen um sich surren und fun­kelnde Tautropfen nachleuchten, wie an dem duft- f rischen Morgeia, da ihn die suchenden Hände zur Sriamerung an einige glückfrohe Stunden ban­den. Lind bescheidene Windröschen lachen aus ihm auf, wie die unbekümmerten Augen eines Kin­des, das sich freut, wenn man ihm den Gefallen jjetan hat. nach seinen Fingern zu Haschen.

Ein sommerlicher Blumenstrauß mag em ge­ringeres Opfer fein als im Winter. Man nimmt ihn leicht hin, wie einen Brosamen, der von einem reichgedeckten Tische übrig blieb. Aber jede Blume schließt den Sinn eines Lebens in sich ein, dem zwischen Werden und Vergehen eine Aufgabe zu­erteilt worden ist. Irgendwie wird sie immer er­füllt werden. Sei es als Freudenbringer auf der Höhe ihrer äußeren Erscheinung, sei es als Hage- butte ober als Kern zwischen der Oelmühle, zu dem ihn der Mohn reifen ließ.

Wem das Krankenlager den Blick nur über einen Blumenstrauß vergönnt, dem aber ist er eine Welt.

Die Wiener Sportler in (Sieben

Bedingt durch die Kürze der Zeit zwischen Ankunft unb Spielbeginn konnte der ursprünglich ^plante feierliche Empfang der Wiener Sportler am Samstagabend nur in Form eines Kommerses stattsinden. dex unter star­ker Beteiligung einen sehr guten Verlauf nahm. Der Vorsitzende des hiesigen Vereins, Huber, begrüßte nochmals die Wiener Freunde im en- geven Kreise und hob besonders hervor, daß ein Spiel auf dem Spielplatz gegeben wurde, welches lange Zeit das Gesprächsthema in Gie­ßen sein wird. Man könaae davoia überzeugt sein, daß vielleicht mancher, der dem Fußballspiel setther kein Intevesse abgewinnen konnte, durch dieses Spiel eine anbere Meinung bekommen habe. Gr schilderte bei dieser Gelegenheit die Entwicklung der Freien Turnerschaft Gießen, die im komaaaenden Rovember ihr 25jähriges Iaabiläum feiern wird, und hofft, daß die jetzige 'Veranstaltung zur Weiterentwickelung beitrage. Hierauf begrüßte im Auftrage des 9. Kreises, Trümmer- Frankfurt a. M., die Wiener Freunde, wobei er ebenfalls das gute Spiel hervorhob. Der Sportler Dender von Wien dankte namens der Gäste für die Aufmerksam­keit, die sie in den wenigen Stunden in Gießen erleben muhten, imb wünschte, dah sie mit chre.n Spiel den hiesigen Sportanhängern eine . Freude bereitet hätten. Die Stunden, die sie i n Gießen verlebten, würden sehr lange in tfyrer Erinnerung bleiben. Hierauf sprach Rektor Reul vom Derean für das Deutschtum im Ausland und begrüßte die Wiener im Auftrag dieser Or­ganisation. Redner wünschte, dah der Aufenthalt in Deutschland den Wienern lange in Erinne­rung bleiben möge uaib Deutschland und Oester­reich einmal ein Ganzes bilden würden. Vom Reichsbanner sprach Stadtv. Meier, Don den Gewerkschaften Gewerkschaftsbeamter Ottilie; beide begrüßten ebenfalls die Freunde von Wien. Dank der Mithilfe des Reichsbanners Schwarz- Rot-Gold bet Begleitung der Wiener Freunde durch die Stadt, sowie durch die Mitwirkung des Arbeiter-GesangvereinsEintracht" war es möglich, die wenigen Sturrden des Zusammen- fetn£ recht angenehm zu gestalten. Richt un- evwahrtt soll noch bleiben, daß die städtischen Gebäude zur Begrüßung der Wiener Stammes- genossen Flaggenschanuck zeigten.

Bornotizen.

Tageskalender für Dienstag. Stadttheater: 8 Uhr,O diese Bubiköpfe" (Ende gegen 10.15 Uhr). Gieß. Tennis-Club 1922: 9 Uhr, U. C.. außerordentliche Mitglieder-Ver- fammlung. Palast-Lichtspiele:Pal und Pata- chon. die lustigen Vagabunden". Astotta- Ächtspiele:Der Cowboy-Kavalier".

Die Deutsche Vvlkspartei hält nm nächsten Freitag, abends 8.30 Uhr, im Gasthof Hindenburg" ihre diesmonatliche Mitgliederver­sammlung ab. In der Tagesordnung ist neben dem polittschen Bericht, den Frl. Birnbaum, M. d. L., übernommen hat, auch eine Aussprache über kom- munalpolittsche Fragen vorgesehen. Siehe heutige Anzeige.

L. U. Von der Landesuniversität. Dr. phil. Walter Go11sckalk, der sich für das Fach der romanischen Pyilologie zu habilitieren vimscht, wird am Mittwoch, 6. Juli, 12 Uhr, in der leinen Aula eine Probevorlesung überAnatole rance, der Dichter und sein Sßerr halten.

