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Winston Churchill.

Persönliches über den englischen Schatzkanzler,

von Roy Hopkins, ^erouegebrr de- ..dconomift", London.

Der Tag der Budgetrede de- Schatzkanz- kre im Unterbau» bildet einen Höhepunkt des öffentlichen Leben» in England, wie eima der log de» Cambridge L^ford-Ruderrennen». die großen ßufebollaxttfampfe oder der Tag der klassischen Pferderennen in Ascot und Epson. Mit einem Defizit von 36 Millionen Pfund Sterling für 1926 27 hat Churchill den hod)(lretorb aller englischen Unterbilanzen der vor- und Nachkriegszeit erreicht.

D. Red.

Wer kennt nicht die kleine humorvolle Geschichte von jener alten Dame, die. al» sie eine Giraffe zum ersten Male sah, au»ries:Ich kann'» nicht glauben, ich tonn'» nicht glauben!" Nachschlagewerke erzählen un». batz Winston Churchill englischer Echaßkanzler ist. doch wenn man ihn in seinem Arbeit»zimrner im Schatzamt auffuchl. so ist man versucht, wie jene alte Dame aue^urufen:Ich glaub'» nicht." Da» DortSchatzkcm zier' laßt sofort in jedem da» Bild einer ernsten, würdigen und zugeknöpften Persön­lichkeit entstehen, die in einem grosten Bureau auf einem Stabe unzählbarer, gleichfalls durchaus ernst­hafter Beamter arbeitet. Die ganz ander» aber wirkt Churchill, wenn man ihn -um ersten Male sieht! Ob­wohl er die Manne»blüte überschritten hat. obwohl seine Schultern von der Last der Arbeit etwa» ge­beugt sind und sein Haar lichter wird, tragen seine Züge doch au»gesprochen den Stempel der Jugend' ibn umgibt eme Atmosphäre der Frische, der ele­ganten spielerischen Leichtigkeit. Man mag anneh- inen, daß er eben vom Tennis- oder Golfplatz kommt, wo er seinen Mitspielern ein höchst ange­nehmer Gesellschafter, ja vielleicht ein gefährlicher Gegner gewesen ist. Sein etwa» sarkastischer Mund

mit dem breiten Lächeln, das beinahe einem Hohn- lächeln gleicht, erhöht diesen Eindruck.

Zu der Verwunderung über die Ungewöhnlichkeit de» ersten Eindruck» gesellt sich bald die Neugierde, wo» wohl da» Geheimnis seiner dauernden Oupenb ist. Seine Karriere gibt einigen Ausschluß darüber. Diese Karriere ist eine Mischung non Abenteuertem und Unternehmungslust. Sein Lebensfaden läuft so- zusagen im Eiltempo ab. Mit 19 Jahren in der Ar­mee nimmt er an vielen Kriegen in den verschieden- ft en Ländern teil. Bald ist er Soldat, bald Krieg» korrespondent. Stet» aber im größten Getümmel, Kampf reizt ihn. er liebt, er studiert ihn. Mit 23 Jahren schreibt er ein» der besten militärischen Bucher, die die englische Sprache besitzt. Seine Bücherproduktion wurde jedem berus» mäht gen Lite­raten zur Ehre gereichen, während Dortragoreisen feine (Energie in reichem Maße in Anspruch genom­men haben. Er hat, so erzählt man. mehr bedeutende Staatsämter bekleidet cl» irgendein Mann In der politischen Geschichte de» Lande».

