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llr. 129 Drittes Blatt Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhessen)Samstag, 4. Juni (927

Arbeitsgesetz uns Handwerk.

Das 3rf>t': x« 31. Dewrmbcr

1920 toll am 1. Jul: 1927 hl Str ah treten. Verne zrohe -Hj .<jt unter anbei em auch barte,

bah H bte 2rc«te recht« prechung. deren XrÄger in»d<r tm »ekmluben die i>cz«e: je j ertöte - ib >.« Äautnwnn*jrrd)fe waren, in bte ordentliche Se-ncheshstric-t t<ne-. ^gliedert bat ©o ltmr.it t* Venn nicht auibkitx- k ch bte Gewerbogerichte unb bte Jtmrhsanr S}rr$»e die bi ebn tw tc Juti» t*D g cbg#t»it- ft hMimvnak fftnrichtunArtt Mjrn. in TLVjtcll tarnen 2Uxr auch für bte he» Handweiche, btt au« Stund bttft b bet >< .'1/t -h#*:'ert*-?rbm.-.a mdg.ichen Schtebrigertchre. blwb jetzt fein Aaum «ehr übrig _Vnn auch ha» Handwerk sich mtt allen btr«ü ; baren Ärdltvi goge, bm Wegfall feiner beruft- ftänbtlche-. C.rubr/rv.rt-'.i iemmic. 1o war doch ibn völlige QUffvt>:ert<l:ui j nicht möglich Doch »urtw den yt*Tf*nj \)cr. brt 5>3nbtxrU «U» gebend Aechmeng getragen, indem nachß 17 des Arbettsge-chesstc^' für bie etztttiefettm bei Handwerk» Hn lar-r-..-rn i Hanbtoerssgmchte i er» kichert wetd^ müllen, wächrvnb hwluchtlich anderer Mirt« chaktzegruppen afli. Vach für bte 6tretttgfet!m uefrVn-itrr 3eruM* und Gewerbe- gruppen und bestimmter Gruppe« ton Ibbcitrrn und 3nä<*<fl»en Aammerr. gcbtfbel werden können, ssweit e* da» torlfejenbe Bedürfnis

recheferttgt

Qn» Vsesitzenbe und fteikertretrnbe Tor» «tbenbe bofer SabLynmari lallen entsprechend ben 7fefc::u i.;i>.. für die allgemeine Arbeite- gerichtribarfett m der Rege! nur ordentliche dest2t werden. T werden al» Uctfiner berufen je ein Terrreter der 21rfxilgcbcr und Ar» bctmebr-ier. und »war t» Ne Ikruhmgilftlie Die hshere &.tMbv%lh fe tm Si »vernehmen nnl dein <frtfiben*n fr-3 VanMer t-t» Die Beisitzer m Offen beuttche M-ich»a.u>-^rge fehl und da» 25. Lrb«w1. r vvllemdet V 5<*n Auch kann Bei- ifM«r werden. t.-r aU Kber oorudc: gebend keinen 2lrbdn<ixner txWW. und auf der an­deren verte, wer ertocrHrtofet 'Brbdhictxncr tft

Ln ®ebübroi im Tedobren vor den Hanb- Verksger.chi. sind Iritodert worden bet einem tTeiigegew<'<.ivhc in Häve bt» zu 20 MN 1 Ml., bei einem Dtvritgagrnstanbe in Höhe bt» zu bff Tllarf 2 . bei einem C trete gtgenflanbe in Höhe

3t» |U 100 Mk 3 Mk. uub ten ba ab für |rt«c jnfl^änflfiwi; 100 T8L je 3 Mk mehr Wenn der Wert t<* Stveitg-genfeanbes ben Betrag xm 300 Mark uberMgi. dann kann gegen da» Urteil be» >>anbwerlsgenchts Tcrufung fet dem UanC* AarbetttgceUbt etngefept werden PieDürtr.en mal km lich in her Tervfung»- und Reoihone ultent durch Aechtsanwälte vertreten laffen. die in her nfeberm Oet übefbarfdt. d. d iot dem Handweechsgerüchtc cusgfftch!r"en lind. 2fU<Tt»tLü» tomicn auch an iho »teile treten Mc Thtotuber r wimaftfkbc.- Bereinigungen von Ätcheilgei^ und Xrbethwbmem.

