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unb ihre ötaattBeflicrunoen auf Ne ttnftt Lage tn der ID : r t f Q a f t aufanrrffam au mac5m. 5>*e Reichs regierung har zwar t*e OlortpenDigfeit ebw3 Abbaues der steuer- ttchen Belastung anertaimt. sie hat tr* besondere im § 4 a des Re-.chSstnanzausgleichs- oesetzes Dem 9. Apr.. 1927 den Ländern bie Plltcht auf erlegt, die Real steuern um den­jenigen Betrog fuenten, den die Länder an Leberweisungen über 4,2 Milliarden hinaus erhalten, sie hat ferner tn dem Dor'äiifigen ffnftmirf des Stcuervereinheitlichnng-^etzes eint ©enfunfl aller Real steuern um 20 T rezent gegenüber 1926 als notwendig bezeichnet. Troy Der Awingenden Vorschrift de« Reichs'in^iv,. aus^Ie.^/S^^es ist aber der dringend not» trenbige Abbau der Realfteuern nir­gends oorgenommen wort-en. Es ist vielmehr im Degentei' befürchten, daß die

zur Zeit vorliegenden Steuergeseyentwürfe eine wertere Erhöhung der Lasten neben der durch die Dawes-G^fehe verursachten mit sich brin­gen. Ebenso bedingen hte Entwürfe zum Reicksbeamtenbeloldungs- und Aeichsschu lgesetz neue Mehrkosten. Demgegenüber erklären die Vertreter der 3n» buUrtc- und Handelskammern mit Nachdruck, da») eine »eitere Bela stung für die Wirtschaft unter keinen Umständen tragbar ist, zumal bereits die jetzige Be- (dfhmg jede Möglichkeit der Kapitalsneubil» bung un Inland auSfchließt und die deutsche Wirtschaft in wachsendem Matze von dem Zu- slutz des ausländischen Leihkavitals abhängig machen mutz. Öie müssen verlangen, daß keine Eesehent würfe eingebrachi werden, vhiae dah ihnen eine Berechnung beigefüat ist, die Aus' hluh Über die entstehenden kosten gibt. Eine ftcucrl-.dx öclaftimg, die. wie die neuesten ftatifttld>m Untersuchungen er.ieben haben, im Durchschnitt 63 Prozent deS gesamten besteue- rungssähigen Einkommens. 10ö.83 Prozent deS Gewinnes un Sinne deS Einkommen- und Körperschaf tsfteurraesetzes, sowie 5,5 Prozent deS Gewerbekapitals ausmacht, kann umnöglich weiter erhöht werden, ohne datz das Preis­niveau im Inlcrnd geffeiaert und die Wett­bewerbsfähigkeit oer deutschen In­dustrie auf den ausländischen Märkten un» aünftig beeinflußt wird. Angesichts die­ser Lage muh verlangt»werde,!, dah auch in der öffentlichen Wirtschaft der selbst­verständliche Grundsatz, der in der Privattvirt- schaft herrscht, endlich Anwendung findet, dah nämlich die öffentlichen Ausgaben unter allen Umstünden sich nach den zur Verfüguna stehenden Sinnahmen richten, ferner dah durch eine ernsthafte Inangriffnahme berVer- waltungsreform mit dem Ziele einer Acichsvereinheitlichuna unter gleich- Aei tiger Des chränkung des Oluf gaben- k reifes der öffentlichen Gewalten der not­wendige Abbau der steuerlichen Lasten vor­bereitet wird.

Unter dieser Voraussetzung haben ine Kam­mern die feste ^'erlicht, dah es der Wirt­schaft gelingt, der Schwierigkeiten Herr zu werden und die Grundlagen zu Wetter fort­schreitendem Ausbau zu festigen."

Weiterhin wurden behandelt neue, für alle Kammern gemeinsame Vorschriften für Dücherrevisorensowie sonstige Sach­verständige, Me demnächst In Kraft gesetzt werden sollen.

