Einzelbild herunterladen

den wirtschaftlichen Wohlstand des gesamten deutschen Volkes und aller seiner Schichten zu heben.

Dieser Wohlstand müsse aber nach ehernen öko­nomischen Gesetzen von der Volksgesamt­heit für die Volksgesamtheit erkämpft werden. Nur wenn pa& Trennende zwischen den einzelnen Derufsgruppen des deutschen Volkes den Hintergrund treten und vor allem bei wirtschaftlichen Fragen nicht die Partei­politik, sondern die wirtschaftliche Ver­nunft entscheiden würde, sei für Deutschland die Möglichkeit eines Wiederaufstiegs gegeben. (Star­ker Beifall.)

©sorg Müller-Oerlinghausen führte sodann in einem interessanten Vortvage über das Thema

Deutschland auf den Weltmärkten" u. a. aus, daß die Aufrechterhaltung der Aus­fuhr an Fertigfabrikaten größeren Schwierigkeiten als je zuvor begegne. Leichter habe sich dagegen die Ausfuhr an Noh- und Halbstoffen aufrecht­erhalten lassen. Einen außerordentlich geringen Anteil an der Ausfuhr habe nach wie vor eine so wichtige Produktion wie die der Nahrungs­mittel. Auch rein geographisch bewege sich unser Außenhandel in anderen Bahnen als früher. Hierfür sei einerseits der Krieg und seine Ab­sperrung maßgebend, andererseits die infolge des Krieges veränderte Landkarte Europas und der Kolonien. Aber auch die bereits um die Jahr­hundertwende eingeleitete Industrialisierung, die ganz unabhängig vom Krieg und nicht ohne unsere fleißige Mitwirkung einsehte, komme jetzt erst reeyt zur Geltung. Betrachte man die Erd­teile, so finde man dabei einige Gruppen, m denen die Ausfuhr wenigstens nominell leichte Steigerungen aufweist, wie Nordamerika und La­teinamerika. Einen leichten Fortschritt könne man in Afrika verzeichnen, eine ganz entschei­dende Steigerung aber in Asien.

Schon lange hätten wir unseren Ruf als Land der billigsten Erzeugnisse eingebüßt, wir stän­den sogar im Begriff, als teuer verschrien zu werden, und, wenn wir es offen geständen, die Verhältnisse zwängen uns dazu, teuer zu sein.

Desto mehr hätten wir uns aber zu be­mühen, das denkbar Beste und Vollkommenste zu liefern, um als zuverlässige Lieferanten zu gelten. Die Grenze der Qualitätsleistung sei der Preis, den die sremde Volkswirtschaft für eine Ware zahlen will. Es sei ein großer Trugschluß, zu glauben, daß die Qualität allein für den Er­folg entscheidet. Im Gegenteil werde jeder Ken­ner des Exports bezeugen können, daß sür einen ungeheuren Teil der Käufer überhaupt nur der Preis entscheide, für den eine äußerlich wenig­stens Halbwegs ansehnliche Ware zu haben ist. Wir könnten zwar bei unserer Lage auf den Massenabsah, der sich neben oder gar gegen den Qualitätsbegrisf entwickelt, nicht verzichten. Aber wir müßten eben, solange diese Verhältnisse an­dauern, uns bemühen, innerhalb des ge­gebenen Preises das Beste zu lei st en, was denkbar ist. Der Zwang wird unser bester Lehrmeister sein. Ein aufnahmefähiger Binnenmarkt sei die erste Vorbedingung für einen fruchtbaren Export überhaupt. Unsere Handels- polittk müsse deshalb mit ganz besonderer Sorg­falt auf diejenige Mittellinie eingestellt werden, welche den für beide Teile, Binnenmarkt und Ausfuhr, zugleich besten Erfolg verbürgt. Die Rückkehr wirtschaftlicher Ver­nunft in das Gebaren der Völker und die Be­seitigung der ihr hohnsvrechenden Lasten und Barrikaden müsse zu gleicher Zeit am Wieder­ausbau eines glücklicheren Europas arbeiten. An uns aber liege es, der Schrittmacher dieser Ver­nunft zu sein, indem wir mit zäher Beharrlich­keit bemüht blieben, auf allen Gebieten mit Be­scheidenem Bestes zu> leisten. Der Redner schloß mit den Worten:Vergessen wir nicht, daß wir Qualität nur von Menschen zu erwarten haben, die selber den Qualitätsbegriff in sich ver­körpern."

Der Auftakt.

