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-nnfTyU jenen hübschen Konba! aU TM er X -rfebte- an crttrr Stefle brr Preisrichter sieht. Die Briten lieber. hierzulande diese großen Brr- ansraltungen. bei denen sie chren ganzen Prunk und Pomp entfalten und den Indern importier«

i Das wird e< trf für Sete grS

Me neue Haupt Kadi Ind en- die südwestlich oon der heutigen Stadt lang la« au 6 der 3bene heraus wächst. fertiggeteUt Ist Ich bn viele Tage auf den Bauplänen heru-ngefiieoen. die noch ur.- «Tilgen fCtcl,-rt:t die 'ich metlerjcei* m die noch leere Sbene rrftreden entlanggcganam >nd habe mir im Geist das fertige .Imperürl Delhi au konstruieren oetfuch' Uebrtgen* find die beiden aetoalliaftrn Gebäude, w Iche die Staatsfekretoriate beherbergm schon soweit fertig, daß in den unteren WdjoHn de Bureaus etnöe^Dgrn sind, während die rnächtiaen eisernen träne die roten Sanbftrnquaftern auf die Kuppel türmen Diese beiden Otcatitfefretanate Hegen üreng symmetrisch zue -ander auf einem Hügel, her vielleicht 20 ne-er über die 8bme sich er­hebt Die hechle Stelle des kapitalaleichen Hügels wird der Palast des Bizekönigs fronen wo eben die ungeheuren TertaPen aulge'chichtet werden. Ich bin. soweit es ging, auf fc-m Teubau herum- gen et tert und habe den prachtvollen Blick über M« ®bene ,rnr.': .

Das ist das für f ne Ebene' Hom hat keine größer« Umgebung als Delhi Sie ist voll rem Äuinro wie die Campaamr und diese Hutnen stehen nicht hinter den Thermen und hen Kaller- oalästen des antiken Rom zurück 2>rfbi ist feil Jahrtausenden durch die Eben- gewandert. Das erste Dck^i, non dem die Brfch chte sichere stunde gibt, lag weit Im Süden und Überall, wo ein Hügel aus der Ebene raat. kann man die Burg eines versunkenen Delhi wiederfinden Die heutige Stadt ist erst ein Wert der Großmogul«» die am Flust Dfchumna die gewaltige Burg erbauten, welche als da« schönste Schloß der Well galt Hier stand der Plauen thron und hier ist noch heule khe berühmte p rsifche Infchrist zu lesen .Denn es ein Paradies auf Erden gibt dann ist ss hier, dann ist es hier dann ist es hier." Westlich von der Burg «rfirerft sich die heutige Stadt, die also erst aus dem 17 Jahrhundert

stammt

Die Engländer find durchaus in der Tra­dition geblieben als sie beschlossen, im Süd- westen, eine Wegstunde außerhalb der Stadttore, ein neues Delhi als die Hauptstadt Indiens zu errichten Denn so hielten es alle Eroberer dieses immer eroberten Landes Perser und Afghanen. Mongolen und Tataren bauten in der Ebene von Delhi ihre ^Zwingburgen Das neue britische Delhi soll keine MilttLrsestung werden, sondern eine prunkvolle und imponierende Me­tropole des Indischen KalerrcvM^ Die Maste sind ungeheuer Die Länge der Strasten beträgt insgesamt 110 Meilen: die Gesamtlänge der Kabelleitungen die aus einmal gebaut werden ist 321 Kilometer 850 Millionen Ziegelsteine sind Aum Bau nötig, denn 65 000 Menschen soll das neue Delhi bequeme Wohnung bieten.

Shaw scherzt in feinem .Methusalem" mit dem Gedanken an künftige Zeiten, da London aus- gehört haben wird, bte Hauptstadt des britischen Reiches zu sein. Er malt sich aus, dast Bagdad an Londons Siel! in Delhi

denken sollen. Denn wenn alle britischen Träume in Erfüllung gingen und die friedliche Durch­dringung Indiens tatsächlich gelänge, dann wäre in der Tat hier der Platz für die Metropole des

britischen Reiches. Denn die britischen Inseln lägen ja dann nur an her Peripherie, hier aber von Delhi könnten wie Radien eines Kreises die Macht Verstrebungen nach Australien ' so gut wie Südasrika. nach Kanada wie Palästina laufen.

Kirche und Schule.