Herr QH a r jt < Wiesbaden) unterbreitete der Versammlung einen Antrag, die beiden Eisen- babnblrcftionen Vlatnz und Frankfurt zu er» suchen, künftig die zur Zeit erscheinenden beiden Laschenfabrvläne tn einer Ausgabe zu vereinigen Ebenso hielt er «S für zweckm. baß in den DlrektionSsahrplänen <mch außer den OmnibuSlinien die von der Reichsbahn und von der Reichspost betrieben werden, die pri­vaten Omnibuslmien Aufnahme finden.

SeaeWge auf dem Soherodstops.

WSR. Auf dem Hohervdskopf flog dieser Tage mit seiner neuer baut en Schulsegelmaschine der junge Gelnhäuser Flieger Fr. Har tz. 3m Gegensatz zu den seinerzeitigen Versuchen mit der aletchen Maschine aus der .Müllerwiese" ver­liefen alle Flüge mit schm em Erfolg Die 6tart- inöglichleiten waren durch starken Wind begün­stigt. die Landungsmöglichkeiten der vielen Steine wegen dagegen weniger günstig. Der Apparat erwies sich den an ihn gestellten Anforderungen

gewachten. Ein weiteres Hochleistungsfkugzeug ist dieier Tage fertiggestellt worden. Ss soll bei günfHTDutenmg gleichallS au* dem Hvhe- rodskl ftarten. Man hosit. mit dieser Maschine eine größere Strtrfc überfliegen zu Kimen.

Oberheffen.

Landkreis Gieße«

A l ten-Duseck, 1. Aov Am Samstag wurde im nahen Walde eine biefige Frau auf einem Spaz eraang von r.nem fremden TEcnne angegriffen unb. da sie sich wegen geschwächter Gesundheit nich energtf<t> zur Wehr letzen konnte, schwer mißhandelt Von dem later fehlt bis jetzt jede Spur.

1) Rüddingshausen. 1. Ro. Am Sonntag fand h er die Feer des diesjährigen Erntedankfestes bei vollbesetztem Gvttcs- Haufe statt, wobei der Männergelangvere-.n und die oberste Schulklasse durch Gesänge sehr zur Bereicherung des Gottesdienstes 5; trugen. Pfar­rer T h o r n teilte am Schüsse des Gottesdienstes der Cfremanbe mit. dah er auf Wunsch deS De­samtkirchenvorstandes deS neugegrunbeten Kirch spieles Odenhausen durch Verfügung der obersten Kirchenbehörde zum ersten defini­tiven Pfarrer ernannt worden sei.

(J lang-®ön«. 1. RvD. Das Wohn- hau» der verstorbenen LehrerSwitwe Mann lAmthausstrahej wurde von Uhrmachr Lenz, der vor einigen Monaten von Frankfurt a. M nach Lang-Göns übergesiedelt ist. käuflich er­worben. Herr Lenz hat einen modernen Laden einbauen lassen, bet demnächst fertiqgestellt sein wird. Damit ist ein lang gehegter Wun'ch vieler hiesiger Einwohner, einen Uhrmachr im Dorfe au haben, in Erfüllung aegangen. Wie alle 3ahre, so sind auch Heuer wieder mehrere Dreschmaschinen im Dorfe, die von Haus zu HauS fahren, um das Getreide auSzudreschn. Zur Zeit der Ernte stehen die Maschinen im Felde, damit auch geringere Mengen Frucht ge­droschen werden können. Die meisten Landwirte allerdings ziehen vor. ihre Getreide einzufahren unb bann auf einmal im eigenen Ho^e auszu- brefchn.

