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Nr. 282 Awetttt Blatt

Sreitag, 2 Dezember 1927

Giefiener Anzeiger ^General-Anzeiger für Gberheflen)

Brief derMutter an denSohn.

Don 2Qbert H Rausch')

Einige lagt später erhielt Xfoni ctnen 'Brief von feiner Mutier aus Syrakus Sie 14)rieb:

.34) hatte mit Deinem Tater ausgemachr crft bann an Dich zu schreiben wenn Du bce Ent- fcheibung gefällt haben würdest, die er vir überlief). Sie ist so autocfallrn. trnc ich es erwar­tete und cs ifl flut, bah sie so ausfiel. Für Dei­nen Da ter unb für Dich Und ganz bestimmt auch für mich unb bic zukünft (je Beziehung zwischen uns beiden.

Ich Hube es der alcichen Meinung mit Dei­nem Tater - absichtlich tx mieten. während des Jahres, bai der Scheidung Poeauflgini. Dir alle Zusammenhänge so -u enthüllen, wie ich es in diesem Briefe tun werde. 3ch hatte die Empfin- bung. hab Du damals, als ich den entscheidenden Entschluß fabtc. no4> nicht retf genug warft, vielleicht auch innerlich noch zu zart unb ver­wundbar. um bit Dinge in Dir zu verarbeiten, die Du heute sicherlich verstehen wirft

Du bist mein einziges ÄttO. w rst es bieiben, unb es ist undenkbar, dah es zwischen Dir unb mir Dinqe ter Seele gebe, bic nicht ganz wahr­haftig seien Du hast oft genug Deinen Tater und mich lagen hören bah cs sich nicht lohnt, in Lügen flc.icn sich selb! und ti jen gen zu leben, die man liebt Ader Du w rst es mir ersparen. Don meiner Liebe zu Ihr zu reden Sir haben uns. solange wir unter dem gleichen Dache leb­ten. unser Gefühl immer durch entere* als Worte bewiesen: und wir werten es nun. wv uns zwar ter Daum deutlicher trenn: als zuvor. Octot6 nicht anders halten Du ©eifct, bah ich niemals das war. noch meiner Anlage nachm konnte, was man eine ^örtliche Mutt.r nennt Und Du selbst warst ebensowenig ein zärtliches Kind. Die gebanflidte Strenge, welche das Wesen Deines Baters lennz ichnet und ter starke Sinn für Wirklichkeiten, ter mich so sehe von den mri-

) Aus dem soeben in der Deutschen Verlags- anftalt. Stuttgart. erichienenen Vornan »Eros Anadhomenos" von Albert H. Rausch.

ft en Frauen unserer Kreise unterscheidet. haben sich. Dir selbst zum Segen, auf D ch vererbt. Du warst qetoth nicht ein frühreifes Kind, aber Du begannst schon die Dinge auf ihren Kern zu prü­fen. als Deine Altersgenossen noch ganz in ihren Träumereien befangen waren, bk den mc.ften so viel von ihrer teftn Kraft rauben unb beim 3er- fticben immer ein Gefühl ter Leere und der Bit- ternis zurücklassen. Du hattest starke Vrncinun- »>m früher aU starke Bejahungen. unb wir. Dein Tater und ich. sahen biete Sntwcklung weit Heber als ihr Gegenteil. Ratürlich warst Du da­durch auch begrenzter als mancher Deiner 3u- gendsreunte aber wer erkannt hat. bah Werte nur da zu gedeihen vermögen, wo Grenzen lau­fen. und dazu ganz genau weist, welche Wurzeln eines Tages itec Blüten tre ten mässen, zieht die grobe leuchtetrte Kraft fritener Blume ter flüchtigen unb rasch verwehenden Fülle ali.zu mannigfachen Spriestens vor. Es ist selbstver­ständlich. dah Deine angeboren: Anlage in ter Luft des Hauses, in dem 'Shi grost wurdest, ge­fördert werten muhte. Die auherordemliche Bedingt (»eit ter pol li'chen Bewertungen, wie Du sie fast aus jedem Tif4)gefpräch entnehmen konn­test. die Menge ter menschlichen Erscheinungen mit ihrem örnftbaften unb Lächerlichen, wie sie in dem Hau» eines Diplomaten auf- und nieder­ebbt. muhten Dich doppelt und dreifach vorsichtig machen unb Dich bas Wort, das fast Larner m st- braachte unb deshalb so lügneu'-che. verachten lehren. Wer sich Ichliehlich so von allem Flitter des Umkreises entfernt hält un*> eher mißtraut als glaubt: bleibt natürlich innerlich unberührter unb reiner als jene viel zu T.den. die durch dürings'en Anreiz in Schwngung vergeht wer­ten. und was er vom Leben erwartet, wächst nur aus dem. was er in sich selbst als unver­brauchte Kraft trägt, nicht aber daraus, was die Menlchen unb die Dinge deS Zufalls zu ihm 6 m- fpielen. 3etes unmitt Iba re Lich: hat anziehende Kraft: und ein jedes wird den Etcf' an sich her­anziehen aus dem es selber brennt.

