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Der Hund

im Dienste des Menschen.

Bit Bedeutung des Hundes erkenn! man am bellen aus feiner Arbeit auf dem Vanbe Der dem Bauer, der fa*n eigener Herr und Besitzer ferne» Hose» i|i, ih der Hund al» Wächter und Schützer, als Bekämoser alles Raubgesindel» durch nicht» zu ersetzen. Hunde» Lohn für feine menooUen Dienste» bestehl nur in der Freude an der Arbeit und im Lob leine» Herrn, dessen Liebe sein höchste» Out ist. Run wird vielfach angenommen, hast die städtische Lebenstunft und die oidierheitemaf»,nah­men eine* wohlgeordneten Staatswesens den Hund cl» Oehüfen und Wächter überflüfstq machten. Diese Ansicht ist em böser Trug. Lchrcckensiaicn wie kürzlich in Frankfurt der Fall Grebenau be weisen, daß nirgend» der Dach- und Schutzbund nötiger ist, al» gerade in den Großstädten

Nr Arbeitshund des Bauern befommt alle seine notwendigen Tugenden al» vollkommene Anlagen mit auf Die Welt. Gerne Erzieher brauchen keine besondere Eignung zu diesem Ami. Der Städter iber. der vom Hunde vielfach verlangt. ioa» nicht in feinem natürlichen Äufgabenkrei» beschlossen liegt muh alle Möglichkeiten der Hundefähigkerten leimen und behandeln lernen, um sie ausnutzen zu können. Ju dieser Arbeit braucht er vor allem Liebe zum y» u n b e . unb diese Liebe ist e», die der Hundelieb- hoberei juarunbe liegt, unb die dem Hundeliebhaber die Aufgabe zuweist, den Hund zu erforschen, da» Wissen vom Hunde, seine Erziehung, Haltung unb Verwendung als Wissenschaft ;u schaffen, um sie nützlich zu verwenden, um so helfend auch numcher Mot be« Leben» zu steuern. Darin liegt der Sinn be» Hundesporl». Dieser Sport, besten Wert unb Be­deutung leiber noch viel zu wenig erkannt wird, hat die Aufgabe, die Erziehung unb Vervollkommnung bestimmter Rassehunde (Deutscher Schäferhund, Do­bermann, Rottweiler, Airebale-Xerrier unb Boxers im stäblischen Leben zu forbern. In blefem Stre­ben schafft er Einrichtungen, die her Allgemeinheit zum Bartell gereichen. Auf den Uebungsplätzen der Zucht-, Polizei, unb Schutzhunbeoereine wird jeder- mann in bereitwilligster Weise Rat unb Hilfe ge­boten. E» werben Uebungsstunden. Vorträge über Hunbchaltung unb Behandlung und Prüfungen oer- anftaüet Die überall im sportlichen Leben, ist auch hier der Wettbewerb die Lcbensguelle des Sports. Der Wettbewerb ist e», der den Sieger belohnt für seine außergewöhnlichen Leistungen.

Trotz Anfeindungen berer, die kein Tier unb meistens auch keinen Menschen lieben, trotz unge­rechtfertigter Besteuerung, lassen die wirklichen Hundefreunbe sich die Freude an ihrer Arbeit nicht nehmen, wissen sie doch, daß sie durch ihre Bestre­bungen nicht allein sich, sondern dem Volksganzen dienen. Sie wissen, daß ein treuer, wachsamer Hund ihr zuverlässigster Schutz ist, unb sie vergessen auch nicht, wa» ihnen ber Hund in schwersten Zeiten, im Kriege unb m ber Rot, bedeutete.

Meiner». Frankfurt a. M

BornoNzen.

