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fügung steht, von Pumpwirkschaft tonn keine Rede sein. Auf Anleihe werden nur werbende Anlagen des Extraordinariums genommen. Ich bitte drin­gend, dos Arbeitslosenversicherung». Sesetz so schnell wie möglich zu verabschieden.

«der den 1. Oktober hinaus können wir bli Sf« werbslosenlasten nicht tragen. Do» Real und Hau»zinssteuerrahmengeseg wird nicht erst om 1. Oktober, sondern in allernächster Zelt dem /)ou|e zugeben. Wir bleiben immer noch unrer einer Ueberiponnung unserer Steuerlast. 1&26 wurden die Reichssteuern gesenkt, diesmal versuchen wir es mit der Lenkung der Real« steuern, die ein« Rechtsverpflichtung der Lander ist. Roch den Verhandlungen mit den Ländern habe ich Grund zu der Annahme, daß dies« Bestimmung nicht nur Atrappe bleibt Sie ist auch durchführbar, nachdem dos Reich den Ländern und Gemeinden die Erwerbslasten abge­nommen hat Ein, Einschränkung der Finanzhoheit de» Reiche» liegt in diesem Gesetz nicht. Die Be> ftimmung zur Senkung der Realsteuern stellt in diesem Falle einen Eingriff in die Steuergesetz­gebung der Länder dar. Partikularistische Tenden­zen liegen mir völlig fern Ich halte e» mit dem Wort Bismarck«, dessen Geburtstag wir heute feiern:Portikulorismus i ft eine B o - fis der Schwäche." Von einem Milltardenge- schenk an die Länder ist gar keine Rede. Die Auf­fassung des preußischen Ministerpräsidenten über die Blerfteuervorlage kann ich nicht teilen. Durch bl« Erhöyung der Biersteuer find die Grenzgebiete

teuften» In keiner Weife geschädigt worden, im Gegenteil haben wir |a In den letzten Tagen für die Ruhrhilfe 30 Millionen eingesetzt und den Grenzfonds von 15 auf 25 Millionen erhöht. (Sehr richtig' bet der Mehrheit.) Die Absindungen anderer Länder für Essenoohnen, Post ufro. wer­den nicht hinter dem Rucken de« Reichrtaae» und de» Reichsrate» geregelt werden. Im übrigen er­scheint mir di« Erörterung solcher Dinge für die gesomtpolttische Debatte wenig zuträglich zu fein. (Lebhafter Beifall bei der Mehrheit.)

Ävg. Drewitz (DirtschaftSponet) erklär!, da- finanzielle Entgegenkommen gegenüber 2än dorn und Gemeinden mache eS der lölrl*<6afte- Partei unmögl Ich, der Regierung noch wohl­wollend gegenüberzustehen. Die Realsteuer^enkung werde unter diesen Umständen ein schöner Traum bleiben. Es gebe keinen andern Weg. der Verschwendung der Länder und Gemeinden zu steuern, als sie aus sich s e l b st anzuweisen, ihnen da» Zuschlag-recht zur Einkommen- und KörperschastSsteuer zu geben. sSehr richtig! bei der WirtsctastSpartel.)

Tlbg. Sisenberger (Bayr. Bauernbund) empfiehlt den Finanzämtern, sie sollten einmal die ..Grobbonzen" unter die Lupe nehmen ES seien noch Kriegs-, Inflation-- und Schieber­gewinne genug vorhanden. Der Redner empfiehlt, eine OHobeftcuer für diejenigen einzusuhren. die jetzt durch ihr Herumlaufen die bäuerische Erde verschandeln. (Heiterkeit und Beifall.)

Die Abstimmungen.

Es folgen die Abstimmungen zum ersten Abschnitt des Finanzausgleichgesetze-. Die vom Abg. Dr. Fischer (Dem.) beantragte Gteichung des § 4 (Garantie von 2,6 Milliarden) wird in namentlicher Abstimmung mit 210 gegen 153 Stimmen abgelehnt. Die Sozialdemokraten und die Wirtschaft-Partei beantragen Streichung der Sonderverteilung nach dem Umsatzsteuer­schlüssel. Auch dieser Antrag wird in nament­licher Abstimmung mit 219 aegen 160 Stimmen abgelehnt. Dasselbe Schi^al haben die fc^lal- demokratifchen und kommunistischen Anträge sowie Anträge der Wirtschaftspartei und der demo­kratische Antrag, den Finanzausgleich nicht auf zwei, sondern nur auf ein Jahr gelten zu lassen. Unter Ablehnung sämtlicher Anträge wird ent- sprechend der Borlage die bisherige ® e - meinbegetränfefteuer beseitigt, die neue Gemelndebiersteuer aber ange­nommen. Der Rest der Vorlage wird bis auf den Abschnitt .HauSzinssteuer" angenommen. Weiterberatung SamStag.

