Nr. 258 Srstd BWt
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bomtetstag, 5. November 1-27
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PetWfdfewte: frwwfferi am Meta HM.
GktzenerAnzeiger
Heneral-Anzeiger für Oberhefsen
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ffbefrebekteaT
Dr. Feredr. öilh. Lanqe. Dero «wörtlich fttrVonnh Dr. 3r. wild 1‘anqt; für «’teeileto* Dr -.IHynoU tir den übrigen Teil Ernst VlnmtAfin; für den Rn» ieigentr-1 Jturl Dillman*. 'ämtTkb I* Gte» en.
Der ^eichskommiffar für ^eparaiionssragen.
(Hgene vrohtrneldirng bei . «ietzener Hnjfiflers*.
Berlin. 3 TU*. fHe 6M>iena»rtt<n. die '4 m her fGngUci; 3ctt bd 6er 'M^Iung ber Stagen ergeben haben, die bi« fttnan.»- hcbbrbr* de« Reiches nnb eine Reihe nach- georbneiet Stellen mH dem 'Xtparahxmbaoenhm j* er lebigen haben. stnd hn wdetttkchen die Ikwmlafhmf au dem Bdchtusi gewrien. ein eigene« L e i ch « ko m m l f I a r i a t füt He« paration «fragen gu em<f>ten. Der ba- •ür bevgeKxm. Ätrnimiffot, ötaartWrvtdr a D. De Bergmann. IH zwelfcllv« eine betiem- .jen Perlbnlichkeltv-n. bte die gdamtc Materie 5er Iktxnn t lOB^ftogr n in ihrer dnrtmJlimg hi- ‘tvrtitb unb :n ihrer Bedeutung wirlMbatt«» und *hKm^poftrtl<b <m txotTTommeiifk'n ■ beherrschen.
IirAni stdht bte bebirmtgegebene Absicht, einen '«ichrn poften gu fdyaftn. auf ben Diderspruch einer dftenv chen Meinung, bic •nun betnafre al« »htbc Uhr>nt begetd)rwm fbrrnie. Denn in roller TBürbigun^ der Autorität Dr. Bergmann« wenden sich Vlä tter ton bem beuddy natioiurTm bi« zum sozialbemokrotischen tiager gegen bte Schaffung eine« Posten«, her eine Vereinfachung schweruch fkber» Helle, sich nicht mit ber mr*.r>cnf*jm Spar» 1 am (eit vertrage unb bic Vez.evungen zwi- fchen SinaitAminui rium unb IkparaftonAagatien bureautratlfieren könnte. Man kann ha
bet nicht einmal annehmen, bah «ne grunb- fätzl iche QUrn.-igung gegen ba* Prinzip behebt, für bclonbcr« wichtig, fragen innerhalb ber Behörden Svubvriommissur. >U zu schasseiu Denn gcrabe in «ungher ^c.t haben wir bei ber larbenrng nach dnem >veich«t omni,s saria'. furOft- vreufien und nach einem Reichs! inarvzkvmmsfstrr, fie t(m ber Haniabunb wünscht», im allgemeinen eher guiliimncTve 2kurseningcn zu verzeichnen gehabt. S« scheint aite NK »mpftnben iobru- N rrfchen. dah bic bronrnben ober vorhandenen Schwierigkeiten im v;HtgaI».*nL-crvkt> be« Dawes- cb.'nnmirn« 'ich zwesinu Higer und mit leichterer .'\inb rrf-'bigr’i lassen, tt-erri. tote ba« unter Reichsfinawyninister Dr. Luther unb feinem Rachfo.g« Dr. Reinhold der Fall war. bet Rcichsfinanzminister perl bnlich auch Ddtzerhtn sich Mdcr wichtigen sprobtemc <m- ntmrnt wnb den bivokten Beridni zwilchen ’XeMb«- ■tTgleTin^i unb XepaTdt:on«igcirtw arckrochterchäst. Denn in lebtet Instanz wurde ja auch ber brion- . r- Rcparationskomnn'sar für irgendwelche 6nt- 'cheibungen immer vom Äabinett abhängen, n bem nicht er. Wohl aber ber Re i ch«- f inanzmi n i ster Stv unb Stimme Hal ö« würde allo bic Iknmgerung ber Beziehungen nach der einen Seite y n. nach derjenigen der Da wesin stanzen. etfauft durch eine Lockerung derjenigen nach der andern Seite hin. nach der Seite der verantwortlichen Reg.erungS- nistanzcn. E« lei denn, bah ber Xeparat.on«- iommiffar ntm Neldar bem Reichüfinan-minister nterftent. al'v gleichsam dessen Pro- ’urlft für Xcparationifragen würde. Jnb etne derartige Instanz besteht eigentlich 3u4) schon bi«ber int Rcichsbnanzministerium unb ?ebar1 kaum der Umnmnung in ein Sonder» ftmtmtHanat