Pfarramlefanblbatcnfonfereni In Siesten.

hr. Am Montag versammelten sich hie in der Provinz I? der Hessen d ensllich verwendeten Psarr- amtskandidaten im Iohannesfaal Die Konferenz wurde dngelcVei mit einer Andacht über die Epistel des letzten Sonntags. Eraudi: .Dienet einander, ein iegltcher mit her Gabe, die er empfangen hat" (1. Petri 4. sie wurde gehalten von Pfarrer Weimar- Gonterskirchen Der Superintendent. Überfi rtbcnr al Wagner-

Giesten. richtete toat her Be«

die Bcrsammlung und mahnte zu treuem Sichen im Dienst. Das erste Hauptreferat halte Pfarrer Schultheis- Gießen übernommen, et sprach

in treulichen Ausführungen über .Kart Banhs Stellung zur Kirche", ein Thema, das zur leb- F.a'tr- Debatte und zu manchem Widerpruch lockte, aber un ganzen wurde die überrag "Bet-r-Ung Mrfei tührenfen Th-ologen derEeg rn- wan für unsere Sen. für unirrt junge Gene­ration und öefonders auch für uniert Kirche anerfannl .Die Pfi^g'tpredigf behandelte das 'weite Acker al das Pfarrer Elvtz - Zrischborn übeniommer hatte, an das sich ebenfalls eine Aussprache anfchloh Suir Schluß war noch Ge- legenhck' gegeben zur B< prechung non fragen der vfarramtt'chen Pro ne

Oberhessen.

Hessischer Walddesitzeroerdand.

>* Rranffurt a Tt. 1 Ium. flk'zrr bnU >m HotelMeter Hof", dahier, der Hessische 8albbell|rroerbanb unter dem Borsts de* Dürften von Dlenburg-Sirflein eine außer- r. rdentliche Hauptversammlung ab. Gegen­stand ber Verhandlung war die Be'chluitfatzuna über dnen ^«!e!llchaft»venrag zwischen der Lanbnnrt- ichoftskaminer siasick. den, Watdde'steroerdanb für '.v'iju unb Waldeck und dem MPna Dalddes,tz,rverdand zwecke Giruebung einer f) o I « oerkaufeftelle hessischer 2balbbe|i|«r G. m. b. H. mit btm Litz in Kastel. 8» ist beabsich­tigt. bie frühere Holzverkauf »stelle von Lauterbach nach Kastei zu verlegen. Da» Stammkapital der Ge- -ellichost soll 20 000 Mark betragen. Rach einem Referat von Forstrat Dr. Scntgraf wurde bet oorgelegle AefellfchaftA vertrag von der Merfomm- luna angenommen. Der neue Vertrag <ofl am Lotpirmber in Kraft treten. Al» Vertreter de» hessischen Daldbefitzerverbande» wurde Sorftrat Dr. S e n t g r a f in den Ges eil schäft» vorftand qewähtt

Landkreis Oiefccn

Lang-Göns, 1. 3unt. Die man hört, sollen in einer ber nächsten Gemeinderat»styungen bie Vorarbeiten zu ber wiederum notwendig geworde­nen Bürgermelfterwohl erledigt werden. Der seitherige Beigeordnete Wilhelm Kompf ver­sieht in Vertretung da» Bürgermeisteramt.

t. Linden st ruth. I. Oum. Bon den bei­den Brücken über den neuen Diesecklauf ist die an der Gemarkungsgrenze fertig.^estettt. diejenige im Dors befindet sich noch im Bau Hür den Berkehr mit Lastfuhrwerken ist die Strohe Llndensttulh- Winnerod noch gesperrt. Dagegen liegen die Erdarbeitern noch, wie He im SrbuMr verlassen wurdent denn bie Cobnfrage ist immer noch nicht geregelt. Währenddessen erwächst den Landwirten ein bedeutender Schaden. Sollte ein derartiger Lcerlaus bei Bethandlungen nicht vermieden werden können?

