Nr. (29 vierter Blatt
Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefien)
damrlag, jutu (927
Wandern und Reisen Bäder und Sommerfrischen
Durchs Frankenland nach Staffelstein und Banz.
2Hae Mr immer borbcigdo^rrn an ,hvr» Da lagen sie beide. recht» unb In!« »j betben keile» des durch« TUtaial htnabeüenben Btdi» Nürnberg der treu i» dir bealr» Lande sich bdemmtv (teil# Hei» zur V*idm, und zur Rechte» da» t?nnenaolden leuch' ie»de Kchlof, mu den schlanke» Jü nnaul da de» dunklem Waldesrücken Kaum geieh'n gemieden Gedankenschnel! war man vorbei erhaschte nur mühtam den lamm de« kleinen Bab»hos» hinter Lichtenfels '.oi Staffel- ff ein" Stasielffeinf Dr> war <• dr»chf Und eine Orinneruno leuchtet auf. eine Delvdt« regt sich leite, «inst ost gesungen nun längst »er- 'unken .3um He l gen Bell non CiaMdtein .. ." Btktor von rcheii.il Mhe Nr« der Iktfl de« Dichter« sei» dort öden der besungene Kremt» Hausen? — —
3a — ti Mr so! Und nun wandele ich au» den Cpurro Schessele btnaul »um kremt len. Äam durch rtne der lieb'ichtzen Landschas- »en zu meinen Husten rausch»« der Hain 3n Lichtensel« hatte h de» D'jufl verlaNen. war durch da« alte Städtchen geschlenden über eine» breiten Marktplatz mu altmodischen Häuschen und einem Tx-ntaje von verblichener Aenaitiance- Pracht, hinaus aus die waldigen Hdben Schon iah ich vor mir da« Irllsame Gebilde M Ctafkl- berg« auiraaen. da hatte »ch da« erste groste 'ch doch mitten in einsamer DalklandfchaU vor •inrm Gebäude von überraschender Pracht Lu« ne mäch- tid< Kirche reinsten Xr fuL-fliblut« Daran ein ffloffer 0« war Tierzehnheiligen". berühmter Wallfahrtsort leit dabrbunNrtcn. wunderbarer rber noch al» Schöpfung de« jrofun 2*.iltba|ar Reumann, de» dtbautr« der bischöflichen Lest- Vn» zu Würzburg Ich trete ein. versinke in den phantastischen Traumgeb'lden de« genialen Weister« Lu« Kreisen und Ovalen wächst hier Form
und Inhalt alle» Grundsätzen der Aautunh hohn»vrechend und bade» zu einer »ert.«.»lenden Dirkung gelangend Schein» doch alle Pracht ringsum m rhythmischer Bewegui-.g 'ich auizu- löse» und wieder zu ichliehen m g.» jhan Tanz wie eine Symphonie Mozart« >deche-r--.;t■ Doll die Beleuchtung t-er zanen Za eben de« Goldes, der Ornamente denn die xn»taudloi bleiben verflecht Inmitten der Basilila der gra- zibseAe Bau anzu'ehen wie die riesige Schmuck- 'chaiulle «,ner ÄarguUe der Gnadenaltar der ein winzige« Stückchen Waldland «wtfltbt aus dem eins» vor Jahrhunderten ein armer die Bisio» der vierzehn Lo»hei»er gehabt bcncr dieser seltiam ichdne Bau geweiht Und hier Mr man vorbeiaciahre» ?
3n einem dulden Stündchen halte .ch dann den vtasselberg erstiegen Hand aul der steilen chdhe diele» mächtige,, /-essen«, der wer bu ®6»»<rburg Walhal. out steinernen -irnnen aus dem Dolde aufwächst Da lag vor mir. fett nach allen Richtungen die weile Dell .Ich wünscht' mir wüchter. Flügel —* lang einst Scheitel an dieser Stelle Den Tauben gleich schweben tw hier ungehindert bi« TNtde hinaus über das endlose Tal des gewundenen Mains hinüber nach Schtost Banz, hinter dem deutlich bi« «arte Silhouette der Lhön mir Kreuzt-erg
ISa'serkuppe a
beiden Gleichbergc off U p davon der lange Thüringer Wald Rechts von dem leuchtende» Banz hob sich die wuchtige Form N r Ä o b u r - ger Deße ab lieber Bierzehnheil »gen erhob »ich blahblau der Frankenvald mit s.rner höchsten Spitze, dem Döbra berg Ganz im Osten tauchte da« Fichtelgebirge mu fernem Schneeberg empor Im Süden flimmerten im weihen Sonnen rekle« die hohen Türme und Dächer des Domes zu Bamberg, hinter ihm der Steigerwald — wo in deutschen Landen Halle ich jt solch ein« ungehemmte, chunberie von Weilen bannende Hernficht?