Tageskalender für Freitag. Stadl- iHeater: 7,15 UhrDie geschiedene 5rau* (Ende nach 10 Uhr). Lichtspielhaus Bahnhofstraße ..Die Bruder Schellenberg". Aftoria-Lichtfpiele:Der lieberfall in ber Zedernschlucht.*

2 us dem 6labltbeaterbureau wird uns geschrieben Nochmals sei auf die morgige Aufführung deS hochinteressanten Schau­spieles .Iuarez und Maximilian" hin- getoiefen, die bei ermäßigten Preisen ftattfinbet und die unbedingt letzte des Werke- ist. Die .Fibelio"-Aufsührung am kommenden Dienstag wirb ein Theatcrcreignis und eine würdige Ge­denkfeier des 100. Todestages BeethovmS wer­ben. Das Orchester wird mit 50 Mann besetzt fein. 48 Thormitglieder werden in den GesangS- chören Mitwirken, und die Solopartien zeigen erste Besetzung; im ganzen kommen zu der Aufführung 119 Personen aus Darmstadt. Die Spielleitung führt Intendant Legal, den Taktstock Deneral- bireftor Nosenstock. Da diese beiden Herren bekanntlich Darmstadt verlassen, wird es doppelt interessieren, sie vorher noch kennen zu lernen.

Deutsch-Oesterreichischer Alpen- verein. Morgen, Samstag, abend im Physikal. Institut Nchtbilber-Dortrag von Pros Dr. Er­hard über .Hochtouren im 'Sinter". (Siehe Anzeige.)

Wettervoraussage.

Wechselnd bewölkt, zeitweise auch bedeckt milde und erneute Niederschlage. Gestrige Tageskmpera- turen: Maximum: 8,6 Grad Celsius, Minimum: 2.2 Grad Celsius. Riederschläge: 0,8 Millimeter. Heutige Morgentemperatur: 0,4 Grad Celsius.

Diesten muh Großstadt werden: Wan schreibt uns: Man braucht gar nicht weit zu reifen, um die Wahrnehmung zu machen, daß über die geographische Lage Diestens selbst in den Kreisen noch Unklarheti herrscht, die es eigentlich wissen müßten, z.D. reisende Kaufleute. Es mag hingehen, wenn man in Ostpreußen, Pommern. Schleswig-Holstein. Sachsen. Ober­bayern usw. nach dec geographischen Lage Die­stens gefragt wird, wenn aber diese Frage schon hinter Eisenach, Göttingen. Trier. Karlsruhe. Würzburg usw. gestellt wird, wieder von Leuten, die sich einbilden, dies und jenes von der Welt zu Wilsen, so ist das schon bedenklich. Ucbrigen* teilen auch andere Städte anS unserer näheren llnmebung bas gleiche Schicksal, wie Haunau. Friedberg, Marburg, Wetzlar, ja log ar Offenbach und die schon aus dem Wunde tedes Schülers gehörte Lulherstadt WormS Selbst angesehene Firmen im Deutschen Reiche leisten sich Mögliches unZ> Unmögliches in den Briefaufschriften. Da begegnet man, um nur v k Beispiele anzuführen. der Aufschrift

en (Heben-Nassau). Diesten (Nheinprovinz).

ien am Main usw. Diel' recht spärlich mit Geographie und der richtigen Schreibweise .'stete Leute schreiben Giesen, Giens.n. Diesten Vogelsberg. Steffen an der Umvcrtität. Sie» e an der Bergstraße (hier mag wohl die (er Straßenbenennung . Bergstrasse" mit- len. <$> t f-.cn an der Bahn (Laon). Die Sin- onnerichaft Greßens hat sich in den letzten 50 wahren um 150 Prozent vermehrt, geht es so peitcr. dann rückt in den nächsten 50 Jahren .e Stadt in die Neihe der Großstädte; über eine geographische Lage wird bann wohl we­niger Unklarheit hernchm. und der künftige ^eifeonkel wird nicht mehr von einem .ganz hübschen Nest", der angehende und gewesene Aka­demiker nicht mehr von einem ziemlich feudalen .Dierdorf" reden.