t Grünberg. 1. Iuni. Gemeinde­ratssitzung Lebet di 7 Ablösung der Städteanleihen berichtete der Betlreier der Stadt, der an diesbezüglichen Verhandlungen mit dem Kreisamt in Gießen teilgenommen hatte, daß gutgestellte Gemeinden mit mehr als 12'/, Prozent auf wert en müssen Da dies für Grün- berg nicht in Stage kommt, beharrte der Ge­meinderat bei seinem bereits gefassten Beschluss, den gesetzlichen Bestimmungen gemäss mit 121/, Prozent aufzuwerten und den Kleinbesitz, d. h Stücke unter 500 Hart, nicht zur Auswertung zu bringen. Die Reparatur ber Kirch- turmubr wird nochmals zurückgeflellt. da das etngegangene Angebot in seiner jetzigen Sorm von ber Stadt nicht angenommen werden kann. Die Reparatur soll nochmals ausgeschrieben wer­den. Als Bauplätze für die neu zu erbauen­den Beamtenwohnungen kommen Bis­marck st raste und Käswiese in Betracht Die end­gültige Entscheidung wurde noch zurückgestellt. Die beiden Teiche im Brunnental sollen in diesem Iahte wieder von hen üppig wuchernden Schlingpllanien befreit werden. - Die Reparatur der beiden Pfarrhäuser soll mit aller Beschleunigung beginnen.

Kreis Friedberg

4 Bad-Rauheim. 31 Mai Die heutige Sitzung her Stadtverordneten tollte zum Boranschlag für 1927 Stellung nehmen. Es wurde vor geschlagen, denselben anzunehmen. Es lagen aber auch Abänderungsvorschläge vor. t<e sich hauptsächlich auf Herabsetzung ber Steuersätze bezogen. Obwohl Bürgermeister Dr Kahfer auf Me llnhalttxirk.it ber ?Ibdnöe- rungsanträge hingewiesen hatte, wurde doch In die Besprechung eingetreten: weitere Abände-

ruegtanträge waren *ür den Beriauf der Sitzung m 2llchttcht gestellt, 0 kam aber zu starke» petf ör.ll.chen T . i -Bert. tz ungen Zwicher. Red­nern der Mitte und der LUUrn. in bcrc* Ber- lauf der fozi albemokrari' che S adrverordaem S i e b c r m a dem Drowtraim Aofea- thal zunck e6u -rechet 'eiaer 3ube * Sämt­liche bürgerliche Stadtverordnete» verliehen daraufhin, di e Berf amm- lur. g. bie ni che mehr vrf ^lußkähg war uud da­her ohne Ergebe # grfchlolle» werbe» ruht» Der Bcrantchlag wird daher wieder auf der Tages- crbcung her nächster S tznng stehen, die schon am ^rcktaa stattsindn unb die Abschieds- «itznng *ur den In den wohl verd. enter- Ruhe­stand tretenden Bürgermeister Dr Käufer fein wird Der neue Xrgrreir.ber Dr Ahl wird vee wir hören er. S I » uf i« fein Amt ein geführt werden

SeH Vußtznch 1.9mm. Der fstahmg« lauf- mann Hermann Hauv au» dem benachbarten Rieder »eifel. der hier hi StrOurw mar han | tiert« in fernem Zimmer mit einem nt»»l»tt herum. (Er stellt« m3) dabei so ungeschickt an dass üch e, n Schutz löste und ihn in den stopf traf. Ho* einigen Stunden verstarb er.

Mrcio ^udtngcu

L Ritzda. 1.Ium Ei» Lohn de» Gastwirt» und Äetzgertneister, Xu doll Kingtbaulen ver­unglückte cm -Cs--.trabend auf einer Geschast»tour in der Rahe von UIsa mit feinem Motorrad. Er wurde von einem anderen sungen Mann, der gleich- fall» mit einem Motorrad nach Ulfa fuhr, de - wutz11o, mitten auf der Ltrahe kse- gend ausgefunden Da» zertrümmerte Motorrad lag neben dem verunglückten Die beiden Trag­stangen waren glatt abgebrochen, wahrscheinlich in­folge eine» Materialfehler» Der verunglückte muhte im Äuto nach Harrte geschafft werden Er bat ein» Gehirnerschütterung und Verletzungen an schultern und Kops davongetragen Lum Sluck be­steht keine fiebenegefabr für den sungen Mann

/ 2 idda . 1 3unL Der Kraftwagen- verkehr durch die Wetterau. der sich früher auf brr kürzesten Strecke Friedberg Echzell Ridda vollzog, hatdne starke Ablenkunger- fahren. Schuld daran ist dnmal bie schlechte Brtcha»fenheil der .^ahrstrahe, die zum Schrecken bet Kranfahrer geworben, zum andern die Häu­fung der Ortschaften an diesem Berbrndungswege. Man zieht es jetzt vor. auf dem Umwege übet Hungen ober Ranstadt Me Detterau zu durchqueren

Unter-Schmitten, 1. Iuni In dank­barer Anerkennung ber Verdienste unseres Leh­rers Wolf um Me deutsche Turnerfache wurde diesem anlähltch*des Bezirksturnfestes in Hirzenhain von btm dortigen Turnverein eine künstlerische b r onzene Plakette lBatet Iahn) überreicht. Der allo Geehrte ist fdl Iahten Bezirk-vertretet des 3 Bezirks im Turngau Hessen.

