Nr. 206 Drittes Blatt_____________Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oderhefsen) Samstag, 3. September 1927
■BMB».e mH ' MU—.jMirnn-Mlg III ll I I iht— -'-«1
Wandern und Reifen Bäder und Sommerfrischen
Dithmarschen.
Don Else Frobenius.
Mehlbeufel.
..Kennen Sie schon Mehlbeutel?" fragten mich die Dithmarscher Freunde, die ich in Lunden (an der Bahnstrecke Hamburg—Heide—Husum) besuchte. Meine verneinende Antwort hatte zur Folge, das) am nächsten Tage dieses Nationalgericht ter Dithmarscher auf dem Mittagstisch erschien: Sin grober, süßer Kloß, mit viel Eiern, Mehl und Rosinen bereitet und in eurem Beutel gekocht. (Die moderne Küche nennt es „au bain marie".) Dazu wurden zerlassene Butter und Streuzucker gereicht. Der Hausherr, ein Dith- marsche alten Schlages, genoß ihn mit Sirup und hatte sichtlich seine Freude an der schweren gehaltvollen Speise. Suppe gab es an diesem Tage nicht: nach dem Mehlbeutel kam der Fleischgang, — — fetter, saftiger Schweinebraten.
Am nächsten Tage gab es die landesübliche „rote Grütze", die mit kalter süßer Milch gereicht wurde, — auch sie vor dem Fleisch ... Man muh in Dithmarschen seinen Magen umstellen, um mit dem gesunden Kraftmenschen Schritt zu halten, von denen es bei Hebbel heißt:
„Lind ich, ich bin aus dem Lande,
Wo man die zinnernen Krüge vor Zeiten, wie ’e erne Schläuche, So mit den grimmigen Fäusten zusammen- drückle u-'d quetschte, Daß das verschüchterte Bier die Decke bespritzte und Löcher Machte, als käm's aus der Büchse."
Der Marschenhof.
Weithin dehnt sich die Marsch, — eine flache grüne Scheibe, von lichtem, silbergrauem Dunst umhüllt. Wie eine Insel ragt der Marschenhof aus ihr auf. Ein langgestrecktes weißes Haus mit tief herabhängendem moosigen Dach unb grünen Türen, von einer Gruppe hoher, wind- gebeugter Linden umgeben. 3m Giebelende die Wohnung des Marschbauern. Moderne Salons, mit Plüschmöbeln und kostbaren Spiegeln und Teppichen eingerichtet. Ein Flügel fehlt nicht. 3m großen Speisesaal altertümliche Mahagonischränke. Bor den Fenstern rot blühende Rosen auf grünem Aasen.
Unter dem gleichen Dach, nur durch einen Gang mit Ziegelfußboden von den Wohnräumen getrennt, befinden sich die Ställe und Scheuern. 3n Hochständern unter mächtigen schrägen Dachbalken Stroh und Heu. 3n den Biehställen lange Reihen braun gefleckter Rinder und glänzende Pferde sowie fett gemästete Schweine. Der reiche Marschbauer fährt im Auto in die Stadt, um dort sein Vieh zu verhandeln, das auf den fruchtbaren Marschwiesen zum Mastvieh aufgefüttert wird. Er nimmt in seinem persönlichen Geben teil an allen Errungenschaften moderner Zivilisation, hält aber gleichzeitig an den Sitten seiner Bäter fest, die Mensch und Tier unter einem Dach unterbrachten. Der enge Zusammenhang aller Lebewesen, der im Urgründe der Natur liegt, ward hier noch nicht gelöst.
Uhlen und kreyen.
Die Marschbauern sind ein hochgewachsenes Geschlecht mit lichtblonden Haaren und versonnenen Augen. Dabei gute Händler und tüchtige Geschäftsleute. Begegnet man einer Schar Kinder, so sind es lauter Blondköpfe, viele mit silbrigem Lockengckräusel über den gewölbten niedersächsischen Stirnen. Die vornehmen Marschbauern, die auf 3ahrhunderte alte Geschlechter zurückschauen, werden im Land die „Uhlen" (<3ulen)_ genannt. Auf der Geest, dein sandigen Dünenrücken, der im östlichen Teil Dithmarschens von Norden und Süden zieht, wohnen die „Kreyen" (Krähen), die Häusler unb Handwerker, ein unruhiges Geschlecht. Ein Geesthof bietet nicht den über» quellenden Reichtum des Marschenhofes. Sand unö Heide müssen mit Mühe urbar gemacht werden, wenn man ihm Korn abgewinnen will. Niemand hat den Gegensatz zwischen Marsch und Geest so anschaulich dargestellt, wie Gustav Frensfen, der Dithmarscher Dichter in seinem „3örn Uhl".
