Samstag, 5. Dezember 1927
Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien)
die neue treuer fl.'ben:
feil einen eines ®runbfti
um fe 5 Prozen: ber 8r1eben«micu bei jeweils lOprozen iger 'Malhmg. fo daß sie bet einer 10 mol 10 - ld0pro»<nttgen 'Maftung SO Pro», der Jrifbentmie t betragen tpürbt^ — _e
Fel gen.'es ö*ema
Das Gebäudeentschuldungsfieuergesetz nach dem Entwurf des Gteuervereinheitlichungsgesehes.
Don Regi-rungSrat Dr. Ploch. Scholien.
Wer ich möchte mir doch kein Urteil erlauben Der Stande ist gewiß galanter zu feiner Stau unb ber Amerikaner untertäniger zu ber feinen. .Aber" — bie schöne Esther ßombarbo lächelt — .ber Italiener ist auch nicht schlecht!"
Dann spricht sie, sehr nachdenklich tmb sehr ernsr. von bem Kampf. ber ben Italienerinnen be- vorsteht. Cie werben neue Methoden einschlagen müssen, um sich burchzuleben. Aber leise, ganz leise Methoden. Man liebt kein Aufsehen tm Italien von heute. Man spürt in ben F nger- spiyen. was der Duce will - unb baS will man natürlich auch Die Fvqu will also kein Stück be« öffentlichen Gebens sein, sondern ber S.nn ber Familie und bie Heimat ihre« Manne«. Die Schönheit unb bie Freude, hat Mussolini einmal gesagt. Also hat bie Italienerin nur ben einen Herzenswunsch, bie Schönhe.t unb M« Freude zu verkörpern. Sin Geschlecht von Hora« ist im TD erben. Jede« Heim ein Puppenheim. Sic werben niedlich unb bedeutungslos sein — wies gewünscht wirb — solange die Männer sich« gefallen lassen.
Frau Esther Lorn bar do. die mit diesen Worten das Schicksal der 3tallenerrtnen von heute umschreibt, gehört zu ben sehr wenigen Frauen ihre« Lande«, bie ihm nicht unterworfen sind. Sie lebt in ber groben Welt, in ber ganz groben, in der es mcht nur Repräsentation, sondern Geistigkeit unb Arbeit gibt. S.e ist bie unbestrittene Führerin bet intellektuellen Frauenbewegung Italiens, Herausgeberin der „Vita femmi- nile , bie nicht nur da« einzige Frauenblatt. sondern vielleicht die einzige auf internationalem Niveau fteßenbe Revue bei Lande« ist, Schr ft- stellerin von anerkannter Geltung unb — wie sich da« von selbst versteht — überzeugte Faszistin.
Denn auch bie Frau in Italien ist ber Partei einflcgiiebttt Man liebt es nicht seht, wenn sie politisch hervortritt, aber organisiert muh sie bvch sein. .Die groben saszistischen Ftauensynbikate", erzählt Frau ßombarbo, .haben Hundertlaus ende von Mitgliedern. Ratürl.ch beschäftigen sie sich nicht mit eigentlich polit.schen Fragen. Sie sind sozial unb charitativ tätig. Was aber Mutter- kchutz. Kinberfürsorge unb ähnliche Menschheit«- aufgaben betritt, haben sie sehr grobe Ausgaben zu erfüllen.
In bi cf er Gemeinschaft kann bie Italienerin wirken — al« einzelne hervor; utreten ist für sie kehr schwer. Theoretisch finb wir ja, beinahe durchweg, vollständig gleichberechtigt mit den Männern E« gibt auch einzelne Fälle, in denen Frauen eine grobe geschäftliche Karriere gemacht haben; sie haben sogar, wa« noch schwieriger ist, m.hnUer hervorragende Anstellungen im Staatsdienst gesunden ‘3ber das s.nd Ausnahmen Die Durchschnittsitalienerin zu Haufe und kümmert sich um Mann und Kinder GS ist nicht ganz einfach, sich um ben Mann zu kümmern Er macht ihr'« nicht leicht. Er ist eiseriücht.g. wild, leidentchasttich, kurz, er hat alle F h <r. d.e wir so sehr lieben Und tie un« so sehr e.nengen.“
Ob e« die Frauen in anderen Staaten bester haben? .Dir kommen ja in ben verschiedenen italiemschen Frauenorganisationen denen ttr.r angehören vielfach mit Mitkümpfennnm au« bem Ausland zusammen Ratürlich sprechen wir uns bei diesen Gelegenheiten sehr offenherzig auA.