** Zur Internationalen Hunde- ausstellung in Frankfurt a. M. Am kommenden Sonntag. 6. März, findet in Frankfurt a M. die internationale Ausstellung von Hun­

den statt, zu der über 1003 Hunde von auswärts erwartet werden Der größte Teil wird am S. März vormittags zwilchen 6 und 10 Uhr in Franl'urt einireffer. Die Netchsbahn hat aus­nahmsweise am 6. Mär- den D-Zug 76. ab Dießen 7BS Uhr norm, für Nellenbe mit Hunden freigeben

Da» Cafe Leib in ber Walltornraße. das vor einiger Zeit durch Äauf in den Besitz des Wc.nhLudlers August Balzer und des Gastwirts Albert Nahnefeld überging, hat in den legten Wochen durch Umbau eine recht vorteilhafte Neu Gestaltung erfahren. Der Saal ist durch ttinbev.ebung de» Bühnenraumes und durch Schaffung e.ner neuen Bühne vergrößert unb zweckmäßiger gestaltet worben et faßt etwa 800 Personen. Den Parkett-Fußboden und die Trevvenanlagen »u den Gmporen hat man zeit- gemäß her gerichtet den Anstrich des Saales in sehr gefälliger Farbengebung geschaffen. Die gesamte öaalanloqe macht einen guten Eindruck. Als Dorbau des SaaleS befindrt sich rechts ber Garderoben raum. iur L nken ein äastz.mmer, da», für den täglichen Wirtfchaftsbeirieb bestimmt' ist. länfl?leitg des Saales besinder. (ich einige weitere Heben räume, die namentlich . c. Festllo)- feltcn allen denen einen angenehmen Aufent­halt bieten werden, die sich nicht in das Gewühl der Tanzenden begeben wollen. Neu ge chasfen wurde ferner eine Zentralheizung Sanlage eben­so wurde die Kegelbahn neu hergcrichtet Der Umbau wurde nur von Gießener Handwerks­meistern au5gesührt. die Oberleitung des Baues lag in den Händen deS Architekten Philipp Ni­colaus Das ncugeschassene Lokal wird am kommenden Sonntag zum erstenmal von den Diehener Radfahrern mit einem Saals.«ortsest in Benutzung genommen werden.

Städtische Holzoer st eigerung. Bei der gestrigen Rutzho!^Versteigerung der Stadt Kiesten wurden rolgenoe Durchschnittspreise erzielt: Tlchenstammhalz 3. stlasie je jeftmeter 65 Mark: 4. ÄL 53; 5. Kl. 39; 6 Kl. 31 Mark; Äiercmbau- Holz 3. Klasie je oeflnicter 40,50 Mark; 4. Kl. 36; 5. Kl. -30,50 Mark; Fichtenbauholz 5a Kl. 37 Mk.; 5b Kl. 34 Mark; aiditenberbftangen 1 Kl. 32 Mk.; 2. Kl. 30 Mk. je Festmeter: Cichennugscheiter per Raummetcr 25 Mark

* Sperre der mittleren Justiz- beamten-Lausbahn. Der hessische Justiz- Minister gibt bekannt, daß eine Zulassung von Anwärtern für die Laufbahn der mittleren Iustizbeamten in diesem Jahre nicht ftattsindet. Der BorbereitungSbienst bleibt vielmehr vorerst gesperrt.