! Aus dem südlichen Teile beS KreiseS Gießen. 1. Rvv. Selten haben bie Landwirte einen so freundlichen Herbst wie diese- Jahr Tag für Tag kann ununter­brochen gearbeitet werden. Die Felber find nahezu geleert, unb überall sieht man fktfoige Hände, die Gruben auSwerfen, um bie Dick - Wurz. die ebenso wie die Kartoffeln vortreff­lich geraten sind, einzuwintern. Die Winterfrucht ist auch fast ganz gesät. GS wäre gut, wenn bald ein ßanbreaen käme, damit sie keimen kann. Durch das herrschende günstige Wetter sind die Feldwege tadellos 1 r o ck e n , waS besonders von den kleinen Landwirten, die mit Kühen fahren, angenehm empfunden wird: denn bekanntlich werden die Zugkühe bei nassen Wegen stark überanftrvngt, fo datz der Milch­ertrag erheblich zuruckgeht. Aber auch schlimme Gäste haben sich durch die trockene Witterung In Menge eingestellt und vermehrt: die Feldmäuse. Hebe toll, besonders an Rai­nen und Hecken, sieht man sie huschen. Auch hier könnte nasse- Wetter mithelfen, daß der Schaden, den sie anrichten, nicht allzu groß wird.

* Lich. 1. Rvv. Auf dem Hochkirchen- tag. der in der vergangenen Woche in Berlin stattsand unb der «hx eindrucksvolles Bekenntnis Aum neuen Willen zur Kirche war. wurde Stiftspfarrer vchorlemmer von hier einstimmig zum verantwortlichen ersten Schriftleiter der .Hochkirche" gewähll. einer bereits im 9 Jahrgang erscheinenden theo­logischen Zeitschrift, tne zu den lährenden Or­ganen auf dem Gebiete bet liturgischen Wissen­schaft gehört. Stiftspsarrer Schvrlemmer. der schon seit Jahren in der hochkivchllchen und ökumenischen Bewegung als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig ist, wird in der Schristleitung unterstützt werden von dem Schweizer Pfarrer G l i n z in Müllheim, einem bekannten Vor­kämpfer in der hochlirchlich-ökumenischen Be­wegung Der seitherige Schriftleiter der ..Hoch- ürche". Superintendent B tonisch in ReimS- toaibau lSchlesien), hat in Rückficht auf sein hohe- Alter die Schriftleitung niebergelegt.

1. jungen, L Roa Aus bem heutigen Schweinemarkt waren 892 Ferkel jum Ber­kaus gestellt. Der Handel gingWeppenb. es ver­blieb ein großer Ueberftanb. Die Ursache hierfür

bür*N m bem großen Snft riefe, her späten Jahres- zeit unb wohl auch m dem gteichzeitzgen Markt tn Dnenberg zu tuchen fein. Bezahlt wurden hk sechs Äschen die Tiere 8 bis 10 Mark, sechs bio acht Wochen eile 10 Wo 15 Mark, acht bts zehn Lochen alte 15 bis 20 Mark, zehn bis zwölf Wochen alle 20 bi» 25 Mark. Huf dem Ärämermarft waren weniger Stände als hn vorjadre erschien en. Der Besuch aus der Stabt unb aus der Umgegend war -der sehr gut. bie Kauflust sehr rege.

Ober-Hörgern. 1. Roo. 3m Aller von 77 fahren verschied nach kurzer Krank­heit der Landwrrt unb langjährige Veig^ortmete Philipp Müller. Mt ihm ist eia Mann -tn ?-*nn Schrot und Korn, ausgeftattet mit ganz oor-ualichen 5barallcrtigen,chaftcri, dahin- gegangen. Die arotze Teilnahme an ,einer Be­erb igur^ gab beredtes Zeugnis dafür, welche Liebe unb Anhängllchke t er well über bie Gren­zen ferner Gemeinde de. jedermann genoß. Mit seinem prattifchen Dissen und Können stand er gerne jedem mit Rar und Tat zur Selle. Aus dem Gebiete der Dreh- unb Warmblutzucht hat er sich schon frühzeitig hervorragend betätigt. Aus landwirtichalluchen Ausstellungen und Schauen tn der ^ortr.egszeit hat sein Rame stets einen guten Klang gehabt Bis zu feinem Tobe hat er bie Fortschritte auf allen Gebieten der Landwirtschaft m.t grobem Jnterefte unb selten geistiger Frische stets verfolgt.