AIS ich mich vor einem 3ahre entschied die Ehe. in ter ich siebzehn 3ahre gelebt hatte, au*- zugeten w.irte Dir gesagt, dah di: Gründe tu diesem Schritt in meinem Bedürinis nach 11 nab-

3ur Regierungsbildung in Hessen.

Die Loztckidrmolrate» fordern das 3**c*mi*ifirriiinL (Ton unfern Darmstädter Redaktion.)

Darmstadt, !. Dez. Kur, vor tem 3u- Iammrntriti des He-li-chen Landtags verte«« ein Artikel tes.HefftfchenVolksfr tun d Beadbtunfl. ter lich mit ter RegierungsbUdung S4<^fiigi Der Artllel gesteht bah das Er- jebr.i* ter Sasialtemokrali'.ch-n Partei tn Heilen ebtt schwere Enttäuschung bereitet hat. te sie, durch die Wahlen an ter Wallerkante rerführt mit einem erheblichen Slim nenzuw^chs gerechnet hatte. Lus ter geringen Wahlbeteili­gung wird für b« Sozialteinokrarts tee Lehr: gezogen, überaus haushälterisch i n Aufwand bet im Wähler liegenden politllchen Kraft zu lein. An die Partei wird die Rlahnung gerichtet durch eine Lenderung ter Verfassung im Sinne einer Auflösung des Landtags durch Befchluh des Landtags selbst die Tor- ausfehung für Wahrnehmung des günstigsten .'Zeitpunktes für Reuwahien zu schal en. Wien ?Parteien habe eine zugkrält.ge Parole im Wahl- impf gefehlt Rur das Jentrum hätte sich er­hebliche Stimmen erhalten können mit feiner alten Parole .Die Religion ist In Gelas-: Intern es zum Kampf für Die Konselfionsschule aufrief 3n der Arbeiter!chatt hätte te onters di, Terf>;t erung über Sie neue Teamienteloi- bunflJDortage eine nicht unbeträchtliche Rolle gclplett. Die Vorwürfe gegen die Politik ter Sozialdemottali'chen Partei in den Reihen ihrer eigenen QU bänger gründeten sich vor allem auf die Tatsache, dos» M: Machtposition de r Partei I n de r Regierung in Vergleich zu Ihrer Stärke i.n Parlament unb in ter Wäh­lerschaft z u schwach fei. Heute noch habe Helfen nach neunjähriger Regierung ter Wei­marer Koaii Ion unverändert bas alte grotz- herzogliche önftem ter Staats- uno Ko.nrnunal- Verwaltung Eine Denvlratl'ierung der Termaltung in Lim: de Aufnahme neuer Krälte habe überhaupt nicht stattge­funden. Den ZukunftSau'gaben einer Tertval- tunaflteform liehe das helli'che Innenmi listerium völlig tnierefe- und verständnislos gegenüber. Dazu komme noch die Verbitterung breiter Wäh- lerschichten über bk Steuerpolitik tes de­mokratischen Finanzministers. tee durch die voll nusgesch^pfte HauSzinssteuer auch viele sozial» temokratilche Dähier fchwer treffe und eine auherorbentlichc Belastung ter Sozialdemo­kratie barsteile. Der Ar.i et befürwortet die Wiederkehr der Weimarer Koali­tion. .Vorausfehung für bas Zustandekommvn einer derartigen Reg erung ist ater, haft eine *1 errciterung ter o ia demokratlf e.i To- fl» in ter neuen Regierung eine Lebensfrage für die Sozialdemokratie und die Torausfepung für ihre Beteiligung an der Rogieruna ist. Die Sozialdemokratie wird ddes- mal auf Sie Tefe 6 u ng de s Innenmini­steriums durch einen der Ihren un- tedingten Anspruch erheben müssen, wenn für sie die Rogkrungsteteillgung überhaupt einen Sinn haben soll."