Auf der Geest steht der Wald, der einst das Land gegen die Weeresflut schützte, lange bevor das fette Marschenland ihn durch unermüdliche Arbeit abgewonnen war und feste Deiche es gegen den „blanken Hans", die hemmungslos herein- brechende Flut, schützten. Klaus Groth singt:
„Oppe Geest is bat lustil All Dag oppe 3agbl Dat Hart springt as'n Hund, wenn die Knapp- büffen kracht!
De Has' schütt koppheister, bat Blot spritt in Snee,
De Dom schütt den Griskopp, as de em bat weh..."
heimatliche Dohnkunsl.
3n einem spitzgiebligen Hause in Lunben, dessen Wände mit blauen Schnörkeln bemalt sind, hat der Tischler seine „Werkstätte für heimatliche Wohnungseinrichtungen" aufgeschlagen. Niemand weih so gut im Lande Bescheid wie er. Auf den Höfen in Marsch und Geest kauft er
alten Hausrat auf: Truhen, deren Bretter er in Ställen und Tennen zusammensucht und die et dann kunstgerecht aneinanderfügt unb neu auf- Poliert, daß man staunend vor einem Kunstwerk mit altfriesischem Schnitzmuster steht: schwere kastenartige Schränke aus Eichenholz und Mahagoni mit geschnitzten Füllungen: Stühle mit Binsensih, gedrehten Füßen und reich verzierter Rückenlehne. Pesel, ganze Zimmereinrichtungen nebst Wandbekleidung und in die Wand eingelassenen Bettkästen, in denen es uns heute an Luft zu mangeln scheint, mit Anrichten, Schränken, schweren Tischen und Stühlen.
Das Haus des Tischlers ist wie ein Gedicht. 3m Wohnzimmer stehen unter einer blau-rot gestrichenen Decke Eichenschränke mit massigen Knäufen in reichern deutschen Barock. Die Stuhllehnen sind mit altfriesischen Mustern geziert. Kissen mit Meldorfer Webereien bedecken die Sitze. Sein neuester Fund, ein blau angemalter Barockpesel, wird gerade in einem Nebenraum ausgestellt. Sind die Sachen erneuert, bann verkauft er sie. Fast täglich halten Kraftwagen, die von weit herkamen, vor seiner Tür. Der Tischler ist weit und breit bekannt. Er hat ein streirges Stilgefühl, und auch die neuen Arbeiten, die er liefert, sind in den schweren wuchtigen Linien der Dithmarscher Dauernkunst gehalten.
Mittelpunkt der Heimatkunst ist Meldorf, wo in den Dithmarscher Museumswerkstätten nach alten Mustern Decken und Kleiderstoffe von unerhörter Farbenpracht gewebt werden. Das Museum Dithmarscher Altertümer gibt Einblick in eine bäuerliche Wohnkultur, die nicht ihresgleichen hat. Der Pesel des Marcus Swhn, ein Wohngemach mit eichengeschnihten Wänden und Schränken und Prunwetten unter geschnitztem Baldachin, hätte in jeder Fürstenburg stehen können. Mit Recht sagt ein landläufiges Wort:
„De fit gegen Dithmarsen fetten will, de stelle sik wol to *25 er en I
Dithmarsen, bat schölen Buren fin?
Et mögen wol wesen Herren!"
Dithmarscher Dichter.
3n Wesselburen stand die Wiege Friedrich Hebbels, des großen Dramatikers. Seinem Andenken ward von dankbaren Wesselburener Bürgern das „Hebbel-Haus" gewidmet. 3m Hebbel-Museum sieht man ein Modell der alten Stadt mit dem merkwürdigen zwiebelgedeckten Kirchturm, der an die Herrschaft der russischen Gottorper erinnert, und mit den langen Straßen mit einstöckigen, spitzgiebligen Häusern. Daneben eine Nachbildung des strohgedeckten Maurer- Hauses, in dem Hebbel aufwuchs. Hunderte von Atten, die er als Schreiber der Kirchspielvogtei geschrieben Eine Fülle von Handschriften, Bildern und wertvollen Erstdrucken, mit großem Fleiß von seinen Freunden und der Hebbelgemeinde zusammengetragen. Ein Heimat- unb Hebbelmuseum zugleich.