fer ? #1 fe.« »rMt»gevi4>t»flt|ti)e» kommt ntier toettrtwn .«Forderung kn» HMidweels cnlpegen. dem er gründ«Ltzllch Ml für bürger-

fx Recht» «'.ivttlgfelt en au» einemRrbcxl»» oder LechrverchÜltn s. ba» «ich noch einem Tarifvertrag xstimmt, d.e Parteien de» Xarifwrtraae* die Arbeit» gerichtsbarfeit tm Vertrage durch die aus» brüdlUbc Vereinbarung au.stchl.etzen Runen, bah die fffttsche düng durch an rchtestrisnicht gcf&Ul verden 'n kl. unb aW ba» ftr bic Vehandkung von 5treitlgk-':'-n zustäribtoe Ongan bat die Innung Minäb 5 111 bei einen

Ausschuss einzulehen. welchem Arbeitgeber und Xibrihx. -t in gleicher RnjaM anzugehören haben Wenn die von bfel.m Auslchutz der In­nung gefüllte Sndcho-.dung innerhalb einer Woche □on beiden Veiten nicht anerkannt wird, dann kann binnen zwn Wochen nach erfolgtem Spruch Akage bet dem zutzöndegen Arbeit^gedcht erhoben

werden, e» - K jedoch bterbr. Behimmung. dah der Rlage te alter. Hüllen bte Verhandlung :xx betn Lu»'chu- vor au »gegangen fein mufi 2&x '.ch nun die Handw<r?»ger ch.c bi der Prari» br- wühren werden, ba» muß b-t Jubanti lehren

Die 9lot der 120 000 Altveteranen und Witwen. 80000 Veteranen und *0006 Beteeanenwttw« an älter von 72 bi» zu « 3obren beziehen eine fllaatbrente von je 2 5 M k tr.o» naiNch Biele von ihnen Haden kein weitere» atn!e«r.men and lieb um nicht zu verhungern, auf Oabcn ihrer Mitmenschen anacwwfcn 3m Jahre 1912 bildete Nch der Aeich»verband zur UnterAütznng Seutlcher Vete­ranen. der c.rw überaus leg en »reiche Tätigkeit ent»tdeiie und in kurzer Jett eine M«z... d.-r»xdi von SO 000 erreichte X» bann der Weltkrieg kam und eine immer mehr zunehmende Ver­armung einlehte. Ilo'fen bte Beiträge immer spär­licher. um während der 3nflalton ganz au«*u- hdren Die herzte,re fienben HiNerute ber Bele- ranm veranlagten ben Veichsverband eine Satenlchaitswerbung in bie Wege zu leiten mit m üderrakchenden llrlolg dah 1923 bereit» 1000 Patenschaften gewonnen tDartr. und heute 2700 Patenschaften bestehen Dte Uetbunten der ein- yrir.cn Paten, bte übrigen» an feine Zeit ge­bunden lind, betrrjx. lich zwilchen 5 und 30 Mk monatlich fo bah. wenn man al» Durchschnitt 15 Vll. annitmni. sich eine jäbrlichc linier- ftühungSlumme von nahezu einer halben Million Mark ergibt.

Ungeheuer ist die Hot der Xirsi.-ranen bte im Degenlah zu den rr:ü)krg anUlcn.-n Kriegs­beschädigten völlig hilflos bafielen D r Ve-chs- perbanb richte! daher an alle in ber Lebensarbeit flehenden Mwtlchenlrrunbe den Ruf: .Gebt eine Lpenbe ober übernehmt eine Paten - | cha 11 für einen Altveieranen ober eine Veteranen v i 1 vek"

Landwirtschaftliche Landesausstellung in Darmstadt.