Diese ereignisreiche Karriere ist wohl zu einem großen Teil für den einen besonderen Vorzug feine» Charakter» verantwortlich zu machen, seine Leut­seligkeit und Ciebenerourbigfeit. Er unterhält sich gern, ja. er mutz sich sogar immer mit jemand unter­halten. Besonders entgegenkommend zeigt er sich jungen Journalisten gegenüber. Der Interviewer mufj sich jedoch vorsehen. Inbi»kretionen von Chur- chill zu verlangen, denn das bekommt selbst dem energischsten jungen Journalisten schlecht. Ein Mei­ster in der Debatte, besitzt er die Kunst, den Gegner mit blitzschnell vorgebrachten Argumenten zur Strecke zu bringen. Wehe dem Unglücklichen, der den Schatzkanzler zwingt, in Selbstverteidigung»-

häufigen Strahenbahnerstm ls Callenberg betritt bie Bühne unb wird mit den TDortcn empfangen: .Gut. bah Sie ba finb, bie Frau Schimek toar schon in Sorge. Hierauf Kallenberg .'IBicfo in Sorge, bUtäfl Unb wie kann Sie in Sorge Irin, wo bie Slrahenbahn gar nicht geht Unb bie Straßenbahn..Unb hierauf folgte ein viele Minuten langer, phantastisch galoppierenbet. gro­tesk beleidigender Srguh über bie Strahenbahn.

Dies völlig souveräne Treiben beS groben Harlekins war nun freilich geeignet, al» erster Eindruck die Anschauung von Callenberg seht einseitig festzulegen Und wer als älteste Erinne­rung an Pallenderg hat, wie er unter feinem roten Schöps fauchte: .Das schlägt dem Fast das 8t berauir, oder von feinem Mündel würde­voll erklärt .Sie tänzelt an Opern Häuschen" dem ist es Wirflid) nicht leicht gemacht, für tragische Mietungen dieses Künstlers tn Bereit­schaft xu Irin.

34 hatte in dieser BeziHung mehr Glück. 3ch war tm Frühling 1911 in Dien und sah dort im Deutschen Dottstheater Mar Pallenberg aus­treten. Gr spielte in Bernard Shaws .Dies- alliance' die Rolle, die .Schreher" genannt wird Das ist ein junger Mann, kleinbürgerlicher Her­kunft. aber von proletarisch-revolutionären Phra­sen erfüllt, gesonnen, den reichen Mann, den er für feinen au her ehelichen Erzeuger hält, zu er- 'chcehen. dabei aber hilflos, sentimental und äuherst ängstllch

Dieses tragikomische Unglücksgeschöps spielte Ma, Pallenberg so bescheiden, so bingcgeben. so PoUTommen angeschmiegt der dichnrifchen Dor- »richnung. Wie das nur der literarischste Zu­schauer unb der Herrschwüngste Dichter veriangen mögen! Eine blaffe, schiefe abgrichab:e Gestalt, ein Mensch mit vier linken Händen, mit einer natürlichen Unterwürfigkeit tn dem unsicher flackernden Blick unb einem falschen Heldenmut in dem jäh Ic-skrähenden Organ. Der Kerl war kicher auch st>mi ch. aber in allererster Linie erschüt­ternd unb im höchsten Matze Mitleid erregenb. Da­bei gesellte sich der geistreichen Schärfe des Cha- rakterumrilles ein so merkwürdig verführen'ches. mukitalisches Xrtmoto der Stimme, eine fo schlank gleitende Beweglichkeit dah ich damals gleich er­kannte. daß ich dort auf einen Menschen darstell er ersten Ranges gestehen war. Aber noch gar nicht, dah ich es auch mit einem Komiker zu tun hatte. Insofern habe ich es leichter gebebt zur "Wahrheit P Allenbergs zu gelangen. Ich be­sah eine Dewihhell die auch bk spätere Bekannt­schaft mit der .Schimekikchen" nicht mehr erschüt­tern konnte.

Diese Dewistheit. bie Wahrheit Pallenbergs. besteht darin, dah dieser Schauspieler rin so treuer und gewissenhafter Diener am Worte des dra­matischen Dichters ist, wie innerhalb feiner ja souveränen Kunst nur irgendeiner Denn es an­ders scheint, so kommt da- daher, dah Pallenberg einfach zu stark ist, um die Knechtschaft eines beliebigen leblosen und geistlosen Tefkschoeibers ertragen zu können. Sr hat nicht nur ein fefcr leidenschaftliches Temperament, sondern auch einen sehr Hellen Bersland wie seine gelegent­lichen. für einen Schauspieler auhervrdentlich klaren und geistreichen schriftlichen Reu her ungen beweisen. Gr kann es sich einfach nicht zumuten. den Blödsinn einer Operette (bei diesem Metier hat er ja angefangen) oder eines idiotischen SchwanNchrribers zu produzieren.