Kreis Schotten.

x. Schotten, 1. Rvv. An den beiden letzten Sonntagen fanden hier A u s b i l du ng s k u r fe der Führer der Freiwilligen Feuer­wehren des Kreises Schotten unter Leitung des KreiSamts Schotten statt. 3n einer Reihe von Vorträgen wurden bie Kommandanten der Wehren über den neuesten Stand des Feuer­löschwesens unb der Brandbekö mpfuna belehrt. Die Freiwillige Feuerwehr Schotten führte einen glänzend gelungenen Drandangriff vor und be­wies ihre altbekannte Schlagfertigkeit. Ss wurden ferner wohlgelungene Schaumlöschversuche zur Be­kämpfung von Benzinbränden fettens der Mi- nimarfirma vorgeführt Sin gemütliches Beisam­mensein unter Mitwirkung bet Feuerwehrkapelle schloß sich an bie Hebungen an. - Seitens ber Stadt ist für die Wehr eine Motorspritze 1300 Liter Leistung pro Minute» angekchaf t wor­den, bie eine außerordentlich wertvolle Ergän­zung der stäbtischen Löschqerätschaften darstellt. Bei etwaigen Bränden tn den nahgelegenen Gemeinden wird diese moderne Spritze bclfenb eingreifen. Tie Herren Branddirektor Brau­bach IGießen) und Dämmt Friedberg) wohnten den Kursen und den Hebungen bei. Der KreiS Schotten hat für bie Zwecke deS KreiseS ein eignes Auto angeschafft (5 Sitzer- Opelwagen), ber in diesen Tagen ankam und in Betrieb genommen worden ist. Pfand­meister Jakov Eise unb Frau feierten dieser Tage daS Fest der golbnen Hochzeit. Glück­wünsche auS nah und fern, auch seitens deS Herrn Reichspräsidenten unb deS Hess. Staates. deS KreiseS unb bet Stadt Schotten wurden bem Jubelpaar zuteil

Saubad), 1 Noo Dieser Tage hielt sich ftammerbireftor i N. Th. Müller (Darmstadt) hier auf, um im Auftrage derRömisch-Germanischen Kam misston" des Deutschen archäologischen In- stituts die alten Straßenzüge festzustellen. Dies ist van besonderer Bedeutung, da diese alten Straßen teilweise schon in vorgeschichtliche Zeit fal­len unb alte Handelswege vom Süden zum Worben darstellen, auf ihnen brachten schon in der Vorzeit die Männer des Süden» den nordischen Jägern ihre Kostbarkeiten und tauschten kostbare Pelze und andere Erzeugnisse der kälteren Zone dagegen aus. Auch hat man beobachtet, daß an den Kreuzungen dieser uralten Straßen Ansiedelungen und Friedhöfe (Gruppen von Hügel- und Flach- qräbem) sich fanden. Ein Teil dieser Straßen ging sogar vom Limes", der römischen Reichsorenze. aus. Man muß wohl annehmen dah auch die Rö­mer schon daran gebaut haben, da sie zu ihren Vor­stößen in das aermanische Gebiet aut» Straßen zur schnellen Beförderung ihrer Heere brauchten. Auch dienten sie wohl zum friedlichen Verkehr der Ger- manen und Romer, da Jahrzehnte der Waffenruhe die kriegerischen Unternehmungen ablösten: in sol­chen fand ein lebhafter Warenaustausch statt. Kam- merdirekior Müller hat recht belangreiche Forschungen gemacht. Er bat einen sehr alten Straßenzug von öaubadj durch die sog. ..Galgen