3n der Kreisstadt Heide ist noch daS Geburtshaus Klaus GrothS unverändert erhalten, — mit altertümlichem Hausrat eingerichtet. Sein Vater war Bäcker und man steht noch die „Mehlstube", die am HauSgang mit dem roten Ziegelboden liegt. Ein Weinstock umrankt den grünen Giebel. Alte Stammbücher unb Handschriften liegen aufgeschlagen auf den Tischen. Klaus Groth war der Lyriker Dithmarschens, der sein „Ländeken" unermüdlich besungen hat:
„Denn glänz as Sülwer unenbli bat Meer...
iln flö un ebb heraf:
Hn klingt bat deep as Klocken darher ...
Hör to! denn brüt bat Has!...
Nu blenkt wul be Dau op Wischen unb Holt...
iln dusti fteit be Saat,
iln Du liggst still, du Ländeken stolt ...
3n all bin Pracht un Staat."
heiht es in dem Gedicht: „Min Daderland".
Groth, Hebbel, Frenssen, — jeder auf seine Art, haben uns die Menschen Dithmarschens sehen gelehrt. Man durchschaut sie schwer in ihrem merkwürdigen Gemisch von Härte und Weichheit, von Verschlossenheit und Leidenschaft. Man fühlt jedoch bald, bah sie unlösbar mit ihrer Heimat verbunden sind, viele von ihnen wie diese: „still, grot, swiegsam".
Ottobeuren.
Bon ällm, der alten Reichsstadt, fuhren wir südlich Die Hitze, sich in die farbenreichen, sommerlichen Tagesstunden dehnend, überstürzte qualvoll unsere Reise. — Dann tat sich plötzlich gegen Abend das langgestreckte Ottobeuren an der fischbelebten Weftgünz mit seinen weißen, freudigen Häusern, auf ewigen Sommer eingestellt, unb mit seinem ungeheuren Klosterbau, überragt von der erhabenen Klosterkirche, vor unsren Augen auf.
Ein wundervolles Dorado, ein Traum vom Rausch des Rokoko. Wir streiften den Wanderer und das materielle Dasein ab und überliehen uns ganz den Wundern unb Triumphen erfüllter Phantasie, die das 3uwel des Rokokobaues uns hier zunächst vermittelte.
Die Abtei wie ein Fürstensitz in den satten Tristen des Vorallgäues versteckt und sch inbar der großen Welt unbekannt, ist eines der ältesten Denediktinerklöster Deutschlands. Der Barock der neueren Anlage, die Fülle ihrer Historie, auf Karl den Großen zurückführend, wächst ins Grandiose. 3n dem Kloster liegt die Romantik grauen Mittelalters verborgen. Die großartige Kirche aber, das schönste deutsche Gotteshaus aus der Mitte des 18.Jahrhunderts, ist ein Denkmal großsinnigen Baueifers und Schaffensfreude der Baumeister des Rokoko. Die herrlichen Ginien- rhythmen und Farbenskalen der Stukkatur- und Dildhauerarbeiten übertragen spielend dem Beschauer ihre 3mpressionen. Die zwei Orgeln, zu beiden Seiten des Hauptaltars installiert, sind die größten deutschen Instrumente dieser Art, an Klangfülle und Schönheit meertief ausgreifend. Das Chorgestühl unter den Orgeln bedeutet den künstlerischen Höhepunkt der Kirche unb vielleicht der deutschen Rokoko-Schnitzkunst überhaupt.
Dank dem mönchischen Sammeleifer finden wir in dem Kloster eine ungeahnte Fülle an Kunstwerken. 3n zwölf großen Sälen, Treppenaufgängen, großen Kreuzgängen, haben die Benediktiner ein Kunst- unb Naturhistorisches Museum zusammengestellt, wie es seinesgleichen sucht. 3n erlesenen Stücken sind neben Faunen und Floren, Antiquitäten wie Kupsersttche. Keramiken, Kostüme, Waffen, Rüstungen, Holzskulpturen, Teppiche, Gewänder, Schnitzereien, heraldische Stücke, Gemälde, liturgische Geräte, alte Hausapotheke sowie alchimistische Geräte, alte Haus- les andere mehr zusammengestellt. Das Stift war der Mittelpunkt eines vielseitig entwickelten KunstlebenS.