äV bletvl freilich noch ein andere« Wonv bei biden Seda 'kengängen unevbrtert: ber Wunsch tänrlich. sich die wenvoÜe Kraft de« Staat«» 'cfrvtbr« Bergmann r.euetbing« für solche Aufgaben zu sichern, die man angesichts seiner loben früheren Ämtöstellung. bic er vor etwa itvet Iahten mit der Tätigkeit in einem unserer aten Wirtschaftelonzerne vertauscht hat im
men einer abhängigen Stellung von minderer Bedeutung wrhl nicht würde erlangen kön- len. Unb unter diesem ScsichtSwinkel be» :rächtet wird man vielleicht die an sich gewiß berechtigten schweren Bedenken, b e von den verschiedensten Seiten geä.. ert worden lind, im In- icrefse der Sache unb ihrer außerordentlich groben materiellen Bedeutung zurückstelien kSnncn Denn an die Rufziehung eine« neuen großen Apparate« ist. wie wir zu wissen glauben, pbwcbtn nicht gedacht.
©06 Memorandum Parker Gilberts.
Da« Dicicholal'inci: beschließt bic Bcröfsentlichrmg.
B e 111 n. 2. Jloo. (DIB.) Das H e 1 dj s f a b I - nett beschäftigte stch in seiner heutigen Sitzung mit Keparatlonsfragcn und dabei auch mit der Beantwortung des Memorandum-, des Kcpa- rationsagenten. Nachdem im In und Au-lande die »erschiedensten irrrsnhrcnden Blittdlnngen über seinen Inhalt oeröfsentkicht worden sind, ball es die Kckfmrrgkruag im Einvernehmen mit b<m Repara- tionsagenten für richtig, den vollen Wortlaut des Memorandums zusammen mit der Antwort der Reichsregicrung bekanntzugeben Die B er äffen I- sichnng wird oorausstchkllch am kommenden Sonn- I a g erfolgen.
In Ergänzung ;a dieser ainllichen Hiittcuung teilt der „Cofalan)eigcr* mit. dah die Antwort der Reichsregierung im Laufe tes Do.mctslag fet- figgeffefft und dem Beparaston-^nten überleben werben wird. Die Jragc der Zofarnrncufaf- fung der Reparationsangelegenhei- t e n isi non, nicht abschließend behandelt worden. IRan stehe auf bem Sfnbvunft. batz irgendein weg
der oerhandluogstechnischcn Vereinfachung gefunden werden soll. Ob dafür die .lorm dnes neuen selbständigen ReitbsfommfflariaN ge- wählt werden soll, sei noch zweisekhast
Reich und Länder.
Württentberg und die Besoldungdreform.
Stuttgart. 2. Noo. (DTD.) In einer (Etats- rebf im Landtag führte der Finansminister Deh- linger unter anderem aus. daß man für das Jahr 192R auf dos Entgegenkommen des Reiches ange- wiefen fei, weil eine E rhöhung der Landes- steuern unmöglich sei. Da die Länder in ber tzefolditngserhöhung ^vangsläusig dem '.Meid) folgen mustten. hatten sie auch einen oer- saflungsmästigen Anspruch auf U n tc r st ü st u n g
durch das Reich. Würden dem Land die ihm vom Reiche für die Uebcrlaffung der Steuer- unb Hollge baude sowie der Bahn und der Post die vertrag»- mähig zustehenden kf ntschädigungen bezahlt, bann konnte cs auch bie Befoidungserdohung aus eigener Kraft tragen. Der Minister wandte sich dann gegen d l e un11arifchen ®e(irr- dungen. Die Mnbcr verlangen, bah die Iuftandig- kest auf den öffenflid>en Gebieten klar adgeztr - Pelt werden. Au dem Entwurf des Steuerver- einheitllchungsgefeste- erklärte der U>- nanzminister. die württembcrgifche Regierung werde im Reichs rat beantragen, den Gefeyentwurf solange zuruchzustellen, bis gleich'eitig der Entwurf des neuen Zwang sausgleichgefestes oorgrlcgt werden könne
Die Solksschuidebaiie im MW«sa«MH.