Gießener Giadttheater.
Richard Wagner: „Tav Rheingold".
Denn Richard D a g n e r sich bie Darbietung de« Ringes al« besonders festliches Ereigni« Dünschte. so hatte er wohl In erster Linie eine außerordentlich vorbereitete Aufführung im Auge, Wie man sie nur m t erlesenen Kräften und Mitteln erreichen kann. Richt jedem Dirigenten ist die Fähigkeit gegeben, ein Dagnerfches Derk im Sinne des Meisters erstehen zu laffen Das Mainzer Stadtlheater hat eine solche begnadete Persönlichkeit In seinem Generalmusikdirektor Paul Breisach Seine Art vermag die Erinnerung an den unvergeblichen Felir Mottl wachwerden zu lasten. So abyrunbet er- klang da« Orchester, überaus klar und durchsichtig. im einzelnen bi« zur fernsten Ruance hin durchgefeilt. Ganz besonders aber fiel es auf. bafl bas Orchester selbst an sehr dick instrumentierten Stellen niemals b.e Gelangst.rnmen verschluckte. so bab man fast jede« Dort deutlich verstehen konnte. Da« Dorspiel war eine einzig grobe Steigerung, in ber bie einzelnen Instrumentalgruppen mit ihrer Beteiligung am Thema ihre ausgezeichneten Leistungen seien es bie Hörner Holzblä'er. Selli, erweisen konnten
Ebenso wird man selten einem fo abgerundeten Ensemble begegnen, denn Daaner verträgt keine Besetzung mit zweiten ober sogar dritten Kräften Sin jeder war recht an feinem Plane und vermochte keiner Darstellung eine persönliche charaktcristi'che Rote zu geben Ausgezeichnet im Spiel wie auch m trestlicher Eharak- terilierungehinft des Gesanges war der Loge Harro Schür mann«. Die beiden Ribelungen Elllcha 6 5 erncr al« Alberich unb Paul Berger al« Mime könnte man sich nicht realistischer denken Diese sonst m istens mit BustoverTve.em freieren Rollen waren hier nicht nur im Spiel, sondern auch gesanglich überragend. Heinz Pn>- blt gab einen stimmgewaltigen 5a’olt, während Franz Carlen« einen würdigen Dctan verkörperte. Charlotte Maffenburg erwies sich mit der dramatischen Durchschlagskraft ihre« Organs al« ganz besonders geeignet für den Dag-
Öer ,$ünf von ber Jazzband^.
Dir müssen mit Befremden feststellen, datz die Theaterdeputation fich bis heute weder auf un'eie Erörterung des Falle«, noch auf die durchaus berechtigte Anfrage aus bem Publikum über die Gründe geäußert hat. bie zur Absetzung de« Stücke« „günf von der Jazzband" geführt haben Ehe« ist um fo bedauerlicher. aU die ganze Angelegenheit inzwllchen über (Sieben hinau« Aufmerk amkcit erregt hat und in der groben deutschen Pres'e unter bet nicht gerade schmeichelhaften Spitzmarke ^Gießener Thea ter - zensur" besprochen wurde. S« muh lebetmcnn überlassen bldbcn. au« der Haltung der Theater- deputa:wn die naheliegenden Sch^ülle zu ziehen. Jedenfalls darf man sich nicht wundern, wenn in der Oef entlichkett der Eindruck entstanden ist. dah die Theaterdeputation nicht sehr stichhaltige Gründe für ihre Mahnahmen vorzubringen hat.
Dr. Th.
Deutschland» unb SU&tonb» burto» poroDd lau- fen und - o I i ba r 11 d) finb. Leder Dculichland noch Kust.anö werben m Sens nn* Initiative er- greifen, aber ftc arbeiten gemeinsam für 6m Frieden und für bw Erhaltung ber Oniegntät be» heutigen Litauen».