Aus dem Gießener Standes­amt S r e g i ft e r Cs verstorben in der Zeit vom 16. bis 28. Februar: 16. Febr Marie Klaus, 7 Jahre alt. Steinstratze 38. Kaspar Mül­ler, Privatmann. 70 Jahre alt, Landgrafenstraße 4. 18. Febr.. Eduard Otto, Oberdesinfektor. 67 Jahre alt. Steinstraße 40. Heinrich Kahlhöfer, Hüttendlrcktor. 75 Jahre alt. Bergstraße II. Beate Marzog. geb. Tunt. Witwe, 97 Jahre alt. Wetzlarer Weg 11. 19. Febr.: Wilhelm Kreß. Glaser. 57 Jahre alt, vchanzenstraße 16. Gerhard Kühne, Student. 23 Jahre alt, Bismarckstraße 17. Anna Krühner, geb. Krähner, 61 Jahre alt, Mühkstraße 4. 21. Febr.: Marie Köhler, geb Heiß. 84 Iahr^ alt, Wolfstrahe 13. Philippine Loth. geb. Langsdorf, Witwe, 70 Jahre alt. Am Kugelberg 13. Marie Lüdeking. ohne Berus, 65 Oahre alt. Teuselslustgärtchen 8. 23. Febr.: Heinrich Lepper, Schuhmacher, 69 Jahre alt, SelterSweg 68. Anneliese Schaefer. 3 Jahre alt, Lessinastrahc 15. 24.: Karl Haas, Zugrevisor, 54 Jahre alt, Lieblgstraße 23. Ludwig Schweitzer, Lokomotivführer t N., 60 Jahre alt, Hillebrand- strahe 12. 25. Febr.: Theodor Eichen, 13 Stunden alt, Gnauthstraßc 22. 27. Febr.: Emil Willen­bücher. Landgerichtsrat, 57 Jahre alt. Ludwig- strohe 29. 28. Febr.: Emil Lehmann, Eisenbahn- oberfefretär i. N.. 54 Jahre alt, Hammftratze 15.

WSN. Keine Nachfrage nach deut- schenHandelsangeftellteninArgen- 11 n i e n. Die ungünstige Lage für deutsche Handelsangestellte in Argentinien hat sich auch in den letzten Monaten nicht gebessert. HundeNe von Angestellten Irren in den Straßen von Buenos-Aires herum, ohne auch nur die be­scheidenste Betätigungsinöglichkeit zu toben. Glücklichere sind froh, sich als Handlanger bei Bauten ein kleines Einkommen zu sichern, das sie und ihre Angehörigen vor der ärgsten Not schützt. Erst wenn Argentinien wieder einige gute Ermen hervorgebracht hat, dürfte sich die Lage auf dem Stcllenmarkt befiern.

WSN. Löst rechtzeitig Fahrkarten. Die Neichsbahndireklwn hat sestgesteÜt. daß daS Publikum von der Möglichkeit der BorauSlösung von FahrkaNen wenig Gebrauch macht und viel­fach. was gerade an verkehrsreichen Tagen un­erwünscht ist, die FahrkaNen erst kur; vor der Ab- fahN des Zuges löst. Es wird daher erneut daraus aufmerksam gemacht, daß die Geltungs­dauer der FahrkaNen des gewöhnlichen Ver­kehrs. auch der als NücksahN gekennzeichneten, vier Tage beträgt. Es liegt nicht nur Im Inter­esse der Reichsbahn, sondern auch in dem ber Reisenden, wenn sie FahNaNen unter Beachtung der Geltungsdauer möglichst frühzeitig lösen. Hierdurch ersparen sich die Neisenden vielfach langes Anstehen am Schalter, da kurz vor Ab­gang der Züge erfahrungsgemäß stärkerer An­drang herrscht. Sonntagsrückfahrkarten können fchvn am Tage vor den Sonn- und FeieNagen gelöst werden, was gleichfalls im Interesse einer rafchen Verkehrsabwicklung an den Sonn- und Festtagen erwünscht ist.

= Von der Fortbildungsschule. Eine für die Fortbildungsschule bedeutsame Ta­gung findet am nächsten Sonntag in Frankfurt a. M. im VolksbildungSheim statt. Sie wird gemeinsam von der Arbeitsgemeinschaft, der hauptamtlichen FortblldungSschullehrer in Hessen unb dem Verband hessischer Gewerbeschulmänner veranstaltN Wichtige Degenwarts- und ZukunfiS- fragen. wie auch schul- und standespolilische Fra­gen stehen zur Beratung. Die Hauptreferate behandeln: .Die DerufSlchule in Hessen" (Ne- fercixt Stadtschulrat Lösch- Darmstadt), und .Die Aufgaben bet neuzeitlichst Gewerbeschule" tNeferen: Gewerbeschuldirektvr Oelkrug- Stuttgart). .