Eine halbe Zusson.

Der Zusammenschiust zwischen tem Zentrum und ter Bayrischen Bolkspar 1 el ist nun doch in sehr viel engeren formen erfolgt ai» man annrtenen konnte. Er ist aus Anhieb eigentlich schon so weil gediehen, hast die völlige verichmel- uing her beiden Parteien nm noch eine grage der Zeit ist. BoliNschc Aegenlöhe zwischen ihnen waren ja eigentlich schon längst mcht mehr vorhanden, sie entstanden in der Weimarer Zeit, ab da» Zentr-im lehr scharf nach links absackte und in Bayern nach den Üriihru.Qfn die man hort aus erfkr Hand mit tem fto-nnumi»nni» gemacht halte, gegen jede Konzession nach dieser Richtung eine begreifliche Abneigung beftante Vas bat lich inzwischen planiert auch beim Zentrum Hal sich ter Föderalismus mie­tet unbegrenzt durchgesestt In tem Paneipro- gramm besteht so gut rme gar kein Unterschied, in ter politischen Prari, handel! es sich nur um Nuancen die vielleicht darin ihren Aufdruck finden

werten, dah das Zentrum durch die Bauern etwas mehr nach recht» genickt wird, wahretrd gleichzeitig bie Bayrische tiollepartei einen »einen Ruck nach link» erhält, die stch also um da» be­kannte Wort zu wiederholen, im Zentrum des Zen­trums treffen.

Um so schwieriger war e» aber, die pcnönlidxm und organisatorischen Gegensätze aus ter Welt zu schassen, die vornehmlich in ter PIa 1 z vorhanden waren. f)ier hatte da» Zentrum den Ausbau ter eigenen Pari« am weitesten porgetrieben unb war dicht an die Stimmenzahl für ein eigene» Mandat herangerückt. Die Bayern verlangten aber, dass, wenn lie mit tem Zentrum jufamnwngingen. ihnen die Schwesteroartei in ihrem eigenen Bereich nicht mehr in die Quere kommen durste. Hier ist

Gegen den amerikanischen Siachel

das

gc nl > stung 3 llg JdMcbung

ter Bezeichnung efr»nhl

Die eoange:

Der ter hat

jahr 1926 21 gegen 1721 22 u n 3 Pti die kalholifchen um 1.4 Proz. iKrn deutender Abgang ist in der nut

israelitlfck^n Schulm ringe r t<n Die Zahl gemeinsamen Schulen für alle Konfestioncn sich um 3,8 Proz vermehrt.

thrrir.Qert, Ein bc-

Lantez mit einen prohibitiven 3oll)u- schlag belegen darf Damit Ist g?<ig , bifj i-b? Ermüs'iflung. die Zr. n r.ich auf Grund dc4 T t- trage.« mit Deutschland ter deutschen Sinsuhr Qcträfir1. auch ter amerikanischen zugute^ kom­men muft. unb zwar ohne Ge«

polnische Uebrn aber hätte te» ten Bon eil. tel» tenn wieder eine ter kleineren Parteien v schwintet.