Dorausgegangen war der Mitgliederver- samsilung eine von etwa 400 Personen besuchte Sitzung des Hauptausschusses, in der nach Erledigung geschäftlicher Angelegenheiten Prof. Dr. Riebensalm von der Technischen Hoch­schule in Charlottenburg einen Vortrag über Wirtschaft und Kultur" unter besonderer Be­rücksichtigung des Dildungswesens hielt. Senats- Präsident Dr. Becker vom Reichsfinanzhof in München sprach über dieReichsrahmenreaelung für die Realsteuern" und den Entwurf des Steuervereinheitlichungsgesehes. lieber aktuelle Fragen aus dem Finanzausgleichspro­blem sprach Reichstagsabgrordneter Oberbürger­meister Dr. Most.

Kunst und Wissenschaft.

Das Jubiläum des Nömikch- Germanischen gentralmuseums.

Lpd. Mainz, 2. Sept. Die Festlichkeiten zum 75jährigen Bestehen des - misch-G ermanischen Zentralmuseums nahmen am Donnerstagabend mit einer zwang­losen Eröfsnungsfeier int Goldenen Kuppelsaal der Stadthalle ihren Anfang, bei der der Vor­sitzende des Museums, Prof. Dr. A e e b, präsi­dierte. Heute vormittag 10 Uhr fand im kur­fürstlichen Schloß eine akademische Feier statt, an der die Mitglieder des Verbandes deutscher Ge° schichts- und Altertuntsvereine, die von ihrer Tagung in Speyer herübergekommen tonten, Ver­treter der Reichsregierung und Landesregierun­gen, der Städte, der großen geschichtlichen und archäologischen Organisationen, der geistlichen und weltlichen Behörden, des Wirtschaftslebens und der Presse teilnahmen. Die Feier wurde ein­geleitet durch das städtische Orchester unter Gene­

ralmusikdivektor Breisachs Leitung. Danach begrüßte Oberbürgermeister Dr. K ü l b die Fest­gäste. In seiner Ansprache wies er darauf hin, daß Mainz die Wiege der deutschen Altertums­und Geschichtsvereine sei. Seine Rede klang aus in einem Hoch auf das deutsche Vaterland wor­auf die Versammlung! stehend das Deutschland­lied ansttmmte.

Im weiteren Verlauf der Feier hielt Hofrat Prof. Dr. v. D u h n (Heidelberg) die Festrede, in der er ein interessantes Bild der Entwickluttg der Geschichtswissenschaften gab, und dabei auch die hohen Verdienste Ludwig Lindenschmidts, des Gründers der Mainzer Anstalt, hervorhob. Nach einem Ehor der städtischen Musikhochschule folgten nun die Degrüßungs- und Glückwunsch­ansprachen. Für die Reichsregierung sprach Staatssekretär Z w e i g e r t, im Namen der hes­sischen Regierung Minister Kirnberger, für den Mainzer Altertumsverein dessen Vorsitzender Landgerichtspräsident Nees. Weitere Glück­wünsche und Grüße überbrachten u. a. Geheimrat Frobenius für das Archäologische Instttut zu (Berlin und des Römisch-Germanischen Mu­seums zu Frankfurt a. M., ferner Prof. Dr. L a u f f e r für den Gesamtverband der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine, Kommerzien­rat I u n g für die Mainzer Industrie- und Handelskammer, Baurat I a k o b y vom Saal­burgmuseum, Prof. Dr. Laqueur (Gießen) für die Rektoren der Universitäten Gießen, Frankfurt, Köln, Bonn und Heidelberg. Nach einem kurzen Schlußwort des Vorsitzenden Prof. Dr. R e e b und einem musikalischen Vortrag des städtischen Orchesters schloß die eindrucksvolle Feier.

Im Goldenen Saal der Stadthalle fand an­schließend ein von der städtischen Verwaltung gegebenes Frühstück statt, bei dem Oberbürger­meister Dr. K ü l b den ersten Toast hielt. Glück­wunschschreiben und Telegramme waren u. a. ein- gelaufen vom Reichspräsidenten Hindenburg, von dem früheren Leiter des Museums, Prof. Dr. Schumacher, von der Preußischen Aka­demie der Künste und Wissenschaften, vom Ger­manischen Museum zu Nürnberg, von der Ge­sellschaft für Vorgeschichte und vielen anderen mehr. Am Abend fand im Stadttheater eine Festvorstellung statt.

Das Programm des Hessischen Landestheaters.