hohl' und basBhe Gericht" ead- Bl Klagt« teftgefteilt j)itr teilt sich bn Straße Der mm Straßen zag zieht nach Glaubzahl, der andere nach Hungen. Außerdem wurde die uralte Straße von Hungen. «onnenrotb. Hessen- drücket Hammer (die sog. Jtofre Straße", noch Grünberg durchforscht. betrieben die alte Heeresftraße vom Falltorhaus (^Kilians- herberge'» bet Schotten dis Gonterskir­chen Ebenso wurde der Verlauf der Straße LaubachSchotten teilweise durchforscht wie auch die sog.Vite Frankfurter Straße', die auf der Wasserscheide der oberen Detter und der oberen Horloff läuft An chr liegen auch an einer Kreuzung der eiten Dege zahlreich« Hügel­gräber. wie auch laiche sich am -alten Geratzt' (brm. .Hohenberg', fanden. Im kommenden Früh» lahr wird Herr Müller feine Forschungen fortsetzen. Das Ergebnis wird er dann in den . Mitteilungen de» oderhefsilchen Geichichtsvereins'. redigiert von Uniocrsttäts-Bchllolheksdtrekwr Vrof. Dr. Edel, oer- öffenilichen. Der hiettge ,. ® f t g orte - n b . « V H. E unternahm am Scmntag unter Füh­rung von Uhrmacher P o t h frtiw Monatsw^n» berung nach Bad Salzhausen. Dte Wanbe- nmg ging über Ulfa zur Haubenmühl«. wo man Gelegrnhe-t nahm, das wuTtdervolle Glockenspiel tm .Westmtnsterklang" «u Höven den prächttgen ,)achwerfbau tn alt6eui<4Km Sttl zu besichtigen. 3n Salzhausen würben bte Kuranlagen burchwandert dann ging'- nach R i d d a. von wo aus mit bem Adenbzug die Heimkehr angetreten wurde. Gtn frecher Diebstahl wurde im Haufe eures 6te* gen Fabrikanten begangen, dem 50 Mark aus dem im Hausflur hängenden Rock entn>rxbet wurden. Die des Diebstahls dringend verdächtig-m Per­sonen waren mit dem Bormlltagszug tn Richnma Mücke abgedampft. 3m Auto wurde alsbald die Verfolgung der Langsinger am'genomma^ unb es gelang, das Kleeblatt ^tpe* Männer unb eine Frauensperfonl auf der Strohe zwischen Merlau und Rieder-Ohmen dingfest gu machen. Die Verhafteten hoben die Tat eingestan­den- 35 Mark fand man bei ihnen noch vor. das andere bähen sie bereits für EstworeM. Süßigkeiten und AUohol ausgogeben.

>( Ruppertsburg, 1. Avv. 3w ba letzten Zeit wurden auf unser« Station s a st täglich 2epsel verladen. Es kosteten bk Kelleräpfel 2.50 bis 320 Mark. Tafeläpfel 10 bis 12 Mark pro Zentner, je n.'ch Sorte und Qualität. Wirtschaftsobst kam bis letzt trxnia zur Verladung. Der Preis für Kellervbst muß als äußerst niedrig bezeichnet werden und er- klärt sich teilweise aus beui Qllaffencnaebot m- folae der Rekordernte, aber auch aus ber Tat­sache. daß man dickste Wirlfcha'tsäpfel. wie z, B. schöne Schasnasen, ja vertchiedentllch sogar Gold­parmänen. herunterschüttelte, die bei Sortierung bester hätten verwertet werden können. Hier fanden zwei Güterverftei gerungen statt Dabei wurden bezahlt, für Ackerland 330 bis 660 Mark, für Wielen 780 Mark, für ein Baum- stück 250) Mark, alles pro Morgen.