Tragischer Tod General von Wriesbergs.

Berlin. 2. Avril. (Vriv.-Lel.) Das Opfer cines tragischen UngiückslalX's wurde gestern der Generalmasor a. D. von Wr'.eSberg, der sich be sonders zu Beginn des Krieges als Etzel des Allgemeinen Kriegsdepartements im preußischen Krleasministertui» um die Schlatzsertigkelt des deutschen Heeres hohe Derdienste erworben hat. Der General, der Präsident des OslmarkenbundeS ist. wollte am gestrigen Gebnrttztage Bismarcks in Begleitung einiger anderer Herren einen Kranz am Berliner Bismarckdenkmal nieberiegen. All et dabei einige Worte an seine Begleitung r.<v- tefe. trat ein Polizeibeamtei aus ibn zu nm Ihn unter dem Hinweis auf die Bannme'.I . in der sich das Blsmarckdenkmal befindet, am Spre­chen zu bindern. Der Polizist forderte Den Gc neral auf. ihm nach der Wache zu folgen und griff ihn dabei am Aermel. Der General hat I ch offenbar über bleie Aufforderung Inncri.ch so erreat. das, er nach wenigen Schritten zusammen- brach. In der Eharitö konnte nur noch sein Tod festgestellt werden

Diese Vorgänge vor dem Blsmarckdenkmal tz'ltte die deutschnationale Fraktion des preußi­schen Landtage- zu einer Anfrage veranlaßt, gus die der preußische Innenminister G r z e s i n f k i folgende- erwiderte Rach dem Gelen über die Befriedung her Gebäude des Reichstags und der Landtage .dürfen Innerhalb des befriedeten Bannkreise» de- ReichstagsgedäudeS Verlamm- lungen unter freiem Himmel und Umzüge nlchk stattsinden". Di« Ansprache des Herrn v. Dries- berg vor den Herren seiner Begleitung und einer größeren Anzahl von Passanten, die sich in ebem Augenblick vergrbstvrtr. stellte sich recht- Inch als eineJB ersamm 1 ung unter freiem 'n e l tat eine solch, dut'te tat Pol.zei- beainie nicht qefch-tan laßen, »ine belontare Anordnung, das Gelen ubx-t die Bannmeile auch am heutigen Geburtslaa Bismarcks m beachten, i" Nicht erganaen Der Beamte bat danach gemüsi aemäh feiner Pflicht gehandelt. Ich bedauere den Tod des Herrn v Dries berg und dielen ganzen Vorfall ganz austerordentlich Viell.ich, * gem.ten den Beamten

ange'lchs des heutigen Geburtstages v Bis- marck Weckungen dahin zu geben, hast kleinere Weibeseiern unbeanstandet bleib.-n Der Herr Polizeipräsident von B.riln ha' hd) nach Der Rechtslage und auch der Kvniouaenzeu xr>x n dazu jedoch nicht veranlabt q leben.

?lbg. Dr. o Winterfeld ipntl > ftrlii mit frieblgunci les' baft mich Der *Dlinifrer b#n 2 m et all

von heute morgen tief bedauere. Der Redner erklärt Grundsätzlich hakten mir da» BannrneUengesetz für berechtigt. (Zuruf links: Für die anderen'. Der Polizeipräsident muffe bei künftigen Bismarck- feiern Ausnahmen 4 u la ff en. damit die Möglichkeit geschaffen »erde, einen Kranz nlsderzu- legen iinb einige Worte zu sprechen.