Ottobeuren ist ein großer Eindruck, räumliches Einspannen gewaltiger Zeitperioden, Filtration der Kunst, Vergessen großen Weltgeschehens. 3st Symptom des Ewigen, künstlerische Gesundung unb Qiebe zum Schönen, überstrahlt vom Sinn des Rokoko und den wundervollen Fresken Amiconis. —z.
Neisswinke.
Rheinfahrten im Herbst.
Nach dem etwas reichlich feuchten Sommer erwarten wir einen schönen, sonnigen Herbst. Gerade diese Jahreszeit ist geeignet, den Zauber der Rheinlandschaft auf sich wirken zu lassen. 3eder, der bisher einen Rheinausflug wegen des unbeständigen Wetters immer wieder hat verschieben müssen, der sollte sich nunmehr das Erlebnis einer herbstlichen Rheinfahrt verschaffen. Zur Derichttgung der vielfach bestehenden Ansicht, daß mit dem Ende dieses Sommers auch die Rheindampfsch-iffahrt eingestellt würde, sei hier mitgeteilt, daß bis in den Oktober hinein ausreichende Fahrgelegenheiten bestehen. Die „Köln-Düsseldorfer Rheindampfschiffahrt" hat b s- her lediglich die Einstellung der Expreßfahrten ab 11. September bekanntgegeben. Der sonstige Fahrplan bleibt also bis auf weiteres bestehen. Weitere Einschränkungen sind erst gegen Ende September vorgesehen.
TaS Bergische Land.
Die zwischen Sieg unb Ruhr ausgedehnten bergischen Höhen bilden eine Fortsetzung des Gebirges im westfälischen Sauerland und haben ihren Namen von dem Herzogtum Berg erhalten, daS seine Grenzen freilich einst südwärts bis zum <5iebenge6irge verschob. Gleich vielverästelten Zweigen eines Stammes laufen zur Sieg die meisten Bäche des oberbergischen Gandes, von denen die größten, ebenso wie die nordwärts ziehende Wupper, in einem mit seinem höchsten Kuppen bis zu 500 Meter auf steig enden Waldgebirge an der westfälischen Grenze entspringen. Ein herziges Gand ist das von langgestreckten, nebeneinander herlaufenden Höhenrücken unb lieblichen waldreichen Tälern durchzogene Ober- bergische. Eine Sammlung anmutiger 3dyllen mit weitzerstreuten Ortschaften, schmucken Einzelhäusern, wohlbestellten Gärten und Feldern, unb ein Gand unermüdlichen, zähen Fleißes ist auch das Niederbergische. Als eine einzige, von Waldstücken, Gärten Feldern unb überaus anmutigen Tälern burchsetzle Groß stabt möchte man das von einem dichten Rehe der Verkehrswege bedeckte, von gewaltiger Textil- und Stahlindustrie beherrschte Gebiet in dem großen Wupperbogen und bis zur Ruhr hin bezeichnen: Elberseld- Darmen, Solingen und Remscheid deren Kernstücke, und die übrigen zahlreichen Städte deren Bor- und Außenorte nennen, wenn nicht immer wieder weltfern erscheinende Gandschafts- und Talidhllen sich zwischen die weitzerstreuten dörflichen unb städtischen Siedlungen schöben und den Gärm der Fabrikorte, das ganze unglaubliche Arbeitsleben vergessen ließen.
Bon Hameln nach Porta mit dem Dampfer.
RDV. Seit kurzem verkehrt an Sonntagen regelmäßig ein Dampfer weserabwärts von Hameln nach Porta. Der Dampfer verläßt Hameln um 9 21hr, so daß auch noch die Reisenden, die aus der Umgebung mit den Frühzügen
nach Hameln kommen, ihn bequem erreichen. Die vielen Ausflugsmöglichkeiten, die die alte Rattenfängerstadl ihren CBcriidxrn bietet, haben durch diese Fahrten eine Bereicherung ersah rem Die Fahrt auf diesem Teil der 'Weser mit Ausblicken auf Süntel, Hohenstein und Wescrgebirge. vorbei am Stift Fischbeck, am Schloß Schaumburg, dem malerischen Rinteln, Toure dem K öfter Möllenbeck und dem Renaissanceschloß Dahren- holz steht der beliebten und viel unternommenen Fahrt von Hannovcrsch'Mündcn bis Himeln an Reiz nicht nach. Die Ankunft in Porta erfolgt um 15.30. Bis zur Dü> fahrt mit der Dahn ist genügend Zeit zum Besuch des Denkmals b.r Porta-Westfalica: zum Besuch Mindens, auch Bad Oeynhausens bietet sich ebenfalls noch Gelegenheit.
