Montag, 2. Mai ,927
177. Jahrgang
lk. 101 Erster Blatt
Preis tir | ■■ höbe
druck Verla-: vrihl'fchs Unioerhtäts Bud)- und Lleinöruckerei B. Lange in fßiehea. Schriflteinin- NN- *cfd?üft$WeOe: ZchnIUratz« Z.
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unmöglich, die Zehntaus enbe von
Fürsorge für die Grenzgebiete
in*, daß Q5TT~.ni lich rech:-
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von Reuyork Ift toirf- Zortschrittc in ben lebten
auf dem Ozean wird lange werden.
Der erste Ginbruck
r.genen TvobleraeKn zr c'«en br* amerikanischen .
Itühung der amerikanischen 2egierung, Sie find fleißig gewesn und sie sind t>orii'jri«i rrm:rc.i. tr:c fie et verdien» haben. Selbst orbnu.igs- und
_____________________ _______gewährte >d eine republikanische Staatssvrm mil lokaler Selbstverwaltung, eine Staatssotm dic auf eine geschriebene Be r s a s s u n g gegründet ist und allen, die unter ihr lef unantastbare Rechte. die selbst pdh der
Mit der „Neuyork" zur Neuen Welt.
Augendlicksbilder von der AmeriKafahrt deutscher Journalisten
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Dr Fnebr DUH Dange. Verammortbch für VeLuii Dr Fr IDtib Caegt; t*r Feo,llrlo« Df f> Ibrmot; für den «beigen leit Ernst Siu*1*#!*: |tr ben Wr* jcijcniftl Muri At’lmeee, sä*»lt* ie Stehen
lich überwältigend. bie „
25 Jahren oder wie die Einheimischen versichern, eigentlich erst feit dem »ndr bes Krieges, sind ungeheuer Der Verkehr ist beängstigend, aber gut geregelt, hauptsächlich wohl dank der bettnm-
?ungrn offen wie den Bürgern die durch fk- urt 3menfoner waren. 3mtri‘a gewähr:# ihren
Grschetmi täglich.mcher jenwtogs ■*» Feiertag»
Beilage* lUfcWT geedtcnblltlrr Hermal i* Bild Db Scholle
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»folge Häher er Gewalt. Fernfprechauschläsfe: 51. M »eb 112.
leWrttl ftr Drahrnach- echte« lojeifl« Siehe», poßschesfovto
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die in einem und demlelben Haufe beschäftigt sind, auch nur annähernd zu derselben Feit an die Arbeitsstätte zu bringen, und wenn die Typi- herung und Qlcrmalifierung der Menschen in Amerika saft fo große Fon'chritle gen^icht hat wie dre ter Maren. «o gibt es auf Metern ®rb*el doch wohl gewisse (Grenzen. Der deutsche Gast der Reuen Mell aber ist froh, daß er dielen Prozeß vorläufig nicht mitzumachen braucht
Ein deutsch-amerikanischer Freundschaftsakt
Reichsauhenminister Dr. Strefemann und der Botschafter der Bereinigten Staaten sprechen auf der Hundertjahrfeier Bremerhavens.
