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fahrstühle, sofern sie ihrer eigentlichen Bestim­mung dienen, auf Wagen der Reichspost und der Telegraphenverwaltung, mit der Maßgabe, daß schwere Paketwagen nur in der in § 1 vorge­schriebenen Richtung fahren dürfen.

§ 3. Kraftfahrzeuge jeder Art dürfen

bis 30, Johannisbeeren 25 bis 30, Zwetschen 30 bis 70, Mirabellen 80, Reineclauden 60, Honig 45, junge Hahnen 100 bis 110, Suppen­hühner 100 bis 110 Pf. das Pfund: Eier 12 bis 13, Blumenkohl 10 bis 80, Salat 5 bis 10, Salat- gurken 20 bis 60, Einmachgurken 4 bis 8, Ober- Kohlrabi 5 bis 15, Rettich 10 bis 15 Pf. das Stück, Radieschen Bd. 10 bis 15 Pf.

Bornotizen.

Tageskalender für Dienstag. Stadttheater: Gastspiel des Bad-Nauheimer Stur= theatcrs, 8 Uhr,Der Garten Eden" (Ende nach 10.30 Uhr). GesangvereinHeiterkeit": 8.30 Uhr, Schützenhaus, Familienabend. Turnverein von 1846: Turnhalle, Siegerehrung. Palast Lichtspiele: Das süße Mädel". Astoria-Lichtspiele: ,/Der Mit- ternachtsexpreß".

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2. U. Bon der Landes-älniversi- t ä t. Dem Lic. Peter Brunner wurde die venia legendi bei der Theologischen Fakultät für das Fach der systematischen Theologie erteilt.

** Personalien. Ernannt wurden am 15. Juli die Kriminalwachtmeister Heinr. K e i m p und Franz G l a d e l $u Darmstadt, Karl Hof­mann und Ernst ©länger in Gießen, Wilhelm Kornrumpf zu Bad-Nauheim, zu Kriminalsekre­tären, sämtlich mit Wirkung vom 1. April 1927.

** Erledigte Stelle. Die Amstgehilfen- stelle bei dem Amtsgericht Friedberg ist zu be­setzen. Bewerbungen nur bereits angestellter Amts- gehilfen sind bis 10. August d. 9. bei dem Justiz- minister einzureichen.

WSR. Die Hundstage. Die Zeit, in der auf der nördlichen Halbkugel unserer Erde der Hundsstern, der Syrius, sichtbar ist, der in strah­lender Helle über den Horizont leuchtet, haben am 24. Juli begonnen und endigen am 24. August. Die Hundstage gelten als die Zeit großer Hitze, wenn der Himmel unbedeckt ist. Im Laufe der letzten Jahre war indessen die Witterung während dieser Zeit häufig kühl. Rach dem reichen Regen- fall in diesem Jahre wäre es zu hoffen, baß die noch vor uns liegenden Hundstage Hitze brächten.

* Die Portoerhöhung wirkte sich in den letzten Tagen in einem starken Andrang des Publikums bei den Postämtern aus: immerhin hatte man, wie wir von zuständiger Seite erfah­ren, bet der Post mit einem noch stärkeren Der- kehr gerechnet. Der Briefverkehr ist, soweit sich das bis jetzt übersehen läßt, nicht zurückgegangen. Doch scheinen die neuen Gebühren in weiten Kreisen des Publikums noch nicht bekannt zu sein, was aus der überraschenden Tatsache her­vorgeht, daß gestern noch ungefähr jeder vierte Brief nach dem alten Tarif freigemacht, von Postscheckbriefen fast die Hälfte überhaupt nicht frankiert war, was natürlich sowohl für das Publikum wie für die Post einen nicht unerheb­lichen Mehraufwand an Arbeit und Kosten verursacht.

' Gebührenänderungen im Aus­landpost verkehr. Aus Anlaß der am 1. August in Kraft getretenen Gebührenerhöhung für den innerdeutschen Berkehr treten im Ver­kehr mit dem Ausland folgende Aenderungen ein: Für Sendungen nach der Freien Stadt Danzig, Litauen und dem Memelgebiet, Luxemburg und Oesterreich gelten gleichfalls die künftigen inner­deutschen Gebühren. Im Berkehr mit Ungarn

Der Plan über die Herstellung ober- irdischer Telegraphenlinien a) an der Landstraße von Gießen nach Lollar km 3,4 bis 3,55; b) in der Grabenstraße und am Lindenplatz in Wieseck liegt bei dem Postamt in Gießen von heute ab 4 Wochen aus. 6988V

Gießen, den 2. August 1927.

