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Leines Nächsten, (&n leichter ParfümLuft ' ist erfreulich. zuviel davon ist garstig.

10. Vergift nicht auszusteigen. Riemand freut sich darüber, wenn du im letzten Moment, nachdem schon die neu Einsteigenden in den Wagen drängen, dich hinauswindest und alles aufhälst. Hast du es aber doch ver­gessen, dann kchsängcle dich still und be­scheiden hinaus, ohne den Cinsteigenden vor­wurfsvolle Blicke zuzuwerfen. Die sind aus jeden Fall ganz unschuldig. M. C.

Das Sauerkraut als Heilmittel.

Das Sauerkraut, dieses mit Recht als Ra­tionalspeise der Deutschen bezeichnete Gericht, soll nach den neuesten wissenschaftlichen Fest­stellungen eine überaus heilsame Wirkung be­sitzen. Man hat gefunden, daft rohes Sauer­kraut neben Tomaten den höchsten Gehalt an -Vitaminen aufweist Es ist daher zur sogen. ..Vitamindiät" ober ..Rohkost" das souveräne und zugleich das billigste Mittel. Daneben kann, wie Pros. QI. Hartmann ausführt, ungekoch­tes Weift- oder Rotkraut, mit Oel oder saurer Sahne zu Salat verarbeitet, gegessen werden. Eigentliches Heilmittel ist rohes Sauerkraut ge­gen Würmer, wo ihm allerdings in rohen Möhren ein Konkurrent erstanden ist. Sehr wertvoll ist auch der hohe Mineralstoffgehalt des Sauerkrautes. Die darin enthaltenen Milch- säurcbazillcn üben, ähnlich wie bei der sauren Milch, einen bokterientötenden Einfluft auf anormale Darmträgheit aus. Der Pariser Bak- tcriologe Pros. Dr. Metschnikoff, hat fest- ' gestellt, daft in den Gegenden, wo- am meisten Sauerkraut gegessen wird, die Leute am älte­sten werden. Zu den Deutschen kam das Sauer- front erst im Mittelalter von den Slawen, die heute noch die Hauptsauerkrautesser sind. Wie der römische Ackerbauschriftsteller Columella im 1. Jahrhundert n. Ehr. angibt, machten die Rö­mer zwar auch Kohl ein, aber in ganzen Köpfen mit Salz überstreut und Essig übergossen. Diese als Kr-mpositum - woraus dann das mittel­hochdeutsche Kumpost hervorging bezeichnete Kohlkonscrvc wurde als römisches Erbe in den Klöstern des frühen Mittelalters hcrgcstellt, sand aber feinen Eingang beim Volle. Erst das sla­wische Verfahren der Saucrkrautbereitung hat dann wenigstens in Deutschland allgemeine Ver­breitung gesunden, während es heute noch nicht recht in Frankreich bekannt ist. Während wir das Sauerkraut bisher nur als Gemüse zu Kar- tosseln oder Erbsen mit SchweinefleisH atzen, ist für die Folge auch dem rohen Sauerkraut, dank seiner heilsamen Wirkung, mehr Beach­tung zu schenken. Obwohl nun in Deutschland das Sauerkraut von zahlreichen leistungsfähigen Fabriken hergestcllt wird, ist jeder Hausfrau dennoch zu emsehlen, der Sauer, rautbereitung ihr Interesse zuzuwenden. Wer es versteht, der gewinnt ein Produkt, das viel mehr dem per­sönlichen Geschmack entspricht, als die Mossen- ware der Fabrik.

Wirtschaft.