»eitia die große Wendung in der Entwicklung der Schiffahrt zunutze machte, den Niedergang zum Dampfschiff und zur Linienfahrt. 1857 erfolgte die Gründung des Aordbcutfchen Lloyds, mil dem von nun an die Geschicke Bremerhavens aufs engste verwachsen sind
Aach kurzen Begrustungsworten des Reichs- auhenministers Dr. Vtresemann ergriff der
Giehener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
amerikanische Botschafter Dr. S ch u r m a n da» Mort zu einer Rede m der er auf die Denkwürdigkeit des Iahres 1827 hlnwies, bat ben von Bürgermeister 6 m i b t eifrig geförderten Ab- schlust einet Handelsvertrages Awifchen den Dereimgten Staaten einerlei»» und Bremen und den anderen Hansestädten andererseits gebracht habe. 3m Barnen des amerikanischen Bol-
Berlin 2. Mai 3m Aeichshaushal» für 1927 find gröstcre Deitbeträge vorgeiehen. die zur Hnterftutzung der Grenzgebiete dienen sollen. 3m wesentlichen sind das 30 Millionen Mark, die unter ter Verwaltung des Reichsministeriumo für die bc*einen Gebiete und 25 Millionen, die unter derzenigen des Reichsmintsteriums des stehen
lieber die Verwendung tiefer Gelder wird, wie wir erfahren, zur Fei» »»erhandelt- Dabei steht besonder» der ztveile Punkt ur. Vorder- grund der für die Grenzgebiete des deutschen Ostens bestimm» ift und nach Vereinbarung ztrifchen Reich und Ländern au«- gewandt werden soll. Diefe BerstSndigung mtl den Ländern, die im AeichsarbeitsMinisterium bezüglich der Frage der O ft f i e dl u n g tm Zu» fammenhana mit der Berieilunq der Fonks bereits engcbabn» worden ist. führt in der Aus- cinanberfer.ur.fl über die GelOerverteilung anscheinend ui »»erfchiedenen Schwierigkeilen. Die Rcichsrcgicrung trolLc Preußen 15 Millionen, für die Grenzgebiete des Oftens. Bayern. Baken und Sach'cn zusammen 10 Milltonen ubertvei'en. Gegen dielen Derteilungsplan wendet sich Preu- sten mit der Begründung, dast die Auswirkur.Ten des Friedensvertrages sich in unvergleichlich höheren Ausmaßen auf die preußische n Ostgebiete gelkord s-mach« habe, als gegenüber den acfcfifdjcn und bayerischen Grenzlanden an der t'chechollrwaki'chen Grenze. Dei:er wird etnge- wand:, test Bayern bei der Verteilung der Bierfteuer bereits über Gebühr bevorzugt worden sei Ter Preußische Landtag ha: deshalb feinen Ostaustch^ist Au«ammrtiberu«en. der >.ch mit diesem Fragenkowchler zu befa'fen haben wird, um die Stellungnahme Preußens zu dem Ber- »eilungsplan des 25-Millionen- Fonds festzulegen.
oerns wert en Geduld des Amerikaners, der allen amtlichen Maßnahmen gegenüber überraschend fügsam ift DaiS gilt auch von der berüchtigten Prohibition, die trotz der Grfatzgetränke und ber Märchenprachl und des Rrrtenumsangs der Filmpaläste fühlbar auf Tleunorf lastet, lieber- wältigend ist auch die Lichtfülle des Broadway. Aber es ist auch viel, was der eurvpäifche und namentlich der deutsche Großstädter ungern entbehrt. denn fast alle Beben straften sind unglaublich verwahrlost. DasbIngtvn mit seinen Gärten und Grünflächen und mit den Gebäuden, in denen das ganze politische Selbstbewußt sein des Amerikaners zu mOcht ^em Ausdruck kommt, ist ein notwendiges Gegenstück zu dem Geschäftsbabel am Hudfon. da» immerhin noch vor allerlei ungelösten Probleme« stehen bürste. Mit bem ununterbrochenen Machstum der Molkenkratzer, die jetzt glücklich beim 55. Stockwerk angelangt sind, ist es ja nicht getan. Gegen die Sicherhelt dieser Riesengebäude hat allerdings auch der Brand des Aew-Aetherlands-Hotet in der Rächt vom 12 »um 13. April, der ein einzigartiges Schauspiel bet. nichts bewiesen. Denn es sind eben nur die Baugerüste der zehn obersten Stockwerke ausgebrannt, während die 3ement- und Ei«enkonstruktion wunderbar stand- fgehalten hat. Gs ist durchaus glaubhaft, dast em ertiger im Gebrauch befindlicher Molkenkratzer nicht brennen kann. Aber schon heute ist es
rea/tiiebenb. 1 mb fie immer für b : 2 valtung von Rech» und Orlnung im OcnemWr «in- getreten. andererseits babrn sie es wohl vrr- stander, ihre persönlichen Rechte. wie he in bet Berta" ag -.ewäbrtelstei fir?» - Cie
hstr-i die öllent licken Schule- übrrka^pt c'.ie Lrir-.chrurgen uw i der Grzie'?.! .g . . ’a
unterstützt, und in ber pflege der xlulU unb anderer Künste ftanbei fie an erster Stelle. Tie 3beole der Republik sagten ihnen austrrvrdr tlich zu. und ir Taraerfreg kämpften fie al» Fvei- w.llige für bc Fr< hell und ben Bestand ter linier Heute ftnb ihre Aack ' m»en unb Aach- tt/.Qcr <d gut cne alle übrigen Amerikaner Bor- fämbfer für Abrüstung und Freden — Fr.eben unb Freundschaft mit alten Bollem. Bünbmfle tnü feinem.