von amTrikanischcr S ite. Di

organisa'.onsch vielleicht dadurch ein tr. iterer (Df- winn von M inte »en zu erreichen wäre, «stür t-.

fällt eigentlich »eher Uninb «g. we-d,ld bie Par­teien rncht ten lernen Schritt tun unb ineinan­der o u I g r be n sollen Vas Zentrum te» rin- mut tee stärkste durgeiliche Partei asii. tfl mute- scheu rxm ten T*ejr4dwiat:onalen meti üte holt worden, auch tee veunche Bolkstettti kam ihm tes vonoemal schon Wbr nah« Wenn d-e Bauern wie­der in den -«test ter Bartel zurückkehren tenn kann sie auf einen gesicherten Besitzstand i*en rund Hantelten rechnen wobei nelleicht noch ju bc

ri:<f*ichhpen roflre teh ter Ausammenfchlust eine stärkere Schlogkrust noch aufzer hin in sich tragt unb

Amerikas kennt üb.-töaup1 fd.ie G.-zensrntigk it und keine Meistbegünstigung für ander': fi- n*r- langt aoer von allen La ater t un er chiedslvs das Zuge'äi.diiiS der Meistdegünstizuni für di- au» den Bereinigten S aalen komm nten War-: W rd da» nicht gewährt, so liegt die Waffe dcs Anikels 317 bcrci-.

E« hat allo feine Rich igkei', wenn d c Fron- zofen. zu dem übrigro Europa gewendet. fa^-m: .Das, was uns heute mit Amerika p-rsfiert, kann morgen euch andern ebenso gut passi.-ren!" Ratürlich ist nur ein Land von der wrrtfchiist- lichen und politifihen S ärfe der T.-rein aten Staaten imstande, sich eme solche Politik au leisten. Der groben Mehrzahl der Amerikaner fehlt dabei ganz da» B.wuhtsein, das» lie ihre lieber! gen- peii mihbrauchen, eten'o wie kein Am^r kaner zugibt. dah der egoistische Rückzug aus der Till- Verpflichtung zur Liguidativn des Wei kr eg-s nach dem totalen ik-rlagro des Präsidenten Präsidenten Willon tadelns wer i ist.

die an sich geringe Zahl der Shüler. die uni -t nung .f^nlllae* eufamin ngesastt f nd. -lilchen Schuf.-n hab n sich im Schul»

Amtsgericht Wehlar.

£= Ein Hotelier au» Wetzlar war «regen D e r- gehens gegen da» Arbeltszeilgesetz, weil er feinen Hoteldlener über die gesetzlich oorge- schriedene Zeil befchastigt halte, duich grrichl.ichen Sfrosbesrl)! mit 50 stieichsmark Geldflrasc cotl zehn Togen Gefängnis bestraft worden. Hiergegen legte er Einspruch ein mit dem Erfolg, haft b-i» Gericht die Strafe aus 20 Reichsmark, ersatzweise vier Tage Gefängnis errnastigle.

die cttölende Formel dadurch gesunden, bafj künftig die beiten Parteien eine gemeinsame Wahl­liste auch für den Reichstag ausstellen, wobei der erste Kantetet von den Bayern und ter zweite vom Zentrum gestellt wird, wahrend die Liste für die Verrechnung der Reftftimmen unter ter Flagge tes Zentrums geht. Do» wird teirauf hinauslausen. test alle» beim alten bleibt: ter erste Huntetei ist unter allen Umstanden gesichert, beim zweiten lunn e» sich um SOOu oder 10 000 Stimmen hanteln, die ihm fehlen, er wird dafür aus tee Reichslifte des Zentrum» übernommen und hat bann auch fein Mantel in der Tasche.