" Der Hessische Automobilklub, der dieser Tage feine Hauptveriammlung in Darmstadt abhielt ernannte den bisher gen Vor­sitzenden Pfeiffer, der aus Desundheitsrück- fichten das Amt niederlegte, zum Ehrenvor­sitzenden. Die Vorftandswahl hatte folgen­des Ergebnis: 1. Präsident SrbgrafAlexan- der Erbach-Srbach. 2. Präsident Direk­tor Hermann K a h l e r t 3. Präsident Fabri­kant Josef D a ft e 11. Schatzmeister Juwelier Ludwig Schmidt. Schriftführer Dr med Kurt Bernet.

Oberhessen.

Landkreis (Bietzen

Großen-Linden. 4. März. Der hie- hge Bahnhof hat eine nicht unbedeutende Vergrößerung seiner Gleisanlagen erfahren Hierdurch ist cs möglich, daß selbst die längsten Güterzüge in beiden Nich­tungen von anderen Zügen überholt werden Ibnncr. Dieser Zustand war schon lang-, e:n Bedürfnis unb wirkt sich auch auf die pünkt­liche Durchführung des Fahrplans gut aus.

Wanenborn-Steinberg. 3. März. Die biefige Spar- und Darlehnskasfe hielt am Samstagabend ihre Derer loerfammlung ab. in der über 100 Mitglieder anwesend waren. Nach dem Berich: des Direktors zählt bie Kaffe 347 Mitglieder. In 1926 belief sich der Uniab auf 1* , Million Mart Gs wurden Lir IS OO? Mk Sparkarten verkauft, in der Schulfparkasie gingen 3CW Mk. ein. Gnde 1926 betrugen die öinlagen 130 000 Mk Die Nachfrage nach Geld war lehr groß Gs muhte ein namhafter Kredit bei der LandesgenosfenfchaftSbank in Anlpruch genommen werd - 5.7 3d).- verkehr bürgert« fich gut ein OberrtDdor Hartmann fprach der Verwai- tung. insbesondere Direktor P i n und Aewner Schmitt für die vorbildsiche Gelchätts- führung seine Anerkennung aus und r?fetiertc roch über verschiedene wichtige Tagesfragen

al. Allendorf (Lahn» 3. März. Gestern fand die Verpachtung der Gemeinde- grunhftüde statt bei bei unerhörte 1-acht- preife erzielt wurden. Für Wiesengelände wur­den tm Durchschaut pro Quadratmeter 4 biS 6 Pfennig geboten, je ein Stück von 1256 Quadrat­meter minderwertiges Wiesrngelände kostet jähr­lich 90 Mark Pacht Für Ackergelände, durch­schnittlich die schlechtesten Klassen. wurden für den Quadratmeter 3 bis 4 Pfennig geboten. Der Gesamterlös der Verpachtung beträgt zirka 2400 Mark

y. Mainzlar, 4. März Hier ereignete sich der seltene Fall, daß zwei Glieder eines Hauses gleichzeitig zu Grabe getragen wur­den, Vater unb Sohn. Nachdem der 54- jährige Landwirt Johann Ludwig Kreiling der Grippe zum Opfer gefallen war, folgte ihm an demselben Tage der fast 8 4jährige Vater im Tode nach. Die Doppel-Beerdigung geschah unter allgemeiner Teilnahme