Minister Grzesinfki erklärt, daft nach einer neuen Darstellung General v. Wriesderg nur mit einigen Worten eine Kranzniederlegung habe de gleiten wollen. Wenn diese Darstellung zutreffe. Io habe der Beamte unrichtig gehandelt. Er dürfe diese Kranzniederlegung nicht hindern. Er hätte auch General v. Wriesberg nicht auf- fordern dürfen, Aur Wache rNitzugehen. Er hätte lediglich nachdem Romen fragen dürfen, treffe bk neue Darstellung zu, so sei der Beamte zu bestrafen.

Rheinhessens Noi

Berlin, 1. April. (TU.) Im Reichskanzler- palais fand heute nachmittag auf Einladung des Reichsverbandk» der Rheinländer, der rheimichen Frauenliga und de« Verein» der Helsen In Berlin ein Tee-Empsang statt, der beson­ders dem Gedenken des besetzten rheinbessischcn Ge­biete» gewidmet war. Al» Vertreter de» hessischen Rheinqaues gab der Oberbürgermeister von Mainz, Dr. Kulb. «ine kurze Darstellung der seelischen und materiellen Rot der besetzten Gebiete, bi« in besonderem Matze auf dem hessischen Teil laste. Er wies auf dl, schwere Enttäuschung hin. die sich des besetzten hessischen Rheinlandes bemäch­tigt habe, als der Locarno-Vertrag trotz seiner Verheiftungen ohne W I k k u n g für die rheini­schen Gebiet» geblieben sei. Wie groft die Last in seinem hessischen Teil ist, belegte er kurz mit einigen Zahlen. 3m September 1Ö26 seien auf 10(XX) Kopfe der Bevölkerung des befetzten baye­rischen Teile» des Rheinlandes 169 Mann fran­zösische Besatzung, im preuftlschen Teil 161 Mann und iin hessischen Teil 420 Mann ge- kommen. In Mainz seien heute noch 76 Schul- räume der Benutzung durch die Besatzung endogen. Die Wohnungsnot gehe bi» zur Hoffnungs­losigkeit, die Arbeitslosigkeit Im besetzten Gebiet sei noch schlimmer als im übrigen Deutsch­land. Don einer Pressefreiheit könne Nicht iefprochen werden. Riederdrückend wirke die rcmde Gerichtsbarkeit, vor allem die )rdonanzen und andere Folgeerscheinungen der Be- atzung. h| Jahre trage das Rheinland die Be­drückung. Mit starker Betonung gab Dr. Külb der Hoffnung Ausdruck, daft nun endlich das Ver­trauen, das man von deutscher Seite in den Der- trdd von Locarno gesetzt habe, von Frank- reich gerechtfertigt werden möge. Dem Reich aber gab er die Versicherung, daft das Herz der Rheinländer trotz aller Rot stets dem armen ober nur um |o teuren Vaterlande gehören werde. Cn. ftrhr. v. Biegeleben, der scheidende hes­sische Gesandte, dankte der Reichsregierung Insbeson­dere für die Unterstützung, die ihm für seine Ar­beit geworden war. Ganz besonders warme Worte widmete er den Damen der Frauenliga als den Vertreterinnen der rheinischen Frauen überhaupt. Ohne die Frauen könnte der seelische und materielle Abwehrkampf gegen da» Unrecht am Rhein gar nicht geführt werden.

ViegesähriichenReitervereine"

Mainz, 1. April iWTB.) Der Präsident der Interalliierten Rhelnland- k 0 m m l f f 1 0 n hat an den Reichskommissar für die besetzten Gebiete ein Schreiben gerichtet, In welchem zunächst auf hie allgemeine Entwicklung derReitervereine" Im besetzten Gebiet, namentlich in der Pfalz und im Rorden der besetzten Gebiete, hinaewiesen wirb. Es heißt dann weiter:Es bestehl Anlaft zu dem Be­merken, daß die Beiätigung dieser Vereinigungen im Pferdesport und Reitun'erricht entgegen den Beschlüssen der Rheinlandkommlssion und den von der deutschen Regierung eingrgangenen Ver­pflichtungen das bestimmte Ziel der militärischen Ausbildung verfolgt Man kann feststellen, daß in den Orten, in denen einReiterverein' besteht Au - diIdung » - Übungen stattsinden, auf zu diesem Zwecke hergerichteten Deländen, di« entweder Privat­personen oder Gemeinden oder dem Reich ge­hören. Das Schreiben schließt, daß her Präsident dic Austncrk'amleit bce Reich-kommissar- au< diele Reudildung bzw Reorganisierung von 2t eil erbe reinen lenken wolle, die geeignet seien, die Sicherheit her Befatzungsirup- pen zu gefährden."

