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Schotten.

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»«»gesamt folgend« Verlust« an dieser Seuche entstanden sind: 3n Burkhards not- geschlachtet ein Dulle, gefallen drei Kühe, zwei Rinder. fi«ben Kälber.

n Laubach, 4. Jan. Am Sonntagabend hielt der hiesige Zweigverein des Vo­gelsberger Höhenklubs gemeinsam mit dem hiesigen Stenographenverein im Solmser Hof" fein Winterfest ab. Zwei Gin- ökter wurden ausgezeichnet gespickt. Alle Dar- stellet ernteten reichen, wohlverdienten Beifall. An die Ausführung schloß sich ein Ball, wobei bie neugebildete Jazz-Kapelle des hiesigen M u - sikvereins zum erstenmal ihre eigenartigen Weisen erklingO» lieh

- ---- Gedern, 4. Jan. Am Sonntag fand bei starker Beteiligung die Stichwahl zur Bei« geardnetenwahl statt. Es wurden abgegeben für Jean Oberheim 410, für Philipp Ha rt - mann 592 Stimmen. 8 Stimmen waren ungültig. Somit ist Philipp Hartmann. Landwirt und Sägewerksbesitzer, gewählt. Altem Herkommen ge- mäß wurde vor der Wohnung des neugewählten Beigeordneten ein buntbebänderter Baum ausge­stellt und durch die Feuerwehrkapelle ein Ständchen gebracht. , .

)( Ruppertsburg, 4. 3 an. Jn den letzten beiden wahren hat di« Zahl der Ge- werbe treibenden unseres Dorfes er­heblich -ug5nomm:n. Es sind neu entstanden eine Wirtschaft, eine Metzgerei. zwei Kolonial- und Spezcrciwarcng fchäite. eine Brot- und Mehl- verkaussstcklc. eine Schreinerei, ein Diehhandels- geschöst und eine Porzellanwarmsta".d uag.

* Rudingshain, 4. Jan. Auch in unserem Orte wurde jetzt die Gründung eines Klein- kaliber-Schutzenvereins beschlossen. Ob­wohl hier bereits sechs Vereine bestehen, hofst man doch, daß d.'r neue herein, der sich ausschließlich die Pflege des Kl-inkalibersports angelegen sein lassen will eine günstige Aufnahme bei der Ein­wohnerschaft finden wird.

Mrcid Lauterbach.

ZSchlitz, 4. Jan. Auch die hiesige Bezirks- fparfaf fc hat die Aufwertung b e r 5 p n r- einlagen mit 125 Prozent beschlossen. Der Zin- sendienst beginnt am 1. Januar 1927 mit 3 Proz. Aufgewertet wird der Goldmarkbetrag aller Spor- guthaben, auch derjenigen der Inflationszeit. Den Einlagegläubigern des früheren hiesigen Vorschuß- Vereins, der 1922 in Liquidation getreten ist, ge­denkt die Bezirkssparkasse ein Entgegenkommen in­sofern zu zeigen, als sie 40 Proz. des Goldmarkbe- trags mit 125 Proz. aufwerten will. Bedürftigen Gläubigern sollen schon baldigst Abschlagszahlun­gen auf den Aufwertungsbetrag gewährt werden. In weiten Kreisen der Bevölkerung ist man der 51 affe sehr dankbar für das anerkennenswerte Bestreben, ihren Pflichten im Rahmen des Möglichen gerecht zu werden.

Starkenburg.

Darmftabt, 4. Ian. Zu dem Einbruch im hiesigen Arbeitsamt, das im ehemali­gen Ludwigsbahnhof untergebracht ist, hat bie nähere Untersuchung ergeben, daß den Sieben nur ein geringer Geldbetrag in die Hände ge­fallen ist. Die Unterstützungsgelder für die Arbeits­losen, auf die sie es abgesehen hatten, erlangten sie nicht. In zahlreichen Bureaus haben die Kerle die Schränke unb Pulte erbrochen unb diese dadurch beschädigt.