Hur ein Gebäude stehl aus dem Stasselberg — da« uralte Kirchlein, daneben die Ätauk. Im engen Gastzimmerlein der Klause blickte Scheffel
salbst von der Wind. i.^.geben von eigener chand- Icheis» seines 8na»fenliede« ba« ee dem itzec nuen einst widmete
Ich ftira hinab ach S « asselste» n Loch steht am A'.ng^rg des Städtchen« der hohle Slumps der tausendjährigen Linde an der ernst Lapoteon« TlarichaU Berrhier sein Lost gewendet Wine» au» freiem V'.atze ein t-vchgiebirge» von buntem Aachwer? belebtes Lat- bau« ein zierlicher Xrnaif1anceban der ahnen üb:, welche Lolle da« uralte S lädt lei . ernst grlpiell. Lüsten «ine Erinnerung an den gehst'.« Srasfelsteiner der- Lechenkünstler Adam Liefe der stier 1492 geboren ward Im 3cncm gibt es ein kleines L chesfelmufeum und eine Sammlung verstetnerier Iuro'unde Luch der-, ehrwürdigen Bau der Pfarrkirche au« dem 12. Iahrhunder schenke .ch kurzen Besuch ttertts-ilc
- weiter wandere über den Warn hinüber nach Schloff Ban» jenem lockenden, goldfarbenen WÜrchonlchsst. ba« ich so oh tx-m Zug au» bewundernd erbNckt *n hohes Portal
grkrstr zuerst Dann ein weiter Schlosthoi Im Ttir.lerar'und- die mächtige, von vielen hundert hohen Fenstern blitzende Krönt des Schlof'haupt- baui in schlichtem Barock Die vom Stütelberg streckt sich auch von hier die Sich» tn blaueste lernen Lerch !>nd des S-chloNe« Schätze die weilberühmle Pelresaklenlammlung einst von München au« der unmittelbaren Um* gebung zusammen getragene vorgeschichtliche Funde
Da klang ba« LvelLuten herab vom Turm, rist fansi mahnend empor aus allzulangem Sin- (binnen tn groteske Dunderwetl .. Die Schloff- kirche! Die gepriesen« Barrnkkirche von Banz 21» kostbarstes Kleinod am herrlichen Hochaltar die von Perlen. Gdelsteinen und Filigran idkr- fchütteien Leiber groster Heiliger, blitzende Goldkronen auf Totemchädeln. funkelnde Lubine um knbchcmc Zinner, di« sich um den Goldgriff eine« Damaszencrschecrt.» klammern Deden und Wände bebedt von kostbaren Gemälden Fresken und Skulpturen — ba» ist die Kirche von Schloff Banz...
Wanderfahrten.
- Ober CeNiHrt» — I-r^tzo«» dranvach
Dir »obren mu bei ir»Nzuge ^ach dem herrlich a» der Lahn gelege.-« Bad dm# Dald- bedeckte felsige Anhvheu imsplicsten hier da« Lohnt al und bef" tgen so die gcfchützie unb reizvolle Loge der Badeffadt Lach eingehender Be- sichtiguna der Kuranlagen unb Nr ver'ch,ebene» OueUen wandern tpir rate» Vi:nh<v nach dem engen Daldtal des Braunebach« au»Mrt« tun- lerweg# einigt Wegweiser t» einer Stunde nach dem Oder-Lahnsteiner Zorsthaus wo gute Unter» kunst ist chter treffen >rh verschiedene Strasten von Sm« Loi'au Braul^ach. Oberlahnffe>>-. und Hrücht Lach fern letzteren One wo bu Gebe.ne be* re,Herrn om Stein liegen kann man in 23 Minuten einen Abstecher machei Dom zorst- hau» folgen w,r werter den rote Punkten die un» durch da» enge Iollgrundtal mit einigen »dtzUtfch aeleflenen Muhle» ähren Acxt oben i» schwindelnder $Säbc begleite» un» In fubnen Kurven eine Kleinbahn Lach einstündiger bub- scher Danderung erreichen wir da» freundliche Lheinstädtchen Braubach mu der auf hohem, ffr'itm Seifen. unm.Uobar über der Stad» ae- leaenen Warksburg Oine Be'rchtigung der wohl- erhaltenen Burg mir Dasfenfammiung und 2Hu- ’eum ist äustertz lohnend Bon Braubach kann man die Bahn nach Birber-Vabn'lem oder da» Lokal-Dampiboot nach Kobieni benutzen
Beide Wanderungen lapen f>ch auch zu einer genustrelchen llveuägigen Psingstfabrt vereinigen. Die erste müßte dann in Braubach endigen, di« zweite umgekehrt, wie oben, ausgeführt werden.
Bingen- Morgenbachtal — Kheinstei» — Hiebet-Cahn (Irin
Diese Wanderung ist eine der reizvollste» am schdnen Lhein. Dom Bahnhof Bingen, unserem Lusgangspunkt. wandern wir am Lhein entlang von beffen rechtem Ufer un» da» L>e- derwalddenkmal grüstt. über die Laye am Bahnhof Bingerbrud vorbei, auf schön gewundenem Bergpfad <3HarlterunflR) zur Giibnhohe wo da» geplante BismarÄenkmal errichte» werden
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