Das wird sich oermullich bei ten nächsten Wahlen bereits cinfpiekn. und wenn bann die Verstimmun­gen persönlicher An in ter Pfalz bereinigt find.

Oie deutschen

Volksschulen 1926/22.

Die vorläufigen Haupt er gebn.fe bet R IchZ- Schulstatistik nach brr Erhebung für teZ Schul­jahr 192b *27 »eigen, d.'st tee .last', b.-r Schäl r In ten öllentllchea Volk^schul n g q n ib r te r porauloegargcne. 6 "b"bun $ f r S »uf ahr 1921 1*122 von 8,89 TI 11. aul 6. 3 *281:1 a 'v u n 25.5 Proz. zurückgeganaeii ist 3iC 5 «bu­ten halben sich nut qering'ü st z v-»n 52 .'6Z auf 52 320. allo um 0 8 Proz. > i Schulksalf en von 207 20) aus IS. 40). allo um y.b *?r z nd d e Lehrkräfte von 195 90) aus 180 30', allo um 8 Pro- vermindert

Ter Rückgang In teer Zastk der Sch üler ist auf den Gevurtenaussall währ i>i des Krieges zuröckzuliihron. Bm b.n acht Gei-urts- iabrgänfltm. die In Schul.astr 1923 2k g on-nnsam die Tp!!5fd)ulen be übten, g h. r e i fünf den Kriegojadren an. nämlich die (3.burt*ia' rgänflc 1914 15 bi» 1918/19 Im Sh il ahr W21 22 ux'r nur der L*nte Jahrgang (DB) in te.t Krieg». zeit q-'berri, während alle vorang h n*> n n. ch den öebur'*|ahrxi3nqen vor de n Kri g* mi ihren teforteerj hahcn Zahlen ^atfpach n. D.e Schülerzahl auf 10 000 Einwohner ist von 1502 in« Schul ahn 1921 22 nuf 1062 Im Schul­jahr 1926 27. also um 29 Proz unb bimst stärker als die Zahl der Schüler ab rchaupk zilrückgegangen. Dicler Tüdfl*ni k nnz t boct den

Anteil der Schui Inder an teer in d-r Zwilchen- zeit größer gewordenen Zahl te r Gesamt- bevolkerung.

Der kgang in b r Z ihl ksr Lehrkräfte fürfte nach ter. Ermi Hungen des Statt llkch n R.ichsamt.S In bt H iup lache aus b n e-folg en Addau und D.*rrinaTte Sln'tclf ing m ge t nüber ten Abgängen zürn kzu'üstrm f in Pt Zahl ter Knaben ist etwas we.iiger ft irf zurü fq g injen als die ter Mädchen. Dies dürste unter anderem damit zu erk.üren fein, bist wsthrrnd tes Krieges unb nach tee n Ädeq? aul buntert Mädchen etwa ein bi» zwei Änaom mehr ge- boren wurden, als vorher Die Gliederung k>er Schüler nach ten Konfessionen z-igl. dach bie Zahl her evangelilchen Schiller fleh um 26 v H.. allo etwas mehr nemngtr. hat, als die ter katholischen (25,1 v H ). Die gegenüber teer Desamtabnahme ter Schul.r-ihl n-e-t schwächere Abnahme ter i sroelitifchen S stuierzahl »um 15 Proz » dürfte auf Zuwanderung zurü-kzu- führen fein. Eine Zunahme vor 202 Prc^ -Zgt

Rohrbach.