Wenn man ihm derartig dürres Zeug in die Hand gibt, so schlägt er allerdings alles kurz und Bein und erlöst sich und uns von der un­fruchtbaren Fronde der Gehimlofigkeit. indem er nicht die Rolle spielt, sondern rmt ihr ein ver­nichtendes Spiel treibt. Unb dabei kommt mehr uistande als ein sehr luftiger ästhetischer Unfug! Weil Pallenberg in so einer blöden Pollenfigur zugleich das ganz« Menschengeschlecht m seiner Blödheit und Crbärmlichkrit anprangert.

Mit einer tollen Ironie ruiniert Pallenberg die ganze Welt. Alles, was sich in ihr bläht und wichtig dünkt. Mit Regenschirm, Manschetten unb Hülch^iängt ei an. Äenes Hürcheri. das fo un- vefchreiblich verwegen auf dem schönen Haupte des Herrn Zavadil riht. unb da» er auch beim Betreten der Stube nicht abnimmt Denn man ihn aber deswegen moniert, geht er hinaus und kommt wieder herein, das unbeschreibliche Möbel in der Hand, und böbmafrlt feierlich .Hütchen vormals oben, jetzt unten."

Aber nicht mehr Respekt als vor diesen Würdezeichen der büraerttchen Zivilisation heat Pall en berg vor dem Haupt attrivut der mensch­lichen Kultur, der stolzen Form des menschlichen Geistes: vor der Sprache. Gr spielt mit den Dorten Fangball, er krildt sie bis »um Schw.n- befigwerben herum, jenseits jeder geistigen Würde pad: er fie als groteske Klanggebilde an und ver­knüpft sie nach bloh sinnlichen Rehnkichkeiten. Gr macht, wie Alfred Polgar das unübertrefflich 'chön gerannt hat. bie Wo ne auf wie etn Kint die Puppe, um nachzufehen. was drin ist. .Silben wimmern unter Trümmern." Da in ur3 allen aber ein Stückchen Kind, ein Stück urtümlichen Barbarentum lauert das nach Befrei una von allen Zwillsarions- und Gristas^vang lechtzt fv

Siehener Anzeiger (Seneral-Anzeiger für Dberhefscn)

Nr. 101 Zweite; Blatt

ifl über bie staatlichen

schl.eht Deut-

um!

ch majestätischen

gefühl im Ton dieses

ueme Zahlung

11 doch in der jrfepen Dieses

«en dplat] SCHLOSS) *

ni 1921.

ml TWriidnz.

tbt zum Deutschtum tättg, an bem ba brausten »m vom Äulterlanb auimaitfenben deutschen Jung-

uni» gedikS^ grtii* MM Mgek WB iilbinger

V\ einfach rin grober Menschen da rsteller, einer *ii jener höchsten Region, wo bieBegriffe Tra- Esch unb Komisch anfangen, gleichgült g au Wer- äm unb beetnanberjiufltcfwT. Mat Pallenberg ' i t mindestens so tragisch als er komisch ist.

Die Mehrzahl der Zeitgenossen haben ihn -chmllch wenn nicht n einer blöden Operette.

bet Stamme», man kennt nicht bie trennenden Schranken zwischen feminarifch ober akademisch ge- Übeten Kollegen, man Ifl lediglich In glühender lättg, an dem ba brausten

Fabrik | II

RUCK

X.WEINW

rcd^rechenken Zungenschlages, es »st freilich ein r-nzig lebendiges eri-ber* gewesen. Rber doch et Gelegenheit unb Ausgangspunkt für das mm er neue unb immer andere Spiel, das Pallen.- sergs souveräne Frechheit mit dem Ten und kt Handlung trieb. Zch habe die«« .Schimestlchc »n Pallenberg mehr als einmal gettchen. Unb ran kann nicht sagen, dah der gesprochen« Tert dch einen Abends mit dem des anderen sehr viel Sehnlichkeit hatte.