Bor dem Äncge fand alle 5 Jahre eine heff'läx landwinlchafiliche Ud»bc*au»fidlunfl ftatt Die lebten waren 1900 in Darrnttadi und 1935 in Main». Durch besondere Umltänhc den Krieg und die Vachknegszeit. wurde die Rdhal- tung der Landesausstellung di» jehl verhindert. Sie findet nunmehr in der Zell vom 15. bl» 2 0. Sept ember in warmflabt statt. Der Staatspräsident und die staatlichen Behörden bringen der Durchführung ber Landesausstellung bdemberc» Interesse entgegen und unterftühen sie durch btr Veteiii»»ng einer arbfterm dahl staatlicher Behörden. Die Ausstellung wird «ne ber grdhien fein, die In Hellen je stattgdundet, hat. Sie wird aber auch nach derjenigen der Deutschen LandiviN<chafis-<)e!dlschasi eine ber grbflten tm Reiche fein. Richt weniger tme yrii 1300 Tiere. und zwar Pferde. Rnf>er. Schweine. Schafe Ziegen, dazu noch Oeflügel. Raninchen und Bienen werdenzur Ausstellung gelangen. In einer grösteven Abteilung land- Wirtschaft! ich« Srzeuaniffe werden bte Srjruflniffe auf bern ©ebiete be» Ackerbaues, de» Obltbauc». des Deinbaues, des Vemüfebaues und des Gartenbaues aus den verschiedenen Tellen de» Landes zueinander tn Pretsbewerd treten. Mit einer ausgedehnten Beschickung l a n b wi rtschastltcher Maschinen und Ge­räte. an der sich bedeutende Firmen beteiligen, ist bestimm! zu rechnen. In der landwirtschaft­lichen Abteilung Hilfsswffe wird etne Ausstellung für Düngemittel. Futtermittel. Seu­chen - und P11 a n z e n - S ch ä b 1 i ng sbe- kämpsungsmittel und andere Hilfsstoffe der Landwirtschaft zur Darstellung gelangen Die

grdstt»n deutschen Düngers ynMate beteiligt?*, sich durch 6eebcrau»S<: 1 l*j .-n In einer Abtnlanj x . werden neben

Darstellung tn von Brennereien. Brauereien. 3uderfabnldiiöe. bdruber» aber c:ne Aus­stellung hessischer M vl ke r eie r»e u g - nifse statt.nben und austerdem auch die Gr-

ber hessischen Konferven- Industrie in werkung»..-r Darstetli-?*g »u finden feen. In der Abteilung Mitten- < cha 11 werben neben beMiherrn wittentchattlichen Arbeiter der landwiri^chaftllchcn Lhierutur vor allen Dingen bie staatlich»?, Behrrden. We nd der Landwirrschafi in B.iu^rung heben, die land­wirtschaftlichen Körperschaften, .u- Genollenfchr'- ttn. bie land- tm*' lorstwirtschaftliche Beru's- genostentchaft. die Brandvedicheru" i»kamrner. die Landwirtschaftsksmmer Darst«Hungen bringen die sich aus da» Gdamtaebiet oder «inzeine ^*ebi<<c der Lanbwirtfchalt de«iehen oder mit bider in Verhinbur.g stehen Al» Ausstellungsplah ist der * rubere 3r.idnier.c-O!eru<Ti*l<3» am Rhein- wr gewählt, auf dem die 2u»stellun. «fallen und die Gebäude ernchtet Werder Täglich werden Vorführungen ber preisgekrönten Tiere stattf.nde.. austerdem Bodühruncien der Schustpo'.i.zri und b»*r Aeitervrvdne In Verbin­dung mit ber Ausstellung werden ferner 9et- ftunatpruhingen auf betn Gebiete ber Pferdezucht durchgdührt und ein Turnier vernnstastet

Oberhesten.

Lnndkrei» Gießen

Beuern. 3. Jun, De hiesige Spar- unb Dorschubkasse II hielt ihre General­versammlung für ba» Geschäftsjahr 1926 unter reger Beteiligung ihrer Mitglieder ab. Au» dem G«schältsberich: ging hervor, das, bie Mit­glieder zahl 107 beträgt. Di« Sparrn, agen sind tm abgeiaufenen Jahre satt auf das Doppelte gestiegen imd betragen heute annähernd 40 003 Mark. Da» Ärebitbcbürfm» war immer noch sehr grofi. es tonnten nicht alle Anträge eriebigt werden. Der Gesamtumlah Klrug 22^ 532,32 Mk Don dem Atengewum konnten 15 Proz. auf bie Geschäftsanteile ausgrzahlt, fowie den Äef»*rt>cn «ne angemessene Zuwendung gemacht werden. An alte und bedürftige Einleger alter Spareinlagen werden Abschlagszahlungen gewährt. Die Äaf>? wurde im Jahve 1872 gegründet und kann somit auf ein MjJbrigca Bestehen zurüllbllcken Don den Gründern weilt nur noch das langjährige Aufstchtsratmitglieb 5t on r a b Walter unter den Dersammlungsbefuchern, stets reges Interesse zeigend