** Personalien. Ernannt wurden: Die "egierungsassesforen Dr. Georg Krüger zu 'ießen und Dr. Ferdinand Meyer zu Fried­

einer 17 000 Kilometer langen Reise durch die Staaten aufgenommen, und will in erster Liarie über Amerika als das Land der unbegreaazteN Möglichkeiten durch reiches Anschauamgsrnalerial nähere Kenntnisse vermitteln. Diese Absicht des Films ist als in jeder Hinsicht bestens gelungen zu bezeichnen, um so mehr, als der Bildstreifen durch einen guten Kenner der amerikanischen Verhältnisse, Korvettenkapitän a. D. Breit- Haupt, eingeheaad erläutert wurde. Die vielen herrlichen Bilder, die der Film bot, lassen sich hier nut zum Teil kurz erwähnen; im ganzen! sei gesagt, daß der Gesamtfilm und der vortreff­liche Dortrag einen guten Eindruck hinterliehen und bei den zahlreichen Besuchern dankbare Auf­nahme fanden. Im Rachstehenden seien einige Aufnahmen aus den verschiedenen Etappen der Reise besonders hervorgehoben: Die Seereise von Hamburg nach Amerika auf dem modernen Riesen- dampserHamburg" der Hamburg-Amerika- Linie, dann die Ankunft in Reuhork mit Bildern der Wolkenkratzer, des riesigen Veackehrs usw., die Fahri nach der Damdeshauptstadt Washington mit dem Kapitol, weiter vorüber an den Strom­schnellen von Alabama imb dem tropischen Flo­rida nach dem Ackerbaudistrikt des mittleren Westens. Eindrucksvolle Aufnahmen zeigten die Baumwollernte am Mississippi und den gewal­tigen Raturschuhpark Grand Canon, ferner die Obst Plantagen Kaliforniens, das Oelgebiet. Gold­felder, Straußen- und Alligatorenfarmen. Von San Fraiazisko führt die Reise durch die nörd­lichen Staaten zum Vellowstvne-Ratioaaalpark und weiter nach Milwaukee, der deutschesten Stadt der Staaten (50 Proz. Deutsche). Zahlreiche Auf­nahmen waren der amerikanischen Fließarbeit gewidmet, u. a. aus der Riesenautvmvbilsabrik von Ford, ferner dem Verkehr und der Wirt­schaft.

** E i n Schülervortrag der Klavier­schule Kläre Schlesier-Altmann (Gie­ßen) sand am Sonntagvormittag statt. Die Vor­tragsfolge brachte Darbietungen von Anfängern und fortgeschrittenen Schülern und Schülerinnen, die durchweg vorzügliche Schulung zeigten. Aus säint- lichen Vorträgen war zu erkennen, daß es sich nicht um wochenlangeingepaukte" Sachen handelte, sondern um dem jeweiligen Können des Schülers. entsprechende Dorttagsstücke. Besonders erwähnt seien die Darbietungen der Schülerinnen Elsbeth M o e s e r , Gertrud Hammerschlag, Gisela Rosenberg und Lotte Hammerschlag, die durchweg gute tecknische Durchbildung und feine musikalische Auffassung zeigten. Lore Sander trug durch Liedervorträge von Wolf, Schubert, Mo- zatt und Beethoven wesentllch zum guten Gelingen der Veranstaltung bei.

Berliner Börse.

Berlin, 5. Juli. (WTB. Funkspruch.) Bei kleinem Geschäft und ruhiger Tendenz ist man im heutiaen Frühverkehr etwas zuver- sichtlicher g e st i m m t. Neben einigen günstigen Wirtschaftsmeldungen ist besonders die Situation am Geldmarkt etwas freundlicher ge­worden. An Kursen ist noch nichts zu hören. Man schätzt Farben auf 285 bis 286. Am Devisenmarkt nennt man Patts 124,01, Mailand 87,90 und das Pfund 4,8560.

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Sommerkur fUr

Nervenkranke

und Nervös-Erschöpfte. Spezlelkuranslalj Hofhelm im ican-js bet Frankfurt a. M. Prospekte durch Dr. M. Schulxe- Kahleyss, Nervenarzt

Büchertisch.

Der alte nationalökonomische Grundsatz, die größt- und bestmögliche Arbettsleistung mit möglichst geringem Arbeitsaufwand zu erzielen, ist heute mehr denn je von überragenber Be­deutung. Das Vorbild für diese ArtBetriebs­wirtschaft" ist das Land eines Taylor, der den Grundpfeiler für die heutige Betriebswissenschaft lieferte, eines Ford, der dessen Untersuchungenl in größtem Maßstabe prattisch verwettete, ist und Grundideen übernahm unö zum ersten Male das Laard der unbegrenzten Möglichkeiten: Amettka. Im Gegensatz zu anderen umfang- reichen Wetten, die die gleiche Matette behan­deln, bringt hier der Verlag Dieck & Co., Stutts gart, den Kern des Themas in einer Ruß schale. Und zwar in dem Büchlein von Emo Descovich, betiteltUnsere Technik und Amerika" (geheftet 1,80 Mk., gebunden 2,50 Mk.), das uns über die Erfolge der Rattonalisierung, Mechani­sierung, kurz um mit einem Schlagwort zu reden über den Fordismus Aufschluß gibt

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