Lpd. Darmstadt. 2. Sept. Die neue Spiel­zeit des Hessischen Landestheaters wird am 11.<Äpt«mber beginnen. Der neue General­intendant Carl Ebert und der neue General­musikdirektor Dr, Böhm haben bereits ihren Einzug gehalten, und mit alten, bewährten und auch vielen neuen Kräften haben die Proben ihren Aniang genommen. Auf die Frage, wie sich der neue Generalintendant den Fortgang und den Betrieb des Landestheaters denke, erwiderte Pro­fessor Ebert einem Pressevertreter etwa wie folgt: Ich bin ein abgesagter Feind der lauten Programmatik. Unter allen Umständen teile ich die Auffassung meines langjährigen Kollegen vom Berliner Staatstheater und Vorgängers Legal das Theatermußbunt, farbenfreudig, lebendig sein. Darüber hinaus aber hat es Kunstaufgaben, die einen kulturellen Zweck erfüllen. Das Theater muß die Plattform für alle geistigen Auseinandersetzungen der Gegen­wart sein. Dazu gehört, daß der Leiter weder politisch, noch parteiisch, noch konfessionell ein­gestellt ist. Denn alle geistigen Gefühle der Nation sollen und müssen im Theater zu Wort kommen und sich widerspiegeln. So wird das Staatstheater kulturell wirken auf keinen Fall aber darf es zum Boulevardtheater herabgedrückt werden. Ich will meinen Mitarbeitern ein Ka­merad sein, wir wollen gemeinsam arbeiten an dem großen Kunstwerk der Theatergemeinschaft, und ich hoffe, daß die Zeit nicht fern fern wird, daß man das, was hier in Wochen und Monaten gearbeitet wird, auch erkennt.

Neue fiunff in Darmstadt.

In der Ausstellung Neue Kunst, Ma - thildenhöhe in Darmstadt wurden folgende Arbeiten verkauft: Landschaft, Steinzeichnung von Richard Stumm, Worms: »Die Turmbläser", Sempera von Walter Trier. Lichterfelde: Schimmelreiterin", Aquarell von Karr Scheid, Darmstadt. Es sind nunmehr 25 Werke im Ge­samtwert von etwas über 10 000. Mark aus der Ausstellung verkauft worden. Der Be­such der letzten Wochen war rege. Die Aus­stellung wird am 1, Oktober geschlossen.

Das Reichsergebnis der Wohnungszählung.

Das Statistische Reichsamt in Berlin ver­öffentlicht das vorläufige Ergebnis der Wohnungszählung vom 16. Mai 1927. In die Zählung sind sämtliche Gemeinden mit über 5000 Einwohnern und eine große Anzahl klei­nerer Gemeinden, insgesamt 68,6 v. H. der ge­samten Reichsbevölkerung, einbezogen worden. Besonderes Augenmerk wurde dabei darauf ge­richtet, die in einer Wohnung zusammenlebenden Haushaltungen und Familien zu erfassen, um An­haltspunkte für die Beurteilung des Bedarfes an Wohnungen zu gewinnen. Die Zahl dieser so­genanntenzweiten und weiteren Haushaltun­gen" beträgt in den Gemeinden mit über 5000 Einwohnern 591 000 ober 64 v. H. sämtlicher Haushaltungen. Am stärksten tritt diese Er­scheinung in den Großstädten hervor. Hinzu kom­men noch diejenigen Fälle des Zusammenwoh- nens, in denen weder eigene Hauswirtschaft noch eigene Wohnung vorliegt, das sind z, D. Fälle, in denen ein junges Ehepaar zu den Eltern des einen Teiles gezogen ist. Die Zahl dieser sogenanntenweiteren Familien" ist zwar erheblich geringer, umfaßt aber immerhin in den Gemeinden mit über 5000 Einwohnern rund 185 000 Fälle. Im Gegensatz zu denzweiten und weiteren Haushaltungen" ist der Anteil derwei­teren Familien" in den Kleinstädten etwas höher als in den Großstädten. Insgesamt sind in den Gemeinden mit übet 5000 Einwohnern, d. h.

RaLsel'Ecke.

Silbenrätsel.

a arb be bo czar de der di bolf du e e t e ei sen Han her ho is kas kau le leo lu man ne ni pa ro fe sel si las ten u ur ze.