Konjunkturentwicklung 1926/27

Zweifellos ist rein wirtschaftlich beträchtet der Verlauf des Jahres 1926 besser gewesen, als bei seinem Beginn fast allgemein geglaubt wurde. Wenn man noch den Gründen für diese erfreuliche Entwicklung fragt, so ist zunächst die Tatsache festzustellen, daft die Wirtschaft in einem ganz radikalen Selöstsanierungs- und Llmstel- ' lui'.gSprozetz rücksichtslos alles ausgemerzt hat, was in ihr krank war. Diese Gesundungsaktion häkle sich ober nicht auswirken können, wenn nicht zwei wesentliche Momente sie unterstützt hätten. Das eine liegt in der starken Geld- und Kapital- slüssigkeit. Diese hatte einerseits ihre Ursache in der reichlichen Versorgung mit Auslandkapital, andererseits war sie eine Folge per Umwand­lung vonSachwerten" in Kapital und der weit­gehenden Zurückhaltung in der gewerblichen Be­tätigung. Erfreulich waren diese Gründe für die Kapitalsllisfigleit zwar sicher nicht! sie werden uns noch vor manches schwierige Problem stellen. 'Die dauernde Geld- und Kapltolfküssigkeit hatte aber auch das Gute, allmählich den Drang und die Möglichkeit zu neuer Betätigung auszulösen. Diese Entwicklung befand sich in den ersten Anfängen, als der englische Bergarbeiterftreik (das zweite für die Wirtschaflsentwicklung des vorigen Jahres günstige Moment) ausbroch. Rur aus dem Zusammenlresfen dieser beiden Umstände konnte ab Mai-Juni 1926 eine allmähliche Wen- düng zum Besseren eintreten, während bis zu diesem Zeitpunkt die Krise angedauert hat.

Wenn man über die künftige Gestaltung der deutschen Wirtschaft sich klar zu werden bemüht, so ist zunächst sestzustellen, daft eine einheitliche Gestaltung der Konjunktur sich immer noch nicht deutlich feststellen läftt. Je nach den Gegenden und Gewerben werden Lage und Aussichten ganz verschieden beurteilt. Immerhin liegen manche günstige Momente grundsätzlicher Ratur vor. Vor allem hat der Selbstsanierungsprozetz die Psychologisch wertvolle Folge gehabt, daft die Ausmerzung schwacher ober untüchtiger Elemente das lange Zeit schwer erschütterte Vertrauen i'm Kundenverhältnis wieder befestigt hat und daft der Gesichtspunkt der wirtschaftlichen Soli­dität und der Qlnpassung an die wirtschaftlichen und finanziellen Bedingtheiten des einzelnen Unternehmend wieder weitgehend zum Durch­bruch getommen ist. Auch auf die Preisgestaltung bat der Sanierungsprozeß der deutschen Wirt­schaft günstigen Einfluft gehabt. Deutschland ist im grotzeN-Und ganzen hinsichtlich seiner Preise wie­der konkurrenzfähig, wobei freilich die Währun.gs- bereinigungen namen sich der lateinischen Länder mckgeholfen haben: sie befreiten den Weltmarkt von einem sehr unangenehmen Dumping. Auch weltwirtschaftlich liegen günstige Momente vor. Zwar sind die internationalen Handelshemmnisse immer noch nicht gefallen, es scheint jedoch, als ob wenigstens die Erkenntnis von drr Unhaltbar- keil der jetzigen Zustände allmählich auch All­gemeingut sogar der Politik würde. Den günstigen Momenten stehen jedoch auch ungünstige gegen­über. Eines der wesentlichsten l egt darin, daft die deutsche Arbeitskraft bei den Absatzmöglichkeiten noch aus Jahre hinaus nicht voll auSgenutzt wer­den kann. Damit in Verbindung steht die nach wie vor noch recht schwache Aufnahmefähigkeit des Inlandmarltes Löhne, Gehälter. Einkommen aus Llnternehmergewinn usw. weisen zwar schon seit längerer Zeit Tendenz zum Steigen aus c« fehlen aber noch immer die stillen Reserven die in der Vorkriegszeit der Wirtschaft eine außerordentlich sichere Grundlage gaben Zwar hat man durch das Mittel der Konsumfinanzie- Tung versucht, wenigstens die private Kaufkraft

zu ftärien. Diesem Experiment gegenüber sollte man jedoch ganz erhebliche Vorsicht an den Tag legen. Schließlich sind an ungünstigen Momenten noch zu erwähnen die Belastungen aus dem Da­wes-Abkommen. die im laufenden Jahre eine Erhöhung erfahren werden, der nach wie vor viel zu hohe Druck der Steuern. Eisenbahntarife und so weiter.

Trotz der hier erwähnten Bedenken darf man mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit mit der Fortsetzung eines allmählichen und in mäßigen Grenzen sich bewegenden Weiteraufstiegs rechnen. Eine unbedingte Voraussetzung dafür ist freilich die, daß die Wirtschaft in Zukunft nicht mehr von der Politik in dem bisher zeitweise zu be­obachtenden Maße behelligt wird

Die Reichsbank

am Iahresschluh 1926.

