Nr. 127 Zweite; Blatt
Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Vderhesicn)o^nncrsiag. 2. ^mii (927
Der Äampf umDeutschiandsIukunft.
Bon Pro! FerMnand Dreher < ntfrbcrg t
Der Z.’bcKlui’-.-n Deut'cher Verbünde, der 6>-derr BorfÖmp’rr imb ^rrolb deuliche: Ihre Ehrend brr Vügcr.nafibt von Berta.lies verar roffl 5 bt» 7. 3uh 1927 zu ÖoOlar eine bct*ut<a"f Tagung le Drenke brr Wahr- bdt
Durch bre M Teile «mlalle-'.de 40 Bände harte Ltten-Berollentlichuna des HubsAriigm Amtes über .Die grofw Pvltt'k der eurrräi- »chen Ädbtr.rt'f 1871 bis 1914". eine fak über- menschlich« Glanzleistung und politische Grvftiat. iß zwar d e ungeheuerliche Lüge von der alleinigen oder vornef ' v-n Schuld Deuitchlands am Weltkrieg rin für allemal restlos irvb.-degt und ft> brn gesamten Dertailler .Berlnag' r.o/blteh- llch der Dawes-Tribut zahlungen der moralttche und rechtliche Boden entzogen, aber die biH-ma- tischen Beriuche ' es wallenIHen Deutschen Reiches eine Bevetnlaung der Kriegsschuld beegrftbm. stnd bisher an der ehernen Ctim der Ä .Si«ger"-Mäch:< ge'che.ien Me den twr» heihungs- llen Darfnet^nsr^eNrag vom 5. Ao» vember 1918 (• TDilloni 14 Punkt«) freventlich zerrillen und durch die le-utlttchen <poütil$. terri» Ivrial und wirrfchoftllch unhaltbaren» . Frie- dens"-Bestimmungen aus E-ropa ein brennendes Pulverm gazin nmchten
Die Goslarer Tagung wird sich mit der etfHgtrn iln stell ung der Weitmeinung In der Kriegs*chuldfraae -befallen und Anregungen für die wer:er- Aufklärung des Auslandes geben. Darüber hlnauS werden hervorragende Sachkenner die Ungerechtiaket'en und tx rt' 4>j1 Jli4>c n Unmöglichkeiten des Versailler Diktates und thc unumgängliche AotwenMgkcit einer Abänderung der Duwes-A. gelung behandeln Und 'h'-iehlich sotten die deutschen Kolonialinterefsen. die deutsch. Forderung nach internationaler Abriistung sowie die Wünsche der deutschen Minderheiten zur öt* örleruna gelangen, durchweg Fragen, die lorian «um eisernen Bestand der dru'schen Böllerbunds Politik gehören.
Das deutsche Dvlk mag sich drehen und winden, abschusten und kasteien erfüllen und abermals erfüllen — der schöne Traum von .Friede. Freiheit. Brot" kann erst dann holde Wirkttchleit werden, wenn allenvärts und namentlich m Amerika die Erkenntnis hämmert, dast die aus Vüge und Geldgier entsprungene Schandtat von Bersailles foNzeugend Unheil gebären must
Die Goslarer Tagung des Arbeitsaus- schutses Deutscher Verbände wird in der ganze« zivilisierten IMt ein vielfaches Scho finden und unser in Beriailles verleumdete«, betrogenes und vergewaltigtes Bolk einen Schritt weiter führen auf dem Wege aut Freiheit.'» —
Heute nachdem dos Politische Archiv des Auswärtiaen Amtes in Berlin bis in den kleinsten Winkel durchsucht worden ist. imb nachdem auch die unscheinbarste Bleistiftaufzeichnungunter der prüfenden Lupe gelegen bot (eine Arbeit von 6' , Fohren' bad. auf Grund der 16 000 in Buchform erschienenen Deutschen Akten, folgende Behauptung als unwiderlegbar gelten
Deutschland hat weder einen Angrills- oder Präventivkrieg geplant. noch eine An WeltherNchaft angest^bt. sondern von 1871 dis 1914 die Wahrung des FNedens in ganz Europa als unerläftliche Borbcdinaung für den Weiterbestand des Reiches angesehen und hat deshalb mit steigender Besorgnis die immer klarer erkennbare Einkreisung durch neidi'che Rachbarmächte verfolgt.