Telegraphenbauamt.

bleiben die Gebühren für Briefe, Postkarten und Blindenschristsendungen unverändert, dagegen unterliegen fortan Drucksachen, Geschäftspapiere, Warenproben und Mischsendungen den Inner- deutschen Gebühren mit der Maßgabe, daß für Geschäftspapiere und für Mischsendungen, die Geschästspapiere enthalten, stets ein Mindestsatz von 20 Pf. erhoben wird. Drucksachen, Geschäfts­papiere und Mischsendungen im Gewicht von mehr als 1 Kilogramm nach den vorgenannten Ländern unterliegen den Gebührensätzen des Weltpostverlehrs. Ferner kommt im Verkehr mit dem Saargebiet, mit der Freien Stadt Danzig, mit Litauen und dem Wemelgebie4, Luxemburg, Oesterreich und Ungarn für Zeitungen und Zeit­schriften, die unmittelbar vom Verleger ver­sandt werden, für geheftete und gebundene Bücher, die nicht zu Ankündigungen oder An­preisungen dienen sollen, und für literarirsche und wissenschaftliche Werke, die zwischen ge­lehrten Anstallen ausgewechselt werden, eine Ge­bühr von 5 Pf. für je 100 Gramm zur Erhebung. Dieser Satz soll auch im Verkehr mit den übrigen Ländern, nach denen die vorgenannten Arten von Drucksachen zugelassen sind, gelten: die ermäßigte Gebühr von 3 Pf. bis 50 Gramm fällt künftig weg. Im Grenzverkehr (30 Kilometer beider­seits der Grenze) mit Belgien, Dänemark, den Niederlanden und der Schweiz beträgt die Ge­bühr für Briefe für je 20 Gramm 15 Pf., füu Postkarten: einfache 8Pf., mit Antwortkarte 16 Pfennig, ferner, jedoch nur im Verkehr mit Däne­mark, für Geschäftspapiere für je 50 Gramm 5 Pf., mindestens 15 Pf. Die übrigen Auslanb- gebühren bleiben für den Briefverkehr unver­ändert.

** Ein Unfall ereignete sich heute morgen gegen halb 9 Uhr bei dem Reubau deS Seilermeisters Rebhuth in der Schietzgarten- straße. Dort stürzte der beim Jnnenbau beschäf­tigte Maurer Heinrich Diefenbach von der Firma Lernmer-Lollar ab, fiel bis in den Kellerraum durch und zog sich dabei erhebliche Verletzungen zu. Das städtische Sanitäts­auto brachte den Verunglückten nach der Chirurgi­schen Klinik.

** Aus der Lahn geländet wurde heute vormittag in der Nähe der Militär-Schwimmanstalt die im gestrigen Polizeibericht als vermißt gemeldete Frau W. von hier mit ihrem Kinde; die beiden Leichen wurden nach dem Friedhof gebracht.

** Abholung der Sieger vom Kreis- t u r n f e ft. Die siegreichen Mitglieder des Turnver­eins 1846 treffen heute abend, von Darmstadt kom­mend, 9.06 Uhr hier ein und werden mit Musik vom Bahnhof abgeholt. In der Turnhalle findet anschlie­ßend die Siegerehrung statt (Näheres in der heu­tigen Anzeige.)

** E i n neuer 50 0. G a st im Flugplatz- Cafs und somit Gewinnerin eines Freiflugs ist Fräulein Elisabeth G o n t r u m aus Wieseck, die ihren Flug nach Frankfurt ober Kassel wohl bald unternehmen wird.

** Born städtischen B o l k s b a d. Die Räume für Dampfbäder und Massage im Volksbad werden z. Z. hergestellt: sie werden daher vom 3. August ab bis auf weiteres geschlossen.