Roch dem Ausweis der Reichsbank vom 3 1. Dezember 192 6 hat die gesamte Kapllalanlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 470,5 Mill, auf 2003,6 Mill. Mark zugenommen. Die Zunahme entfällt mit 415,8 Mill. Mark auf die Bestände an Wechseln und Schecks, die auf 1828.6 Mill. Mart angewachsen sind: die Lombardbestände haben sich um 54,7 Mill, aus 84.1 Mill. Mark erhöht, während die Anlage in Effekten mit 90,9 Mill. Mark annähernd unverändert geblieben ist. An Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zu­sammen sind 454,3 Mill. Mark neu in den Verkehr abgeflossen: der Umlauf an Reichs- banknot en erhöhte sich um 437,4 Mill, auf 37,35,5 Mill. Mark, der an Aentenbank- scheinen um 16,9 Mill, auf 1164,1 Mill. Mk. Für 52,3 Mitt. Mark Rentenbankscheine wurden getilgt, und zwar der auf dem Rentenmark- tilgungsfonds noch bestehen gebliebene Restbetrag in Höhe von rund 49.2 Mill. Mark und weitere 3.1 Mill. Mark gemäß § 7a des Gesetzes über die Liquidierung des Umlaufs an Rcntenbank- scheinen. Die Bestände der Reichsbank an solchen Scheinen sind dementsprechend um 69.2 Mill, auf 7,7 Mitt. Mark zurückgegangen. Der gesamte Zahlungsmittel umlauf stellt sich unter Einbeziehung von ea. 745 Mill. Mark Scheide­münzen und ca. 185 Mill. Marl Privatbanknolen auf rund 5830 Mill. Mart gegen rund 5210 Mill. Mark Ende 1925. Die fremden Gelder zeigen mit 648,0 Mill. Morl einen Zuwachs um 62,7 Mill. Mark. Die Bestände an Gold und deckungsfähigen Devisen stiegen um 72,7 Mill, auf 2350,6 Mill. Mark, und zwar die Bestände an Gold um 25,5 Mill, auf 1831,4 Mill., die an deckungsfähigen Devisen um 47,2 Mill, auf 519,2 Mill. Mark. Die Deckung der Ql o t e n durch Gold allein betrug 49 Proz. gegen 54.8 Proz. in der Vorwoche und 40,8 Proz. Ende 1925, die durch Gold und deckungsfähige Devisen 62,9 Proz. gegen 69,1 Proz. in der Vor­woche und 54.4 Proz. Ende 1925.

Dic Wirtschaftslage im Dezem­ber 1 9 2 6. Zu der vom preußischen Ministerium für Handel und Gewerbe auf Grund von Be­richten der preußischen Industrie- und Handels­kammern und des Deutschen Handwerks- und Ge­werbetages zusammengestellten älebersicht über die Wirtschaftslage im Monat Dezember 1926 wird bemerkt: Der letzte Qiicnat hat die Hoff­nung befestigt, daß der Tiefstand als über­wunden gelten darf. Gcwih sind noch manche unsichere Fattoren vorhanden, doch lätzt der Stand der Schlüsselindustrien in Verbindung mit der Entwicklung der chemischen Industrie gewisse Hoffnungen für die Zukunft zu. Die automatische Steigerung der Reparationslasten und die Höhe der Arbeitslosenziffer warnen jedoch vor einer üleberspannung der Hoffnungen. Auch die Han­delsbilanz der zweiten Jahreshälfte wird Passiv, obwohl das Handelsvertragswerk fortgeschritten ist. Die Kurse erreichten in der zweiten Hälfte des Dezembers den Höchststand in dem Hausse- jahr.

' T e r m i n h a n d e i in den Vorzugs­aktien der Deutschen Reichsbahn- Gesellschaft. Wie der DHD. meldet, wurde in der Dienstag-Sitzung des Berliner Dörsen- vorstondcs beschlossen, die Vorzugsaktien der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft vom 18. Januar ab zum Terminhandel an der Berliner Börse zuzulassen, nachdem diese Aktien bisher variabel notiert wurden. Bekanntlich werden in diesem Monat noch am 17. Januar Medio-Kurse notiert, da sich die Liquidation bis zu öieem Tage hinziehn