Dies» Behauptung wird durch die Erschließung der Entente-Archive nicht erichütteN. sondern. wie die vor kurzem erschienen.!. Britischen Dokumente (iber den Ausbruch des Weltkrieges beweisen bekrästigt. Möge vor allem auch Frank-
•) .Der Weg zur Freiheit" heiht die treff- !iche Halbmvn itsl^rift de« Arbeitsausschusses Deutscher Berbände. Berlin SW 7. Schadowstr 2. preis je Helt 60 P'
Wärmsten« emp'ohlen sei ferner die bahnbrechende. von der Jcntr.il (teile zur Erforschung Stt Kriegsuriochen. Berlin NW 6. Luisenstr. 31a. derausgegel-eiie Monatsschrift .Die Kriegsschuld- ‘roflc". Preis je Heil l Mk.
Beide Zeit'chriften können durch jede Buchhandlung oder Post anstatt bezogen werden
Vorschau aus die zranksurter Musil-Ausstellung.
Am 11. 3unl wird in Frankfurt a.M die ben. der ein vielfache hochweri ge Darbietungen ernster and heiterer Art v.-sprechender. .Som- inerderMusi^ den würdigen Aahmen geben 'oll. Jur Fett berrtdN auf dem Ausstellung-- zelände an d.r Fxsthalle, wo ein grober Flächenraum der umfassend geplanten Veranstaltung zur Verfügung steht, regste Borbereitungsarbeit, und et darf nach Allem, was bisher von der Anlage and den Fielen dieser Musik-Ausstellung bekannt geworden ist. erwartet werden dost fie ein geschlossenes und lebendige« Bild .Hees Thema« entrollen wird .Musik im Leben der Völker".
Es soll eine internationale Ausstellung werden. bei der die einzelnen Bölker. je nach ihrer Bedeutung, für d,e Mullk vertreten sind. Wenn lein Geringerer als der greife Erfinder Edison *ür eine wichtige Sonderabteilung .50 Jahre Sprechmaschine" das Ehreichrvtektorat über- lommen bat. <o kam, schon das für die hohe Wertung zeuaen. die man der Frankfurter Schau m Ausland beim fit Es liege, auch bereits von einer großen Aeihe aufterdeullchcr Staaten Zu- 'aaen vor. in eigenen, in sich abgeschlossenen Säumen werben Oesterreich llnaarn Pölert Auftland. die Ukraine. Italien. Die Ttchecho- lowakei. Jugvllawien Frankreich Belgien und Ae Schweiz In friedlichem Wettbewerb ihren An- nl an dem gewaltigen Gesamtbearitt .Musik" bariegen. Pen einzelnen deutschen Ländern xnrt* in besonderen Gruppen Gelegenheit ge- >oten fein, die musikalischen Pr.ebfrühe. die aus hnen erwachsen llnd. zu veranschaulichen: ebenso \rx tPTxxngibenben Zentralen des deutschen Musik- ebens.
Sn der ftrvnü willenschastlich bearbeiteten «usikhistorfschen Abteilung. Ke He
reich e .dl:ch den Mut f, _<n und feine pol.titchE« Bvrkrtegsatten zur Berr' «nillchung frei geben
Die Ankläger Drutfa'-tnb» »echer-. sich bereits auf brr ganzen fitrie endgültig tn die Berteid,- gung gedrür.gt und 'uchen vergeblich Ke Stunde aufzuha!ter wo uni Me oo einer gewißen- loten HePe oregesührit Menschheit Abbitte und Genugtuung leisten wird
.Der wahre Grund warum er.y Aa- tionrr gegen Deutschland le Km Krieg zogen, war k-ft sie fürchteten. Deutschland könne über ’ie industrielle Bvrtelle erreichen Die Udctbe des tiefen Hallos lag in der heißen Gegner- 'chatt c. • dem Gebiete des Handels und der Industrie"
So urtnlte Woodrcw Willon. der Präsident der Bereinig'en Staaten, in einer Red zu St Louis am 5 Dezember 1919. nachdem er in Ber- sailles hinter die Kulissen der Ententepolittk gescheut hattell!