(?iae Erktarung -er hessischen Regierung.
Ter BAbun-öa usfchuh Dc« Reichstage« festie bic allgemeine -Au«fprc»che über da« Reich«sch»l- gefeb fort.
Abg. Sleibner iSoz.) txrlangtc. das, bte ReichSregicrung sich auch mit ber Kosten- frage beschältige. zumal fic ba« bei früheren Schuigesenenill'uncn immer getan habe
Bbg Rheinländer (Zcntr. i bespricht ba« Weimarer Schulkomprvmisi unb erklärt, die Gemcinschaft«schule dürfe nicht al« Tiegelfchule in bem Sinne auigesaht werben, dost sie an allen Orten be« Reiche« eingerichtet werben müsse Sie dürfe nicht günstiger gestellt werben, ab« irgend eine andere Schule
Tie hessische Regierung gab die Sr tkkeung ab. dost sie den Gesehentwnrf ablehne, well er verfallungäwidrig fei. Die Gemein- i cha ItSschuie müsse durch positive Bestim- n ungen taisächkch zur Regelschule gemacht werben. Den Sinnt>tanschulländern muss« »ich! nur eine VchonungSsrist gewährt nxrben, sondern sie mühten bauernd berücksichtigt werden. Hessen besteht bauauf, dah bie Unkosten in vollem Umfange von bem Reich getragen werden.
Dom Rkichsministerium des Inneren roirb darauf eine ausführliche lleberficht Über die offcntlidien Dolksschltlen in den verschiedenen deutschen Ländern gegeben. In Baden gab es im Schuljahr 1926/27 1592 Schulen. Don den 261 600 Schülern und Schülerinnen waren 96 325 eoange- ii'ch, 160 939 katholisch, 892 ismditisch und 3444 gehörten sonstigen Religion», unb Wellanschauungs- gruppen an. Auch in Hessen ist, wie in Baden, die (Gemeinschaftsschule gefestlich als Regelschule ein- geführt, wenn auch nicht als einzige Schul'orm. Bei dem Unterricht in der Religion find bte Kinder kon- sessionell getrennt. (Es gab in Hessen 1926 27 unter den 1015 Dolksfchulen 96" Gemeinsttzaftsschulen, 27 evangelische und 28 katholische Schulen.
In Bayern sind die Volksschulen regelmäh'g konsessionelle Schulen. Ausnahmsweise können jedoch Boir*fd)ulcn einer Gememde auf Vlntrap der Gemeindebehörde in konfessionell gemischte Schulen umgewandelt werben. Die Lehrer und Lehrerinnen, die schen Volksschulen angestellt werden wollen, müssen vor ihrer Anstellung nachweifen, dah fic eine dem Charakter dieser Schulen entsprechende '/lusbikdung genossen haben. In Württemberg bestehe seit mehr als 100 Jahren eine streng durch geführte Bekenntnisschule. Die Trennung erstrecke sich auch auf die i rtlichen Schuloerwaltana stör per unb die Schulaufsicht Das Uebergangsfchulgesetz vorn 22. Juli 1919 führte in Sachsen die weltliche Schule ein. Nachdem aber diese Bestimmung durch do? Reichsgericht für ungültig erklärt worden war, ist der Religionsunterricht wieder eingeiühN worden, so bah jetzt gesetzlich eine nach Bekenntnissen nicht ge
trennte Volksschule besteht. Reben diesen bestehen noch eine geringe Anzahl von katholischen Bekenntnisschulen. Cs kann danach zusammenfassend gesagt werden, bah weber ber Charakter der Bekenntnisschule noch der Charakter der Gemeinschaftsschule in den einzelnen deutschen Ländern einheitlich ist. Die Zahl der Schuler und Schülerinnen in den öffentlichen Volksschulen Deutschlands ist feit dem Jahre 1'121 um rund 25 Prozent zurückgegan- gen. dagegen beträgt die Abnahme der Schulen kaum 1.5 Prozent, die Verminderung der Lehr- f r fl f t e 7 Prozent. Unter den 52 763 Schulen, bie 1921 vorhanden waren, waren 42 985 Bekenntnisschulen (81,4 Prozll und 9778 Gemefnschastsschnlen (18.6 Proz.).