Aus dem. »vas ich Ihnen getagt habe. Kimen Sie entnehm er dost bei t«er Bildung der ar rt- kan.'chen Aaf'e das deutsche Slement rtm grefre: Bedeutung gewrten ist. C» hat zu kern krrhandenen Bestand etwas BesrnderrS unb Mert dr lies hnsugedroch: Tie Dertchrnel-ung Sag leicht und natürlich von furttfr Der deurtche inw ander er fühlte sich bald als Bürger des neuen Landes, unb seine Äir.ber. die patürlicher- weite englisch sprachen, konnten von anderen üTTtTJamtoen Kindern nicht mehr irnierttrieben werden. Mi« die Aochkommen hekländstcher. enge
(Don unserem Berliner Vertreter.)
Berlin, 2. Mai. Als bekannt wurde, dast ztoansig deutsche Oournaliften aus Ginlabung ber Hamburg-Amenka-Linie bie Iungsernsahrt des Dampfers Aeuyork zu einem acht- bis zehntägigen Ausflug nach Amerika benutzen tvurden. hat woh! mancher gefürchtet, dast nun die Liste der Amerlla-Gntbecker _ um zwanzig neue Hamen sich verlängern würde. Gs läht 'ich aber fest stellen, dast keiner von den Teilnehmern zu einem solchen Ansprüche sich verstiegen oder auch nur die entsprechenden
ren angenommen hat. Die sc'
Kürze der ihnen zur Derfügung stehenden Feit und die von tromoerein empfundene Unmöglichkeit auch nur in das gef Jiohlidic Leben Aeu- Vvrks und die poli'ifche Arbeit Mafhington« einen flüchtigen Einblick zu gewinnen, hat ll« gnädig vor dieser Verirrung bewahrt. Gs war auch schon durch die feinteilung — zwanzig Tage auf der See acht bis zehn aus dem Lande — gegeben, dast das Hauplinteoesss dem Schiss« und der Seesahrt galt. Mas man sonst feelisch und geistig in sich aufnahm, konnten mir flüchtige Augenblickshilder sein, bei dren Auswahl und Abgrenzung der Zufall eine erhebliche Volle spielen muhte
Die erste Frage lautete also, ob eine zehntägige Dauer ber Aeis« von Hamburg nach Tleu- york und umgekehrt, von der je 8'/, Tage auf die Ozeanfahrt kommen, mit dem Tempo des modernen Lebens unb der Unrast einer modernen Menschensecle sich vertragen. Sie läht sich wohl dahin beantworten, dast der Grirndfatz der Hamburg Amerika-Linie, sich zunächst an einen Schtsfstyp tu halten, der neben der höchsten Betriebssicherheit von dem Gedanken der Mlrtlchastlichkeit bestimmt wird sehr getunt» und austichtoreich erscheint. Mullolini treibt Prestigepotnik und will daher das .Blaue Band des Ozeans ', das zunächst noch in englischen Händen ift. für Italien erringen Für uns ift es entschieden richtiger und wichtiger auf bem sicheren Boden der Aentabilität zu bleiben und so uns den Anteil am Meltverkebr in langsamem. aber systematischem Aufstieg tmederzu- grtvinneii. Mer das Meltmeer in Rekordzeit überqueren will, dem wird dazu bald genug das Flugzeug ober das Luftschiff zur Verfügung stehen unb auch an Schnelldampfern wird <s »a nicht «edlen, für diejenigen aber, denen es bei der Seereife au« einige Tage nicht ankommt, bieten gerade diese neuen, fmvvdl dem Personen- wie dem Frachtverfehr dienenden Schiffe
ist. fo kann wahrlich behauptet werden. dH ft ie anderen •»ntoonterer bete mil größtem Grtolg ergriffen Haden wie die Deutschen zu ihrem ------Moblergehen zur Förderung ber Inier- s amcr:Iana<ten Volkes unb zur SJnter-
Ss ift anzunehmen, dast dabei auch die ebener- wähnte Frage der Oftfiedkung einbezoaen wird, in der dic Besprechungen noch kein abschließendes Ergebnis gehabt haben. Dabei wird nach Ansicht des 7-,üeriums den 1
Risiko autgebürdrt zu werden brauchen, doch sind mehrere Länder bereit, sich mit 1 teln daran zu beteiligen, in erster Linie natürlich das besonders interessierte Preußen.