Tun kommt zu den sranzöfifchen S immer gegen Amerika noch eine e n a llf ch e. Lvrd Riddell, em Zreund Llvt)d Georges. Blze- »rOUtexi tes cnglt chen Terlegcro rvantes unb clbft Berleger rin^ großen Blal.es. Hal in Glasgow eine Rede ggalten, in der er zuerst das Fehlen A'ner.la» beteuert. und tenn for fahr Tu* mciüen Völker feien b.n Ter.in ß*.e t S aa­len lief verchulde:, und durch die daraus fall', nte Imperialist.Iche War ne-, Armee- und Hrnoels- polliir Amerika» werte ter iete bebrohj. Ame­rika. strebe danach, in Hindel. in bri Finanzen ulw die Welt zu beherrschen. 81 woll.* k.lnerlei fremde Einmi chung aul de n amerstani chen Welt­teil butten S ine Inbustri: unb feine Arve ter feien durch Zolim astnahmen und ttmoanterungf- tefchräiiturgen absolut g.-schübt Gleichzest g trage es leinen Hantel überall eifrig vorwärts unb trachte danach, in ter Del teiplonitte ein? füh­rende Rolle zu fpiel.*n. ohr Mb i eine Trrant- wortung übernehmen zu müifm.

E» flin.it fast toi? eine A ifpielung aus ten Ar ikel in brr Ration^, wenn Lard R'ddell zum Schluß feiner Re>? sag . er glaub: kein m Auger- blick, .dah die Tm-rJan-r ich ter wahriche n- '.ichen Früchte btd.r Politik b-wusst fe.cn. 3m großen unb ganzen wie gefag nicht Rete:is- arten wie die c.nnB nach'en.llch aus *!uropa zurückgckehrten Berichter I ers man möge be- terJcn. kah Europa draus unb brm fei. .den Teufel mit fi-ucr zu b^änpien unb ihn einen grohen Lössei fdner eig n n RI *dizin zu schlucken au geben, sind §rohe AuZnahmen. nam ntstch auch. waS die in Ihnen Nch mu$> je ibe Besorg­nis an gebt Die ossizi.ckle L »ar: Ist immer nech die tee .groben S:ols'. mit b.-m .'.Incl Sam" sich s on Rcspe t würde zu verlchais n Liss m. Die^ Argun-.nl wird auch gezenüb r tem ein­zigen europäiUxn Kert.llp a>. g braucht, von b-m man ern thasl ipricht: ten log en mn'en Ehemielruft. Trotten ä:g-r man fi st gründlich über d'e in 3 iglanb aufgekon n.m: unb jchl viel gebrauchte Lesart für ,U S" nämlich nicht Uncle San. sondern Uncle ShyIockl

Die Rete Lord Ridtels w rb vennu lich etwas mehr beachtet w rb n, als die französi­schen Dellamationen. die i?b.nnam bami abtut. Zranfreich behaupte, es könne fein? Sliulten nicht bezahlen unb habe hoch (3.1b g nug nicht nur für feinen eig.neii, fomtern auch für fr tntem. poli i chen, t chechi^cten und for. ligeii Militär »- mui. 3n Wrlllchkeit brauchen die An,.-r kaner solange keine Sirze vor Ear pa zu h.b n. wi? es ein .Europa" Im S nne eiier g aenla n*n Ab­wehr!ront gegen bie am r.kanilch Zolltefpo ie gar nicht gib: Selbst wenn Anjä)e zu einer solchen Front sich zeigeu tollten em Versuch zu ihrer Gründung wäre am ehesten noch von eng­lischer Seite erfolgreich, so wird? es für eine flanke We le noch genügen, we m die V r mieten St aal en den folgsamen und bescheidenen Güntern mit Krediten, denen aber, die fl-ff-m b.m Stachel loden wollen, mit Krote sperre winkt.-n. Immer­hin dast ein .Paneuropa" zukünftig einmal feinen Geburtstag in einer zollpoli tifchen Abwehrfront gegen den amerikanischen Ar­tikel 31Z erlebt, man nicht ganz so unwahr­scheinlich fein, w:e bah es aus dem S?lte e.nes gemeinan-en Kullurtewuhts.in» ober einer ge­rn einsamen AntikriegSstimmung das Licht der Welt erblickt.