Kohlenverschwelungslizenz der Rütgerswerke A. G. für England. Wie aus Verwaltungskreisen der Rütgerswerke A. G. mitgcteilt wird, ist das jährliche Ergebnis der an die Spencer-Gruppe übertragenen Ver­schwelungslizenz aus Umsatz abgestellt. Die Koh­lenverschwelung auf Grund des Verfahrens der Chemischen Gesellschaft wird demnächst, und zwar nach enbgültiger Fertigstellung der erforder­lichen Betriebsanlagen, durchgeführt werden. Die Rütgerswerke werden an der englischen Grün­dung stark beteiligt sein. -- Der Geschäftsgang bei den Rütgcrswerkcn wird nach wie vor als sehr gut bezeichnet. In den letzten Monaten haben die Rütgerswerke A. G. sehr große Auf­träge für den Teer-Straßenbau erhalten. Cs ver­lautet ferner, daß mit Oberkoks Verhandlungen über ein Zusammengehen in der Dachpappen­fabrikation schweben sollen.

* Zunahme der Konkurse in Ame­rika. Rach den Zusammenstellungen von Brad- street-Iournal stieg die Anzahl der im vergan­genen Jahre erfolgten Konkurse von 18 859 im Zahre 1925 auf 20 032 Konkurse im Jahre 1926. Den Passiven von 655 043 000 Dollar standen lautPrall. Amerikadienst" im Jahre 1926 Ak­tiven im Werte von 77 615 000 Dollar gegenüber.

Frankfurt j*.

Frankfurt a. M., 5. Jan. Tendenz: unsicher. An der Effektenbörse war die Haltung gegenüber der freundlicheren Abendborse bereits wieder un- sicher geworden, besonders für die Haupt­werke, die überwiegend schwächer eröffn neten. Es drückten dieselben Geldsorgen, die gestern au starken Abschwächungen geführt haben: auch scheint die Spekulation den Verlaus des heutigen Zahltages abwarten zu wollen. Gut behauptet logen K a l i a k k i e n auf die Erhöhung der Dezem- berprobultion; außerdem wirkt sich auch die Preis­erhöhung allmählich aus. Mfdjersleben plus 3 Pro­zent, Westeregeln plus 2 Prozent. Die Werte des La hm eyer- Konzerns konnten ihre Festig­keit behaupt«i. dagegen Ingen Siemens gedrückt. Süddeutsche Zuckeraktien erholt. Waghäusel plus 2, Frankenthal plus 1 Prozent. Bauaisien unoerän- bert. Schcideanstalt leicht befestigt. Gut behauptet

lagen Autoakkien. Petroleumwerte uneinheit­lich. Rütgerswerke plus 1, aber Deutsche Erdöl minus 0,5 Prozent. Am C h e mi e in a r k t schwäch­ten sich I.-G.-sarben non 325 auf 322,5 Prozent ab. Der Montan markt wies Kurseinbußen bis 2,5 Prozent auf. Deutsch-Lux minus 1,25 Prozent, Mannesmann minus 1,9 Prozent, Rheinstahl minus 2,5 Prozent. Großbankaktien konnten sich knapp behaupten. Am Anleihemarkt ist bas Geschäft ruhiger geworden. Kriegsanleihe 0,870, Schutzgebiet 17,8. Der Geldmarkt ist wieder leichter geworden. lagesgelb 5,5 Prozent, Monats­gelb für erste Adressen 5,75 bis 6,25 Prozent, für zweite Mressen 7,5 bis 8 Prozent. Im Devisen- verkehr schwächte bie Reichsmark etwas ab, ber Kurs gegen Lonbon stellte sich auf 20,44, gegen Kabel auf 4,21. Paris-London schwächer 123,20. Lonbon-Kabel 4,8550.

3orfcntnne.

(Ohne Gewähr.)

Damm:

5% Deutsche ReichSanleihe . 4°/0 Deutsche Reichsanleihe .

Deutsche ReichSanleihe 3®/e Deutsche Reichsanleihe . Deutsche Svarprämtenanleihe 4°/0 Preußische Konsols . - . 4° o Hessen.......- .

3'/3% Hessen 3% Hesse» Deutsche Werth. Dollar-Anl. dto.Doll.-Lchav'Anireisng. , 4n/0 Zolltürken 5% Goldmexikaner Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- und Privat-Bank. Tarmst. und Naiionalbank . Deutsche Bank DiSkonto Commandit . Dresdner Bank ....... Metallbant...........