Eine zweite Angelegenheit b:r Gr n,land- surtorge wird mit denn 30 Millionen-Fsnb de» Acichsmini'tcrs für die besetzten Gebiete glcich- «alls demnächst zur Erörterung kommen D-.e'er Betrag ist in erster Linie vorgrtehen. um den Gemeinden, der Arbeiterfchas t unb den mittleren und kleineren Unternehmungen nachträglich die Schäden zu ersetzen oder zu mildern, die durch ben Auhrkomps entstanden sind. Damir würbe eine alle Mißstimmung aus der Dell geschasst, die wegen der seinerzeitigen raschen Ersatzleistung an btt durch den Rohrt am Pf betroffene Großindustrie mit der bekannten 703-Millionen - Zuw>rn Jung entstanden war. Deller soll ber Fond dazu dienen. Fälle besonderer Avtlage in den noch besetzten Grb-e:en durch llnltrtünunfl zu mildern. De Enl'chcidung über beide Fonds dürfte im Laufe des Mvna^ Mai gefällt trrrde-. uni» wenn es sich dabei auch nur um rda:iD bescheidene Mittel handelt, verglichen mit der qrrden Ausdehnung und den «chwertn Röten der durch Brtanung. Gebietsabtretung. Aäckllalen penn ebener Deutscher ulw. besonders schwer geschädigten deultchen Grenzgebiete, so kann bei wei«er Verwendung dirter Delber. und Bxrr.n man darauf bedacht ist. sich des Einvernehmens der beteiligten Länder unb Kreise zu versichern, damit doch viel Gutes geWtet rverben.
Regierung nicht angegrifftn »perde.1 können, ver- l-ürgt. fine Staatsform die Eigen um und Freiheit jedes einzelren tchiitzt unb d.e Bürger durch eine von ihnen gewählte Bertretung leibst zu Herrschern der Republik und der einzelnen Länder mack-i Amerika stellte ihnen ff ent sich.' v- u- len Hochschulen und llnivertlläten zur 7 -rlu- gur.fl, welch letztere zuerst durch private Zuwendungen und fpäler auch burch öffenll > Steuern unterhalten wurden, und es füf crie ihre i Dewi «ms- und Reliaü>ns«rei7e.» mit voll- lommmer Ttwtung von Staat und Kirche. Auch gab es In Qtacri'a feinen Hreresd enst
Denn Amerika, wie es C-ncrton einmal ausdruckte. ein anderer Raine für Gelegenheit
mit ihrer ruhigen Gangart, die die Sockrankheit auch an stürmischen Tagen kaum aufkvmmen läßt, mit ihrer Fülle von Platz für den Jan* wie für jede sportliche Betätigung und mit der vollendeten Raumkunst, die z. B. die .Reuyord' kennzeichnet. einen lockenden Anreiz, und die Zell * ihnen sicherlich nicht zu