± Groh-Eichen, 1. Avv. 3n unserer Gemeinde fand eine ordentliche Kirche» Difitat ion durch Dekan Schmidt ausCbrftn- beeg statt Vormittags richtete ber Bifitatvr im Gottesdienst mahnende Worte an die Ge­meinde. Ankchliesvend daran sand rne Sitzung der kirchlichen Körpertchasiien fhrtt 3m Aach- mittagsao «esdienst war enw Prüfung ber Schul­en der und der Thristenkehrpstichttgen Man konnte mit den Ort ft tmam ber K mder als auch der Schuientlasteoen Mifrieben fein. 3m kom­menden Frühjahr soll in unterer Gemeinde ern neues Pfarrhaus gebaut werden, da das alte, bas aus dem 3ahve 1670 stammt, feucht unb ungesund ist. Mit ber Rus'ührrmq wurde das Hochbauamt Büdingen. 3roetflftc.1e Schotten, beauftragt Sobald Me Witterung es ertaubt, trfl mit dem Bau begonnen werden.

4-. Lardenbach 1. Rov Unter langjäh­riger Pfarrer A Weinberger ist noch Stockhausen bei Lauterbach ü berget iedell Bereits im Aprtt vorigen Jahres war er m den Ruhestand getreten Pfarrer Weinberger hatte feine gante Amtszeit in unserer Gemeinde zw- gebracht (18881926). Er war feiner Gemeinde stets ein treuer Seelsorger Allgemein wird sein Wegzug sehr bedauert. Unser Kirchenvorstand überreichte in Stockhausen dem früheren Seel­sorger ein Bild der Stätten, wo er gewirkt unb gelebt hat, als Andenken. Un'ere Ptarr.i wird zur Zeit von Groß-Eichen aus versehen

Kameraden.

Roman von Felix Moefchlln.

Copyright by Earl Dunckcr. Berlin W 62-

3. Fortsetzung. Nachdruck verboten.

rll'ch der Assistent schaute gedankenvoll In die Luft.

Doch uxi6 unseren Lutz betrifft. fuhr der Pro- feflor (ort.jo wird es auf Grurch unseres Mate­rial» aus dein nächsten Äongreffe zu einer sehr Inter- rstauten Kontroverse mit nwlnem Heidelberger Kol- legen konmien.'

-Vch zweifle nicht davon. Herr Proseffor.'

..Es wird |id) nun darum bandeln, unseren P»r- iienlen lanwam in die Wirklichkeit von 1925 hinein- zufichren. Weiß er, nxe der Krieg au »gegangen ist?'

Vch habe chm mttgeteilt baß axr nicht ge­wonnen. haben Er hat e» mcht so schlnmn aus­genommen. wie zu ermatten gerne» en rod re. *

..Weiß er von den Begleiterscheinungen des Winter» 1918 19?"

.Vn großen U nnffen. 2ch hielt e« nicht für nötig, aus Einzelheiten ein zugehen

.Gewiß, «der er weiß sedensalls. daß wir eine Republik sind. hat er sich damit abgefunben9*

..Leicht, wie e» mich dünkte. Er nickte sogar mit dem Kopf."

..Also sehr wahrfchembch eine Bermebrung der L'mtfparteien um eine Stimme. Wir werden es er­tragen können."

Der Assistent iächeUe oerständmeooU

. Daß lern Vermögen oertoren gegangen ist. lüerben Sie ihn, nntgeteilt haben?"

..?iein. noch nicht ($ schien mir ertöns zu gc- iährltch."

. Ökini richtig. In dezrig aus da» Geld sind d>« Leute oh empfindlicher als in bezug auf pvsitische Dinge. Bon Der Scheidung und DiederverheiSatung feiner Frau wird er hosienllich auch noch nichts wissen?"

..Rein, wir Haden sorgfältig alle» vermieden, wo« in dieser Richtung auch nur eine leise Andeutung geben kömit.-

.Hoben Sie unser Gutachten von 1922 zur Hand"'"

Hier ist es. Herr Prosestor.'