Für jeden rechtlich denkenden Deutschen gibt es k-eshalb keine heiligere Pflicht als den rud- s»chislo'<-n Kamps gegen die Lüge von Bersailles. bis uniert SNavenketlen fallen.
.Glüdaufk" zur Tagung in Goslar.
Der neue Seipel.
(Bon unterem e-Benchter statt er.) (Aachdrud. auch mit Quellenangabe verboten k)
Dien. Ende Mai 1927.
Die österreichisch? Auhenpolltik ändert sich nicht, auch nicht in ihren Fielen und Methoden". Die internationale Diplomatie Hal diese--. Sah. den der neue alte Bundeskanzler Seipel m der jüngsten Aegierungserklärung präge?, wr Kenntnis genommen
3n Oesterreich [dbft hat Kefe Erklärung eben- falls keine Senfanonen hervvrgerufei'. Man hatte >m grvhen und ganzen nichts anderes crtacrict Dr Seipel ist vom Landbund und von ten Grobdeuttchen die bekannte Erklärung. Ke jenem erwähnten Save vvrausliesi Mreft abgerungen worden, bah nämlich Ke Ausgestaltung ^Beziehungen zum Deutschen Reich und darüber hinaus auch jede wirtschaftliche und fon- ftige Annäherung der beiden Staaten von der Aegierung gefördert und g?wün'cht würden. Für jenen Dr Seipel, der seinerzett in Paris Reden hielt. Me alles andere als ansch'.ustfreundiich waren, ist ein solches .Bekenntnis" viel, sehr viel. 11 nh es wird amch niemand einfallen, feine -ottmtng auf bi« Bereinigung Oesterreichs mit Deutschland auf die Schultern des öfter- reichischeii Bundeskanzlers zu gründen.
Man unterschätze nicht den Wen der füllen und doch fv inten*inen Leistungen der österreichisch-deutschen Arbeitsgemein - schäft. Leistungen, die viel höher zu weNcn sind, als Me oft überlauten Proklamationen des den tsch-dii er reichlichen Dolksbundes. lind vor allen Dirigen läftt sich eine natürlich? OntnrtdluTui auf d.c Dauer nicht hemmen. Das w?ib das Drost- deuttchtun, Oesterreichs, das wissen auch Me christlich-sozialen Dauern dieses Landes. Biel- leicht weift es sogar Dr. Seipel, aber er glaubt, es nicht aussprechen zu dürfen und. Wohl auch nicht ni können, inzwischen bemüht sich Herr Dr. Zimmermann m Genf um die Wiederherstellung der alten Absatzgebiete Oesterreichs Es wäre übervptimisttfch und auch falsch aitgunebmtn, dast der Gedanke der Donausöderation, dessen Schöpfer was nicht unbekannt fein dürfte, das Panfer Auswärtige Amt ist, verlorengegangen wäre. Jede Wiener Messe zeigt, daft Me Trager de« Wirtfch »ftslebens in den Aachsvigestaoten das alte ?, ent rum Wien nicht vergessen haben und hier zusammenftrömen. als wäre Me zweitgrösste Monarchie Europas nicht ebenfalls m dem Bachkriegschaos untergegangen Diese Erfchemung auf der Wiener Messe sühn den Donauföderaliften immer wieder Anhänger zu. Aber der einfache Schiuft. dast ein durch natürlichen .'.u'ainmenschiuft mit dem Aeich gestärktes Oeftenvich in viel weiterem M a ft e Handelszeiikrum fein Bnrnte und hierbei durchaus nicht feine Anhäiigerfchaft aus den Donaulckndern verlieren würde, bricht sich ja immer mehr Bahn, und so werden Me Bemühungen Dr Firnrnermans von Tag zu Tag unpopulärer und damit aussichtsloser, lind wenn gar, wie es vor wenigen Wochen geschah, der rumänische Minister des AeuHeren die Behauptung ausstellt. Oesterreich habe seine Lebens
fähig kett berwese». fo beweist Mrs gerade bas G egemeit
Bo-, ber übrige« Srürwen. Du den ovi iischer» Hmrme. Europa« beut* w eder verdunkele bleiben das nnic XabiiKt: und mü ihm Mn Bundes» toegler wohl obre übel k ■