Litauens Kamps gegen die deu-sche Schule in Memel.

Olt eine 1. 2 April «TU.) Der Kamps des Direktoriums des Memelgebiete- gegen Me deut­sche Schule geht Welter. Gestern ist dem Leiter des Memeler Lehrerseminar- Zech mitq-ttlh worden, daß er demnächst von feiner jetzigen 6tellling rtbbetufcn wird. Dein bereits ge­kündigten Schulrat Hl*et)e r ist die Bestätigung seiner Wahl in hon KreisauSschust von Heyde- Frug versagt worden Die Kündigungen von Lehrern, die für Deutschland optiert haben, wer­den radikal fortgesetzt, obwohl nach dem Memel- statut bis Aum Jahre 1930 ausländisch« Lehrkräfte ins Memelgebiet berufen werden dürfen Die kvr gewordenen Stellen werden mit völlig unvorgebil­deten litauischen Lehrkräften befehl Die M.nneler Aufk-auschulen dürfen von jetzt ab nur noch Schü- ler (lufnebnK.i die litauisch In Wort unZ> Schrift beherrfchen Der Schulstreik in Augskieken. wo der Schulunterricht plötzlich in litauischer Sprache abgetanen werben sollte, bauert an

Ein neues Instruktionsbuch für das tschechische Heer.

Prag 1. Apr l (®rlb.-Xel) Von Sem dritten Teil bot militärischen Dienstvorschriften tat Republik, hem Hand buche für Sie mck.iärischc ^vUebung brr Soldaten bas übrigen» keinen kOf-zikllen Eharakter trägt wirb «ine ReuauS - gäbe veranstaltet Rach Erscheinen hieirr neuen Ausgabe werben bi« alten Vo rschr lft«n du« b«m Umlauf g«zog«n werben wo- durch Dem Wunsche ber deut'chen Regierungs­parteien entsprochen wieS. weiche d.e bisherige Ausgabe dielee milltärisch.n D enstvoeichelfte.i vom nationalen Standpunkte au# al» brr'dMi anfeben

Bergarbeiierftrtih in Amerika.

Aeuvock 1 April. <DTB » 2000 Braun- lobkngeuben in Arkansas Illinois Indiana Iowi Kanfa»OHtloun Obio Oklahoma und

Pennsylvania linb heute Killgelegt worden. 203 003 'Bergleute des 'Bergarbeiterverbanbes be­finden sich im Streik, ta die Gruben es ab- lehnen, da» Lohnabkommen mit einem Taaolohn von tjS Dollar zu verlängern Qint langer« Dauer des Streikes ist wahrscheinlich. Bei Der. Verbrauchern macht Nch bisher noch keine Beun­ruhigung geltend da noch ein Vorrat von über 80 Millionen Tonnen vorhanden ist und auch viel« Gruben mit Altaitern. die nicht dem Berqarh«iterverl:ande angeboren, t m Betriebe sind Die Pittsburgh Terminal Soal Corporation kündigt an. daß He Bergleute des Verbandes nicht wieder annehmen werd« und bietet ihren Arbeitern einen Tagc- lohn von 6 Dollar an. Inlolgedellen werden hort Unruhen gegen Streikbrecher be­fürchtet

Die Begrenzung der LuftstreilKräfte.