# Obet-Wtddcrsheim. 1. Ium. Bei Anlage der Wasserleitung Im Iahre 1912 war es versäumt worden, die Kanalisation an* zulegen. Immer mehr ist sie nun zu einem Be­dürfnis geworden, und deshalb hatte der Gs- mrinberat beschlossen, nachdem ein Stück ber Hauptsttahe von bet Bürgetmdsteret bis zur neuen Schul« im Vorjahre kanalisiert worden war. auch tn btm übrigen Ortsterl die Kanali­sation aussühten zu lassen. Gegenwärtig werden die wenig brsahrenen Strasten. die Lteinstraste und die Strast.' nach den neu erbauten Doppel­häusern mit einer Entwässerungsanlage ferseben. Rach Beendigung der ^cldarbeiten im Spätherbst sollen Me anderen Dodstraften kanall- siert wer der r.

Arcio Schotten.

I Ober-Lais. 1 Iuni Bei den Wie- derhersteliungsarbeiten an unserer Kirch« werden Ausschachtungsarbeiten porat- nommen. um den äuhl'oben der Kirch« trocken zu legen. Dabei flieh man neulich schon innerhalb des alten Kirchenteils aus menschliche Skelett- teste. Me sicher von einer mittelalterlichen Be­stattung leines Geistlichen?» betrübten Im Ehot her Kirch? werden soeben .lunbamente frrtgrlegt. die sicher die Gröhe des früheren Ehores be­zeichnen Die Art und Laue der Fundamente läflt darauf schliehen. bah bet in dm Iahten zwllchen 1720 unb 1730 erfolgten Erweiterung der Kirche, ber fi« ihre heutige Gestalt verdankt, 'chon früher eine BergrSftetung des Ehores vvr- anqegangen sein könnte

Starkenburg.

Täte: Wahl 13-

Sroueaoerei», bei vor 60 Iapren vvn ber G:rst-etHog»» XIer gegründet worden ist. bleit -niet dm Berti» von liiii.llmolb.erfror Dr. Kratz deine N.eiäbr.gf 23. ordentliche) Hit* QliebcroetlamiElur.g ab. der auch das Groh» bewohnte Dem von dem Boe- «itzeade» erstatteten Bericht ist zu em nehme», daß der Hauptvorst and aa*i«r den 22 pensto- nietlen Schwestern zur .leit über 191 ausgebildete and 151 I« der Aikt: 'ar.g begr.tfewr Schwester» vetfüat Der Bereit, will dich ber ZusbildunG

-

Kreuz artet stärker annehmen. In ber. ge- 'chSttl-chen BethanMungrn trurben Me Anträge des Hauptvctstandes neWtnu»m do» der Ber- üetEhmg a - genommen

Rheinhessen.

DSA Mainz. 1. Jni Heute nach« nag wurde et»« »«iftl:ch« Leich« aus dem Ah «i» gelänbet Rach bet der Toite noe* gesunbenen Leitungen fann Mete d« et» Xter von 40 bis 45 Iahre» hatte, erst feil Samskag m Wafer gelegen habe«. Dt« Ge.ändrt« trug am Kopf Verletzungen. M« an ch inend vo» Schuftwnnden herruhre» Die Petföalich- krtt konnte Ms jetzt noch rrch« feftgr^r.U werde». Auch ist noch »tcht rrwund: ob es f.ch um ein Betbrechro oder um Kroitod handelt

Preutzen. -

«reis ESetzlar.