Mf lenäberur. g ar. das Xeich nchien Diese Arben grei't ti.f in da« i- ne-polltifche Leben hinein. Erwäbet tet beetbr. vor allem Nc Durchführung der Aberrnnung des Outiunnütrriumt vom Sundes.'anzierobc mit der de: 'tüxtv aroft- deullche Bizekanzler und Auftizmieister Dr I g* Hofer betraut wurde DMe AbtoenTiung geht Hand tn Hand mit der Reform des allgemeinen Strafgefevbuche«. bet der bereits seit geraumer .Seil M< engste Fühlung mir dem Reich besteht Dafür ist Me geplante Mieterschutz re form eine rein bmerpoti- ti'che Angelegenhei: bei der Me Aegierung de» schärfsten Ramtä mit der svz.a'.demokra11schen Oppottnon fiihrt und zu sährrn habe-r w-.rd Hari brüeft auch noch Me Arbeitslosiakeit auf das öffentliche Leden, und hier durch Produk- tionssteigerung heftend einzugreifer-. b i ist eine Aufgabe. Me angestchi« der twrttchasil'chen Ge- famtlage Me*e* Landes fast aussichtslos genannt werden kann. Das groHe Hoer t
Rentner lebt hier tn einem Elend, gegen da« Me nnftliche Lage der Leideiisgefähnen im Reich fast ro*ig genannt werden kann D.e Altenver- ficherung. Me Sozialverficheruna^ das sind olles Gebiete. Me in Oesterreich von Grund auf nrügest a l t e t werden rnükfen Auch b er dürste eine stärkere Fübiungsnahme al« bi«ber mit dem Reich erfolgen Darüder hinaus ist aber vorläufig nichts Enl'cheidende« zu erwarten Man muh hier durchholten und an Me gewohnte Arbeit gehen
Das Kreuz im Kolosseum.
Bon unserem Dr. kl» -Berichterstatter. (Aachdrud. auch mit Quellenangabe, verboten!)
2t o tn, Mai 1927.
Feierlich und mit grohem Gepränge wurde in der Arena des Kolosseums, die (eit 1874 leer stand, das Kreuz wieder errichtet. Dieser Borgang ist e n historischer 3ft. der die Einstellung der saszist.schcn Regierung zur Kirche und zu religiösen Fragen dokumentiert Bezeichnend ist Me Inschrift, die der Sodel des neuen, bronzenen Kreuzes trägt .Wieder aus gerichtet unter der Regierung Biktor Emanuel« IIl. und unter bfm PonNsil'at Bius XI. durch das v?m Ducc Benito Biu (olinr erneuerte Italien."
lieber dem Kolosseum, das in Erwartung der Königin Helena als Patronin des .Festes Tausende von Schulkiiidern und saszistischen Jugend- und Kinderorganttarionen füllen, liegt eine last zwei tausendjährige Geschichte. Der gewaltige Bau wurde 78 n. Ehr. auf dem Terrain des trodcngel egten Sees des goldenen Hauses Aervs von Bespalian begonnen. Sein Sohn Titus setzte ihn fort und erst der Dritte aus dem Haufe der Flavier, Domitian, vollendete ihn. So ist die Bezeichnung Amphiteatrum Fl avium historisch richtiger al« Me erst im 8. Jahrhundert aufgekommene Bezeichnung Kololleum. bU sich aus dem bronzenen Koloft ableitet, den Tlcro einst an dieser Stelle errichten kieh.
Gladiatoren und Tierkärnp'c hatten hier ihre Mutige Bühne und Me Arena des riesigen Theaters war der Boden, au, bvm Me Ehristen- märttrrr ihren grausamen Tod . starben. Erst Honorius hob im 5. Jahrhundert die Eladia- torenkämpse auf. Me Tierlämpse dauerten noch ein Jahrhundert weiter und haben sogar in der Spätrenaissance noch in Stierkämpsen ihre Fortsetzung gesunden.
Das surchtdarc Erdbeben von 1442, das schlimmste, da- Aom je erschütterte, brachte auch in diese ungeheuren Mauern Aisse und Sprünge. Aoch Karl der Grofie hatte da- Kolosseum in feiner ganzen wuchtigen Pracht gesehen. Die systematische Verwüstung brachte erst die Ae- naillance. für Me das Kololleum zum billigen S t c i n d r u ch für Kirchen und Paläste wurde. Diele Derwüstung war nachhaltiger als di« Schäden, die im 12. und 13. Iahrhunberi römischen Barone anrichteten, Me sich dort ein- nisteten.
