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war Las Konzert des Orchesters der Stadt Barcelona (Banda Municifral de Barcelona). Das 100 Mann starke, wöhldiszipli- nierte Blasorchester, in dem so ziemlich alle Blasinstrumente vertreten sind, die es gibt, bot einen hvchi nte re santen Abend. DaS aus verkaufte Haus sparte md?t an starkem Beifall und Ehrun­gen der spanischen Künstler.

Bad-Nauheim. 2. Sept. Dor überfüll­tem Saale hielt hier Korvettenkapitän Merks, der als Befehlshaber der mittleren Artillerie auf dem SchlachtschiffKönig" die S e e f chl a cht am S ta­ge r a k in allen ihren Phasen milerlebt hat, einen hochintecc^'anten Filmoortrag über den Ver­lauf der Schlacht. Der Film, der nach den authen­tischen deutschen und englisä)en Quellen geschickt zu- famcmngefteUt ist, vermittelt auch dem Laien das Verständnis für den verwickelten Schlachtoerlauf.

Butzbach. 2. Sept. Die Vorbereitungen zu einer überparteilichen Hindenburg feier am 2. Olt ober hat der hiesige Turn- und ©frort- verein von 1845 in die Hand genommen. Er will die Veranstaltung mit seinem Abturnen verbinden und hofft auf die Unterstützung aller Vereine und der gesamten Bürgerschaft.

Ostheim, 2. Sept. Hier feiert kommenden Sonntag der Butzbacher Zweigverein der Gustav- Adols-Stistung sein I a h r e s f e st.

i Steinfurth, 2. Sept. Die jüngste G e« meinderatssihung erledigte folgende Ta­gesordnung: Die Erhebung einer allgemeinen Wertzuwachs st euer nach den ministeriellen Nichtsätzen vom 6. Juli 1927 wurde beschlossen. Dec vom Gemeinderat durchberatene Voran­schlag für 1 927 schlicht in Einnahme und Ausgabe mit einer Summe von 47 850,74 Mark ab. Der Umlagrbedarf beträgt 18 400 Mark. Unter Zugrundelegung dieser Summe wurden die Ausscl-lagssühe der- Gemeindeumlagen für 1927 wie folgt beschlossen: Es werden von je 100 Mark Steuerwert erhoben. Auf Gebäude und Bauplätze 14 Pfennig, auf land- und forst­wirtschaftlichen Grundbesitz 34,5 Pf., Sonder­steuer vom bebauten Grundbesitz 36,7 Pf., ge- werplichrs Anlage« und Betriebskapital 41 Pf., auf dos für 1925 festgestellte staatliche Gewcrbe- ertrags steu er-Soll werden von je 1 Mark 70 Pf. erhoben. Mit dem Ankauf eines Bullen auf der vom Landwirtschastskammerausschuß an» gesetzten Auktion in Ridda wird eine Kommission beauftragt

Z Steinfurth, 2. Sept. Dieser Tage wurden hier die Reichsjugendwettkämpfe von der hiesigen Schuljugend ausgetragen. Die ersten Sie­ger im Sechskampf waren: L. Agel, 113 P., S). Gering, 113 P., K. Huber, 110 P. Sieger im Dreikampf waren: L. B r o d, 77 P., Phil. Aldan, 75 P., Wilh. Philippi, 74 P. Die ersten 10 vom Hundert der Sieger erhalten die Ehrenurkunde des Reichspräsidenten, die übrigen Sieger die vom Deulfrt)en Reichsausschuß für Lei­besübungen gefiistete Urkunde.

Nieder-Roßbach, 2. Sept. Nach nun­mehr saft drei Jahrzehnten geht die Neuanschaf­fung einer Orgel für unsere Kirche der Ver­wirklichung entgegen. Dor kurzem wurde die alte Orgel, von der das Gehäuse für das neue Instru­ment verwandt wird, abgebrochen und an die Orgel­bauanstalt Förster & Nicolaus in Lich ge­sandt. Außer elektrischem Antrieb wird die neue Orgel mit den bestbemährten neuzeitlichen Einrich­tungen ausgestattet.

Kreis Büdingen.

* Aid da, 3. Sefrt. Rächsten Mittwoch findet hier imGambrinus" die diesjährige ^.'ag^.rg der Dorskirchenvereinigung statt. AtS Red­ner ist der in weiten Kreisen durch seine Dorf- zeschichren bekannte Pfarrer D. Hesselbacher in Baden-Baden gewonnen, der übetDie Seel- >rgc auf dem Dorfe" reden wird.