Bremerhaven. 30. April <Dolfs.) Zu xer Hunbertjahr-Feier hat bte Stabt en über- xl reiches unb buntes .Festgewand ang>..'gt. An ben Eingängen zur Stabt ftnb |e vier getval- - f t Flaggenmasten auf gebaut von denen die demifche Flagge »oehi Besonders bunt ausge- •>nü<ft ftnb der Lloyd und die Bürgermeister •-midt-CirafK Ein glänzendes Bild bietet der Aarktplatz, der. von unzähligen Flaggen um« zagen, mit den prächtig geschmückten Bauten der btadtbehörden und der Kunsthalle ein schönes «iliches Raumbild abgibt. Das Bürgermeister mlbt-Denkmal ift mit frischem Grün geschmückt. tJc im Hafen liegenden Schisse, darunter auch tmtliÄe ausländischen, haben geflaggt Der »Mt WGlumbusbabnhvs am Kaiferhasen bietet Ul farbenfrohes Bild Die Schaufenster find <it sämtlich ausgeschmückt Vielfach siebt man jsrakwzu Kunstwerke der Dvkoration So hat Imnertatm alles getan, um bie Gäste würdig u empfangen In ben Straßen herrscht leb* alles festliches Treiben. Das Detter ist fommer- ch aetrorden, fo daß auch in biefrr Bezbihung >e Vorbedingungen für das Gelingen der Feier .-geben waren Samstagvormittag trafen die -xi Bremen fot nm enden Gäste mit dem Sonder- i-if« am Golumbusbahnhof. ÄaUerhafen. ein. so ihnen ein Frühstück geboten wurde. Hm 10 Uhr erfolgte ui einem Dampfer des Aorddeutfchen ^lvyd hie Ucbertabrt über die Weser zum Alten Aafen. txm »po die Gäste durch den Garten des .Bremifchen Amts, des ältrtten Gebäudes in rstemerbuven. nach dem Stabttheater begaben, htat begann um 11 Ubr bie Hauptgebenkfeirr.
Der Präfident des Senats, Büryermeister Dr. Donandt, nachfing bie Gäste mit einer Ansprache, in ber rr aus die nationale und wellwirtfchaftllche Be- ' «Klung der Gründung Bremerhavens aus bre- - Ischen Hanseatengeift heraus hinwies. Der Bür- zeoaeister bewillkommnete unter den Gästen be- '-rnbers d«rt Reichsminister des Auswärtigen bi. S t res f mann, den T'ncprähdcnlfti des Inchstags Dr. R i e ß e r und Die Vertreter des '.«ichsrats. lern er die Regierungsvertreter der benachbarten Länder Preußen und Oldenburg, ‘li Präsidenten ber Senate von Hamburg und L*tbe<f. bie Vertreter der hoben Reichs- und ilcnbeibeb6rbcn und der RcichedalinaescUschast. 'ie Rektoren der Hniversitäten Göttingen und fWmbura und der Technischen Hochschule Hanno- |ttr. Als besondere Gbre empfinden w»r. fo fiibrte *9r. Donandt aus. die Anwefenheit des Bot- 'chaflers der Vereinigten Staaten ren Amerika in Bersin. Schurman. da wir in b* Teilnahme des Botschafters an der Feier t*r Anerkennung Bremerhavens für den h.'u'.lch- ^»erikonischen vchitfahrts- und Handelsverkehr frtllden.
die Gründung Vremerhavens.