Im 16. und 17. Jahrhundert wurden an Meter Stätte Passionsspiele aufgefuhrt. Me aber von den Päpsten verboten werden muhten, weil
Entwicklung der Musik von der Antike bis zur Gegenwart darzustellen berufen ist. wird eine Fülle von Schätzen aus der ganzen Wett zu sehen fein. Me 'onft zerstreut in Bibliotheken. Archiven und Museen schlummern. Pergamente aus dem 11. xlahrhundert kommen »um Borlchein- Me Oriainalhandschritten von Bachs .Matthäus- Pallion . Mozart« .Don Givvanni" und .Figaro" Beethovens 7. Sinfonie. Der dis . Falstaff" sind nur einzelne besondere Kostbarkeiten aus vielen.
Zwei oetrennle Gruppen. Me sich a egens eilig ergänzen, stelle» Me Entwtdlung Der Instrumente unirrer abendländischen und her eroti'chen Musik dar Wie sich aus primitiven Kürbis- und Dambusinktrumenten allmählich das Jazz-Orchester herausbildete, das möglichst anschaulich zu zeigen, .st Me Idee der erotischen Abteilung, in der unter anderem Ehina reich ver- treten sei» wirb. Zwei vollbesetzte Orchester, das eine dem Jazz das andere dem Konzertfaal zugehörig. geben zu den Möglichkeiten reicher M- ste rilcher Deleheung Me praktische Illustration.
Bei den mechanischen Instrumenten sott ein lebendiger Ueberblid über Me bedeutendsten Versuche in dieser Gruppe ange- ftrebt werden, man wird hier den Ausstieg von den Heinen bescheidenen Sp rldvlen bi« zu den riesigen Instrumente:-, der modernen mechanischen Orgel ober des mechanischen Iazzorchesters verfolgen können. Für Me Muttk-Ausstellung werden verschiedene Orgeln bi Me Säle eingebaut. darunter eine Walker-Orgel mit 52 Registern und drei Manualen
Die Ausstellung widmet auch dem Aund- sunk ber ja gerade mit ber Musik so eng verbunden ist. besondere Beachtung, so bürhe z D die Errichtung r.ne Lendestation viele Me schon .so viel davon gehört haben", interell irren.
Schlichlich soll eine umfassende Sonderfchau .M ufikpflege" von der grvften Bedeutung der Tonkunst für Kirche. Schule und Haus Au'- fchiich geben. Man verspricht llch gerade hier
von ber Ausstellung, die an llch alles grundsätzlich vermeidet was irgendwie tndleartfflen Charakter haben fdnnte. auch eine gewisse praktische Resonanz für das tägliche Leben. So können etwa Schulen und Vereine hier Vorbilder für Me Einrichtung ihrer Singiäle finden.
Das alles, fo wett und grvhzügig es gedacht ist. würde vielleicht ein Torso Heben, träte nicht auch Me lebendig gehörte Musik hinzu. D,e wünschenswerte Ergänzung für das Ohr wird mit einer grvften Aeihe von Konzerten der .Sommer der 2H u f i T Meten. Üs find Der- anftaltungen von hohem künstlerischen Rang geplant, und von den ausländischen Kapellen He crtDartrt werden seien aufter den Leip» gcr Thomanern und ber Sirtinischen Ehorkapelle die berühmte .Banda Municipale" von Venedig genannt. Dr. O. Sch.
Heine im Zweikampf.