WSA. Offenbach, 4. 3an. Der Inhaber einer Lederwarensabrik, Moses Stolinsky. über dessen Vermögen der Konkurs verhängt wurde, ist ins Ausland geflüchtet. Sto-

Nnskh, btt <ru8 Polen stammt, hinterließ «in« Schuldenlast von 27 OOO Mk.. denen nur 1370 Mark Aktiven gegenüberstehen. Der Ober­primaner Felix Arnold ist seit etwa acht Tagen aus dem Elternhause verschwunden. Er hat einen Abschiedsbrief hinterlassen. Da der Oberprimaner vor dem Examen stand, ist wohl anzunehmen, daß er aesürchtet hat. das Examen nicht zu bestehen. Der Verschwundene, von dein bisher keine Spur zu finden war, ist mittelgroß, schmal, hat blasses Gesicht, trug einen bunfeßlauen Sportanzug, braune Halbschuhe und grau-weiß geftreiften Ueberzieher. Zwe^dien­liche Mitteilungen Über den Verbleib des Ver­mißten sind an die Offenbacher Kriminalpolizei zu richten.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

DSV. Wetzlar, 4. Jan. Im benachbarten B i s k i r ch e n geriet ein Schäfer mit seiner Frau in Streit, den der Sohn zu schlichten suchte. Ais der Vater tätlich werden wollte, ergriff der Sohn ein Messer und verletzte feinen Vater so schwer am Kopf, daß die so­fortige Uebersührung in das Wetzlarer Kranken­haus notwendig wurde.

Z Aus dem Kreise Wetzlar, 4. Ian. Der öffentliche Arbeitsnachweis, Abteilung Berufs­beratung, des Kreises Wetzlar hat feinen Wir­kungskreis letzt auch auf bie Lanbfchulen aus­gedehnt. Die SerufsberatungsfteUe- wendet sich in Werbeschriften an Jugend und Eltern mit der Bitte, sich an dieser Stelle Rat und Auskunft über die Wahl des Berufes unb über eine geeignete Aus- bilbungsfteUe für die Schulentlassenen unentgeltlich äu holen. Die Kreiswanderbücherei, die sich schon lange als segensreiche Einrichtung erzie­len hat, soll nun, nachdem die Weiterentwicklung der Bücherei in den letzten Jahren fast gänzlich zum Stillstand gekommen war, neu ausgebaut wer­den. Die Lehrerschaft des Kreises ist nach wie vor zur Mitarbeit an dieser Sache bereit.

Kreis Marvurg.

][ Marburg, 4. Jan. In der heute nach- miltag abgehaltenen ersten diesjährigen Stadt- verordnetensihung wurde mitgetcilt. daß die im Voranschlag vorgesehenen 6000 Mk. zu Beihilfen für Umzugskosten für noch auswärts gezogene Familien ver­braucht seien und weitere 3000 Mk. hierfür be­nötigt würden. Im Interesse der Wohnungs­freimachung wurde diese Rachtrags'umme be­willigt. Ebenso genehmigte man die Erbauung eines weiteren Doppelwohnhauses in der städtischen Siedelung auf der sog.Weide" und den Erwerb eines durch St -uerrückstände usw. zum Verlauf stehenden Hauses in Weidenhausen. Aus dem Bericht über die städtischen Werke war zu erwähnen, daß diese im vergangenen Jahre sämtlich gut abschni11en, mit Aus­nahme des Eiswerkes, das nur 7700 Mk. lieber- schuß erzielte, gegen 9900 Mk. im Vorjahre. Ferner genehmigte man die Weiterfüh - rung der städtischen Wasserleitung in das Siedlungsgelände hinter dem Südbahnhof. Zur Verbesserung des Straßenbahnverkehrs sind zwei neue Straßenbahnwagen bestellt worden.

sch. Marburg, 5.Jan. Rechnungsrat Jos. Ruhl, Oberpostsekretär a. D., begeht heute in körperlicher unb geistiger Frische seinen 80. Ge­burtstag. Ruhl gilt als Kenner der frühe­ren hessischen P o st v e r h ä l t n i s s e , bie er eingehend studierte unb wiederholt in Artikeln wür­digte. lieber das hiesige Postams hat er gelegentlich des Neubaues des Reichspostgebäudes in der Bahn

hofstraße eine Broschüre veröffentlicht, die wohl als die erste geschichtliche Darstellung des Postamtes Marburg gelten darf.