Die Kosten
be<$ Reichsschulgesehes.
Eine volkSParkeilichc Denkschrift.
E»gen« Drahtmeldung des . Gießener Anzeigers^.
Berlin, 3. Roo Die Frage ber Kosten der Durchführung des Relchssctnilgesetzes fft nicht mir non oppositioneller, sondern auch von oolfspartet- sicher Seite aufgeioorfen worden. Bei den Derhond- limgen im Bildungsausschuh des Reichstages sind in der ooriaen Woche die Ausführungen des bemo- lratischen Abgeordneten Rönneburg zu diesem Punkt von dem oolksparteilichen Abgeordnden Runkel unterstützt worden. Wie ein Berliner Abendblatt nunmehr erfährt, sind die Forderungen ber Deutschen Dolkspartei zum Reichsschulgesetzent- ruurf in einer Denkschrift niedergelegt worden, die dem Reichsinnenminifter o. Rcubell zugestellt worden ist, »md die. wie verlautet, programmatischen Charakter tragen soll. Auch in dieser Denkschrift wird vor allem bie Frage ber R oft en behandelt unb eine Art Kostenooranschlag gefordert Cs wird weiter angeregt, bie Äerhandlun- gen mit den Führern ber Regierungsparteien wieder aufzunehmen. Denn man der Verlautbarung des Blattes Glauben schenken darf, so hat das häufige Fernbleiben des Reichsinnen- Ministers von den Ausschustbcrawngen unb auch von den Sitzungen des interfraktionellen Ausschusses der Regierungsparteien Befremden erregt. Mm rechnet in den Kreisen der Koalition damit, dah atsi Grund ber demnächst offiziell formulierten oolksparteilichen Dünsche die KompromisiverHandlungen über die wesentlichsten Teile des Gefetzent- rouries beginnen können. Die (Erfolg saussichten dieser Derhandlungen würden durchaus positiv beurteilt, weil man sich bewusst sei. dah der Dille tur FeNigstellung des Schulgesetzes bei den Parteien der jetzigen Koalition durchaus vorhanden und die Möglichkeit für eine Einigung auf einer mittleren Lime durchaus gegeben sei.
Reichsfinanzen und Wirtschaftslage
Berlin. 2. Roo. (D. D. 3-) Nach mehrtägiger Pause nahmen d-.e Ausschüsie des Reichstages am Mittwoch ihre Beratungen wieder auf Der Haus- haltsaus schuh setzte die allgemeine Lusfprache . ber die Finanz- und Wirtschaftslage, die mit der Beratung der Besoldungsvor- läge verbunden worben ist. fort.
Abg. Qrckc (Wirtsch. Dg.) kritisierte den Dpi mism.is des Rcichsfir.anzmmijters und des Reichswirtfchaftsmmifters. In bem Ud?fr nandnehmcn von Auslandanleihen erblickt er eine Gefahr für die Wirtschaft, namentlich für den Mittelstand. Cr fürchtet für hn aus der Anlcihe- wirt'chaft der Gemeinden und aus den Besoldungs- erhöhungcn neue steuerliche Belastungen. Deshalb fordert der Redner, dah ber B ewilli- gungsfreudigkeit. besonders der Stad wer- ordneten. Einhalt geboten werbe Abg. Lucke «hmrnt zwar dem Rdchsbankprällden:e- zu.
eine neue Inflation nidj: befürchten sei, er rechnet aber mit einer schweren Teuerung und einer Verelendung ber gtogen Maste. Deshalb müsie mit der gegenmänigen .wiM^poftW Sdjty^ gemacht ur* bic Initiative wieder ber freien tMtb.-bai? über- lafien werden. Den Konzernen unb Trusten, müsse enthalt geboten werden. Aba. Lucke will der Be- ’olbungsnortape nur dann zrchimmen, wenn der
Etat für 1928 um zehn Prozent niedriger angefetzt wird, als der von 1Ü27.