3m Anschluß an die Begrüßungsworte des c^matsprä«ident<!i hielt der Bort "ende der De- letation für Häsen und Eisenbahnen. Senator S»r. 2 Pelt. Bremen. die große Festrebe. in der fC u. a. sagte Bon ber OrunV.mg Bremer Havens lixg damals die Gntscheidung ab. ob bremische kchssadrt und bremischer Handel Bestand haben 'ollle oder nicht, ob das. v>as Bremen in den letzten 100 Iahren für d.e Entwicklung sowohl 5er deutschen wie der Schiffahrt überhaupl. was ri für Deutfchlands übertceifchc Beziehungen und tcc allem für Deutschland« Beziehun- un zu den Vereinigten Staaten bedeutet hat. DirNichkeit werden sollte oder nicht rt die Defer am Dell verkehr weiterhin rntt- istylen oder aus ihm ausgefcha'.tet werden sollte. 3c Handels- und Reederstadt Bremen, die bemalt unter den deutschen Häsen die bedeu- lendfte Flotte drt.iß. die sich den umfangreichsten Anteil am Verkehr mit den Bereinigten Staaten .-erungen hatte, sie hatte seit mehr als 1OS Iahren ? tinen eigenen Hafen unb ihre Schiffe nubten in fremden Häsen laden und lt'chen Ter Gef er ström verlandete mehr und mehr, schon m 1803 war die Stad: für die größeren See- chille unzulängsich In den ersten Iahren des rrtibifl-äbriflcn Krieges sah «ich der Rat ce- lligl. 17 Kilometer strvmcdivärts den Ha'en I Deartack anzulegen Indellen die Dertandung dmtt fort und die bremischen Scknf'e mußten l<ld die vlbenburo'fche GaVreund'cha«: in Gls- sleth Brake. Gronensirt in Anspruch nehmen. ZK diesen Schwier gkeiten. d-.c der Strom ver- luckachle. gefeilten sich diejenigen, die seine An- »?bner bereiteten. Da erstand Bremen der Retter in feinem größten Sohne, dem Bürgermeifter -k»hann S m i b t. der den entscheidenden Gnt- itlufi faß:. 7kr?xinblunfl mit Hannover. Qrartb . fes Landstreisens an ber G istemündung. Bau iine« eigenen Häsens. Am 11. Januar £27 iru in Hannover her endgültige Vertrag uterzeichne:. Rochde"i am 1. Mar vor 100 Iah- ren die Hebergabe der beiberseitS abgetretenen Sebietsteiie ttattgefunben batte ging Bremen nn- urverzuglich an den Bau des Ha ens. Das erste iSdifs. das i" den neuen Ha'en einlirt. war een i rttr amerikanischer Flagge kegelnder Schoner
kes gab ber Botschafter der Hoffnung Ausdruck, daß in Zukunft dem Hntemehmungs^ift bet
- unb Seeleute Bremerta;< eine noch größere Belohnung zuteil werben möge in dem immer Weitei fr-ri'chr eilenden Gedeihen und Blühen der beiden Städte in den immer mehr anwachfenden Handelsbezlehungen und Nr Frtii- gung des guten Einvernehmens ^roitchen trm deutschen und dem amerikanischen Bolle
Die Deutschen in Amerita.
Am Rachmttlag« versammelten sich die .steft- tellnehmcr in der neuen Stodlhalle von Bremerhaven. wo das Festessen begann. Bürgermeister Dr Spitto begrüßte namens des Bremer Senats die Gäste an festlicher Tafel, betonte die enge Verbundenbell Bremens und Bremerhavens mit dem getarnten deutschen Vaterland« und schloß mit einem Hoch aus das beutle'' - Volk unb Daterlanb
Mährenb bes Festessens ergriss ferner der amerikanische Botschafter Schurman
namens ber Gaste bas Morl und sagte u. o Euere Maguisizenz. Hvh.r S:nat Meine Dir. en und Herren s
Gs ist mir eine beton de re Freute, an diesem* denkwürdigem Tage unter Ihnen treuen zu dürfen, unb ich mochte Guter Magnifizenz, bem Senat unb den Bürgern der Freien Hanfestabt Bremen und ihrer Tochterstadt Bremerhaven für N« liebenswürdige Gtnladung und das freundliche Dilllommen meinen herzlichen Dank aussprechen Mie ich so hier ftehc an bte'cr Stelle, wo fo viele Deutsche aus Ihrem Mege. amerikanische Bürget au werden, zum letzten Male die heimatliche Erde unter ihren Füßen wußten, wenden sich meine Gebanken au den (3r- sahrungen hin, die diese Siedler in toten neuen Heimstätten machten, unb ich fragt mich unwillkürlich. was Amerika für sie tat unb wa- hc für Amerika leisteten Amerika bot ihnen einen ganzen Kontinent als Dohnsiy fruchtbares Vanb ohne jegliches Entgelt unb Arbeiis». e^<<>.eit in Handwerk und Handel und später tn einer hochentwickelten Indnstr».- m«t Löhnen, b« be>t'r waren als irgendlvv tonst in der Dell 2. • Geschäftszweige alle Arten von Berufen ur.t» auch «sobald he einmal amerikanische Bürg r waren, Äemter in Politik und Berwallung standen den neuen Ansiedlern zu denselben 'Tiebin-