fch. Marburg. 4. Ian. Wie der Verkehrsver­ein mitteilt, findet Pfingsten d. I. außer dem B e- f o r m a t i o n s s e st s p i e l vor der lutherischen Pfarrkirche auch noch eine Tagung der ehe­maligen Iler Jäger statt. Gegen Ende des Sommersemesters folgt die 4 0 0 - I a h r f e i e r der Universität, für den August sind eine große Tagung des Beamtenbundes und eine Dreitägige Tagung des Ahein-mainischen Ver­bandes für Acichskurzschrifl zugesagt. Ver­mißt wird seit Freitag der hier wohnhafte Post­sekretär Konrad Henkel. Die Schuhe und den Stock des Vermißten fand man in der Bähe der Lahn, so daß anzunehmen ist, daß der Beamte den Tod in der Lahn gesucht hat.

Maingau.

WSA. Frankfurt a. M., 4. Ian. Ein sog. Hydra-System" der FirmaQI11ge­rn e c n e Credit-Institut in Boer- mond (Holland)" wird gegenwärtig in der Stadt Frankfurt a. M. vertrieben bzw. angepriesen. Cs handelt sich um die Vertreibung von Gutfcheinen bzw. Lotterielosen, bei denen dem Ver­treiber versprochen wird, daß er kostenlos L o t - terie spielen kann. Als Gegenleistung wird jedoch verlangt, daß der Erwerber eines Loses einen bestimmten Geldbetrag an die Firma ein- senden muß. worauf ihm eine Anzahl neuer Lose zum Vertrieb zugesandt werden. Vor dem Erwerb oder (vertrieb derartiger Lose wird ge­warnt, da sich die Beteiligten wegen Ver­gehens gegen das Gotter iegefctj straf­bar machen. In einer Weinwirtschaft in der Klingerstrahe brachte sich gestern abend gegen 7 Uhr ein Student einen Schuh in die rechte Schläfe bei; er wurde In schwer­verletztem Zustand ins Hosvital verbracht. Gestern abend gegen 11 Uhr stürzte sich eine Frau am Eisernen Steg in den Main. Ein junger Mann, der sie retten wollte, kam dabei selbst in Lebensgefahr und mußte durch einen Polizeibeamten vor dem Ertrinken ge­rettet werden. Die Frau konnte in der Dunkel­heit nicht mehr gerettet werden. Am Ufer hat sie ein weißes Taschentuch, gezeichnet L., einen dunkelbraunen Filzhut. rosaseidene Strümpfe und ein silbergeflochtenes Geldtäschchen zurückge- laffen.

Kreis Hersfeld.

WSA. Hersfeld, 4. Ian. Im Kreise Hersfeld sollen umfangreiche Entwässe- runqsarbeiten vorgenommen und zu diesem Zwecke ein Wiesenbaumeister angefHlt werden. Es sind rund 7000 Hektar Ackerland und 2000 Hektar Wiesen dränagsb?dürstig. Die Drainage wird zur Folge haben, daß sich die Ernte auf den Wielen von 20 auf 35 Zentner je Morgen und auf den Ackerländereien um annähernd 50 Proz. ft ei g er t. Die Ertragssteigerung der Wiesen wird auch eine erhöhte Viehhal­tung ermöglichen. Die erforderlichen Gelder sollen bei der Deutschen Bodenkultur QI. G. aus­genommen werden.

Mord an Stiefvater unb Stief­schwester.

WSA. Frankfurt a. M., 4. 3an. Gestern abend kurz nach 7 Uhr hat. wie bereits kurz gemeldet, der seit einem halben Jahre aus der Heil- und Bslegeanstcick entwichene 22jährige Werner Mages feinen Stiefvater, den 56 Jahre alten Fabrikarbeiter Anton Hahn, wmra»mne3 11 ! i

in dessen Wohnung, Haid«straße 10 durch Beil- l)iebe erschlagen. Außerdem verletzte er fein 5 jährigeS Stiesschwesterchen Hedwig durch Deilhiebe so schwer, daß es in hoff­nungslosem Zustande im Bürgerhofpital eingeliesert und dort sofort operiert werden mußte. Das Motiv zur Tat ist Haß gegen Stiefvater und Stiefschwester. Der Täter ist flüchtig. Cr ist am 28. April 1904 in Frankfurt a. M. geboren, 1,75 bis 1.80 Meter groß, schlank, bartlos, hat dunkelblondes Haar, trägt schwarzes Iakett, Militärhvfe und geht stets ohne Kopfbedeckung.