Th ttalienifch albanische Vertrag und daraus eriolgt» Veröffentlichung be» I e a n • züjifchjugoflawlschen Verträge» werd.'n schwerlich tn Gens besprochen werben Das w«rb 3mben nicht zulasten, Dabei kann sich eigentlich der Pöllerdund einer solchen Erörterung gor mcht entziehen Term der lortrag Italien mit Alban.rn o e r st o st t gegen Geist und Wesen der Völkerbund»- ,:?tf». E« ist der fdte venrap. der auf ben Völker- banb überhaupt ferne Rücksicht nimmt. Und Italien behauptet seinerfeit«. ein Mandat für die Unib- 1 bargigfnt Albanien» erh Ilrn zu haben: (durch ben Beschluß der Votschasterkonferenz vom Rooemder nrn. bab nn Mandat jur Vufrechterbaikung der ob vanischrn Unabbängigfelt. wenn e» üdcrh2upt Italien 'o erteilt war. die Form eine» glatten Pro- teftnrateoertrage» armebren dürfe, wie N.'fer vertrug zwischen Italien und Albanern e» Ist. Da» ist die eigentliche Grfahr für d.n europälsch.n Frieden Die Spannung im Osten ist gewist ernst. Ader gefährlicher unb weitreichender noch ist die im 6 u b o ft e n m<pcn Heer unmittflbarcn Verbindung ir.it einem G.-gensatz von Grosimöchlen. nämlich zwilchen Frankreich unb OtaHen. Wird man bnnon In der Sicherstntsdebatte sprechen, f ü r btt dach die» der wesentlichste G<sicht«punkt wäre?
ncrfdxm Stil. Freia (Margarethe Jensen) und Fmoh (Hans Hoefflen) verkörperten fugend» liche Fri'che im ®ötterfrvi'c; während der Donner (Wi.hclm Schmidt) «un Schluß markige Kraft enifaüete. ebm'o wic efeorg Düllich dem Fafner eine unheimliche Rote gab. Die drei Rheintöchter: Flosthilde (Lucy Din ort). Well- Sinde (Olga Renate Kreist), Woglinde (6harrte Gleihbe rg> waren frisch und abgerundet Im Zusammenhang Rur der Erda < Alberta Gort er) Härte man größere dramatische Auswirkung wünschen mögen. Die Szenenbilder sowohl wie die nicht immer leicht zu handhabende Beleuchtung liehen feinen Wunsch offen. (Kart Löffler, Ludwig Keim.) S»o wurden selbst höchstgcspannte Erwartungen durch die Gießener Aufführung übertroffen. Ein besonderes Der- dienst des Theaterintendanten! Dr. H.
finden
Man must <» ber polnischen Diplomatie lasten, bab sie diese Situation geschickt au chren (lunflen ou«genutzt Hal. Ohne Zweifel bestehen in Polen Wünsche aus Litauen, auf bie An- gbetwrimg von ganz Litauen. E» wirb auch nickst ausgrschlolsrii fein, bab die fogenannten iitautfchen Emigranten In Riga sich einer gewissen polnischen Unwrttünung erfreuen und bub polnische ijuh'.cr bi» in bie litauischen TOililärfreifc unb Christlichen Demokraten hineinreichen. Ein Putsch au« Litauen selbst, ber an Stelle ber jetzigen Regierung eine zur tkrltdntMgiing mit Polen geneigte setzen würde, wäre seibsloerslonblich in Warschau willkommen. Aber nur glauben nicht, dast wenigsten« amtliche «reise Polen« diese heikle Sache bi« zum Ausbruch »int« bewaffneten Äontlifte» zu treiben beabsichtigen. Auch oei dem Besuch Pilsudski» in Wilna ist nicht« gesagt ober getan worden, wa» Polen in Meter Richtung kompromittiert hätte. Pisiudski hat zudem. feit er an ber Macht Ist. eine befonnene und friedliche Politik getrieben und die Früchte dafür in der verbesserten Stellung feine« Staate« und vor allem in bem (BeÜnarn der amerikanischen Anleihe geerntet. Man kann fich nicht oorstellen. bab " die letztere. Me Polen ja in bar noch gar mcht Hal. durch einen bewaffneten Konflikt mit Cb tauen aut« Spiel setzen würde. Sicher wären habet er Polen gewisse