Heinrich Heine, der ein Meister des Duells mit schar'geschtillencn Mtzplellen und treffenben Stochelverfen war. hat auch einmal einen rich- tiaen Zweikampf ausaefvchien. ber das grbhte Aufsehen erregte und heute noch In allen Heine- Biographlen vesprr-chen wird. Der böle Handel, den er mit Salomon Strauh zuerst in langen Erklärungen und bann sogar mit Pistolen aus- svchr. wird aber stets nur in der Ausfällung dargestellt. Me ihr Heine selbst gegeben hat. während der Gegner bisher wenig zu Don kam. Eine objektive Deuneilung der ganzen Angelegenheit wird jetzt ermöglich: durch ein Konvolut von 23 Sdüittftüden. das bei dcr nächsten 2krftdorrung von Karl Emst Henriei ausgeboten wird und nach ber Beschreibung im Katalog den lückenlosen Schriftwechfel darbietet, der 1841 bei dem Ehrenhandel zwilchen Herne und Straust von den beiden Geonern und ihren Sekundanten vom 6. August vis 4 September ge- führt wurde. Heine hatte llch über Me Freundin Börnes. Frau Wohl, die in zweiter Ehe mit Salomon Straust verheiratet war, lehr veleiH-
Ne roalisti'che Dartzeüun» zu paiilarr.ger 2Vr- Wirrung her Zu'chau« ero ber SläuMgen führte Dann predigte im Ann.- Sunre des I.i.'res 1750 unter 25en<bift dem XlV t'-<r der :ftp:e> ger P Leonardo Da Pon> Marri»? 3: err.dXttt tn ber Mitte des Koloss cum« < : dohes Kreuz aus Eichenstän-.n-.cn und eine 1 .: de»
Ai'chc: der einst.gen Logen Au, N-: St..ben v«i Pl«neii llch« man r.r>ch X*.# Ärni und Me Heinen Kapellen D.ele sieien als d.e ttulte- ni'che Regierung pianmäft.g an b < Aus irabuit- Kr und RestauraNonsa:. n des K»Ir"?. - s tsnaina Als 1874 auch Me Ar.ua frfl »um Trll frrigelegt wurde, ent ern:e man .ch . ai Hv'.zkreuL. dr« tm nahe . Kloster S Bo.'-?enluva pietätvoll verwehr: wurde Trotz aller IV»
V-rw.r-. der ? : . ..'ch. Sr.. . Xo«i
waltung M« Wiederauf nch«u:.g N* Äreute» tu blntertrdben. wie lle ei auch XirchgFei! hi»««, daft da« bebe golden? Kreuz, das den Turm ."es Eapitols 'chmudic nicht wieder an seine* Platz kam nachdem es wegen einer geringfügigen Xe- poraiur einmal hatte en:'ernt werden mutten. Unter der Regierung Benita 2H u f 1 o 1 i n i • Laben Me ehrwürdigen Symbole der Ehristenh.nt ihren Platz wieder wr s.e c^.st er> chtei wurden
Arena des sch»rftalsrcichen Theaters verhültt in der tteinen Seitenlapell - Da erfch.nnl b.c Königin mit brr Prinze' n Giovanna bm Prinzen und der Prlnzellin von Hessen, unb mit grobem Gefolge in ber alten kailerlrchen Hottvae. Me des Marmors leit Iadehunberten l»eraubt ist. Mr heute aber mit Tepp chen und Fahnen neu a.Ichmüdl wurde. Dann kommt der seierliche Fug. der da« Kreuz bringt. Boran die Bannerträger der 14 Stadtteile n. n Rom in ihren a!t- hiftorifche Trachten, bann 80 Alumnen m der weiften Toga. Palrnenzii^eigr in den H > >en. Me alten Bruderschaften, voran Me ehrwürdige au« dem Jahre 1264 stammende der öonlalciu- mit den vier köstlichen Laternen, d25erntni für ihre Mysterienspiel« in demselben Kolv" um entwarf. Orden folgte aul Orden alles ist ver- lrrten was »ich bdouM-r* nut d.-r tätigkeit beschäftigt Im weiten Halbke- s formt fich der Zug um ba» Kreuz Eine Trompet« fchmettert. unb die Kleinen und Kleinsten r*dcn sich aus. Der königl che Hauslap'.an schrotet -uf das Kreuz zu. und während Nf wundervollen Strophen des .Okrilla Regis" durch den nckn« hatten Raum ertönen, fällt langsam Me Hi»Ile. Jubel ertönt und alles linkt aus Me Kn.e. Me Sänger intonieren Mi* Eeedo ber Mette von Papst Marcellus, bas Palestrinas Genial tat in Musik fetzt« — Das Gebet für ben König list sich in e.nem neuen ungeheuren Iu > I au». Tausenbe von 5ftnberftimmen jubeln .Gviva la Regina"
Unb hoch über dem zwei tausendjährigen Kololleum. sür das wieder ein neuer Fe tabschnitt men ist knattern i'' irtore. Oin Lust- schisf und sieben Flugzeuge Wersen Aofei' unb Lorbeerzvxiae in ganzen Wolken herab Wieder bildet sich der Fug. Ganze Körbe mit Roten werden gebracht, in M« all Me kleinen HändcMn bineingreifen. um ll« verschwenderisch beim Vorbeiziehen am Kreuze zu entleeren
In der britischen Hauptstadt Indiens.