WSR Wetzlar. 1. Iuni Bet-älrnismgftig spät im Wirtschattsiahe 1977 nahm h«uk« der Kreistag des Kreises Wetzlar bU Be­ratung des Haushal tsplanes für 1927 in Angriff In fünfstündiger Schung wurde der Haushaltsplan in Höh« von 3 518 300 Mk verüb- 'chiedet Et weist gegenüber dem Boesahr ei» Rehr von 813 Oft) ML auf Trotzdem kann eine Ermäßigung ber Kreislasten etnrreten. und zwar werden die ckufchläg- zu den ll«beru>rtlung«e an Reichsei ^kommen- und Körperfch»tftssteu«r a» Me Gemeinden von 53 auf 40 Prozent Me Um­schläge zu den Realsteuern von 103 auf 91 Pro­zent herabgesetzt. Der zu deckende He hl bei rag beläuft sich auf 553 000 M Aus den Betchlüs-e» ist zu erwähnen, daß eine Anleihe von 400 000 Mark aufgenommro werden toll, aus der 222 Bauherren zweistellig« Hypotheken von etwa 4000 Mk. au 3 Prozent dinfen auf fünf Iahte erhalten sollen

Cbcrlabnfrei*.

k W « »lbura. 1. Iuni Bor anderthalb Iahten ist Me Mafersch« Schneidemühle mit Tischlerei und großer 5) l.zvvträten durch Drandfltfturg «ingeüfchert worden Der Be'chet. welcher den Brand zur Erlanaung einer bete» Bersicherungstumme angelegt hatte, wurde Sa- nmls au zwei Iahten Zuchthaus verurteilt Dieser Tage kamen nun Me Reste des Tnwrfens iMehlmühI«. Wohnhaus Scheune und Recket' vor dem hiesigen Amtsgericht zwangsweise zu» Betstiuf Letzt«etenber blieb die Ball dtand» Versicherung mit 107 000 Mk. So hoch bei es sich >e ' - Mc All«

anderen Forderungen fallen demnach aus

Das Feuer im Landqrasenhaus zu Dlarburq.

WSR Marburg, 1 Iuni Gestern abend kurz vor 9 Uhr ist. wie schon kurz berichtet aus bisher unbekannter Ursache im Dachstuhl des an der Universltätsstraft« gelegenen U a n b gtafenhauses ein Brand ausgedtoche». der so rasch um sich griff, daß. als d e Z,u/r- wehr eintraf der Dachstuhl des Geixiadeteiles an ber Universitätsstraße bereits vollständig in flammen stand. 3» Landgca «nhaus selbst sand aut Stunde des Auskommens des Heuers ein Bottraa Dr Bre11fch « ids statt bet über­aus stark besetzt war Die bei dem B «trag« An­wesenden wurden erst . von

ber Strafte darauf aufmerksam, daß Z-uet im Hause ausgebrochen war D^rch Me stca «Diszl- plin der Zuhörer - - es waten 000 bis 700 an der Zahl, meistens Studenten - wat es möglich, den Saal in aller Ordnung unb ohne IwischensäN« zu verlassen Der Bort rag wurde

Deutsche Zorschungrardeit im Süöatlantlf.

Bon Dr. Werner Kühn.

Das deutsche Bermessungs- unb Fotschungs- schiss .M eteor". das vor zwei Iahten, .un 16. April 1925. von Wilhelmshaven aus eine Reise nach dem Sübatlantik antrat, ist vor kurzem in den Heimathafen eingelaufen, und am 7. Iuni wird bet Leiter ber Eßpebttion. Sregaiten- kapitän 3. Spieß, auf bem Deutschen Geo­graphen! ag in Karlsrtche über die geographi­schen Ergrbnille Mefer Etped'tion eingehend ve* richten.

Mit der Heimkehr bet .Meteor findet eine Fotschungsreife ihren Abschluß, beten hetvorra- ragende wissenschaftliche Ergebnisse auch im Aus­land tmelnge'chränlte Anerkennung «funden haben. Ein 'chwed'fcher Gelehrter Pros. Ekman non bet Universität Lund, erklärte .daß eine solch tnlenlibc phdllkaUfch« Durchfvrschrina noch niemals einem Weltmeer auch nur annähernd zuteil geworben ist." wie diejenige Me das Ver­messungsschiff .Meteor" im Sübatlantik durch­führt e. Die Vorarbeiten au Mefer fiabrt. mit drö unsere Reichsmatine nach langen Iahten wieder Me Bahn wifenschaftlicher Forschung de'rat. be­gannen bereits im Iahte 1919. also sechs Iahte vor bet AuSreife. Die Inflation unterbrach di« Porbereitungen. und erst Im Iahte 1924 konnten sie von neuem wieder aufgenonunen wer>en Der Anreger unb villenlchastltche Leiter dieser Sor- schungstrile war Prof. Dt Merz, ber Direktor leider schon einige Mmtaie nach der Ausfahrt (im Sommer 192dl In Buenos Aires vom T^be dahin- jetajft wurde Die vtssetschalllichen Ausgaben. Me Prof Merz in einem ArbeitsProgramm kfl- adegt hatte, bestanden darin, den Südatlantischen t?z«an. bet in feinen Grundzüaen bereits bekannt war. nunmehr intensiv zu erkor'chen und besonders *>ab Problem der Meeressttdmungen auf einem Gebiet von 20 Erad nördlicher Breit« bis zur antarktischen Eiszone aufzuklärm. Das Pro­gramm sah weiterhin vor. daß eine Reihe von Ourrptofilcn linsgtfamt 14 »wifchen ber Ofl-