§ 5. Das Radfahren auf dem Marktplatz ist verboten, ausgenommen zwischen Kirchenplah und Schulstrahe.

§ 6. Zuwiderhandlungen werden, soweit nicht nach anderen Bestimmungen höhere Strafen ver­wirkt sind, mit Geldstrafe bis zu 150 Mk. oder mit Haft im Rahmen des § 366, Ziffer 10, R.- St.-G.-B. bzw. des § 21 des genannten Gesetzes über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen, bzw. des § 44 der genannten Verordnung über Kraftfahr­zeugverkehr bestraft.

Gießener Wochenmarktpreise.

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 180, Matte 25 bis 30, Käse (10 St.) 60 bis 140, Wirsing 20, Weißkraut 20, Rotkraut 30 bis 35, gelbe 'Rüben 15, rote Rüben 12 bis 15, Spinat 30 bis 40, Römischkohl 15, Dohnen, grüne 20 bis 30, gelbe 30 bis 35, Erbsen 25, Tomaten 20 bis 60, Zwiebeln 20, Rhabarber 10 bis 15, Pilze 25 bis 30, Kartoffeln 7, Frühäpfel 45 bis 50, Falläpfel 5, Heidelbeeren 45, Stachelbeeren 15

Großer Bock- und Ziegenmarkt verbunden mit Prämiierung in Hungen

Montag, den 8. August, vorm. 9 Uhr. Gemeinden und Zuchtvereinen ist hier die beste Gelegenheit zum Ankauf von erstklassigen Deckböcken der weihen, horn­losen Saanenziege geboten. Gleichfalls kommt auch gutes weibliches Zucht material zum Verkauf.

Sn"! b°" > -lugnst 1927.

Hessische Bürgermeisterei Hungen: Fendt.

Kreisziegenzuchtberein Gießen: Fenchel. D

vor dem Hund, auf dem Strich und auf dem Ansitz an Stoppelfeldern bietet viel Unterhal­tung.

Auer-, Birk- und Haselwild haben ebenso wie der Fasan noch Schonzeit. Dagegen ist in Preußen die W aldschn epf e wieder frei.

Das Raubzeug ist schlecht im Balg. Der Jungfuchs wird bald selbständig. Der Dachs sucht gern Gärten oder Obststücke auf, um Fallobst zu äsen.

Besondere Aufmerksamkeit ist immer aufs neue jagenden Hunden, streunenden Katzen, der Krähe und dem Wiesel zuzuwenden. Erfolge auf der Riederjagd und Gleichgültigkeit gegenüber diesen ihren größten Feinden schließen sich aus.

Hubertus.

Regelung des Verkehrs innerhalb der Stadt Metzen.

Am Mittwoch, 3. d. Mts., tritt die Polizei­verordnung zur Regelung des Ver­kehrs innerhalb der Stadt Gießen in Kraft und wird von diesem Tage ab durch­geführt. In ihren wesentlichsten Punkten be­stimmt die Polizeiverordnung folgendes:

§ 1. Sämtlicher Fährverkehr (mit Kraft­fahrzeugen jeder Art, sonstigen Fahrzeugen jeder Art, einschließlich Fahrrädern, Hand­wagen) durch den Seltersweg darf nur in der Richtung KreuzplatzFrankfurter Straße er­folgen. Auch Fahrräder, die geführt werden, fallen hierunter. Die rechte Straßenseite ist hier­bei einzuhalten. Im Verkehr zwischen Goethe- straße und Löwengasse (und umgekehrt) darf der Seltersweg gekreuzt werden.

§ 2. Die Bestimmung in § 1 findet keine Anwendung auf die Wagen der Polizei, der Straßenbahn, der Feuerwehr, des Krankentrans­portdienstes, der städtischen Straßenreinigung und der Müllabfuhr, auf Kinderwagen und Kranken-

Hus der Provinzialhauptstadt.

Gießen, den 2. August 1927.

Die Jagd im August.

August, der Erntemonat, ist gekommen. Menthalben in Feld und Flur klingt die Sense, | rattert die Mähmaschine, fällt Garbe um Garbe.