?" Echzell. 2. Sept. Die bereits im Vorjahre von der Postve.lvaltung geplante 11m- wandlung des hiesigen Postamts in eine Post- agentur steht jetzt bevor. Die seither hier an­geschlossenen Fernsprechteilnehmer werden jeöcn» falls dem Amt R i d d a zugeteilt werden. Die Gründe für die Maßnahme sind einmal in dem Bestreben der Reichspost zu suchen, den gesamten Fernsprechdienst von größeren Zentren aus zu leiten, zum andern darin, daß die wirtschaft­liche Entwicklung Echzells mit der benachbarter Städtchen nicht gleichen Schritt gehalten hat. Ramentlich die Bahnlinie FriedbergHungen hat viel dazu beigetragen, den geschäftlichen Verkehr abzuleiten. Mit der Auflösung des Postamts wird eine Einrichtung verschwinden, die schon in der Zeit des Thurn und Taxisschen Postwesens bestand und eine nicht unbedeutende Rolle spielte.

Kreis Schotten.

ld. Schotten, 2. Sept. Bei herrlichem Ernte­wetter begann erst dieser Tage im oberen Vogels­berg das Ei n f a h r e n des G e t r e i d e s, das trotz der langen Regenzeit auf den durch Hüte (Stürzen) geschützten Haufen kaum gelitten hat und nun trocken in die Scheuern kommt. Der obere Vogelsberg bringt seine Fruchternte weit besser ein als die im niedrigeren Vorberge, da hier fast die gesamle Sommersrucht, den endlosen Regen» fällen ausgesetzt, auf den Acckern lag, während sie weiter oben noch auf dem Halm stand und in den gegenwärtigen Sonnentagen abgeerntet wird. An den hcckenbewachsencn Rainen der Vogelsberger Gemarkungen reisen eben in Hochsommerglut die Brombeeren zu köstlicher Süße und werden von fleißigen Sammlern, die nicht immer zur Freude der Grundbesitzer, die Felder durchstreifen, eingeheimft. Bedauerlicherweise ist der diesjährige reiche O b st s e g e n unserer Gegend von wenig schönem Aussehen und wird dadurch sehr an Verkaufswert einbüßen. Durch rechtzeitiges Be­spritzen der jungen Früchte könnte dem Schalenbe­fall entgegengewirkt werden. Da in unserer Gegend nur kleine Öbstzüchter zu finden sind, dürfte sich gemeinschaftlicher Bezug von Obstbaumspritzen emp­fehlen. Es wäre eine lobenswerte Ausgabe für die in vielen Dörfern bestehenden Ortsgruppen des Obst- und Gartenbauvereins, wenn diese im Bezug und in der Verwendung von Obstbaumspritzen bahn­brechend vorangingen.

Gedern, 2. Sept. Infolge einer Eingabe der hiesigen Bürgermeisterei, sowie des Vorsitzenden der hiesigen Ortsgruppe des Land­bundes Wilhelm Birx über Steuernach­laß wegen der 11 n w e 11 e r sch.ä d en fand gestern ein Gemarlungsrundgang statt, an dem ein Vertreter des Finanzamts Ridda teil» nahm. Es wurde hierbei einwandfrei festgestellt, daß im Durchschnitt 80 Prozent der Kör­nerernte sämtlicher Getreidearten unbrauchbar ist. Rach dem Rundgang fand noch eine Besichtigung des bereits eingefahrenen Getreides in den Scheunen einzelner Landwirte statt. Auch hier wurde derselbe Prozentsatz an

Schaden festgestellt. Verschiedene Stichproben während des Ausdrusches bestätigten wiederum diese traurige Tatsache. Die anwesenden Land­wirte, der Vertreter des Finanzamtes, sowie die Kommission der Stadt Gedern gewannen die lleberzeugung, daß die Körner durchweg geleimt waren. Hilfe f eilens der Regierung ist dringend am Platze, mehr noch als bei Hagel­schlag.

=.= Glashütten, 2. Sept. Für die Reuwahl eines Beigeordneten un­terer Gemeinde ging nur ein Wahlvorschlag, lautend auf Friedrich Erk III., ein. Erk gilt somit nach der neuen Landgemeindeordnung als gewählt. Der Gesangverein .Sängerlust" ehrte den Reugewählten durch ein Ständchen, nach­dem vorher der übliche Baum geweht toerben war. Der Beigeordnete dankte allen für die erwiesenen Ehrungen. Es ist erfreulich, daß unserer Ge­meinde diesmal ein Wahlstreit erspart b.ieb.