küst« Südamerikas und bet Westküste Afrikaä ab­gefahren werden sollten Dieses Programm ist restlos durchgeführt worden In Mesen zwei Iahten sind auf 350 Bevbachtungsstationen. Me sich auf eine Fahrstrecke von 65 000 See­meilen verteilen, hydrographische Detmeffungen angestellt, unb Wasser- und Grunbbodenprooen genommen worden, wobei noch bemerkt sei. daß aus lebet bet 350 Beobachtungsstationen etwa 30 öinjelfeflflellungcn «Tiefe. Temperatur. Salz­gehalt usw ) zu machen waren In btefe Arbeiten teilte sich ein Stad von «Mehrten, bestehenb aus vier Hddrographen, einem Biologen einem Ehe- miker. einem Geologen unb Meteorologen

Zur Mesfuna der Meerrstiese wurden rund 50 000 Echo-Lotungen ausgeführt. wobei man sich deS Behrn-Echo-Lots bediente dellen Anwendung in bet Weise erfolgt, daß an der Bordseit« des Schiffes unter der Wallerllnle durch Eiplofion einer Patrone ein Knall- fignal gelöst wird. Der Schall breitet sich et- 1abruna»<ifm tf) tm Waller nach allen Seiten hin (unb zwar mit einer Geschwindigkeit von 1500 Metern in bet Sekunde) aus Derjenige Schall­strahl. der den Meeresboden trifft, wird (ähnlich wie In ber freien Cutt) zurückgewotfen unb mit einem Empfangsmikrophon wird das Echo vom Meeresboden registriert Sv kann, aus der deit« bissetenz zwilchen Sianalschuß und Rückkehr des Echos bie Meerrstiese ebenso sicher wie einfach ermittelt werden. Auf btek Weif« hat der .Me­teor^ Me bisher größte bekannte Tiefe des füb- atlantifchen i?tean* nördlich der Sandwich-Gtuppe mit 8050 Metern feftgeftellt, während die bisher überhaupt ermittelte größte Meer «sticke pa<b einet Sunfinetbung vom 5. Mai b I. soeben der Kreuzer .Emden" auf dem Wege von Lelebes nach Aagasaki bei der Aachprüfung des foa .Planet -Ticks mit 10 4JD Meter er­tötete Es war das deutsche Schiff .Pia'-.f das seinerzeit ein Tick von 9738 Metern als größt« Meeresticke seststcllte (deshalb das .Planef- Ttd genannt). E.hebl'ch größere Meer «stieben er .Emde»" gerne

wohl kaum geben, da Me i?zevnographen anneh- men. daß bei 10 ft» Metern Gefall« das Masst- mum liegt.

In deck Berichten hat die Gelehrtenaemckn- schäft de > teo? ihr«

Forschungsergebnisse zusammen siefaht und der Aolgew.emschast ber deutschen Willenschaft unter* breitet. Bemerkenswert sind darunter Me Mit- ffilungen über die 2 f 1 < r b e to e g u n g im Atlantifchen Ozean (über einen antarktischen Zwischen ström und einen antarkttschen Bvden- flrom). Diese Strömungen werden allerdings durch Me Gestaltung des Meeresbodens erheblich be- einflußt, so daß sich gewisse Wirbck bilden müllen. Iedensalls wurde ermittelt, daß aus bem nördlichen Atlantik warmes Walser in großer Ticke Ms zu 2000 Seemeilen fudllch des Aeguaiors strömt, wo «s wieder an die Ober­fläche tritt, während in einer anderen Strömung. Me vom südlichen Polargebiet nordwärts geht 'ich di« Weideplätze der Walfische und vieler Hi schart en dcktnben. da Mcke Strömung reich an Rührung ist