Buntes Allerlei.

Woher stammen die Heiligen drei Könige?

Vach alten Ueberlieferungen liegt die Hei­mat der heiligen drei Könige im Lande der Sabäer. Ihre Vamen Caspar, Melchior und Bal­thasar leiten sich von der ursprünglichen Be­zeichnung Ga'.hospa, M-lchius und B tstsarra ab Als Ort ihrer Beiladung wird nach dem alten Kölner Brevier die Stadt Senia im Orient an­gegeben. Wer ihre Gebeine nach Konstantino­pel brachte, ist nicht bekannt, doch sollen sich die Veliquien dort mehrere Jahrhunderte lang be­funden haben, bis sie unter Kaiser Zeno (474 bis 91) von Konstantinopel nach Mailand über­führt wurden, wo sie in der Basilika Eustorgiana in einem prunkvollen Marmorsarkophag Auf­nahme fanden. Als Friedrich Barbarossa Im Jahre 1161 Mailand eroberte, nahm er die Ve­liquien der Heiligen drei Könige mit sich und schenkte sie später seinem Kanzler Gras Veinald von Dassel, den er vor kurzem zum Erzbischof von Köln ernannt hatte, für den Dom des Erzstiftes. Am 23. Juli 1164 kam Veinald mit den Leibern der Heiligen in Köln an, wo man die kostbaren Reliquien unter großem Jubel und Gesang im Et. Pelersdom beis.tz e.

Unglucksfall und Blutprobe.

Eines Tages überfährt ein Kraftwagen­führer in der Umgebung von Paris einen Men° schon. Kein Zeuge weit und breit, aber das ist kein Vorteil für den Chauffeur, denn er wird vor Gericht gestellt, und man glaubt ihm nicht, als er sagt, der Mann sei vollkommen be­trunken gewesen und trotz aller Warnungssignale direkt in den Wagen hineingetaumelt. Qlber hie Wissenschaft liefert dem Unglücklichen einen voll­gültigen Zeugen in Gestalt einer Blutprobe. Der Gerichtsarzt Dr. Boon, der die Leiche unter­sucht hat, erklärt, wenn der Tote wirklich große Mengen Alkohol kurz vorher in sich ausgenom­men habe, so müsse sich dies im Blut nachweifen lassen. Ein Chemiker untersucht das Blut und findet darin Anzeichen für eine kürzliche Auf­nahme von etwa 4 Litern starken Weins, die eine schwere Betrunkenheit zur Folge haben mußte. Der Kraftwagcnführer ist dadurch ge­rettet, und er kann sich bei der modernen Wissen­schaft bedanken, die ihm den Beweis seiner Un schuld geliefert hat.

Rundfunk-Programm.

Donnerstag, 6. Januar:

3.30 bis 4 Uhr: Die Stunde der Jugend. 4.30 bis 5.45 Uhr: Konzert des Hausorchefters: Operetten- mufik. 5.45 bis 6.05 Uhr: Die Lefcstunde. 6.45 bis 7.15 Uhr: Stenographischer Forlbildungskurfus für Anfänger und Fortgeschrittene (Diktat von 80 Sil­ben aufwärts). 7.15 bis 7.45 Uhr: Italienischer Sprachunterricht. 8.15 Uhr: Operetten-Abend. An­schließend bis 12.30 Uhr: Tanzmusik.

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Bekanntmachung.

Die Wahlakten über die am 2. Januar 1927 erfolgte Wahl des Vorstandes der Israelitischen Religionsgemeinde Gießen liegen während dem 5., 6. und 7. Ja­nuar 1927 in der Wohnung des Unter« zeichneten Marburger Straße 44 part. zur Einsicht der Beteiligten offen.

Gießen, den 4. Januar 1927.

Der Wahlkommissar. 70D M. Sternberg.

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