z. A 11endors a. d Lda.. 3. März, ölne nennenswerte Bautätigkeit hat auch in hiesiger Gemeinde begonnen. Neben drei im Noh- bau sertigstehertden Häusern sind weitere fünf vorgesehen und infolge des milderen Wetters Mim Teil In Angriff genommen. Auch die hie­sige Ziegelei bat beschlossen, da durch die starke Bautätigkeit stets große Nachfrage nach Ziegel aller Art, Backsteinen und Drainageröhren vor­liegt, die Ziegelei erheblich zu erwei­tern und Maschinenbetrieb einzurichten. Bei der heutigen Holzversteigerung, zu der zahlreiche Kauflustige aus nah und fern er­schienen waren, wurden je nach Lage und Qua­lität nachstehenke Durchschnittspreise für je 2 Nm. erzielt: Buchenscheit 19 bis 21.40 Mk., Buchen- knüppel 16.20 bi» 18 Mk.: Duchenstöcke 14 bis 20 Mk., Vuchcnreiser (4 Nm.) 11 bis 16 Mk.; Gichennutzholz 20 bis 22.50 Mk.; Eichenknüppel 8.60 bis 19 Mk.; Kiesernknüppel 14 bis 16 Mk.; Fichtenknüppel 5.40 bis 13.40; Fichtenreisig 2 biS 2.60 Mk.; Fichtenderbstangen 1. Kl. 2.50 biS 6 Mk.; Zichtenderbstangen 2. Kl. 2.60 bis 7 Mk.

t Lauter, 3. März. Die Bautätig­keit in unserem Orte hat wieder eingesetzt. Aehnlich wie im vorigen Jahre, wo vier Wohn­häuser im Nohbau fertiggestellt wurden, werden voraussichtlich auch In diesem Jahre mehrere Bauten yergestellt werden. BiS jetzt sind an der Straße nach Grünberg bis zur Vingmuhle, sowie nach der Hochstraße zu eine Neihe Häuser er­standen.

* Oberhörgern, 3. März Der hiesige Männergesangverein .Germania" veranstaltete am Sonntag sein diesjähriges K o n- z e r t, bad von hier und aus den Nachbarge­meinden sehr gut besucht war. Unter der Lei­tung . feines altbewährten Ehormeislers Georg S a m e s aus Holzheim brachte der Verein eine Anzahl Chöre in vortrefflicher Weise zu Gehör und legte damit Zeugnis ab von dem Verständnis und dem liebevollen Fleiß, mit denen Dirigent und Sänger das deutliche Lied pflegen. Die Dar­bietungen fanden verdientermaßen den lebhaften Beifall ber Zuhörer. Der 1. Vorsitzende Otto Düringer eröffnete und schloß die Veranstal­tung mit ausgezeichneten, von echt deutschem Geiste getragenen Ansprachen

jRvciö Friedberg

sf Friedberg, 3. März Heute mittag sand eine Staotverordnetensitzung statt In ber Mainzertoranlage werden bie au dicht werdenden Lindenbäume zur Hälfte entfernt. Die Herrichtung einer Verdunlllungsanlage in Oer Musterschule wird einstimmig genehmigt, ebenso der Ankauf einer Toranlage auf dem Sportplatz Die ^Stunbungs- und Verzugszinsen wer­den mit Wirkung vom 1. Februar ab auf 8 Prozent festgesetzt In dem städtischen Neubau in der Oberen Qiebfrauenftrafje werden sech- weitere Wohnungen zum Preise von 4800 Mark errichtet. Auf Ersua n des Wettcrauer Netter- Vereins wird die S e e w i e s e durch umfangreiche Erdarbeiten in einen besseren Zustand ver­letzt werden. Die Dozenten des Poly­technikums sind nach einem früheren Beschluß der Sradtverordneten-Verfammlung von diesem Jahre an f e st angestellte städtische Be­amte. Der Neubau des Polytechnikums wird fortgesetzt. Während das Maschinenbaulabora- orium in diesen Wochen vollendet wird, wird jetzt mit dem Bau des zweiten Flügels, des elektrotechnischen Laboratorium-, begonnen, was einen Kostenauswand von 200 000 Mark verur­sachen wird. Der südliche Tell der Kaiser- strahe. die Frankfurter und Sauet* dacher Straße sollen mit Kleinpfla ste rung versehen werden. Der llntoftenanteü der Stabt wird mit etwa 112 000 Mk. genehmigt. Sine sehr lebhafte und lange Debatte enlspinnt sich bei der Besprechung des Wohnungsbau­programm- für 1 927. Die Stadt hat bei ber Hessischen Girozentrale den Betrag von 4OO 000 Mk. auf genommen zu sehr günstigen Bedingungen. Hiervon werden 300 000 Mk. alS Bauzuschuß an Baulustige verwandt werden. Mit dieser Summe übersteigt der Betrag, der seither von der Stadl zur Änderung der Woh­nungsnot aufgebracht wurde, bereits eine Million Mark. SS liegen zur Zeit 84 Gesuche um Be­willigung von Bauzuschüsfen vor. Mindesten- 40 Wohnungen werden mit Hilfe des neuen Kre»