Abg. Leicht (Ä. D. P.)
glaubt, datz auch ein Finonchiktator gegenüber brr aus dem Kriege stammenden Betastung machtlos ein würde. Auch Abg. Leicht wunden sich über den Optimismus be- Finanzministers, ber ionst doch nrrner fage: (fs ist kein GeV» da Der Redner fordert einen 2>rsuch die s>itrddsbi1anz aktiv zu machen durch Förderung des Exports unb Drosselung ber Einfuhr. .Imerrkanische Autos und ausländisches Obst brauchten wir nicht. IX'! bem Sinbettsftcot <ci sinanziell mch: viel pe- sonnen. 3um Schluh fordert der Redner eine Vereinfachung der Verwaltung.
Abg. 0r. Sech (S.)
bedauert, ba-j bie gegetstvärLge DetdsiÄflagiert t-eS LuaürndeS nicht zu Rnreihen audgenutzr worden tei. ncunent.'.ch ba der Wohnungsbau urr cock bide Werfe gefördert werden tonne. 2>;c ödjc^Hnflen de« Jrnanamürisrers (eien stet« 5dzn örtroge ber zu ungräßig.
beim Srtoagc der Beirtzsteuern zu günstig. Hoffentlich werde ber ^kü»n.zmir!istcr noch Ab- nucht am Btifitärelat vornehmen. Der Redner 'Äkbgt ^nrohmenerhöbunten durch brfkre Ber-
aniaguna. Bescrt.gung der HUngc. de« Ikb'cv tunoxMx'fxtvv« und hdherc Boannt weiubestr , eung cor Per Vorschlag einer Alnanzdikt»rNrr berube aus Illusionen Die Anipani.nz bet Reals.cucrtH sei zwangs.ausig (Bdcb; deshalb lehnt n d.c Loi ildemvkraten d.e Milderung der im ^tcuerberatungsgesetz ab
Abg. Zischer'Köln (Oem.)
schlägt einen Kleinen Schätz ung«au«schust zur Prüfung der 6t aera ron 192. unb^ H2S vor. Dr. Fischer bebauett. bay da« Wort .Finanz- Mtlalor" zum wchlagwor: geworden sei v5 handele sich nicht darum. tMb dies« Manu in bte Finan-gebarung e^ngr..,e, er loUc mir den Weg für den neuen Ctat beteilen. Dcr Redu.r fordert, ehe man an neu.- Ausgaben Herangeh . Klarheit über bie bitgetlgen Steuervorlagen Lohn st euersenku ng. At- inugen«zuwuch«steuer. Eteu^rruckstände, .dnflt- fiOkCne Kredstc'. Krieg«!chadenschlufi,p'etz und 3iflarcttcnfteiicr.