Genf. 1. April. (IDoIff.) In bet heutigen Vormiltagslitzung des DorbereitungsauSlchulfe- wurde in erster Lesung di« Aussprache über das Kapitel der Begrenzung der Landstreilkräste ab­geschlossen. Uebcr hie Frag« bet Begrenzung bet Dienstzeit wurde eine Sinlgung-sormel angenommen, die für alle Staaten mit allge­meiner Wehrpflicht hie Verpflichtung auf Ein­haltung einer nach hem Ermessen jedes einzelnen Staates festgesetzten Gesamthienstzell für das jährlich auszuhebende Rekrutenkontingent enthält. Rach Eröffnung ber Aussprache über bas nächste Kapitel betreffend die Begrenzung der L u s t st re itkräfte zeigten sich Mort wieder hie bekannten Gegensätze zwischen Frankreich einerseits und England uno den Vereinigten Staaten andererseits, deren Aussafsung über bl« Einbeziehung her Zidilluftschiff- fahrt in die Begrenzung bet militärischen Cuft- streitkräste bekanntlich auch von ber deut­schen Delegation geteilt wird Aach Darlegung dcS englischen Standpunkte-, daß die zivile Lustschiffahrt ausgeschlossen bleiben muß, erklärte Lord Robert (Stell, daß feine Regierung auf keinen Fall einer TabeN« zu- stimmen könne, wie sie In bezug auf btt Canb- streitkräfte vereinbart fei. und insbesondere keinen Unterschied zwischen Der Lusrwasse Im Mutter­land und in den Kolonien zulassen Ir t tc Der amerikanische Vertreter Gibson sprach sich im Ramen seiner Regierung mit aller Entschieden- Helt dafür auS. daß bei ber Vcgrenzung bet militärischen Luftstreitkräfte die zivil- Lustfahrt vollkommen unberücksichtigt bleiben müßte und lediglich eine Begrenzung der eigent­lichen Luststreitkräsle durch Einschrän­kung ber Zahl der Flugzeuge und deS Personal­vorgenommen werden könne, und zwar nur inso­weit. alS eS sich um militätischen Zwecken dienendes Material uiih um militä­risch ausgebildete- Personal handele. Paul- D 0 n c 0 u r warnte davor, in einer AbrüstungS- konventivn gerade die Wasfc nicht zu begrenzen, die in einem künftigen Krieg die größte Bedeu­tung haben werde. Die zivile Luftfahrt müsse schon mit Rücklicht auf die Möglichkeiten k>e- tonftlgen Kriege« In die Konvention mir ein« geschlossen werden. ES würde sonst Frank­reich sehr schwer sein, die auf Grund bet seit­herigen Verhandlungen bereits vorgesehene Be­grenzung der Landstreitkräfte nnnunebmen

Der deutsch« Delegierte Gras Bernstors erklärte. Deutschland, dem jede Mttitäraviatik genommen, dem hie Ausübung jeder Militär- aviatik versagt wurde, steht den Lustrüstungen ganz besonders unabhängig gegenüber Jm allgemeinen teilt die deutsche Delegation voll­kommen die amerikanische Aussalsung Der ent­scheidend« Faktor für den militärische» Wert von Flugzeugen liegt in ihrcr möglichst großen Bereitschaft, möglichst schnell in den Kampf eingesetzt werden zu können Gin künftiger Krieg wird durch be über-

tuschende Verwendung von Flug­zeugen blitzartig entfesselt werden können Je stärket die Militäravlailk einefl Landes an Per­sonal »nb Material aus der Friedenszell tat lein wird, um so größer wird d e Gesabr sein, die den Frieden bedroht Bei einem künftigen Kriege werben gerad- In hot Lust, bevor di« Kanonen zu Lande und zur E«e zur W rkung ge­bracht werden können, die ersten (Sntld-cbungen Schlag auf Schlag erfolgen Also müssen de In Friedensze ck veslebenken militärischen Luststreitkräfte so beschränkt werden daß bi« internationale Sicherheit so weit als möglich gesestigl wird. Das Ideoi das ei- teicht werden müßte, ist bic vollstend ge Ab- sch 0 fsung aller M 1 l I t ä t a v i a t i k Der andere entscheidend' Faktor bestehl in den Re­serve". die die Mckitüravlatik eines Landes m Dem militärisch ausgebildeten Personal und In dem ausgestapelten Material bes.tzt Bei her Be­wertung ber Lustrüstungen muß also berücksich­tigt werden.

1. das Material unb das Persona', ber Mi- litüraviatlk:

2. hie ausgebildeten Reserven unb bas für d e Mil täraoiatlk aufgefiare tc Ma «rial

®rai Bernstorfs stimmt Im übrigen grundsätz­lich den Anregungen des belgischen Delegierten be Broucker« zu bi« im wesentlichen aus >ie Forderung nach Garantien dafür binaailau- en. daß alle der Luftfahrt gewährten ftaoi« ichen Subfibi « n nicht zu militari- chen wecken verwendet werken den

Ler Ehinakonflikt.