Von unterem Dr. R -Sonderberichterstatter Delhi. Im Mat 1927.
Hier ist viel Trubel. Die Snglänber veran- statten in Meter Woche in Delhi eine .hors« show", zu der. nach ber Full« der Hotels au schlief,en. Dl« g«(amte «nglisch« Defellschaft Aorbinbiens geeilt ist Wenn ich abends zum Diner in den Spettesaal des Eeeil-Hotels komm«, bin ich einer der wenigen Zivilisten gold- und silberstrodende, ordenbehangene Uniformen schmügen hj« Tattl. Drüben, in Maiden» Hotel ist fast allabendlich grober Dali unter dem Protektorat des Dize- königs Auf dem Wege zur Stadt (Me Hotcls wie in allen indischen 3 ;^'..;
komme ich täglich vor dem Kafhmir Tor an den groben Zeltlagern vorbei, in denen die Pscrde untergebracht strid Wettbewerbe finden stai! dazu ein Schaulliegen der drei Luttgeschwader. die in Delhi stationiert sind
Diese Festwoche ist et ne ausfchlieftlich englische Angelcgenhe-t. obwohl der Mch^radswa von Kafhmir (der berühmte Maharadscha, der
gend geäubert. woraus diese In einer Drolchüre alle gehässigen Stellen über Hein« aus Dörnes Privatbriesen an lle veröllentlicht«. Straub sei
nerseits griff Heine in der Prefse an. beletMgte ihn sogar auf offener Strafte unb lieft auch das Gerücht, er hätte Hein« geohrf«igt unwider- «prochen. Daraufhin uberreichie Hein« d«m Straub feine Dilitenkan«. di« im Original «rhalten ist. um ihn au lordrm Es kam aber nr<b zu einem langen Schristwcch'el. von dem vier eigenhändig«
Driefe Heines llch in dem Konvolut befinden. In dem längsten Meier Driefe vom 14. August 1841 schreibt Heine u. a : .Rachdern ich Ihnen «in Kartell geschickt und Sie es angenommen, wollt« ich Ihr Ohr nur r.rd) durch i-Itolen- schüsse. keineswegs aber durch Worte verletzen.
weder schrieb noch sprach ich ein« Silbe gegen Sie. und ich enthielt mich sogar einer Deanlwor- tung Ihres impertinenten Briefes... Ich must leider zu den herbsten Ausbrüden meine Zuflucht nehmen. Im Falle Sie sich nicht auf Pistolen mit mir schlagen wollen, erkläre ich Sie
nicht bl oft für einen elenden Lügner, fondem auch für eine feige Memme" Den Degen lehnt Hein« als .eine in unserer Heimat ungebräuchliche, eine saft undeutfche Dolle" ab und fährt dann fort: .Ich wollte Sie züchtigen für Me Unver- 'chämrheit. womit Sie in meiner Abwesenheit Me Lüge herumbrachten. Sie hätten mich am hellen Tage mit Prügeln. Schlägen. Ohrttigen. kurz mit den idealsten 3nfulten maltraitiert. aus der
Aue Richelieu, in Gegenwart unzäl liger Augenzeugen ... Stünden mir Me Schimpfwörter deutscher Grobheit so reichlich zu Gebot wie Ihren Freunden, ich würde Ihnen Mistkarren davon aus den Hals schütten. Li» Sie fich mit mir schieben." Auch Briese der Sekundanten Heines. Theoph.lc Gautier und 2. Roher, ttwi« derjenigen von Straub sind hier vereinigt, auch das Original-Protokoll über Me letzt« gemeinsame DeöhaoBlung ber Zeugen, auf bi« hin dann der Fweidamp, stattfand bei dem Sträubens.^ugol Heine leicht streifte, wahrend dieser in M« Luft schob a