Die . Met rock'-Eipedttton hat ihre Haupt­aufgabe. über bie Meeresströmungen im Süd» atlantik Klarheit au schaffen mustergültig ge­löst. aber außerdem auch durch Tick endest im­mun gen über di« Formation des Meeres­bodens wertvolle Aufschluss« gebracht wobei »rüden Im Meer neu ent­deckt unb ausgemellen wurde»

3u Mrfen Ergebnissen kommen noch wert­voll« Beobachtungen der Gezeiten Ebbe unb 3lul) Im südlichen Atlantik, chemisch« Unter» s uchunaen des Meeroswallers auf Salz- Gsld- unb Eisengehalt Mellungen ber Lufttempera­tur unb ber Luftstro-r.ungen. Untersuchungen vo» Bodenproben aus verschiedenen Tiefen. Photo- gr^ph-.fche unb ^sllmaufnaht»«» ufw Alle d^cke Arbeiten sind mit größter Gründlichkeit burt- a«führt worden und gewinnen durch ihre Iuver- ßffig(eit für Wissenschaft unb Schiffahrt einen besondere» Wert

Eine nicht zu unterschätzende allgewwinc Be­deutung hatte bie 5abrt ber .Meteor* auch da durch, daß h« Gelegenheit bot. Me durch den Krieg zerstörten Ik» vburgen zu anderen Länder» wieder anzuknuplen. J» Kapstadt. Aw de 3e- netr» Buenos Aires, vor allem tn der btufU Uanitoen Deutschenkvtonie Blumen au. sowie bei

den Deutschen in Sübwest <* B i» Windhuk. Swakopmund und vüderitzduchti waren die Teil­nehmer der Expedition Gegenstand vielfacher Ehrungen So knüpften sich neue Begehungen, deren Wert nicht zu unterschätzen ist Und trenn jetzt der .Me«rock' übrigens ein Schiff von nur tausend Tonnen Eröft« mit reicher Kracht wieder in den deutschen Heimathafen «inllck. <a empfängt Schiff und Mannschall un<er herz­licher Gruft In unfern Dank für eine groche Leistung fllngt auch M« Areude ul rt ck» ge­lungenes Werk

(Ein schwarzer Kaspar Hauser.

Seit deck Iahre» beRn'tf sich h» Arbeuzhans ,u Hsüingbour» In der «nallsche» Grallcha't st ent ein Schwarzer, der ungckshr 23 Iahre alt ist und tin voßkommenes Rätsel botHelt. wie «s feiner mit Kaspar ftauler. das berühmt« .Kind Europas', war. Im Mai 1»24 «and man i» der Rsh« der Stadt Mekstcne dick.n Reger, ber Me Menfche» nur angnnlle und lein« Auskunft über st d |u gebe* wußte. Aachs Eichungen machten es w ihrfchcknllch^ daß er ck» Mattot« war unb Irin Sch.st bei Tt!b»rtz rerlaßen hatte Da man »llht wußte, was man mit dem Schwarzen cnange» sollt«, steckt« man ih» I» das Arbellshaus. wo er den Ramen .Darktz* erhielt Sogar bas E«tundheltsn,.nisteckum unb das Ministerium des Innern btkbä'figien sich mit dem gahckmnisvoüen Aindling aus bei- nichts über fein« Der gangen heil Hera us,u bekomme» war. Dicke Behörden verordneten Ichlletzllch. daß et I» Hvllingd-urn blieb wo lein Unterhalt wöchentlich mehr als »Mark kostet 3» Irbe :<n war er nicht zu gebrauchen, kenn als man ihn im 9e»<egorte» bckchälligie et bas »emu e roh aut Man glaubte annehmen zu können, haß er ans IarnoEs stamme, und bie Wichser ich ibetlen id«n Me strahlende Sonne unb Me fchsnen Iruchthaln» dieser Intel in glsthmde» Aarben em tn ihm die Erinnerung nutz das Heimweh erwecke» Aber olles war vetgebitch. Jetzt neigt man de» Ansicht tu daß er gcksteskrank sei. und wohl »bet übel behält man den .tchwarze» Kaspar Häufet* weiter im Arbeitshaus ,u Hoäingbour».