* Arnsburg bei Cid). Z. Juni. Am $fingft- bientlag 7. Juni. 2 Uhr nadtnuitag», feiert da» E v. Rettungshau» dahier sein Iah re »fest, t'cftprebiger sind Suprnnienbeet Weinberg au» Düsteldon und Rirdtenrat Irommer»bau|«n (Frankfurt). Anlähtich diese» Feste» verkeyren auf der Butzbach-Licher Eisenbahn zwei Son- derzüge deren Fahrzeiten an ben 8u»bangcn auf den etationen yi ersehen sind. (Siebe Anzeige.)

ds. H u I d> e n b e i m . 3 Juni. i)ler sand dieser Tage eine Sorftanbeftyung be» Wettertalsän­gerbunde» statt, au» der zu berichten ist, dast sich der Bund um einen Verein, nämlich Birklar, vergrasten hat. Auch der Verein von I r e i Munzenberg trägt sich nut dem Gedanken, dem Bunde beizutreten. Dar. bU-jjabnge Sunbeefeft soll am 24. Iuü In Mufchenheim flartfmben. Wegen be» Beitritt» zum chestlschen Dirigentenbund kannte nach kein fester Beschiun gefotzt werden.

* J) d n g e n . 3. Juni. Gestern waren | ü n f vndzwanzig Jahre verstaflen, datz Molkerei- Verwalter W u 11 m a n n in ben Dienst ber hiesigen (0eno|lenfd)aft»molferel eintrat. Au» diesem Anlast wurden dem Jubilar besondere Ehrungen leiten» be» Aussichtsrat», ber Genossen

Millionär ohne Geld.

Der Roman einer wette.

Son E. Philipp».

CopGright bg August Scherl ®. m. b. H., Berlin.

(bchlutz)

drarolrg flingeite Meine Frau hat eine Rom- mervofe für Mr». BI ist gemietet, und die Wohnung st helgerichtet. |o gut e» fflng sfiecher. bitte!* Er uhrte sie in «ui entzückende» Meine» Boudoir, an ba» da» schiajOm ier grenzte. Eine nette Jungfer chwedte herein Da» SchiafIMimer war wunderlich anzufehen: Jede» MSdetttuck mit Schachteln be­loben.

.Hch glaube, ich habe nicht» vergessen*, fuhr 6ran>ten fort in sein Jlonjbud) blickend.Bon l'evillio!. IhiO ein Dutzend Morgen- und ein Halde» Dutzend äl yibfleiber geschickt worben, und die Di­rektrice und ein IRaimc.. n werden in einer Stunde erscheinen Die anderen bestellten Sachen sind alle zur Au»a»ahl hier.*

..Wird Madam, zurrst frühstücken, ober lall Ich ba» Bad brre :<n?* »ragte die Aase ehrerbietig

France» blickte Blitz an. Ihre Lippen zitterten, und in ihren Äugen pianzten wieder Tranen. Er schob feinen Arm zärtlich unter ben ihren. .Sie können da» Bad stir Madame in einer halben Stunde richten ' entschied m. ..Und legen Sie meh­rer, Morgenklech,c zur Äuewchl herau»! flomm.

ander mit etwa» Besserem zu trinken al» mit dem Medoc^den du mir immer al» Verschwendung vor geworfen bift. Stellen Sie eine Flatche Sekt bereit. Clowe--' llnb mm. lieber Crawley, sollen Sie meine Geschichte Horen!*

Cr erzählte und der 9Ud>l»ana>aii tauschte mit wachsendem Erstaunen. Dann «chüttette er seinem ÄUenten bie lland .Jferr Blitz, ich kann nur ebenio wie Dr Aidroyd sagen, bah ich Ihnen beiden alle» Glück wünsche, da« wie verdienen!*

Darauf wallen wir anstotzen!* rief Blitz früh lich und erhob fein ®la;