Ton Dr. Paul

S.tt ein g?r Zer: werden drübrn m dm Ver­einigten S aa.en Stimmen von XncrUancrn laut, bie. aus Europa zurü(Kehrend, ihren Lands­leuten zurufen .Achtet darauf, wie bas Bild unterer Ration im europäischen Te- wuh11ein s i ch wandel tl" Die Reuhvrker .Ration, eine liberale amer'.lrn fche Wvchen- Ichrist. d,e sich schon öfters durch bie Unabhäng fl- lei t ihres Urteil» ausgez.ckchnet hat. fchr.eb kürzlich:

.Die gegenwärtige Pol.tik Amer kas ^che nl uns zum verhaßtesten Lande der Welt machen zu wollen. Wir stoher einer Ration nach ter andern durch G.ckdstolz und Airnastuna vor ten Kops, unb durch untere Annahme, daß wir da» auSerwäh'.le Toll ter Erde siiw D nn wir so sor machen, werten wir in einigen Jahren ijenau so unbeliebt fein, wie Deustchlarib es vor fern Kriege unb Im Krieg: war"

Tor tem Kriege war A n-rika baS g lobte Land ter Freiheit, auch i n S.nne des fr* <*n Wettbewerbs ter ®o,tfr mnJ.Cbalt für all* öuropamüten. brr temokroti chTn ttrneu rung des Lebens utw Durch tes Oingr.-if.*n ter 2nr.- Inner in bro Krieg erhi'lt f in B Id für b .* cr- fch pslen. am S ege über D.utfch'.and verzweifeln- ten alliierten B5 ker tozar ein Ar vo terot- sch:r Verllärung Aber, um mit ten Worten ein » franz, fifchen Krst l rs zu spre ten: Al äre

ter Apotheose lind längri <ing funk.ti. und an ihre S elle sind die Zähltifche bet Geld­wechsler fl irt en1"

E» ist begreiflich, we-m hnit: tee Fran­zosen bcsenters bit er: W>n- g am An rila finden Sie haben nich nur die Lr ast -un, q.- machl, b in fi: von brltei zun B.zihlm ihrer C^.-ulivn ang statt.' i u> rj . lOiöri fi st rost n jeyt. nach tem Ab.chluü tes HandrlSv r- i raae» m l Deu11chland. auch aul lm Ar ikel 31 i bei am rikanilchrn ZoHririss b r teflimmt. daß wenn ein Lar^ bi: a i*r k a ch: Gi. s. hr ung in ia r d h nd It, alS die <5i fuhr antetcr Länder, 5. Prüfid'nt bi Waren dies s

hängigkett und freier Verfügung üb.*r mich fdbft zu fuche-n seien u nd da st meiner Me. nung nach bas Zulammenleben mit teir.em Tater nicht mehr durch Smpfinbungen bestimmt werte, bie bie Form ter Ehe noch röchttertigten. Deine eigene Gutwicklung lei so weit vorgeschritten und ihr weiterer Ver­lauf werde Dich ohnelies so sehr aus dein elter­lichen Bannkreis entfernen, dah sie in meinen Er- wägrmgen keine ausschlaggetente Kraft mehr ha­ben könne: um so weniger, als Du alle Wene. welche Dir bie D ndung an mich Mit Rc^wendig- keit gemacht haben, ohne jede Schmälerung auch weiterhin erhalten würdest.

Du gabst das Gewicht tiefer Begründung zu. unb erkanntest bie Berufung auf da» unbrtingte Recht ter persönlichen Fr.ihe t in demselben Maste für mich an. als Di» in ihm von Deiner Kindheit an erzogen worden warft Auch wustteft Du ja, dah Freiheit niemals Willkür heiht, fon- tern gerate das Gegenteil: Unterwerfung unter ein höheres Ge'etz. mit dem zu spielen uns als Verbrechen unb Aufgabe unteres Selbst gilt. Du glaubtest mir unteUngt, unb gabst mir damit ten erschütterndsten Beweis bet äufjerflen Liebe, bie je eine Mutter von ihrem Sohn: erhoffen kann. Mein ganzes Fühlen für Dich wurde ein grobes Danken, fett Deine Stimme zu mir her­über gedrungen war. unb die BZ.*se, die Du mir in diesem Jahr bet Trennung nach Rom schriebst, gehören zu dem Kostbarsten, das mein Schicksal mir geschenkt hat. Du weiht aus meinen Ant­worten. tote lehr mich die G wihheit beglückte, dah mein Snttchluh Dich nicht von mir entfernt, kon­tern noch viel näher in mich hineingerückt hatte Dies war schon die erste Frucht meiner Treue gegen mich selbst und mdn2e Glaubens an Dich.