* Freienseen, 2. Sefrt. Freienseen darf für sich in Anspruch nehmen, eine der statt­lichsten und geräumigsten Kirchen unserer engeren Heimat zu besitzen. Trotz allem bot sich bisher dem Besucher, der die Kirche durchs Hauptportal betrat, ein wenig erfreuliches Bild, da der im gegenüberliegenden Chor auf- gestellten Orgel die während der Kriegsjahre zur Ablieferung gelangten Prosfrektfrfeisen fehlten. Diese konnten erfreulicherweise vor kur­zem ersetzt werden. Richt nur das Aeußere des unter Denkmalpflege stehenden Werkes kommt damit zur vollen Geltung, auch die Fülle der Töne erfährt eine wesentliche Bereicherung. Wei­tere Reparaturen sind vorgesehen, um das im Barockstil erbaute Orgelgehäuse zu erhalten. Richt unerwähnt möge bleiben, daß auch das Bild des Kirchhofes durch Ausrichtung der beschädigten Ilmfassungsmauern und durch Anpflanzungen freundlicher gestaltet wurde. Wiederum kamen auch in diesem Jahre die Reichsjugend- Wettkämpfe der Schulen des Bezirks Lau­bach in unserem Orte zum Austrag. An den Wettkämpfen beteiligten sich 90 Knaben und zum erstenmal 29 Mädchen. Geturnt wurde in zwei Altersstufen. Für jede Gruppe war ein Vierkampf, bestehend aus Lauf, Weitsprung, Ballweitwurf und Freiübung vorgeschrieben. Es wurden recht beachtenswerte Leistungen erzielt, ein Beweis für das Interesse und die BeliMheit, deren sich die alljährlichen Wettkämpfe erfreuen. Aus der Sie­gerliste: 1. Altersstufe. Knaben. 1. Ernst Lau­ster, Freienseen, 73 P.; 2. Wilh. Bachmann, Laubach und Hch. H i s s e r i ch, Groß-Eichen, 70 P.; 3. Ernst Kreicker, Laubach, 69 P. 2. Altersstufe. (Dorklasfe.) 1. Karl Wißner, Freienseen, 76 P.; 2. Ernst Willa, Rupperts­burg. 72 P.: 3. Reinhard Mölcher, Larden­bach 69 P. Schülerinnen. 1. Altersstufe. 1. Marie Walter, Freienseen, 65 P.; 2. Auguste Kel­ler, Freienseen, 60 P.: 3. Marie Fischer, Groß-Eichen, 59 P. 2. Altersstufe. (Dorklasse.) 1. Frieda Peter, Laubach, 83 P.; 2. Erna Leidner. Laubach, 81 P.; 3. Minna Kauß, Lardenbach, 66 P.

Kreis Alsfeld.

Oe* Alsfeld, 1. Sept. In große Erregung wurden heute früh unsere Bewohner versetzt durch einen Vorfall, bei dem fast wie durch ein Wunder keine Menschenleben zu Schaden kamen. Als eine Schulklasse der Stadtschule, die zu einem Schulausflug ausrückte, gerade vor

dem Hose des Dachdeckermeisters R ö ß n e r mar­schierte, raste ein mit einem Wagen bespanntes, scheugewordenes Pferd in die kleine ©cfrar hinein, die schreiend nach allen Seiten auseinander stob. Dem beherzten Lehrer, dec sich dem Pferd cntgegcnftelltc, gelang es, das Tier aus der Richtung abzulenken, worauf es um den Ludwigsplatz weiter raste. Dachdeckerme'.ster Otto Röhner, der sich nun dem Tier entgegenwarf, um es zu halten, wurde dabei überfahren, ohne jedoch zum Glück ernstliche Verletzungen zu erleiden. Erst vor dem Anwesen deS Händ­lers Gorsler am LudwigSvlatz gelang es, das aufgeregte Tier zum Stehen zu bringen. Die geängstigten Kinder waren in große Aufregung getanen, und erst, nachdem sie von dem Lehrer beruhigt worden waren, konnte der Schulausslug fortgesetzt werden.

Rheinhessen.

Lpd. Mainz, 2. Sept. Gestern abend waren auf einem Dreschacker bei Oberolm die dort lagern­den F r u ch t h o u f e n an einer Stelle in Brand geraten. Das Feuer griff mit rasender Schnel­ligkeit auf sämtliche Fruchthaufen über (etwa 1500 Stück, die vollständig vernichtet wurden. Die Ursache des Feuers konnte noch nicht festgestellt werden. Der Schaden ist ziemlich groß.

* Worms, 2. (Sefrt. Die Vorbereitungen zu der vom 10. bis 13. September stattfindenden 400-Iahrfeier deS Gymnasiums sind in vollem Gange. Die Anmeldungen sind in un­erwartet großem Umfang eingegangen, selbst aus fernen Gegenden unseres Vaterlandes. Wer am Feste noch teilzunehmen beabsichtigt und mit der Anmeldung im Rückstand ist, tut gut, sich sofort zu melden. Wegen des großen Andranges muh die Festleitung bereits jetzt darauf Hinweisen, daß Familienangehörige an dem Kommers wegen Platzmangels nicht teilnehmen können.

Sprechstunden der Redaktion.

12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittags. Samstag nachmittag geschlossen.

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