Mitteldeutsche Crcditbank. . Ocsteircichische Creditanftalt. Rcichsdank

Bochumer Guß BuderaS...........

Coro Dcuisch Luxemburg...... (Gelsenkirchener Bergwerke. . Harpencr Bergbau . . . .

Kalkwerte Aschersleben. . . . Kaliwerk Westeregeln.....

Laurabültc.......

Mannesmann. ....... Mansicldcr. .......... Oberbedars ...» Phönix Bergbau ..... Rheinische Braunkohlen . .. Rheinstahl...........

RiebeU Montan. .....

TelluS Bergbau....... Bereinigte Stahlwerke . . Hamburg Amerika Paket. . . Norddeutscher Lloyd . ... Cheramische Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmann Anglo Cant Guano.....

Chemische Mäher Älavtu. . . 'Goldschmidt . . . . . .

Holrverkohlung I 'S Farben-Jodustrie. . . Rütgerswerke Scheideansralt Allg. EleltrtziiätS-Gesellschaft Bergmann Elektr. Lieferungen......

Vicht und Li rast........

Mainkrastwerke Schlickert Siemens <t Halske .... Adlerwerke.INeher . .... Daimler Motoren. ...... Heliliaenstaedt Meguin.............

Mannheimer Motoren . . .

frankfurter Armaturen . . stonservrnfabrik Braun . . Metallgescll'chaft Frankfurt. Pct. Union A.-G. ....

Schuh'abrik Herz . , . Sichel Adlftofi Aschaffenburg. . . .gcllston Waldbof....... Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel - . .

Frankfurt a.M.

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Holländische Noten ....

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Italienische Noten......

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Norwegische Noten.....

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Dcut'ch<Oes1err, a 100 Kronen

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61,03

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Spanisch.- Noten . ...

64,19

65,21

Tschechoslowakische Noten -

12,39

12.45

Unaarifdbc Noten

73.27

73.63

Berliner Börse.

Berlin, 5. Ian. Die scharfe Abschwächung der Aktienkurse in dem gestrigen Ausmaß kam zum Stillstand. Da aber bei Beginn der heutigen Börse noch weitere Abgaben, hauptsächlich von Publikumskreifen erfolgten, so konnte sich noch keine allgemeine Erholung durchsetzen. Die Ten­denz war bei Eröffnung des Verkehrs u nein- heitkich und nervös, später leicht schwankend. Die Kursbewegungen hielten sich im Durchschnitt in den Grenzen von 1 bis 2 Proz. nach beiden Seiten. Einzelne Papiere gaben noch stärker nach, fo Ludwig Löwe minus 4 Proz., doch blieben diese Verluste Ausnahmen. Einige Papiere konnten sich gut erholen. Im ganzen blieb in den spekulativen Kreisen größte Vor- 1 sicht vorherrschend, zumal von maßgeben­

den Wirtschaftsireisen davor gewarnt wird, die an 4ich berechtigten Hoffnungen auf eine wirt­schaftliche Besserung für die nächste Zeit zu Über­spannen. Einen günstigen Eindruck hinterließ dir Lage des Geldmarktes, wo die Sätze trotz des heutigen Zahltages eine Senkung erfuhren. Tagesgeld ging auf 4 bis 6:Prozent zurück, Monatsgeld auf 63/< bis 7> 4 Prozent. Im De­visenverkehr lag das englische Pfund sehr fest, gegen London gaben Paris auf 123,20, Mailand aus 109, Brüssel (Belga) auf 34,91, Madrid auf 31,45 nach. London-Kabel 4,8547. Die Reichsmark stellte sich gegen Kabel auf 4,21.

Frankfurter Gctrcivc fe.

Frankfurt a. M., 5. Ian. Es wurden notiert: Weizen. Wetterauer, 29 bis 29,25; Rog­gen, inländ., 24,50; Sommergerste für Brau­zwecke 25 bis 26,50; Hafer, inländ., 19,50 bis 20; Mais (gelb) 18,50 bis 19; Weizenmehl, inländ., Spezial 0. 40,75 bis 41.75; Roggenmehl 35 bis 36: Weizenlleie 11,75 bis 12; Roggenkleie 12 Tendenz: Flau.

Berliner Produkter^orsc.