Geben Sie her " Er la«. .Ha. unheilbar. Dir konnten baznal'3 nikht« nnbere« schreiben. Der Blitz oon gefti-m durste nicht in Rechnung gestellt werden. Wir hatten das Recht, zu schreiben, was wir ge­schrieben haben. Und die Frau halte da« Recht, sich wieder zu verheiraten. Da« nicht stimmt, tfl eigentlich bloß dieser Blitz, 'llknn dieser Blitz nicht gewesen wäre, hätten wir recht behalten. Da« tut unfer Patient heute''"

..Er wartet auf seine Frau."

..Ja. diese Frau ..." Der Prosestor ging nervös auf und ab

.Herr Profcstor, wenn Sie gestatten, so möcbte

n noch nuticilen, daß ich mir erlaubt bab<. einen kurzen Bericht an die Zeitung zu schicken."

.Leitung? Da» Hebe ich nicht.

»2ch habe in diesem Berichte auebnhfHd) auf den Erfolg unserer Behandlung hingewiesen.' Er über­reichte dem Proiestor da, Blatt.

..Hm", iagte ber Prosestor nach der Lefture. .ich liebe e« wie gejagt, nicht, aber da t« sich in diesem Falle um eine Angelegenheit von allgemeinem Inter- este handelt ... Ist noch etwa« zu besorechen^"

..Herr Prolesior. ich bin Braunschweiger Ich wäre Ihnen <u großem Danke oerpftichtet. wenn Sir e« mir ermöglichten, an unserem Heunatsefte mtlzuwirken. E» handelt sich um zwei T<rge Ich liebe meine Heimat."

..Selbstverständlich. Herr Dollar, die Heimat hat da« erste Recht auf 6k.'

4.

Hermann Wehn. Dirrttor der glerchnaimgen Finna. .Vinport. Expott", kam mit raschen Schritten in» Bureau an der Amatienstraße in Hannover, durchmaß da» B.'rderzrmvier. cfme sich umzusehen, trat m» zweite Zimmer, schloß bw ge; olstette tür hinter sich zu und iraate den kleinen Mann am Fensterpuite ohne den Hut ober den leichten Som­mermantel obsunebmen: ..Wa« nm wir. Gold­manns"

Der kleine Mami. der an olche Umgragssormen gewähnt zu fein schien, bot ruhig den Koos, musterte feinen Ehes eenen kl «gendUck lang prüfend und sagte dann fachlich und kühl: _tluft>ören '

Der Direktor lachte, stutz» unö tagte. Wessen Sie denn wa« ich meine, (üotbmann?*

Natürlich.' feerte der kleine Mann.

..Ist da» so natürlich?'

..In diesem Falle jo. Dir haben zwei Geschäfte, die bald aushören muffen, davon eine», da» womög­lich sofort auH)ören müßte. Und da» tft diese»."

.Schade, so em hübsche» (9eid)ä,t!J

..Gewiß. Und mit ein bißchen Bescheidenheit wäre es noch lange ein hübsches Geschäsi geblieben, fo wie die Menschen mm einmal beschossen sind. Ich habe Ihnen diesen Borwurs schon einmal n»achen müssen Bor ein paar Jahren ist e» beim russischen Geschan ganz ähnlich ziigeganoen. Man will zuviel."

,.ö» war doch alle« so hübsch emgesädeit."

..Die Norweger sind eben doch noch gescheiter, als man meint."

Sie wissen ja noch ganz gut. wie wir auf den Gedanken gekommen sind, Goldmann."

..Sie wrsten aber wähl ebensogut, daß ich Sie aus die Gefahr aufmerf>om gemacht habe "

..Selbitoerftonblid). da« ist auch Ihne Schuldigkttt gewesen."

..3d) habe Ihnen schon damoi« au «einander- gesetzt wenn öte diesen Rückblick gestatten wollen. Herr Direktor .

Mit Vergnügen." sagte Hermann Wehn, lieh sich auf einen Smhi nieder und nahm den Hut ab ..Lhnen gestatte ich alle»."