Einmal um Beispiel herrschte am Abend d« Borstellung in Bersin einer der damals sehr

*) Rus dem Buche ..Schaufp.eler unb Schau- ^ieLmst" von Zulins Bab: Oesterhelb A Co..

* obd ichsterbit husfühniDQ 91 ehe/ ationen

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DieienK tut

ivollc" ä&oun

Solksrum weit Vimuigreift über bie Kren «en Unter lullurril.s Barer'and -abrw 100 Millionen HolfigenJ'en. im ch«n Jtr 4> im deutschen Staat der Gegenwart, eben mir wenig mehr als 60 Millionen. D,c Schale di»«'« öO-Miilcmen-Staatc» kann allein ncht bU Aufgabe erfüllen, bw das 100-TIil- onenvvik kulturell zu leisten hat. Sie muh er- tänzt Werben durch die deutsche Auslands schul«. Selbe muiien sich gegenteilig anregen, befruch-

rik Man wirft auch inrblich zusammen mit den er enden Lehrern, die vngehiuiae de» Gastlandes ir.b man lernt sie kennen, al» Mitarbeiter an der rutschen Schule, aber auch durch die mancherlei Be- itbungrn unb die Rücksichtnahme, die von der beut- do» Schulwesen de» fremden Van- '.ei genommen wird und au» praktischen unb wirt- -tzastlichen Erwägungen genommen werden must. Unb nur durch dielen Gleichklana der Cinftellung ist r» möglich, die beiden Hauptaufgaben der deut- eben Auslandschule zu erfüllen. Die erste und wich- 1 ifte ist die. di« deutsche fugend zu sammeln, sie in 3er Liede zur Heimat zum volk»tum und Deutsch- i.m »u unterrichten. Ihr die deutschen Kulturgüter zu mfchliesten, bie deutsche Sprache ihnen so vertraut mb so lieb zu machen, dast sie sich auch in der

Max Pallenberg.

)u seinem bevorstehenden Gastspiel nn Stadl - tb ratet.)

Bon Julius Bab').

Ei riet Unvergleichliche, mit Albert Basser- wann wobl bet einzige in der Schar heute leben- bet deutscher Schauspieler, der üter alles Typische ritgemähe. Irgenbnxe Ohngcorbncte in die hellste Mähe persönlichen Genies hinaufwächft. ist heute >«cht berühmt in Deutschland Ungefähr so bc- ripeTt wte der Dramatiker Bernard Shaw in Nrr Weit. 3n Ma» Pallenberg glauben die Deut- «n den frechsten, re'pektlo'est«, Clown chres beamaNschen Theaters zu besitzen. Das ist wett

vir deutschen Anriaiidrschulen inö ihre M utung für 6a$ vrntfchr

Uoltstnm.

Don Staatsrat Dr Block. Darrs stade

Anlählich der .Hills- und Werbetroche fit das Auslanddeutfchtum erhalten wir von dem ausgezeichneten Kenner des weit- verzweigten d uischen Auslandsschulwe ens. Herrn Staatsrat Dr. Block in Darmstab«, folgenden au ff chtust reichen Beitrag

Vas Schicksal hat es gewollt, dah das deutsche

pjt. weil er Kabclburg bis zu völliger Unlicht- riirftit überfchäurnt bat mit dem ununterbrvchenen 2riprudei seiner Ginfälle, seiner Wort- und Kör- perverdeehungen - auf gereiht an der Figur >s böhmakischen Herrn Zavadil.