dites errichtet werden Förnten Sin Antrag, di« Stadt solle Wohnungen in eigener Regie errich­ten. wird abgclcbnt. da das Privatkapital am Bauen inicnlfiert werden muh. Zum Schluß teilt der Bürgermeister noch mit, daß die Stadt dem neugegründeten Verkehr-Verein als Mitglied be.getreten ist.

Rödgen 3. März. Stn schwerer ll n g l ü ck s f a l t ereignete sich am Fastnacht-- dienstag in unserem Ort. Der zur Zeit erwerbs­lose Gartner L i n n e n k o h I. Vater von sechs Kindern, ging mit seinem 4jährigen Töch­terchen. das loftümtert war. über die Straße. Vor einem Hause stand ein unbewachtes Pferve- gespann. AIS ein Auto vorbcckuhr. scheut» da» Pferd und war im Begriff durchzugehen. Gärtner Linnenkvhl iprang hinzu um das wild- aewordene Tier ;u beruhigen. In demselben Augenblick folgte ihm unbemerkt das fletne Töchterchen und wurde dabei überfah­ren. Mit einem s chweren Oberf chenkel- b r u a) mußte das Kind in bas Bad-Nauheimer Krankenhaus gebracht werden.

Mreie Lchotten.

0 Laubach. 3. QKätx In der gestrigen Sitzung deS Gemeinderats wurde bie Frage der Revision des Schulhauses und der Herstellung deS Nathaus- saals vorerst zurückgestcllt. sie soll jedoch noch im Voranschlag vorgesehen werden DaS Wohn­haus des Georg Kratz am Kirchenplatz, da» älteste HauS der Stadt (auS der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts), das unter Denkmal­schutz steht, ist einer dringenden Ausbesserung bedürftig. Der (Demcinberat bewilligte 500 Md unter der Voraussetzung, daß ber Staat unb bei Besitzer des Hauses entsprechende Summen hel­ft eitern; andernfalls soll die Unterstützung unter­bleiben. Durch den Gemeinderat, daS Schotte- ner Bauamt, bas Hungener VermessungSamt und den Vorstand ber hiesigen Sieblungsstelle soll bemnächst eine Besichtigung von Dau- g c l ä n b e stattfinden. Der Bürgersteig in ber Kaiser st raße und in der Wetter- selber Straße soll gepflaftert werden. Der Kleinkinberschule wurde eine Unter­stützung durch Geld unb Abgabe von Holz be­willigt. Die Abgabe von Bürgerholz an auswärts wohnende frühere Ortsbürger wurde als unstatthaft erklärt. - Der Prämiie- run gSmarkl am dritten ,AuSfchuß- tag" (zweiten Dienstag vor Johanni) wurde endgültig genehmigt.

Mreie Lauterbach.