..Lu« Ihre s»."undheit. meine lieben Freunde!* Himmie der Advokat bei. . Obre Che hat romanhid) begonnen. Sie baden be.? en be» Da

kämpfe» kennengelernt und werben Ihr Leden lang

daran denke«. Und ich werde nie vergessen, wie gut stch Ihr Mann, meine liebe Frau Blitz, auf dem Führersitz eine» Autobusse» ausgenommen hat!*

ihniqe Minuten spater empfahl er sich. Da» junge Paar war jnm ersirnmul allein. France» schmiegte stch an ihren Gatten.Ich kann e» immer noch nicht glauben! Ich »erbe mich nie baran ge­wöhnen tonnen! E» >>t au wunderbar!*

Da» Wunderbarst, daran stnd wir selbst und datz bu mein Weib bist, und datz ich dich mehr liebe, al» ich ie geglaubt hatte, lieben zu können!*

cte schlang bie Arme fester um seinen Hal». In diesem Äugenllick vergast fi, alle» Leib, alle Sorgen, alle» hätzluhe. was nun bmier ihr lag.

Dann ertönte leise» Klopfen.Atze» ist bereit für Madame'* meldete die Zofe.

Zweiunbzwanzig feierlich gekleidete junge Herren erwarteten Blitz und seine Gattin am selben Abend im Venezianischen Saal be» Restaurant» Milan. Honerton. dem die Leitung übertragen war. schien ettt tuen:., nervö».

..Glaubst du. datz er am ffr.be nicht kommt?* fragte Frebo Lancaster.

Ich hoste. er wird gleich da sein. Aber Fredy ich weih n.cht. ob ihr euch alle darüber klar seid ich bin nicht sicher, ob er einen Frack besitzt. Jeden- fall» sah er nicht danach au», al» Ich neulich mit ihm sprach*

Lancaster zuoste sich die strawatte zurecht.Der arme Erni!* feinste er. ..Und ein Mädel hat er auch noch dazu! Hört mal. Umber, wann sollen wir Ihm da» Gelchenk geben?*

..Sobald wte möglich natürlich' Da» Essen wird ihm besser schmecken, wenn er weist, datz rin runder Tausender aus chn marteL*

Plötzlich ging die Tur auf. und ein Äedner mel­dete fterrn und Frau Bsitz. Ihr öutzere» Auftreten erregte allgemeine» Erstaunen Blitz war so vor­nehm und forgfältig gekleidet wie nur irgendeiner der Versammlung, ffr schien magerer und alter ge­worden. gab sich auch ernster und würdevoller. Sticht minder bedeutete France»' ffricheinung eine ang<- nehme Ueberroschung Sie trug ein einfache», aber wundervoll gearbeitete» weihe» Abendkleid und um den Aai» eme Perienlchaur. die merkwürdig echt aurfeh.

Blitz schüttelte feinen Freunden her^ich bie hanb. Die Verlegenheit, vor der sich mancher von Ihnen gefürchtet hatte, wurde gleich im Anfang ver­scheucht. Blitz plauderte angeregt mit jedem einzel­nen von oerganaenen gemeinsamen Erlebnissen, ohne die aeringfte Anspielung auf die peinliche Rata« strvphe. bte ihn, wie alle glaubten, so bart betroffen hatte.

Dann wurde ba» Essen serviert. Man gruppierte sich um den runden Tisch, und Blitz erklärte lachend, er müsse unbedingt neben France» sitzen. Er be­richtete zu aUfeüiger Serb!ul'ung. datz er erst diesen Morgen geheiratet habe. Inmitten des allgemeinen Gläferanftotzen», da» notwendigerweise auf diese Ankündigung folgte, erhob sich fjonerton.

Ernst Blitz und ihr andern, gestattet mir ein paar Worte Ich bin kein grotzer Äedner, aber wir sind ja hier nur im zwanglosen Äreife Ihrer frühe- ren Bekannten, Blitz, denen e» leid tut, datz da» Glück sich von Ihnen abgewendet bat, und die sich nun julammengetan haben, um Ihnen ein kleine» Hochzeucgelchenk darzubringen. Da» ist alle», alter Freund! Wir haben nur Beiträge von denen ae- nommrn, die darauf bestanden, etwa» zu geben: Ich bitte Sie also herzlich, diesen Heinen Scheck anzu­nehmen und ich hoffe auch um Ihrer jungen Gattin n '.len. tust Sie uns nicht durch em.

kränken werden.*

fjonerton setzte sich, augenscheinlich sehr erleich­tert und lehr zufrieden mit feiner oratonschen Lei ftung. Blitz stand auf und blickte sich im Streife um. Der Scheck wurde herübergereicht und lag offen vor ihm. ffr schien ein wenig blatz. aber seine Stimme Hang fest.