billig» Lorbeeren zu holen, aber e Folge wäre ein» Entwicklung oon unabsehbarer Tragweite Dabei wird sich Pilsudski mehr al« jeder andere jagen, datz gewist Frankreich und na- inenbich England gegen ein Polen bi« zur Ostsee an fich nicht, ein zu wenden hätten, fondern bab hie« im (Jkpenttil beule ganz im Sinne namentlich cngtrlthrr wünsche liegen würde. Mist aber bei einem Ron IHM Polen aut ein» wirkliche Unterstützung, besonder» oon englischer Seile, nicht rechnen könnte. Auch bat Polen, richtig betrachtet, da« kht gar nicht nötig. Denn Litauen Hal ihm eine sehr günfrtge Situation bereitet. Polen weift hin aus Ne ungeHorte Situation Litauen», bie an Gegenstand der vesorgni» fei. unb e» verlangt die Aufhebung de« »riegozustände» von feiten Cittiuene. der doch innerhalb de» Völkerbunde« noch polnischer Sutlalfimg eine Unmöglichkeit darstelll. Sicherlich wirb diele vewei»führung in Senf sehr «ugunftm Polen» sprechen. Welchen wert Hal e« aber für Polen, wenn sich Litauen unter bem moralischen Druck be« jo von ihm selbst zur Vermittlung ongerufeiwn Völkerbundes entschlösse, ben Krieg«- zustand auszuHeden? E« bedeutet die Ausnahme der
: Osten nick' ein Vranb emstehe deism Ertwickluna ; nicht odzusehen wäre Darüber haben sich ! Dr. Stresemonn unb Litwinow, bevor jie ! nach Äens mngen. in Vertin defsirochen Dazu roar | aber gar keine Verabredung notig. Denn i.-bem • Stenner und Hchverfländigen Vetrachtzer ber ver- hu!miste ist hier zwingend klar, dost bie Interesten
bäudeent'ch-ulbungssteuer setzt sich zusammen au« einer Werlerhaltung«steuer und einer log Entschuldung«ftcuer. und wird be- stimm' nach Hundertteilen der Friedensmlete. Sie isi au-gebaut al« reine Objekts! uer und lehnt cs ab. irgendwie al« Mietsteucr angesehen zu werden.
A. Dir Sleuerpsllchl.
Der Deböudecnischuldung«steuer unterliegen alle im Inland gelegenen Gebaute mit *2Lu«- nahme der landwirlschastlich genutzten. Die Forderung der Wirlschost nach einer Defr.iung der gewerblich genutzten Gebäude oon der Steuer, welche damit begründet wird, dast ihre Heranziehung mit dem Grundgedanken de« Geldent- wertung«au«gleichs unvereinbar ist und überdies Handel und Gewerbe bereit« mit Sondersteuern überlastet sei. ist mithin nicht in Srsüllung gegangen.
Desreiungsvorschristen sind gegeben ferner für Grundstücke im Besitz der bffentlldxn Hand, für gewisse Reubauten, Einsamilienhüulcr u. dgl.
Steuergegenstand Ist jedes Gebäude für sich. Steuerschuldner ist der Eigentümer.
B. Die Befltaerung^gninblagen.
He Besteuerungsgrundlagen sind 1. Me Friedenswille 2. da« sog. Sigenkapilal. sth. derjenige Tell de« Grundstück«, der nach Ab- zug der Belastung vom Weh-' eitrag-wert noch übrig bleibt; 3. die dringliche privat rech« liche Belastung de« Steuergegenstände« am 31. Dezember 1918.
Wie bereit« oben angegeben, »ersällt die Gebäudeenlschuldung«steuer In Änxl Teile: a) eine Werlerhallung«steuer unb b) eine Entschuldung«- fteuer.
a) Die WcrlerhaltungSsteuer: Sie beträgt bei unbelastet gewesenen Grundstücken 16- , Prozent ber Friedenemiete. fällt ftufen- weife bei einer Dclaftung von 10 zu 10 Prozent um jeweils P/> Prozent, so dost sie bei 10 mal 10 -=• 100 Prozent Belastung um 10 mal 1'/, Prozent — 16V» Prozent abninunt, d. h also bei einer lOOprojentigen Belastung kommt sie ganz In Wegfall. Sic bezweckt ole Grfasiung bei sog. EigenkapitalS. dessen Degriss oben erläutert wurde.