Dieses rottchopftge Monstrum, mit der nicht »uider roten Knopfnase unb dem phantastisch Gerollten Regenschirm, mit dem steifen Hütchen Znter den ißxt gewaltigen Ohren, mit den vor Frechheit bildenden Qkugktn und dem unter-

en. mir durch ihre Wechselwirkung kann bie tuUuraufgabe des gesamten Doikstums klar er- annt und gelöst werden

hreubig unb lebendiger al» vor dem Kriege sind Hie gäben gefpennen. Die auf bem Weg Über bie --chule du geistige Einheit mH bem österreichischen Brudervolke sichern, ba» gerade tn der Auegeslal- |jng seine» Schulwesen» muttg neue Bahnen be­tritt unb der Reicheschule wertvolle Anregung gibt. 3lit den Grenzlanden, beten deutschsprachige Staat»- turger durch die ,^rieden»lchluji, der Gesadr der ^Mbeutschung au»gesrtzt sind, wird regere Fühlung vxnommm al» ehedem, nicht im Sinne einer urre- kienta. sondern irn Sinne einer verständigen unb oireroerbinbenben Minberheitepolittk. bie ba» stecht auf Muttersprache und Mutterschule und da» willige verbunbensein mit dem volk»tum al» be- a anerkennt, sordert und auch den anderen L Biel enger sind auch her die persönlichen ngen zwischen den Lehrern be» Reich»- unb Ve» Grenzbeuiicht.ini». der Gedankenautausch und ?>e gegense'tige Zlnrctiung geworben

Heer aroster al» die Zahl der Grenz!andbeutschen 's die Zahl brr Au»landbeutschen. die mehr ober »cniger geschlossene llnseln in srerndem volketum »Iben. E» ist in hohem Grade erfreulich, zu sehen. Tie dort auch nach dem Krieg seit langem bestehende -chulen wieder ausdluhen. sich au»bouen, wie neue IteraQ entstehen. Die der Geist dieser Schulen (Au»- «ndlchuien >m engeren Sinne) auch dort aus die Deutschtum»erziehung eingestellt ist. wie die Bio- iure de» Teutfchtum», die der Hansageist hinan»- vführt hat trotz aller Schwierigkeiten der wirt- Aaflltdxn Lage doch noch Irrubig vpscr für bie j-uijd)e Erziehung ihre» Nachwuchjr» bringen, wie fit sich zusammenschiiesten in Schul vereinen und sie ikm Träger der deutschen Au»landschule machen. Un diesen wirken zahlreiche Lehrer au» allen Län­dern be» Reiche» und au» bem deutschen Sprach- 1 «biet tn friedlichem Wettbewerb nebeneinander, ren kennt keinen Hader der Partei, der Konfession.

: 11

, Samilie Schim<k' zum erstenmal

. Stück, mit Tert von KaMbera.

11 Im Gedächtnis der Theaterbesucher unsterblich, »eil es Pallenberg in Grund und Boden gespielt

Erlaus von 9n|b9U IdQl^roolbungot gi werden oui !e» genossenschaft fr#, geboten. | , - 3tü(f in. m V- 61. - 16,02 km- 4m;T» Ni» ^efollige liiebkle rennt bi# Ipäteßens tlagfz bei unter- nzuikichen, rorielbt -bvte ftetifinbel. - ® Henn florttpart und bat untkrzeicb-

UttD

wir übersehen welch reicher Segen in Geben und Kthnien von den deurichen Schulen be» ll. lanbe» unb HuUanbe» hinüber- und her überströmt, batz tet- fächtich em gerne nlame» Band hielt Schulen biese Äaluritattfr. be» qfaml«-i Bolfttum» verbinde! Ein Ba.-.d. ha» auch die Schuler umhtiififll. in denen durch bte Einführung auf Nr kulturelle Gemein schalt auch der Wunsch rege wird, in Grdankenau»tausch mit ihren Schulern zu treten Und io geben Denn die Briefe vom Reich nach dem flu»lanb und mge- lehn, e» werden Freunds chatten von Schuler <u Schuler, von Hau» zu Hau». ion Klasse zu Klafle geweckt, die auch zu periönlichen Beziehungen vor­übergehend oder dauernd fuhren