Berlin, 4. Ian. Im Gegensatz-zum Früh- verkehr übten an der Mittagsbörse die etwas ermäßigten argentinischen Offerten einen emp­findlichen Druck auf den Weizenmarkt aus, ob­wohl Rordamerika und Australien nur unwesent­liche Veränderungen meldeten. Prompter Inland- weizen ist unverändert hoch offeriert, aber nur zu recht ermäßigten Preisen unterzubringen. Im Lieferungshandel wurde der März 2 Mark, Mai 2.50 Mart und Juli 1,50 Marl niedriger. Gegen­über dieser Verslauung zeigte Roggen sich ziem­lich widerstandsfähig. Die hiesigen Mühlen be­kunden weiter umfangreichen Bedarf, so daß das schwache Angebot Deckungen recht schwierig ge­staltete. Futtergetreide in guten Sorten gefragt, sonst vernachlässigt. Mehl still. Bon sonstigen Artikeln noch Speise-Hülsenfrüchte gefragt. Es notierten per 1000 Kilo: Weizen, märt., 264 bis 267; Roggen 233 bis 238; Sommergerste 217 bis 245; Wintergerste 192 bis 205; Hafer, mark.. 178 bis 188; Mais (loko Berlin) 186 bis 188; per 100 Kilo: Weizenmehl 34,75 bis 37,75: Roggen­mehl 33 bis 34,75; Weizenlleie 13,25 bis 13,50; Roggenkleie 12 bis 12,25; V.ktoriaerbsen 51 bis 61; kleine Speiseerbsen 31 bis 33; Futtererbsen 21 bis 24; Peluschken 20 bis 22; Ackerbohnen 21 bis 22; Wicken 22 bis 24; Lupinen (blau) 13,50 bis 14,50; Lupinen (gelb/14,50 bis 15; Serradelle (neu) 22,50 bis 25; Rapskuchen 16,40 bis 16,50; Leinkuchen 20,80 bis 21,20; Trockenschnitzel 9,90 bis 10,10; Soyaschrot 19,10 bis 19,80; Kartoffel' flocken 28,50 bis 29 Mark.

Büchertifch.

Reichls Bücherbuch. 17. Jahr. Sjtio Reichl Berlag Der Leuchter, Darmstadt 1926. Der Verlagskatalog wird eröffnet durch einen Leitaufsah von Professor Paul Tillich, gibt einen ileberblid über die Tätigkeit des Vrrlliges uni) seine Reuerscheinungen und bringt überdies eine Reihe von Lichtbildern seiner bekanntesten Mit­arbeiter.

Das Theater" (Verlag Berlin W 9), eröffnet seinen achten Jahrgang mit bem ersten Ja­nuar-Heft, bas zum größten Teil einer umfaffenben unb aufschlußreichen Gesamtbarstellung ber Arbeit aller Hamburger Bühnen geroibmet ist. Die präg­nant geschriebenen Aufsätze von Schaub, Müller Rastati und Hans Bobenstebt erfahren eine instruk­tive Ergänzung burch mehr als 60 Aufnahmen ber Hamburger Bühnenleiter, führenber Künstler, sze­nischer Entwürfe unb von zahlreichen wichtigen Premieren ber letzten Zeit. Reich illustriert ist auch ber Wiener Brief, ber über bie letzten Theaterereig- nisse an ber Donau berichtet. Aus bem übrigen Text-, teil seien Aufsätze von Dr. Oskar Gurtrnann über MozartsDon Juan" unb ein Aufsatz von Freb A. Angerrneyer überAnbrö be Sorbe" hervor- gehoben. Der amüsante unb einfallsreiche Mobenteil Des Heftes entführt bie ßeferin bereits an bie süd­lichen Gestabe.

LetzteJtachridhten.

Tcr erste Tote von Dausenau gelandet.

Bad Ems, 5. Ian. (WSR. Drahtmeldung.> Gestern vormittag gegen 12 Uhr wurde als erster der bei dem Ünglück am 20. Dezember Ertrunkenen die Leiche dcs Rammeisters W. Roth aus Waldaschaff bei Aschaffenburg in der Rähe der staatlichen Versandthalle aus der Lahn geborgen. Die Leiche hatte etwa drei Meter tief aus dem Boden gelegen, in etwa vier Meter Entfernung vom Ufer. Die Lüche wurde durch Absuchen des Flußbettes mit Stangen ge­funden. Man hofft auch die anderen Leichen ober­halb der Fundstelle zu finden, da der ertrunkene Meister am weitesten abgetrieben war.

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