8 HopfmannSfeld. 3. März. Die Ehe­leute Dillmann dahier erhielten gestern an­der Hand deS KreiSdlrektorS Dr. Michel ein Glückwunschschreiben deS Staatsregierung nebst einem Geldgeschenk zu ihrer in ber vorigen Woche gewesenen goldenen Hochzeit. DaS Jubel­paar erfreut sich noch körperlicher Nüstigkeit unb geistiger Frische

Preußen.

Mreie fGetilar.

4 Salzböden, 3. März. Mit diesem Winter waren 25 Jahre verflossen, seit Herr Jakob Nau alS Holzhauermeister unserer Ge­meinde tätig war. Mancher Hieb ist in dieser Zeitspanne durch seine fleißigen Hände gegangen, mancher Dalken unb manches Brett auS dem von ihm geschlagenen Holz der Bevölkerung zugute gekommen, monier Öfen auS den geschlagenen Brennholz gespeist worben. Zwischen dem Holz­bauermeister unb bet Gemeinde bestand stets ein harmonisches Verhältnis. Der Bürgermeister er- kannte dies namenS ber Gemeinde dankbar an unb überreichte bem Jubilar gelegentlich ber jüngsten GemeinderatSllljung em entsprechenbes Diplom.

Kreis Limburg.

WSN. Limburg, 3. März. Heute nacht kurz nach 12 älhr wurde von dem Heizer eines DüterzugeS auf bet Fahrt über bie Frankfurter Straße dem Schrankenwärter gemeldet, dal« etwas auf den Gleisen liege. Der Beamte suchte sofort den Bahnkörper ab und fand eine weibliche Leiche. Die Polizei stellte fest, daß bas junge Mäbchen wahrscheinlich von dem um 10 llyr abends von Frankfurt kommenden Gillugc über­fahren worden war. Die Staatsanwaltschaft be- schlagirahmte bie Leiche. Gs ist möglich, baß bas Mäbchen einem Verbrechen zum Opfer ge­fallen ist, ba die Leiche eine Schädelver- lehung sowie eine Wunde am Dein aufwieS unb auch Drosfelmetkmale am Hälfe zu sehen sind.

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DSN. Frankfurt a. M, 3. März. Kurz vor den Fastnachtstagen ist em hiesiger, etwa 16 Iahte alter Kaufmannslehrling seinen Eltern unter Mitnahme ernes Geldbetrag- in Höhe von 4 0 0 00Matk entlaufen. Er ver­lebte die Zaschingstage in den verschiedensten Städten herrlich unb in Freuden unb machte Autospritzfahrten bis an bie Schweizer Grenze. Gestern wurde er jedoch in Karlsruhe von der Polizei fest genommen. Der hoffnungsvolle Jüngling wurde seinen Eltern wieder Augefteflt. Einen nicht unbeträchtlichen Tell des Geldes hatte er bereits flüssig gemacht. AuS dem Fenster sprang vergangene Nacht tun nach 1 Ubr eine bei rhren Verwandten wohnende Frau in ber Seckbächer Landstraße. Sie wurde in das Krankenhaus eingellefett. wo sie an den erlittenen Verletzungen gestorben ist.

Rundfunk-Programm.

Samstag, 5. März.

3.30 bis 4 Uhr: Die Stunde der Jugend. 4.30 bis 5.45 Uhr: Konzert des Hausorchesters:Rächt- mufir. 5.45 bis 6.05 Uhr: Die Lcsestunde. 6.15 bis 6.45 Uhr: Der Briefkasten. 6 45 bis 7.15 Uhr Funthochschule:Die Karolingische Renaissance", Rortrag von Prof. Dr. Naumann. 7.15 bis 7.45 Uhr.Wesen de» Tarifverttaaes für Angestellte", Dortrag von Rich. Schawer 7.45 bis S.15 Uhr:Handschrift und'Schulunterricht, neuere Gedanken und Ziele", Dorttag von Rektor Pabst. 8.15 Uhr .Michel Auclair", Schauspiel in drei Akten von Chattes Dildrac. Anschließend bis 12.30 Uhr: Ucbertragung von Dettin: Tanzmusik.

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