Aus vorstehenden 39 Silben sind 14 Wörter mit folgender Bedeutung zu bilden: 1. erzählendes Ge- dicht; 2. männlicher Personenname: 3. Stadt in Persien; 4. Stadt in der ehemaligen Provinz Posen; 5. Blasinstrument; 6. Fluß in Schleswig-Holstein; 7. männlicher Personenname; 8. Musikstück; 9. weib­licher Personenname; 10. Wirtschaftsgerät; 11. tür­kischer Ehrentitel; 12. Ort in Dänemark; 13. ameri­kanische Inselgruppe: 14. Sumpfvogel. Sind die Wörter ricytig gebildet, ergeben die Anfangsbuch­staben von vorn nach hinten und Endbuchstaben von hinten nach vorn ein Sprichwort.

Kreuzworträtsel.

12

13

VVt

16 i7

19 20

22

2*

/-j j

6 I-

% pK gdio Ri

Tb ~

23

125

321111

Die Wörter bedeuten:

1. Bon links nach rechts:

3. Großes Gotteshaus; 4. körperliche Erfrischung; 6. Tierleiche; 10. Ansturm: 12. europäisches Ge­birge; 13. abgetretene deutsche Stadt; 14. Kapell­meister Friedrichs des Großen; 15. Metall; 16. un­erreichbares Vorbild; 19. Beweisart; 22. Schaufahrt; 23. europäischer Strom; 24. südamerikanisches Ge­birge; 25. deutscher Romanschriftsteller.

2. Von oben nach unten:

1. Aussterbendes Tier; 2. Kunstbutter; 3. Hin­weis; 5. persönliches Fürwort; 6. Erdteil; 7. Ver­räter Rolands; 8. Heldengedicht; 9. Entziehung des Wohlwollens; 11. päpstlicher Gesandter; 17. Strom in Südruhland; 18. nordische Gottheit; 20. Aner­kennung; 21. Gaststätte.

Füllrätsel.

g I t &

a

a

l

n

a

m

b t r p

5n die zwölf leeren Felder vorstehender Figur setze man die Buchstaben:

a a b e i f ( n n r s n

derart ein, daß die senkrechten wie die wagenechten Reihen bekannte Wörter ergeben.

Besuchskartenrätsel.

Reimar Tiendorf

Was die Karte hier enthält, Werde freundlichst umgestellt, Und man sieht vielleicht darin, Was beim Militär ich bin.

Rätsel.

Die ist eine süße Frucht, Der ergreift, wenn's geht, dis Flucht.

Kettenrätsel.

Band Buch Hahn Hals Lieb Lohn Maß Reim Schrei Spiel Stab Stadt Wort.

Aus vorstehenden 13 einsilbigen Wörtern ist die gleiche Zahl zweisilbiger Wörter zu bilden und diese sind bann zu einer Kette zu vereinigen.

Bilderrätsel.

Auflösungen.

Silbenraffel.

1. Fehmarn; 2. Ranke; 3. Eigelb; 4. 3mmr, 5. Isar, 6. Salut; 7. Tunis; 8. Weiler; 9. Emme; 10, Rudolf; 11. Deister; 12. Alba; 13. Schottland; 14. Hymne; 15. Ornat; 16. Elis, 17. Christoph.

Frei ist, wer das Hoechste darf erstreben.

Rätsel.

Ein Baum Einbaum.

versteckrälsel.

1. Hobel; 2. Nagel; 3. Feile; 4. Zange; 5. Bohrer; 6. Hammer.

Zahlenfpiel.

6/9.

TSligkeitsrälsel.

Humorist.

Kreuzworträtsel.

anraliauiirg

ßiMMHhiiiie

RIE

0B9

Problem.

Man beginnt links unten mitauf* zu lesen, bann rechts oben, bann wieder links unten, rechts oben ufm. und erhält bann: Aufrichtig zu sein, kann ich versprechen, unparteiisch zu sein, aber nicht.

Die Narrenkappe.

Splitter und Sparren vom Redaktionstisch«

Anekdoten von Liebermann.

Heber die Kunsthistoriker meinte Liebermann: Die sind jarnich so überflüssig. Wenn die nich wären, wer soll uns denn, wenn wir tot sind, unsere schlechten Bilder für unecht erklären?"

*

Aus einem Feste fragt man Liebermann, ob er sich nicht der neuen Frau von b'Albert oorfteUen lassen wolle. Er antwortet:Nee, die überspring ick!" *

Ön den achtziger Jahren war die Behauptung ausaetaucht, Lesser Ury habe in einige Bilder von Liebermann hineingemalt und ihm erst gezeigt, wie es gemacht wird. Man rät Liebermann, sich solche Reden nicht gefallen zu lasten. Er aber antwortet: I wo werd ick denn! Wenn der Kerl behauptet, er hat meine Bilder gemalt, bet is mir Schnuppe. Aber wenn er sagt, ick habe seine Bilder jemalt, denn verklag ick ihm."