Gotthard-Pullmann-Cxprck.
Für die Benützung des vom 1. September 1927 an verkehrenden Luxuszuges („GotthardPull- mann-Cxpreß", Ba el S. D. D.- Zürich - Mai and unb umgekehrt) ha. en bie Reifenden neben Billetten 1. ober 2. Klasse mit Schnellzugszuschlag besondere Zuschlagsbilette der 3nterna!io- nalen Schlafwagen-Gesellschaft zu lösen. Diese Zuschlagsbillette können entweder bei den Agenturen der genannten Gesellschaft oder, sofern verfügbare Plätze noch vorhanden sind, auch im Zuge selbst beim Kondukteur der Schlafwagen- Gesellschaft gelöst werden. Seitens der S. B. B. wird ein besonderer Zuschlag für die Benützung dieses Zuges nicht erhoben. Die von der 3nter- nationalen Schlafwagen-Gesellschaft zur Erhebung gelangenden Zuschlagstaxen stellen sich bis auf weiteres wie folgt in Schweizerwährung: Basel— Luzern 1. Klasse 2 85 Fr.. 2. Klasse 1,90 Fr.: Basel—Lugano l.Kl. 9.85 Fr., 2. Kl. 6,60 Fr.: Basel—Mailand l.Kl. 15,50 Fr., 2. Kl. 11,20 Fr.; Zürich—Lugano l.Kl. 7.55 Fr.. 2. Kl. 5,05 Fr.: Zürich—Mai la ick) 1. Kl. 14,35 Fr., 2. Kl. 10,55 Fr. Bei Borausbestellung der Plätze bei den Agenturen der 3nternationalen Schlafwagen-Gesellschaft wird außer den vorgenannten Zuschlagstaxen noch eine Vormerkgebühr erhoben.
Wanderfahrten.
Fronhausen — Gladenbach — Marburg.
Von Fronhaufen wandern wir ohne Wegezeichen auf fester Straße an Oberwalgern vorbei über einen aussichtsreichen Höhenrücken in das obere Salzbödetak, das reizende Landschasts- bilder bietet. An der Salzböde entlang geht b.r Weg durch Damm, Lohra und Mornshausen nach dem schmucken, von schönen WaldH hon umgebenen Städtchen Gladenbach, wo gute Gasthäuser sind. Der Weitermarsch erfolgt nunmehr roten Strichen nach über den Kircyberg. von dessen Gipfel man einen entlüdentkn Runvvlick auf die Hinterländer Berge, Dörfer und Wälder genießt. Durch eine hübsche Landschaft kommen wir über Rüchen- bach, Allna nach Hermertshausen, wo wir das seitherige Wegezeichen verlassen, um blauen Kreuzen zu folgen, die uns nach der idyllisch gelegenen gastlichen Dcnmnühke führen. Dem Zeichen weiter gehend, erreichen wir nach einem kurzen, träftigen Anstieg auf einen Höhen weg mit prächtigen Blicken in der Nähe des Dellhofs die Landstraße, die unS zu unserem Endziele Marburg nach fünfstündiger, schöner Wanderung bringt.
Laubacher Mold — Seenbochlal — Oberwald — hoherodskopf — Scholien.
Wir fahren über Mücke nach Stak. Gaubacher Wald und wandern zunächst ein Stück nordwärts ohne Markierung. Nach kurzer Zeit treffen wir rate Kreuze, denen wir folgen, um sie bei der Schreinersmühle wieder zu verlassen, ba uns nunmehr blaue Dreiecke (es ist dies die von Gießen kommende Markierung) führen. Wir gehen nun dem lieblichen Seenbachtal auswärts am Oberseener Hof, dem Petershainer Hof (einfache Bewirtung) und dem Gudwigsbrunnen (herrlicher Blick) vorbei auf aussichtsreicher Straße an den Hängen der Seifrüder Hohe entlang bis zur Poppenstruth, wo wir den Oberwald erreichen. Hier treffen wir das rot-weiße Band, dem wir jetzt folgen und in mäßiger Steigung am Schutz- haus Charlottenhütte vorüber auf den Hoherodskopf gelangen. 3m Klubhaus gute älnteriunft. Zum Abstieg wählen wir grüne Ringe, bie uns über Breungeshain unb Michelbach nach unserem Endziel Schotten bringen. Dauer der Wanderung etwa 5y2 Stunden.
Aus dem AmtsverkÜRvigungsblatt.
* Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 64 vom 2. September enthält: Beiträge zur Staatlichen Betrieb-krankenkasse. — Einrichtung einer Musikberatungsstelle. — Dienstnachrichten.
Mr RedQtzNon.
2D. Sch. in G. Wir verweisen Sie auf Nr. 7 unserer „Heimat im Bild" vom 13. Nov. 1924.
23.15. Auskünfte über die Güte und den Preis von Waren erteilen wir nicht. In den einschlägigen Geschäften werden Sie gern Ausschluß erhalten.
Bei Nieren-, Blasen- und Frauenleiden, Harnsäure, Eiweiß, Zucker
1926: 16300 Badegäste.
<MiHun(toL ^fcfcnfliQUßtfe
Schriften und Nachweis billigster Bezugsquellen durch die Kurverwaltung
Bad Wildungen nins.
Illlllllllllllllllllllllllllll
Kloster Arnsburg
bei Lich
3893D
bild
5764D
Illlllllllllllllllllllllllllll
Interleren bringt Gewinn
Idyllisch gelegener Ausflugsort mit bester Verpflegung in der Klostermühle. Autoverblndung ab Gießen - Ludwigs- platz täglich 8U0 vorm. unb l16 nachm.
Verpflegung aus eigener Landwirtschaft Pensionspreis Mk. 5 —
Der Auto-Omnibus verkehrt ab .Rhein- gold*. Ludwigstraße 6, um 8.00,1.15 und 6 Uhr bis zum Fuße des Schiffenbergs, um 4 Uhr bis auf den Schiffenberg.
ßslseg'üad HeiWti. Pension Seestern, direkt am Wasser. Gure Verpflegung Preise: Juni 4 Mk., Juli 4.75, Aug. 4.50.
Bad Homburg
KurpenRion Villa Hildegard
Kuranlaae 2 Telephon 78
Eigener Waldgarten, Dovpel-Türen, in der Nähe der Quellen, ersikl. Verpflegung, aus Wunsch Diät. Pension 6—9 Mk. ^sl
Luftkurort Waldeck
OeJefien m der trötjten Talsperre Europas d. Sciiiofc Waldeck
Hotel und Kurhaus Höhle
Fernruf 40 Bes.: Friedl. Höhle Fernruf 40 Erstes Haus am Platze. Neuzeit! einger. Elektr. Licht, Zentralheizung. Bäder Im Hause. Gro&er Parkettsaal. Bl erhalle mit Frühstückstube. Eig. 6 sitz. NAO-Wagen sowie Luxus-Fuhrwerk. Gr. Autohallen u. Tankstation. Empfehle mein Haus zur Nachkur zum her; bges. Pensionspreis v. 4 Mk. an elnschL Zlm. und Nachm.-Kaffee mit Gebäck bei reichlich guter Verpflegung. ' 7777V
MHonckirg o. d.H./Villa Mctkor Kurvension direki am Slurbau8 unb Park. Vorzügliche Verpflegung, auf Wunsch Diät. Sonnenseite Veranden, nabe den Quellen. Pension Mk. 5.50 bis Mk.!).— Prosp. frei. Tel. 125. — Besitzer: Emil Reuter, [nssaj
ßprilflphl 450m liri? M^chönewaldr. 4/friviivm Gegend, hübsche Badegely. Gasthaus „Zum weißen W
Pension mtt räglich 4 Mahlzeiten Mk. 4.- Eigene Metzgerei. 6640V Bes.: Heinrich Both. Tel. 29.
iiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii
AusnMuulkl ins Berggarten- baus.Oberlborstr.2l 3 MorgenGarlen mit Terrasse, wundervoller Hvhenblick aus Burg Schadeck und Runkel. Wochenende billigst, Zimmer mit Pension, Kaffee, Kuchen. Wein u. Bier. Klavier, Radio, Konzerte. Vereine und große Gesellschaften Voranmeldung. Telephon 36. <U0D llllllllllllllllllllllllllllllllllll
BADTOLZ
in den Bayer. Alpen 7M8ss Deutschlands größtes Jod-Bad bei Arterienverkalkung, Nerven-, Stoffwechsel- und Frauenleiden.
Ab 11. September wird Kurtaxe um 50’/, ermäßigt — Ganzjährig geöffnet
Sommerfrische So« Meutert Telephon 183 Schönster Ausflugsort Gießens
Historische Stätte aus 1129 Reizender Blick von d. herrlich gelegenen Terrasse auf das prächtige Landschafts-