.»onerton*. begann er.und meine anderen heben Freunde, ich stehe cor euch al» ein Schul biger. ff» ist wahr, datz ich wahrend der letzten zwc»lf Monate Im Elend gelebt ond mir auf oft seltsame Weife mein Brot verdient bade, aber nicht»desto weniger mutz ich euch ein Bekennten» ablegen. Diele meine Loge war völlig willkürlich Ich habe nie einen Benny von meinem Gelbe verloren. Und heute bin ich reicher denn ;e»mel. viel reicher!* ffr fügte eine kurze Bause ein und legte Frances die Hand auf die Schulter.

ff in Murmeln de» Erstaunen» ertönte ringsum, hier und ba auch rin Ausruf ber Verwunderung.

. d seiner üeQcgrn zutetl. Sein - zeit freundliche», bip»bereite» Skfen bat ihn bei allen bw mit ihm im ktertetzr stehen behebt gemocht.

* Lang-. 1 Ium. fvom 1> bi» Juni be- ür!-. unfee e < x n a e r e t n < > ntrocht da» tieft seine» 50)6beiger Bestehen» v-rrfrun* br Liu dem 1. Bunde»lest be» im Bsrtahre ge- grundrte» Sängerbünde» Aorlofltal, ber . , Morgen br> IM.Sunt ,m Werten gen ab- t-ülL Die Vorarbeiten zu dem Irste schreiten tuhig vorwärt» Ai-tzer ben zwo!' Suntotwretren haben r

.lebura ihr ff rfchenten |vgetagt, so datz n rf- luhen rferhoimissen gemein c n r't grotz,!'. Um« U* »» hier begangen wird. Da bie: eit nudezu 20 seist bie Bevällerung alle» daran brn (saften einen r. Lik gen stmpsang zu bereiten. Eine graste Snzahl nauur haben bereit» em neue» tBeux.; b beton': .n. Buch im Innern der Wodnui.aen haben «eie ffr» ne..<rung,n statt so datz die Äfeitzb: ,ber und In- stre her alle >^änbe voll zu tun haben

Mrctt efticblinn

Bad-Nauheim, 3. Iui. Der fünfte Bad» Rauheimer Fortdlldun^^leht- gang für Aerz te der au» alle i Zeilen be» Deutsch«» Reiche» i.nb be# deutschsprachigen Aurian- b,# zahlreich be!«hickt ist. nahm gestern seinen An­fang. ?en wi"eni«haftlichen Spangen ging eine kurze ffrottnungefrier vorau», bei bei fanuuttrat

1 lofcjlor Dr Weder, de: Leiter be» diesigen Me­dizinisch, diagnostischen Institi.i >m Lu'iiage brr Bade und Kurverwaltung willkomn»en hietzen Die einzelnen üorträae be» L'ehtgang» behandeln ba» trä.re ftand.m auf hoher w.' en'choftlicher 'Skine und boten den Teilnehmern eine Fülle von An­regung ff» Iprachen Prof D. Koch (Verlui). Prof. Hader! an t (Innsbruck). Prof. V> in - ter berg (Dien). Pro« Höhl in .)V-rlin) unh Prof Bo ben (Düff-Idvri). Ter Fvrtdildungs- lehrgang zeitigte auch ein dedeutfam.-s prahl' v.*< ff cgebnis. Auf Wunsch vieler 2.>rz:e wurde näm­lich eine neue wissenschaftliche Gesell­schaft gegründet, und zwar unter dem Damen Deutsche Gefellfchaft für Kreislauf- fo r f ch u n g. Sie bal sich gründliche (Jisorichung des Problems des Kreislause» al» Aufgabe ge­lt. Ui und wird im März 192S in <-.nr<n letzt noch nicht beite mm len Orte erstmals tagen Prvlcl'vr Weber iGietzen- Dad-Daudeim) und Prof. Kisch (Mln) wurden mit den Vorarbeiten be­auftragt Unter den gesellschaftliche i Iferanftal- tungen bildete da» von Generalmusikdirektor Jos«- ffibenfchüd geleitete Sinfoniekonzert den Höhepunkt und eindrucksvollen Abfchlusi des fünften Fortbildungsledrgang».