C» ist da» Derdttnst be» Verein» für ba» Deutlchtum im flu»lanbe <2. D A ). der sich ehrlich dem- ht. alle Deutschen zu sammcln und so der Ver­ein all derer zu werben. d,e be. llch sudlen unb ben- fen. dast er qerabe auch nach dieser Seile seine lätigleu au-.ubt. An zahlreichen beut|chen Reich^- schulen. an ben höheren und an den Jolbfdjulen sind unter seiner Führung Schulgruppen be» v. D A. entflanben. immer neue treten hinzu. Die Öugrnb unserer Schulen wirb auf birlem Wege ab S«lenkt von all bem vielen da» sie trennt, sie wird «ngewiesen auf ein Betätmung-feld. aus dem sie ihrem innem Drange, der Heimat unb bem Tatrr- land zu bienen, sich in Begeisterung einer ibralrn Ausgabe zu widmen, entiprechen kann Durch die Schulgruppen wirb der Blick helenti aus ba» grobe volk»ganze auf ba» neue Grosideiitschlanb. ba» nuf dem Boden des Recht» und ou» der Kultureinben aller, die in deutscher Zunge reden, erwachsen soll.

Ohne die deutsche Au»landschule unb ohne die geistige Verbindung unserer Jugend mit ihr ist diese» grofoe. erhabene und friedliche Ziel nicht zu er* en, und deshalb der heisie Dank der deutschen Aiislandschiile für da» Derk der Sammlung, ba» sie durch ihre vorbildliche Arbeit für die Einheit be» deutschen Volkstum» leistet!

Fremde ihrer bedienen und sie nie verg«sten oder verleugnen Tm Schule null durch Sprei und Sport, durch turnen und ®anbem. durch Sang und fest­liche Feier dafür sorgen, batz auch ba» bensche Ge mut sich ba brauken entwickeln !anm wie un hei­mischen Mutterboden, batz beuische Sitte unb Art und deutsche» B<kr. neue Wurzeln schtaaen Die deutsche schule axrb zum Mittelpunkt der deutschen Kolonie

Die andere Ausgabe ist bie. auch Angehörrae be» GasUanbe» unb anderer Volker durch bie Gründ­lichkeit und ©ehfpenbeit ihrer Leistungen und durch bie wisienichafttiche Dahrhajtigkett ihrer Darbietung für die Schule und bamit für bie geredne veunei lung alle» Deutschen zu geirinnen. Der unwahren Seltpropsganba gen.n Deutschland wird auf diesem Wege mit Erfolg begegnet

Mit diesen moraliichen unb ethischen Wirkun­gen der keubchen Aurlandschulen stellen die male« nellen. die wirtlchoftlichen von selbst sich ein.

Hu» den umfangreichen und den oft reich au», gestatteten 3cbre»bend)ten unserer deutschen Au», landfchulen können wir sehen, welch rege» Leben a« ihnen herrscht, wie auch sie im flutenden Leden de» Alltags liehen, nicht rasten und nicht roften, son­dern sich bemühen auch in pädagogischen Dingen, wie in der Heimat, neben der Schapung be» be- währten Alten, den frischen, freudigen Mut zum Reuen zu beweisen. Nicht behindert durch amtliche =d)ronfen können diese Schulen in mancher Hin­sicht sich freier autleben, freier auswirken, können Anregung und Förderung geben für die heimatlichen Schwesteranstalten Und wenn wir sehen, wie grotz die Zahl der deutschen Lehrer ist, aus allen Gren- zen de» Vaterlandes, die drauhen an diesen Schulen wirken, die dort ihren Gesichfkrri» erweitern, nach einigen Jahren bereichert an Wissen unb Können, an Liede zum eigenen, an Verständnis für fremdes Volkstum in die £>eimat zuruckkehreu, um durch neue Scharen ebenlo begeisterter Pioniere de» leh­renden Deutschland» abgeläft zu werden, so können

Montag, 2. Mas 1927

ftrilung zuruchzugeher. ben in b»esem Halle fchlagt er mit emei "%acr: unb Setzne. g!eii um sich, bie > dem gegenubersitzenben 3ou:nc..ur-. Mib den we- banfet*. autkom« en tatzt. der urdvoden m.ge ihn verichiingeii.