b) Die EntschulbungSsteuer: Sie beruht aus bem Gedanken der Erfassung des durch bie Hypothekcnobwertung erhielten Deomögens- zuwachsc« Sic wirb also nicht erhoben, toerm ein Grundstück unbelastet gewesen ist. steigt bann
Oberhcffen.
tnnorrrie Mirhcn.
f Mainzlar. 2. Dez Während in srü- Heren Iahixm u.n diese Zeit schon Me Aithiebe ber Holzhauer in unserem Walde erichil.ten, hat sich in die'em 3al)oe bi« fetz' noch nicmanb zur llebernobme Meter Arbeit g mclb t. Wn Teil ber sonstigen Holzhauer ist bei ben Un Gange be'inblichen Kanalllatlon«arbel* ten besch ' igl. Me wohl bis in den Januar hinein anoauem werderr. Doch wäre zu wünschen. bab baldigst mit bem Hieb begonnen würde.
• Kesselbach. 3. Dez. Der Betrieb bi ben vormaligen Maln-Wefer-Ba- saltwcrken, die jetzt unter btr Leitung bet Gewerks cha s t .Glückaus" art»ten. ist nach Uebertombung ber bereit« früh.r g, melbeten Schwierigkc.ten wieder tn vollem Gange. Zur Zeit finden 85 Arbeiter au« der Mo- figen Gegend In dem Bafaltw.-rk lohnende schäsligung Täglich kommen bl« zu 40 Waggons Da falt material zum Der and. Der Auftragsbestand des Werkes ist a u t, so dah für unfere Gegend pud) weiterhin bas Untern bmen als wlrtfchafisbelebender Faktor G-ltung oehält.
8 Grünberg. 2. Dez. Die jüngste ® e* melnberalSfltzung brachte u. a. folgendes: Die Hundesteuer für da« Jahr 1928 wirb wie im Dorjahre feflgefet)L 91 find demnach zu entrichten: für Me Haltung eine« Hundes 10 Mk.. für den zwei ten Hund 20 Mk. unb für ben dritten Hund 33 Mk. im Jahr — Die von dem R’ilturbauamt Glesien der Bürgermeisterei bä Anlegung der Kanalisation sur bie Lcm- borfer e.rabe in Dorfchlag gebrachte Polizei- Verordnung für bl« Entwässerung bet Grundstücke In ber Gemrinbe Dranberg wird vom Gemeinderat genehmiat. Der Entwurf soll offen gelegt und später dem Kr.Uaml Glesien xur ^Genehmigung unterbreitet toerben. — Das Gesuch be« Hartmann Koch betreff« Übertragung be« Holzschälen« tm Stabt- walb wirb vorläufig zurückgestellt, bis ber Holzakkorb mit ben hiesigen Holzhauern abgeschlossen
Mptomotischen Beziehungen unb Me Oeihnmg der Grenz». Roch mehr: E, iourt* die Vsilnosrage. wa« leicht zu übersehen ist. tatsächlich unb saft formeQ In bem Polen günstigen Sinn» ab- jchliehen.
Da» ist Mr Situation mit ber ber Biller- bunbtrat sich zu beschädigen hat. ZweisrUo» ist ber polnilch litoa.sch» Roistik: Mr,mal Me rr chtigste Frage m Ärni Dabei lorb h» d'durch fomptiyert. datz Kurland ebentaU» in Genf omoeltnb ift Zwar ist e» nicht im Bötkerbunb unb kann d hrr ün Rat nickt mitrrben. Ader e» ist b a, unb e» ist mit Litauen durch den Vertrag vom 28. Septrntxr 1926 verbunden, tn bm die D-inafrag» au.drück ich im litauischen Emrw oorbehatten war R stland itztt ein Interesse daran, bafj Citouen» Integricht nicht . gefährdet tnrrbe. und dasi an dieser Frage nickt rin ( Rrieg tm Osirn aurdrrche. ben e, nicht wünscht. Drutfchland bi bei sieichr Ünk-rdk. dah Litauen. Ne LanX rucke Milchen ihm ur> Ruhla ab. I mcht oon der pelitildvn Ratte verschvnde. Tin Polen, da, Litauen frlbft in loser Farm, in der Form eine» Protektor .<» einer U:<»n oder ent lon<t einjchiöste. reist» damit zwingslöufig Dftpreu- sten rom Deutjcketi Reich Io», öbenlo hat De itf r,- larJ> ein 3n»eref1e daran, bist au, ö r 5rcac im
immer IC’ P.'vz.m: btc Höchsibcla'.unz 53 Pro- zent der Zri:kcn.imiete be'.ragen. Ein am 31. Dc- jenibrr 19 6 unfreiefkt s.ew. en « "ru- d' ü ? zehlt ■ t hm In Tritt.l der c üu et l'ch l ui gssteuer. roi: «In solche», da« In H^>h« des vollen Wehr- .ritrag^.'wcrie« belastet war.