< Bad-Nauheims 3. Juni. Stoch dem etwa» sturmsschen Verlauf ber letzten Stadtver­ordnetenversammlung bot die heutige Sitzung ein Bttd einmütiger Arbeit und zugleich snedttchcn Ahftfttufse» für ben mtt dem heutegen 7ag au» dem Amt scheidenden Buegenneisier Dr. fe a n | e r ber 24 Jahre lang mit fritrnem "Seit- bild und grobem ivrwaltung»t,chiii>chen Rannen die Geschicke unserer 'LeitbaLesirdt «fettet hat. Die Sirtnwng war bald erfclwpst.. fast alle Punkte noch den Anträgen der Aueschüsse bebatteio» me Beschlossen wurde u. a. bte Anschaffung eine» Krankenauto». Für die Feier des Iu- genbtaae» (24.Juni), ben die Stobtfefrüe durch eme gemeinsame Schulreife in ben Vogel »berg, die ff rast-Lubwig-Zchul, durch Rlassenauostüge begehen werden, wurden unter Berücksichtigung der3d)ulet» yibl ber ctabtfdnile 150 Mk, ber ffm,t4!ubroig- cdtiile 75 Mk bewilligt Die Beratung be» Bor- anschtog» für 1927, ber schon die vortg, Sitzung eraebnlrio» beschäftigte, wurde auf Antrag b,» Stabrü Krauh mit knapper Mehrheit vertagt, womit aUerbmg» nicht dem Wunsche de» Bürger-

,^hr mützt mir erlauben, datz ich e» euch er- kläre*, fuhr Blitz fort Und nun offenbarte er in knapper Schilderung da» Gehefmni» feine» Ber- schwinden:ff» war nicht leicht.* fugte er hinzu. . aber ich habe tapfer durchgehalten, Euer Geld frei­lich, liebe Freunde, mutzt ihr, bitte, zurucknehmen? ffure gute Absicht aber werde ich nie vergessen, und ebenfowemg den Empfang, den ihr meiner Frau und mir bereitet habt. Ich danke euch für diese 3u- fammenkunst und datz ihr e» der Muhe wert ae- fvnben habt, die» für mich xu tun. und ich hoffe, bist ihr in Zukunft oft am Iahre»tag ber heutigen Feier euch al» meine Gäste betrachten werdet *

So war denn bas Bat.cl von Blitz' plötzlicher Verarmung endlich gelöst. Der brave Dick Honerton aber wurde weidlich gehänselt.Sie sind mir rin I(firner Entdecker von verunglückten Freunden!* hörte er von allen Seiten.

...llun, e» hat keiner von euch badet oerioren*. erwiderte der Verspottete.Ihr bekommt euer Geld zurück und habt ein auogezeichnete» Diner genossen, und ich weiss fetzt auch, von wo mir da» Geld her- einpeldme t kam. Noch einmal ein Hoch auf da» Ehe­paar Blitz!*

Eine Stunde später verliessen Ernst und France» die hcitere Tafelrunde. Sie fuhren in ihrem Auto über den Strand und ganz nahe an btr Stelle vor­bei. wo Montague fein Bureau hotte France» lehnte sich in die Jtiffen zurück und blickte aus die Strasse b.nau». Da» Leben war plötzlich neu und wundervoll, die -ost ber grauen Sorem versunken in» Nicht».

,.ff» ist doch ba»felbe London, nicht wahr. Lieb­ster!' Unser kleine» Speisehau» in Drurg Lane ist da irgendwo in der Nähe, und vor rin paar Stunden erst bist du hier mit deinem Omnlbu» vorbei- gefahren?*

ff» ist dasselbe London aber ich hoffe, dass e» für un» immer ein neue» sein wird. Meine Freunde haben mir heute abend eine Lehre gegeben, France», sie und manche von den anberen, die ich In den zwölf Monaten kennenlernte. Ich möchte versuchen, ciwa» für die vielen Menschen zu tun, die kämpfen müssen, wie mir e» tun mussten. Für morgen habe ich clter^nb Pläne Der Abend aber das Heute*, er liebkoste zärtlich ihre Handda» Heute gehört un» beiden allein!*

Ende.

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