M,t zu ben ^^uptcha-ultereiDentchaiien ähur» Will» geben bie ^ortirbi für < . < g< ;r*t 'e di. na- tische 4'ü»e. Gerade well er eine |o pgcr.M ...< Hrl bf» Siargeben» hat. wirkt die c". . n io t. scher Wir können diese Pose in ben nnbrudwifm Stellungen beobachten, bte er beim Photographieren emmmmt. rrne er sich cm Stuhl larudirfc-it. den stopf schrverinutig in bte stand gestutzt mit einem in» Weite gehenden ^.ick und mit pefur.*. ctur. T .in konnte annehmen batz er gla : t bir .-. »e de» ino» bemen Napoleon liege ihm besonder Diese An­nahme wird in der lat durch riete inner »Hand­lungen bestärkt. Qine» 2ag<» I» bet M; uet ?r» Innern gelegentlich be» Gencr.i,treikr zu ,h.., kam. sand er ihn über eine Karte England» g«b<.. .l Er zeichnete btt Stellung der Truppen an oeijch«ebenen ivichngen Punkten ein ..Was denken c te über meine militärischen Anordnungen?' Iragte er ben eine Kneipenrauferet für eine Neoolutiv:' ' In der Tat war Churchill der hervorragende Organisator der Streikal'wehr. Er lieferte mit bet Wieder«rost- nung de» Londoner Hasen» em ftrotegssehe» Meister- stuckchen per excellence.

Churchill besitzt eine erstaunNetze Arbeitskraft und einen ungewöhnlichen Elser und Kleitz Tro dem fühlt er sich scheinbar in seiner gegenwärtigen Posi­tion nicht ganz wohl, denn «hm liegen trockene Be rechnungen durchaus nicht Zwar ist et nicht ganz solch ein Zahlenhasser wie fein Haler, der gleichsall» Schatzkanzler war unb der. al» ihm eine grotze Rech nung mit Dezimalstellen oorgeleqt wurde. I:.: wn» die perbaminlen Kommata zu bedeuten hauen. trotzdem geht ihm da» Gefühl lur Statistik durch­aus ab. Sowie sich aber irgendeine Frage auf dem Gebiet de. Rechnen» ergibt, so beulet er auf seinen sehr geschickten Sekretär Sir Otto Niemeyer, der ihm bann sofort zur Hilfe kommt, ö» heitzl in der Tot fein ctaat-aeheimni» verraten, wenn man her­auf hinweist. ba« sich Churchill bei der Ausmachung de» Budgetc- in starkem Matze auf ihn stutzte. Chur- chill versteht e» andererseits autzerordenllich gut. durch seine grotze Rednergabe die bittere Sie er- piUe in unvergleichlichrr Weise zu versus,en. Cr hat Die» bei feiner letzten grotzen Bubgelrede aur.) be- wiesen, denn trotzdem er ben Rekord oller Unter* bilaiurn der vor- und Nachkriegozett hielt, wurde die Budgetrede al» rednerische Höchstleistung ge­wertet.

Geht ihm so der Zahlensinn unb ba* Gefühl für ctanfrir ab. so besitzt er em Gefühl für die Regeln einer vernünftigen Lebenskunst in einem um so höheren Matze. Er ist em Tfeiflerfttatege. Nicht m gesprochen ein Idealist, ist er ein Mann der lat. ein Glücksritter, der da» Abenteuerliche liebt und sucht. Er bat diese Eigenschaften zweifellos von seinem ausgezeichneten milltärischen Vorfahren, bem Duke of Marlborough, geerbt.