.Lch habe Ihnen schon damals nise^andergesetzt. Herr Direhor. daß wir uns mit bem Gewinn, den uns der Verkauf dec Branntweins an der Terri- tonalarenze einbnngt. begnügen müßten unb 'oll- len. E» war zwar fein übermäßig großer Gewinn, aber dafür ein Gewinn ahne Rncko Die Norweger wollen Schnaps tnnfen Denn ihnen also da« ver­bot rm eigenen Lande Hmderniste in den Seg legt, so werden fee den 6pnt rmtdxnuggetn unb teuer bezahlen. So ist der Menich Mit ^rchnapi rft immer ein Geschäft zu machen. Air bürten wir un« mcht selber mit bem Schmuggel bei Hastigen sollen Schon mit diesen Bennmotordooten die wir für teuere» Geld vermieteten, liefen wir ein Risiko, da« sich nicht mehr genau berechnen ließ. Sie werden sich an meine diesbezüglichen Zahlen erinnern '

..Unaefähr. Immerhin fanwn wir bamtt auf do« des Spntpreifes.'

Um fo eher hatten wir un» damit |«friebe- geben dürfen.

Da« andere war so oettühversich. Neber Grld marm. unb es log auf der Hand.'

Man darf nicht olle« hin. was auf der Hand liegt. Herr Direktor. Mr hätten d«e Beraubung der Spritschmuggler nicht orgamfteren foOen."

..Dir waren nicht die Ersten."

..Rein, wir waren nicht dir Ersten. Dir sind, aufrichtig gestanden, mcht auf diese 6bee gekommen, darum waren wir nicht he Ersten "

^vielleicht.'

Die Idee war genial. Die Hauber erhielten den Branntwein gratis unö brauchten Mnr Sagst zu haben, daß sie oon den Schmugglern angezeigt würden. Und dennoch hätten wir diese Käufe er nicht organisieren fallen."

..Aber sie brauchten Hrfte unb Organisation, wenn da» Geschäft wirklich em Gefcktzi't werden sollte. Und war e« nildt hübsch, den Vrannlwein. den wir zuerst wrtauft. d>um oerfruäVet hatten, noch einmal tn die Hände zu kriegen unb nach ein­mal zu verkaufend"

Denn sich die Schm regier und Me Räuber schiiehitch nicht gefunben hätten' Sie Haden sich na- mrgr^ « finden müßen >^tzt teilte sie den Gewinn unb da sich unter fappdlpiel heran gestellt hat. so werden wir feinen Liter Dmnntwein mehr an den M-ran bringen. Untere Rennboote sind ichon ausgeschattet. Sie liegen untätig ch SkrSenftad '

..Schade. Tenn da« Geschäft noch ein Iadr ge­gangen wäre, fo Höne ich mit dem Gewin-» die deutsche Erdölmdustrie auf eine andere OruniMngt gestellt."

..6a. aw die Dinge siegen. Herr Direftor. wer­den Sie sich wahriche-n'ich ganz au« der Erdöl- mdustr»e zuruck.ziehen muffen.'

Hermann D.hn stand auf. Brarnttwemgeichäst

Einverstanden. Rur be Rennbootk ... Holk, diese Boote werden axr der norwegischen Zoll- -*ra>c!iu3? verkaufen. Hübsch Wenigsten« em ge- onster Irost. Die Schmug>?!e- werden sich wundern, wenn die Zöllner auf einmal rascher fahren al« ste. Ihre Sache. Goldmann.'

3d) werde mich sofort mit D*U> in Verbindung 'etzen. E« ist übrigens eine hübsche Idee, die Rotor- boote an öie Kea^r-^ng jj oerkausen." Er sicherte. ..Eine sehr hübsche Idee. Herr Direktor"

. 7 "k rnabr. Goldmann. E§ siegt ein gewester -'fr! d Was gibt» Beu es?" Er wie« auf Mt Zeitungen.

(Fortsetzung folgt)