Vor MonetsFrühstück im Grase" stand eine Gruppe von Betrachtern. Man kritisierte, die Beine des oomllegenben Mannes feien zu lang geraten. Liebermann entgegnete:Acy, Beene, die so schön jemalt sind, können jarnich lang jenuch sein."

mehr als die Hälfte der Restbevölkerung, auf je 100 Wohnungen 8,9 Haushaltungen und Fa­milien ohne selbständige Wohnungen festgestellt worden. In den Gemeinden mit unter 5000 Ein­wohnern liegen die Derchälttüsse im allgemeinen bedeutend günstiger. Erfahrungsgemäß wird je­doch nicht von jeder Haushaltung und Familie ohne selbständige Wohnung wirklich eine Woh­nung beansprucht. Für die Abschätzung des tat­sächlichen Wohnungsbedarfes werden weitere Fest­stellungen nähere Anhaltspunkte ergeben.

Starkenburg.

* Darmstadt, 2. Sept. Die gestrige Stadtverordnetenversammlung, die zum ersten Male in dem neuhergerichteten Rat­haussaale stattfand, genehmigte den Vertrag über die Ferngasversorgung der Ge­meinde Pfungstadt und bewilligte hierfür 275 000 Mark. <Jür Gassammelheizungen und ähnlichen Anlagen wurde ein Gaspreis von 8 Pf. für den Kubikmeter festgesetzt, ilm vom Flugplatz aus Dallonaufstiege zu ermöglichen, wurde beschlossen, eine Gasleitung dorthin legen zu lassen. Die Räume des Städt. Krankenhauses rei­ch en seit langem nicht mehr aus und sind überbelegt. Cs soll deshalb ein B a r a ck e n- bau errichtet ober das frühere Garnisonlazarett von der Reichsvermögensverwaltung erworben werden. Beim Ausbesfern eines Schornsteins stürzt« der Maurer Sengler aus Griesheim ab; er trug schwere Kopf- und Rück­gratverletzungen davon und mußte in bas Städt. Krankenhaus eingeliefert werden. Der Wirtschaftliche Verband bildender Künstler Hes­sens hat in Michelstadt i. O. eine Aus­stellung von Gemälden und kunstgÄverblichen

Arbeiten eröffnet, an der hauptsächlich hessi­sche Künstler beteiligt sind.

WEN. Darmstadt, 3. Sept. Gestern abenv gegen 1/211 Uhr geriet aus unbekannter Ursache die von: Reichsvermögensamt an die Stadt Darmstadt verpachtete Scheuer an der Escholl- brücker Straße in Brand. DaS westlich der Main-Weser-Bahn liegend« Gebäude bot mit seinen großen Futtervorräten und seinem Dachgebälk den Flammen reichliche Nah­rung, so daß die rasch herbeigeeilte Feuerwehr das Gebäude in Hellen Flammen stehend vorsand. Die glücklicherweise herrschende Windsttlle ver­hinderte ein Heber greif en des Feuers auf die nahen Kasernenwohnungen. Die Löschmannschaf­ten konnten sich deshalb auf die Eindäm­mung des Feuers beschränken, die wegen der großen Ausdehnung des Brandes über die Mitternachtsstunden hinaus andauerte.

WSN. Dar m-st a b t, 2. Sept. Dem ersten Preisträger beim diesjährigen Rhönsegelflug- Wettbewerb Johannes N e h r i n g von der Aka­demischen Fliegergruppe in Darmstadt ist soeben für seine ausgezeichneten Leistungen auf der Wasser- kuppe die thüringische Staatsmedaill« für hervorragende sportliche Leistungen verliehen worden. Nehring hatte bekannllich mit einem Fern- flug von der Wasserkuppe bis Berka den Streckey- preis der Rhönsegelftugwettbewerbe erworben.

Ldp. D a r m ft a b t, 2. Sept. Heute früh wurde aus dem Darmstädter Woog die Leiche einer älteren Dame geländet, die sich aus wirtschaft­lichen und familiären Gründen m das Wasser ge­stürzt hatte,

WSN. Ast hei in, 2 Sept. Am Freitagvor­mittag brach in einer mit Futter- und Getreide­vorräten gefüllten Scheune aus unbekannter Ur­sache Feuer aus, das sich, begünstigt durch