Man fragt sich, kann em Mann, ber eine der- artige Karriere im Geben bereit» gemacht hat. noch weiter aufsteigen? Ein sehr gerougler Menschen­kenner Hal einmal von Churchill gesollt ..Der letzte und höchste Punkt in Churchill» Persönlichkeit ent- geht uns stets." Ich glaube, er entgeht un» au» bem Grunde, weil er überhaupt noch nicht erreicht ifl. Er wachst mit seinen höheren Zwecken. E» hängt natürlich letzten Ende» von der öffentlichen Meinung ab. wie die Zukunft Churchill» sein wird. Da» Bud­get war die vorn Volke mit bewutzter Autorität bf- gutachtete Jahresbilanz be» Staate», sie war bie Rechnungslegung ber Regierung, bie für die Be­urteilung ihrer Leistungen in» Gewicht fällt, vor, ihrem Ausfall hängt auch sicherlich zu einem wesent­lichen teil bas Ergebnis der nächsten Parlament», wählen ob. Ich habe in Anbetracht de» ungünstigen Bilde» be» Churchillfchen Budget» rin Gefühl der Unsicherheit- ob ich je Gelegenheit haben werbe, in Nr. 10 Downing Street (Wohnung de» Premier­minister») vorzusprechen, um Winston Churchill dort zu fprechen.

befltühen wir jubelnd dieses nihilistisch« Zreibm und haben, wenn Pallenberg leine Rolle zer­trümmert. einen unvergleichlich gröheren Denutz. als die gewslenhaftefte Darstellung dieser Rolle uns jemals hätte bereiten Bnnen.

Sobald aber ein Autor auf ber Bühne dos Wert gibt, der etwas menschlich Grnftes zu sagen, der eine irgendwie aAfunggebtetenbe Ausdrucks­kraft besitzt, bat Pallenberg ihm noch nie den Respekt verweigert Die Trulle ferner grotesken Ginfälle, seine schäpserifche Phantas« fügt sich dann durchaus in den Dienst der dichterischen Rbtiche.

Deutlich wirb dies m dem StückIkr Wau­wau". Da schuf Pallenberg einen ewig polternden, jähzornigen Alten, der bereits ft arte Spuren fron Senilität auttoeift. Aber dieser Alte war einmal rin grober Kriminalist und ist noch heute schlau genug, um seine eigene Senilität all Maske zu benutzen, wenn es darauf anfommt. Dadurch, doh er frollkommen harmlrse Okrtrottetimg vsriäuschi. bekommt er fchliehlich den Berbrecher des Stückes zu fassen.

Es war einfach-hinreißend, axe Pallenber» dieses Doppelspiel mll seiner Ratur trieb. Uno wenn er. Inner Sache sicher einen Triumph- gelang anftimmt, wenn er mit greisenhaft dünner, uberlchnappender Stimme, aber voi feiner List ganz berauscht, tmoniert .Ich weih ein schönes Vogelhaus das ist völlig unheimlich, ist von einer dämonisch drc-benden Wildheit, beten innere Kratt gerade durch die Debiech.''.chb.-'t des Körpert ins Gespenstische wächst Eine Wirkung, bte für den höchsten Shakespeare ausgere-cht hätte.

Was seine unendlich oericbtebeiartigen Ge­st allen noch gemein haben, ist nichts als die letzte Quellkraft der Prllenbergichen unb jeder Kunst, die Menschlichkeit des Künstlers Und da kann gar nicht stark genug betont werden, wie zart, w-e liedesstark im Grunde die Menkchlichkeil dieses berühmten Hanswurstes, dieses alles zer­störenden Spahmachers ist.

Die Hoffnungslosigkell einer sehr gütigen, sehr zarten Seele die nirgends bie Del! ihrem nnenten Bedürfnis gcmäfj findet, sie kann in ein tolles Gelächter hinuberipringen unb ftt kann auch mit einem sehr stillen Ton langsam verbluten. Es ist hier so wie überall, auf dem Grunde jedes starken Delächeers liegt ein furcht­barer Gen.st. die letzten Tiefen, aus denen alles Droste kommen muh. sind dunkel. Unb Patten- bergt Komik ist nut deshalb groh, weil feine Tragik fo grvst ist.