Aber es scheint mir unmöglich, daß ein luchenter unb nach Pürenter Geist wie ter Deine, sich trotz allen Glaubens an mich niemals ge­fragt hätte, ob mein Snt chiuh. mich von Deinem Tater zu trennen, nicht auf äußere Anlässe zu- rückzusuhren fei. die Dir vielleicht aus betonteren Grünten nicht mttgeteilt wurden. Ich mühte nicht Deine Mutter fern, ®erm ich nicht xto Ichen den vielen klaren .Zellen Deiner Triefe diese stumme Frage durchgefühll hätte, auf die ich Dir erst heule annrrcrten kann Du hast bie Tat­

sache meiner Trennung anerLnn: da- ist das Entscheidente. Aber ich bin cs Dir schuldig, so offen zu Dir zu sprechen wie zu mir selbst: Der Gedanke einer Sch i.»un; wäre nft vor Jahres­frist nicht gekommen, wenn mir nicht vor nur anderthalb Jahren der Mann begegnet wäre, dellen Liebe meinem Geben einen Inhalt von solcher Tiefe gab. dah ich in biefer ungewollten Begegnung ten Rus des Schicksals erkenne« muhte Die'er Mann iit dhinia. ter

Tratet tes italienischen Auheninintsters Ihm will ich mein Leben vereinigen ihm will ich das werten, was ich Deinem Tater nicht mehr sein kann. Denn die Spannungen tes Gefühlcs, Aison». sind nicht in unsere Hand gegeben, und toa» sich von selber Lodert, bindet kein rn.n'ch- liches Wollen mehr zusammen. Auch hier erhebt sich vielleicht in D:r abermals die -rage nach Grünten: unb auch hierinb Grünte bit jedoch nicht bei mir. sondern bei Deinem Tater liegen, Grunde tiefster unb empsinblichster Tatur, jen# fei:s von allem, was die Menschen Schuld ober Schwäche nennen. Der Augenblick wirb nicht ausbleiben wo Dein Vater selbst mit Dir reden wird. Du wirst es chm überH 'm. die Siunte zu wählen. Rur soviel Wille: Ich habe mit Deinem Taler niemals ander» als in Eintracht gelebt Die Art, wie wir unS trennten, mag Dir besser, als Worte ei jemals vermöchten, lagen, wer Dein Vater ist ter vornehmsten Menschen einer, bte ich jemals gekannt begrenzt, sogar sehr begrenzt in feinem Gefühl aber innerhalb seiner Grenzen ein vollkommener Edelmann.

Ich will, um allen Gedanken Raum zu geben, die in mir auffteigen, a.inebmen, dah Du nun. nachdem Du ba» Entfche>bente weiht, eine neue Frage an mich richtetest: ob ich so tote nun. auch bann gehantell haben würde, wenn diese Liebe zu einem 3eitpunfte in mir erwacht wäre, wv Du selbst noch ein keines Kind warst, unb ob ich. beim Abwägen ter beiten Inhalte, die das Leven einet Frau ausmachen, bet Liebe und ter Mutterschaft, diese jener geopfert hätte?

Liebet A.fons: Gs scheint mir linnloS. eine solche Frage aufzuwer'en. um an ihrer Beante toortung ten Grad mütterlichen Sühlens zu er-