^eichsfinanzinuüsier Or. Köhler wehrt sich gegen den Dorwurs, aU hätte .. k inert fingierten (Itat rorgekgt. Ied< einzelne Position fei so genau durchdaärt und bdpr: <n. datz er und leine ‘Beamten voll und ganz hi «i e biefem 0 tat ständen Einen neuen llnte.au»> chast brauche man de«halb nicht, um den Etat n.ch- zuprüsen. Bti« Finanzministerium werde genau iiachr.-iscn, wie c« zu diesen Sinsätzen g.'konimen »ei. Heber eine Entschuldung«aktion lur hie Landwtrtschas 1 sanden Bdprcvbunj.-n unter den Resfvrt« statt. Bon cm« Zinsverbilligung sei ab« nicht bie Rede ikber Ctti- chräntmtg be« außerordentlichen ötat* nvebert .nmnächft 'Borschläge gemacht werden. Ein (Beleb üb« bie Racherhedung der Vermögenssteuer werde dem Reichstag vor- gdegt werden. Da« Branntweinmonopol liegt bereit« vor. Die Folgerungen au« der Le? ‘Brüning (Lohnstcuetsenkung- toill der Mini st« entschlosien ziehen. Heb« bie *Bcr» mögenAzuwach« steuer w«de man bei der iSrbticrung her übrigen Gesetze sprechen Die Steuerrückstände betrugen am 1. April 610 Millionen, am 1. Iull 560 Millionen, davon |d mir die Hälfte gestundet, bte anderen seien» riebt bezahlt worden Die Rückstände am 1 Oktober ständen noch nicht fest In der Denkschrift bet $anfabunbe« halt der Minister tr eine besondere Gefahr bte Darlegung, al« ob untere Wirtschaft zusammen breche. Eine solche Kritik solle man schon mit Rücksicht auf das Ausland einschränken. Der Minister weilt dann verschiedene Irrtümer In der Denkschrift noch. Hinsichtlich de« .Finanzkvmmissarö" teilt « keineswegs die Auslassung der Denkschrift. Bon der Dringlichkeit der Verwaltung «- rcform fei Da« Kabinett überzeugt lieber Steuersenkungen würden Im nächst. n Monat Vorschläge gemacht werden. Sine Ausstellung her sogenannten .eingefrorenen Kredite" incrbe bei der Ctat«Beratung gegeben trerben, lieber bte Finanzierung be« Krieg«lchädenlck,lufv- gesetze« schweben noch Verhandlungen. Die 40 Millionen Rückstände an Agaren cm steuer feien nicht verloren. Reue Vorschläge für diese Steuer würden vorbereit«.
Oie neuen Bezirke für die Landesarbeiisümier.
Berlin. 2 Roo (DD.) Der Dorstand der Reichsanstalt hat heute noch vorheriger 'Anhörung der Bcrwaltungsausschüsse der aiigenblicksich bestehenden Canbesarbeitsamter und nach Benehm. ,i mit den obersten Landesbehörden die augenblicklich bestehenden 22 Landesarbeitsämter z u 13 Lan - besarbeitsämtern z u f a m m e n g e f a tzt. Den fachlichen ober bezirklichen Befonderhuten ein- i 'einer Gebiete will ber Borstand durch Errichtung oon 3roelg ft eilen oder Fachabteilungen weitgehende Rechnung tragen.
Eine Landesverrats-Astüre.
Ein -ieqirrungsrat im hexischen 3ni:cn« mirtifterium seineSAmtetzenthoben
D a r m ft c b t, 2. Roo. In Mainz wurde oon der Polizei eine Frau verhaftet, bie im verdacht stand, milden Franzosen in Verbindung ,j stehen und ihnen Spionagedienste geleistet zu haben. Bei ihrer Festnahme fand man eine Rappe mit Akten, die dielen Berdarin bestätigten. In diese Affäre verwickelt ist dcr Rk, i?- rungsrat Fuchs. Leiter der Kriminalpoftzeiad! '- lunfl im Ministerium des Innern 5u^.. -er ursprünglich Bürgermeisterei-Sekretär in Gonsenheim, 'päter Kreiswohlfahrtsinspektor in Dieburg war, wurde nach bem Umsturz als sozialbemokrat,scher Vertrauensmann in bas hessische 3nnenminnterium berufen. Er ist 40 Jahre alt, verheiratet und soll zu der in Mainz unter Spionage verdacht verhastekn Frauensperson m Beziehungen pest^nden haben. Sie behauptet jedenfalls, die bei ihr beschlagnahmten Geheimakten von Fuchs erhalten $u haben, n:s >on dem Beschuldiaren bestritten wird. Don bem für Landesverratsangdegenheiten zuständigen Reichs- gerich: wird cm Untersuchunasverfah- ren anhängig gemacht. Das hessische Innemnmiste- rium teilt die Aftäre in folgender Form mit: „Ein bei dem Ministerium des Innern be'chästigter Regieren gs rat muhte vorläufig fdnes Amtes enthoben