Q Die Veranlagung.
Di? Deranlagung erfolgt für da« Rechmmas- Jafrr cl’o für Me Zeit rom 1. April bis 31. Mürz. Der Qlatur bet Sicht nach genügt eine einmalige Deranlagung und Feststellung der Besteuerung grunMaa-n Dl.' erste Deranlagung blcLn al'o für die Zulun t btftefrcn.
Di? Bencilung brr Steuer erfolgt gründ- sätzl.ch in der iMlc. dast da« Auftommcn zur Hälfte zur D.'ckung dt« allgcmrlnai Finanz« bedarf» der Länder unb ©emrinben zur Hälfte zur Forderung her Bautätigkeit verwendet werden soll Jedoch hat t« die Landcsge'tdgtbung in ber Hand, eine anderweit« Dertollung vor- zunthmen.
Zuständig aut Deranlagung der Steuer sind auch hier, wie bei ber Grundsteuer und Grwcrbt- fteuer. wieder Me Aeichssmanzbehördtn.
Im Gegensatz zu dem Drundftmier- und G.- werbestcuet-Rahinengelctz. die sich nur darauf bc cheankeii. einen Rahmen für «,ie durch die Gesetzgebung der Länder zu regelnde Materie aufzuftellcn. will da« Reichsgebauäeentlchul- dungsficuerac ctz eine absch.lestenoe reich«ge,ctz- liche Regelung des (ScLenttDerlungäaucqleicbö bei bebauten Grundstücken vcrnehmm. Die Steuer wird alltT-irfl« al« San eSfteuer unter 2lua- chluh de« Zuschlag«rechte« der Ge.n.inden erhoben. den Landern wird aber keine Freiheit mehr hin ich sich ihrer Au-geslal.ung gelassen.
Ter Forderung der Wir chait nach einem Abbou bc« Geldentweriung«au.glcichi wir) dadurch Rechnung getragen, bab bie sog Wert- erhaltung«steucr. die einen Teil de« neuen Ge- leer« bilden foll. vom 1.2lprll 1931 an auf die Hälste ermäßigt werden unb am 1. Ap.il 1934 gon, Wegfällen foll. lieber ben Wegfall ber sog. Entfchuldung-fteuer foll vor dem 1. April 1929 durch Me Regierung erneut beschlossen werben.
Damit ist grundsätzlich der Deldentwertung«- au«glcich. in Preusien Hau«zin«steuer. in Hessen Sonder st euer genannt, wenn auch in anderer Form, aus eine Reihe von Jahren erneut le ft gelegt. 66 Ist hier müßig, auf bie Frage ber Berechtigung Meter Steuerart. welche ein Hauptsorgenkind sowohl ber Skeucrzahler, al« auch der Finanzämter geworden ist. näher einzugehen. 2u«gehend von dem Gedanken, baß ber Hau«besitz seinen Wert durch die InllatlonSzeit hindurch erhalten habe, daß durch Me Geldentwertung und Me damit verbundene Mrminderung ber Hypothekenschulben ein Inslation«gewinn sur den Eigentümer eines Grundstück« entstanden sei. hat diese Steuer all- mählich eine hohe Bedeutung für den Finanzbedarf ber Länder unb Gemrinben und für die Belebung bc« Daumarkte« gewonnen. Wenn daher auch nicht verkannt wird, daß der Geldent- wertung«au«gleich In weitgehendem Mast« eine Entwertung be« Grundbesitzes Herd igeführt bat und dadurch einem erheblichen Teil des Dolk«- vermögens großen Schad-en zugesügl hat, fo glaubt bie Regierung trotzdem zur Zeit noch nicht darauf verzich'en zu können, weil diese Sonder- steuer erheblichen Anteil an der Deckung be« Finanzbedarf- der Länder und Gemeinden nimmt, unb hier sowohl al« auch für Wohnung-bau unb Wohnung-politik schwer ersetzt werden kann.