Ein Ultimatum der Mächte an die Regierung von Uanton

Conbon. 2. April (HUB. Junfiprud).) Eine gemeinsame Rote Groftbr>«annicn», Amerika» anb Japans dürst« unwerjuglid) Der fta ;»nreglmina | folgende Forderungen uniccbreitm verhaftuag unb Bestrafung aller an den in Ran Fing begangenen Verbrechen Beteiligten, finanzielle Liickchabigung für da« Geben ber Getöteten und für bi« ben anderen perfonen lugefügtrn Verletzungen. Entschädigung für da» befchsdigt« Eigentum, ein« Entschuldigung der Aartonregirrung «loscht der Osslsier«. bk die Truppen beteiligten, eine Ehrenbezeugung oor ben Rational flaggen bet Mächl? durch bk Manlontrup- Jn. nDallg Rew»' will wissen, botz man für den all. daft die Äantoorrgirrunq dk Jetbrrungen roftbnlannlcn». Amerika» und Japan» nicht er­füllt. dir B I 0 tf b r brr chinesischen Küste m» Auge faik Sk würde jedoch ohne Mitwirkung Der an- deren Möchte wenig Auystcht aus Ersoig haben. Per dipiomatisch« Korrrsponbent de»Dailg Irtearaph" schreibt, eine .VloMtnblodabe könnte non ioriRildirn

SdHvirrigfdten ju Kchwiedgkettr» Internationaler »k auch partamentar.ldNT Art führen. Man würde daher riw rafchr für je. scharr Brllrafnag der Behörden 0 e n Kanton porjktm. E» ki nicht schwer, sich In Anbetracht der modernen Jloitrn anb Culta1 r^euge oorznstellen. wie saschr Matznodmen. fall« sie sich al» notwendig erwiesen, an besten durcharführt nxxbtn können. Auch bk Verstärkung der fremden S.-iandstchaft». unb Kon sularwachen in Peking anb In Xienflta wird er wogen

Amerikas Politik in Lhina

Rruh ort. 1. April. (DTBZ .GveNtn» Dorlb" tri ährt. Präsihcnt E 0 0 lidge Hab tan Diplomatischen und konlularckchen Beamtei' in EHina hie Anweisung erteilt. Waihinüton nicht weiter mit militari st .tcher unh Impcrialistfckkr Propaaanta zu überschütten. In Den Instruktio­nen soll hie seste Entschlossenheit bet Regierung tat Bereinigten Staaten zum Ausdruck kommen haß hie Gewehre her umerikani>chen Marinesoldaten hie Krisis nicht he- schleunigen sollerr. wodurch die Bstelnlgten Staaten gezwungen würden, .bas Spiel tu. r0päiscder Politiker im fernen Osten zu spielen". Die Bereinigten Staaten würd-n da» dein chinesischen Grsanhten in Dalblngton ge gebene Versdrectan Halten, an keiner mili­tätischen Aktion gegen EHina teilzu- nehmen.

Staatssekretär Kellogg soll erklärt haben Die amerlluntsche Regierung unternimmt bk nö­tigen Schritte um Leben unb Eigentum der In ttblna lebenden Amerikaner zu schützen Kriegslchifle unb Marinesoldaten lind in der für notwendig erachteten 3ah; entsandt worden. E- ist kein Befehl für hi? Räumung Schangbais aus­gegeben worden. Die amerikanischen Vertreter in EHina werden In vollem Maß« mit den a n D « r e n fremden Vertretern zusain- menwlrken. wenn sie einem genHetnsamen Problem, dem Schutz des Lebens unb Eigentums ihrer Untertanen, in Ehlna gegenuberstehen

Italienisch-südslawische Verhandlungen.

Pari», 1. April. (Hava».) Die südsto wische Regierung Hal in Pari». Berit। unb London versichern lasten, daft sie geneigt sei wie sie die» bei der Entstehung de» Ltrertsalk« hade wisten lasten, mit der italienischen Regierung In Verhandlungen über die Gesamtheit der Schwierigkeiten die zwischen den beiden Mächte - bestehen, einzukrekn. Diese Versicherung werde auck von der sübslawifchen Regierung Rom übermittel werden.