>Xe Unruhe wächst, die Deckung wird weniger nut jedem Sag. Damit ändern sich in kurzer Zeit ? Bedingungen vollkommen, unter denen das Wild seither lebte. Es verläßt die Getreideschläge imd wandert zurück in den Wald. Allerdings be- I; iltjen die Felder für manche Wildarten noch so iirohe Anziehungskrast, daß gern Dor- und Rand- i; HSlzer zum Lagesstand gewählt Werdern

Der reisende Hafer und die Kartoffelfelder nwrben nachts von Rot- und Damwild be^ «Ht. Die Feistzeit beginnt. Hirsche, die noch nächt Ende Juli fegten, tun dies jetzt. Die Jagd aeif das männliche Wild ist in den meisten i-.aalen frei. Aus Pürsch, Anstand und beim l Lücken werden Rot- und Damhirsch geschossen. h Tc-.e Jagd auf den heimlichen Feisthirsch ist die .frone der hirschgerechten Jagd, die die größten Anforderungen an Ausdauer und Tüchtigkeit des Weidmanns stellt.

Schwarzwild nimmt stark den Hafer an.

Das Rehwild steht noch bis Mitte, mit- i mnter bis in die zweite Hälfte des Monats, in «'er Drunft. Jetzt ist die rechte Zeit, den starken 3 oef, nachdem er seine guten Anlagen vererbt hat, auf die Decke zu legen. Das Wild ist viel .mb zu allen Zeiten auf den Läufen.Errötend |o Igt er ihren Spuren". Döcke, die nie gesehen rarben, tauchen plötzlich auf, andere sind ver­schwunden, auf Freiersfühen in ein anderes toier gewechselt, um erst nach der Drunft zurück- nckehren, wenn ihnen nicht der blattende Jäger non Verhängnis wurde. Manch alter, mit allen Selben geriebener Schlauberger konnte den ver- sWheTißungsvollen Lauten nicht widerstehen, vergaß :l le Schlauheit und schon war's um ihn ge- Schlehen.

Der Hase wechselt in die Kartoffel- und A»benfelder. Dort sehen jetzt vielfach schon die ' HLsinnen des diesjährigen ersten Satzes, ein Er­eignis, das für den Ausfall der Hasenjagd von ntifd)Iaggebenber Bedeutung ist.

Gegen Snbe des Monats beginnt in den steiften Teilen des Reiches die Jagd des Reb- : bujjnS. Rach den Erfahrungen der letzten Jahre utxb dem niederschlagsreichen Sommer tut man vchl gut, seine Erwartungen nicht zu hoch zu !ö«mnen. Empfehlenswert ist es, den Hund nicht ?rft am ersten Sag der Jagd auf Hühner zu jihiiren, sondern schon vorher ihn an Hühnern irfceiten zu lassen. Jäger und Hund werden ruhiger, wenn nicht sofort auch geschossen werden tarf, gewöhnen sich außerdem an die körperlichen Artstrengungen, die die Hühnerjagd für beide mit liH bringt, und schließlich lernt der Weidmann cutt) den Bestand kennen und erspart sich später manche Fehlsuche.

Mit dem Huhn zusammen wird die Wach­te l gejagt. Sie leidet noch mehr unter der seigerten Bodenkultur, dem Mangel an Un* Irautpflanzen. Deswegen kommt sie bei uns so Denig häufig mehr vor, daß sie von vielen Wägern überhaupt geschont wird.

Die Wildenten dagegen sind jetzt gut bei D ildbret. Die Jagd an Tümpeln und 2-eichen

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5n unser Handelsregister Abteilung A narbe eingetragen: 7085c

21m 21. Juli 1927: Die Firma Hans Etcmni in Gießen. Inhaber ist der Kauf- ntaan Hans Stamm in Gießen.

21m 25. Juli 1927: a) Bezüglich der jirma Earl Nowock in Gießen: Die Eina ist auf den Kaufmann Arthur °ll«yfuß in Gießen übergegangen mit den iltfioen und unter Ausschluß der im Ge- hast vor dem 1. Juli 1927 begründeten il'fa jsiven. b) Die Firma Wilhelm Schnei- lir in Gießen. Inhaber ist der Kaufmann kiiülhelm Schneider in Düsseldorf.

Meßen, den 28. Juli 1927.

________Hessisches Amtsgericht.___________

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