Der Entwurf betont stark ben Gedanken bet Inflation-gewinnbesteuerung. Die künftige Ge-
Die unverstandenste Krau der Welt.
Was bie Aührerm der italienische» Araurnbewegung erzählt.
Bon unserem K.-K.-Sonberherichter^tatt«r.
Mit ber sagenumwobenen .stolzen Römerin" ist bas eine eigene Sache. D.e Frauen, t-cren Erscheinung zu Meter prunkvollen Bezeichnung passen würbe, sind nirgenb« zu sehen. Alle Fremden. die das Geben in Italien nur von der Galle unb von ben Lokalen au« kennen, stimmen in ber Feststellung überein, basi di' Römer n mcht gfr- rabe bie schönste Frau der Wllt sei. 3eZ>enfaII« ist sie die unverstandenste. Denn keiner von denen, bie sie täglich aburteilen, weih, wie sie wirklich ist.
.Die Italienerin lebt in selbstgewähLer Em- samkeit. Sie ist niemals viel draußen zu sehen gewesen. Und jetzt, seitdem der FafziZ.nuS am Ruber ist, sieht man sie weniger Denn je. D.e Italienerin lebt n cht in der Ofsintlichke.t. Mussolini ist der Meinung, daß sie n.cht ein Stück be« öfsentlichen Leben« fein soll, sondern ber S nn ber 5amüie und Ne Heimat ihres Mannes."
au« einer hoppelten B^ch«rbe öilüuen. beim Völl rertarOtraL einmal auf <Brunb W«
l(huMwnroflf, unö |oMnn auf Grund oon Artikel 11 ftfaiJ M Ik^ttrtninö'-ptff*». nach tzan jede« Bunbe»mit0lirt da. Rech» hat. die LufnerkfamkeU btt Bunte« auf jeden U.nftonb zu lenken, der den Foieben ober Öd« gut« Einvernehmen zwischen den Rationen zu hören droht. Schwerlich hat Ctlauen, al« es diesen Schn» toi. sich ganz fUr gemocht, wo» «« bannt aufrühren könnte. Die Wurzel bc» Uebels in feinem licrbalim, zu Polen ist |a M< Fragt »ilna. Eine fltuon. wie Me oon iitaustcher Sette »ingeieitet». muß daher In Irgcnbemer Form die Bilnafrogr awnigilm» an rühren Deren Lage 'M durch ben Beschtutz der BosichaftettonferenA oon 1921 bezeichne! unb In ber Gegenwart dadurch, datz Litauen feinen Anlpruch aus Wilna mcht auigibt unb dost tt M-.b lb ßrate noch im fl r l » g « 5 u • , stand mit Polen sich betinbtt. Da« bedeutet ia > nicht, boß bie beiden pcnctnunbfr schiesien. wohl | aber, baß keine diplomatischen ve,nhangen drftehen | unb daß bie Grenze geschloßen ist. Schwcttich h'Ne Lttouen einen Plan, ®‘e e« mit fnnen Befchweöden nun orrmetben wollte, daß bi» «ilnofroge zu feinen Ungunflm aufgeruhrl würbe. Unb in feinem ungehärtet! unö schwankenden inneren Zustand ist e« |a selber ein Faktor der Unruhe in Vsi-
. Tw Dirtamr Ist felneoaxg» gefestigt. Aller- eTocyungen dagegen sind im Gonge unb namentlich ber Ministerpräsident WMde.naro« hak nicht vermocht, seine Stellung wirklich zu lefhpen und ein» sefte Orientierung in der Außenpolitik zu
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Nr. 285 Zweiter Blatt k 1 ■■ "
Gefahren für den Frieden.
Hugrepolimdir llmichau.
Bon Profesfor Dr. Otto Hoetzfch. M.V.R.
Aus Mr «Neber aulgenommen» oorteret»«^» Bbruitung&ton'«rmj und bw kerdund«» werfen tnunwuonale Epcnnj'M brirn Schotten 3m Borbfrgmnnb ft-ht Die 11 f i u i . d o I n 11 d>» Frage. Sie enifio»ö
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