Für die Einführung der allge meinen Dienstpflicht.

Berlin, 1. Avril. Wie wir erfahren, h,. sich dieser lagt die in München hn vorigen Jahre von den verschiedensten Kreisen der Wirtschast Wissenschaft und der Politit ins Leben gerufen» Arbeitsgemeinschaft der schaffenden Stände zur Einführung der allge­meinen und gesetzll chen Arbeits­dienst p f l i ch t als Zentralstelle für Süddeutsch- land nunmehr mit der Reichs werbe- und Propa- ganhastelle zur Einführung der Arbeitsdienst- Pflicht Berlin vereinigt. Die neue Verein,gung fordert alle interessierten Kreise der W^rtschafi. Wissenschast und tat Politik auf, sich an ihren Bestrebungen zu beteiligen, da die anhaltend« Arbeitslosigkeit, die schwer auf Ml Honen von Deutschen l alt et, zum Verfall von Sitte und Moral, zur Lockerung der familiären Band« bei­trägt. Immer meta Die Erkenntnis innerhalb aller Kreise unseres Volkes erwachen läßt, daß durch die Einführung der allgemeinen und gesetz­lichen Arbeitsdienstpflicht dem gesamten Volke, der deutschen Wirt'chaft unb Dem Deutschen Staate eminent geholten werden könne

FürstB smardt

im diplomatischen Dienst

Berlin. 2 April. Die Rachri Ht von hem Urbertritt dc» deutschnationalen Reichstag, adge- ordneten Fürst Bismarck in den biplomatifchen Dienst beftätiqt sich Wie w k au» varlamentad- schcn Krei en erfahren ist tl fei st ^er^ändlich, -) Fürst B -marck von dem Zeiiz-unkt ad. an Dem er feinen neuen Dienst dauernd übernimmt, feine parfamentarilche Tätigkeit ruhen Liften wird

Mus aller Welt.

Ueberfaü auf eine BanFflllale.

In Die Filiale der Slowakischen Agrar­bank in Wella Bytca in bet Slowakei drangen drei Männer mit vorgehalkenein Revolver ein. banden den Direktor und den Kassierer mit Strik­ten unb entnahmen hierauf Der Kaste 24 000 Ttchechv-Kronen Al» der Gefchas.ssuhrer einer Hoizsirma. der 15000 Krcneu bei fiü» trua, den Bankraum betrat, wurde er beraubt unb. all er um Hilfe schrie, von ben Räubern durch sieben Messerstich« getötet Sie Eea- Flanner e von Preßburg Hai zur Verfolgung der Räuber 80 Mann auigeüoten D.« Räuber hat­ten sich in zwei Gruppen zu je zwei Mann ge­teilt. A.» zwei tat Räuber gestern von bet ®cnbannerie bei Waß-Bistntz gestellt wurden, gaben sie Schüsse auf die Gendarmen ab, wo­durch ein Wachtmtiftet getötet wurde D e Räuber entkamen Heute vormittag erlchof» len zwei Dieser Räuber abermals einen Wachtmeister. Der sie verhaften tpol ie Dk beiden Banti:en tonnten gleichfalls enttommen En em Oberförster bei CllTein a lang es heute, zwei der Verbrecher zu entdecken während er einen feftnobm verübte ber andere Selbst­mord

Zu lobe mi||bonb«<t.

Die U Jahre alte Eh.stau El! Plöbn. Di# erst vor einigen Tagen nach Verbüßung einer Znjährigen Sreiheitsstrafe wegen Mißhand­lung ihrer Kinder aus den' Gefängnis «ntlatlen worden wat. wurde in ihrer Berliner Dehnung sterbend auf gefunden Sie machte, bevor sie das Bewußtsein verlor, einem Arzt noch die Mitteilung, daß ihr Mann Ile Durch mehrere Stocktchläg# schwer verletzt habe Kurz nach ihrer Einlieferung Ins Kranken- Ü fldrb Frau Plöbn an einem schw.-r.-n Schä- de'btuch Dee Täter, brr Fabrikant Peter Plöhn. ist k l ü ch 1 i a

B-ettcrvoraussagr.

Denerhin unbeständig, wechselnd bewölkt mit Hufheltening. fühl unb vereinzelt Regcnfäll#